VIABUY Erfahrungen – Test und Bewertung

Wer trotz der Nutzung einer Prepaid-Karte überall mit Kreditkarte zahlen können möchte, ist bei VIABUY richtig. Die VIABUY Kreditkarte verspricht unkomplizierte Beantragung ohne SCHUFA-Auskunft. Dabei gewährleistet sie durch ihre Hochprägung als einige der wenigen Prepaid-Karten eine breite Akzeptanz.

Was ist das Besondere bei der VIABUY Kreditkarte?

Das Besondere bei der VIABUY Kreditkarte ist der Umstand, dass es sich um eine Karte in Hochprägung handelt, die zugleich über Prepaid funktioniert. Dies ist in der Branche alles andere als üblich. Prepaid-Kreditkarten werden üblicherweise ohne Hochprägung hergestellt. Dies macht sie allerdings für erfahrene Verkäufer auf den ersten Blick als Prepaid-Kreditkarten erkennbar. Die VIABUY Kreditkarte stellt ihre Karten hingegen mit aufwendiger Hochprägung her. Prinzipiell erlauben die Karten auf dies Weise auch eine manuelle Abrechnung ohne Internetverbindung, allerdings ist dieses Verfahren kaum noch im Einsatz.

Aufgrund der Tatsache, dass die VIABUY Kreditkarte nicht automatisch als Prepaid-Karte erkenntlich ist, ist auch die Akzeptanz größer. Bei vielen Dienstleistern und Geschäften, bei denen dies üblicherweise problematisch sein kann, wie beispielsweise bei Mietwagenverleihen, entstehen also deutlich seltener Probleme.

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VIABUY ist eine Kreditkarte mit Hochprägung

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Wie hoch sind die Kosten der VIABUY Kreditkarte?

In den ersten drei Jahren entfällt die Jahresgebühr bei der Kreditkarte von VIABUY. Allerdings ist die VIABUY Kreditkarte keine kostenlose Prepaid-Kreditkarte, die immer ohne Jahresgebühren genutzt werden kann. Stattdessen kommen auf den Kunden einige Gebühren zu:

  • Kartenausstellungsgebühr von 89,70 Euro
  • Ab dem 4. Jahr 29,90 Euro Jahresgebühr
  • Fremdwährungseinsatz: 2,75 %
  • Abhebungen an Geldautomaten jeweils 5 Euro, zzgl. anfallender Gebühren des Fremdanbieters
  • Für die Aufladung werden je nach Zahlungsmethode Gebühren erhoben
  • SMS jeweils 0,19 Cent
  • Banküberweisungen außerhalb des SEPA-Raums oder in einer Fremdwährung kosten 9,90 Euro
  • Für die Rückerstattung und die Kontoschließung werden 10 Euro fällig
  • Überweisungszuordnung bei fehlerhaftem Verwendungszweck kosten 25 Euro
  • Die Ruhegebühr bei einer Inaktivität ab 12 Monaten wird mit 9,95 Euro monatlich veranschlagt.
  • Rückbuchungen kosten jeweils 25 Euro.

Darüber hinaus bietet die VIABUY Kreditkarte allerdings auch einige kostenfreie Servicedienstleistungen. Hierzu zählen Kauf-Transaktionen in Euro und ausgehende Inlands- oder SEPA-Überweisungen. Auch der Transfer von Karte zu Karte ist kostenfrei und bei einigen Zahlungsdienstleistern entfällt die Aufladegebühr. Innerhalb der der ersten drei Jahre entfällt zudem die Jahresgebühr, auch wenn die Bereitstellungsgebühr der Karte grundsätzlich diesem Betrag entspricht, sodass es sich hier eher um eine Interpretation der Kosten handelt.

Wie kann man die VIABUY Kreditkarte aufladen?

Kunden können die VIABUY Kreditkarte mit sehr vielen verschiedenen Zahlungsmethoden aufladen. Allerdings sind nicht alle kostenfrei. Keine zusätzlichen Gebühren erhebt das Unternehmen bei folgenden Zahlungsmethoden:

  • Inlands oder SEPA-Überweisung
  • MyBank
  • Instant Transfer
  • Bareinzahlung bei einem Geldinstitut (allerdings sind hierfür die erhobenen Bearbeitungsgebühren seitens der Bank recht hoch)

Preislich folgen internationale Überweisungen, Transfer einer anderen Kredit oder Prepaid Karte sowie die Direktzahlungsmethoden SOFORT Überweisung, giropay, eps und iDEAL mit jeweils 1,75 % des Aufladebetrags. Eine Aufladung mit TrustPay kostet 2,75 % der Aufladung, Teleingreso sogar 4,75 %. Am teuersten ist allerdings die Aufladung mit der Paysafecard. Hierfür werden 8,75 % fällig. Die Aufladung mit einer Paysafecard kann allerdings ohnehin nur außerhalb Deutschlands genutzt werden.

Bei der Aufladung der VIABUY Kreditkarte sollten Kunden genau darauf achten, den richtigen Betreff anzugeben. Wenn dies nicht der Fall ist, erhebt das Unternehmen eine Gebühr in Höhe von 25 Euro. Dann nämlich müssen die Zahlungen manuell zugeordnet werden, was mit hohen zusätzlichen Personalkosten verbunden sein kann.

Bei Zahlungen, die von Dritten oder unbekannten Konten durchgeführt werden, existiert eine 14-tägige Sperrfrist, bis das Guthaben freigeschaltet wird. Hierbei handelt es sich natürlich um einen Mechanismus, der Diebstahl oder Betrug verhindern soll.

Das Aufladelimit der VIABUY Kreditkarte

Von Beginn an ist die VIABUY Kreditkarte mit einem Limit ausgestattet. Neukunden können die Limits schnell anheben, wenn sie den Verifizierungsprozess durchlaufen. Der Anbieter kann so sicherstellen, dass es sich um eine legal genutzte Kreditkarte handelt und den Besitzer eindeutig identifizieren. VIABUY unterscheidet dabei drei ID-Level

  • IDV1: 1.000 Euro Limit
  • IDV2: 15.000 Euro Limit
  • IDV3: Keine allgemeinen Limits

Darüber hinaus dürfen in jedem Level maximal 3 Belastungen täglich und 60 monatlich erfolgen. Die Abhebungen am Geldautomaten sind pro Transaktion auf 800 Euro gedeckelt. Unter IDV2 und IDV3 erhöht sich das tägliche Abhebungslimit allerdings auf 2.400 Euro.

Wer sein ID-Level erhöhen möchte, kann dies im Menü unter „Einstellungen“ beantragen. Er muss dann die notwendigen Dokumente hochladen und wird dabei durch die verschiedenen Schritte geleitet. Hierfür reichen üblicherweise eine Kopie des Personalausweises und ein Adressnachweis aus. Die Verifizierung kann allerdings einige Tage in Anspruch nehmen.

Die Änderung von IDV2 auf IDV3 ist etwas umständlicher. Hier müssen Kunden erst den Kundendienst kontaktieren und werden dann um beglaubigte Dokumente gebeten, die die Herkunft der Gelder belegen. Zudem muss die Kartennutzung 15.000 Euro jährlich übersteigen. Welche Dokumente genau gefordert werden, ist allerdings von Fall zu Fall verschiedenen, sodass der Support in jedem Fall vorher um Hilfe gebeten werden sollte.

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Wie teuer ist die VIABUY Partnerkarte?

Bei der Ausstellung einer zusätzlichen Partnerkarte entfällt die Bereitstellungsgebühr in Höhe von 89,70 Euro. Stattdessen erhebt VIABUY eine Jahresgebühr, die nur für die zusätzliche Karte gilt. Sie beträgt derzeit 14,90 Euro jährlich, also nur ungefähr die Hälfte der Hauptkarte.

Damit ist die Partnerkarte im Vergleich zur Hauptkarte schon in den ersten drei Jahren günstiger. Im Prinzip entsprechen die 89,70 Euro Ausstellungsgebühr bei der Hauptkarte nämlich der dreifachen Jahresgebühr von 29,70 Euro. Darüber hinaus fallen bei der VIABUY Kreditkarte die Gebühren an, die auch bei der Hauptkarte erhoben werden. Partnerkarten können sich finanziell also durchaus lohnen.

VIABUY Service und Support

Der VIABUY Support bietet leider keine Hotline an, die Kunden innerhalb oder außerhalb Deutschlands erreichen können. Es stehen lediglich Kontaktformular und Emailadresse zur Verfügung, wenn Kunden den Service kontaktieren möchten. Dies gilt sowohl für Interessenten als auch für Bestandskunden.

Für die Sperrung der Karte bietet das Unternehmen allerdings natürlich eine Notfallnummer an. Wer seine Karte verloren hat oder einen Diebstahl befürchten muss, kann diese auch aus dem Ausland erreichen und die Karte innerhalb kürzester Zeit sperren lassen.

VIABUY bietet für zufriedene Kunden ein Werbe-Programm. Wer gute Erfahrungen mit VIABUY gemacht hat und die Karte Freunden oder Bekannten weiterempfiehlt, erhält 25 Euro für jeden geworbenen Neukunden.

VIABUY bietet seinen Kunden zahlreiche Möglichkeiten an, die Kreditkarten zu individualisieren. Auf diese Weise eignen sie sich auch als eigene Firmen-Kreditkarten. Ohnehin bietet das Unternehmen für Firmen gesonderte Lösungen, die auch die Verwaltung der Daten und Zahlungen deutlich erleichtern sollen.

Vorsicht, Gebühren!

Viele Kunden üben an der VIABUY Kreditkarte Kritik, weil sie die Bearbeitungsgebühren bei der Beantragung nicht beachten. Grundsätzlich gilt, dass eine einmalige Ausstellungsgebühr in Höhe von 89,70 Euro fällig wird. Dafür entfallen innerhalb der ersten drei Jahre allerdings auch die Jahresgebühren für das Kartenkonto.

Natürlich muss die Ausstellungsgebühr auf das Prepaid-Kreditkartenkonto per Aufladung übertragen werden. Mit Vertragsschluss ist der Anbieter natürlich auch berechtigt, diese einzufordern, sofern der Kunde nicht widerspricht. Spätesten dann, wenn der Neukunde seine VIABUY Kreditkarte in den Händen hält, hat das Unternehmen die entsprechende Leistung erbracht und möchte natürlich auch dementsprechend entlohnt werden. Manche Kunden haben deswegen VIABUY Abzocke oder mangelnde Seriosität vorgeworfen. Die Gebühr ist im Vergleich mit anderen Anbietern sicherlich recht hoch, allerdings sind die Kosten deutlich in der Gebührenübersicht ausgewiesen, sodass Kunden sich im Vorfeld richtig informieren können und müssen.

Darüber hinaus fallen bei VIABUY allerdings noch einige weitere Gebühren an, die nicht all zu vorteilhaft sind. Hierzu zählt auch die Ruhensgebühr, die ab dem 13. Monat ohne Lade- oder Ausgabetransaktion fällig wird. Hierfür lässt sich VIABUY noch einmal 9,95 Euro bezahlen. Das bedeutet, dass Kunden, die die Kreditkarte vor allem für ein einmaliges Ereignis nutzen möchten und die VIABUY Prepaid-Kreditkarte eigentlich nicht mehr benötigen, das Angebot eigentlich nicht sinnvoll nutzen können. Entweder sie erzwingen es, die Karte dennoch zu nutzen, sie zahlen die Ruhensgebühr oder sie schließen ihr Konto. Für die Kontoschließung werden jedoch noch einmal 10 Euro fällig.

VIABUY kann also in Bezug auf Kundenfreundlichkeit durchaus noch ein bisschen hinzulernen. Die Servicekosten bei Inaktivität oder vorzeitiger Beendigung des Vertrages sind nicht all zu verbraucherfreundlich. Sie sind jedoch allesamt deutlich in den AGB ausgewiesen und dementsprechend zwar relativ hoch, aber nicht unseriös.

Wer steckt hinter VIABUY?

VIABUY wird von dem britischen FinTech-Unternehmen PPRO Group angeboten. Das Unternehmen verfolgt dabei vor allem zwei Aufgaben: Zum einen Payment Services wie die VIABUY Kreditkarte, zum anderen sind E-Geld-Lösungen ein weiteres Spezialgebiet des Unternehmens, das inzwischen seit Sommer 2006 auf dem Markt ist. Dabei kann PPRO mehr als ansehnliche Erfolge verbuchen: Rund eine Million Kreditkarten konnte das Unternehmen inzwischen in Zusammenarbeit mit Visa oder Master Card ausgeben. Inzwischen hat es mehr als 50 Angestellte und wird von der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA lizensiert und reguliert. Darüber hinaus ist es in folgenden Verbänden und Institutionen Mitglied

  • Prinicpal Member von Visa und MasterCard
  • BVDW (Bundesverband Digitaler Wirtschaft)
  • ETA (Electronic Transaction Association)
  • EMA (Electronic Money Association)

Es handelt sich also durchaus um ein angesehenes und seriöses Unternehmen, das eines der am schnellsten wachsenden FinTechs der heutigen Zeit ist.

Fazit:

VIABUY ist eine der wenigen Kreditkarten, die über Prepaid funktionieren und dennoch eine Hochprägung bieten. Dies ermöglicht es auch, ohne SCHUFA-Auskunft oder sogar Konto an eine solche Karte zu gelangen. Allerdings lässt die VIABUY-Kreditkarte sich diesen Service auch mit durchschnittlich knapp 30 Euro jährlich entlohnen. Zudem können einige Zusatzgebühren hinzukommen. Wer eine Prepaid-Kreditkarte mit hoher Akzeptanz sucht, erhält hier jedoch eine hochwertige Karte von einem seriösen Anbieter.

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