MetaTrader oder FXCM Trading Station: Welche Handelsplattform ist besser?

MetaTrader oder FXCM Trading Station: Welche Handelsplattform ist besser?

Trader, die bei FXCM mit dem Handel beginnen wollen, stehen vor der Frage, welche Handelsplattform sie nutzen sollten. Der Forex-Broker bietet dabei neben dem bekannten und beliebten MetaTrader 4 auch die Möglichkeit, die FXCM Trading Station zu nutzen. Beide Handelsplattformen haben Vor- und Nachteile, die wir im Folgenden näher erläutern wollen.

MT4 oder Trading Station? Welche Handelsplattform empfiehlt der Broker?

FXCM selbst macht die Empfehlung der Handelsplattform davon abhängig, wie Anleger handeln möchte. Für alle, die Autotrading über Expert Advisors (EAs) durchführen möchten, empfiehlt der Forex-Broker den MetaTrader 4. Sonst ist der Broker jedoch der Meinung, dass die Trading Station überlegen ist. FXCM begründet dies damit, dass die Software intuitiv bedienbar wäre, leicht individualisiert werden kann und moderne Features wie One-Click-Trading bietet. Allerdings ist die sicherlich auch für den MT4 der Fall.

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Ohne die Qualität der Trading Station schmälern zu wollen: Dass der Broker seine eigene Handelsplattform gegenüber dem vielfach angebotenen MT4 bevorzugt empfiehlt, ist schon alleine aus Gründen der Kundenbindung notwendig. Wer sich an die Trading Station von FXCM gewöhnt hat, wird sicherlich weniger motiviert sein, einen anderen Broker zu nutzen.

FCXM bietet mit Trading Station, MetaTrader 4 und Ninja Trader drei proffessionelle Handelsplattformen

Welche Vorteile hat die Trading Station im Vergleich zum MT4 bei FXCM?

Bei FXCM ergeben sich ganz konkrete Vorteile, die die Trading Station gegenüber dem MT4 hat, die jedoch nicht unbedingt aus der Handelsplattform selbst resultieren. So bietet FXCM beispielsweise die Trading Station auch als App und Browser-Variante an. Demgegenüber ist der MT4 bei FXCM ausschließlich als Download-Variante verfügbar. Dies ist allerdings einer Entscheidung des Brokers geschuldet, die Trading-Software auf diese Weise einzusetzen. Auch für den MT4 gibt es Einsatzmöglichkeiten als App, FXCM hat sich jedoch dafür entschieden, der Trading Station den Vorzug zu geben.

Dementsprechend müssen alle, die ihre Handelssoftware flexibler einsetzen möchten, fast schon auf die Trading Station zurückgreifen, wenn sie sich für FXCM entschieden haben. Allerdings vereint die Handelsplattform tatsächlich alle Merkmale einer modernen Handelssoftware. Sie ermöglicht die Nutzung von Marketscope, einem Charting-Paket, das auch das Trading aus dem Chart gestattet, die Einrichtung von Alarmsignalen ermöglicht und zudem viele Indikatoren zur Verfügung stellt.

Dabei sind in der Handelsplattform auch einige exklusive Features verarbeitet. So bietet der Broker den Real Volume Indikator, der nur hier zu finden ist und von Kunden kostenfrei genutzt werden kann. Außerdem ist über die Trading Station der Ordertyp „Good Till Date“ nutzbar. Damit kann die Gültigkeit der Order auf einen bestimmten Zeitraum eingestellt werden. Auch hierbei handelt es sich um ein exklusives Tool.

Dabei bietet die Trading Station ebenfalls die Nutzung von automatisierten Strategien. In diesem Rahmen bietet der Broker sogar einige Features, die dem MT4 überlegen sind. Vor allem das Backtesting von Strategien ist es deutlich besser geeignet. Trader können so die Strategie ohne Risiko verbessern und ihre Schwachpunkte aufspüren. Dabei ist es prinzipiell jedoch natürlich genauso möglich, die Strategie dann doch im MT4 einzusetzen, indem ein passender EA erstellt wird.

Ein Vorteil der Trading Station ist auch, dass Kunden üblicherweise mit der Handelsplattform sehr zufrieden sind. So wurde FXCM schon 214 von der Euro am Sonntag auch aufgrund der Trading-Software ausgezeichnet. 2015 erhielt der Broker zudem Bei Investment Trends Germany eine Auszeichnung für die höchste Kundenzufriedenheit bei den mobilen Plattformen.

Trading Station bei FCXM

Was spricht für den MetaTrader 4?

Der MetaTrader 4 ist mit Abstand die beliebteste Handelsplattform im Rahmen des Forex-Tradings. Der Hersteller MetaQuotes hat es geschafft, eine Trading-Software zu entwickeln und zu vertreiben, die für Händler und Broker gleichermaßen attraktiv ist. Das führt dazu, dass es eine besonders aktive und interessierte Community gibt, die mit dem MT4 handelt und sich dementsprechend mit den Möglichkeiten auseinandersetzt.

Angebote gibt wie:

  • Handelssignale
  • Hilfestellungen und Erklärungen
  • Expert-Advisors
  • Ad-Ons
  • Analyse-Tools wie Indikatoren

werden teilweise kostenfrei von Community-Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Zugleich werden auch gewerbliche Funktionserweiterungen für den MT4 entwickelt, die teilweise auch hochwertiger sind. Dies führt dazu, dass der MetaTrader4 zu den Handelsplattformen zählt, die auch für Einsteiger und nicht Profis umfangreich erweiterbar ist. So wird der MT4 zu einer sehr vielseitigen Software, die ihresgleichen sucht.

Denn unabhängig davon bringt der MT4 einen Funktionsumfang mit, der ohnehin von der Konkurrenz nur selten erreicht wird. Im Bereich der Chartanalyse machen nur wenige andere Handelsplattformen dem MT4 etwas vor. Dutzende Indikatoren, zahlreiche Tools und Templates sorgen dafür, dass es kaum eine Handelssoftware gibt, die besser geeignet ist, um Kurse umfassend zu analysieren. Auch deswegen gilt der MT4 als Industriestandard, mit dem sich andere Trading-Lösungen messen müssen.

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Hinzu kommt, dass der MT4 umfangreich individualisiert werden kann. Auch wenn er bereits beim ersten Start optimal eingestellt ist, können Trader verschiedene Parameter eigenständig verändern und die Software so auf ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.

Für alle Trader, die selbst Handelsstrategien entwickeln möchten oder sich andere Features und Tools wünschen, ist der MetaTrader 4 deswegen üblicherweise das Mittel der Wahl.

Der MetaTrader 4 bei FCXM

Was spricht gegen den MT4?

Auch wenn der MT4 zu den absoluten Klassikern beim Forex-Handel gehört, weist die Handelsplattform einige Schwächen auf. Nicht umsonst hat der Hersteller MetaQuotes bereits 2009 den Nachfolger MT5 auf den Markt gebracht und dabei wirklich umfangreiche Erneuerungen implementiert. So können Trader die Handelsplattform beispielsweise nicht zum Backtesting von Handelsstrategien nutzen, weil die Handelsplattform über keine Datenquelle verfügt, die dazu geeignet wäre.

Zudem beschweren sich Nutzer des MT4 häufiger darüber, dass sich Indikatoren nachzeichnen, also so verändern, dass Einstiegsignale im Nachhinein nicht mehr existieren, die im Live-Kurs noch vorhanden waren. Dies ist natürlich ein großes Risiko für Trader und sollte bei der Nutzung immer beachtet werden. Es handelt sich dabei allerdings nicht um ein Problem, dass nur beim MT4 auftritt.

MT4-Nutzer, die EAs nutzen oder entwickeln möchten, müssen sich nicht nur mit MQL beschäftigen, sondern sind zudem auch darauf beschränkt. Eine weitere Programmiersprache zu nutzen, ist nicht möglich. MQL hat dabei zwar den Ruf, relativ leicht zu erlernen zu sein, dafür jedoch im Vergleich zu manchen anderen Programmiersprachen weniger Möglichkeiten zu bieten.

Der MT4 kann zudem auf den ersten Blick durchaus überfordernd auf Einsteiger wirken. Es dauert sicherlich einige Zeit, bis ein Nutzer tatsächlich das Gefühl hat, die meisten Funktionen und Einstellungen zu kennen und auch die Änderungen einschätzen zu können, die dies bewirken. Wer mit dem MetaTrader 4 arbeiten möchte, muss deswegen Zeit zur Einarbeitung einplanen, wird dafür jedoch auch mit sehr zahlreichen und sinnvollen Funktionen belohnt.

Nutzung der Trading Station als MT4-User

Alle Kunden von FXCM, die sich für den MT4 entschieden haben, können dennoch die Trading Station nutzen. Dafür müssen sie die Handelsplattform herunterladen und sich mit den MT4-Zugangsdaten einloggen.

Aufgrund der Konfiguration des MT4 werden dann alle Orders als FOK, also als „Fill or Kill“ ausgeführt. Wer hingegen „Good Til Canceled“ (GTC) oder „Immediate or Cancel“ (IOC) nutzen möchte, muss einen Trading Station Account bei FXCM anlegen. Auch Trailing Stops, One-Click-Trading, OCO order und viele Entry-Order nutzen möchte, kann dies nicht, wenn er seine MT4-Zugangsdaten in der Trading Station nutzt.

Der Ninja Trader bei FCXM

MetaTrader oder FXCM Trading Station – Oder doch lieber den NinjaTrader?

Bei der Frage, welche der Handelsplattformen besser geeignet sind, sollten Trader nicht vergessen, dass FXCM auch die Nutzung des NinjaTrader anbietet. Die Handelsplattform gilt als einer der schärfsten Konkurrenten des MetaTrader 4 und richtet sich üblicherweise vor allem an professionelle Trader.

Auch beim NinjaTrader ist ein Strategy Builder an Bord, der das individualisierte Autotrading ermöglicht. Zudem zählt ein Market Analyzer zum Funktionsumfang, der die Nutzung von mehr als 150 Indikatoren ermöglicht. Das Market Replay Feature ermöglicht darüber hinaus, vergangene Daten noch einmal abzuspielen und so festzustellen, wie die Strategie in einem bestimmten Zeitraum funktioniert hätte oder verbessert hätte werden können.

Die Nutzung des NinjaTraders erfordert allerdings auch, dass der Anleger eine beschränkte Vollmacht ausstellt, was für viele Anleger ein Ausschlusskriterium ist. Bei vielen Brokern ist die Nutzung zudem mit Mehrkosten oder einer hohen Kapitalisierung des Accounts verknüpft, was eine Verbreitung der Handelssoftware ebenfalls erschwert.

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Fazit: Welche Handelsplattform sollten Trader wählen?

Die Wahl zwischen MT4 und FXCM Trading Station fällt Kunden, die noch keine Erfahrungen mit der Handelssoftware machen konnten, sicherlich nicht leicht. Beide Angebote haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist nach unserer Meinung vor allem, dass die Trading Station aufgrund der unterschiedlichen Plattformen deutlich mehr Flexibilität bietet und deswegen für Trader vor allem dann infrage kommt, wenn klar ist, dass FXCM auch über andere PCs genutzt werden und Mobile Trading durchgeführt werden soll.

Der MetaTrader 4 gilt hingegen immer noch als Industriestandard und bringt dementsprechend nicht nur eine große und hilfsbereite Community mit. Auch viele professionelle Signalgeber haben sich auf die Software spezialisiert. Die größte Stärke spielt der Broker zudem im Bereich Autotrading mit EAs aus.

Beide Handelsplattformen verfügen über einige Features und Funktionen, die die jeweilige ander Software nicht bieten kann. Dementsprechend könnte die beste Lösung für Unentschlossene sein, beide Handelsprogramme ohne Risiko im FXCM-Demoaccount zu testen. Auf diese Weise können die Vor- und Nachteile der jeweiligen Software deutlicher zum Vorschein treten und Interessenten können besser einschätzen, worauf sie verzichten können und worauf nicht. Dieses Vorgehen nimmt zwar mehr Zeit in Anspruch und erfordert die Gewöhnung an zwei Programme, ist jedoch letztlich das einzig zielführende. Bei beiden Handelsplattformen handelte es sich um gute Produkte, sodass es vor allem eine Frage des eigenen Geschmacks ist.

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