Facebook Aktie Erfahrungen – Test und Bewertung

Facebook ist das größte soziale Netzwerk und schafft es inzwischen immer besser, sich den Dienst entsprechend entlohnen zu lassen. Inzwischen bietet das Unternehmen nicht nur die weltweit am dritthäufigsten besuchte Webseite, sondern ist auch einer der größten IT-Konzerne der Welt. Zukäufe in Milliardenhöhe sind somit inzwischen kein Problem mehr. Doch kann das Unternehmen nachhaltig wachsen? Die Aktie im Check.

Die Aktie in der Übersicht

Die Facebook Aktie wird über die WKN A1JWVX und die ISIN US30303M1027 gehandelt. Das Symbol ist FB. Das Wertpapier ist Teil der folgenden Indizes:

  • S&P 500
  • NASDAQ 100
  • S&P 100
  • BX Swiss – USA
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Das Unternehmen gilt als Internet-Dienstleister. Insgesamt hat das Unternehmen 2.882 Millionen Aktien ausgegeben und erreicht eine Marktkapitalisierung von mehr als 375 Milliarden Euro.

Der Webauftritt von Facebook

Der Webauftritt von Facebook

Wie groß der Anteil ist, der sich im Streubesitz befindet, ist nicht völlig klar. Wichtige Aktionäre sind:

  • Mark Zuckerberg
  • Accel Partners,
  • Dustin Moskovitz,
  • ru Group
  • Eduardo Saverin
  • Sean Parker
  • Peter Thiel

Die je nach Quelle unterschiedlich große Anteile am Unternehmen halten. Zweistellige Prozentanteile halten jedoch nur Zuckerberg, der allerdings angekündigt hat, ein Großteil seiner Aktien zu verkaufen, und Accel Partners. Der Streubesitz soll nur 27,50 Prozent ausmachen.

Daten und Fakten zum Unternehmen

Facebook wurde 2004 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien. Das Unternehmen kann mehr als 17.000 Mitarbeiter beschäftigen und kann einen Umsatz von 27,6 Milliarden US-Dollar erlösen. Das Ergebnis nach Steuern betrug 2016 rund 10,2 Milliarden US-Dollar.

Facebook selbst hat derzeit rund 1,86 Milliarden monatlich aktive Nutzer. Facebook ist zudem die Webseite, die weltweit auf dem dritten Rang der meistbesuchten Webseiten weltweit liegt. Beliebter sind nur Google und YouTube. In Deutschland landet das Social Netzwerk auf Rang 6 (Alexa).

Aktuelle Lage

Facebook konnte in den letzten Jahren ein beeindruckendes Wachstum verzeichnen, dessen Zenit noch lange nicht erreicht sein soll. Dafür spricht auch die deutliche Steigerung von 2015 auf 2016. Der Umsatzerlös stieg von 17,92 Milliarden auf 27,64 Milliarden US-Dollar. Noch deutlicher konnte das Ergebnis nach Steuern erhöht werden. Es stieg von 3,7 Milliarden auf 10,2 Milliarden US-Dollar und konnte sich um 178 % verbessern.

Die konkrete Frage ist natürlich, welche Wachstumschancen dem Unternehmen bei der ausgeprägten Verbreitung überhaupt noch bleiben. Allerdings hat Facebook natürlich inzwischen mehrere Eisen im Feuer und kann auch über die Dienste Instagram, WhatsApp und Oculus VR Wachstum erzielen. Zuckerberg selbst plant nach Medienberichten bis zu 5 Milliarden Nutzer bis 2030 für möglich. Kurzfristig lässt sich dies jedoch nicht umsetzen. 2016 veröffentlichte der Konzern eine Wachstumswarnung, die nach wie vor bestand hat.

Jeder Anleger wünscht sich stetiges Wachstum.

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Das Geschäftsmodell von Facebook

Facebook ist für die User vollkommen kostenfrei. Es ist jedoch eine Registrierung für die meisten Funktionen unabdingbar. Einnahmen entstehen durch die Werbung, die auf unterschiedliche Arten platziert wird. Eine Besonderheit ist, dass Anzeigen für bestimmte Nutzergruppen geschaltet werden können. Auf diese Weise lässt sich die Werbung zielgruppengerecht aufbereiten und Kampagnen effizient umsetzen.

Zudem gelingt es Facebook inzwischen auch, Videos mit Werbung auszustatten und so Mehreinnahmen zu generieren. Dabei blendet das Unternehmen die Clips innerhalb der einzelnen Videos ein und erreicht so, dass die Abbruch- und Absprung-Rate deutlich verringert wird. Hier sollen die Einnahmen noch deutlich wachsen können. Schon 2017 sollen bis zu zehn Milliarden US-Dollar nur durch Videos eingenommen werden können.

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Mehrere Standbeine von Facebook

Facebook beschränkt sich nicht darauf lediglich das Social Network selbst zur Verfügung zu stellen. Stattdessen hat sich das Unternehmen durch kluge Zukäufe bereiter aufgestellt und teilweise auch die Konkurrenz vom Markt genommen. So kaufte das Unternehmen 2012 für eine Milliarde Euro Instagram, ein Social Network über das vor allem Fotos geteilt werden. Die Nutzerzahlen steigen deutlich auf 600 Millionen User und das Netzwerk kann durch Werbung so viel Geld einnehmen, dass es inzwischen auf 40 Milliarden US-Dollar taxiert wird.

Außerdem hat das Unternehmen im Februar 2014 für insgesamt 19 Milliarden US-Dollar (davon 15 Milliarden US-Dollar in Facebook-Aktien) den Messenger-Dienst WhatsApp gekauft. Bislang konnte Facebook dadurch jedoch keine zusätzlichen Einnahmen generieren. Zwar hatte Zuckerberg angekündigt, dass der Dienst Geld einbringen soll, wenn er eine Milliarde monatliche Nutzer hat, allerdings hat er dieses Versprechen bislang nicht eingelöst. WhatsApp birgt mit 1,2 Milliarden Nutzern viel Potenzial, das allerdings schwer zu monetarisieren sein wird. Grund hierfür ist, dass sich WhatsApp durch klare Funktionalität auszeichnet.

Das dritte vielversprechende Projekt ist Oculus VR, das sich für Oculus Rift verantwortlich zeigt und von Facebook im März 2014 für zwei Milliarden erworben wurde. Der Verkauf des Unternehmens sorgte für viel Kritik bei den Unterstützern, die die Entwicklung der ersten VR-Brille über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter mitfinanziert hatten. Für Facebook hingegen gilt der Erwerb als sinnvolles Investment. Virtual Reality gilt als einer der größten Trends der Unterhaltungsbranche, sodass sich der Erwerb in der Zukunft auszahlen könnte, obwohl die Investments im Vorfeld massiv waren.

Mit Aktien spekulieren ist nicht risikofrei

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Aktuelle Herausforderungen: Fake-News

Facebook wird als Nachrichtenkanal immer wichtiger. In den USA informieren sich bis zu 40 Prozent der Nutzer primär über das soziale Netzwerk über relevante Neuigkeiten. In Deutschland wird nur jede 10. Nachrichten nicht über Facebook-Like und Teilen-Buttons verbreitet. Das führt dazu, dass viele Politiker Facebook mehr in die Pflicht nehmen wollen. Dabei droht gerade die EU mit Strafen, wenn Fake-News über Facebook weiterhin ungebremst weiterverbreitet werden könnten, und droht mit Strafen von bis zu 50 Millionen Euro, wenn Facebook und auch Google Hass-Nachrichten nicht eindämmen.

Zuckerberg zeigt sich prinzipiell kooperativ. Facebook wolle keine Fake News, da sich das Angebot verschlechtere. Derzeit prüft das Unternehmen, wie es dafür sorgen kann, dass diejenigen, die Falschnachrichten gezielt in Umlauf bringen, nicht länger finanziell dadurch profitieren können.

Die Geschichte des Unternehmens

Facebook wurde von Mark Zuckerberg noch während seiner Zeit als Informatik- und Psychologiestudent in Harvard entwickelt. Als Vorläufer gilt die Seite facemash.com, bei dem Nutzer aus zwei Fotos von Frauen das attraktivere zu wählen, sodass ein öffentliches Bewertungssystem entstand. Zuckerberg hatte sich dafür in die interne Datenbank des Wohnheims gehackt und so Zugriff auf Informationen und Daten erhalten. Aufgrund von Protesten war die Webseite jedoch nur wenige Tage online.

Zuckerberg entwickelte daraufhin 2004 „TheFacebook“, auf dem sich die Harvardstudenten freiwillig anmeldeten. Bereits nach zwei Wochen war die Hälfte der Studierenden dort angemeldet und im März 2004 durften sich auch Studenten aus Yale, Columbia und Stanford registrieren. Allerdings wurde schon eine knappe Woche nach der Veröffentlichung von Facebook Vorwürfe laut. Zuckerberg wurde von Cameron und Tyler Winklevoss und Divya Narendra vorgeworfen, die Idee für das Social Network von ihnen gestohlen zu haben. Der Rechtsstreit endete mit einem Vergleich.

Facebook öffnete sich immer mehr für andere User und erreichte schon im September 2011 gut 800 Millionen Mitglieder auf der ganzen Welt. Im Februar 2012 ging das Unternehmen an die Börse. 16 Mrd. US-Dollar Einnahmen brachten dem Unternehmen zumindest zeitweise den Titel für den größten Börsengang eines Internetunternehmens ein. In der ersten Woche sank der Aktienkurs jedoch von 38 auf 19 Dollar. Die Börsenaufsicht ermittelte daraufhin, ob Facebook Kleinanlegern entscheidende Informationen vorenthalten habe.

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Kritik an Facebook

Einer der häufigsten und wichtigsten Gründe für Kritik an Facebook ist der Datenschutz. Dabei haben in der Vergangenheit verschiedene Praktiken und Funktionen Datenschützer auf den Plan gerufen. Darunter fielen beispielsweise:

  • Wann und wie Freunde zuletzt online waren
  • 20212 versendete die Facebook-App das Smartphone Adressbuch in Teilen unverschlüsselt und nicht anonymisiert.
  • Gesichtserkennung durch Facebook-Nutzer und Datenbank

Neben den Fake-News wird häufig kritisiert, was von Facebook gelöscht wird. So wurde Tom Egelands Profil gelöscht, weil er das Foto „The Terror of War“ gepostet hatte. Auch das Profil von Aftenposten, der größten norwegischen Tageszeitung wurde gelöscht, da sie über den Fall berichtet hatten. Als die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg den Fall kommentierte, wurde auch ihr Profil gelöscht.

Für Arbeitnehmer hat sich Facebook ebenfalls mehrfach als problematisch erwiesen. So haben mehrfach Angestellte ihren Kob verloren, weil sie sich auf Facebook negativ über ihren Arbeitgeber geäußert haben oder dieser herausfinden konnte, dass krankgeschriebene Angestellte nicht wie vorgeschrieben zuhause blieben.

Ist die Kritik tatsächlich gerechtfertigt?

Ist die Kritik tatsächlich gerechtfertigt?

Wichtige Konkurrenten

Als Konkurrenten gelten vor allem andere soziale Netzwerke wie Twitter, Xing, LinkedIn und Snapchat. Als Alternativen zum Investment empfehlen sich zudem Apple, Alphabet, Zynga oder Groupon. Sie alle bewegen sich in einer ähnlichen Peer Group. Auch JD.Com, WIX Com Ltd. und MailRU Group GDR LTD. könnten für Aktieninvestments besser geeignet sein. Teilweise kooperieren sie allerdings auch mit Facebook, sodass sich Klumpenrisiken ergeben können und Anleger Alternativen genauer auf ihre Geschäftsbeziehungen mit dem Konzern überprüfen sollten.

Wichtige Partner

Facebook arbeitet für die Bereitstellung seiner Dienste mit verschiedenen Partnern zusammen, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Neben zahlreichen kleineren Software-Unternehmen, die Spiele und Apps für den Dienst entwickeln, bzw. darüber anbieten, gilt beispielsweise Zynga als ein größerer Partner. Das Unternehmen vertreibt Browserspiele unter anderem auch über Facebook.

Wichtige Werbe-Partner sammelt Facebook hingegen in seinem Facebook Marketing Partner Programm, dem rund 150 Unternehmen auf der ganzen Welt angehören sollen. Im deutschsprachigen Raum sind es 20 zertifizierte Partner, darunter Esome und Facelift.

Eine Investition soll auch eine entsprechende Rendite bringen.

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Wie stark ist die Marke?

Facebook zählt zu den bekanntesten Marken der Welt. Millward Brown sieht das Unternehmen als 5. Wertvollste Marke der Welt und schreibt ihm einen Wert von über 100 Milliarden Euro zu. Auch hier zeigt sich das starke Wachstum in der Vergangenheit: Erst 2016 landete Facebook erstmals unter der Top 10. Bei Interbrand, die technische Marken üblicherweise etwas konservativer beurteilt, taucht das Unternehmen hingegen noch nicht auf.

Facebook ist also (noch) ein Newcomer im Reich der ganz Großen. Dass es sich bei der Marke um einen unschätzbaren Wert des Unternehmens handelt, steht jedoch außer Frage.

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Prognose: Facebook Aktie kaufen, verkaufen oder halten?

Ein Großteil der Analysten blickt zuversichtlich auf die weitere Entwicklung der Facebook-Aktie. Lediglich die Société Général Group rät zu einem Verkauf. Die Analysten zeichnen sich allerdings seit Jahren zu einer etwas aus dem Rahmen fallenden Prognose für die Facebook-Aktie aus und gehen seit mehr als einem Jahr davon aus, dass ein Verlust eintreten wird. Im Februar 2017 riet auch Pivotal Research zur Vorsicht und riet, die Aktie zu halten.

Analysehaus Einschätzung Kursziel
UBS AG kaufen 165 USD
Merryl Lynch & Co., Inc. kaufen 165 USD
Société Générale Group S. A. (SG) kaufen 98 USD
JP Morgan Chase & Co. kaufen 170 USD
Morgan Stanley kaufen 165 USD
Pivotal Research Group halten 135 USD
Goldman Sachs Group Inc. kaufen 162 USD

 

Die anderen großen Analysehäuser gehen hingegen davon aus, dass Facebook den Kurs noch deutlich weiter steigern können wird. Dies wird auch dadurch gestützt, dass die Fundamentalanalyse der Aktie derzeit dank des enormen Umsatz- und Gewinnwachstums deutlich positiver verläuft als noch im letzten Jahr. Aus diesem Grunde wird der Kurs derzeit auch als „fair“ eingeschätzt. Zudem gilt die Facebook-Aktie derzeit als Outperformance im Vergleich zum SP500. Der mittelfristige Markttrend seit Beginn des Jahres ist positiv.

Ist die Facebook-Aktie Dividendenträger?

Nein, Facebook zahlt keine Dividenden. Dies wird sich vermutlich auch nicht bald ändern. Das Unternehmen hat wie viele Tech-Unternehmen das Problem, dass die Barbestände ausgelagert werden, um Steuern zu sparen. Deswegen werden Aktionäre nicht entlohnt, zumal das Unternehmen auf Wachstum fokussiert ist und nur sekundär Aktionäre mit Dividenden belohnen möchte.

Fazit: Facebook-Aktie gilt immer noch als heißes Eisen

Facebook wird in seiner Größe von vielen unterschätzt. Während viele andere soziale Netzwerke Probleme haben, ihren Dienst gewinnbringend anzubieten, hat Facebook diese wichtige Hürde lange gemeistert. Das Wachstum ist herausragend und die Facebook Aktie hört einfach nicht damit auf, als einer der zukunftsträchtigsten Wertpapiere unserer Zeit zu gelten.

Natürlich müssen sich Anleger auch darüber im Klaren sein, dass das Unternehmen zumindest in manchen Kreisen aufgrund der Verfehlungen im Datenschutz einen durchaus zweifelhaften Ruf genießt und das Social Network im Vergleich zu anderen Angeboten von „Datenkraken“ deutlich weniger benötigt wird. Als großer Nachteil gilt zudem, dass Facebook keine Dividende zahlt und das Wachstum begrenzt sein könnte.

Dennoch ist und bleibt Facebook ein attraktives Investment, das von den meisten Analysten als Aktie mit großem Potenzial eingeschätzt wird.

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