Xtrade Forex- und CFD Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

Xtrade Forex- und CFD Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

XTrade Broker

Xtrade sorgt aktuell für großes Aufsehen in der Branche. Der ehemalige Sponsor von Christiano Ronaldo kann seine Lizenz aktuell nur noch in Teilen nutzen. Verlieren Kunden so den Zugang zu einem guten Angebot?

Welches Handelsangebot bietet Xtrade?

Xtrade ist Spezialist für Forex- und CFD-Handel und hat ein sehr beeindruckendes Portfolio an Handelsinstrumenten parat. Der Broker sagt nach unserer Recherche an keiner Stelle, wie viele es genau sind. Sie selbst zu zählen würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Unternehmen bietet allein im Bereich Aktien wohl Hunderte unterschiedliche Wertpapiere, die über CFDS getradet werden. Dabei deckt der Broker Aktien aus den folgenden Ländern ab:

  • USA
  • Spanien, Frankreich, Italien
  • Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark
  • Deutschland, Schweiz, Niederlande
  • Australien, Neuseeland
  • Japan, Hongkong, China
  • Russland
  • Südafrika
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Dabei deckt der Broker in vielen Fällen zumindest die wichtigsten Wertpapiere ab. So lassen sich beispielsweise alle Aktien des DAX als CFD bei Xtrade handeln. Beim US-Handel können Trader hingegen aktuell auf rund 140 unterschiedliche Wertpapiere zugreifen.

So präsentiert sich Xtrade auf seiner Webseite

Das Unternehmen bietet jedoch natürlich nicht nur den Handel mit Aktien-CFDs an. Stattdessen setzt der Broker auch auf knapp 30 Rohstoffe, 5 Anleihen, mehr als 40 Indizes und 16 ETFs. Auch im Forex ist die Auswahl recht umfangreich:

  • 18 Majors
  • 12 Minors
  • 23 Exoten
  • Bitcoin als Vertreter der Kryptowährung

Die Auswahl ist insgesamt also nur als vorbildlich zu bezeichnen. Nicht viele Broker bieten eine vergleichbare oder gar umfangreichere Auswahl, sodass die meisten Kunden von Xtrade hier sicherlich keine Probleme haben, passende und abwechslungsreiche Basiswerte für das Trading zu finden.

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    Trades pro Monat:
    Basiswert:
  • Welche Kosten und Gebühren kommen auf Kunden von XTrade zu?

    Xtrade erhebt Tradingkosten vor allem über Spreads. Diese sind innerhalb eines gewissen Rahmens festgelegt. Der Broker bietet bei den am häufigsten gehandelten Basiswerten die folgenden Spreads:

    • EUR/USD: 2 bis 5 Pips
    • USD/JPY: 3 bis 6 Pips
    • GBP/USD: 3 bis 5 Pips
    • USD/CHF: 4 bis 8 Pips
    • EUR/JPY: 3 bis 5 Pips
    • USA30: 500 bis 700 Punkte
    • Germany 30: 280 bis 500 Punkte
    • US 5Y T-Note: 50 Punkte
    • Google-Aktie: 500 bis 700 Punkte

    Xtrade erhebt also sicherlich nicht die günstigsten Gebühren, sie sind jedoch auch nicht überteuert. Vielen Tradern wird vor allem gefallen, dass der Broker die Spreads nach oben hin deckelt, sodass zumindest ein gewisses Maß an Planungssicherheit gegeben ist.

    Natürlich erhebt der Broker auch Finanzierungskosten und Roll-Over-Gebühren, wenn diese durch den Übernacht-Handel anfallen.

    Xtrade verlangt von seinen Kunden keine Depotführungskosten oder ähnliche Gebühren. Allerdings gilt dies nur für aktive Trader. Wer drei Monate lang nicht tradet, wird als inaktiv angesehen und muss bis zu 5 USD monatlich bezahlen.

    Die Xtrade Trading App für den Tablet

    Welche Konditionen müssen Anleger beachten?

    Wie groß der maximale Hebel ist, hängt natürlich auch vom Basiswert ab. Grundsätzlich ermöglicht Xtrade seinen Kunden allerdings, ein verhältnismäßig hohes Risiko einzugehen. Beim Aktienhandel sind Hebel von 1:15 möglich, beim Forexhandel müssen Trader hingegen relativ häufig mit einem Hebel zwischen 1:50 und 1:400 agieren.

    Obwohl der Broker hohes Risiko erlaubt, verzichtet der Broker auf die Nachschusspflicht. Xtrade sagt in den FAQ ganz klar, dass sie ihre Kunden vor einem negativen Kontostand schützen und ein Verlust über das eingesetzte Kapital hinaus nicht möglich ist.

    Der Broker verbietet Strategien, die sich Arbitrage oder Latenzzeiten der Handelsplattform zunutze machen. Scalping ist hingegen nicht eindeutig verboten, dass sehr häufige Handeln aber dennoch. Scalper könnten sich also am Rande der Legalität bewegen und sollten ihren individuellen Fall am besten mit dem Support besprechen, bevor es zu Problemen kommt.

    Die Handelsplattformen von XTrade

    Im Gegensatz zu vielen anderen Broker für Forex und CFD setzt Xtrade aktuell nicht auf den MetaTrader 4 als Handelsplattform. Zudem stellt das Unternehmen keine Handelsplattform zum Download bereit. Stattdessen setzt der Broker auf den Xtrade WebTrader. Dieser macht grundsätzlich einen recht übersichtlichen Eindruck und bietet durchaus die Nutzung von einigen Indikatoren und Analyse-Tools. Allerdings ist die Handelsplattform relativ eindeutig nicht auf Profi-Trader mit hohen Ansprüchen an die Chart-Analyse gerichtet. Dafür bieten der WebTrader im Vergleich zu Stand-Alones einfach zu wenig Funktionen und legt schon grafisch viel mehr Wert auf das „Drumherum“ als auf den Chart an sich.

    Der Broker stellt zudem eine Trading-App zur Verfügung, die User mit iOS oder Android-Smartphones in den jeweiligen Stores herunterladen können. Die meisten Kunden haben dabei positive Erfahrungen mit der Xtrade App machen können. Lediglich einige Kursschwankungen und Hänger stören für die meisten Kunden einen guten Gesamteindruck.

    Der Webtrader bei Xtrade

    Wie funktionieren Ein- und Auszahlungen bei Xtrade?

    Der CFD- und Forex-Broker arbeitet mit vielen unterschiedlichen Zahlungsdienstleistern zusammen, um seinen Kunden möglichst flexible und bequeme Zahlungen zu ermöglichen. Zu den möglichen Einzahlungsmethoden zählen:

    • Banküberweisung
    • Kreditkartenzahlung mit MasterCard, Visa und American Express
    • Safecharge
    • Giropay
    • iDeal
    • PaySafeCard
    • PayPal
    • Skrill
    • Neteller
    • Sofort
    • Wirecard
    • eMerchantPay

    Allerdings sind nicht alle Zahlungsdienstleister für deutsche Kunden nutzbar. Der Broker berechnet weder Einzahlungsgebühren noch Auszahlungsgebühren. Die Mindesteinzahlungssumme beträgt 100 USD. Nach eigenen Angaben veranstaltet Xtrade allerdings in regelmäßigen Abständen Aktionen mit noch geringeren Mindestbeiträgen.

    Um eine Auszahlung zu bearbeiten, kann der Broker bis zu fünf Werktage benötigen. Der Broker erhebt eine Mindestsumme, um Auszahlungen durchzuführen. Dieser thematisiert er allerdings nur indirekt in den FAQ und überhaupt nicht in den AGB.

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    Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial bei Xtrade?

    Xtrade bietet zwar ein kostenfreies Demokonto an, es ist allerdings an eine Mindesteinzahlung geknüpft. Das macht es für Interessenten eigentlich ungeeignet. Trader können den Account dann immerhin zeitlich unbegrenzt nutzen und auf diese Weise so lange Erfahrungen mit Xtrade sammeln, wie sie möchten. Ohnehin sollten Interessenten ein wenig Zeit einplanen. Zwischen Registrierung und Gutschrift von Spielgeld liegen sieben Tage.

    Das Xtrade Demokonto zum üben

    Darüber hinaus bietet der CFD- und Forex-Broker zudem noch einige weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung. So gibt es eine „Trade Academy“ mit diversen Videos, Marktinformationen, Kursen mit kompakten Informationen, E-Books und Webinaren. Leider ist es für Fortgeschrittene dennoch kaum möglich, mit den Bildungsmaterialien hinzuzulernen. Der Broker richtet sich mit den Informationen und auch mit den Webinaren eindeutig an Einsteiger. Zudem sind die Informationen vor allem auf Englisch erhältlich. Deutsche Übersetzungen existieren kaum.

    Service-Angebote von Xtrade: Handelssignale, Analysen und Co.

    Der CFD- und Forex-Anbieter setzt bei seinen weiteren Service-Angeboten auch auf die Inhalte von Drittanbietern. So bietet das Unternehmen die Reuters Nachrichten an und auch der Wirtschaftskalender wird nicht von ihm selbst mit Informationen gefüllt. Auf diese Weise können sich Trader allerdings auch sicher sein, dass es sich um zuverlässige Angebote handelt.

    Außerdem bietet der Broker in Zusammenarbeit mit Autochartist Handelssignale und Marktberichte. Zum Angebot gehören auch Volatilitätsanalysen und Performance-Statistiken. Zudem können Anleger auch den Xtrade Newsletter abonnieren. Insgesamt bietet Xtrade allerdings verhältnismäßig wenig Services, die den Broker vor anderen Tradern auszeichnen würde.

    Wie können Anleger den Kundenservice erreichen?

    Trader aus Deutschland können die Hotline über eine Vorwahl mit deutscher Ortskennung erreichen und erhalten dann auch deutschsprachigen Support. Genauso können sie den Kundenservice auch per FAX und E-Mail kontaktieren. Kontaktformulare oder LiveChat suchen Trader jedoch vergeblich. Xtrade ist auch auf den größten sozialen Netzwerken vertreten und kann dort teilweise auch erreicht werden.

    Leider versäumt das Unternehmen auf allen öffentlichen Kanälen, eine Stellungnahme zu den Vorwürfen der CySEC zu veröffentlichen.

    Unterwegs traden geht mit den mobilen Anwendungen

    Ist Xtrade seriös?

    Xtrade hat derzeit massive Probleme mit der CySEC. Wer aktuell auf die Webseite geht, wird darüber informiert, dass die Finanzaufsicht die Lizenz des Brokers seit dem 30. Mai 2017 teilweise aufgehoben hat. Diese teilweise Aussetzung bedeutet, dass der Broker zwar sein Angebot Bestandskunden weiter zur Verfügung stellen, jedoch keine Neuanmeldungen entgegennehmen darf. Ob das Unternehmen XFR Financial Ltd., das hinter dem Angebot steckt, seine Lizenz behalten darf oder nicht, ist derzeit noch unklar.

    Die Gründe dafür scheinen vielseitig zu sein. Schon im Oktober 2016 hatten die zypriotischen Wächter das Mutterunternehmen XFR Financial Ltd. zu einer Strafe in Höhe von 225.000 Euro verurteilt Grund dafür war, dass das Unternehmen Investment-Beratung betrieb, ohne dafür zugelassen zu sein. Zudem soll der Broker nicht immer fair, ehrlich und professionell sowie im Interesse des Kunden gehandelt haben. Auch die Werbung war nicht fair, eindeutig, und nicht-missverständlich. Dass der Broker Konflikte mit der CySEC haben könnte, hatte sich jedoch noch früher abgezeichnet. So hatte die australische Finanzaufsichtsbehörde ASIC ebenfalls Schritte gegen den Broker eingeleitet.

    Dabei galt der Broker als einer der guten und seriösen Broker aus Zypern. Immerhin konnte der Broker unter anderem Fußballstar Christiano Ronaldo als Markenbotschafter gewinnen. Inzwischen sind allerdings alle Anzeichen auf die Zusammenarbeit von der Webseite getilgt.

    Leider spricht sehr viel dafür, dass Xtrade derzeit nicht der vertrauenswürdigste und zuverlässigste Partner ist. Wer sich dennoch für das Angebot interessiert, muss abwarten, ob der Broker wieder Neukunden zulassen darf. Sollte dies eintreten, sollten Trader dennoch größte Vorsicht walten lassen.

    Fazit: Xtrade mit Problemen

    Xtrade bietet in Bezug auf Anzahl und Auswahl der Handelsinstrumente ein nahezu vorbildliches Angebot. Dieser gute Eindruck setzt sich jedoch nicht fort. Die Spreads sind nicht günstig, viele Trading-Strategien sind verboten und der Broker kommuniziert manche wichtige Bedingungen wie eine Mindestauszahlungssumme nicht eindeutig. Zudem ist das Demokonto nicht ohne Einzahlung nutzbar, die Services sind nicht besonders umfangreich oder einzigartig und eine professionelle Handelsplattform bietet der Broker ebenfalls nicht.

    Den Hauptkritikpunkt stellt jedoch natürlich der Konflikt mit der CySEC dar. Der Broker bezieht zu den Vorwürfen nicht offiziell Stellung und kann aktuell keine Neukunden zulassen. Somit kann die Review zu Xtrade nicht positiv ausfallen.

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