Adidas Aktie Erfahrungen – Test und Bewertung

Adidas Aktie Erfahrungen – Test und Bewertung

Adidas ist der bekannteste und größte Sportartikelhersteller der Welt und nimmt global immerhin Rang Zwei hinter Nike ein. In den letzten Jahren konnte die Adidas Aktie eine bedeutende Steigerung verzeichnen, die auch mit den entsprechenden Geschäftszahlen untermauert wurde. Der deutsche Konzern setzt inzwischen auch auf dem US-Markt seinen größten Konkurrenten unter Druck und erfreut Aktionäre mit zuverlässiger Dividende.

Die Adidas Aktie in der Übersicht

Die Adidas Aktie wird unter der WKN A1EWWW und der ISIN DE000A1EWWW0 gehandelt. Die Aktie ist  unter anderem Teil der folgenden Indizes:

  • DAX 30
  • EURO STOXX 50
  • Prime All Share
  • Late DAX HDAX, CDAX, DivDAX, DAX Kursindex
  • BX Swiss Aktien

Derzeit existieren 209 Millionen Adidas Aktien. Insgesamt ergibt sich eine Marktkapitalisierung von 37,73 Milliarden Euro.

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Die Aktie befindet sich nur zu einem Vergleichsweise geringen Anteil von 20 % in Streubesitz. 77 % der Adidas Aktien halten hingegen institutionelle Investoren, zwei Prozent befinden sich im Eigenbesitz und weniger als ein Prozent wird vom Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns gehalten. Als große Anteilseigner gelten BlackRock und die Société Générale S.A.

Adidas ist nach wie vor in der Sportartikel-Branche zuhause, kann jedoch aufgrund der Ausweitung als Lifestyle-Produkt auch Bekleidung, Textilen und Schuhen zugerechnet werden.

Die letzte Dividende des Unternehmens betrug zwei Euro, was einer Dividendenrendite von 1,15 % entsprach.

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Fakten und Zahlen zum Unternehmen

Adidas konnte 2016 einen Umsatz von knapp 20 Milliarden Euro und erstmals einen Gewinn von über einer Milliarde Euroerzielen.  Der Umsatz entfällt dabei zu mehr als der Hälfte auf Schuhe, gefolgt von Bekleidung (39 %) und Zubehör (9 %). Der Hauptsitz des Unternehmens ist nach wie vor in Herzogenaurach.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 60.600 Mitarbeiter, die der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Kasper Rorsted und Aufsichtsratsvorsitzenden Igor Landau unterstehen. Die Gründung geht auf den 18. August 1949 zurück, die Wurzeln des Unternehmens reichen allerdings in die 1920er Jahre zurück.

Adidas hat in 2016 rund 360 Millionen Paar Schuhe produziert. Als Kernzielgruppe gilt die Altersgruppe von 14 bis 19 Jahren.

Geschichte des Unternehmens

In den 1920er stellten die Gebrüder Dassler Turnschuhe her, die an den Fuß des jeweiligen Sportlers angepasst wurden. Ihre erste Werkstatt war dabei die alte Waschküche ihrer Mutter. In den 1928er Jahren wurden die Dassler-Schuhe zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen eingesetzt. Mitte der 30er Jahre stellten die Dassler-Brüder bereits für verschiedene Sportarten unterschiedliche Sportschuhe her und konnten internationale Spitzensportler ausstatten. So gewann beispielsweise Jesse Owens 1936 vier Goldmedaillen in Schuhen, die von den Dasslers stammten.

Allerdings war die Zusammenarbeit der Brüder selten harmonisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten sie sich endgültig und gründeten zwei unterschiedliche Firmen. Rudolf, der als der extrovertiertere Geschäftsmann der beiden galt, gründete Puma. Adolf, der als der introvertierte Handwerker galt, gründete hingegen Adidas. Der Firmenname setzt sich aus seinem Spitznamen Adi und den Anfangsbuchstaben des Nachnamens zusammen. Puma war gerade im Bereich Sportschuhe lange Zeit einer der wichtigsten Konkurrenten für Adidas. Adidas gelang es jedoch immer wieder, sich durch Qualität und Innovation von dem Konkurrenzunternehmen abzugrenzen. So stellte Adidas beispielsweise die ersten Schuhe mit Schraubstollen her, die auch von der Nationalmannschaft beim Wunder von Bern getragen wurden.

In der Folge baute Adidas sein Produktsortiment aus und wurde nach Adolfs Tod von seiner Familie als Weltmarktführer für Sportartikel weitergeführt. 1990 verkaufte die Familie 80 Prozent der Anteile an den Franzosen Bernard Tapie. Sie landeten unter Umwegen bei Robert Louis-Dreyfus und das Unternehmen wurde 1995 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im DAX befindet es sich seit Juni 1998.

Vorab sollte man die die entstehenden Kosten genau kalkulieren.

Adidas zahlt Dividenden aus, allerdings ist diese in der Regel nicht all zu hoch.

Marken von Adidas

Adidas hat in der Vergangenheit verschiedene Marken entwickelt und vor allem auch Konkurrenzunternehmen entwickelt. Derzeit gehören zur Adidas-Gruppe neben Adidas auch Reebok International.

Ende der 1990er übernahm Adidas zudem mit Salomon einen auf Wintersport spezialisierten französischen Sportartikelhersteller und hieß kurzfristig Adidas-Salomon. Allerdings erwies sich der Kauf als Verlust und Salomon wurde 2005 abgestoßen. Nur ein Jahr später schlossen sich Reebook und Adidas zusammen.

Von der Golfsparte TaylorMade will sich das Unternehmen hingegen trennen, wie es im Mai 2016 verkündete. Zudem soll auch die Eishockey-Marke CCM Hockey abgestoßen werden. Zudem plant der Konzern eine Reduzierung der Produktpalette.

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Kritik am Unternehmen

Adidas musste sich in der Vergangenheit vor allem für die Bedingugnen bei der Produktion viel Kritik gefallen lassen. So werden die Artikel fast ohne Ausnahme außerhalb Deutschlands hergestellt und der Konzern soll die Arbeitsrechte der Menschen in den Produktionsländern wie China nicht einhalten.

Zudem wurde kritisiert, das Adidas nur eine Ausbildungsquote von zwei Prozent aufweist. Über einige Jahren hinweg unterstützt das Unternehmen zudem das private Autorennen Gumball 3000, das als  illegales Rennen angesehen wird. Der Konzern beendete sein Sponsoring erst, als Unbeteiligte dabei getötet wurden.

Thematisiert wird zudem auch gelegentlich, dass beide Dassler-Brüder bekennende Nationalsozialisten und seit 1933 Mitglieder der NSDAP waren. In der Schuhfabrik wurde zudem gegen Kriegsende mithilfe französischer Zwangsarbeiter eine Panzerabwehrwaffe hergestellt.

Aktuelle Lage

Adidas konnte 2016 einen Umsatz von knapp 20 Milliarden Euro erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich das Unternehmen um 14 %. Der Gewinn stieg auf eine Milliarde Euro und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 52,55 % zulegen.

Adidas stellt sich gerade auf die Digitalisierung der Sportbranche ein. Dafür hat das Unternehmen seinen E-Commerce deutlich weiter ausgebaut. Ein Bestandteil ist auch die Verlegung der Produktion au die Hauptabsatzmärkte. In Deutschland und in den USA werden Speed-Factories gegründet, mit denen Turnschuhe individualisiert hergestellt werden können, ohne dass der Personalbedarf hoch wäre. Bis 2020 möchte das Unternehmen die Hälfte seines Umsatzes durch auf die Kunden zugeschnittene Artikel erzielen.

Rorsted möchte dafür den Konzern weiter vereinfachen und sich auf Adidas und Reebok konzentrieren. Dementsprechend gehen Analysten und Aktionäre davon aus, dass sich die Profitabilität in Zukunft weiter erhöhen wird. Einen spannenden Bericht über die Adidas-Aktie findet ihr übrigens auf manager-magazin.de: „Warum sich ein Einstieg bei Adidas immer noch lohnt„.

Prognose zur Aktienentwicklung

Die zukünftige Entwicklung wird von Analysten positiv eingeschätzt, auch wenn all zu große Kurssprünge derzeit nicht zu erwarten sind. Dies liegt allerdings auch daran, dass der Aktienkurs in den vergangenen Jahren ohnehin die Erwartungen überflügelte und deutlich zulegte. Viele Analysten raten dementsprechend derzeit eher dazu, die Adidas Aktie zu halten und nicht unbedingt zu kaufen. Den aktuellen Sachstand solltet ihr aber stets auf gängigen und seriösen Nachrichtenportalen im Auge behalten. Wir empfehlen da zum Beispiel das Portal manager-magazin.de, das eine sehr ausführliche „Finanzen“-Rubrik hat.

Analysehaus Einschätzung Kursziel
UBS AG kaufen 180 Euro
Kepler Cheuvreux kaufen 200 Euro
Commerzbank AG kaufen 210 Euro
JP Morgan Chase & Co. halten 160 Euro
Morgan Stanley halten 162 Euro
Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KgaA verkaufen 121 Euro
Commerzbank AG kaufen 210 Euro

 

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Dabei sind die Analysten deutlich zurückhaltender als noch vor einem halben oder gar einem ganzen Jahr. Die meisten Analysehäuser gehen davon aus, dass sich die Aktie weiterhin auf dem aktuellen Niveau halten wird. Adidas hat den Durchschnitt der Kursziele eingeholt und wird nur noch von wenigen Analysten höher bewertet als aktuell. Grund dafür ist auch, dass das Unternehmen in den letzten Jahren ein Rekordhoch nach dem anderen erreichen konnte. Bis 2020 soll der Gewinn im Vergleich mit 2015 um 22 Prozent wachsen, der Umsatz soll um zehn bis zwölf Prozent zulegen.

Dabei überzeugt die Adidas Aktie in der Fundamentalanalyse allerdings immer noch. Der positive Markttrend hält sein Dezember 2016 an und das Wertpapier schneidet im Vergleich zum DJ Stoxx 600 um 20 % positiver ab. Das Verhältnis zwischen Wachstum, Dividende und KGV zeigt einen deutlichen Preisabschlag, sodass sich ein Kauf derzeit noch lohnen konnte.

Eine Geldanlage soll auch eine entsprechende Rendite bringen.

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Ist die Aktie ein Dividendenträger?

Adidas zahlt Dividenden aus, allerdings ist diese in der Regel nicht all zu hoch. Aktionäre konnten sich in der Vergangenheit allerdings durchaus über eine wachsende Dividende freuen. 2016 zahlte das Unternehmen 2 Euro je Aktie, was immerhin einer Rendite von 1,34 % entsprach. Beobachter des Marktes schätzen zudem, dass das Unternehmen seine Dividende in Zukunft noch weiter steigern wird.

Die Adidas Aktie eignet sich deswegen für Anleger, die eine Dividendenstrategie bevorzugen. Selbst in den Krisenjahren hat das Unternehmen Ausschüttungen an Aktionäre vorgenommen und derzeit möchte der Konzern offensichtlich die guten Ergebnisse auch finanziell mit Aktionären teilen.

Wichtigster Konkurrent: Nike

Spätestens nachdem Adidas 2006 den 3. Größten Sportartikelhersteller Reebook  gekauft hat, ist Nike der größte Rivale von Adidas. Bei Nike handelt es sich um den größten Sportartikelhersteller der Welt. Auch wenn die Aktie und die Geschäftsergebnisse von Nike etwas schwächeln, kann Adidas dem Unternehmen den Rang derzeit nicht ablaufen. Dies liegt auch daran, dass Nike in der Vergangenheit deutlich bessere Geschäftszahlen vorlegen konnte, die Aktie deutlicher zulegte und auch der Umsatz deutlich größer war.

So konnte der amerikanische Konkurrent 2016 knapp 32,5 Milliarden Euro Umsatz und 3,76 Milliarden Euro Gewinn verzeichnen. Damit stehen die Amerikaner eindeutig finanzkräftiger dar, als der deutsche Sportartikelhersteller. Die starken Kursgewinne von Adidas, die die von Nike in den letzten beiden Jahren jedoch überflügelt haben, hängen dabei nicht unwesentlich mit Kaspar Rorsted zusammen. Der neue Vorstandsvorsitzende hat den Ruf, Margen deutlich erhöhen zu können, was dazu führen könnte, dass Adidas die Lücke beim Gewinn bald schließen und so dauerhaft zu Nike aufschließen könnte. Nike selbst vermeldete in den letzten Quartalen eher enttäuschende Zahlen. Der Umsatz ist geringer als von vielen Anlegern erwartet wurde und dies spiegelt sich natürlich auch in den Aktienkursen wieder.

Dass das Wachstum von Nike in den USA nicht zulegen konnte, soll auch an einem Erstarken von Adidas liegen. Im vergangenen Quartal ist der Umsatz des deutschen Sportartikelherstellers um ein Drittel gewachsen. Dennoch erzielt Nike in einem Quartal so viel Gewinn, wie Adidas in nur einem Jahr. Die Machtverhältnisse sind also nach wie vor klar, der Druck auf Nike nimmt jedoch zu.

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Stetig steigender Aktienkurs gilt als gute Investition.

Stärke der Marke

Adidas hat sich auch aufgrund eines eingängigen Symbols als eine der bekanntesten Marken weltweit etablieren können. Die drei Streifen sind international bekannt und wurden dabei auch von Trendsettern wie Madonna, Beckham oder aktueller Kayne West bekannter gemacht. Großer Beliebtheit erfreuen sich Kleidung und Schuhe auch in der Rapszene. In der Vergangenheit setzten sowohl Run-D.M.C. mit My Adidas als auch Korn mit a.d.i.d.a.s den Artikeln des Herstellers ein Denkmal.

Bereits mehrfach gelang es dem Unternehmen, Schuhmodelle zu entwickeln, die Kultstatus erreichten. Hierunter zählen unter anderem:

  • Superstar
  • Rom
  • Spirit
  • Samba
  • Marathon
  • Attitude
  • Grand Prix
  • Master
  • Player

Trotz der internationalen Bekanntheit kann Adidas hinsichtlich der Markenbekanntheit jedoch nicht mit den ganz Großen mithalten. Derzeit wird der Markenwert auf 5,25 Milliarden US-Dollar taxiert.

Fazit: Adidas nach wie vor interessant

Adidas hat seit 2008 wichtige Änderungen vorgenommen und konnte sowohl Marge als auch Umsatz dadurch deutlich steigern. Dementsprechend ist die Adidas Aktie trotz der Steigerungen der letzten Jahren immer noch interessant für Aktionäre. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen weiter zulegen kann. Zudem übererfüllt der deutsche Sportartikelhersteller die  gesetzten Ziele derzeit und kann Prognosen nach oben korrigieren.

Das Unternehmen wird auch dadurch interessant, dass Rivale Nike schwächelt und Adidas dem Konkurrenten näher kommt. Auch wenn dessen Marktmacht nach wie vor unangefochten ist, kann Adidas für Privatanleger ein interessanter Bestandteil des Portfolios sein. Dies wird auch durch die Dividende gestützt, die bereits jetzt recht ansehnlich ist und in der Zukunft vermutlich weiter gesteigert wird.

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