FTrade Erfahrungen – Test und Bewertung

FTrade ist ein weiterer relativ unbekannter Broker für binäre Optionen. Der Broker darf dennoch die etablierte SpotOption-Handelsplattform anbieten und sieht sich so natürlich auch großer Konkurrenz gegenüber. Kann der Broker sich gegen die anderen durch sein gutes Angebot durchsetzen?

Welches Angebot bietet FTrade?

FTrade ist nicht unbedingt der Binäre Optionen Broker, der das umfangreichste Handelsangebot unterbreitet. Derzeit bietet der Broker genau 57 Basiswerte, aufgeteilt auf die folgenden Asset-Klassen:

Eine Auswahl von weniger als 60 Basiswerten gilt in der Branche als absolut unterster Wert. Kaum ein Broker traut sich, eine noch geringe Anzahl anzubieten. Hier kann auch zur Verteidigung nicht ins Feld geführt werden, dass der Broker gerade erst beginnt und sein Angebot erst ausbauen kann, wenn er mehr Erfahrung gesammelt hat. Immerhin bietet FTrade letztlich die SpotOption-Plattform an, die im gegensätzlichen Extremfall auch über 200 unterschiedliche Basiswerte anbietet.

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Welche Handelsinstrumente bietet FTrade?

FTrade ist nicht unbedingt der Binäre Optionen Broker, der das umfangreichste Handelsangebot unterbreitet.

FTrade ist nicht unbedingt der Binäre Optionen Broker, der das umfangreichste Handelsangebot unterbreitet.

Bei den Handelsarten überrascht der Broker nach der geringen Anzahl der Basiswerte mit einer guten Auswahl. Der Broker ermöglicht den Handel von klassischen Call-/Put-Optionen mit drei unterschiedlichen Laufzeiten: Binäre Optionen, Langfristig und Sechzig Sekunden. Darüber hinaus bietet der Broker auch Leiter-Optionen, Paare und One Touch. Auch das Fx / CFD-Trading der SpotOption-Plattform ist Teil des Angebotes. Trader müssen allerdings auf die Möglichkeit verzichten, das Trading anderer Händler zu kopieren. Dies ist jedoch ohnehin kein all zu großer Verlust, da diese Funktion bei SpotOption noch nicht völlig ausgereift ist.

Unterschiedliche Investment-Pläne

FTrade bietet seinen Kunden als Service unterschiedliche Leistungen an, die in drei unterschiedliche Pakete aufgeteilt werden:

  • Basic Trading Level plan inklusive Zugriff auf Lernmaterial
  • Standard Trading Level plan inklusive Zugriff auf Informationen für Fortgeschrittene und tägliche Handelssignale
  • Executive Trading Level plan inklusive persönlichen Account-Manager, Account-Berichte und sofortige Auszahlung

Welche Voraussetzungen Trader für die jeweiligen Accounts erfüllen müssen, kommuniziert FTrade allerdings nicht eindeutig. Stattdessen verweist der Broker darauf, dass Trader hierfür den Service kontaktieren sollen. Vermutlich handelt es sich dabei wie bei SpotOption üblich um verschiedene Kontomodelle, die mit einer entsprechend hohen Einzahlung freigeschaltete werden können.

Welche Handelskonditionen bietet der Broker?

Die Mindesthandelssumme bei FTrade beträgt 25 Euro bei den meisten Handelsarten. Bei 60 Sekunden-Optionen sind allerdings bereits Einsätze ab fünf Euro möglich. Maximal erlaubt der Broker Einsätze in Höhe von 2.500 Euro, bei den Turbo-Optionen ist bereits bei 500 Euro Schluss. Damit bietet FTrade für Trader mit weniger Kapital genügend Möglichkeiten. Händler, die gerne viel auf eine Position setzen, könnten allerdings bei anderen Brokern besser aufgehoben sein.

Auch die Laufzeiten sind durchaus im oberen Durchschnitt zu finden. Der Broker bietet derzeit Turbo-Optionen ab 30 Sekunden an. Im langfristigen Bereich steht hingegen immer das Laufzeitende zum Ende des nächsten Quartals zur Verfügung. Dies ist durchaus ein vernünftiger Wert für die meisten Trader. Etwas bedauerlich kann lediglich der Umstand sein, dass es nicht all zu viele Möglichkeiten gibt, die Laufzeit genauer zu bestimmen.

Die maximale Rendite gibt der Broker mit 83 % an. Üblicherweise wird diese nur selten erreicht. Während unseres FTrade Tests war der mögliche Profit durchaus eher zwischen 70 und 75 % angesiedelt. Dabei handelt es sich aber dennoch um ordentliche Werte.

Wie gut ist der Service bei FTrade?

Die Möglichkeiten, den Support bei FTrade zu erreichen, sind leider eher eingeschränkt. Es besteht keine Möglichkeit des Telefonsupports in Deutschland ohne erhebliche Mehrkosten und auf deutscher Sprache. Der Live Chat schien während unseres Tests nicht zu funktionieren. So bleiben nur Kontaktformular und E-Mail-Adresse als mögliche Kontaktwege. Noch dazu sind die Betriebszeiten des Supports zwischen 09:00 – 16:00 Uhr werktags zwar durchschnittlich, mehr jedoch auch nicht.

Bedauerlich ist auch die schlechte Übersetzung der Webseite. Diese ist vermutlich durch einen automatischen Übersetzungsdienst entstanden, allerdings sprechen dagegen einige Rechtsschreibfehler. Insgesamt ist die Webseite nicht all zu kundenfreundlich. Die einzelnen Menüpunkte sind nicht unbedingt selbstverständlich und die Navigation könnte so in einigen Fällen nicht immer problemlos gelingen. Vor allem die Art, wie Informationen aufbereitet sind, sorgt teilweise eher für Irritationen als für Klarheit.

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Wie gut ist die Handelsplattform von FTrade?

FTrade kann mit SpotOption zusammenarbeiten und bietet dementsprechend eine der bekanntesten Handelsplattformen für binäre Optionen an, die derzeit existieren. SpotOption gilt gerader für Einsteiger als gute Wahl, weil die Handelsplattform nicht mit Informationen überladen ist und es so ermöglicht, sich schneller zurechtzufinden. Dadurch unterschätzen viele Anfänger allerdings auch die Komplexität dieses Handelsinstrumentes.

Erfahrenere Trader sind zudem in der Regel der Meinung, dass sich die Chartdarstellungen nicht genug individualisieren lassen und so die Chartanalyse nicht ausreichend möglich ist. Wo sie lieber eigene Indikatoren anwenden und dies im Chart auch angezeigt erhalten, gibt der Strategy Advisor beispielsweise nur das Ergebnis aus.

Natürlich handelt es sich bei SpotOption dennoch um eine zuverlässige Handelsplattform mit einigen Vorteilen, gerade für Einsteiger. Letztlich ist es eine Frage der persönlichen Vorlieben, welche der beliebteren Handelsplattformen ein Trader bevorzugt.

Ist FTrade seriös?

Leider hat FTrade sich zumindest bislang dazu entschlossen, ohne eine Lizenz einer Finanzaufsichtsbehörde auszukommen. Dies ist für Trader, die Wert auf die Sicherheit ihres Geldes legen, in der Regel bereits ein Ausschlusskriterium. Warum der Broker diesen Weg dennoch geht, lässt dementsprechend Raum für Spekulationen. Es liegt allerdings die Vermutung nahe, dass der Broker an einer fairen und langfristigen Kundenbindung eher weniger interessiert ist.

Vertrauenserweckend ist ebenfalls nicht, dass die BINEXT SOLUTIONS SRL ihren Sitz im rumänischen Bukarest in einem Geschäftszentrum hat, das unter anderem virtuelle Büros anbietet. Sowohl der Standort als die konkrete Adresse stellen üblicherweise nicht die erste Wahl dar, wenn ein international agierender Broker einen Geschäftssitz sucht, der Vertrauen wecken soll. Zudem lassen sich weder auf der Webseite noch im Internet weitere Informationen zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern finden, was in der Finanzbranche ebenfalls ungewöhnlich ist.

Die fehlende Regulierung und mangelnde Eigeninitiative seitens des Brokers führt auch dazu, dass FTrade kein Mitglied eines Einlagensicherungsfonds ist. Sollte der Binäre Optionen Broker also zahlungsunfähig werden, ist das eingezahlte Geld der Kunden mit sehr großer Sicherheit verloren. Selbst, wenn es sich bei FTrade nicht um Betrug, sondern um einen seriösen Anbieter handelt, schützt der Broker das Geld seiner Kunden also nicht ausreichend. Dementsprechend kann er auch kaum guten Gewissens empfohlen werden.

Bekannt ist FTrade übrigens bereits seit 2014. Damals stammte der Besitzer von der Karibikinsel Anguilla. Das Design der Webseite ist allerdings noch fast genau das Alte.

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Wie gut ist der Bonus von FTrade?

Überraschenderweise bietet FTrade derzeit kein Bonusproramm. Wer versucht, auf „Boni und Vorteile“ zu klicken, wird hingegen lediglich auf den Reiter „Finanzielle Unabhängigkeit“ weiter geleitet. Hier finden sich nicht funktionierende Links zu Informationen, wie Trader angeblich ein zweites Einkommen erwirtschaften können und wie die neue Karriere finanziell geplant werden könnte.

Ganz abgesehen davon, dass es sich darum nicht um einen Mehrwert für den Kunden darstellt, handelt es sich hierbei eher um Informationen, die als problematisch anzusehen sind. Nur ein Bruchteil der Händler schafft es, über einen längeren Zeitraum ein Plus zu erzielen. Wer sich mit dem Trading nicht auskennt, wird in den Anfangszeiten kaum dazugehören, sodass es sich hier eher um irreführende Werbung handelt.

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt der Broker allerdings Umsatzbedingungen an. Trader müssen Bonus demnach mindestens 40-fach umsetzen, bevor sie ihn auszahlen können. Der Broker gibt zudem an, dass Händler ihre ursprüngliche Einzahlung auch während eines aktiven Bonus auszahlen können.

In der Sektion, wo die meisten Informationen zum Angebot zusammengetragen sind, veröffentlich der Broker unter „Boni & Vorteile“ eine Liste von unterschiedlichen Services, die Ftrade anbietet. Hierunter fallen beispielsweise tägliche Handelssignale, ein Account Manager, der Wirtschaftskalender und persönliche Kreditkarten. Allerdings ist dies natürlich zum größten Teil ein Angebot, dass viele Broker über SpotOption beziehen und das somit nicht unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal besitzt. Eine Ausnahme sind möglicherweise die persönlichen Kreditkarten.

Erfahrungsgemäß wären allerdings sehr hohe Einzahlungen notwendig, um diese Angebote tatsächlich in Anspruch nehmen zu können, andere gehören zum Service eines guten Brokers, sodass das Bonusangebot von FTrade nicht unbedingt überzeugt.

Unter welchen Bedingungen zahlt FTrade aus?

FTrade erhebt sehr hohe Auszahlungsgebühren. Bei Auszahlungen über Skrill oder per Banküberweisung müssen Kunden mit 45 Euro rechnen – unabhängig von der Auszahlungssumme. Hier bietet FTrade im Vergleich mit anderen Brokern für binäre Optionen sehr schlechte Konditionen. Zudem gibt der Broker an, dass die Kosten von Dritten damit nicht gedeckt sind. Sollten zusätzliche Gebühren durch den Zahlungsdienstleister entstehen, müssen Trader diese also ebenfalls tragen.

Als wäre die hohe Gebühr nicht bereits Abschreckung genug für unnötige Auszahlungen, setzt der Broker auch eine Mindestauszahlungssumme voraus. Trader müssen bei der Auszahlung per Banküberweisung oder Skrill mindestens 100 Euro auszahlen. Bei Kreditkartenzahlung senkt sich dieser Betrag immerhin auf 50 Euro.

Damit FTrade Geld auszahlt, muss der Kunde im Vorfeld seine Identität noch einmal bestätigen, indem er geeignete Dokumente in Kopie, Scan oder Foto beim Broker einreicht. Dies ist ein übliches Vorgehen und muss bei den meisten Brokern durchgeführt werden, die im Ausland sitzen.

Fazit: FTrade kann nicht überzeugen.

Auch wenn wir FTrade nicht nachweisen können, dass es sich um ein unseriöses Angebot handelt, ist alleine die fehlende Lizenz ein Grund dafür, vom Broker abzuraten. Auch sonst gibt es allerdings wichtige Schwächen im Angebot wie die geringe Auswahl, der fehlende Bonus oder die hohe Auszahlungsgebühr. Es gibt deutlich bessere Anbieter für binäre Optionen, die FTrade in jedem Fall vorzuziehen sind.

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