Die Wahl des Social Trading Anbieters

Die Wahl des Social Trading Anbieters

Social Trading Anbieterwahl

Facebook, Twitter, Instagram und Co. erfreuen sich schon seit Jahren wachsender Beliebtheit. Das neuste Phänomen aus der Welt der sozialen Netzwerke heißt Social Trading. Es soll das Anlageverhalten von Händlern in den kommenden Jahren stark beeinflussen und bringt viele Vorteile für Anleger mit sich. Wichtig ist dabei, einen möglichst kompetenten Broker in der noch jungen Branche zu finden. Auf welche Aspekte Trader bei der Wahl des Anbieters achten sollten, zeigt der folgende Ratgeber.

Art des Anbieters

Nicht alle Social Trading Plattformen gleichen den Modellen herkömmlicher Broker. Einige Unternehmen stellen beispielsweise lediglich ein Forum zur Verfügung, andere ermöglichen den vollumfänglichen Handel. Insgesamt lässt sich zwischen X Arten von Social Trading Anbietern unterscheiden.

  1. Community und Erfahrungsaustausch
    Die grundlegendste Methode vom Social Trading ist auch bei vielen herkömmlichen Brokern im Programm. Nutzer tauschen sich in Foren über aktuelle Finanzmeldungen oder neue Trading-Strategien aus. Die gewonnenen Erfahrungen nutzen alle Anleger anschließend, um bei ihrem Broker möglichst hohe Renditen zu erzielen.
  2. Gemeinsame Erstellung von Strategien
    Etwas weiter gehen Broker, die ihren Kunden eine Plattform zur Verfügung stellen, auf der diese gezielt Anlagestrategien entwickeln können. Dann stehen beispielsweise Charttools oder ETF-Finder zur Verfügung. Einige Anbieter gehen sogar soweit, dass die von Tradern erstellten Strategien anschließend publiziert werden. Beispielsweise stellt wikifolio seinen Kunden Musterdepots in Form von Zertifikaten zur Verfügung, die in Kooperation mit einer Partnerbank emittiert werden.
  3. Komplettes Social Trading
    Noch etwas weiter gehen Unternehmen, die tatsächlich als Broker bezeichnet werden können. Trader können dann auf herkömmlichem Wege Finanzprodukte handeln, publizieren ihre Trades aber gleichzeitig. Es ist möglich und erwünscht, dass anderen Anlegern – sogenannten Signalgebern – gefolgt wird. Das System kopiert die Positionen des Signalgebers und erstellt automatisch exakt dieselben Orders.
  4. Social Trading und herkömmliches Brokerage-Angebot
    Auch große und namhafte Anbieter haben das Social Trading mittlerweile im Angebot. Es handelt sich um eine Erweiterung des bisherigen Produktportfolios. Je nach Broker können komplette Social Trading Tools und Plattformen oder lediglich recht einfache Foren genutzt werden.

Wer tatsächlich daran interessiert ist, mit dem Social Trading zu beginnen, sollte ausschließlich Anbieter der Kategorien drei oder vier nutzen. Gerade die Möglichkeit, renommierten Signalgebern zu folgen, ist beim Social Trading äußerst profitabel.

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Die Consorsbank betreibt eine eigene Community für Gleichgesinnte

Die verfügbaren Finanzprodukte

Nicht alle Social Trading Anbieter verfügen über ein breites Produktportfolio. Das ist für Anleger allerdings von großer Bedeutung, kann ansonsten doch keine starke Diversifizierung des Portfolios erfolgen. Besonders Broker, die Social Trading als Zusatzangebot aufgenommen haben, glänzen durch eine große Auswahl an Finanzprodukten.

Innovative Start-ups, die sich auf Social Trading spezialisiert haben, bieten hingegen meist nur eine bestimmte Kategorie von Finanzprodukte an. Viele Anbieter haben bevorzugt Forex oder binäre Optionen ins Produktportfolio aufgenommen. Andere Plattformen ermöglichen den Handel mit klassischen Finanzprodukten wie Aktien oder Fonds.

Größe der Community

Die Größe der Community spielt beim Social Trading eine entscheidende Rolle. Nur wenn ausreichend aktive Nutzer vorhanden sind, kann der Service tatsächlich effizient genutzt werden. Zu unterscheiden sind aktuell drei Größenkategorien:

  • Weniger als 100.000 Nutzer: Die Social Trading Plattform ist sehr klein, ein Austausch der Nutzer untereinander funktioniert nur recht schleppend. Lediglich wenn der Anbieter sich stark auf ein bestimmtes Finanzprodukt spezialisiert hat, ergibt eine Anmeldung Sinn. Andernfalls sollte besser abgewartet werden, wie sich die Nutzerzahlen in den kommenden Monaten entwickeln.
  • Zwischen 100.000 und 500.000 Nutzern: Die Social Trading Plattform steckt dann meist nicht mehr in den Kinderschuhen. Das Angebot wirkt in der Regel recht abgerundet und der Austausch in der Community ist rege. Wer sich sehr für Social Trading interessiert, kann ein Konto eröffnen. Neulinge sollten sich hingegen an die Marktführer halten.
  • Mehr als 500.000 Nutzer: Die größten Anbieter in der Branche haben zwischen 3 und 4 Millionen Kunden weltweit. Meist handelt es sich um bereits renommierte Broker, die zusätzlich Social Trading anbieten. Kunden profitieren von einem regen Informationsfluss und viel Austausch innerhalb der Community.

Wer kein Englisch spricht, sollte allerdings nicht nur auf die Größte der Community achten. Auch die sprachliche Herkunft der Mitglieder ist von Bedeutung. Grundsätzlich gilt: wer ausschließlich auf Deutsch mit anderen Tradern kommunizieren möchte, sollte auch einen deutschen Anbieter für das Social Trading nutzen. Hierzulande ist die Anzahl der Anbieter jedoch noch vergleichsweise gering.

Die Handelsplattform als zentrales Merkmal

Wie beim herkömmlichen Handel, gilt auch bei Social Trading: eine technisch ausgereifte und benutzerfreundliche Plattform ist bares Geld wert. Schließlich dient die Software als zentraler Ausgangspunkt für den späteren Handelserfolg. Beim Social Trading ergeben sich im Vergleich zu herkömmlichen Software-Lösungen allerdings einige Besonderheiten, auf die Trader achten sollten:

  • Einbindung der Community: Einige Broker setzen auf separate Foren, um den Erfahrungsaustausch von Nutzern zu fördern. Andere ermöglichen es, unterhalb eines Charts über dessen Verlauf zu diskutieren und von hier aus direkt zu traden. Dann kommen beispielsweise System zum Einsatz, die der bekannten Facebook-Pinnwand gleichen.
  • Suche nach Signalgebern: Wer nach Finanzprodukten sucht, die er handeln möchte, achtet stets auf spezifische Kennzahlen. Selbiges gilt auch für die Suche nach Signalgebern beim Social Trading. Hier kommt es vor allem auf die Performance der Trader und dessen Erfahrung an. Der Broker sollte die wichtigsten Kennzahlen möglichst in einer übersichtlichen Liste darstellen und so den Vergleich verschiedener Signalgeber ermöglichen. Untergeordnete Werte sollten dann in den Detailansichten zu finden sein.
  • Ausgestaltung des Profils: Beim Social Trading kann prinzipiell jeder Anleger Signalgeber werden. Um möglichst viele Follower anzuziehen, sollte das eigene Profil professionell gestaltet werden. Auch hier gilt wieder, dass die Designmöglichkeiten stark vom Broker abhängig sind. Einige Unternehmen ermöglichen es beispielsweise, Profilbilder hochzuladen, Lebensläufe zu schreiben oder Tradingsstrategien detailliert darzustellen.
  • Trader werden: Natürlich geht es beim Social Trading nicht nur darum, möglichst kompetente Signalgeber zu finden. Jeder einzelne Trader kann selbst zu reinem renommierten Signalgeber werden. Wie einfach das ist, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Teilweise können Anleger per einfachem Mausklick alle ihre Trades öffentlich machen und so Follower gewinnen. Bei anderen Brokern werden nur ausgewählte Anleger als Signalgeber gekennzeichnet. Diese müssen dann beispielsweise eine bestimmte Mindestanzahl an Trades durchgeführt haben oder schon mehrere Monate beim Anbieter aktiv sein.

Auf die Kosten achten

Selbstverständlich sind die Kosten beim Social Trading ebenfalls von Bedeutung. Hier gilt: die Anbieter dürfen nicht teurer sein als Broker, welche dieselben Finanzprodukte ohne Social Trading anbieten. Andernfalls wäre es wenig lohnenswert, die Handelsplattform zu nutzen. Bezüglich der Kosten ist auf unterschiedliche Aspekte zu achten:

  • Depotführungsgebühren: Keine Social Trading Plattform sollte Gebühre für die bloße Erstellung oder Führung eines Kontos erheben. Depotführungsgebühren gehören längst der Vergangenheit an und sind lediglich bei alteingessenen Banken zu finden.
  • Orderkosten: Die Kosten pro Order sind natürlich vom Finanzprodukt abhängig. Bei Aktien sind meist die Anbieter am günstigsten, die ein Flat-Fee-Modell anbieten. Im Bereich Forex ist auf die Pips zu achten. Bei binären Optionen kommt es hingegen auf die maximal erzielbare Rendite an, die der Broker ermöglicht.
  • Sonstiger Service: Einige Broker erheben Gebühren dafür, dass beispielsweise Kursdaten in Echtzeit dargestellt werden. Für einige besondere Serviceleistungen dürfen die Anbieter auch gerne Zusatzgebühren veranschlagen. Für Trader wird es allerdings äußerst lästig, wenn jede noch so kleine Option Geld kostet.

Service, Support und Schulungsangebot

Social Trading ist ein verhältnismäßig neues Phänomen, das vielen Tradern noch recht unbekannt ist. Es ist daher hilfreich, wenn der Broker ein kostenloses Demokonto zur Verfügung stellt. Über dieses kann sowohl der Anbieter als auch das Social Trading getestet werden. Risikofrei können Signalgebern gefolgt und erste Trades durchgeführt werden.

Anleger profitieren zudem stark davon, wenn der Broker umfangreiches Schulungsmaterial anbietet. Dazu zählen etwa Video-Tutorials oder Einleitungstexte. Letztere sollten besonders umfangreich und informativ sein. Auch Webinare helfen dabei, das Social Trading besser kennenzulernen und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Gepaart mit dem Austausch in der Community ergeben sich so optimale Lerneffekte.

Zu guter Letzt darf es beim Social Trading Anbieter nicht am Service mangeln. Gerade weil das Handelsprinzip noch jung ist, werden viele Trader mit Fragen auf den Support zukommen. Dieser sollte die Anliegen nicht nur zeitnah, sondern mit einem hohen Maß an Fachwissen angehen.

Attraktive Einstiegsboni nutzen

Auf dem Markt für Social Trading Plattformen existieren mittlerweile zahlreiche Anbieter, die ein rundum gelungenes Servicepaket zur Verfügung stellen. Die Wahl für den passenden Broker kann daher oft schwer fallen. Abhilfe können die Bonusprogramme der Anbieter schaffen. Bei renommierten Brokern erhalten Trader Gutschriften für die Ersteinzahlung, besondere Sachprämien oder auch Treuepunkte.

Grundsätzlich gilt dabei: die Bonusprogramme sind auch als solche zu behandeln. Sie sollten nur dann den Ausschlag bei der Wahl des Anbieters geben, wenn zwei oder mehr Unternehmen ansonsten als absolut gleichwertig angesehen werden. Sich ausschließlich auf der Basis von Boni für einen Anbieter zu entscheiden, ist hingegen keine gute Idee. Schließlich entscheidend nicht kurzfristige Sonderzahlungen, sondern ein langfristig hochwertiges Angebot über den Trading-Erfolg.

Fazit: Handelsplattform, Kosten und persönliche Präferenzen entscheidend

Auch bei der Wahl der Social Trading Plattform gilt: die Kosten stehen im Vordergrund. Günstige Trades ermöglichen hohe Renditen und langfristigen Handelserfolg. Gleichzeitig sollten Trader darauf achten, dass die Handelsplattform des Brokers technisch stabil und einfach zu bedienen ist. Auch eine möglichst große Community ist für den Erfolg förderlich. Service, Support und Schulungsmöglichkeiten spielen eine eher untergeordnete Rolle. Selbiges gilt auch für Bonuszahlungen, die allerdings in einer Pattsituation den entscheidenden Ausschlag für oder gegen die Wahl eines Brokers liefern können.

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