anyoption Binaries

anyoption binäre Optionen Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

anyoption ist nach eigenen Angaben „die prominenteste Handelsplattform für Binär-Optionen“. Zudem wirbt der Broker mit Professionalität und Zuverlässigkeit. Doch der Broker ist in der Vergangenheit durchaus mit der CySEC in Konflikte geraten. Wie gut ist das Angebot von anyoption tatsächlich?

Welches Handelsangebot bietet anyoption?

anyoption hat sich auf das Trading mit binären Optionen spezialisiert und bietet darüber hinaus keine weiteren Finanzprodukte. Dennoch gelingt es dem Unternehmen nach eigenen Angaben, mehr als 200 unterschiedliche Basiswerte anzubieten. Dies ist für einen Broker mit Fokus auf binäre Optionen vergleichsweise viel. Die zur Verfügung stehenden Underlyings stammen aus den folgenden Bereichen:

  • 16 Währungspaare
  • 37 Indizes
  • 72 Aktien
  • 2 Rohstoffe

Wie genau der Broker auf mehr als 200 unterschiedliche Märkte kommt, wird nicht ersichtlich. Möglicherweise zählt der Broker noch weitere Basiswerte, wenn diese auf unterschiedliche Art gehandelt werden.

So präsentiert sich anyoption auf seiner Webseite

Wer einen CFD- oder Forex-Broker zum Vergleich hat, wird vom Angebot von anyoption natürlich eher enttäuscht sein. Möglichkeiten bieten sich vor allem bei den Indizes. Hier geht der Broker über das übliche Portfolio weit hinaus und bietet so auch die Möglichkeit, die Märkte aus verschiedenen Regionen der Welt zu handeln. Enttäuschend ist hingegen das Angebot an Rohstoffen, bei denen nur Gold und Öl zur Auswahl steht. Der Forex-Handel fokussiert sich auf die Majors und wird somit die meisten Trader und vor allem auch Anfänger zufriedenstellen.

Jetzt zum Angebot von anyoption

Welche Handelsarten bietet anyoption?

anyoption bietet insgesamt fünf unterschiedliche Handelsarten an:

  • Binäre Optionen
  • Dynamik
  • Bubbles
  • Option+
  • One Touch
  • Langfristig

Bei den binären Optionen handelt es sich um die bekannten Call-/Put-Optionen. Auch bei den „Langfristig“-Optionen ist dies der Fall. Lediglich die Mindestlaufzeit verlängert sich hierbei auf das Ende des nächsten Monats. Bei One Touch-Optionen setzt der Trader hingegen darauf, dass eine Kursbarriere entweder über- oder unterschritten oder zumindest erreicht wird. Ähnlich ist dies auch bei der Dynamik-Option, bei der das Level über oder unter dem Optionslevel als Maßstab genutzt wird und der Trader die Grenzen selbst wählen kann. Im Bereich „Option+“ können Trader vor allem am Wochenende nutzen. Zudem können Trader bei anyoption bereits gekaufte Optionen vor Ablauf der Fälligkeit verkaufen.

Bubbles-Handelsart bei anyoption

Außergewöhnlich ist die Bubbles-Handelsart. Der Trader platziert und formt dabei im Chart mit dem Cursor eine Blase und erhält direkt eine Anzeige, welche Rendite ihn im Erfolgsfall erwartet. Die Rendite steigt natürlich, je unwahrscheinlicher die Kursentwicklung ist. Obwohl die Idee sehr interessant ist, wäre es wünschenswert, wenn Trader noch mehr Parameter wie die Größe der Blase bestimmen könnten. Zumindest in unserem anyoption-Test war dies nur sehr eingeschränkt möglich. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als sei diese Handelsart optimal dazu geeignet, um Seitwärtsbewegungen zu handeln, ist dies leider nicht der Fall. Die Rendite bewegt sich auf einem sehr geringen Niveau, wenn der Trader sie auf dem Kursniveau belässt und steigt, vor allem dann, wenn Trader größere Kursausschläge erwarten.

Welche Konditionen müssen Anleger beachten?

Ein Konto bei anyoption zu eröffnen, ist vollkommen kostenfrei möglich. Dies gilt auch für die spätere Kontoführung. Allerdings müssen Trader dafür ausreichend aktiv sein. Sollte ein Kunde sechs Monate lang keine Handelsaktivitäten durchführen und somit als inaktiv gelten, kann anyoption eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 50 Euro im Monat erheben. Dabei wird das Konto allerdings nicht über das Guthaben hinaus belastet.

Die Rendite bei anyoption beträgt für Call-/Put-Optionen bis zu 71 Prozent. Die Mindesthandelssumme beträgt 25 Euro. Bei den langfristigen Optionen sind es hingegen sogar 50 Euro. Die Mindesteinzahlungssumme beträgt 200 Euro. Die Kontoführung ist außerdem auch in US-Dollar, Pfund Sterling, russischer Rubel, türkische Lira und schwedische Krone möglich.

Der Broker bietet als Anbieter für binäre Optionen keine Möglichkeiten des gehebelten Handels und verzichtet somit natürlich auch auf die Nachschusspflicht.

Die Handelsplattform von anyoption

anyoption bietet eine sehr einfach gehaltene Handelsplattform an, die sehr Einsteiger geeignet ist, auf der anderen Seite jedoch kaum eine Chartanalyse ermöglicht. Trader können zwar leicht zwischen den einzelnen Underlyings wechseln, jedoch haben sie danach noch nicht einmal die Möglichkeit, mehr als zwei unterschiedliche Einstellungen der Zeitachse zu wählen. Verwirrend könnten Trader auch finden, dass die unterschiedlichen Handelsarten auch mit unterschiedlichem Design gehandelt werden. Auf diese Weise wird es etwas schwieriger für Einsteiger, sich zurechtzufinden. Die Handelsplattform ist jedoch verständlich genug, damit dies nicht all zu schwer ins Gewicht fällt.

Darüber hinaus bietet die Handelsplattform von anyoption die wichtigsten Funktionen an, die Trader von einem Broker für Binäroptionen erwarten können. Die Plattform ist webbasiert und so flexibel einsetzbar. Zudem ist sowohl Handeln aus dem Chart als auch One Click-Trading möglich. Trader die professionelle Chartanalyse mit Indikatoren wünschen oder gar eine API-Schnittstelle nutzen möchten, sind bei anyoption hingegen nicht beim richtigen Broker.

Bei anyoption kannm an auch mobil handeln

Es gibt für anyoption auch eine App, über der Trader mobil handeln können und so auf wichtige Marktveränderungen zeitnah reagieren können.

Wie funktionieren Einzahlungen?

anyoption bietet eine gute Auswahl an Zahlungsmethoden an. Neben der Banküberweisung stehen auch Sofortüberweisung, Giropay und die Kreditkarten Visa, MasterCard und Maestro zur Auswahl bereit. Österreichische Trader können auch eps nutzen. Komplettiert wird das Angebot durch Skrill und Neteller, die sich allerdings nicht zur Auszahlung eignen.

Die Mindesteinzahlungssumme beträgt 200 Euro.

Unter welchen Bedingungen zahlt anyoption aus?

anyoption lässt sich bei Auszahlungen vergleichsweise viel Zeit. Noch nach drei Werktagen können Trader eine Auszahlung stornieren. Bei manchen anderen Brokern steht Kunden zu diesem Zeitpunkt bereits das Geld auf dem Konto zur Verfügung.

Deutlich ärgerlicher sind allerdings die Auszahlungsgebühren, die anyoption erhebt. Wer mit Kreditkarte auszahlen möchte, muss mindestens 30 Euro oder 3,5 Prozent der Abhebesumme zahlen. Bei Überweisungsgebühren werden ebenfalls 30 Euro fällig. Bei E-Wallet-Anbieter fallen ebenfalls Gebühren von 2,5 Prozent (Skrill) und 3,5 Prozent (Neteller) an. Damit erhebt der Broker sehr hohe Gebühren bei einer Erstabhebung.

Eine Möglichkeit der Auszahlung ist die über Kreditkarte

Damit anyoption überhaupt Geld auszahlt, müssen Kunden ihre Identität bestätigen. Dies ist auch aufgrund der Anti-Geldwäsche-Richtlinien notwendig. Der Broker fordert dazu eine offizielle Überweisungsbestätigung bei Banküberweisungen oder eine Kopie der Kreditkarte bei Kreditkartenzahlung. Zudem muss er ein Scan eines gültigen Ausweises und einer Versorgerrechnung vorlegen, sodass seine Identität zweifelsfrei bestätigt werden kann.

Jetzt zum Angebot von anyoption

Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial?

Aktuell wirbt anyoption nicht mit einem kostenfreien Demokonto. Kunden müssten sich also direkt beim Broker anmelden, wenn sie Interesse an dem Angebot besitzen. Dafür hat anyoption den Anspruch an sich selbst, jedem Kunden einen „Trainer“ zur Verfügung zu stellen, der die ersten Schritte erleichtert und als Ansprechpartner dient.

Darüber hinaus können Kunden im Trainingsbereich unterschiedliches Bildungsmaterial finden:

  • Video Tutorials on Demand
  • E-Books
  • E-Kurse

Dabei werden die unterschiedlichen Angebote in drei unterschieden Kompetenzniveaus angeboten, wobei die Profi-Stufe Tradern vorbehalten ist, die genügend Geld einzahlen. Allerdings wirken die Themen der Handelsvideos nur bedingt so, als würden sie sich tatsächlich an Profis richten. Themen wie „Trend“, „Arten der Marktanalyse“ oder „Unterstützungs- und Widerstandslinien“ wirken doch eher grundlegend.

Wie gut ist die Versorgung mit aktuellen Nachrichten, Analysen und weiteren Services?

Die Versorgung mit Analysen und Prognosen weis nur bedingt zu überzeugen. anyoption betreibt einen eigenen Blog, der allerdings für deutsche Kunden nur automatisch übersetzt wird und dementsprechend für Missverständnisse sehr anfällig ist. Darüber hinaus bildet der Broker mit „Live“ die Marktstimmung der anderen Trader ab.

Wie können Trader den Kundenservice von anyoption erreichen?

Der Broker bietet eine gebührenpflichtige Hotline an, die Kunden zwischen 08:00 Uhr und 20:00 Uhr auf Deutsch erreichen können. Zudem können Trader den Kontakt per E-Mail, Fax und Kontaktformular aufnehmen. Der Broker bietet zudem einen Rückrufservice an.

anyoption wird von der CySEC reguliert

Ist anyoption seriös?

anyoption zählt zu den binären Optionen-Brokern, die auf Zypern ansässig sind und somit von der CySEC reguliert werden. Diese hatte lange Zeit nicht unbedingt den Ruf, die strengste Finanzaufsichtsbehörde zu sein. Allerdings greift sie in den letzten Monaten und Jahren härter durch. Betroffen war auch der Betreiber von anyoption, die Ouroboros Derivatives Trading Ltd.

Das Unternehmen wurde zu einer Gesamtstrafe von 235.000 Euro verurteilt, die sich aus diversen Teilstrafen zusammensetzte. Ouroboros Derivatives Trading hat demnach Investmentberatung durchgeführt, obwohl das Unternehmen nicht dafür lizenziert ist. Bestraft wurde das Unternehmen auch für unfaire und missverständliche Werbung sowie Bonusangebote. Zudem hat Ouroboros Derivatives Trading Kunden nicht ausreichend nach ihren Erfahrungen befragt und entsprechend ihrer Kenntnisse mit Informationen versorgt.

Die Strafe war eine der höchsten, die die CySEC jemals ausgesprochen hat. Dennoch darf anyoption die Lizenz weiterhin nutzen. Aufgrund der MiFID-Bestimmungen darf der Broker auch auf dem deutschen Markt aktiv sein und ist Mitglied im zypriotischen Einlagensicherungsfonds, wo Kundengelder im Insolvenzfall bis zu einer Höhe von 20.000 Euro geschützt sind.

Bietet anyoption einen Bonus?

Nein, anyoption bietet aktuell keinen Bonus mehr. Diese Art der Neukundenwerbung ist Brokern in Zypern inzwischen untersagt. Diese dürfen seit dem Wechsel 2016/2017 keine Einzahlungsboni mehr anbieten. Der Binäre Optionen-Broker ist einer der ersten Anbieter seiner Art, die darauf reagiert haben und Kundeneinzahlungen nicht mehr mit Bonusguthaben vergüten.

Fazit: anyoption mit Raum zur Verbesserung

anyoption erhebt den Anspruch einer der besten und größten Broker für binäre Optionen zu sein. Allerdings bieten einige andere Broker im Vergleich zumindest punktuell deutlich mehr. Für Einsteiger ist die Mindesthandelssumme von 25 Euro zu hoch. Die hohen Auszahlungsgebühren sind nur schwer zu rechtfertigen und auch die Top-Rendite weiß nicht zu überzeugen. Hinzu kommen die Verstöße gegen die CySEC-Lizenz und eher wenig Service-Angebot.

Positiv sind die große Auswahl bei den Indizes und die innovativen Handelsarten sowie der deutschsprachige Support.

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