Finpari Erfahrungen – Test und Bewertung

Finpari ist einer der Broker für binäre Optionen, gegen die Betrugsvorwürfe häufiger im Raum stehen. Wir haben das Angebot von Finpari dennoch genauer unter die Lupe genommen, ohne dabei die Anzeichen für fehlende Vertrauenswürdigkeit nicht ernst zunehmen.

Welches Handelsangebot bietet Finpari?

Finpari bietet eine durchaus schöne Auswahl an Basiswerten. Derzeit bietet der Broker seinen Kunden die Möglichkeit, binäre Optionen auf mehr als 160 Underlyings zu handeln. Dabei verteilen sich diese folgendermaßen auf die Asset-Klassen:

  • 80 Aktien
  • 35 Währungspaare
  • 9 Rohstoffe
  • 37 Indizes
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Der wohl größte Fokus dabei liegt auf dem US-amerikanischen Markt. Ein Großteil der Aktien stammt aus diesem Bereich. Auch der asiatische Raum wird sehr gut abgedeckt. Der europäische Markt erhält ebenfalls viel Aufmerksamkeit, die Tradern aus dieser Region jedoch möglicherweise nicht reichen wird. Es kann deswegen gerade für Händler aus Deutschland sinnvoll sein, sich die Asset-Liste im Vorfeld anzusehen, und so festzustellen, ob sich die Wunsch-Assets im Angebot befinden oder nicht.

Finpari bietet eine durchaus schöne Auswahl an Basiswerten.

Finpari bietet eine durchaus schöne Auswahl an Basiswerten. Derzeit bietet der Broker seinen Kunden die Möglichkeit, binäre Optionen auf mehr als 160 Underlyings zu handeln.

Welche Handelsinstrumente bietet Finpari?

Finpari arbeitet mit SpotOption zusammen und bietet dementsprechend die für diese Handelsplattform üblichen Handelsarten:

  • Binary Options
  • Long Term
  • Sixty Seconds
  • Pairs
  • One Touch
  • Ladder

Trader können damit alle wesentlichen Marktbewegungen gut ausnutzen. Die Auswahl fällt weder besonders positiv noch negativ auf. Ergänzt werden die Möglichkeiten durch die Social-Trading-Variante Spot Follow.

Wie gut ist die Handelsplattform von Finpari?

Finpari arbeitet mit SpotOption zusammen und kann demzufolge die aktuelle Handelsplattform Spot 2.0 anbieten. Sie soll gegenüber der Vorgängerversion deutlich schneller sein und zudem durch einige Zusatzangebote wie Spot Follow oder dem Strategy Advisor noch mehr interessante Funktionen bieten. Nach wie vor ist die Handelsplattform sehr zuverlässig und übersichtlich und weiß vor allem durch ihre Einsteigerfreundlichkeit zu überzeugen.

Für alle, die auch mobil traden möchten, bietet der Broker außerdem auch eine Finpari App für Android und iOS an. Der Broker erlaubt so nicht nur das Handeln von binären Optionen über Handy oder Tablet, sondern ermöglicht den Zugriff auf den gesamten Account.

Welche Handelskonditionen bietet Finpari?

Finpari bietet einen Mindesteinsatz von zehn Euro. Damit präsentiert sich der Broker als eine gute Alternative für alle Einsteiger. Maximal können Trader bis zu 1.500 Euro einsetzen. Die maximale Rendite beträgt 81 %.

Die Mindestlaufzeit beträgt 30 Sekunden. Damit kommt der Broker allen entgegen, denen die typischen 60 Sekunden-Optionen noch zu lange dauern. Im langfristigen Bereich bietet Finpari Laufzeiten von mehreren Wochen.

Account-Modelle und Einzahlung bei Finpari

Finpari ist ein weiterer Broker, der Kunden unterschiedliche Service-Dienstleistungen anbietet, je nachdem wie viel sie einzahlen. Der Broker bietet dabei allerdings nur drei unterschiedliche Kontomodelle an: Bronze, Silber und Gold. Allen gemeinsam ist dass der Trader Zugriff auf die folgenden Dienstleistungen erhalten soll:

  • Auszahlungen in einer Stunde
  • Bonus in unterschiedlicher Höhe
  • Demokonto
  • Trading-Kurs per Bücher und Video
  • Demokonten

Erhältlich sind diese Leistungen bereits ab 250 Euro. Der Silber-Account wird ab 1.000 Euro Einzahlung angeboten. Trader erhalten zusätzlich eine Master-Class per Internet, drei risikofreie Trades und Trading-Protection. Im Gold-Account ab 3.000 Euro Einzahlung wird dies durch eine PrePaid-Kreditkarte und einem Account-Manager ergänzt.

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Einzahlungen können Trader mit den folgenden Einzahlungsmethoden vornehmen:

  • Visa und Visa Debit
  • MasterCard
  • JCB
  • Union Pay
  • Neteller
  • Perfect Money
  • WebMoney
  • Bitcoin
  • OkPay

Keine dieser Zahlungsarten ist für den Kunden mit zusätzlichen Kosten verbunden. Die Gutschrift erfolgt bei den in Deutschland gebräuchlichen Zahlungsmethoden direkt, vereinzelt müssen Kunden auch mit einer Verzögerung von bis zu einer Stunde rechnen.

Unter welche Bedingungen zahlt Finpari aus?

Finpari setzt die Mindestauszahlungssumme auf 50 Euro fest. Bei der Banküberweisung werden zudem Bearbeitungsgebühren fällig, die 50 Euro betragen können. Anscheinend sind sämtliche andere Zahlungsarten nicht mit Mehrkosten verbunden.

Der Brokergibt an, dass Auszahlungen innerhalb von fünf Banktagen das Konto des Kunden erreichen. Es erlaubt sich allerdings in Einzelfällen eine Bearbeitungszeit von bis zu 10 Werktagen, ohne den Kunden über die Verzögerung und deren Gründe in Kenntnis zu setzen. Der Broker wirbt allerdings mit Auszahlungen innerhalb einer Stunde und gibt an, die Nummer 1 bei der Auszahlungsgeschwindigkeit zu sein. Allerdings gilt die Zeit der Auszahlung von nur einer Stunde für den Fall nach der Bestätigung der Auszahlung. Kunden dürfen also nicht erwarten, dass der Broker die Auszahlungen tatsächlich direkt nach der Anforderung anweist.

Wie gut ist der Bonus von Finpari?

Wie gut der Bonus von Finpari ist, hängt auch davon ab, wie viel der Trader einzahlt. Grundsätzlich ist es möglich, einen Bonus ab einer Auszahlung von 250 Euro zu erhalten. Er beträgt dann 20 % der Einzahlungssumme. Ab 1.000 Euro bietet er hingegen einen Bonus von 50 %, ab 3.000 Euro sind es sogar 100 %. Darüber hinaus steigert sich der Anteil nicht weiter.

Auf den ersten Blick wirkt der Bonus von Finpari sehr fair. Der Broker gibt an, dass der Bonus nur 20-fach umgesetzt werden muss, bevor er ausgezahlt werden kann. Allerdings können Trader ihr ursprüngliches Kapital nicht problemlos abziehen. Dann nämlich werden die erzielten Gewinne vom Konto abgezogen, da sie dem Bonus zugerechnet werden. Auf der anderen Seite werden die erlittenen Verluste dem eingezahlten Kapital abgezogen. Dies ist allerdings bei vielen Brokern üblich und führt in der Regel dazu, dass ein Kontostand, bei dem der Trader mit Bonus nicht viel Geld verloren hat, plötzlich deutlich dezimiert ist.

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Ist Finpari seriös?

Leider sieht es derzeit nicht so aus, als würde es sich bei Finpari um einen vertrauenswürdigen Anbieter handeln. Der Broker verfügt nicht über eine Lizenz einer Finanzaufsichtsbehörde und muss sich dementsprechend nicht an die gleichen Gesetze halten, die regulierte Broker befolgen müssen. Zudem gibt es keine übergeordnete Instanz, die darauf achtet, dass der Broker Mindeststandards einhält und mit Sanktionen drohen kann.

Der Broker selbst hat seinen Sitz im südpazifischen Inselstaat Vanuatu und ist augenscheinlich mindestens einmal umgezogen, da der frühere Sitz auf den Seychellen war. Dementsprechend schwierig ist es für einen Trader aus der EU, bei Differenzen einen Zugriff auf den Broker zu erhalten. Kunden sind also mehr oder weniger darauf angewiesen, dass Finpari sie im Konfliktfall fair behandelt. Die Zeichen verdichten sich allerdings, dass dies nicht der Fall ist. Aufgrund der fehlenden Lizenz warnt auch die französische Aufsichtsbehörde AMF vor Finpari.

Nicht unbedingt vertrauenserweckend ist zudem das Symbol am unteren Rand der Webseite. Dort findet sich eine gelb-blaue Grafik mit der Unterschrift „regulated“. Natürlich macht der Broker keine weiteren Angaben zu dieser Regulierung. Es gibt schließlich auch keine. Dies ist jedoch eine eindeutig irreführende Grafik, die mehr Sicherheit suggeriert, als eigentlich vorherrscht. Dass der Broker es mit der Wahrheit und Seriosität nicht all zu genau nimmt, ist die einzige mögliche Schlussfolgerung.

Derzeit gibt es verschiedene Methoden, die Finpari vorgeworfen werden:

  1. Auszahlungen verzögern

Das Kalkül dahinter ist simpel: Viele Trader, die auf ihre Auszahlung warten müssen, traden weiter. Für viele Trader ist es allerdings unmöglich, längere Zeit erfolgreich zu traden, sodass sie ihr Budget immer weiter verspielen. Sobald dies eintritt, meldet sich der Support von Finpari und teilt dem Kunden mit, dass es kein Guthaben gibt, das ausgezahlt werden kann.

  1. Auszahlung an Bedingungen knüpfen

Die Auszahlung bei Finpari war lange an die Erfüllung des Bonus geknüpft. Kurz darauf ging der Broker allerdings noch weiter und zahlte laut den AGB nur dann aus, wenn der Kunde seine Einzahlung mindestens einmal investiert hatte.

  1. Sperrung von Konten

Bei Finpari liegen mehrere Beschwerden vor, nach denen Trader vom Handel ausgeschlossen worden sind, ohne dass sie tatsächlich gegen die AGB verstoßen hätten. Dies soll bei einem Trader aus Nigeria der Fall gewesen sein, dessen Identität mit nigerianischem Ausweis bereits im Vorfeld bestätigt worden sein. Finpari meldete sich jedoch zur beantragen Auszahlung mit einer Account-Sperrung und der Begründung zurück, dass der Broker keine Kunden aus Nigeria akzeptiere – obwohl dies nicht in den AGB verankert war.

Wie können Trader im Betrugsfall vorgehen?

Auch wenn nicht eindeutig beweisbar ist, dass Finpari Betrug ist, ist sollten Händler, wissen, wie sie im Ernstfall als Geschädigte am Besten handeln. Dafür sollten Trader die folgenden Richtlinien beachten:

  • AGB vor der Anmeldung lesen und an einem sicheren Ort abspeichern. Wer diese Gelegenheit verpasst hat, sollte die aktuellen Geschäftsbedingungen sichern.
  • Sämtliche Gespräche mit dem Support aufzeichnen und E-Mail-Verkehr dokumentieren.
  • Die Umsatzbedingungen sollten vor einer Auszahlungsanforderung erfüllt sein.
  • Nach einer Auszahlungsanforderung, die nicht bearbeitet wird, keine weiteren Trades mehr tätigen.
  • Screenshots über die Auszahlungsanforderung und Bestätigungen anfertigen.
  • Die Identitätsprüfung im Optimalfall vor der ersten Auszahlungsanforderung durchführen.

Auf diese Weise ist es deutlich leichter, einem Broker für binäre Optionen wie Finpari Betrug nachzuweisen, sollte dieser tatsächlich vorkommen. Zudem kann es sinnvoll sein, den Fall der Bank zu schildern und eine Rückbuchung zu beantragen. Dies ist in vielen Fällen erfolgsversprechender als die Auseinandersetzung nur mit dem Broker.

Fazit: Besser die Finger von Finpari lassen

Da Finpari nicht nur keine Lizenz einer Regulierungsbehörde besitzt, sondern dazu einer der Broker für binäre Optionen ist, die sich am häufigsten mit Betrugsvorwürfen konfrontiert sieht, ist Finpari keine Empfehlung. Viele andere Broker bietet die Spot 2.0-Handelsplattform in ähnlicher Form und verfügen zusätzlich über eine Lizenz. Trader müssten dort auch bei den anderen Angeboten im Vergleich zu Finpari keine Abstriche machen, sodass es schlicht kein rationales Argument gibt, das für Finpari als unregulierten Broker für binäre Optionen spricht.

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