Finanzen.net Erfahrungen – Test und Bewertung

Das Wichtigste in Kürze
Finanzen.net vermittelt das Depot von OnViista. So ist gewährleistet, dass Sie als Kunde nicht nur von den günstigen Konditionen und aktuellen Informationen von finanzen.net, sondern auch von dem Kundenservice der OnVista Bank profitieren.

Finanzen.net ist nach eigenen Angaben das größte Finanzportal Deutschlands. Rund vier Millionen Nutzer informieren sich auf der Wirtschaftsplattform. Bei einer derartig großen Beliebtheit in der Zielgruppe ist der Schritt, ein eigenes Depot anzubieten, wohl lange überfällig. Doch kann das Angebot auch abseits des Kampfpreises von 5 Euro fixer Orderprovision überzeugen?

Wer steckt hinter dem Angebot von Finanzen.net?

Finanzen.net arbeitet bei der Bereitstellung des Depots mit der OnVista Bank zusammen und stellt letztlich die gleichen Konditionen bereit. OnVista verfügt ebenfalls über einen sehr großen Informationsbereich, ist jedoch bereits seit 1997 als Online Broker tätigt und stellt somit eines der ersten Angebote dar. Gestartet unter dem Namen Fimatex wurde es 2003 von Boursoma übernommen und gehört somit zur Société Générale.

Finanzen.net tritt als Vermittler des OnVista-Depots auf

Finanzen.net tritt als Vermittler des OnVista-Depots auf

Über finanzen.net kann der Kunde also auf die Expertise eines Unternehmen zurückgreifen, das in diesem Jahr 20 Jahre Erfahrung mit dem Angebot von Online Brokerage für Endverbraucher sammeln konnte.

Interessant ist dabei ohne Zweifel, dass auch das Angebot von finanzen.net mehr oder weniger das Geschäftskonzept von OnVista widerspiegelt: Durch die enge Verzahnung der Bank und des Finanzportals OnVista mehr Transparenz bei Anlageentscheidungen zutreffen und den Komfort zu erhöhen.

Finanzen.net kümmert sich bei dem Brokerage-Angebot also letztlich darum, die Webseite technisch und inhaltlich bereitzustellen. Die OnVista Bank übernimmt hingegen die Konto- und Depotführung. Dementsprechend ist im Zweifel auch die Einlagensicherung der OnVista Bank GmbH entscheidend. Diese geht über die gesetzliche Mindestabsicherung von 100.000 Euro je Kunde weit hinaus. Darüber hinaus ist das Unternehmen nämlich auch freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V..

Welches Handelsangebot bietet finanzen.net?

Das Angebot von finanzen.net ist relativ umfangreich. Der Broker bietet die folgenden Finanzprodukte an:

  • Aktien
  • Optionsscheine
  • Zertifikate
  • Fonds
  • CFD
  • Futures
  • Optionen
  • Sparpläne
  • Lombardkredite
  • Intraday-Kredite

Auch die Auswahl an Handelsplätzen, die über den Broker von finanzen.net genutzt werden können, ist umfangreich. Neben allen deutschen Präsenzbörsen und Xetra bietet das Unternehmen dank der OnVista-Bank auch Tradegate und Quotrix an. Und auch im Ausland stehen dem Anleger einige Börsen zur Auswahl bereit. Elektronisch können allerdings nur NXSE, NASDAQ und AMEX zur Verfügung.

Weitere Auslandsbörsen wie die ehemaligen skandinavischen OMX-Handelsplätze in Skandinavien, sowie Börsen in Toronto und London können ausschließlich telefonisch gehandelt werden.

Wie teuer ist der Handel über finanzen.net?

Finanzen.net kann die Kostenstruktur der OnVista-Bank übernehmen und ist dementsprechend ähnlich günstig. Der Broker arbeitet ebenfalls mit einer fixen Orderprovision von lediglich 5 Euro zzgl. 1,50 Euro pauschalierte Handelsplatzgebühr. Das Finanzportal wirbt also zurecht damit, eines der günstigsten Angebote im Markt zu stellen.

Auch der US-Handel ist mit einem Festpreis von 10 Euro zzgl. 2,50 Euro Handelsplatzgebühr durchaus in einem sehr günstigen Preisbereich angesiedelt. Überzeugend ist hierbei auch die Transparenz durch die Flat-Fee, die die Einschätzung des Preises deutlich einfacher macht, als dies bei vielen anderen Online Brokern der Fall wäre. Die restlichen Handelsplätze werden für den Festpreis von 25 Euro zzgl. 5 Euro Handelsplatzgebührt getradet haben.

Finanzderivate können für die folgenden Gebühren gehandelt werden:

  • Futures: 5 Euro
  • ODAX: 5 Euro
  • Aktienoptionen: 1,50 Euro

Dabei gilt bei allen die Mindestgebühr von 12,50 Euro. Beim Handel mit CFD beginnen die Gebühren bei 3,99 Euro zzgl. 0,09 % für inländische Aktien. Der DAX kann ab einem Spread von 2 Punkten gehandelt werden, beim Währungspaar EURUSD fallen 2 Pips an.

Derzeit bietet finanzen.net zudem auch ein Sonderangebot an. Für 2,50 Orderprovision je Trade können Anleger derzeit alle Finanzderivate von BNP Paribas, Commerzbank, Vontobel und Société Général handeln. Darüber hinaus bietet der Broker rund 9.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag an.

Gibt es beim Aktienhandel versteckte Gebühren oder Fixkosten?

Finanzen.net bietet einen Großteil der zusätzlichen Serviceleistungen kostenfrei an. Hierunter fallen beispielsweise:

  • Depot-/Kontoführung
  • Dividendenzahlung aus Deutschland
  • Versand Jahressteuerbescheinigung
  • Erteilung, Änderung und Streichung von Limits über das Internet
  • Taggleiche Teilausführungen in Deutschland oder den USA
  • Dokumentenverwaltung über die Postbox

Somit sind auch die Fixkosten bei finanzen.net kein nennenswerter Posten. Lediglich für Zusatzdienstleistungen, wie beispielsweise der Telefon-Order oder bei der Versendung von Dokumenten per Post fallen zusätzliche Gebühren an. Diese müssen jedoch natürlich bei fast jedem anderen Broker ebenfalls zusätzlich gezahlt werden und ein Großteil wird ohne diese Dienstleistungen auskommen.

Was ist der Unterschied zwischen finanzen.net und OnVista?

Letztlich existiert kein wesentlicher Unterschied zwischen finanzen.net und dem Festpreis Depot der OnVista Bank. Das Depot bietet die gleichen Konditionen und selbst die Sonderangebote sind in der Regel die gleichen. Auch die App und Handelsplattform unterscheidet sich bei beiden nur marginal.

Derzeit ist die einzige Abweichung, dass Anleger, die ein Kunden bei finanzen.net eröffnen, einen Online-Lehrgang der €uro Akademie kostenfrei erhalten.

Wie gut ist die Handelsplattform von finanzen.net?

Finanzen.net bietet eine reine browserbasierte Handelsplattform an. Diese wird von vielen Kunden allerdings als relativ unkomfortabel wahrgenommen und bietet auch nicht die größtmögliche Übersicht. Dabei ist sie jedoch mit allen wesentlichen Funktionen ausgestattet und ermöglicht den Zugriff auf Xetra, deutsche und amerikanische Börsen sowie den Direkthandel ohne die Nutzung von zusätzlicher Software.

Anleger können die Handelsplattform zudem individualisieren, indem sie unterschiedliche Servicemodule auswählen und anzeigen lassen können. Hierzu zählen beispielsweise Anzeige oder Verknüpfung mit Fundamentaldaten, Postbox oder Online-Überweisungen, aber auch Realtime-Kurse. Natürlich handelt es sich bei dem Angebot nicht um eine Handelsplattform, die sich an Profis und sehr ambitionierte Anleger wendet.

Der mobile Aktienhandel wird natürlich über die dazugehörige finanzen.net App ermöglicht. Sie soll den vollen Zugriff auf die Funktionen des Depots ermöglichen und so auch von unterwegs eine schnelle Reaktion auf Nachrichten oder Kursveränderungen ermöglichen. Allerdings erhält die finanzen.net App derzeit mehr als durchwachsene Kritiken. Viele Kunden, darunter vor allem Nutzer der neueren Samsung-Smartphones, berichten davon, dass die App überhaupt nicht funktioniert. Von anderen wird sie hingegen eher wohlwollen bewertet. User können das Brokerage-Angebot zudem auch per mobilen Webseite erreichen, falls bei ihnen die App nicht funktioniert.

Finanzen.net Depot ist auch in der Presse beliebt

Finanzen.net nutzt bekanntermaßen das Depot, das auch von OnVista angeboten wird. Da es sich also um das gleiche Produkt handelt, wirbt auch finanzen.net mit den Auszeichnungen und Testergebnissen des Depots von OnVista. Und diese können durchaus überzeugen: OnVista war beispielsweise von den Jahren 2010 bis 2016 der Testsieger im €uro am Sonntag Online Broker-Test unter den Direktbanken. Dabei wurde der Broker 2016 in den folgenden Kategorien ausgezeichnet:

  • Normaler Trader
  • Sparplaner
  • Investor

In den beiden Kundengruppen Aktiver Trader wurde der Broker hingegen Dritter, in der Kundenkategorie Direkthändler reichte es für den zweiten Platz.

Zweiter wurde die OnVista Bank und somit auch das Finanzen.net Depot zudem auch beim Handelsblatt-Vergleich sowie bei den Zertifikate Awards 2016. DEUTSCHAND TEST und Focus Money haben dem Unternehmen zudem zum Kundeliebling 2016 erklärt.

Finanzen.net kann also nicht zuletzt aufgrund der vorteilhaften Kostenstruktur zahlreiche Auszeichnungen gewinnen und erfreut sich bei Presse und Kunden gleichermaßen hoher Beliebtheit.

Wie gut ist der Service von finanzen.net?

Finanzen.net bietet eine kostenfreie Festnetz-Nummer, die über eine Frankfurter Festnetznummer erreichbar ist, also abgesehen von eventuellen Verbindungsgebühren kostenfrei erreichbar ist. Die Hotline ist leider nur werktags zwischen 8:00 bis 19:00 Uhr besetzt. Darüber hinaus können Anleger für Telefonorders eine gesonderte Telefonnummer nutzen, die immerhin von 08:00 bis 22:00 Uhr genutzt werden kann. Zudem besteht innerhalb der Webtrading-Plattform die Möglichkeit, per Kontaktformular den Kundenservice mit finanzen.net aufzunehmen.

Dafür, dass es sich beim Angebot von finanzen.net um absolute Kampfpreise handelt, ist der Support gut erreichbar. Natürlich greift finanzen.net auch hier auf den Service von OnVista zurück, es handelt sich um die gleichen Telefonnummern. Zudem beschäftigt das Unternehmen zum Großteil kompetente und freundliche Mitarbeiter. Allerdings sind nicht alle Kunden mit dem Kundenservice zufrieden.

Sonstige Services bei finanzen.net

Finanzen.net bietet für seine Trader auch einen Wertpapierkredit an. Der Zins für dieses Angebot beträgt 4,33 % p. a. effektiver Jahreszins. Der Beleihungsfaktor beträgt dabei üblicherweise mehr als 50 Prozent. Der Online Broker verzichtet zudem sogar auf Bearbeitungs- und Bereitstellungsgebühren, die Einrichtung ist allerdings auch erst ab 5.000 Euro zugelassen.

Ein weiteres Angebot ist der Intraday-Kredit. Er kann auch in Kombination mit dem Wertpapierkredit abgeschlossen werden. Er kann immer nur am Tag der Einbuchung genutzt werden und muss vor Handelsschluss wieder zurückgeführt werden.

Größte Stärke: umfangreiche Informationen und eine aktive Community

Das größte Plus, das für das Brokerage-Angebot von finanzen.net spricht, ist natürlich das Angebot an Nachrichten, Analysen und anderen Informationen. Das größte Finanzportal in Deutschland ist eine der besten Informationsquellen, die im deutschsprachigen Internet kostenfrei angeboten werden.

Kein Wunder, dass auch die Community eine der aktivsten ist, die die deutsche Finanzbranche kennt. Einzelne Threads werden teilweise tausendfach an nur einem Tag gelesen und nicht nur bei häufig gehandelten Rohstoffen und Aktien existiert ein reger Austausch. Dabei sind sich viele der Teilnehmer auch nicht zu schade, um Fragen von Einsteiger zu beantworten.

Allerdings: Das Angebot ist natürlich auch ohne das Depot von finanzen.net nutzbar.

Fazit: Günstiges Angebot, das deckungsgleich mit dem Depot von OnVista ist

Finanzen.net tritt als Vermittler des OnVista-Depots auf und stellt dabei lediglich den Zugang zum Angebot. Das hat den Vorteil, dass der Anbieter die günstigen und mehrfach ausgezeichneten Konditionen inklusive Kundenservice der OnVista Bank übernehmen kann und auch eine Einlagensicherung in gleicher Höhe bietet. Als Alleinstellungsmerkmal kann finanzen.net die Versorgung mit aktuellen und vielseitigen Informationen und eine sehr aktive Community bieten, allerdings können Interessenten dieses Angebot auch ohne Depot nutzen.

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