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Ratgeber zu Aktienkursen » 2018 online Aktien kaufen

Wie werden Aktienkurse ermittelt?

Grundsätzlich ergibt sich der Aktienkurs aus Angebot und Nachfrage für die jeweilige Aktie. Dafür nehmen Börsenmakler Kauf- und Verkaufswünsche auf und errechnen auf dieser Grundlage, bei welchem Kurs möglichst viele der Orders umgesetzt werden können. Der ermittelte Kurs liegt dabei immer zwischen Geld- und Briefkurs.

Darüber hinaus kann sich der Aktienkurs jedoch auch auf andere Art und Weise zusammensetzen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine Aktie neu ausgegeben wird. Der Ausgabekurs wird von dem Unternehmen festgelegt und bezeichnet den Preis, den der Anleger beim Ersterwerb der Aktie zahlen muss.

Der Aktienkurs kann auch durch Übernahmen beeinflusst werden. In der Regel bietet das übernehmende Unternehmen Aktieninhabern der Firma, die übernommen wird, einen deutlich höheren Preis, als der Aktienkurs zur Bekanntgabe der Übernahme wert ist.

Welche Kursarten gibt es?

Bei Aktien werden verschiedene Kursarten unterschieden. Am gängigsten ist der Geldkurs, der den Kurs des Käufers bezeichnet, und der Briefkurs, der der Preis ist, den der Verkäufer erhält. Zwischen beiden Kursen besteht in der Regel ein Unterschied, der als Spread bezeichnet wird und ermöglicht, dass der Finanzdienstleister gewinnbringend arbeiten kann.

Zudem wird zwischen Eröffnungskurs und Schlusskurs unterschieden. Auf diese Weise ist es möglich, den kurzfristigen Verlauf von Aktienkursen besser zu analysieren und zu beschreiben. Der Eröffnungskurs bezeichnet den ersten Kurs eines Börsentages, der Schlusskurs ist hingegen der letzte Kurs des Börsentages.

Ist es nicht möglich, einen Aktienkurs für ein bestimmtes Wertpapier zu ermitteln, beispielsweise weil der Umsatz zu schwach ist, wird ein Schätzkurs festgelegt, der auch als Taxakurs bezeichnet wird.

Der Kassakurs ist inzwischen kaum noch von Bedeutung. Er bezeichnet den Mittelkurs eines Wertpapieres. Im Gegensatz zu Terminkursen werden Kassakurse täglich zu einem festen Termin bestimmt. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch der Handel durchgeführt. Allerdings wird der Kassakurs heute kaum noch ermittelt, da es inzwischen möglich ist, sehr kleine Stückzahlen zum variablen Kurs zu handeln.

Welche Faktoren bestimmen Aktienkurse?

Neben Angebot und Nachfrage werden Aktienkurse maßgeblich durch folgende Ereignisse bestimmt:

  • Veröffentlichung von Unternehmensnachrichten

Jedes Unternehmen, das an der Börse notiert ist, muss geschäftsrelevante Nachrichten unmittelbar per Adhoc-Meldung veröffentlichen. Unter den Ereignissen, die verpflichtend sind, gehören Ausgabe und Rückkauf von Aktien, geplante Übernahmen oder Kapitalmaßnahmen.

Darüber hinaus müssen Unternehmen auch Quartalsberichte veröffentlichen und die kommende Geschäftsentwicklung prognostizieren. Ist die Prognose im Vorfeld zu optimistisch ausgefallen, muss es eine Gewinnwarnung veröffentlichen.

  • Zukunftsaussichten der Aktiengesellschaft

Viele junge Unternehmen können innerhalb der ersten Jahre ihres Bestehens kein Gewinn erwirtschaften. An der Börse steigt oder sinkt ihr Kurs dennoch unabhängig davon. Entscheidend dafür ist, wie zukunftsfähig das Geschäftsmodell des Unternehmens bewertet wird und ob die Anleger den Eindruck haben, dass die AG qualifiziert geleitet wird.

  • Erwartung der Anleger

Angebot und Nachfrage nach Aktien werden keineswegs durch harte Fakten bestimmt. Im Gegenteil sind Erwartungen, Hoffnungen und Enttäuschungen wesentliche Faktoren bei der Zusammensetzung des Börsenkurses. Demzufolge ändert sich der Aktienkurs häufig schon bevor relevante Nachrichten überhaupt veröffentlicht werden und zeigen so an, was die Anleger erwarten. Eine große Rolle spielen dabei ebenfalls Analysen und Empfehlungen von bekannten Analysten.

  • Nachrichten der Konkurrenz

Auch Unternehmensnachrichten der konkurrierenden Firmen wirken sich auf den Aktienkurs eines Unternehmens auf, allerdings haben sie fast immer negative Auswirkungen. Das gilt sowohl, wenn sich ein Konkurrenzunternehmen mehr Marktanteile sichern konnte, als auch, wenn eine Gewinnwarnung ausgesprochen wird. Viele Anleger schließen von einzelnen Unternehmen auf den Zustand der Branche, sodass ein negativer Bericht häufig mit sinkenden Aktienkursen innerhalb der gesamten Branche einhergeht. Dies ist natürlich nicht immer berechtigt, sodass sich in diesen Fällen häufig interessante Investitionsmöglichkeiten für Mutige ergeben.

  • Branchenberichte und -nachrichten

Branchenberichte wirken sich in der Regel deutlich auf die Aktienkurse aller betroffenen Unternehmen aus. Dies gilt vor allem bei einer wirtschaftlich schlechten Lage.

  • Politisches Umfeld

Die Stabilität des Heimatlandes und der wichtigsten Märkte ist für den Börsenkurs ebenfalls wichtig.

Ebenfalls relevant könnten politische Entscheidungen sein. Gesetze können einzelne Unternehmen und Branchen deutlich härter treffen und dementsprechend wirken sich bereits Vorschläge leicht auf den Aktienkurs aus. Noch deutlicher ist der Einfluss, wenn ein Gesetz verabschiedet wird und auch wenn es tatsächlich in Kraft tritt, sind die Auswirkungen auf den Aktienkurs häufig deutlich.

  • Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Die Konjunktur des Heimatlandes und des Hauptabsatzmarktes beeinflusst den Aktienkurs deutlich. Hohe Arbeitslosenquoten, zurückgehende Konsumausgaben und eine stockende wirtschaftliche Entwicklung wirken sich negativ auf den Kurs aus.

Auch geldpolitische Entscheidungen wie die Senkung oder Erhöhung des Leitzinses haben Einfluss auf den Aktienkurs. Je niedriger der Leitzins ist, umso stärker ist die Nachfrage an der Börse. Zudem motiviert er Unternehmen dazu, Investitionen mithilfe von Krediten vorzuziehen.

  • Gerüchte

Auch Gerüchte können Aktienkurse deutlich beeinflussen. Dies gilt vor allem bei Übernahmegerüchten oder dem „Durchsickern“ von Geschäftszahlen.

Wann ist ein Aktienkurs zu hoch oder zu niedrig?

Aktien können über- und unterbewertet sein. Dies ist dann der Fall, wenn sie aus fundamentalen Gründen zu teuer oder zu günstig erscheinen. Um dies zu bewerten, gibt es einige Kennzahlen, die eine objektive Einschätzung erleichtern. Allerdings sollten immer mehrere Kennzahlen eines Unternehmens miteinander verglichen werden, um ein vollständigeres Bild zu erhalten. Im Optimalfall geschieht dies zudem über den Verlauf von mehreren Jahren, um nicht durch einen positiven oder negativen Ausrutscher ein falsches Bild zu erhalten. Wichtig ist zudem auch, dass sie zur restlichen Branche in Relation gesetzt werden.

  • KGV: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis

Für das KGV wird der Kurs durch den Gewinn je Aktien dividiert. Je niedriger das KGV, umso unterbewerteter ist die Aktie und umso eher lohnt sich ein Kauf. Nur auf diese Faustformel sollten sich Anleger beim Aktienkauf jedoch nicht verlassen.

Eine Variation hiervon ist das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Gewinn. Um die Marktkapitalisierung zu errechnen, wird die Anzahl der Aktien mit dem Aktienkurs multipliziert. Anschließend wird diese durch den Gewinn geteilt.

Beides setzt also im Prinzip die gleichen Zahlen zueinander in Verhältnis, nur dass die Zahlen beim KGV niedriger und somit etwas übersichtlicher sind.

Das KGV gibt an, wie hoch ein Unternehmen bewertet wird, und setzt dies in Relation zum Gewinn. Ein KGV von drei bedeutet also beispielsweise, dass das Unternehmen mit dem 3-fachen Jahresgewinn bewertet wird. Die Aktiengesellschaft würde als drei Jahre benötigen, um seinen an der Börse notierten Wert zu verdienen.

Einer der größten Nachteile des KGV ist allerdings, dass es sich ausschließlich auf vergangene Werte stützt. Fällt der Kurs aufgrund einer negativen Meldung, würde somit ein Kaufsignal gegeben werden, das jedoch dann nicht mehr gerechtfertigt wäre. Es ist dann nämlich sehr wahrscheinlich, dass sich das KGV nachteilig entwickelt und die Aktie nicht so unterbewertet ist, wie sie nur durch das KGV erscheinen mag.

Es ist also unabdingbar, nicht nur das KGV zu betrachten, sondern auch wie sich Branche und Unternehmen seit Veröffentlichung der letzten Geschäftszahlen entwickelt haben.

Zusätzlich ist das KBV für junge Unternehmen weniger gut geeignet, da sich hier in den Aktienkurs vor allem die Hoffnung auf eine positive zukünftige Entwicklung niederschlägt. Dies gilt vor allem für Unternehmen der Technologie-Branche, die in der Regel einige Jahre benötigen, um überhaupt Gewinn ausweisen zu können.

Aktiengesellschaften haben zudem viele Möglichkeiten ihren Gewinn auszuweisen. Am aussagekräftigsten ist das EAT, das Ergebnis nach Steuern, da hier sämtliche Ausgaben einfließen. Ihm folgen das Ergebnis vor Steuern, das EBIT, das EBITDA und der Bruttogewinn, die jeweils weniger Ausgaben enthalten. Natürlich lässt sich jedoch auch das EAT beispielsweise durch Abschreibungen deutlich positiver darstellen, als es tatsächlich ist. Es lohnt sich also, ebenfalls den Cashflow zu betrachten und die Bilanz nach größeren Verkäufen zu durchsuchen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich unterscheidet.

  • Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist das Verhältnis der Dividende geteilt durch den Aktienkurs. Je höher sie ist, umso rentabler ist die Aktie. Die Dividende wird allerdings jährlich neu festgelegt. Eine Krise führt also in der Regel dazu, dass das Unternehmen die Dividende deutlich kürzt oder sogar streicht. Zudem ist es möglich, dass Unternehmen die Dividende nicht aus dem Gewinn bezahlen, sondern dafür Kapital verwenden, das an anderer Stelle dringender benötigt wird. Es lässt sich also von der Dividendenrendite nicht immer auf nachhaltige Entwicklung schließen.

  • KBV: Kurs-Buchwert-Verhältnis

Wie das KGV wird auch das KBV häufig genutzt, um Aktien zu bewerten. Es legt im Gegensatz zum KGV jedoch wesentlich mehr Wert auf die Bilanz des Unternehmens und gilt deswegen in vielen Fällen als aussagekräftiger.

Zur Bestimmung des KBV wird entweder die Marktkapitalisierung durch das Eigenkapital geteilt oder der Kurs durch das Eigenkapital je Aktie dividiert. Auch hier ist also das Verhältnis der Zahlen wie beim KGV dasselbe, sodass sich das Ergebnis nicht wesentlich unterscheidet.

Der Wert für das Eigenkapital wird in der Regel der letzten Quartalsbilanz entnommen und dann mit dem Zusatz MRQ für „most recent Quarter“ gekennzeichnet“.

Die Berechnung gibt letztlich an, wie teuer das Eigenkapital des Unternehmens für den Anleger ist. Je höher das KBV, umso teurer ist das Eigenkapital und umso wahrscheinlicher ist es, dass das Unternehmen überbewertet ist.

Auch hier gilt allerdings die Einschränkung, dass das KBV nicht für jede Branche die gleiche Aussagekraft besitzt. Gerade im Bereich Technologie gibt es zahlreiche Unternehmen, die nach dem KBV als überbewertet gelten würden, tatsächlich aber als zukunftsträchtige Investition gehandelt werden.

  • KUV: Kurs-Umsatz-Verhältnis

Das KUV setzt Kurs und Umsatz in Relation. Im Gegensatz zum Gewinn lässt sich der Umsatz wesentlich schwieriger manipulieren. Je niedriger der KUV, umso größer ist die Chance, dass eine Aktie unterbewertet ist.

  • Cash-Flow

Der Cash-Flow gibt die Differenz von Mittelzufluss und Mittelabfluss an und zeigt so an, ob ein Unternehmen liquide ist. Je höher der Cash-Flow, umso besser. Der Cash-Flow ist allerdings eine der wenigen Kennzahlen, der sich nicht zum Vergleich über mehrere Jahre eignet, da er zu stark schwankt. Da auch der Cash-Flow nur schlecht geschönt werden kann, ist er jedoch einer der zuverlässigsten Kennzahlen.

Er kann zusätzlich durch das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis in Bezug zum Aktienkurs gesetzt werden.

  • Eigenkapitalrendite

Um die Eigenkapitalrendite zu errechnen, wird der Gewinn eines Unternehmens mit 100 multipliziert und anschließend durch das Eigenkapital geteilt. Eine höhere Eigenkapitalrendite ist dabei immer besser als eine niedrige.

Sind Aktienkurse überall gleich?

Aktienkurse ergeben sich aus Angebot- und Nachfrage. Da nicht an jedem Handelsplatz das gleiche Verhältnis besteht und sich zudem auch das Volumen unterscheidet, sind Aktienkurse bei den verschiedenen Handelsplätzen häufig leicht unterschiedlich. Auf diese Weise kann es sogar möglich sein, die Aktie an einem Handelsplatz zu erwerben und an einem anderen gewinnbringend zu verkaufen, was als Arbitrage-Geschäft bezeichnet wird.

Grundsätzlich gibt es beim Aktienhandel die folgenden Handelsmöglichkeiten:

  • Inländische Handelsplätze
  • Börsen in anderen Ländern
  • Außerbörslicher Direkthandel

Ein Anleger hat also sehr viele Möglichkeiten, unterschiedliche Aktienkurse für das gleiche Wertpapier zu erhalten. Viele Broker ermöglichen es, eine Auswahl an Handelsplätzen zu treffen und so das beste Angebot zu finden.

Dennoch ist es nicht immer empfehlenswert, den Handelsplatz mit dem geringsten Aktienkurs zu wählen. An Regionalbörsen werden nur geringe Stückzahlen umgesetzt, was eine Zeitverzögerung bei der Ausführung oder eine Teilausführung bedeuten kann. Zudem ist der Spread in der Regel größer. Deswegen gilt Xetra für den durchschnittlichen Anleger als empfehlenswerter Handelsplatz.

Der außerbörsliche Direkthandel bietet häufig schlechtere Kurse als die Börse. Dafür sind die Gebühren häufig niedriger, weil das Börsenplatzentgelt nicht bezahlt werden muss. Anleger sollten sich allerdings auch darüber im Klaren sein, dass der Handel hier deutlich weniger reguliert und überwacht wird. Dafür ist der Kurs, zudem der Handel ausgeführt wird, tatsächlich festgelegt und kann sich nicht durch spätere Ausführung ändern.

Wie findet man zuverlässige Aktienkurse im Internet?

Um einen zuverlässigen Aktienkurs zu finden, sind folgende Schritte notwendig:

  • Es gibt im Internet verschiedene Anbieter, die Aktienkurse anbieten. Als zuverlässig gelten die Webseiten der großen Geldinstitute, Fachzeitschriften und öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.
  • Namen des Unternehmens oder die Wertpapierkennnummer in die Suchmaske eingeben. Die WKN ist nur für in Deutschland gehandelte Papiere relevant, international gilt die ISIN.
  • In der Regel wird nun direkt der Aktienkurs angezeigt. In der Regel ist dieser um 15 bis 20 Minuten zeitverzögert, was für Privatanleger meist vollkommen ausreichend ist. Spezialisierte Webseiten bieten allerdings sogar Realtime-Kurse.

Wer die Aktienkurse sucht, um die Aktie direkt anschließend zu erwerben, sollte sich natürlich vor allem an die Kurse seines Brokers halten. Nur hier kann er den Aktienkurs einsehen, zudem er die Aktie tatsächlich erwerben kann. Als Referenz eigenen sich andere Quellen jedoch natürlich ebenfalls.

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