Wie finden Sie das beste Depot – 10 Tipps

Wie finden Sie das beste Depot – 10 Tipps

Aktien Tipps

Ein guter Online Broker kann mitentscheidend über die Höhe der Rendite sein. Dazu tragen nicht nur die Kosten bei, die ein günstiger Anbieter gegenüber den teureren spart, sondern auch verschiedene Serviceleistungen, die die Performance verbessern können.

  1. Hausbank oder Online-Depot?

Die wohl wichtigste Entscheidung für viele Anleger ist die Frage, ob sie ihr Geld weiterhin in einem Depot ihrer Hausbank anlegen möchten, oder sich für einen Online Broker entscheiden. Der größte Vorteil des Online Depots ist die günstigere Gebührenstruktur. Hier können Anleger im Vergleich zur Hausbank deutlich sparen.

Als Nachteil müssen sie allerdings die Anlageentscheidungen selbst treffen. Dies nimmt gerade Privatanleger vermehrt in die Pflicht, allerdings sind die Chancen für eine sinnvolle Anlage hier häufig größer. Bankberater sind aufgrund der Tatsache, dass sie häufig für Vermittlungen Provisionen erhalten und ihre Kunden deswegen nicht völlig unvoreingenommen beraten, etwas in Verruf geraten. Es kann also sinnvoll für Anleger sein, sich viele Informationen selbst anzueignen oder beispielsweise auf unabhängige Berater zurückzugreifen. Durch die Kostenersparnis beim Online Depot ist dies durchaus möglich.

Egal ob Hausbank oder Online Broker: Ein Online-Depot bieten inzwischen auch die Filialbanken an. Anleger haben dadurch vor allem den Vorteil, dass sie ihr Depot jederzeit selbst verwalten können und Kauf- oder Verkaufsentscheidungen schnell umgesetzt werden können.

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  1. Seriosität prüfen

Unter den Anbietern von Online Depots für Wertpapiere gibt es vergleichsweise wenig schwarze Schafe. Dennoch sollten Anleger darauf achten, dass es sich bei ihrem Broker um einen seriösen Anbieter handelt. Die folgenden Fragen sollten bejaht werden, damit ein Online Broker in die nähere Auswahl kommen kann:

  • Hat der Broker eine Lizenz aus der EU? Bevorzugt von der BaFin oder der FCA?
  • Können Kunden vor der Anmeldung die AGB und Datenschutzbestimmungen einsehen?
  • Sind die rechtlichen Dokumente in einwandfreiem Deutsch verfasst?
  • Ist der Broker frei von Anschuldigung, ein betrügerisches Unternehmen zu sein?
  • Berichten einschlägige Webseiten über den Broker und berichten Gutes?

Eine Lizenz außerhalb der EU spricht nicht unbedingt für mangelnde Seriosität. Gerade für Anleger, die Konten im Ausland besitzen und beispielsweise US-Aktien bevorzugt handeln, kann es natürlich sinnvoll sein, einen inländischen Broker zu wählen. Durch die EU-Lizenz muss ein Broker allerdings nach EU-Recht agieren, was auch rechtliche Auseinandersetzungen im Ernstfall sehr erleichtert. Wer sich also nicht auf Aktien aus dem EU-Ausland spezialisiert hat, sollte auf eine EU-Lizenz achten. Am striktesten gelten dabei die deutsche und die britische Finanzaufsichtsbehörde, sodass diese besonders empfehlenswert sind.

  1. Gebühren beachten

Unter den Online Brokern gibt es große Unterschiede hinsichtlich der Gebührenstruktur. Vor allem die Online-Angebote von Filialbanken gelten als vergleichsweise teuer. Moderne Online Broker verfügen demgegenüber häufig über deutlich modernerer und für den Kunden vorteilhaftere Preisstrukturen.

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flatex bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

In der Regel setzen sich die Gebühren dabei aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Als veraltet gelten inzwischen die Depotführungsgebühren. Allerdings fallen diese gerade bei Viel-Tradern ohnehin kaum ins Gewicht. Aus diesem Grund verzichten viele Broker auch auf die Erhebung dieser Gebühr zumindest unter bestimmten Voraussetzungen.

Wesentlich wichtiger sind also die Ordergebühren, die bei den meisten Brokern einen Festbetrag plus einen geringen Prozentsatz vom Ordervolumen betragen. In der Regel bewegen sich die Gebühren dabei zwischen einem Minimal- und einem Maximalbetrag. Besonders interessant können auch Flat-Angebote sein, bei denen der Anleger immer einen bestimmten Fixpreis an den Broker entrichten muss oder die Gebühren je Order immer festgelegt sind.

Darüber hinaus legen viele Privatanleger einen Großteil des Kapitals, das für Wertpapiere zur Verfügung steht auch in andere Finanzprodukte wie ETFs, Sparpläne oder Fonds an. Auch Ausgabeaufschläge oder Gebühren für diese Geldanlagen können sich bei den verschiedenen Brokern sehr unterscheiden.

  1. Individuelle Kosten berücksichtigen

Ein Broker, der für einen bestimmten Anleger besonders günstig ist, kann für einen anderen unverhältnismäßig teuer sein. Entscheidend ist, dass der Broker zum Anlagestil des Kunden passt. Dieser kann sich in verschiedenen Punkten von anderen Anlegern deutlich unterscheiden. Hierzu zählen unter anderem:

  • Ordervolumen
  • Orderhäufigkeit
  • Anteil an inländischen und ausländischen Aktien

Deswegen ist es immer sinnvoll einen Online Broker Vergleich hinsichtlich des Orderverhaltens durchzuführen. Ein Rechner erlaubt es, die wichtigsten Daten wie Order je Jahr und Durchschnittsvolumen anzugeben und so einen guten Überblick über die Anbieter zu erhalten, die für das jeweilige Anlegerverhalten günstig sind.

Dabei sollten auch Kosten für Teilausführungen und Orderänderungen und –löschungen in einem zweiten Schritt einkalkuliert werden. Nur auf diese Weise ist es möglich, dass sich tatsächlich ein realistisches Bild von den zukünftigen Ordergebühren bei einem bestimmten Broker ergibt.

  1. Auswahl einschätzen

Auch die Auswahl kann darüber entscheiden, ob ein Online Depot für einen bestimmten Anleger geeignet ist oder nicht. Grundsätzlich sollten Interessenten für ein neues Online Depot deswegen analysieren, welche Aktien oder Wertpapiere sie in der Vergangenheit gehandelt haben und welche Handelsplätze und Produkte hierfür vom Broker angeboten werden müssen.

Vergleichsweise häufig überschätzen auch erfahrene Anleger, wie viele der Handelsmöglichkeiten sie tatsächlich nutzen und somit auch brauchen. Ein Großteil der deutschen Anleger hat beispielsweise nur vier verschiedene Unternehmen im Portfolio, die zudem aus dem DAX stammen. Natürlich ist ein solches Aktien-Depot nicht gut diversifiziert, wer auf diese Art anlegt benötigt jedoch keinen Zugriff auf zahlreiche internationale Handelsplätze.

  1. Zuverlässigkeit prüfen

Ein gutes Online Depot ermöglicht dem Kunden, Orders jederzeit mit minimaler Zeitverzögerung aufzugeben. Interessenten sollten deswegen nach Möglichkeit ein Demo-Konto nutzen und dieses auch in den Haupthandelszeiten ausprobieren. Bei langen Ladezeiten oder schlechter Erreichbarkeit der Webseite können unter Umständen sehr gute Kurse nicht mehr realisiert werden oder der Kunde, der seine Verluste begrenzen möchte, kann dies nicht rechtzeitig tun.

Ist eine eigene Einschätzung vor der Anmeldung nicht möglich, ist es sinnvoll Online Broker Tests auf dieses Kriterium zu überprüfen. Auch in Online Communitys beschweren sich Kunden schnell über Broker, die nicht zuverlässig genug sind.

Die Zuverlässigkeit der Handelsplattform kann also wie kaum ein anderes Merkmal eines Online Brokers darüber entscheiden, wie gut die Rendite einer Geldanlage ist.

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  1. Spezialisierung abgleichen

Anleger, die sehr spezielle Finanzprodukte nutzen möchten, können dies häufig besser bei spezialisierten Angeboten. Viele Broker bieten nur ein bestimmtes Finanzprodukt an und können so besonders viel Auswahl anbieten. Teilweise bieten herkömmliche Broker bestimmte Produkte sogar gar nicht. Dies ist vor allem bei diesen Finanzprodukten der Fall:

  • Forex
  • CFDs
  • Binäre Optionen

Wer mit diesen Produkten handeln möchte, muss deswegen in der Regel einen spezialisierten Broker nutzen.

  1. Support testen

Wenn beim Aktienhandel technische Probleme auftreten, Konditionen unklar oder die Navigation uneindeutig ist, ist es sehr wichtig, möglichst schnell Hilfe zu erhalten. Deswegen sollten Kunden schon vor einer Anmeldung den Support kontaktieren und überprüfen, ob sie mit Geschwindigkeit, Kompetenz und Freundlichkeit des Anbieters zufrieden sind. Fast am wichtigsten ist allerdings die Erreichbarkeit. Beträgt die Wartezeit mehr als nur ein paar Minuten, können Kunden im Ernstfall nicht damit rechnen, dass ihr Problem schnell gelöst wird.

  1. Willkommensangebot einkalkulieren

Ein Willkommensbonus kann die Orderkosten vor allem in den ersten Monaten des neuen Depots bei manchen Brokern deutlich senken. Sie bieten Neukunden besonders günstige Konditionen an oder belohnen eine Anmeldung oder den Wechsel sogar mit Freetrades.

Wieder andere heißen Kunden mit besonders guten Zinsen auf das Tagesgeld willkommen. Während dieses Angebot vor allem für Kunden relevant sein dürfte, die einen bedeutenden Teil ihres Kapitals in Cash zur stetigen Verfügung haben möchten, sind die Freetrades vor allem für Vieltrader interessant, die dadurch noch einmal deutlich Gebühren sparen können.

Für wenig Trader mit großem Volumen gibt es allerdings auch passende Angebote. Manche Broker belohnen einen Depot-Umzug mit einer Prämie, die sogar vierstellige Beträge erreichen kann und sich nach dem Depotvolumen richtet.

Allerdings sollten Anleger ein Willkommensangebot nicht überbewerten. Es gibt nur wenige Kunden, die regelmäßig mit ihrem Depot umziehen, um das günstigste Angebot zu erhalten. Deswegen ist es häufig sinnvoller, die voraussichtlichen Depotkosten langfristig über mehrere Jahre zu betrachten, als nur auf Wechselangebot zu achten.

  1. Serviceangebot vergleichen

Je nach Broker können die zusätzlichen Serviceleistungen des Brokers sehr unterschiedlich ausfallen oder nur durch Mehrkosten in Anspruch genommen werden. Für viele, die regelmäßig handeln, sind beispielsweise kostenfreie Echtzeitkurse und Analyse-Tools wie der MetaTrader sehr wichtig. Die Preise der Broker unterscheiden sich dabei stark.

Von Relevanz ist für viele erfahren Trader auch der Umgang mit den unterschiedlichen Order-Funktionen. Etwas exotischere Varianten können dabei dafür sorgen, dass der Anleger beruhigt schlafen kann, beispielsweise weil der Stop ab einem gewissen Kurs immer mitzieht. Derartige Funktionen werden jedoch nicht von allen Brokern angeboten, sodass auch auf dieser Grundlage die Entscheidung für oder gegen bestimmte Anbieter getroffen werden kann.

Auch Services wie ein Musterdepot, das zusätzlich zum eigentlichen Depot gepflegt wird, um alternative Strategien auszuprobieren, können für Anleger ein wichtiges Plus sein. Auch Watchlists mit Erinnerungsfunktion helfen dabei, erfolgreich mit Aktien zu handeln.

Fazit:

Ein gutes Online Depot muss viele Voraussetzungen erfüllen. Die oben genannten Fragen helfen dabei, aus dem umfangreichen und vielseitigen Angebot der zahlreichen Online Broker ein Depot herauszufiltern, das tatsächlich den eigenen Ansprüchen genügt und keine Wünsche mehr offen lässt. Bei manchen Punkten müssen Anleger erst Erfahrungen sammeln, um ihre eigenen Vorlieben besser einschätzen zu können, allerdings können auch Einsteiger so einen guten und für sie passenden Broker finden.

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