Whale Investments Erfahrungen: Wie gut und wie sicher ist das neue Angebot?

Whale, das ist englisch und bedeutet Wal. Der Name ist Programm, denn die Firma bezeichnet sich als Wal im Investmentgeschäft. Das bedeutet, sie ist nach eigenen Angaben so groß, dass sie selbst den Markt bewegt und damit fast garantierte Gewinne macht. Ist das realistisch? Ist Whale Investments seriös? Und welche Alternativen gibt es für Anleger und für Zocker? Das zeigen unsere Whale Investments Erfahrungen.

Whale Investments Erfahrungen in Stichpunkten:

Welches Geschäftsmodell verfolgt das Unternehmen?

Whale Investments ist nach eigenen Angaben im Margenhandel oder Margin-Handel aktiv. Allerdings bedeutet das zunächst nur, dass die Firma mit einem Hebel spekuliert. Der investierte Betrag ist also weitaus höher, als das eingesammelte Geld. Haben Kunden beispielsweise 10 Millionen Euro investiert, kauft (oder verkauft) die Investmentgesellschaft bei einem Hebel von zehn Anlagegüter im Wert von 100 Millionen. Ein Kursgewinn von 10,0 Prozent bedeutet bei einem Hebel von 10 deshalb ein Plus von 100,0 Prozent – und ein Kursrückgang von 10,00 den Totalverlust des investierten Geldes. Vorausgesetzt natürlich, dass auf steigende Kurse gesetzt wurde.

Das beantwortet aber noch nicht die Frage, wie Whale Investments Gewinne machen will. Auf der Website wird zur Strategie nichts verraten, sondern nur erklärt, dass man vor allem über die Bitmex-Börse handele. Das ist eine Bitmex-Börse, bei der mit einem Hebel von bis zu 100 und ohne Verifikation gehandelt werden kann. Whale Investments handelt also vor allem mit Bitcoins. Daneben kaufe man auch andere vielversprechende Münzen, heißt es weiter, womit wohl andere Kryptowährungen gemeint sein dürften.

Whale Investments verdient sein Geld also mit dem Bitcoin-Trading, wobei die Firma nach eigenen Angaben auch Leerverkäufe tätigt, also auf fallende Kurse spekuliert. Allerdings treffen Investoren hier, anders als bei CFD-Broker wie Plus500, nicht selbst die Anlageentscheidung. Sie vertrauen Whale Investmens vielmehr ihr Geld an und müssen hoffen, dass die Firma die richtigen Entscheidungen trifft.

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Wer ist Whale Investments?

Das holprige Deutsch der Website zeigt, dass die Firma nicht aus dem deutschsprachigen Raum kommt. “Anstelle elendes Almosen können Sie ein anständiges passives Einkommen bilden”, heißt es dort beispielsweise. Leider erfährt man auf der Website gar nichts über das Unternehmen, auch ein Impressum oder Angaben zur Regulierung findet man nicht. Beim Wirtschaftsinformationsdienst Bloomberg wird die Firma als koreanisches Unternehmen geführt.

Whale Investments Scam

Whale Investments legt das Geld der Anleger vor allem in Bitcoins an.

Wer die Nachrichten über Ein- und Auszahlungen liest, kommt aber zu dem Ergebnis, dass die meisten Kunden offenbar in Russland leben. Die Website wird zwar außer auf Englisch, Deutsch, Russisch und Spanisch noch auf Türkisch und Vietnamesisch angeboten, nicht aber auf Koreanisch.

Ist Whale Investments seriös?

Leider lässt sich die Frage nach der Seriosität nicht so einfach mit “Ja” beantworten. Einen Beweis für einen Betrug haben wir zwar nicht gefunden, aber die fehlende Regulierung und die nur oberflächlichen Informationen zum Geschäftsmodell und zur Firmengeschichte sind nicht gerade vertrauenerweckend.

Whale Investments Scam

Ein Sitz in Deutschland ist keine Qualitätsgarantie. Allerdings müssen in der EU beheimatete Unternehmen bestimmte Standards erfüllen. Bei Whale Investments scheint eine Regulierung zu fehlen.

Außerdem verspricht der Anbieter zu viel, wenn er sein Geschäftsmodell als sichere Geldanlage preist. Natürlich wäre es schön, wenn man sein Geld einfach nur in einen Bitcoin-ETF investierten müsste und dann garantierte Gewinne macht. Allerdings hat der Bitcoin auch extreme Rückschläge einstecken müssen. Außerdem wäre Whale Investments dann der falsche Ansprechpartner, denn das Unternehmen will auch auf fallende Kurse setzen. Bei dieser Art von Spekulation gilt aber die Faustregel, dass zu jedem Gewinner auch ein Verlierer gehört.

Whale Investment Alternativen

Eine Investition bei Whale Investment hat mehrere Nachteile. Das Unternehmen ist wenig transparent und mit dem Geschäftskonzept lassen sich keine langfristigen Gewinne für alle Anleger generieren. Denn anders als bei Aktien steht hinter dem Wert kein Unternehmen, dass Gewinne macht und so wächst. Der Wert des Bitcoins wird deshalb nicht ewig steigen. Und bei stagnierenden Märkten sind nur Gewinne möglich, wenn jemand anderes verliert.

Was die beste Alternative ist, hängt vom Ziel ab. Möchte man kurzfristig in Bitcoins investieren, dann ist ein CFD-Broker die bessere Wahl. Auch dort verlieren zwar die meisten Anleger Geld, doch das Traden kann Spaß machen. Für die langfristige Geldanlage sind Aktien empfehlenswert. Wem auch das zu heiß ist, der muss zu verzinsten Geldanlagen greifen.

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Die Abkürzung CFD steht für Contract for Difference, also Differenzkontrakt. Die heißen so, weil man damit auf die Wertentwicklung eines Papiers oder Devisenpaars spekulieren kann, ohne es selbst zu besitzen. Meist ist auch hier die Wertentwicklung gehebelt. Bei vielen CFD-Brokern lässt sich auch auf oder gegen den Bitcoin spekulieren.

Whale Investments Betrug

Plus500 ist ein regulierter und zugelassener Broker.

Zu den etablierten und regulierten Anbietern gehört Plus500. Das Unternehmen bietet neben dem Bitcoin auch noch weitere Kryptowährungen, daneben den Handel auf reguläre Währungspaare, Aktien, Indizes und Rohstoffe. Der Hebel im Bitcoin-Trading beträgt am Anfang 1:2, später maximal 1:4. Dass der Hebel nicht höher ist, liegt daran, dass die Verluste theoretisch höher ausfallen können als das eingezahlte Geld. Das passierte vielen Tradern 2015 beim Absturz des Euro gegenüber dem Schweizer Franken. Aus dem Rückgang von rund 20 Prozent wurden bei einem Hebel von 50 plötzlich 2.000 Prozent, wer 10.000,- Euro eingezahlt hatte, musste plötzlich 190.000,- Euro nachschießen.

Mittlerweile verbietet eine EU-Regel diese Nachschusspflicht, allerdings ist daher auch der Hebel nicht mehr so hoch. Erst recht nicht bei volatilen Basiswerten wie dem Bitcoin.

Nach eigenen Angaben ist Plus500 die Nummer 1 im CFD-Handel in Deutschland. Gerade Einsteigern bietet das Unternehmen einen einfachen Einstieg in den CFD-Handel. Wer allerdings langfristige Kursgewinne statt auf Spaß am Traden will, für den sind andere Angebote besser geeignet.

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Für Investoren: Das eigene Depot

Der Handel mit CFDs ist ein Nullsummenspiel. Denn hier werden keine Gewinne erwirtschaftet, keine Zinsen gezahlt, was ein Trader gewinnt, muss ein anderer verlieren. Bedenkt man, dass auch der Broker noch etwas von dem Geld abhaben will, ist klar, dass die Mehrheit der Anleger Geld verliert. Nach Abzug aller Kosten ist es also sogar ein Negativsummenspiel.

Anders sieht es mit der langfristigen Investition in Aktien aus. Als Aktionär ist man Teilhaber eines Unternehmens und profitiert von dessen Erfolg. Wer sich eine paar breit aufgestellte ETFs ins Depot legt, der hat gute Chancen, nach zehn Jahren deutlich im Plus zu sein. Nötig ist dafür nur ein Aktiendepot bei einem möglichst günstigen Broker wie DeGiro. Allerdings bietet das niederländische Unternehmen keine weiteren Bankdienstleistungen an. Wer Tagesgeld, Girokonto und Depot aus einer Hand will, findet preiswerte Angebote bei Direktbanken wie ING, 1822direkt, comdirect oder der DKB. Oder er kombiniert sein Sparkassenkonto mit dem Depot beim Sparkassen Broker.

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Für Bequeme: Automatisierte Vermögensverwaltung

Mit einer Handvoll ETF ein Depot aufbauen, das in Aktien aus verschiedenen Regionen und Branchen investiert, ist ganz einfach. Noch bequemer ist aber eine automatisierte Vermögensverwaltung. Dort wird das Geld von einem Robo Advisor nach einem festen Schlüssel auf verschiedene ETFs verteilt. Fast alle Anbieter investieren auch einen Teil des Geldes in Anleihen, viele auch in Gold und manche sogar in Immobilien-ETFs.

Gegenüber dem eigenen Depot hat diese Strategie Nach- und Vorteile. Man hat weniger Kontrolle über sein Depot und die Dienste des Vermögensverwalters kosten bis zu 1,00 Prozent des Vermögenswertes pro Jahr. Dafür muss man sich um nichts kümmern, kann mit einem Sparplan automatisch in verschiedene ETFs gleichzeitig investieren und wenn eine Anlageform durch Kursveränderungen zu großes Gewicht bekommt, steuert der Robo Advisor automatisch nach.

VisualVest Mindesteinzahlung

VisualVest ist ein Angebot der Fondsgesellschaft Union Investment. Damit gehört der Robo Advisor zum Reich der genossenschaftlichen Banken.

Ein bekannter Anbieter ist Scalable Capital, der sein Produkt auch über die ING (früher ING DiBa) anbietet. Allerdings liegt bei beiden Varianten die Mindesteinzahlung bei 10.000,- Euro. Schon ab 25,- Euro pro Monat lässt sich dagegen Oskar nutzen, ein Angebot von Finanzen.net. Auch VisualVest, der Robo-Advisor der Volks- und Raiffeisenbanken, hat eine niedrige Mindesteinzahlung und bietet außerdem auch eine “grüne” Geldanlage. Wer dagegen ein automatisch verwaltetes mit einem selbst verwalteten Depot kombinieren will, findet ein entsprechendes Angebot mit Cominvest bei der Comdirect Bank.

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Für sicherheitsorientierte Anleger: Zinspapiere

Viele automatisierte Vermögensverwalter bieten auch Depots mit einem Aktienanteil von nur 50,0 Prozent, beispielsweise Oskar, der Robo Advisor von finanzen.net. Diese Variante kann auch für Anleger mit etwas höherem Sicherheitsbedürfnis attraktiv sein. Allerdings bleiben 50 Prozent Aktienanteil. Außerdem haben auch Anleihen ein Ausfallrisiko, wie die Finanzkrise vor zehn Jahren zeigte.

Oskar ETF Erfahrungen

Oskar bietet, wie viele Anbieter von automatisiert verwalteten Depots, eine Variante mit einem Aktienanteil von nur 50 Prozent.

Wer noch mehr Sicherheit will, muss zu anderen Angeboten greifen. Vor allem im Baltikum hat sich eine Reihe von Kreditmarktplätzen wie beispielsweise Mintos etabliert, die nicht selten mehr als 10,0 Prozent für Darlehen an Privat- und Firmenkunden bieten. Nicht immer werden die Kredite dabei direkt vergeben, teilweise verkaufen dort auch Banken oder andere Finanzdienstleister wie Factoring-Anbieter ihre Forderungen. Bei vielen Darlehen bieten diese ein Rückverkaufsrecht. Kann der Kunde sein Darlehen nicht tilgen, können Anleger es zum Nennwert an die Bank zurückverkaufen.

Ein Risiko gibt es aber auch hier, bei einer großen Finanzkrise wie 2008 könnten auch die Banken insolvent werden. Dann ist die Forderung im schlimmsten Falle wertlos. Wer noch mehr Sicherheit will, dem bleibt deshalb nur die klassische Bankeinlage – aber mit entsprechend niedrigen Zinsen.

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Fazit

Whale Investments gibt weder Auskunft über seine Regulierung noch über die Strategie, mit der man so viel Geld wie versprochen verdienen will. Selbst über den Firmensitz erfährt man praktisch nichts. Außerdem wirbt das Unternehmen mit einer Sicherheit, die es nicht bieten kann. Selbst für Zocker ist das Angebot deshalb nicht zu empfehlen. Sie sollten einen seriösen CFD-Broker wie Plus500 wählen. Für langfristige Investoren sind, je nach Risikoneigung, Angebote wie ein eigenes Aktiendepot, ein Robo Advisor Depot oder verzinsliche Geldanlagen empfehlenswert.

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