xCFD Erfahrungen – Test und Bewertung

xCFD Erfahrungen – Test und Bewertung

Bei der Suche nach dem besten CFD-Broker ist ein Blick über den Tellerrand unabdingbar. Doch lohnt er sich im Fall des neuseeländischen Anbieters xCFD? Der Broker sorgt immerhin mit einer extrem günstigen Kostenstruktur für Aufmerksamkeit und finanziert sich nach eigenen Angaben nur durch Overnight-Gebühren.

Welches Handelsangebot bietet xCFD?

xCFD bietet ein umfangreiches Angebot an Basiswerten an. Dabei deckt der Broker natürlich die üblichen Assetklassen ab:

  • 39 Währungen
  • 13 Indizes
  • 11 Rohstoffe
  • 722 Aktien
Jetzt zum Angebot von xCFD

Trader finden also um jede Uhrzeit und aus jeder Region Underlyings, die für ihr Trading geeignet sein können. Dabei sind auch einige Exoten wie beispielsweise die Kryptowährung Bitcoin im Programm.

Natürlich erlaubt xCFD das Trading mit einem Hebel. Dieser beträgt je nach Underlying zwischen 1:2 und 1:200. Dabei richtet sich die maximale Größe vor allem nach Liquidität und Volatilität des Basiswertes.

xCFD bietet ein umfangreiches Angebot an Basiswerten an.

xCFD bietet ein umfangreiches Angebot an Basiswerten an.

Wie hoch sind die Gebühren von xCFD im Vergleich?

xCFD gibt die folgenden Geschäftsbedingungen an:

  • Provisionen 0 % für jedes Papier
  • Inaktivitätsgebühr in Höhe von 10 Dollar im Monat
  • Overnight-Kosten zwischen 0.0001 (Forex) und 0.0007 (Bitcoin) je 1 USD

Die Finanzierungskosten für gehaltene Positionen werden dabei sowohl für Long- als auch für Short-Positionen fällig. Nach Angaben des Brokers erhebt er sonst keine Kommissionen. Spreads kommuniziert der Anbieter nicht eindeutig. Nach eigenen Angaben finanziert der Broker sich ausschließlich durch die Finanzierungsgebühren.

Welche Konditionen müssen Anleger beachten?

Anleger sollten zudem beachten, dass der Broker eine Inaktivitätsgebühr erhebt, wenn der Anleger drei Monate lang keine Transaktionen durchführt. Allerdings gibt er die Höhe dieser Gebühr nicht an. Dies kann im Ernstfall für den Anleger äußerst negativ sein und ist ein wichtiger Kritikpunkt. Allerdings spricht das Unternehmen auf seiner Webseite an anderer Stelle von 10 US-Dollar. Es wäre dennoch lobenswert, wenn das Unternehmen dies auch an einer rechtlich bindenden Stelle festhalten würde.

Die Mindesteinlage beträgt 50 US-Dollar und ist damit äußerst einsteigerfreundlich. Scalping ist erlaubt, allerdings nicht dann, wenn es automatisiert ist. Das Margin-Close Out-Niveau liegt bei 110 %.

Die Handelsplattform von xCFD

Die Handelsplattform wird von Exante zur Verfügung gestellt. xCFD soll den Einstieg für Privatanleger deutlich erleichtern, während sich Exante an professionelle Trader und institutionelle Anleger richtet.

Die browserbasierte Software von XCFD ist sehr übersichtlich gehalten und verfügt dennoch über zahlreiche Einstellungsmöglichkeit. Es stellt keinerlei Probleme dar, die Anzeige in die gewünschte Chartdarstellung zu ändern. Zudem werden auch zahlreiche Indikatoren per Mausklick einfach eingeblendet. Dabei können sogar mehrere Indikatoren unkompliziert gleichzeitig genutzt werden und zahlreiche Zeicheninstrumente helfen bei der Analyse.

Der erste Eindruck ist also sehr positiv. Obwohl die Handelsplattform äußerst funktional wirkt und auch einen übersichtlichen und nützlichen Eindruck macht, ändert dies allerdings nichts daran, dass die Ausführungsgeschwindigkeit nicht zu überzeugen weiß. Bis die Orders platziert sind oder die Position sogar geschlossen wird, vergehen gefühlte Stunden. Auch die Account-Zusammenfassung aktualisiert sich nicht annähernd in einem sinnvollen Bereich und zumindest im Demo-Modus verschwinden bereits geschlossene Positionen wieder. Die Daten im Bereich „Open Positions“ aktualisieren sich zudem nicht schnell genug und auch die Anzeige des Profites stimmt nicht. Dementsprechend ist die Handelsplattform eigentlich nicht für ein kurzfristiges Trading geeignet. Ob sie mit Echtgeld besser funktioniert, ist allerdings nicht klar. Der Test der xCFD-Handelsplattform bezieht sich ausschließlich auf den Demo-Account.

Auch die xCFD App kann nicht unbedingt überzeugen. Bei knapp 200 Bewertungen bringt die App es im Durchschnitt nur auf eine Bewertung von 3,5 von 5 Sternen im GooglePlay Store. Auch wenn es einige sehr positive Tests gibt, scheint ein Großteil der Kunden mit der App sehr unzufrieden zu sein.

Wie funktionieren Einzahlungen?

xCFD bietet nach eigenen Angaben mehr als 20 Zahlungsarten an. Allerdings ist nur ein Bruchteil der angebotenen Dienste überhaupt für deutsche Nutzer interessant. Für sie sind vor allem die folgenden Zahlungsmethoden relevant:

  • Kreditkarte per VISA und MasterCard
  • Neteller
  • Skrill
  • CashU
  • Überweisung
  • WebMoney

Wer sich für die Überweisung entscheidet, kann über die Wirecard Bank AG einzahlen, also eine Bank innerhalb Deutschlands (Sitz in Aschheim) überweisen. Damit bietet xCFD eine schöne Auswahl an Zahlungsmethoden, die den meisten Tradern entgegenkommen dürfte.

Unter welchen Bedingungen zahlt xCFD aus?

xCFD scheint Auszahlungen nicht sonderlich zu beschränken. So existiert keine zeitliche Beschränkung. Die Mindestauszahlung über das Zahlsystem ist nach Angaben auf der Webseite nur ein US-Dollar. Dabei soll keine Gebühr anfallen. Dies sind so außergewöhnlich gute Auszahlungsbedingungen, dass sie fast schon ein bisschen zu gut klingen. Allerdings leitete der Broker die Gebühren der Zahlungsanbieter weiter. Kunden werden über die jeweilige Höhe erst durch das Abbuchungsformular eindeutig informiert.

Für die Auszahlung benötigt das Unternehmen nach eigenen Angaben bis zu fünf Tage. Um eine Auszahlung vornehmen zu können, müssen Kunden wie üblich einen Ausweis und Wohnsitznachweis in Kopie vorlegen.

Zur Auszahlung freigegeben sind:

  • Kreditkarte
  • Banküberweisung
  • Skrill
  • Neteller
  • Webmoney
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Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial?

Das Demokonto erhalten Trader direkt nach der Anmeldung. Sie müssen dafür allerdings eine E-Mailadresse und Telefonnummer angeben. Direkt im Anschluss können sie ein Demokonto nutzen, das mit 20.000 US-Dollar aufgeladen ist.

Auch einige Videos bietet der Online Broker an. Diese stellen allerdings primär die Handelsplattform und ihre Funktionen vor. Auch ein Handbuch wird bereitgestellt. Es gibt bei xCFD also kein umfangreiches Lernangebot, wie dies von anderen Brokern geboten wird. Stattdessen beschränkt der Broker sich ausschließlich darauf, die Handelsplattform zu erklären.

Wie gut ist die Versorgung mit aktuellen Nachrichten und Analysen?

xCFD bietet die Versorgung mit Realtime-Kursen, die zumindest im Demokonto allerdings recht schleppend verläuft. Zudem werden unten rechts Wirtschaftsnachrichten angezeigt, die allerdings auch nicht topaktuell zu sein scheinen. Noch dazu ändern sie sich ohne ersichtlichen Grund, wenn die Handelsplattform neu geladen wird oder die Sprachvariante geändert wird. Analysen oder Marktberichte bietet der Broker nicht an.

Auch hier könnte das Angebot also deutlich nachgebessert werden. Weder Umfang noch Qualität sind völlig überzeugend. Auf Analysen oder Marktberichte durch Experten müssen Anleger hier völlig verzichten.

Wie können Anleger den Kundenservice erreichen?

Den Support können Kunden eigentlich nur per E-Mail oder Kontaktformular erreichen. Die Möglichkeit eines Live Chats oder die Nutzung einer Hotline ist nicht Teil des Angebotes. Der Broker gibt an, dass der Support rund um die Uhr tätig ist.

Es ist etwas bedauerlich, dass Anleger im Ernstfall Mitarbeiter nicht auch telefonisch erreichen können, selbst jedoch eine Telefonnummer bei der Registrierung angeben müssen. Auch dass der Support nur in englischer Sprache angeboten wird, ist nichtganz optimal.

Ist xCFD Seriös?

Ob xCFD seriös ist oder nicht, ist nicht eindeutig zu beantworten. Ein Pluspunkt ist, dass der Broker von der VFSC reguliert wird. Es handelt sich dabei um die Finanzaufsichtsbehörde von Vanuatu. Vanuatu ist ein südpazifischer Inselstaat, der vor allem aufgrund von Steuerflucht von sich reden macht. Es handelt sich also nicht unbedingt um ein Land, das ein Broker wählen würde, dass innerhalb der EU keinen Zweifel an seiner Vertrauenswürdigkeit und Seriosität lassen möchte.

Ein weiterer Kritikpunkt, der an der Seriosität zweifeln lässt, ist die Tatsache, dass Kunden sich erst anmelden müssen, bevor sie wichtige rechtliche Bestimmungen wie die AGB einsehen können. Immerhin können die Datenschutzrichtlinien schon vorher abgerufen werden.

Problematisch ist, dass der Trader ohnehin nicht so ganz wissen kann, welche Gebühren auf ihn zukommen. So nimmt sich der Broker heraus, eine Inaktivitätsgebühr zu erheben, allerdings ohne die Höhe zu bestimmen. Ein seriöser Anbieter sollte jedoch immer deutlich kommunizieren, mit welchen Kosten Kunden rechnen müssen.

Ein Problem stellt sicherlich auch die Tatsache dar, dass die Verantwortlichen in der gesamten Welt verstreut sind:

  • Der Broker ist auf Vanuatu registriert.
  • Das Unternehmen, das unter dem Copyright angegeben ist, stammt aus Kalkutta
  • Der Begünstigte bei Zahlungen stammt aus Neuseeland, genauso wie der offizielle Betreiber.

Dies trägt natürlich im Ernstfall dazu bei, dass sich kein konkreter Ansprechpartner bei Problemen finden lässt.

Wie gut ist der Bonus des Brokers?

xCFD bietet Neukunden einen attraktiven Bonus an, setzt dabei die Kunden allerdings auch erheblich unter Zeitdruck. Nach dem ersten Einloggen haben sie nur 30 Minuten Zeit, um den Bonus von 100 % in Anspruch zu nehmen. Danach gewährt der Broker immerhin noch einen Bonus von 50 % der Einzahlung.

Der Bonus kann allerdings nicht ausgezahlt werden, sondern nur für das Trading genutzt werden. Damit stellt der Bonus lediglich eine Verbesserung der Liquidität dar. Allerdings wird der Bonus gelöscht, wenn der Kunde Geld ausbezahlen lässt. Damit handelt es sich natürlich um keinen Bonus im ursprünglichen Sinne und dementsprechend lässt er sich auch nicht mit anderen Vergleichen. Es handelt sich eher um eine Spielerei, die im Ernstfall jedoch sehr wertvoll sein kann.

Es ist allerdings möglich, Boni auszahlen zu lassen, die durch die Anwerbung von neuen Kunden erzielt worden sind. Dafür müssen sowohl der Werbende als auch der Geworbene mindestens 100 US-Dollar einzahlen. Wie groß die Provision ist, teilt der Broker jedoch nicht mit.

Fazit: xCFD kann nicht überzeugen

xCFD kann letztlich auf zu vielen Ebenen nicht überzeugen. Die Regulierung ist genauso wenig überzeugend wie der Bonus, die Support-Möglichkeiten oder die Performance der Handelsplattform im Demo-Konto. Dementsprechend lässt sich dieser CFD-Broker kaum empfehlen. Positiv hervorzuheben sind allerdings gut Ein- und Auszahlungsbedingungen und geringe Einstiegshürden, sowie ein grundsätzlich günstiges und umfangreiches Handelsangebot. Dies reicht letztlich jedoch nicht aus, um sich tatsächlich als Alternative zu der auf dem deutschen Markt etablierten oder sogar internationalen Konkurrenz durchzusetzen.

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