IronFX Forex-Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

IronFX Forex-Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

IronFX zählt zu den bekanntesten und lange Zeit auch beliebtesten Broker für Forex und CFDs. Doch schon länger existieren Zweifel an der Seriosität des Unternehmens. Was ist dran an den Gerüchten und wie gut ist das Angebot?

Welches Handelsangebot bietet IronFX?

Das Handelsangebot von IronFX ist außergewöhnlich umfangreich und kann auf voller Linie überzeugen. Der Schwerpunkt des Angebotes liegt dem Namen entsprechend auf dem Währungshandel. Der Broker bietet dafür mehr als 150 unterschiedliche Währungspaare ab, die natürlich nicht nur die am häufigsten gehandelten Währungspaare abdeckt, sondern auch zahlreiche Exoten beinhaltet. Auf diese Weise werden alle Trader mit Fokus auf dem Forex-Handel keine Probleme haben, ihre Strategie mit ihren bevorzugten Währungspaaren abzudecken.

Jetzt zum Angebot von IronFX

Ergänzt wird das Angebot durch Silber, Gold und Palladium. Hinzu kommen rund 20 Indizes, darunter auch Brent- oder Bitcoin-Spot-Indizes. Hinzu kommen 25 Futures-Kontrakte mit diversen Underlyings aus verschiedenen Breichen, darunter beispielsweise auch Agrarrohstoffe, Gas oder Währungen. Ergänzt wird das Angebot durch CFDs auf amerikanische, deutsche und britische Aktien, von denen mehr als 80 zur Verfügung stehen. Deutsche Anleger könnten allerdings die Möglichkeit vermissen, den DAX über CFD-Futures zu handeln.

So präsentiert sich IronFX auf seiner Webseite

So präsentiert sich IronFX auf seiner Webseite

Welche Konditionen bietet IronFX im Vergleich?

IronFX erfreut seine Kunden auch mit grundsätzlich günstigen Konditionen. Typische Spreads auf häufig gehandelte Basiswerte sind:

  • EUR/USD: 1.2 Pips
  • GBP/USD: 1.3 Pips
  • US/JPY: 0.9 Pips
  • CFD auf Silber: 0.05 Punkte
  • CFD auf Gold: 0.6 Punkte
  • CFD auf Aktien: Provision von 0.10 Prozent; durchschnittliche Spreads ab 0.02 Punkten
  • CFD auf Index-Future: US500: 0.5 Punkte
  • CFD auf Index-Future: UK1000: 1 Punkt

Welche Bedingungen gelten beim Trading und Account?

Um ein Konto bei IronFX zu eröffnen, sind mindestens 100 US-Dollar (oder der Gegenwert in einer anderen Währung) erforderlich. Im Rahmen von Einzelkunden bietet der Broker sechs unterschiedliche Account-Typen:

  • Micro Konto
  • Premium Konto
  • VIP Handelskonto
  • STP/ECN Konto
  • Zero Fixed Spread Account
  • Mirror Produkt

Die Wahl eines Kontomodells beeinflusst die Konditionen beim Trading deutlich. Der Kunde kann sich bei den drei erstgenannten Accounts auch zwischen fixen oder variablen Spreads entscheiden, bei den anderen liegt die Entscheidung eher bei Account mit Kommission oder Account mit Null-Spread.

Derzeit ist es möglich, ein Konto in neun unterschiedlichen Währungen zu führen. Neben EUR, USD, CHF und GBP stehen auch HUF, PLN, RUB und JPY zur Verfügung. Die Mindesthandelssumme beträgt 0.01 Lot, bei Premium-Accounts sind es 0.01 Lot. Der maximale Hebel beträgt 1:500. IronFX verzichtet auf die Nachschusspflicht. Die Nutzung von Expert Advisors und Scalping ist erlaubt.

Das sind die IronFX Auszeichnungen

Das sind die IronFX Auszeichnungen

IronFX – Bonusangebote

IronFX versteht es, Neukunden mit attraktiven Bonusangeboten zu locken. Der Willkommens-Bonus bietet derzeit bis zu 100 Prozent Sharing-Bonus in unbegrenzter Höhe oder 20 % Iron Bonus in Höhe von bis zu 2.000 US-Dollar. Allerdings kann der Bonus nicht ausgezahlt werden.

Außerdem bietet der Broker auch ein Cash-Rebate-Konto an, bei dem Kunden bis zu 3 USD zurückerhält. Hinzu kommt ein 40 %-Cashback-Bonusprogramm. Wer sich für ein VIP-Account entscheidet, kann zu dem bis zu 2.000 USD Ordergebühren sparen.

Die Bonusprogramme von IronFX waren allerdings lange Zeit umstritten. Der Broker gestaltetet die Bonusbedingungen so, dass Anleger sich ihre eingezahltes Kapital nicht wieder auszahlen lassen konnten, wenn die Bonusbedingungen nicht erfüllt waren. Dies ist inzwischen nicht mehr der Fall. Stattdessen wird der Bonus gelöscht, wenn eine Auszahlung beantragt wird.

Darüber hinaus bietet der Broker allen Anlegern, die mindestens 5.000 US-Dollar einzahlen und diese Mindestsumme auch über einen Zeitraum von mehreren Monaten halten, kostenfreies VPS Hosting. Zudem gibt es ein Kundenwerbeprogramm, für das Kunden je geworbenen Bestandskunden zwischen 50 und 200 USD erhalten.

Die Handelsplattform von IronFX: Der beliebte MetaTrader

Beim Trading über IronFX werden viele Anleger einen alten Bekannten wiedertreffen: Auch IronFX zählt zu den Forex-Brokern, die auf den MetaTrader 4 als Handelsplattform setzen. Der Broker bietet diesen in einer Standard- und einer Advanced-Version an. Zudem können über PNAM mehrere Accounts verwaltet werden. Umgekehrt ermöglicht IronFX auch die Nutzung des Multi-Terminal. Für alle Trader, die keinen Download nutzen möchten, steht der IronFX Webtrader 4 bereit.

MetaTrader bietet zusammen mit MT4 auch die Möglichkeit an, mobil zu handeln. Die App ist sowohl für iOS als auch Android verfügbar und ermöglicht nicht nur das Mobile Trading per Smartphone, sondern auch per Tablet.

Die IronFX Handelsplattform

Die IronFX Handelsplattform

Ein- und Auszahlungen bei IronFX

IronFX bietet eine breite Palette an Zahlungsdienstleistern, die den meisten Kunden einen geeigneten Zahlungsweg ermöglichen wird. Zu ihnen zählen:

  • Banküberweisung
  • Kreditkartenzahlung per Visa und MasterCard
  • Skrill
  • Neteller
  • SafeCharge
  • Ecommpay
  • Webmoney

Auch hier zeigt sich allerdings, dass IronFX nicht unbedingt auf den deutschen Markt spezialisiert ist. Von deutschen Tradern gerne genutzte Einzahlungsmethoden wie Sofort Überweisung oder Giropay fehlen in der Liste.

Welche Auszahlungsgebühren der Kunde zu tragen hat, hängt davon ab, für welche Zahlungsmethode er sich entscheidet. Grundsätzlich erhebt der Broker keine Auszahlungsgebühren, gibt jedoch die Auszahlungsgebühren der Zahlungsdienstleister weiter, sodass auf den Anleger durchaus Gebühren in Höhe von 2 Prozent des Auszahlungsbetrages zukommen können.

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Demokonto und Bildungsmaterial beim Forex-Broker

Wer das Angebot risikofrei testen möchte, kann im IronFX Demokonto gleich unterschiedliche Kontomodelle auswählen. Neben dem Standard-Demo-Konto bietet der Broker auch NCSTP und ZSSTP-Demokonten an. Anleger können dabei verschiedene wichtige Faktoren selbst wählen. Darunter zählen neben der Kontowährung auch die Höhe des Spielgelds, sowie der maximal möglich Hebel.

Darüber hinaus bietet der Broker eine „IRONFX-Akademie“. Dort finden sich diverse Schulungsvideos, die allerdings ausschließlich in englischer Sprache abrufbar sind. Ergänzt wird das Angebot durch eine Lexikon. Zudem sollen Kunden auch Webinare angeboten werden. Der Broker verlinkt an dieser Stelle auch Veranstaltungen wie Messen, hat derzeit allerdings keine aktuellen Termine im Programm.

Über das Unternehmen

IronFX Global wurde 2010 in Limassol gegründet und gilt als Nachfolger von IronFX Limited. Das Unternehmen konnte bald einen der größten Broker Zyperns betreiben. Bereits 2015 arbeiteten rund 1.400 Mitarbeiter für die Zyprioten. Das Unternehmen erhielt diverse Auszeichnungen und konnte sich auch durch ein Sponsoring des FC Barcelona in der Öffentlichkeit einen Namen machen. In der Folge expandierte das Unternehmen unter anderem durch die IronFX Global UK Limited, die durch die FCA zugelassen und reguliert wurde. Auch eine australische Regulierung konnte für Iron FX Global Pty Limited erreicht werden. Außerdem ist der Broker auch in Südafrika aktiv. Im Juni 2016 kündigte das Unternehmen an, mit FXDD Inc. unter der AG Nukkleus Inc. fusionieren zu wollen.

Bei IronFX kann man auch mobil traden

Bei IronFX kann man auch mobil traden

IronFX wird umfangreich reguliert

IronFX wird nicht nur von der CySEC reguliert, sondern auch von der britischen FCA und der australischen ASIC sowie der südafrikanischen FSP. Dennoch ist der Broker nicht vollständig unumstritten. Der Broker ist inzwischen mehr als einmal in Konflikt mit den Aufsichtsbehörden geraten. So stimmte der Broker im November 2015 einer Strafe in Höhe von 335.000 Euro zu, zahlbar an die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde. Kritikpunkte damals waren unter anderem die Bonusbedingungen und Auszahlungsmodalitäten. Der Broker hat allerdings inzwischen darauf reagiert und knüpft Auszahlungen nicht mehr an die Umsetzung des Bonus. Zugleich können Anleger den Bonus allerdings nicht mehr auszahlen lassen, aber natürlich noch dafür nutzen, die Liquidität zu erhöhen.

Ende 2016 wurde erstmals bekannt, dass sich der Broker möglicherweise an der Grenze zur Insolvenz bewegt. Ein Dokument der CySEC offenbarte, dass der Broker seinen Kunden 176 Millionen Euro schuldete – der Broker selbst bezeichnete diese Zahlen allerdings kurz darauf als viel zu hoch.

Nach wie vor ist der Broker zudem auf dem Markt aktiv. Die möglichen Probleme, die dem Broker zugeschrieben werden, sind also nicht schwerwiegend genug, als dass die zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde den Anbieter vom Markt nehmen würde. Im Ernstfall einer Insolvenz könnten Anleger zudem bis zu einer bestimmten Höhe des Kapitals beruhigt sein. Über den Einlagensicherungsfonds ICF sind Kundeneinlagen bis zu 90 Prozent in einer Maximalhöhe von 20.000 Euro abgesichert. Über den FCA sind es sogar 50.000 GBP je Kunde.

Wie können Anleger den Kundenservice erreichen?

Der Kundenservice von IronFX ist leider nicht auf den deutschen Markt spezialisiert. Auch wenn der Broker seine Webseite teilweise auf Deutsch übersetzt hat, ist deutscher Support nicht möglich. IronFX bietet zu diesem Zweck auch keine Telefonnummer an, die eine deutsche Vorwahl nutzt. Stattdessen können Anleger Telefonnummern in London oder Zypern anrufen, was natürlich mit Mehrkosten verbunden sein kann. Darüber hinaus bietet der Broker lediglich noch die Möglichkeit, das Unternehmen per E-Mail zukontaktieren. Ein LiveChat steht nicht zur Verfügung, sodass ein halbwegs zügiger Austausch mit dem Unternehmen für Kunden aus Deutschland nicht praktikabel ist.

Fazit: IronFX ein zu großes Risiko?

Auch wenn der Broker hinsichtlich des Handelsangebot, der Auswahl an Kontomodellen und der Konditionen durchaus zu überzeugen weiß und viele Trader von sich überzeugen könnte, gibt es bei IronFX durchaus Bedenken. Das Unternehmen ist sicherlich nicht umsonst mehrfach mit CySEC und Kunden aneinandergeraten sein. Allerdings ist auch offensichtlich, dass der Broker nach der Kritik der CySEC die Bonusbedingungen vollständig geändert hat und den Bonus nun nicht mehr an Auszahlungen knüpft. Da offizielle CySEC-Dokumente darauf hindeuten, dass der Broker sich nicht auf die stabilste Finanzlage berufen kann, sollten Interessenten die Höchstgrenze bei der Absicherung über den ICF im Auge behalten, die derzeit bei 20.000 EUR/50.000 GPB liegt. So ist der Kunde im Ernstfall geschützt und geht kein zu großes Risiko ein.

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