FXCM Forex Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

FXCM Forex Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

FXCM war einer der größten Market Maker für Forex-Trading in den USA und ist auch auf dem europäischen Markt vertreten. Das Unternehmen musste sich allerdings vom US-Markt zurückziehen. Ist der Broker dennoch empfehlenswert?

Welches Handelsangebot bietet der Broker FXCM?

FXCM hat sich auf den Handel mit Währungspaaren spezialisiert. Die tatsächliche Produktpalette deckt jedoch weit mehr Basiswerte und Märkte ab. Insgesamt erstreckt sich das Angebot auf:

  • 39 Währungspaare
  • Edelmetalle: Gold, Silber und Kupfer
  • Ein Dutzend Aktienindizes aus der ganzen Welt
  • US-Dollar Index
  • Anleihen (Euro)
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Auch wenn die Auswahl die wichtigsten Underlyings abdeckt und somit gerade Einsteiger zufriedenstellen wird, ist die Vielfalt bei FXCM nur eingeschränkt. Der Broker bietet eigentlich keine Basiswerte, die nicht dem Standard zuzurechnen wären. Märkte außerhalb der USA und Europa sparrt der Broker fast völlig aus. Ausnahmen sind nur der japanische Markt und der mexikanische Peso. Insgesamt bietet der Broker nur 57 Underlyings, was im Vergleich mit anderen Brokern wenig ist. Zudem verzichtet FXCM vollständig auf Aktien-CFDs.

So präsentiert sich FXCM auf seiner Webseite

Kontomodelle bei FXCM

FXCM bietet drei unterschiedliche Konten: Standard, Mini und Active Trader. Das Konto für Active Trader wird sich für durchschnittliche Trader jedoch kaum erreichen lassen, da hierfür ein Volumen von mehr als 50 Millionen Euro notwendig ist. Deswegen beleuchten wir hier nur das Mini- und das Standard-Konto. Das Mini-Konto können alle Trader nutzen, die zwischen 50 und 20.000 Euro einzahlen. Sie haben dann allerdings nur Zugriff auf 21 Forex-Paare gegenüber 39 beim Standard-Account. Zudem können sie weder den NinjaTrader noch ZuluTrade nutzen.

Der wichtigste Unterschied ist allerdings die Art der Gebühren. Im Mini-Account erhalten Trader Spreads, bei denen alle Kosten abgedeckt sind. Die Orderausführung im Forex-Handel erfolgt über ein Dealing Desk. Beim Standard-Account erhebt der Broker hingegen auch Kommissionen und geringere Spreads und der Broker nutzt eine No-Dealing Desk Oderausführung im Forex-Handel.

Wie hoch sind die Gebühren von FXCM?

Die Gebühren von FXCM sind grundsätzlich eher günstiger. Der Handel ist schon im Mini-Account ab einem Spread von 1.5 Pips möglich. Dieser Wert gilt sowohl für EUR/USD als auch für USD/JPY. Für EUR/GBP werden 2.2 Pips, für USD/GBP 2.3 Pips fällig.

Im Standard-Konto betragen die Kommissionen ab 0,06 Euro für eine Handelsgröße von 1.000 Einheiten je Roundturn. Dies gilt allerdings nur für die vier am häufigsten gehandelten Währungspaare EUR/USD, GBP/USD, USD/JPTY und USD/CHF. Die Kommission verringert sich dabei prozentual nicht, wenn Trader größere Volumina handeln. Bei 1.000.000 Einheiten bleibt der Preis des Roundturn also bei 60 Euro. Bei den anderen Währungspaaren verdoppelt er sich.

Im Rahmen des CFD-Handels betragen die Pip-Kosten häufig 0,10 Einheiten der Landeswährung, als 0,10 US-Dollar bei US30 oder 0,10 Euro bei GER30. Hinzu kommen die Spreads. Bei US30 strebt FXCM einen Spread von 2 Punkten an, bei GER 30 liegt er bei 0.9 Pips. Ähnliches gilt auch für Rohstoffe. Bei USOIL strebt FXCM einen Spread von 5 Punkten an, bei Gold sind es 50 Punkte, allerdings liegen dort die Pip-Kosten nur bei 0,01 US-Dollar.

Welche Konditionen müssen Anleger beachten?

Während im Mini-Account der Arbitrage-Handel untersagt ist, ist dies im Standard-Account nicht der Fall. Der Broker erlaubt im Mini-Account Hebel sowohl im Rahmen des Forex- als auch des CFD-Handels von bis zu 200:1. Im Standard-Account ist dieser beim Forex-Handel halbiert. Die Lotgröße beträgt 1.000. Der Broker erlaubt neben der Nutzung von Einzelkonten auch Gemeinschafts- und Firmenkonten.

Im Rahmen des Standard-Accounts greift FXCM auf eine Gruppe an Liquiditätsanbietern zurück, die von internationaler Bedeutung sind. Unter den Mitgliedern des FastMatch Electronic Communication Network ihnen Barclays, citi, MorganStanley und Citadel.

FXCM bietet mit Trading Station, MetaTrader 4 und Ninja Trader drei professionelle Handelsplattformen

Die Handelsplattformen von FXCM

Der Forex-Broker bietet mit Trading Station, MetaTrader 4 und Ninja Trader gleich drei unterschiedliche und dabei professionelle Handelsplattformen an und hat somit deutlich mehr zu bieten als viele Konkurrenten. Dabei stehen die Plattformen jedoch nicht jedem Trader offen. Kunden mit Mini-Account müssen auf den MetaTrader und die Trading Station. Beide Handelsplattformen sind dabei für Währungshandel und CFDs gleichermaßen geeignet.

FXCM hat sich allerdings dafür entscheiden, dass die Trading Station die am flexibelsten eingesetzte Handelsplattform des Brokers sein soll. Sie ist als Desktop-Variante, Browser-Version und als App verfügbar und stellt so alle anderen Trading-Softwares hinsichtlich der Flexibilität in den Schatten.

Wer den NinjaTrader nutzen möchte, muss Nutzer des Standard-Kontos sein. Im Gegenzug belohnt der NinjaTrader mit vielen Features, die im Rahmen des AutoTradings sinnvoll sein können, aber auch die Markt- und Chartanalyse sehr erleichtern.

Die meisten Trader, die schon Erfahrungen mit dem Forex- oder CFD-Trading machen konnten, werden vor allem den MetaTrader 4 kennengelernt haben. Er lässt sich bei FXCM vor allem ihm Rahmen des Trading mit Expert Advisors sinnvoll nutzen. Mit ihm funktioniert auch der VPS-Service des Brokers.

Für alle Handelsplattformen bietet FXCM eine Datenbank mit unterschiedlichen Add-Ons und bietet in diesem Rahmen teilweise sogar eigenständige Apps.

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Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial?

FXCM bietet ein Demokonto an, das mit 50.000 oder 2.000 Euro Übungsgeld ausgestattet wird und dann Echtzeitkurse bieten soll. Auf diese Weise ist der Handel zu echten Marktbedingungen möglich und Trader können Trading- und FXCM-Erfahrungen sammeln, ohne dabei ein Risiko einzugehen. Dabei bietet der Broker sowohl das Standard-Konto als auch das Mini-Konto als Demo-Version an. Die „Abrechnung“ erfolgt also entweder durch Spread und Kommission oder nur durch den Spread. Es gibt allerdings keine Möglichkeit, NinjaTrader oder MetaTrader 4 zu testen. Das Demokonto wird ausschließlich für die Trading Station angeboten.

Um ein Demokonto bei FXCM zu eröffnen, müssen Interessenten sich mit Vor- und Zuname und E-Mail-Adresse registrieren. Herkunftsort und Mobiltelefonnummer sind zwar mögliche, jedoch nicht obligatorische Angaben.

Der Broker bietet diverse Lernmaterialien, die unterschiedliche Medien nutzen. So bietet FXCM:

  • Webinare
  • Seminare
  • Lehrvideos
  • Forex-Leitfaden

Dabei richten sich die Themen allerdings vor allem an Einsteiger, die nicht mit FXCM, MT4 und Trading Station oder dem Forex-Handel allgemein vertraut sind. Fortgeschrittene Trader werden weniger angesprochen. Dies gilt auch für die angebotenen Seminare, die auch in Berlin durchgeführt werden und üblicherweise zweistündig sind und kostenfrei sind.

Die Kontoeröffnung erfolgt online über ein Formular

Wie gut ist die Versorgung mit aktuellen Nachrichten, Analysen und weiteren Services?

Die Versorgung mit sinnvollen Informationen wurde bei FXCM stetig ausgebaut und wird immer noch erweitert. Mit den großen Banken und Analysehäusern kann der Forex-Broker jedoch bei Weitem nicht mithalten. Der Broker bietet ein Wirtschaftskalender, Marktscanner und ein eigenes Angebot an Handelssignalen für FXCM Plus. Darunter bietet der Broker für 15 Währungspaare Tradingideen mit potenziellen Einstiegspreisen sowie Stop- und Limit-Levels. Dabei werden üblicherweise drei wichtige Unterstützungen- und Widerstandszonen angezeigt.

Nutzer des Standard-Accounts erhalten außerdem einen persönlichen Ansprechpartner Zugriff auf den kostenlosen VPS-Service. Zudem werden sie mit 100 Euro Guthaben für den Programmierservice belohnt.

Wie können Trader den Kundenservice erreichen?

Der Kundenservice ist für Kunden aus Deutschland über eine Hotline mit Berliner Vorwahl erreichbar. In Berlin befindet sich auch die Postadresse des Unternehmens und eine FAX-Nummer wird ebenfalls angeboten. Der Broker lädt Interessenten und Kunden allerdings nicht offiziell in eine Geschäftsstelle an. Zudem bietet das Unternehmen auch eine kostenfreie internationale Rufnummer, die Trader ebenfalls nutzen können.

Außerdem können Kunden den Kundenservice auch per Live-Chat und E-Mail kontaktieren. Der Kundenservice von FXCM ist also auf vielen Wegen erreichbar. Lobenswert ist zudem, dass der Support tatsächlich in deutscher Sprache verfügbar ist.

Der Servicebereich auf der Webseite

Ist FXCM seriös?

FXCM gilt zwar als einer der größten Retail-Forex Broker in den USA, allerdings verlief das Jahr 2017 bislang alles andere als problemfrei. So wurde der Broker durch die CFTC zu einer Strafe in Höhe von sieben Millionen US-Dollar verurteilt. Grund dafür waren vor allem falsche Werbeaussagen. So hat der Broker damit geworben, „No Dealing Desk“ anzubieten und keine Interessenskonflikte in Bezug auf die Kundentrades zu haben. Da der Broker als Market Maker auftritt, ist dies jedoch nicht der Fall. FXCM wird sich in der Folge bei der amerikanischen Aufsichtsbehörde deregistrieren. Der Broker ist dabei nicht zum ersten Mal in Konflikt mit der CFTC geraten. Im August des Vorjahres musste der Broker sich wegen Unterkapitalisierung zur Krise des Schweizer Franken verantworten. Auch die FCA hatte den Broker mehrfach kritisiert und 2011 zu einer Strafe von mehr als 14 Millionen US-Dollar verurteilt. 2014 folgte eine Strafe in Höhe von fast 17 Millionen US-Dollar wegen asymmetrischer Slippage.

Auch wenn FXCM einer der größten Market Maker der Welt ist, zeichnete sich das Unternehmen in der Vergangenheit also nicht immer durch seine Vertrauenswürdigkeit aus. Stattdessen gibt es einige Verhaltensweisen in der Vergangenheit, die das Gegenteil nahelegen. Allerdings ist der Broker dafür bestraft worden und kann weiterhin seine FCA-Lizenz nutzen.

Fazit: Schade, dass FXCM sich selbst ein Bein stellt

Das Angebot von FXCM weist nur wenige Schwächen auf. Die Auswahl an Underlyings ist zu gering, um sich mit den Spitzenreitern unter den CFD- und Forex-Brokern messen zu können. Auch die Konditionen sind eher im Durchschnitt anzusiedeln. Sie sind eher günstig, allerdings nicht herausragend. Der Broker weis jedoch beim Service zu punkten. Der deutschsprachige Support mit deutscher Vorwahl kann genauso punkten wie das Angebot von gleich drei unterschiedlichen Trading-Plattformen, dem VPS-Service oder der Möglichkeit, Seminare vor Ort zu besuchen.

Einen dicken Minuspunkt handelt sich der Broker allerdings deswegen ein, weil er ständig in Konflikte mit den regulierenden Behörden zu geraten scheint. Auf diese Weise verspielt er viel Glaubwürdigkeit.

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