Zinspilot Geldanlage Erfahrungen – Test und Bewertung

Zinspilot ist eines der großen deutschen Zinsportale, die Festgelder im Ausland mit höheren Zinsen an deutsche Anleger vermitteln. Viele Anleger haben positive Zinspilot-Erfahrungen gemacht, Kritikpunkte gibt es jedoch auch.

Welches Angebot bietet Zinspilot?

Zinspilot gehört zur Hamburger Deposit Solutions GmbH und ist seit 2014 auf dem Markt. Es handelt sich dabei um einen Vermittler von Geldanlagen. Zinspilot arbeitet also mit Partnerbanken zusammen und vermittelt an diese Kunden aus Deutschland, die dort mit deutlich geringerem bürokratischen Aufwand Konten eröffnen können.

Das Zinsportal bietet derzeit ausschließlich die Geldanlage in Festgeld und Tagesgeld. Über den Marktradar lassen sich zudem interessante Fremdwährungsanlagen finden. Die jeweiligen Konditionen hängen auch von der Partnerbank ab. Derzeit arbeitet Zinspilot mit Banken aus den folgenden Ländern zusammen:

  • Deutschland
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Lettland
  • Malta
  • Österreich
  • Rumänien
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Damit ist das Angebot im Vergleich zur Konkurrenz eher etwas kleiner gefasst und deckt weniger Länder ab, bietet für Anleger jedoch durchaus interessante Regionen. Dabei achtet Zinspilot im Gegensatz zu den meisten anderen Anlagevermittlern darauf, dass die Partnerbanken aus Ländern kommen, die mindestens mit einem Rating von A durch die drei führenden Rating-Agenturen bewertet sind. Zudem baut das Zinsportal sein Angebot Schritt für Schritt aus und konnte in den letzten Monaten mehrere neue Partnerschaften verkünden. Dass das Wachstum des Angebots bei diesen Kriterien langsamer vonstattengeht, ist allerdings wohl unvermeidlich und eher ein Qualitätsmerkmal.

Zinspilot Webauftritt

So präsentiert sich Zinspilot auf seiner Webseite

Wie bewerten Kunden das Angebot von Zinspilot?

Ein Großteil der Kunden ist mit Zinspilot völlig zufrieden. Anleger loben die relativ unkomplizierte Möglichkeit, im Ausland Geld anzulegen. Zudem schätzen viele Kunden die Transparenz, um die Zinspilot im Vergleich zur Konkurrenz teilweise stärker bemüht ist. Anleger können sich besser über die jeweiligen Partnerbanken und die möglichen Risiken informieren, als dies bei manchen andern Anbietern der Fall ist.

Allerdings bleibt das Portal hinsichtlich der Zufriedenheitsrate bei den gängigen Kundenbewertungsportalen üblicherweise leicht hinter Konkurrenten wie weltsparen.de zurück. Die negativen Bewertungen, die Zinspilot hier teilweise erfahren musste, würden sich sicherlich fast genauso auf andere Anbieter übertragen lassen.

So bemängeln Anleger, dass die Geldanlage trotzt der Nutzung von Internet-Zahlungsdienstleistern erst am nächsten Tag gutgeschrieben wird. Zudem sei das Portal nicht nutzerfreundlich genug und biete nicht genügend Funktionen. Zudem wird bemängelt, dass zusätzlich Registrierungsdokumente notwendig sind, wenn Anleger ein Festgeldkonto bei einer Partnerbank anlegen möchten, oder dass zusätzliche Dokumente zur Vermeidung der Doppelbesteuerung eingereicht werden müssen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt, der bei anderen Zinsportalen üblicherweise nicht auftritt, ist allerdings die Tatsache, dass die Geldanlage nicht an jedem Tag möglich ist, sondern jeweils nur am 1. und 15. des Monats. Viele Kunden möchten in der Wahl des Starttermins flexibler sein. Denn auch wenn es gerade im Rahmen des Festgelds auf dem ersten Blick kaum einen Unterschied machen dürfte, an welchem Tag genau die Laufzeit beginnt, hat dies deutlichere Nachteile. Natürlich verlängert sich so auch die Frist zwischen Anmeldung und tatsächlicher Geldanlage deutlich. Neukunden müssen somit mit mehr als zwei Wochen bis zur ersten Geldanlage bei Zinspilot rechnen. Wesentlich wichtiger ist für viele Kunden allerdings, dass sich auch die Wiederanlage des Geldes so verlängert.

Ein weiterer häufiger angeführter Kritikpunkt ist die Dauer der Rücküberweisung. Ein Kunde kritisiert beispielsweise, dass ein am Dienstag fälliges Festgeld erst am Freitag auf dem Girokonto gutgeschrieben wurde. Allerdings ist dies bei einer ausländischen Bank, die zudem noch einen Umweg über ein deutsches Konto nehmen muss, sicherlich kein unüblich langer Zeitraum. Anleger sollten sich also darüber im Klaren sein, dass das Festgeld nicht direkt bei Fälligkeit gutgeschrieben wird.

Wie sind die Erfahrungen mit Zinspilot in Bezug auf den Kundenservice?

Die Erfahrungen mit dem Support von Zinspilot sind eher durchmischt. Manche Kunden loben den Service sehr, haben ihn als gut erreichbar, freundlich und kompetent erlebt. Dies gilt allerdings vor allem für den telefonischen Support. Im Rahmen des E-Mail-Kundenservice müssen Kunden sich hingegen auf längere Wartezeiten einstellen. Dies liegt sicherlich auch daran, dass der Anlagevermittler innerhalb des Portals noch nicht alle Informationen bereitstellt, die Kunden benötigen, um Geld anzulegen.

Sobald kleinere Fehler oder fehlende Dokumente für eine Verzögerung sorgen, müssen Anleger so den Kundenservice kontaktieren, anstatt das Problem selbstständig lösen zu können. Der Support könnte also mit kleinen Maßnahmen deutlich entlastet werden.

Schnelligkeit scheint für viele Kunden ein Problem zu sein. Die Kontoeröffnung dauert teilweise mehr als zwei Wochen, was vielen Anlegern bereits zu lange dauert, was durch die festen Anlagetermine erschwert wird.

Kunden beschweren sich zudem darüber, dass der Informationsstand im Anlageportal leicht hinterherhinkt und beispielsweise Abrechnungen erst später zur Verfügung stellt. Anleger kritisieren zudem, dass es nicht möglich ist, einen Freistellungsauftrag zu vergeben.

Zinspilot Kontoeröffnung

Die Kontoeröffnung erfolgt über ein Antragsformular auf der Webseite

Wie sicher ist das Geld bei Zinspilot?

Zinspilot tritt ausschließlich als Anlagevermittler auf und nicht als Bank. Dementsprechend kann das Unternehmen niemals auf die Kundengelder zugreifen, es kann lediglich dem Kundenwunsch entsprechend Geld weiterleiten. Dafür wird das Geld auf ein Konto der Sutor Bank angelegt und von dort nach Kundenweisung an die jeweilige Partnerbank weitergeleitet. Zinspilot kommt also zu keinem Zeitpunkt in direkten Kontakt mit dem Guthaben.

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Wichtiger ist für Kunden also im Zweifel die Frage, wie solvent und seriös die Sutor Bank ist. Die Sutor Bank ist eine alteingesessene Hamburger Privatbank. Die Bank ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds der privaten Banken und sichert das Kapital der Anleger somit nicht nur mit den gesetzlich vorgeschriebenen 100.000 Euro je Kunde ab, sondern die Haftung orientiert sich darüber hinaus am Eigenkapital der Bank.

Auch dies nutzt dem Anleger jedoch relativ wenig, wenn sich das angelegte Kapital bei einer der Partnerbanken befindet und diese zahlungsunfähig werden. Hier müssen Anleger allerdings deutlich weniger Angst um Insolvenzen und zeitverzögerte Rückzahlung haben als bei anderen Zinsportalen. Das Unternehmen achtet im Vergleich zu den anderen Anbietern nämlich darauf, dass das Heimatland von den Rating-Agenturen hinsichtlich der Bonität so eingeschätzt wird, das ein Investment uneingeschränkt empfohlen werden kann. Dementsprechend sind bei Zinspilot auch nicht alle Länder vertreten, wodurch auch nicht immer die Zinshöhe erreicht werden kann, die andere bieten.

Erfahrungen mit der Kontoeröffnung

Bei der Kontoeröffnung spalten sich die Geister: Während einige Kunde die Kontoeröffnung innerhalb von zehn Tagen sehr schnell finden und mit der Bearbeitungsdauer vollkommen zufrieden sind, beschweren sich andere Kunden darüber, dass die vollständige Bearbeitung mit zwei Wochen deutlich zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Viele Anleger informieren sich zudem nicht ausreichend über die Rolle der Sutor Bank, bei der das Konto schließlich eröffnet wird. Die Registrierung und das PostIdent-Verfahren wird allerdings von den meisten Anlegern als reibungslos beschrieben, sodass Kunden hier positive Erfahrungen mit Zinspilot machen konnten. Ohnehin sind für die Registrierung nur wenige Schritte notwendig:

  1. Klick auf „Registrieren“
  2. Ausfüllen des Registrierungsformulars und Akzeptieren von AGB und Datenschutzbestimmungen
  3. Ausdrucken der Vertragsdaten
  4. Durchführung des PostIdent-Verfahren

Flatex-Kunden müssen sich einer Zusammenarbeit zwischen Zinsportal und Broker zudem nicht auf der Plattform registrieren, sondern können das Angebot über Flatex nutzen.

Zinspilot Angebote

Anlageangebote können über das Anlage-Cockpit verwaltet werden.

Erfahrungen der Presse und Fachzeitschriften mit Zinspilot

Zinspilot wird in Tests und in Berichten grundsätzlich positiv wahrgenommen. Der Anleger konnte in diesem Jahr bereits die folgenden Auszeichnungen gewinnen:

  • Bester Vermittler durch n-tv und FMH, März 2017
  • Bester Geldanlagemarktplatz durch BankingCheck.de
  • Beste Zinsen Tagesgeld im Zinsbroker-Test 2017 durch Tagesgedvergleich.net

Zinspilot und die Gründer Deposit Solutions sind zudem in der Branche alles andere als unbekannt. Über das Zinsportal schreiben nicht nur lokale Zeitschriften und Zeitungen wie die Kieler Nachrichten oder Berlin Valley, sondern auch Der Aktionär, Wirtschaftswoche Gründer, Welt, SZ oder Stern. Der Großteil der Berichte ist dabei durchaus positiv.

Das Unternehmen wird zudem von der Gesellschaft für transparenten Datenschutz geprüft und zertifiziert. Die Partnerbank Sutor Bank wurde zudem mehrfach von der Focus Money ausgezeichnet, zuletzt im November 2016 als „Herausragende Vermögensverwaltung“.

Über Zinspilot

Hinter Zinspilot steckt das Unternehmen Deposit Solutions GmbH, das seit 2011 auf dem Markt ist und vor allem Software und Serviceangebote im Bereich Immobilien- und Finanzwirtschaft entwickelte. Neben Zinspilot gehören auch die Angebote Comonea.pro und Deutsche Kautionspartner zu den Diensten des Unternehmens. Ziel der Angebote ist es grundsätzlich, unnötigen Aufwand von Banken und Endkunden zu vermeiden und somit mehr Komfort, geringe Kosten und höhere Zinsen zu bieten. Seit 2014 bietet das Unternehmen diese Möglichkeit auch Privatkunden, nachdem das Angebot zuerst für Banken unter dem Namen Comonea gestartet war, wobei das Angebot für institutionelle Anleger und Banken natürlich noch einmal deutlich komplexer ist.

Zinspilot konnte im Juli 2017 verkünden, bereits zwei Milliarden Euro Spareinlagen vermittelt zu haben. Im Oktober des Vorjahres konnte das Unternehmen die eine Milliarde Euro-Grenze als überschritten vermelden. Das Unternehmen zählt also zu einem der am schnellsten wachsenden Fin-Techs Deutschlands. Zum Vergleich: Bis zur ersten Milliarde dauerte es vom Start 2014 bis Oktober 2016.

Zinspilot Willkommensbonus

Zinspilot bietet Neukunden einen Willkommensbonus

Bietet Zinspilot einen Bonus?

Zinspilot bietet einen Willkommensbonus für alle Kunden, die mindestens 7.500 Euro in Festgeld investieren. Wie hoch der Bonus ist, hängt von der Laufzeit ab:

  • Festgeld bis neun Monate: 25 Euro
  • Festgeld bis zwölf Monate: 50 Euro
  • Festgeld ab 36 Monate: 100 Euro

Es muss sich dabei allerdings um die Erstanlage bei Zinspilot handeln. Neukunden, die das Angebot nutzen müssen, müssen den Aktionscode „Willkommensbonus“ per Mail an den Support schicken.

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Fazit: Zinspilot mit gutem, aber unflexiblem Angebot

Auch wenn die meisten Kunden mit Zinspilot durchaus zufrieden sind und den Anlagemarktplatz weiterempfehlen würden, beschweren sich viele darüber, dass die Geldanlage nur an zwei Tagen im Monat möglich ist. Grundsätzlich bietet Zinspilot allerdings ein sehr zufriedenstellendes Angebot, das auch auf Transparenz und sichere Herkunftsländer setzt und leicht zu verstehen ist.

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