Porter Finance Erfahrungen – Test und Bewertung

Porter Finance Erfahrungen – Test und Bewertung

Porter Finance ist ein relativ unbekannter Broker. Grund hierfür ist sicherlich der Umstand, dass der Broker weder über eine Lizenz verfügt, noch sein Angebot in deutscher Sprache bereitsteht. Kann das Unternehmen mit seinem Social Trading Angebot punkten?

Handelsangebot von Porter Finance

Porter Finance bietet derzeit eine relativ schlichte Auswahl an Basiswerten. Am meisten Underlyings stammen aus dem Bereich Aktien. Hier bietet der Broker 23 unterschiedliche Wertpapiere im Rahmen des Handels mit binären Optionen an. Ergänzt wird das Angebot in diesem Bereich durch 8 Indizes. Dabei liegt ein Fokus für europäische Trader überraschend auf den Indizes des Nahen Osten.

Mit 34 unterschiedlichen Währungspaaren ist das Angebot hier recht ordentlich. Wer allerdings denkt, er würde deswegen den Dirham oder Saudi Riyal in der Angebotsliste finden, wird enttäuscht. In diesem Bereich konzentriert sich der Broker eher auf die westliche Welt und Asien. Ergänzt wird das Angebot durch vier Rohstoffe. Insgesamt bietet Porter Finance also eine Auswahl von knapp 70 Basiswerten an.

Porter Finanz kann das Unternehmen mit seinem sozial Trading Angebot punkten?

Porter Finanz kann das Unternehmen mit seinem sozial Trading Angebot punkten?

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Handelsarten des Brokers

Der Broker bietet je nach Sichtweise zwischen drei und fünf unterschiedliche Handelsarten an. Die klassischen Call-/Put-Optionen (hier: „High/Low“) werden jeweils in einer kurzfristigen Variante unter „hyper“ angeboten. Darüber hinaus können sie auch unter ihrem Namen im mittelfristigen und unter „Long Term“ im langfristigen Bereich abgeschlossen werden. Darüber hinaus bietet der Broker auch Range- Optionen und One Touch-Optionen an und bietet somit auch für Seitwärtsbewegungen das richtige Handelsinstrument an. Erfahrene News-Trader könnten Ladder-Optionen vermissen. Auch Paar-Optionen werden nicht angeboten.

Im Rahmen der Hyper-Optionen beginnt die Laufzeit bereits bei 30 Sekunden. Auch die beliebten 60-Sekunden-Optionen stehen zur Verfügung. Komplettiert wird das Angebot durch zwei, fünf und zehn Minuten Laufzeit. Maximal kann eine Position über mehr als ein halbes Jahr Laufzeit gehalten werden.

Handelskonditionen

Die Mindesthandelssumme bei Porter Finance beträgt nur fünf Euro. Der niedrige Betrag gilt dabei sogar unabhängig von den Turbo-Optionen, bei denen viele Broker die Mindestinvestition niedriger ansetzen als bei anderen Handelsarten. Bei Porter Finance reicht dies hingegen für alle Handelsarten. Damit bietet der Broker sehr einsteigerfreundliche Konditionen.

Auf der anderen Seite könnten sich Trader mit großem Kapital schnell eingeschränkt fühlen. Die Mindestinvestition beträgt nämlich in vielen Fällen lediglich 400 Euro. Der Broker gibt die Rendite zwischen 70 und 81 % an. Im Bereich der Hyper-Optionen liegt der Durchschnittswert während unseres Porter Finance Test mit 65 % allerdings deutlich darunter.

Kaum Zahlungsmethoden bei Porter Finance

Wer bei Porter Finance Geld einzahlen möchte, hat dazu nur wenige Möglichkeiten. Der Broker verlässt sich hauptsächlich auf Banküberweisung und Kreditkarte als Zahlungsmethode. Hierfür kommen allerdings nur Visa und MasterCard infrage. Weitere Kreditkartenanbieter sind nicht im Programm. Und auch bei den alternativen Zahlungsmethoden setzt Porter Finance nicht auf Vielfalt. Lediglich Neteller steht als E-Wallet-Anbieter für Einzahlungen zur Verfügung. Im Vergleich bietet Porter Finance deutlich weniger unterschiedliche Zahlungsmethoden als andere Broker für binäre Optionen.

Die Mindesteinzahlungssumme beträgt 200 Euro. Maximal können mit Kreditkartenzahlung 20.000 Euro in den Account geladen werden. Bei der Banküberweisung existiert nach oben kein Limit, zu Neteller macht der Broker keine Angaben.

Auszahlungen bei Porter Finance

Porter Finance bietet in jedem Monat eine kostenfreie Auszahlung an. Für jede darauffolgender werden allerdings 30 Euro fällig. Dies ist auch die geringste Auszahlungssumme, die ein Händler anfordern kann. Bei Banküberweisungen werden zudem mindestens 100 Euro als Mindestauszahlung gefordert.

Um eine Auszahlung zu bearbeiten, benötigt ein Broker bis zu drei Werktage. Bis die Gutschrift endgültig beim Kunden ankommt, können zwischen fünf und sieben Werktage vergehen.

Unterschiedliche Accounts

Porter Finance bietet unterschiedliche Accountmodelle an. Nach ihnen richtet sich auch der Bonus, den Trader erhalten:

Starter Silver Gold Platinum Diamond Royal
Mindesteinzahlung 1.000 Euro 10.00 Euro 25.000 Euro 50.000 Euro 50.000 Euro 100.000 Euro
Bonus 83 % 83 % 85 % 90 % 90 % 90 %

 

In jedem der Account-Modelle sind zudem ein E-Book, tägliche Marktanalysen, Webinare und Videotutorials enthalten. Mit dem Account-Typ steigen dann die Zusatzleistungen, die der Trader erhält. Dies können risikofreie Trades, Handelssignale, Training-Sessions oder Auszahlungen am gleichen Tag sein.

Etwas unüblich und nicht unbedingt seriös wirkt das Angebot, Kunden mit Royal-Account könnten eine exotische Reise nach Wahl als Teil des Service-Pakets erhalten.

Bonusbedingungen bei Porter Finance

Porter Finance macht keine eindeutigen Aussagen dazu, wie oft der Bonus eingesetzt werden muss, um ihn auszahlen zu können. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen steht lediglich, dass Trader entweder das 30-, 40- oder 50-fache des Bonus einsetzen müssen. Eine Ausnahme ist der Erstattungsbonus mit 20-facher Einsatzanforderung. Kunden sollten also die Bonusbedingungen im individuellen Fall sehr genau prüfen. Damit ein Trade in die Umsatzbedingungen eingeht, muss der Händler mindestens fünf Euro einsetzen. Außerdem darf er keine Option nutzen, bei der das Verhältnis von Rendite und Rückzahlung weniger als 55 % zu 30 % beträgt.

Trader sollten zudem unbedingt beachten, dass sie ihre Einzahlung nicht auszahlen können, bevor sie die Umsatzbedingungen des Bonus erfüllt haben. Dies gilt auch für darauf folgende Einzahlungen. Derartige Bonusbedingungen sind für Kunden äußerst nachteilig. Der Bonus von Porter Finance ist somit keine Empfehlung wert.

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Ist Porter Finance seriös?

Porter Finance verzichtet darauf, sich von einer Finanzaufsichtsbehörde lizensieren zu lassen. Das führt dazu, dass Kunden keinerlei Sicherheit darüber haben, dass der Broker eine solide Geschäftsgrundlage aufweist, seine Kunden fair behandelt und sich an gewisse Standards hält. Dementsprechend gehen Kunden mit einem Broker ohne Lizenz immer ein viel höheres Risiko ein, als bei einem Broker mit Lizenz. Selbst bei völlig seriöser Arbeitsweise besteht immer die Gefahr einer Insolvenz. Porter Finance verzichtet auf eine Einlagensicherung, wie sie von europäischen Finanzaufsichtsbehörden nach EU-Recht gefordert wird. Im Insolvenzfall droht deswegen ein Komplettverlust des investierten Kapitals.

Deswegen ist es folgerichtig, dass die australische Finanzaufsichtsbehörde ASIC vor dem Broker warnt. Sie ist der Meinung, dass Porter Finance Betrug sein könnte, und rät davon ab, Geschäfte mit ihm zu machen. Sie kritisiert das Unternehmen zudem dafür, unaufgefordert per Email oder Telefon geworben zu haben.

Social Trading bei Porter Finance

Wer sich leicht von anderen beeinflussen lässt, könnte bei Porter Finance schnell Probleme gekommen. Der Broker zeigt nämlich dauerhaft an, welche Marktstimmung für einen bestimmten Basiswert herrscht. Wer sich also davon beeinflussen lässt, dass gerade 79 % der Trader davon ausgehen, dass der Goldpreis fällt, sollte sich eine andere Handelsplattform suchen. Die Signale sind nämlich nicht ausblendbar.

Zudem werden dauerhaft Trades von andern Kunden eingeblendet. Der Kunde kann den Tradern zum einen vollständig folgen und alle Trades und somit die Strategie kopieren, oder aber einzelne Trades direkt kopieren. In vielen Fällen ist Letzteres allerdings natürlich relativ sinnlos, da ja bekanntermaßen der Einstiegszeitpunkt beim Handel mit binären Optionen entscheiden für Erfolg und Misserfolg sind. Auch ein Kopieren von Tradern ist nicht völlig empfehlenswert. Interessenten erhalten nämlich viel zu wenig Infos und Kennzahlen, die es ermöglichen würden, einen Trader tatsächlich einschätzen zu können. Das Social-Trading Feature ist somit eine nette Spielerei, allerdings keine wirkliche Bereicherung.

Lernmaterial und Service

Grundsätzlich ist das Angebot an Lernmaterial bei Porter Finance relativ umfangreich und vielseitig. Der Broker wartet mit zahlreichen unterschiedlichen Angeboten auf:

  • E-Book
  • Videos
  • Tutorials
  • Webinare
  • Training-Sessions
  • Personal Coach

Allerdings zählt auch dieser Binäre Optionen Broker zu den Anbietern, die die Schulungsmaterialien nur dann vollständig verfügbar macht, wenn der Trader einen höheren Betrag einzahlt. Aus diesem Gesichtspunkt wird sich Porter Finance für Einsteiger also nicht lohnen. Zudem fehlt auch ein Demokonto, um den Broker risikofrei zu testen.

Für erfahrene Trader fällt das Angebot an Handelssignalen in den unteren Accounts auch relativ gering aus. Mit höherer Einzahlungssumme steigen jedoch auch die Vorzüge. Insgesamt erwarten Trader Handelssignale, Marktanalysen, Wirtschaftskalender und Marktnachrichten.

Der Support ist über die üblichen Wege erreichbar, allerdings steht eine Service-Hotline nicht in Deutschland zur Verfügung. Stattdessen kommen Email und Live Chat infrage. Auch ein Kontaktformular fehlt. Der Kundenservice ist zwischen 6 uns 23 Uhr GMT erreichbar. Kunden sollten Englisch beherrschen, da der Support bislang nicht in deutscher Sprache angeboten wird.

Die Handelsplattform von Porter Finance

Porter Finance zeigt bei der Handelsplattform gute Ansätze. Grundsätzlich ist die Darstellung sehr übersichtlich. Die Chartdarstellung könnte etwas größer sein, um genauere Analysen zu ermöglichen. Die Navigation gelingt relativ mühelos, die Sortierung leuchtet allerdings nicht immer auf dem ersten Blick ein. Dennoch werden auch Einsteiger relativ schnell alles finden, was sie zum erfolgreichen Trading benötigen.

Es ist etwas bedauerlich, dass Trader die Social-Trading-Funktion nicht ausschalten können. Auf diese Weise erhalten sie ständig per Dashboard und Prozent-Anzeige Informationen darüber, wie andere gerade traden. Der Übersichtlichkeit und Konzentration wird dies in vielen Fällen nicht gut tun, zumal beide Funktionen auffällig sind. Das eigentlich lobenswerte Feature wird so schnell anstrengend und nervig.

Ein Pluspunkt könnte die Porter Finance App sein, die vom Broker unten auf der Seite beworben wird. Sie soll für Android und iOS verfügbar sein, allerdings funktioniert weder der Link zu Apple, noch zum Google PlayStore. Auch innerhalb der Appstores ist die App nicht zu finden, sodass sie wohl nicht zu existieren scheint.

Fazit: Porter Finance ohne Lizenz

Wenn die australische Finanzaufsichtsbehörde vor Porter Finance warnt, ist es unmöglich, den Broker weiterzuempfehlen. Solange der Anbieter sich nicht von einer europäischen Finanzaufsichtsbehörde regulieren lässt, ist es sinnvoller, einen anderen Broker für binäre Optionen zu suchen. Ohnehin gibt es auf dem Markt viele Anbieter, die nicht nur über eine Lizenz verfügen, sondern im Bereich Handelsangebot, Konditionen, Bonus und Auszahlungsbedingungen deutlich mehr bieten, sodass es sich nicht lohnt, in Bezug auf Porter Finance ein Risiko einzugehen.

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