Merkmale eines guten Brokers

Die wichtigsten Merkmale eines guten Brokers

Die wichtigsten Merkmale eines guten Brokers

Die Auswahl an Online Brokern ist fast unüberschaubar. Darüber hinaus differenziert sich das Angebot stetig, sodass Spezial-Broker für Forex, CFDs oder binäre Optionen die Auswahl noch vergrößern.

Die Kriterien, die einen schlechten von einem guten Broker unterscheiden, sind jedoch fast universal. Wer auf der Suche nach einem guten Broker ist, sollte deswegen den folgenden acht Merkmalen besondere Aufmerksamkeit schenken:

1. Seriosität

Das wichtigste Merkmal für einen guten Broker ist fraglos seine Seriosität. Die besten Konditionen, die schnellste Handelsplattform und die umfangreichste Auswahl sind nutzlos, wenn der Broker nicht zuverlässige Kurse stellt, Auszahlungen ohne Verzögerungen bearbeitet und selbst über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügt. Es gibt ein paar Kennzeichen, die über die Seriosität und Vertrauenswürdigkeit wichtige Anhaltspunkte geben.

  • Art und Umfang der Regulierung ist das wichtigste Kriterium. Die Ansprüche können dabei je nach Art des Brokers unterschiedlich sein. Während es beispielsweise Standard ist, dass Broker für binäre Optionen in Zypern lizensiert sind, sollte ein Aktienbroker nach Möglichkeit von der BaFin oder FCA reguliert werden.
  • Einlagensicherung: Anleger müssen darauf achten, in welchem Umfang der jeweilige Broker diese vornimmt, vor allem wenn sie umfassende Geldanlagen über das Internet planen. Je nach Land herrschen unterschiedliche Mindestbedingungen. In Zypern sind dies nur 20.000 Euro, in Deutschland hingegen 100.000 Euro. Wer plant, mehr Geld bei nur einem Broker zu investieren, sollte darauf achten, dass dieser Zusatzversicherungen abschließt oder sein Geld aufteilen, um es im Insolvenzfall nicht zu riskieren.
  • Reputation des Unternehmens: Verschiedene Anbieter veröffentlichen schwarze Listen mit unseriösen Online-Brokern. Auch Kundenmeinungen können ein guter Anhaltspunkt für die Seriosität des Anbieters sein. Häufen sich Kundenbeschwerungen vor allem im Zusammenhang mit Auszahlungen, Unregelmäßigkeiten bei den Kursen oder sogar im Rahmen von Account-Sperrungen, sollten Interessenten sehr genau prüfen, wann und wo derartige Beschwerden auftreten. Im Ernstfall sollte dann auf eine Anmeldung verzichtet werden, auch wenn der Online Broker eigentlich einen guten und seriösen Eindruck macht.

Testkriterien:

  • Regulierung
  • Einlagensicherung
  • Reputation

2. Handelsmöglichkeiten

Die Auswahl ist eines der wichtigsten Kriterien, die einen guten von einem schlechten Broker unterscheiden. Doch auch hier gilt, dass im Zweifel die Anforderungen des Traders entscheidend sind und nicht objektive Bewertungskriterien. Wer ausschließlich in DAX-Werte investiert, benötig schlichtweg keine große Auswahl an Aktien aus Schwellenländern. Hier kann es hingegen wichtiger sein, auf welche Art die Preisfindung funktioniert, ob es zu Teilausführungen kommt und zu welchen Handelsplätzen der Anleger Zugriff erhält.

Grundsätzlich ist es jedoch empfehlenswert, auf eine möglichst umfangreiche Auswahl zu achten. Sie ermöglicht es auch bei einer Veränderung des Trading-Verhaltens bei dem jeweiligen Broker zu bleiben oder den gewohnten Rahmen langsam zu erweitern, ohne größere Veränderungen vornehmen zu müssen. Allerdings sollte dies für Anleger, die sich auf wenige Basiswerte konzentrieren, nicht all zu sehr ins Gewicht fallen.

Bei Derivaten ist zudem die angebotene Laufzeit ein wesentliches Merkmal für ein gutes Angebot, das allerdings auch von den individuellen Ansprüchen abhängt. So ist ein Daytrader in der Regel nicht an langen Laufzeiten interessiert, während ein langfristig orientierter Trader sich nicht für das Angebot an Turbooptionen interessieren wird.

Bei vielen Finanzprodukten kann zudem für Trader wichtig werden, in welchem Umfang Hebel nutzbar sind. Auch hier muss der angebotenen Leverage dem Anleger entgegenkommen und eine möglichst breite Auswahl ist ein Qualitätskriterium.

Testkriterien:

  • Auswahl an Finanzprodukten
  • Auswahl an Basiswerten
  • Auswahl an Laufzeiten
  • Auswahl an Hebeln

3. Handelsplattform

Die Handelsplattform ist auf verschiedene Arten wichtig. Zum einen bestimmt sie durch Usability, wie wohl sich ein Anleger beim Broker fühlt. Wer Probleme damit hat, alle wichtigen Funktionen zu finden und zu nutzen, wird die Handelsplattform nicht gerne nutzen und sich schnell nach Alternativen umsehen. Zum anderen sind Performance und Schnelligkeit wichtige Qualitätsmerkmale der Handelsplattform. Nur so kann gewährleistet werden, dass Anleger Positionen zu dem Preis eröffnen oder schließen können, zu dem sie den Auftrag dafür geben.

Darüber hinaus können Handelsplattformen interessante Zusatzfunktionen bieten, die den Handel deutlich verbessern und professionalisieren können. Vor allem Analysetools und Echtzeitkurse sind wichtige Qualitätsmerkmale einer guten Handelsplattform. Welche Tools genau Bestandteil der Plattform sind, hängt auch vom gehandelten Finanzprodukt ab. So zählt es bei Forex-Brokern derzeit zum Standard, die kostenfreie Nutzung des MetaTraders zu ermöglichen, bei Brokern für binäre Optionen sind hingegen nur vereinfachte Chart-Darstellung üblich.

Testkriterien:

  • Benutzerfreundlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Schnelligkeit
  • Analysetools
  • Echtzeitcharts

4. Sicherheit

Die Sicherheit der Daten ist eines der wichtigsten Merkmale für einen kompetenten und seriösen Online Broker. Deswegen sollten Interessenten Online Broker auch immer auf die Sicherheitsmechanismen prüfen, die dieser verwendet. Mindestvoraussetzung sollte eine Datenverschlüsselung nach modernen Standards sein. Derzeit ist dies die 128-Bit-Verschlüsselung, die von den meisten Anbietern genutzt wird.

Im Aktienhandel können häufig zusätzliche Sicherheitsmechanismen in Form von TANs genutzt werden, die der Anleger, wie vom Online-Banking gewohnt, per TAN-Geräte generieren kann oder mithilfe seines Smartphones erhält. Dies sorgt dafür, dass unberechtigte Dritte keine Trades ausführen können, falls sie doch Zugriff auf das Konto erhalten. Auf der anderen Seite verlängert es jedoch auch die Kauf- und Verkaufsprozesse, sodass viele Broker auf eine zusätzliche Sicherheitsabfrage verzichten, gerade dann, wenn das Finanzprodukt bevorzugt für kurzfristige Anlagehorizonte genutzt wird.

Testkriterien:

  • Datenverschlüsselung
  • Datenschutz
  • Sicherheitsabfragen wie TANs

5. Gebührenstruktur

Ein weiterer wichtiger Faktor eines guten Brokers ist eine möglichst günstige Gebührenstruktur. Allerdings können sich hier die Anforderungen deutlich unterscheiden. Vieltrader können meistens von anderen Brokern profitieren als Gelegenheitsanleger, die ihr Portfolio nur jährlich umschichten. Während für erstere Discount-Broker und Flatrates empfehlenswert sind, wären Flatrates bei wenigen Trades im Jahr unnötig teuer. Das richtige Gebührenmodell ist also vor allem eine individuelle Entscheidung.

Bei anderen Spezial-Brokern sind die Gebühren hingegen besser vergleichbar, allerdings richten sich diese ohnehin in der Regel an sehr aktive Trader. Hier ist es jedoch sehr sinnvoll, das Geschäftsmodell der Broker im Auge zu behalten. Manche Broker fungieren als Market Maker und stellen die Kurse selbst, während sei die Positionen selbst auf dem Markt absichern. ECN-Broker vermitteln die Order hingegen in einen liquiden Markt. Bei beiden können sich die tatsächlichen Kosten deutlich unterscheiden. Auch die Zugangsvoraussetzungen und der Service sind jedoch unterschiedlich, sodass Trader außerhalb des Geschäftsmodells und der Art der erhobenen Gebühren auch andere Faktoren in Betracht ziehen sollten.

Testkriterien:

  • Nur durch individuelle Anforderungen des Traders bestimmbar.

6. Kundensupport

Der Kundensupport des Brokers kann über Gewinn und Verlust des Kapitals entscheiden. Deswegen ist es wichtig, dass der Kundenservice auf möglichst vielfältige Weise und zumindest zu den üblichen Geschäftszeiten erreichbar ist. Zudem sollte er über kompetente Mitarbeiter verfügen, die auf die Bedürfnisse des Anlegers eingehen und ihm möglichst schnell bei der Lösung seines Problems helfen können. Außerdem sollte der Support kostenfrei in Anspruch genommen werden können.

Da sich nicht alle Anfragen für die schriftliche Bearbeitung eignen, ist es sinnvoll, wenn der Broker eine Hotline anbietet. Darüber hinaus empfiehlt sich die Erreichbarkeit per E-Mail. Kontaktformulare, Fax, Live-Chat oder sogar Skype sind lohnenswerte Kontaktmöglichkeiten, die über das absolut notwendige hinausgehen.

Manchen Anleger fühlen sich allerdings nur dann wohl, wenn sie wissen, dass sie auch vor Ort einen Ansprechpartner finden können. In diesem Fall wäre ein Direkt-Broker die falsche Wahl und ein Broker einer Filialbank die einzige richtige Entscheidung.

Testkriterien:

  • Welche Servicezeiten?
  • Welche Kontaktmöglichkeiten?
  • Kompetente Mitarbeiter?
  • Freundlicher Support?
  • Zusatzkosten?

7. Kontokonditionen

Nicht nur das Gebührenmodell, auch die Kontokonditionen können dafür entscheiden sein, ob ein Online Broker überhaupt infrage kommt oder nicht. So erfordern vor allem die spezialisierten Broker in der Regel eine Mindesteinzahlung, die je nach Anbieter deutlich unterschiedlich ausfallen kann. Im Ernstfall kann sie jedoch darüber entscheiden, ob es für einen Anleger überhaupt attraktiv ist, einen Account zu eröffnen. Grundsätzlich ist es deswegen lobenswert, wenn der Broker die Einstiegshürde so niedrig wie möglich setzt. Auf der anderen Seite bieten Broker mit sehr hohen Einzahlungssummen jedoch nicht selten einen besonderen Service. Wenn sie sich auf Anleger mit besonders viel Erfahrung und hohem Kapital spezialisiert haben, kann die Einzahlungssumme schlicht als Ausschlusskriterium dienen, um alle Leistungen anbieten zu können.

Darüber hinaus sind auch die Zahlungsmodalitäten für viele Anleger wichtig. Die meisten Online Broker bieten derzeit nicht nur die Ein- und Auszahlung per Überweisung und Kreditkarte, sondern nehmen zunehmend auch E-Wallets in ihre Zahlungsmethoden auf. Dies erhöht natürlich die Kundenfreundlichkeit. Wichtig können auch die Gebühren werden, die für Ein-und Auszahlungen anfallen. Während Einzahlungen fast grundsätzlich kostenfrei für den Kunden sind, können Auszahlungen teuer werden und sich so auf die Performance auswirken.

Testkriterien:

  • Mindesteinzahlung
  • Mindestauszahlung
  • Gebühren für Auszahlungen
  • Zahlungsmethoden

8. Extras

Die meisten Extras, die Broker anbieten können, sind vor allem ein Zeichen der Kundenorientiertheit und des Services.

Besonders lobenswert sind Demokonten, die es Interessenten ermöglichen, den Broker risikofrei zu testen. Im Optimalfall muss der Kunde für die Nutzung nur E-Mail-Adresse und Namen angeben und nicht auch seine Telefonnummer preisgeben. Viele Anbieter beschränken das Demokonto allerdings zeitlich und in der Höhe des Guthabens. Der Zeitrahmen sollte jedoch in jedem Fall ausreichen, um einen guten Einblick in das Angebot des Brokers und die Funktionsweise der Handelsplattform zu erreichen. Bessere Demokonten erlauben auch Bestandskunden eine dauerhafte Nutzung, um neue Strategien auszuprobieren.

Je nach Art des Finanzproduktes sind Bonusangebote bei Brokern weit verbreitet. Aktienbroker werben häufig mit Prämien um Depotwechsler. Sie können ein zusätzliches Plus sein und die Ersparnis weiter vergrößern.

Binäre Broker oder Forex-Broker werben hingegen häufig mit einem Bonus-Guthaben. Kunden sollten dabei beachten, dass teilweise sehr spezifische Bedingungen erfüllt werden müssen, um den Bonus tatsächlich gutgeschrieben zu bekommen. Er eignet sich jedoch fast immer zur Erhöhung der Liquidität. Auch wenn viele Anbieter besonders aggressiv mit dem Bonus werben, sollte er in der Entscheidung für oder gegen einen Broker jedoch immer nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Wesentlich wichtiger kann das Informationsangebot des Brokers sein. Zuverlässige Analysen, kostenfreie Handelssignale oder auch gutes Schulungsmaterial können Geld wert sein. Auch Finanznachrichten oder ein Wirtschaftskalender sind sinnvolle Ergänzungen für nahezu alle Anleger und Finanzprodukte.

Testkriterien:

  • Demokonten
  • Bonusangebote
  • Bonusguthaben
  • Informationsangebote
  • Lehrmaterialien
  • Wirtschaftskalender
  • Handelssignale

Fazit

Die Wahl des besten Brokers hängt zum einen von universellen Merkmalen wie Seriosität, einem fairen Gebührenmodell und einer guten Handelsplattform ab. Darüber hinaus handelt es sich jedoch um individuelle Merkmale, die sich von Trader zu Trader unterscheiden können.

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