Redwood Erfahrungen – Test und Bewertung

Redwood Options ist bereits seit 2015 auf dem Markt, hat sich jedoch noch nicht um eine Lizenz bemüht. Der Broker bietet eine herausragende Auswahl, Zweifel an der Seriosität lassen sich jedoch nicht ausräumen.

Welche Auswahl bietet Redwood Options?

Redwood Options arbeitet bei der Bereitstellung des Angebots mit dem beliebten Provider Spot Option zusammen. Dementsprechend umfangreich stellt sich auch die Auswahl an Handelsarten dar. Derzeit bietet der Broker einen Rekordwert von insgesamt 217 Basiswerte. Diese setzen sich folgendermaßen zusammen:

Redwood Options bietet mehr als 200 Basiswerte und eine faire Rendite.

Redwood Options bietet mehr als 200 Basiswerte und eine faire Rendite.

Bei einer derart umfangreichen Auswahl gibt es natürlich kaum ein Underlying, das der durchschnittliche Trader vermissen wird. Selbst wenn man die Paare herausrechnet, um die tatsächlich unterschiedlichen Assets zu ermitteln, bietet Redwood Options immer noch über 190 verschiedene Basiswerte.

Trader haben damit sowohl die Möglichkeit, innerhalb ihres Wirtschafts- und Kulturkreises Trades zu eröffnen, oder dafür andere Indizes und Währungen zu nutzen. Diese werden von vielen Brokern, die sich auf Europa spezialisiert haben, häufig gar nicht erst angeboten. Eine ähnlich umfangreiche und vielseitige Auswahl an Basiswerten müssen Trader sonst lange suchen.

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Welche Handelsinstrumente bietet der Broker?

Bei den Handelsarten überrascht Redwood Options Interessenten und Kunden leider nicht ganz so sehr. Derzeit bietet der Broker lediglich die Handelsarten an, die Trader von der SpotOption-Handelsplattform gewöhnt sein werden. Die unterschiedlichen Reiter tragen die folgenden Überschriften:

  • Binary Options
  • Pairs
  • Long Term
  • Sixty Seconds
  • One Touch
  • Ladder
  • Fx / CFD
  • iFollow

Grundsätzlich handelt es sich dabei allerdings um eine schöne und sinnvolle Auswahl an Basiswerten. Unter Binary Options, Long Term und Sixty Seconds verbergen sich die klassischen Call-/Put-Optionen mit unterschiedlichen Laufzeiten, wobei es sich bei Sixty Seconds natürlich um die beliebten Turbooptionen handelt. Wer einen Trend besonders komfortabel ausreizen möchte, kann dies mit Ladder-Optionen tun. One Touch eignet sich hingegen bei hoher Volatilität oder sehr starken Bewegungen. Unter FX /CFD verbirgt sich ein Angebot, das binäre Optionen um Vorteile des Währungshandels ergänzt.

Welche Handelskonditionen bietet Redwood Options?

Die Mindesthandelssumme beträgt bei Redwood Options derzeit 10 Euro. Interessanterweise geht der Broker hier einen anderen Weg als viele andere Anbieter. Diese niedrige Mindesthandelssumme gilt nämlich nicht bei 60 Sekunden-Optionen. Dort veranschlagt das Unternehmen 25 Euro als Mindesteinsatz.

Wie viel Trader maximal einsetzen können, hängt natürlich auch von den Handelsarten ab. Bei den Turbo-Optionen sind maximal 1.100 Euro je Position möglich. Bei den Ladder-Optionen ist das Investment bereits bei 500 Euro gedeckelt und bei den anderen Handelsarten können Trader bis zu 5.000 Euro setzen.

In der Werbung verspricht der Broker Renditen von bis zu 81 %. Damit befindet der Broker sich eher im Mittelfeld und kann die Konkurrenz nicht wie bei der Auswahl überflügeln. Allerdings hat der Broker diesen Profit während unseres Redwood Options Test tatsächlich erreicht. Viele andere Anbieter werben mit sehr hohen Renditen, die der Trader dann niemals wirklich erhalten kann. Zudem bot der Broker nur selten Renditen unter 75 % und bietet so auch einen guten Mittelwert.

Redwood Options bietet auch bei den Laufzeiten ausreichend Auswahl. Die Mindestlaufzeit beträgt 60 Sekunden. Im extrem kurzfristigen Bereich sind auch 90, 120, 180 und 300 Sekunden möglich. Die längste Laufzeit beträgt jeweils bis zum Ende des nächsten Quartals, also je nach Eröffnungszeitpunkt zwischen etwa drei und sechs Monaten.

Social Trading bei Redwood Options

Auch verschiedene Aspekte des Social Tradings hat Redwood Options integriert. So können Händler unter „iFollow“ erfolgreichen Tradern unkompliziert folgen. Sie müssen dafür lediglich einen Trader auswählen und den Zeitrahmen und Investments-Limit festlegen. Im Anschluss daran geht der Händler dann alle Trades bis zu diesen Beschränkungen mit.

Leider sind die Angaben über die jeweiligen Trader nicht ausreichend, um das Risiko richtig einschätzen zu können. Vor allem im Bezug auf die Risikokennzahlen sind die Informationen, die die potentiellen Follower erhalten, nicht ansatzweise ausreichend. Wer Social Trading durchführen möchte, sollte deswegen auch andere Broker auf diese Möglichkeit untersuchen.

Doch auch abseits dieser Funktion wissen Trader immer, was die anderen Kunden bei Redwood Options gerade denken: Unter „Trader Choice“ wird dargestellt, welche Prozentzahl der Trader auf fallende oder steigende Kurse gesetzt hat.

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Wie gut ist die Handelsplattform des Brokers?

Die Handelsplattform dürfte den meisten Tradern mit etwas Erfahrung bekannt vorkommen. Es handelt sich hierbei immerhin um die Plattform des Marktführers SpotOption. Diese überzeugt wie gewohnt durch ihre große Übersichtlichkeit und sorgt so dafür, dass Einsteiger sich besonders leicht zurechtfinden können.

Erfahrenere Trader werden hingegen die Möglichkeit vermissen, die Charts genauer darzustellen und im Diagramm selbst Handelsindikatoren anwenden zu können. Dafür finden sich für die meisten Strategien eher unnötige „Trader Choice“ immer im Blickfeld. Die meisten fortgeschrittenen Trader würden sich deswegen für eine andere Handelsplattform entscheiden. Auch die zeitliche Skalierung reicht vielen Tradern nicht für eine technische Analyse aus.

Es ist allerdings auch kein Geheimnis, dass sich SpotOption vor allem an Einsteiger richtet und auch richten möchte. Hierfür spricht auch der Strategy Advisor, der im Prinzip eine automatisch kleine technische Analyse durchführt und darauf basierend eine Einschätzung errechnet, ob ein Kurs eher steigen oder fallen wird. Für Einsteiger ist dies eine gute Hilfe, Fortgeschrittene reicht dies oft nicht aus, da sie selbst mehr Möglichkeiten zur Analyse haben möchten. Dennoch handelt es sich bei SpotOption um eine gleichermaßen beliebte und zuverlässige Handelsplattform.

Einzahlungen beim Broker

Redwood Options bietet die Einzahlung per Kreditkarte, Banküberweisung und CashU an. Zu den akzeptierten Kreditkartenunternehmen zählen Visa, MasterCard und Visa Electron. An dieser Stelle ist bedauerlich, dass der Broker zwar angibt, dass mit der Einzahlung per Banküberweisung eine Gebühr verbunden sein kann, diese jedoch nicht genauer spezifiziert. Der Trader weiß also nicht, ob es sich um die Gebühren seiner Bank handelt, die fast schon selbstverständlich sind, oder um Gebühren durch den Broker. Auch die AGB machen hierzu keine näheren Angaben.

Der Account kann in den folgenden Währungen geführt werden:

  • USD
  • EUR
  • GBP
  • CAD
  • JPY
  • RUB
  • AUD

Die Mindesteinzahlungssumme beträgt derzeit 200 Euro. Für die Banküberweisung gibt der Broker allerdings auch an, dass nur Einzahlungen ab 500 Euro möglich sind. Maximal sind Einzahlungen per Kreditkarte auf 20.000 Euro begrenzt, bei der Banküberweisung existiert ein solches Limit nicht.

Unter welchen Bedingungen zahlt Redwood Options aus?

Um eine Auszahlung durchführen zu können, müssen Trader laut FAQ mindestens 100 Euro auszahlen wollen und können. Diese Summe ist also vermutlich der Mindestauszahlungsbetrag bei Redwood Options, auch wenn in den AGB festgehalten ist, dass bei der Auszahlung per Kreditkarte nur 5 Euro notwendig sind.

Der Broker erhebt bei der Auszahlung per Banküberweisung eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30 Euro. Diese entfällt allerdings jeweils bei der ersten Auszahlung im Monat.

Um eine Auszahlung tätigen zu können, muss der Kunde seine Identität mit den üblichen Dokumenten nachweisen. Er muss also Redwood Options eine Farbkopie oder ein Farbscan eines gültigen Lichtbildausweises, Versorgerrechnung und bei der Zahlung mit Kreditkarte auch eine teilweise geschwärzte Kopie der Karte zukommen lassen.

Hat der Kunde die notwendigen Dokumente eingereicht, benötigt Redwood Options immer noch rund vier Werktage, um Auszahlungsanforderungen zu bearbeiten. Damit zählt der Broker nicht zu den Anbietern, die schnellste Bearbeitungszeit bieten, grundsätzlich ist die Dauer noch in einem durchaus akzeptablen Rahmen.

Ist Redwood Options seriös?

Bei dem guten Angebot von Redwood Options ist es besonders bedauerlich, dass der Broker in keinem Land dieser Welt reguliert wird. Stattdessen arbeitet Redwood Options völlig ohne Lizenz. Da es auf diese Weise keine Sicherheit über absolute Grundlagen einer gesunden Geschäftsbeziehung gibt, ist es für Außenstehende nicht erkennbar, ob es sich um ein seriöses Angebot oder Betrug handelt. Dementsprechend sollten Interessenten bei einem Broker ohne Lizenz immer sehr vorsichtig sein und im Vorfeld Nachforschungen anstellen.

Leider sind sämtliche Erfahrungsberichte zu Redwood Options nur im englischsprachigen Internet zu finden. Dort beschweren sich allerdings mehrere Kunden darüber, dass Auszahlungsanforderungen nach Wochen noch nicht bearbeitet wurden und der Kundensupport nicht mehr erreicht wird. Auch wenn dies auch immer legitime Gründe haben kann, stützt dies natürlich nicht das Vertrauen in die Seriosität von Redwood Options.

Zweifel streut dabei auch der Umstand, dass Interessierte kaum weitere Informationen über die Hampshire Capital Ventures Ltd. in Erfahrung bringen können. Die beiden Adressen befinden sich in Bürokomplexen mit der Möglichkeit von virtuellen Büros. Dass das Unternehmen dort tatsächlich zu finden ist, ist so also nicht gesichert.

Der Broker selbst macht zudem keine Angaben zu den Gründern des Angebotes. Laut Drittquellen handelt es sich bei dem Direktor seit 2016 um Mr. Manford Martin Mponda, der anscheinend aus Australien stammt, und bei weiteren 16 Unternehmen als Direktor tätig ist, darunter auch bei verschiedenen Brokern für binäre Optionen. Einen einwandfreien Ruf hat allerdings keines der weiteren Unternehmen und dem gesamten Netzwerk wird von verschiedenen Stellen Betrug vorgeworfen. Das Statement of Capital, das von der Ltd. im November 2015 ausgefüllt wurde, weist zudem lediglich ein Kapital von 1.000 GBP aus. Es ist also auch jetzt noch mehr als unwahrscheinlich, dass der Broker die finanzielle Basis hat, um größere Gewinne tatsächlich auszahlen zu können. Dies gilt umso mehr, da dies nicht der einzige Broker des Unternehmens ist.

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Fazit: Finger weg von Redwood Options

Bei Redwood Options handelt es sich um einen Broker für binäre Optionen, der keine Lizenz besitzt, keine Einlagensicherung betreibt und zudem viele Kundenbeschwerden existieren. Unabhängig vom sehr umfangreichen und vielseitigen Angebot kann der Broker deswegen nicht empfohlen werden.

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