EmpireOption Erfahrungen – Test und Bewertung

EmpireOption bietet eigentlich ein recht interessantes Angebot mit guten Handelskonditionen. Eklatante Schwächen offenbart der Broker allerdings bei den Auszahlungsbedingungen. Trader mit wenig Kapital werden ihr Geld vermutlich niemals wiedersehen. Ansonsten bietet der Broker gewohnte Handelskonditionen und Services, die jedoch nicht für eine Empfehlung ausreichen.

Welche Auswahl bietet EmpireOption?

EmpireOption arbeitet mit SpotOption zusammen. Dementsprechend bietet der Broker grundsätzlich einen sehr hohen Standard in Bezug auf die Auswahl. Trader können sich bei EmpireOption zwischen 170 unterschiedlichen Basiswerten entscheiden. Wie gewohnt stammen sie aus den Bereichen Währungshandel, Aktien, Indizes und Rohstoffe.

Auch bei den Handelsarten bietet EmpireOption eine lobenswerte Auswahl. Derzeit finden Trader die folgenden Reiter, um ein passendes Tool auszuwählen:

  • Binary Options
  • Pairs
  • Long Term
  • Short Term
  • One Touch
  • Forex
  • IFollow
  • Limit Order
EmpireOption arbeitet mit SpotOption zusammen und bietet ein recht interessantes Angebot mit guten Handelskonditionen.

EmpireOption arbeitet mit SpotOption zusammen und bietet ein recht interessantes Angebot mit guten Handelskonditionen.

Dabei sind nicht alle Handelsarten selbst für Experten selbsterklärend. Unter Limit Order versteckt sich beispielsweise die Möglichkeit, Trades in das System einzugeben, die nur unter bestimmten Bedingungen, dann jedoch automatisch ausgeführt werden. Nicht nur beim herkömmlichen Aktienhandel, auch im Forex-Bereich hat sich der Broker etwas abgeguckt. Der Händler kann hier so ähnlich handeln, allerdings mit geringerer Margin. Der Trader muss dafür einen Zielkurs angeben.

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Handelskonditionen bei EmpireOption

Der Mindesteinsatz beträgt bei EmpireOption 25 Euro. Damit ist der Broker nicht all zu einsteigerfreundlich. Viele andere Anbieter starten den Handel bereits bei zehn, fünf oder teilweise sogar einem Euro. Damit lassen sich bei weniger Kapital natürlich deutlich mehr Trades starten, was ein besseres Risikomanagement vereinfacht und hilft, mit weniger Gesamteinsatz mehr Erfahrung zu sammeln.

Als mögliche Rendite gibt der Broker 87 % an. Die tatsächlichen Erfahrungswerte liegen allerdings deutlich darunter und bewegen sich eher in einem Bereich zwischen 70 und 80 %. Dies ist allerdings durchaus ein üblicher Wert.

Die kürzeste Laufzeit im Handel beträgt derzeit nur 30 Sekunden. Die längste Laufzeit findet sich unter Long Term. Hier können Positionen mehrere Monate geöffnet bleiben, sodass für jeden Trader ein gut geeigneter Zeitrahmen bereitsteht.

Kontomodelle bei EmpireOption entscheiden über Auszahlungsbedingungen

EmpireOption bietet derzeit fünf unterschiedliche Kontomodelle. Sie unterscheiden sich vor allem im Bereich der Zusatzangebote und Lernmaterialien. Für viele Trader wird allerdings auch entscheidend sein, dass der Broker die unterschiedlichen Kontomodelle bei der Auszahlung unterschiedlich behandelt:

Micro Classic Empire-Plus Vorzugskonto Empire VIP
Mindesteinzahlung 200 Euro 500 Euro 1.000 Euro 5.000 Euro 30.000 Euro
Mindestauszahlung 200 Euro 100 Euro 100 Euro 1 Euro 1 Euro
Auszahlungsfrist 10 Arbeitstage 7 Arbeitstage 5 Arbeitstage 3 Arbeitstage 1 Werktag
Maximale Auszahlung Monat 500 Euro 2.000 Euro 3.500 Euro 5.000 Euro 40.000 Euro
Auszahlungsgebühr 30 Euro 25 Euro 20 Euro 10 Euro 0 Euro
Monatlich kostenfreie Auszahlung Nein Ja Ja Ja Ja
Notwendige Transaktionen 20 15 10 5 5

 

Welchem Account-Typ Neukunden zugeordnet werden, hängt also von der Einzahlungssumme ab. Trader können dabei auch später noch „aufstocken“. Zur Einzahlung können neben Banküberweisung und Visa und MasterCard auch Neteller und Skrill.

Um eine Auszahlung vornehmen zu können, müssen Trader also erst eine gewisse Anzahl an Trades durchgeführt haben. Als Transaktion gelten dabei ausschließlich Trades, bei denen Händler mindestens 25 Euro in die klassischen binären Optionen investieren.

Damit bietet der Broker Einsteigern keine Möglichkeit, den Handel mit binären Optionen relativ risikofrei zu testen und überwiesenes Kapital einfach wieder abzuziehen, wenn sich nach den ersten Trades zeigt, dass dieses Handelsinstrument doch nicht so gut geeignet ist wie gedacht.

Kritisch ist dies vor allem in Verbindung mit der Mindestauszahlungssumme. Wer 200 Euro überweist, muss letztlich nach 20 Trades ein Plus auf dem Konto haben, um sich sein Guthaben auszahlen lassen zu können. Da dies gerade bei Einsteigern jedoch nicht unbedingt der übliche Fall sein wird, ist das Geld faktisch weg. Die einzige Möglichkeit, die Trader dann noch haben, ist mehr Geld nachzuschießen, um sich dann ihr Einstiegskapital auszahlen zu lassen. Dieses Vorgehen ist absolut kundenunfreundlich und rückt den Broker zudem in ein zweifelhaftes Licht.

Kleingedrucktes: Vorsicht, Schließungsgebühren!

Trader, dies sich für die hochwertigeren Accounts entscheiden, sollten beachten, dass der Broker in diesem Fall eine hohe Gebühr für die Schließung des Kontos veranschlagt. Sie ist nämlich abhängig vom Kontomodell.

  • Micro-Account: 20 Euro
  • Klassik-Account: 50 Euro
  • Plus-Account: 150 Euro
  • Vorzugs-Account: 500 Euro
  • Empire VIP: 3.000 Euro

Damit erhebt der Broker gerade im teureren Bereich unverhältnismäßig teure Gebühren, die alles andere als kundenfreundlich sind. Dabei sind die Schließungsgebühren gleichermaßen für Kleinanleger als auch für Trader mit viel Kapital ärgerlich. 3.000 Euro für eine Kontoschließung zu verlangen ist allerdings schlicht unverhältnismäßig, auch prozentual gesehen.

Ist EmpireOption seriös?

An der Seriosität von EmpireOption bestehen aufgrund der fehlenden Lizenz Zweifel. Zudem gibt der Broker nicht an, wer genau hinter dem Angebot steckt. Zwar gibt der Broker Brighton Digital Services Ltd. mit einer registrierten Adresse im britischen London an, allerdings verbirgt sich dahinter mit großer Wahrscheinlichkeit eine weitere Firma. EmpireOption soll zudem seit August 2016 im Besitz der Baumann&Kraus Enterprises Ltd. sein. Der vorherige Inhaber Riverjor SA aus Montevideo in Uruguay soll jedoch nach wie vor teilweise für den Dienst in bestimmten Regionen verantwortlich sein.

Wer auch immer hinter dem Angebot steckt: Es ist nicht reguliert. Das bedeutet, dass Trader die folgenden Nachteile haben:

  • Keine Sicherheit, dass der Broker Mindeststandards erfüllt.
  • Kein unabhängiger Ansprechpartner
  • Keine vorgeschriebene Einlagensicherung
  • Keine Rechtssicherheit und vor allem kein EU-Recht

Eine fehlende Lizenz bedeutet also nicht zwangsläufig, dass der Broker nicht seriös ist. Allerdings gibt das Unternehmen beispielsweise auch nicht an, ob es die Einlagen der Kunden durch eine Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungsfonds schützt. Das führt dazu, dass der Verdacht naheliegt, dass der Broker sich eher an uninformierte Einsteiger richtet, die nicht wissen, welche Standards sie von einem sicheren und seriösen Broker erwarten dürfen.

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Der Bonus von EmpireOption

Empire Options gewährt einen Einzahlungsbonus und vernachlässigt auch Bestandskunden nicht. Grundsätzlich sieht der Broker dabei vor, dass Trader mindestens Trades im Wert des 30-fachen des Bonus durchführen müssen, bevor sie eine Auszahlung vornehmen können. Dies betrifft auch die Einzahlung des Kunden. Es ist also nicht möglich, Einzahlungen wieder abzuheben, bevor die Umsatzbedingungen erfüllt wurden.

In manchen Fällen gewährt der Broker sogar einen Bonus über 200 %. In diesen Fällen müssen Kunden ein Trading-Volumen des 50-fachen des Bonus erreichen, bevor sie Auszahlungen erfolgreich beantragen kann.

Lobenswert ist, dass EmpireOption Boni grundsätzlich nicht automatisch vergibt, sondern nur mit ausdrücklichem Einverständnis des Kunden. Dadurch, dass auch die Einzahlung an den Bonus gebunden ist, ist dies die Mindestvoraussetzung. Grundsätzlich bleibt der Bonus jedoch wenig empfehlenswert. Die Umsatzbedingungen bewegen sich auf durchschnittlichem Niveau, allerdings sind Boni die Auszahlungen verhindern, immer kritisch zu sehen.

Eine weitere Möglichkeit einen Bonus zu erhalten, besteht dann, wenn Trader Freunde oder Bekannte erfolgreich als Neukunden werben. Der Werber erhält dann einen Bonus von 10 % auf die Einzahlung des Freundes und muss diesen auch nur einmal einsetzen, um ihn wieder auszahlen zu lassen.

Lernmaterialien bei EmpireOption

In Bezug auf das Lernmaterial hat EmpireOption viel zu bieten. Der Broker stellt die folgenden unterschiedlichen Medien zur Verfügung.

  • Trading-Bücher
  • Empire TV
  • Seminare
  • Simulator
  • Signale
  • Persönliches Trading

Wie so oft begrenzt der Broker das Angebot jedoch und erlaubt nicht allen Kunden den Zugriff. Stattdessen versucht das Unternehmen, die Lernmaterialien und Informationen als zusätzlichen Anreiz einzusetzen, mehr Geld einzuzahlen. Kunden mit Micro-Account haben letztlich kaum Zugang zum Angebot. EmpireTV, Marktsimulator, ein Großteil der Bücher und Seminare sowie Trading-Signale, persönliches Trading und Anlagestrategien sind für sie nicht verfügbar. Nicht einmal ein Wirtschaftskalender ist Teil des Angebots.

Erst ab einer Einzahlung von 500 Euro wird das Schulungsmaterial wirklich interessant. Auch wenn es verständlich ist, dass Broker versuchen, so Kunden zu höheren Einzahlungen zu bewegen, könnte dieses Vorgehen auch als schlechter Service ausgelegt werden.

Die Handelsplattform: Loht das Social Trading-Angebot?

EmpireOption arbeitet mit SpotOption zusammen. Die Handelsplattform gilt als eine der beliebtesten und besten auf den Markt und wird auch von vielen Top-Brokern für binäre Optionen verwendet. Dementsprechend macht die Plattform auch bei EmpireOption eine gute Figur: Sie überzeugt durch geringe Latenzzeiten, kann unkompliziert über den Browser genutzt werden und ist für Einsteiger und fortgeschrittene Trader gleichermaßen geeignet. Noch dazu ist eine EmpireOption App verfügbar, die es ermöglicht, von unterwegs zu traden.

Da Social Trading immer beliebter wird, ist natürlich auch IFollow ein wichtiger Kritikpunkt im EmpireOption Test. Händler können hier unkompliziert anderen Tradern folgen und so die Trades kopieren. Dafür können sie Dauer und Einsatz festlegen. Allerdings kann IFollow mit anderen Social Trading-Plattformen nicht ganz mithalten. Der Grund dafür liegt darin, dass es schlicht nicht genügend Informationen über die anderen Händler gibt, um eine sinnvolle Investitionsentscheidung zu treffen. Vor allem Risikokennzahlen fehlen völlig und. Auch weiterführende Informationen zu den Händlern existieren nicht. Diese erhalten auch keinen Anreiz, da sie keine Belohnung erhalten, wenn ihnen ein anderer Trade folgt. Somit ist die Social Trading Funktion sicherlich nett anzusehen, eigentlich jedoch unbrauchbar.

Fazit EmpireOption: Eklatante Mängel bei den Auszahlungskonditionen

Wer als unbedarfter Anfänger relativ wenig Kapital zur Verfügung hat und dieses bei EmpireOption einzahlt, muss davon ausgehen, es niemals wiederzusehen. Dafür sorgen schon alleine die strikten Auszahlungsbedingungen, die alles andere als kundenfreundlich sind. Zusammen mit dem Umstand, dass die Lizenz einer Finanzaufsichtsbehörde fehlt, sollten Interessenten nicht nur vorsichtig sein, sondern sich gleich nach einem anderen Broker umsehen. Ein ähnliches Angebot finden Händler auch mit besseren Bedingungen.

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