Alfatrade Forex CFD

AlfaTrade Forex- und CFD Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

AlfaTrade wird aus der Karibik betrieben und wird nicht reguliert. Ist das Angebot so gut, dass Trader den Broker dennoch genauer unter die Lupe nehmen sollten?

Welches Handelsangebot bietet AlfaTrade?

AlfaTrade bietet zum einen Forex-Trading, zum anderen den Handel mit CFDs. Dabei ist die Auswahl an Basiswerten im Vergleich zu anderen Brokern allerdings eher überschaubar:

  • 7 Majors
  • 38 weitere Währungspaare, 18 davon Exoten
  • 3 Metalle (Silber, Gold, Kupfer)
  • 3 Energieträger (UK- und USOIL, Naturgas)
  • 11 Aktienindizes
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Der Broker kommt also nicht einmal annähernd auf eine dreistellige Anzahl an Basiswerten, sondern bietet gerade einmal 62 Underlyings. Damit kann er im Vergleich nicht überzeugen. Viele Trader werden vor allem Agrarrohstoffe, Aktien-CFDs und weitere Indizes bei AlfaTrade vermissen. Der Broker bietet allerdings natürlich die am häufigsten gehandelten Basiswerte, sodass Trader, die auf große Liquidität ihrer Assets setzen, möglicherweise dennoch genau das richtige Angebot für sie finden.

AlfaTrade Webauftritt

So präsentiert sich AlfaTrade im Internet

  • Finden Sie den günstigsten Anbieter für Forexbroking:

    Ø-Volumen pro Trade:
    Euro
    Trades pro Monat:
    Basiswert:
  • Wie hoch sind die Tradingkosten bei AlfaTrade?

    AlfaTrade setzt in den meisten Kontomodellen auf Spreads und verzichtet auf Kommissionen. Die durchschnittlichen Spreads sind allerdings im Vergleich mit anderen Brokern nicht unbedingt günstig:

    • EUR/USD: 2.4 Pips
    • GBP/USD: 4.0 Pips
    • USD/JPY: 1.6 Pips
    • USD/CHF: 2.8 Pips
    • XAUUSD: 0.5 USD
    • CAGUSD: 0.1 USD
    • UK und USOIL: 0.8 Punkte
    • EuroStoxx: 4.2 Punkte
    • DAX: 3.2 Punkte
    • DOW: 6.2 Punkte

    Damit bewegt sich der Broker eigentlich bei jedem Basiswerte preislich relativ deutlich über dem, was die günstigsten Forex- und CFD-Broker bieten können. Vor allem bei DAX und EUR/USD dürften Trader aus Deutschland den Preisunterschied deutlich spüren. Dabei handelt es sich um die Werte aus dem Standard-Konto, das für die meisten Trader am interessantesten sein dürfte.

    AlfaTrade Kontoarten

    Die verschiedenen Kontomodelle bei AlfaTrade

    Kontomodelle bei AlfaTrade

    AlfaTrade bietet insgesamt drei unterschiedliche Kontomodelle an, bei denen die Gebühren anscheinend entweder spread-basiert oder per Kommission abgerechnet werden können. Die Konditionen unterscheiden sich teils deutlich.

    Standard Premium Profi
    Mindesteinzahlung 500 USD 5.000 USD 50.000 USD
    Spreads ab 2.5 ab 2.1 ab 1.5
    Spreads bei Kommissions-Account ab 0.2 ab 0.1 ab 0.1
    Kommission 8 USD je Lot 3.5 USD je Lot 2 UDS je Lot

     

    Unabhängig von den jeweiligen Konto-Typen tritt der Broker jedoch immer als Market Maker auf. Er ist also der Haupthandelspartner und leitet die Orders nicht an einen Liquiditätspool oder den Interbankenmarkt weiter, woraus ein Interessenskonflikt entstehen kann.

    Welche Konditionen müssen Trader beachten?

    Die Depotführung ist bei AlfaTrade kostenfrei möglich. Allerdings erhebt der Broker eine Inaktivitätsgebühr schon nach 30 Tagen ohne Öffnen oder Schließen einer Positionen. Mit 35 USD ist diese zudem recht hoch.

    Die Mindesteinzahlung hängt auch vom gewünschten Kontomodell ab, notwendig sind jedoch mindestens 500 USD.

    Der Broker erlaubt es maximal, einen Hebel von 1:200 im Forex-Handel einzusetzen. Metalle können bis zu 1:100, alle anderen Assets bis zu 1:50 getradet werden. Damit bietet der Broker einen vergleichsweise niedrigen Hebel, ermöglicht jedoch dennoch sämtliche Strategien mit sinnvollem Risikomanagement. Die Mindesthandelsgröße beträgt 0.1 Lot, was im Vergleich ebenfalls recht große Handelsmengen sind.

    Der Broker erlaubt keinen Arbitrage-Handel, wie etwa Scalping oder Sniping. Der automatisierte Handel über EAs ist hingegen erlaubt. Der Broker verzichtet zudem nicht auf die Nachschusspflicht, sodass Trader mehr Geld verlieren können, als sie ursprünglich an AlfaTrade überwiesen haben.

    AlfaTrade Handelsplattformen

    Die AlfaTrade Handelsplattformen auf einen Blick

    AlfaTrade setzt voll auf den MetaTrader

    AlfaTrade ermöglicht seinen Kunden, den MetaTrader 4 als Handelsplattform zu nutzen. Es handelt sich um die wohl bekannteste Trading-Software für Privatanwender. Sie zeichnet sich unter anderem durch die folgenden Eigenschaften aus:

    • 75 Analyse-Tools
    • Nutzung von EA
    • Über 20 Zeiträume einstellbar
    • Zugang mit jedem PC möglich
    • Orderbuch mit Zugriff auf Level 2 möglich
    • One-Click-Trading
    • Backtesting
    • Geringe und flexible Software-Anforderungen
    • Auch als Multi-Terminal nutzbar

    Die Handelsplattform ist unter den meisten Tradern sehr beliebt. Fans des Auto-Tradings schätzen die Trading-Software aufgrund ihrer leichten Erweiterbarkeit durch EAs, die zudem in größerer Fülle existieren als beim Nachfolger MT5. Trader, die manuell handeln möchten, können hingegen durch zahlreiche Tools, Indikatoren, Orderarten und Chartdarstellungen technische Analyse auf höchstem Niveau durchführen.

    Der MetaTrader 4 wird auch als mobile App zur Verfügung gestellt und kann auch über das Smartphone mit AlfaTrade verknüpft werden. Sie wird für iOS und Android-Nutzer kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es gibt allerdings keine AlfaTrade App im herkömmlichen Sinne.

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    Wie funktionieren Ein- und Auszahlungen bei AlfaTrade?

    Einzahlungen können bei AlfaTrade auf die üblichen Wege getätigt werden:

    • Banküberweisung
    • Kreditkartenzahlung per Visa, MasterCard, Maestro
    • E-Wallets Skrill und Neteller

    Der Broker macht keine Angaben darüber, ob er die Kosten bei den elektronischen Zahlungsmöglichkeiten übernimmt, sodass ein Kunde davon ausgehen muss, dass er die Gebühren selbst tragen muss.

    Auszahlungen bei AlfaTrade sind nicht immer kostenfrei. Der Broker erhebt bei Auszahlungen per Banküberweisung 25 Euro. Bei E-Wallets und Kreditkarten erhebt er keine Gebühren, übernimmt aber wohl die Kosten der Zahlungsdienstleister nicht, sodass Trader hier mit bis zu 3,5 Prozent Abzug auf die Auszahlungssumme rechnen müssen.

    Der Broker bearbeitet Auszahlungen zudem teilweise extrem langsam. So nimmt er sich eine Zeit zwischen zwei und zwanzig Werktagen heraus, bis das Geld den Broker verlässt. Dies ist alles andere als guter Service.

    Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial?

    Der Broker bietet anscheinend kein Demokonto an. Trader haben damit keine Möglichkeit, risikofrei mit AlfaTrade Erfahrungen zu sammeln, was aufgrund der fehlenden Lizenz des Brokers jedoch außerordentlich wichtig wäre. Der Broker bietet immerhin eine Bildungsmaterialien, wie Video-Tutorials, E-Books und Webinare. Ergänzt wird das Angebot durch Informationen in Textform.

    Der Broker deckt mit den Bildungsmaterialien allerdings nur absolute Grundlagen ab und ermöglicht zudem nicht, die gelernte Theorie in einem Demokonto anzuwenden, sodass selbst für Anfänger nicht genug geboten wird.

    AlfaTrade mobile Handelsplattform

    AlfaTrade – mobile Handelsplattform

    Wie gut ist die sonstigen Services-Dienstleistungen?

    AlfaTrade bietet auch bei den sonstigen Service-Dienstleistungen nur eine relativ eingeschränktes Angebot. Der Broker hat einen Wirtschaftskalender im Angebot und versendet tägliche Marktanalysen, die allerdings nicht von ihm selbst erstellt werden und somit kein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Der Analyse-Bereich ist also durchaus ausbaufähig.

    Dafür, dass der Broker sich vermeintlich auch an Kunden richtet, die mehr als 50.000 USD einzahlen möchten, bietet er viel zu wenig weitere Services. Trader erhalten beispielsweise keine Möglichkeit, einen Virtual Private Server zu nutzen und so jederzeit automatisiert handeln zu können, ohne den eigenen PC dauerhaft im Netz zu haben. Auch wichtige Schnittstellen, die von Profis üblicherweise nachgefragt werden, hat AlfaTrade nicht im Angebot. Vor allem eine API-Schnittstelle werden viele ambitioniertere Trader vermissen.

    Wie können Anleger den Kundenservice erreichen?

    AlfaTrade bietet deutschsprachigen Kundenservice über eine Telefonnummer mit deutscher Ländervorwahl. Außerdem ist der Broker per E-Mail, Kontaktformular und LiveChat erreichbar und deckt damit die wichtigsten Kontaktmöglichkeiten sehr gut ab. Eine Postadresse wird zwar auch angegeben, bis Briefe auf St Vincent und den Grenadinen ankommt, wo der Broker seinen Hauptsitz hat, vergeht jedoch zu viel Zeit.

    Das Unternehmen ist darüber hinaus auf allen wichtigen sozialen Netzwerken vertreten und bietet auch über den TeamViewer Support an, der vor allem bei technischen Problemen sehr hilfreich sein kann.

    Ist AlfaTrade seriös?

    Leider zählt AlfaTrade zu den Brokern, die sich nicht der Regulierung einer staatlichen Finanzaufsichtsbehörde unterziehen. Dies ist kein untrügliches Zeichen dafür, dass der Anbieter nicht seriös ist. Allerdings können Anleger auch nicht vom Gegenteil ausgehen. Der Trader hat keinerlei Sicherheit darüber, dass der Broker seine Kunden fair behandelt, von einer erfahrenen Geschäftsführung geleitet wird oder auf einer soliden finanziellen Basis steht, die auch in Ausnahmesituationen gewährleistet, dass der Broker zahlungsfähig bleibt.

    Auf diese Weise stellt der Broker ein reales Risiko für den Trader da, auch wenn es deswegen nicht so sein muss, dass AlfaTrade Betrug wäre. Grundsätzlich ist es jedoch sinnvoll, nicht-lizenzierte Broker mit Vorsicht zu genießen. Dies ist schon alleine deswegen der Fall, weil die meisten Unternehmen wissen, dass sie eine Lizenz benötigen, um erfahrene Trader für sich zu interessieren. Eine fehlende Lizenz ist deswegen zumindest ein Anzeichen dafür, dass der Broker nicht an ambitionierten und erfahrenen Händlern interessiert ist. Trader sollten sich dessen bewusst sein und immer hinterfragen, warum ein Broker es sich leisten kann, auf eine Regulierung zu verzichten.

    Auch der Hauptsitz von Nemesis Capital Limited auf St. Vincent und den Grenadinen kann für Trader aus der EU sehr negativ sein. Der Broker ist auf diese Weise im Konfliktfall für Kunden aus Deutschland faktisch nicht erreichbar. Zudem können sie sich nicht auf EU-Recht verlassen und müssten im Zweifel teure Anwälte in Anspruch nehmen, die die dortige Gesetzgebung kennen.

    Fazit: AlfaTrade ohne Lizenz

    AlfaTrade wird von keiner Finanzaufsichtsbehörde der Welt reguliert. Das sorgt dafür, dass der Broker keinerlei Auflagen genügen muss, die Trader schützen sollen. Das bedeutet zwar nicht, dass AlfaTrade Betrug ist, allerdings erhöht sich das Risiko für die Kunden auf diese Weise deutlich. Sie haben keinerlei Sicherheit, dass das Unternehmen sie fair behandelt und auch fachlich in der Lage ist, die beworbenen Dienste solide anzubieten. Dementsprechend ist dies ein großer Minuspunkt für den Broker, auch wenn es natürlich nicht bedeutet, dass AlfaTrade nicht dennoch seriös ist.

    Ein Blick auf das Angebot offenbart zudem, dass AlfaTrade ohnehin nicht zu den besten CFD- und Forex-Brokern auf dem Markt gehört: Der Broker ist vergleichsweise teuer und die Auswahl klein. Er ermöglicht keinen Test von AlfaTrade über das Demokonto und bietet relativ wenig weitere Services. Zudem sind nicht alle Handelsstrategien erlaubt, sodass Interessenten ohne Probleme einen besseren Anbieter mit Lizenz finden sollten.

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