Vaamo Erfahrungen – Test und Bewertung

Mit Vaamo soll die Geldanlage für Privatanleger erfolgreicher, leichter und transparenter werden. Der Robo-Advisor der ersten Stunde verspricht seinen Kunden, das Geld kostengünstig und rentabel anzulegen und dabei das Risikoprofil des Anlegers und seine Ziele stets im Blick zu behalten.

Was ist Vaamo?

Vaamo ist ein sogenannter Robo-Advisor. Das bedeutet, dass es sich um eine Art der Vermögensverwaltung handelt, bei der die Anlageentscheidungen jedoch nicht auf den einzelnen Kunden zugeschnitten sind. Stattdessen werden diese weitestgehend automatisch getroffen. Bei Vaamo funktioniert dies dadurch, dass Kunden in bestimmte Gruppen eingeteilt werden. Die Grundlage dessen ist, dass viele unterschiedliche Kunden ein ähnliches Risikoprofil aufweisen. Diese Kunden können zusammengefasst werden, was die Durchführung dieser Form der Vermögens- und Anlageberatung für den Finanzdienstleister schon bei geringen Summen profitabel macht. Eine ähnliche Leistung für einen einzelnen Anleger zu konzipieren, lohnt sich hingegen in der Regel erst ab 100.000 Euro Anlagesumme. Durch die Bündelung kann Vaamo seine Dienste auch für durchschnittliche Privatanleger anbieten.

Vaamo: Geld anlegen bei hoher Transparenz und geringen Gebühren

Vaamo: Geld anlegen bei hoher Transparenz und geringen Gebühren

Welche Investmentmöglichkeiten bieten sich?

Das Unternehmen teilt die Kunden auf unterschiedliche Risikoklassen auf, denen unterschiedliche Assetklassen zur Verfügung stehen. Mögliche Investments sind:

  • Aktien – große Unternehmen aus Nordamerika, Europa, Asien, Japan und Entwicklungsländern
  • Aktien – kleine/mittlere Unternehmen aus Nordamerika und Europa
  • Unternehmensanleihen (Investment Grade) aus Asien
  • Hochzinsanleihen aus Europa
  • (Rohstoffe) – derzeit nicht angeboten
  • Immobilien aus Nordamerika und Europa
  • Staats- und Unternehmensanleihen höchster Bonität aus Nordamerika und Europa
  • Pfandbriefe aus Nordamerika und Europa
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Bei der geografischen Gewichtung orientiert sich Vaamo an der Wirtschaftskraft der einzelnen Regionen auf Grundlage des Bruttoinlandsproduktes, sodass die wirtschaftliche Bedeutung im Depot widergespiegelt wird.

Der Finanzdienstleister investiert das Geld der Kunden allerdings primär in Fonds oder ETFs. Diese müssen die folgenden Mindestkriterien erfüllen:

  • Anlagevolumen von mindestens 100 Millionen Euro
  • Physische Investition in Einzeltitel.
  • Fonds mit Anleihen müssen eine Währungsabsicherung besitzen
  • Der Fonds muss ausschüttend sein

Bei der Auswahl achtet Vaamo zudem auch auf die Gesamtkosten, den Tracking Error und die Tracking Differenz. Insgesamt verwendet das Unternehmen allerdings nur die Fonds und ETFs von vier unterschiedlichen Anbietern: iShares, Dimensional Fund Advisors, HSBC und UBS. Dabei handelt es sich allerdings um einige der Schwergewichte der Branche und die Auswahl kann so aus einer Unmenge an unterschiedlichen Fonds getroffen werden.

Wie teuer ist das Angebot?

Die Kosten bei einer Anlage bei Vaamo setzen sich aus zwei unterschiedlichen Gebühren zusammen. Zum einen erhebt der Vermögensverwalter eine Servicegebühr in Höhe von 0,79 % jährlich. In diese Gebühr sind allerdings auch sämtliche Kosten der depotführenden Partnerbank eingeschlossen.

Hinzu kommen die Kosten Dritter. Da es sich größtenteils um passiv verwaltetet Fonds handelt, entstehen dem Anleger 0,3 % pro Jahr durchschnittliche produktinterne Fondskosten. Zudem müssen Kunden natürlich auch die Transaktionskosten tragen, die durchschnittlich mit 0,15 % veranschlagt werden. Dafür erhalten Kunden den offiziellen Tagesendkurs und der Spread entfällt.

Insgesamt müssen Kunden also mit Kosten in Höhe von 1,09 % jährlich zzgl. Transaktionskosten rechnen. Damit bewegt sich das Investment in einem sehr kostengünstigen Bereich.

Die folgenden Dienstleistungen sind also in diesen Gebühren enthalten:

  • Anlagestrategie
  • Kostenlose Konto- und Depotführung
  • Laufende Überwachung der Geldanlage
  • Automatische Wiederanlage von Erträgen und Dividenden
  • Individuelles Rebalancing
  • Nutzung rein digital
  • Kundenservice

Welche Konditionen herrschen?

Um ein Sparziel bei Vaamo aufzustellen, müssen Kunden mindestens 10 Euro einzahlen, auch wenn der Robo-Advisor angibt, kein Mindestanlagevolumen zu fordern. Sinnvoll ist ein solch niedriger Betrag natürlich nur, wenn gleichzeitig auch ein Sparplan eingerichtet wird, bei dem der Kunde monatlich einen fixen Betrag überweist. Auch hier liegt das Minimum bei 10 Euro.

Eine Mindestanlagedauer existiert ebenfalls nicht. Kunden können dementsprechend immer Geld aus dem Konto auszahlen oder Sparziele vollständig löschen und die Ersparnisse abziehen. Dies ist auch unabhängig vom ursprünglich festgelegten Zieldatum möglich. Vaamo nimmt sich lediglich eine dreitägige Bearbeitungszeit, um die Anlage zu liquidieren. Das Geld steht inklusive der Bearbeitungszeit für die Überweisung also innerhalb von fünf bis sechs Banktagen zur Verfügung.

Die Einzahlung ist bei Vaamo unkompliziert per Lastschrift möglich. Natürlich sind auch Direktüberweisungen möglich. Auszahlungen werden grundsätzlich nur auf das Referenzkonto durchgeführt, das nur schriftlich geändert werden kann. Auf diese Weise ist das Depot der Kunden sicherer.

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Auf welcher Theorie baut der Finanzdienstleister auf?

Vaamo stellt die „4 Regeln der erfolgreichen Geldanlage“ auf und benennt diese folgendermaßen:

  • Konkrete Ziele setzen
  • Individuelle Risikoeinschätzung
  • Maximale Streuung
  • Minimale Kosten

Ziel ist es dabei auch, die typischen Fehler von Privatanlegern zu verhindern, die sich bei den meisten Anlegern ähneln. Zudem bietet Vaamo die Möglichkeit, bei geringen Kosten und Zeitaufwand eine hohe Rendite zu erzielen. Natürlich ist das Ziel des Unternehmens nicht, den Markt zu schlagen. Dafür ist es viel zu breit aufgestellt. Anleger sollen jedoch die Möglichkeit haben, vom durchschnittlichen Wachstum der Märkte im vollen Ausmaß zu profitieren.

Dabei erzielt der Finanzdienstleister eine ungewöhnlich große Streuung, die für Privatanleger mit herkömmlichen Produkten nur unter größtem Zeitaufwand und mit erheblichen Transaktionskosten zu erzielen wäre. Möglich wird dies durch die Nutzung von ETFs und die Einbeziehung von Aktien, Anleihen und Immobilien.

Damit das ursprüngliche Risikoprofil erhalten bleibt, überwacht das Unternehmen die Geldanlage ständig. Die Ziel-Allokation wird dabei auch durch regelmäßiges Rebalancing erreicht, das in den Verwaltungsgebühren bereits enthalten ist.

Ist Vaamo seriös und sicher?

Vaamo kann niemals auf das Geld der Kunden tatsächlich zugreifen. Die Transfers finden immer zwischen dem Girokonto und dem Depot der Partnerbank statt. Selbst wenn also ein Dritter Zugriff auf das Konto bei Vaamo erhalten sollte, kann das Geld nur zurück auf das Girokonto überwiesen werden, das sich elektronisch nicht ändern lässt.

Auch bei einer Insolvenz des Unternehmens müssen Kunden dementsprechend keine Angst haben, ihr Geld zu verlieren. Relevant ist dabei vor allem die Konstitution der Partnerbank FFB, die allerdings eine Einlagensicherung nutzt. Zudem zählen Fonds zum Sondervermögen, das in einem solchen Fall nicht betroffen ist, da es immer dem Kunden gehört und die Bank es nur verwaltet.

Zudem legt Vaamo großen Wert auf Datenschutz, führt regelmäßig Sicherheitstest durch und verhält sich streng nach dem deutschen Datenschutzgesetz. Um die hohe Datensicherheit nachzuweisen, hat sich Vaamo der Prüfung durch den TÜV Saarland unterzogen.

An der Seriosität von Vaamo existieren keine Zweifel. Die Sciuridae Vermögensverwaltungs GmbH, die hinter dem Angebot steckt, besitzt eine Lizenz nach § 32 Kreditwesengesetz für die Finanzportfolioverwaltung und ist dementsprechend auch bei der BaFin registriert.

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Wer steckt hinter Vaamo?

Vaamo wurde von Dr. Oliver Vins und Dr. Thomas Bloch gegründet. Beide sind auch heute noch im Vorstand. Während Block jahrelang bei J. P. Morgan tätig war, war Vins bei McKinsey tätig. Sie gaben ihre ehemaligen Jobs auf, um die Geldanlage für Privatanleger zu vereinfachen und gründeten eines der erfolgreichsten deutschen FinTechs. Auf dem Markt ist das Unternehmen seit April 2016 aktiv. Langjährige Erfahrungen mit Vaamo gibt es also noch nicht.

Mit wem arbeitet Vaamo zusammen?

Vaamo ist keine Bank und kann dementsprechend keine Depots einrichten. Für diesen Zweck arbeitet der Robo-Advisor mit der FIL Fondsbank GmbH (FFB) zusammen, die ihren Sitz in Deutschland hat. Sie wird dementsprechend von der BaFin reguliert und ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des deutschen Bankenverbandes. Sie kann derzeit rund 600.000 Kunden und ein veraltetes Vermögen von mehr als 15. Mrd. Euro vorweisen.

So funktioniert die Geldanlage

In einem ersten Schritt muss der Kunde einen Fragebogen ausfüllen, der Aufschluss darüber gibt, welches Anlageziel er verfolgt und welchen Risikotyp er zuzuordnen ist. Dafür muss er Fragen zu Anlagezielen, aktuelle Finanzlage, Kenntnisse von Finanzprodukten und seine Risikobereitschaft beantworten. Leider verlangt das Unternehmen schon zu Beginn des Fragebogens, der wie eine Unterhaltung gestaltet ist, die E-Mail-Adresse angeben. Dies ist etwas bedauerlich, eine Beratung und Einstufung wäre auch ohne diese Angabe problemlos möglich.

Im Anschluss daran werden die Daten vor allem nach drei unterschiedlichen Aspekten eingestuft. Zuerst wird überprüft, ob der Interessent genügend Erfahrung oder wenigstens Kenntnisse in den angebotenen Finanzinstrumenten und Anlageklassen aufweiset. Zudem wird die Risikotragfähigkeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet. Die Gründe für die Einstufung werden ebenfalls genannt. Zuguterletzt wird auch die Risikoneigung auf einer Skala von 1 bis 10 ermittelt und dem Kunden ebenfalls eine Begründung mitgeteilt.

Im Anschluss daran erhält der Kunde bereits eine konkrete Anlageempfehlung, aus der hervorgeht, wie viele Prozent des Vermögens in risikoärmere Anlagen und welcher Anteil in risikobehaftete Anlagen investiert werden sollte. Auch eine grafische Aufschlüsselung auf die einzelnen Assetklassen wird bereits vorgestellt.

Im Anschluss daran kann der Kunde seine Anlage detaillierter Planen. So kann er eine monatliche Sparrate definieren und auch ein Anfangskapital festlegen. Hat er sich ein finanzielles Ziel gesetzt, erfährt er dort auch, wie wahrscheinlich das Erreichen dieses Ziel bei einer festen Laufzeit ist. Er kann sich die monatlich notwendige Sparrate dafür errechnen lassen und auch an unterschiedlichen Reglern spielen, um beispielsweise Ausfälle bei Sparraten zu simulieren.

Fazit: Die Geldanlage mit Vaamo lohnt sich für viele Privatanleger

Vaamo kann wie die meisten Robo-Advisor ein überzeugendes Konzept bieten. Privatanlegern wird es so leicht gemacht, eine kostengünstige Anlagestrategie zu erhalten, die auf ihre eigenen Anlageziele und Risikofreude abgestimmt ist. Dauerhaftes Überwachen und Rebalancing sind weitere Vorteile des Unternehmens. All das erhalten Kunden schon bei extrem geringen Mindesteinzahlungen und voller Flexibilität. Dementsprechend gibt es viele Kunden, die von einem Investment bei Vaamo profitieren können. Auch den Vergleich mit anderen Robo-Advisorn hält das Unternehmen durchaus stand.

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