vaamo – das FinTech-Startup stellt sich vor

vaamo ist ein FinTech-Startup, dass sich speziell an Kleinanleger richtet und dabei auch ohne Vorkenntnisse eine sinnvoll gestreute Geldanlage mit geringen Kosten und guten Renditechancen ermöglichen soll. Dafür setzt das Angebot auf Robo-Advising.

Wie funktioniert vaamo?

Bei vaamo erhält der Kunde auf Grundlage seines Risikoprofils die Möglichkeit, Kapital in ein für ihn geeignetes Portfolio zu investieren. Sein Geld wird dann auf dem Kapitalmarkt für ihn investiert. vaamo nutzt dafür passiv gemanagte Fonds, die es ermöglichen kostengünstig eine sehr ähnliche Performance zu erzielen, wie dies bei teureren aktiv gemanagten Fonds der Fall ist. Die genutzten Fonds bilden jeweils einen Index oder einen Markt ab und gehen so Wertentwicklungen aber auch Verluste mit. Sie entwickeln sich also bei guter Nachbildung genau so wie der Markt.

vaamo bietet derzeit drei unterschiedliche Risikostufen. Investiert wird allerdings immer in die gleichen fünf Fonds:

  • Aktien Industrieländer
  • Aktien von kleinen und mittelständischen Unternehmen
  • Aktien aus Wachstumsmärkten
  • Staats- und Unternehmensanleihen mit fünf Jahren Laufzeit
  • Staats- und Unternehmensanleihen mit einem Jahr Restlaufzeit
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Allerdings werden diese je nach Risikobereitschaft unterschiedlich gewichtet. So setzt das Portfolio mit der höchsten Risikobereitschaft deutlich stärker auf Aktien als auf Anleihen, während dieses Verhältnis beim Portfolio mit geringem Risiko genau andersherum ist.

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vaamo: Kein Mindestanlagebetrag, jederzeit kündbar.

Die Fons von Dimensional Fund Advisors, die zur Verfügung stehen, hat vaamo deswegen ausgewählt, weil so fast der vollständige Weltmarkt im Bereich Aktien und Anleihen abgedeckt werden kann. Auf Rohstoffe und Immobilien als Investments verzichtet es bewusst. Rohstoffe fallen deswegen heraus, weil sie zu spekulativ sind, Immobilien sind deswegen nicht Teil des Investments, weil die meisten Privatanleger bereits Immobilien besitzen und so ein Klumpenrisiko vermieden werden kann.

Wie läuft das Investment hinter den Kulissen ab?

vaamo ist „nur“ ein Finanzanlagenvermittler. Es kann also Investment-Anteile von europäischen Kaptalanlagegesellschaften vermitteln, ohne eine eigene Lizenz von der BaFin zu besitzen. Derzeit vermittelt das FinTech dafür vor allem die Fonds von Dimensional. Die Fondgesellschaft ist inzwischen mehrere Jahrzehnte aktiv und seit einigen Jahren auch in England registriert. vaamo macht es sich im Vergleich zu manch anderem Robo-Advisor noch ein bisschen leichter und bezieht ausschließlich Dimensional-Fonds, je nach Risikostruktur in unterschiedlichen Anteilen. Auf diese Weise kann es von besonders günstigen Konditionen profitieren, die für Privatanleger so nicht erreichbar wären.

Das Depot selbst wird allerdings bei der Fil Fonds Bank (FFB) eröffnet. Es handelt sich dabei um eine deutsche Bank. vaamo kann dabei zu keiner Zeit auf das Depot zugreifen und beispielsweise Bargeldbestände abheben. Dies ist zudem nur auf ein Referenzkonto möglich, dass der Kunde nur postalisch ändern kann, sodass sein Geld vor dem Zugriff Anderer jederzeit geschützt ist. Zudem ist es auch die Partnerbank, die die Investments tätigt. vaamo leitet den Auftrag lediglich weiter und FFB legt das Geld dann nach Kundenvorgaben an.

Wie teuer ist vaamo?

vaamo berechnet seine Gebühr auch nach dem angelegten Kapital:

  • Bis 30.000 Euro zahlen Kunden jährlich 0,99 % p. a.
  • Bis 50.000 Euro zahlen Kunden jährlich 0,79 % p. a.
  • Ab 50.000 Euro zahlen Kunden jährlich 0,49 % p. a.

Dabei hat vaamo die Kosten erst vor Kurzem gesenkt. Bei Start des Angebotes verlangte das FinTech noch bis zu 1,19 % im Jahr. Lobenswert ist, dass vaamo die Fondsgebühren, die natürlich auch bei passiven Fonds anfallen, nicht verschweigt, sondern klar und deutlich noch auf der gleichen Seite auflistet, bei der auch die vaamo-Kosten aufgeführt werden. Derzeit gibt es die Fondsgebühren in der folgenden Höhe an:

  • 0,36 % p. a. bei geringem Risiko
  • 0,40 % p. a. bei mittlerem Risiko
  • 0,44 % p. a. bei hohem Risiko

Während die vaamo-Gebühr vom Kunden direkt entrichtet wird und so die Gebühr nicht erst angelegt wird, werden die Fondskosten von der Fondsgesellschaft aus dem Fondsvermögen entnommen. In der Renditeerwartung zwischen vier und sechs Prozent im Jahr sind die Fondskosten allerdings bereits berücksichtigt.

Bedingungen bei der Anlage

vaamo fordert vom Kunden keinerlei Mindestanlage. Auch die Sparpläne sind mit einer Mindestrate von zehn Euro außergewöhnlich niedrig angesetzt und eignen sich so für jeden Privatanleger. Eine Ausrede, kein Geld anzulegen, gibt es also eigentlich bei derart niedrigen Einstiegshürden nicht mehr.

Es gibt zudem keine Mindestlaufzeiten. Auch wenn es prinzipiell empfehlenswert ist, das Geld bei vaamo langfristig anzulegen, können Kunden jederzeit Teile ihres Kapitals oder sogar die gesamte Gelanlage abziehen. Das Geld fließt dann auf das Referenzkonto zurück, was üblicherweise zwei Bankarbeitstage in Anspruch nimmt.

vaamo bietet leider keine Möglichkeit, die Risikoklasse des Investments zu ändern. Es ist zwar möglich, Bestände zu verkaufen und das Geld in eine andere Risikoklasse anzulegen, dieses Vorgehen ist allerdings wohl kaum praktikabel und kann zudem verlustreich sein. Viele andere Anbieter, bei denen das Geld in mehr unterschiedliche Finanzprodukte investiert wird, schaffen es auch, die Risikostruktur zu ändern, ohne dass der Kunde aus seinem Investment aussteigen muss. Es handelt sich letztlich nur um eine Verschiebung von fünf unterschiedlichen Fonds, die vermutlich leicht ausgeglichen werden könnten. Kunden haben jedoch immer die Möglichkeit, Sparpläne in unterschiedlichen Risikoklassen anzulegen.

Gerade dann, wenn das Geld langsam in eine sichere Geldanlage geändert werden soll, um es als Altersvorsorge zu nutzen, existiert bei vaamo allerdings zumindest derzeit keine geeignete Lösung. Dies ist recht bedauerlich.

Keine zusätzlichen Gebühren fallen zudem für die folgenden Dienstleistungen an:

  • Transaktionen
  • Ein- und Auszahlungen
  • Jährliches Rebalancing
  • Wiederanlage von Kapitalerträgen und Dividenden
  • Konto- und Depotführung
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vaamo bietet Gemeinschaftsdepot und Minderjährigendepot

vaamo zählt zu den Robo-Advisorn, die es ihren Kunden auch ermöglichen, ein Gemeinschaftsdepot zu eröffnen. Dafür muss lediglich im Depoteröffnungsantrag auch die Angabe zur zweiten Person gemacht werden und von der zweiten Person unterschrieben werden.

Auch ein Minderjährigendepot ist bei vaamo möglich. Hierfür müssen Kunden lediglich ihr Kind auf der Plattform registrieren und Angaben zum gesetzlichen Vertreter machen. Es müssen allerdings beide gesetzlichen Vertreter unterschreiben und sich per PostIdent-Verfahren legitimieren lassen. Auch die Geburtsurkunde muss eingereicht werden. Wer dies durchführt und ohnehin für sein Kind sparen möchte, kann auf diese Weise von einem zusätzlichen Freibetrag profitieren, sollte sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass das Depot und sein Inhalt rechtlich dann tatsächlich dem Kind gehört. Zudem können auch Verwandte oder Freunde des Kindes beim Sparen helfen. Durch die Funktion „Lass Dich beschenken“ können sie unkompliziert Geld in das Depot einzahlen.

Über vaamo

vaamo wurde 2013 in Frankfurt am Main von Dr. Thomas Bloch (ehemals JP Morgan) und Dr. Oliver Vins (ehemals McKinsey) gegründet. Zusammen mit Prof. Dr. Andreas Hackethal (Goethe Universität Frankfurt) entwickelt sie das Anlagekonzept, das dann im Herbst 2014 an den Markt ging.

Ziel war es, eine kostengünstige und leicht zu verstehende Geldanlage zu entwickeln, die Privatanlegern sowohl die Vermögensbildung als auch dessen Erhalt erleichtern soll. Dabei soll die Abwicklung so unkompliziert wie nur möglich sein und dennoch auf die Kundenbedürfnisse so gut wie möglich zugeschnitten werden.

Wie sicher ist das Investment?

Natürlich gibt es immer ein bestimmtes Ausfallrisiko bei der Geldanlage am Kapitalmarkt. Allerdings wird dies durch verschiedene Faktoren verringert. So investiert der Kunde sein Geld letztlich in mehr als 15.000 Einzeltitel und erreicht so eine extrem hohe Diversifikation mit sehr weit gestreutem Risiko.

vaamo selbst erhält zudem niemals Zugriff auf das Geld und tritt nur als Vermittler auf. In den AGB ist alles rechtlich hierzu gesichert. Der wichtigste Handelspartner ist also die FFB. Sie ist unter Privatanlegern eher unbekannt, was daran liegt, dass sie sich nicht unwesentlich an institutionelle Anleger richtet.

Inzwischen verwaltete die Bank allerdings rund 575.000 Kundendepots mit über 15 Milliarde Euro betreutem Vermögen. Die Bank verfügt zudem über eine Lizenz der BaFin und sitzt in Kronberg im Taunus. Sie ist sowohl am Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. und der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH angeschlossen. Auf diese Weise sind Kundeneinlagen in umfassender Höhe im Insolvenzfall abgesichert.

Ein weiterer wichtiger Partner ist Dimensional Fund Advisors (DFA), in dessen Fonds der Kunde letztlich investiert. Es handelt sich dabei um einen der größten Vermögensverwaltern in den USA. Die Geldanlage erfolgt dabei nach rein wissenschaftlichen Ansätzen und Kriterien und greift dabei auf das Wissen von einigen der besten Finanzökonomen der Welt zurück.

vaamo Service und Support

Anleger sollten darauf achten, dass vaamo eine umfangreiche Beratung nicht ersetzt. Das Angebot kann die Geldanlage zwar erleichtern und auch für Privatanleger deutlich unkomplizierter gestalten, grundsätzlich ist eine Absprache mit einem unabhängigen Finanzberater jedoch sinnvoll, der noch einmal genau erklärt, ob und mit welchem Risiko sich die Anlage eignet und in welcher Höhe sie sinnvoll sein kann. Grundsätzlich bemüht sich vaamo sehr, die Geldanlage verständlich und mit einem gut gewählten Risiko zu vermitteln, allerdings kann sie eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Lobenswert ist allerdings die Konzentration auf das Sparziel als Anschauung und Motivationshilfe.

Der Kundenservice ist über vaamo per Festnetznummer aus Frankfurt ohne Zusatzkosten erreichbar. Zudem steht eine E-Mail-Adresse bereit. Das Unternehmen informiert zudem über Twitter, Facebook und im hauseigenen Blog umfangreich über Geldanlagen und veröffentlicht auch News zum Unternehmen und dessen Angebot. Großen Wert legt es dabei darauf, zuverlässig zu sein.

Es ist übrigens auch möglich, über die Smartphone-Bank N26 in das Angebot von vaamo zu investieren. Allerdings werden dann zusätzlich 1,90 Monatsgebühr fällig. Die Verknüpfung funktioniert allerdings tadellos und macht die Geldanlage für Bestandskunden von N26 sehr komfortabel.

Fazit:

vaamo war einer der ersten Robo-Advisor auf dem deutschen Markt. Die Auswahl an Fonds ist im Vergleich sehr beschränkt, ohne zulasten der Diversifikation zu gehen. Die Gebühren für vaamo sind eher im oberen Durchschnitt. Lobenswert sind das hohe Maß an Transparenz und die sehr geringen Einstiegshürden.

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