ZoomTrader Erfahrungen – Test und Bewertung

ZoomTrader Erfahrungen – Test und Bewertung

ZoomTrader ist neuer Partner des 1. FC Köln. Dabei überrascht, dass der Sponsor des Traditionsvereins weiter auf eine Regulierung durch Finanzaufsichtsbehörden verzichtet. Das Angebot des Brokers hat durchaus Stärken, jedoch auch einige wichtige Schwächen.

Welches Handelsangebot bietet ZoomTrader?

Im Vergleich zu anderen Brokern für binäre Optionen, die eine dreistellige Anzahl an Basiswerten bieten, ist die Auswahl bei Zoomtrader relativ klein. So bietet der Broker derzeit nur ein Dutzend Basiswerte. Allerdings befinden sich immerhin vier Währungspaare mit Euro-Beteiligung, was viele Trader aus der Währungsunion freuen dürfte. Dies geht jedoch etwas zulasten der Exoten.

Darüber hinaus bietet der Broker 10 Indizes an, dies sich vor allem auf die westlichen Finanzmärkte beziehen. In der Assetklasse Aktien bietet ZoomTrader derzeit 37 unterschiedliche Wertpapiere an, die größtenteils auch für deutsche Händler interessant sind. Ergänzt wird das Angebot durch die sechs Rohstoffe Kaffee, Zucker, Kupfer, Erdöl, Silber und Gold. Als Besonderheit bietet der Broker auch eine Handvoll Futures an.

Insgesamt ist das Angebot mit rund 70 Basiswerten also nicht all zu abwechslungsreich. Für einen Großteil der Trader dürfte die Vielfalt jedoch dennoch ausreichen. Nur wer mit Exoten oder sehr volatilen Basiswerten handeln möchte, könnte bei ZoomTrader nicht glücklich werden.

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Welche Handelsarten gibt es bei ZoomTrader?

Der Binäre Optionen Broker punktet durch eine große Auswahl bei den Handelsarten. Derzeit bietet er die folgenden Möglichkeiten:

  • Digital
  • Turbo
  • Touch Up/Down
  • One Touch
  • Range
  • Advanced

Im „Advanced“-Modus können Trader eine Verlustbegrenzung einrichten. Diese Möglichkeit findet sich in letzter Zeit immer seltener bei Brokern. Außerdem steht ein Forex-Bereich zur Verfügung.

Unter welchen Konditionen können Trader handeln?

Die Mindesthandelssumme beträgt bei ZoomTrader derzeit zehn Euro. Die durchschnittliche Rendite liegt bei 73 %. Als Höchstwert gibt der Broker eine Rendite von 83 % an. Zwischen den Trades müssen Händler mindestens 10 Sekunden verstreichen lassen, zudem sind nur 15 Trades in 30 Minuten und 25 Trades in 60 Minuten erlaubt.

Die Laufzeiten im Bereich der Turbo-Optionen beginnen interessanterweise bei 45 Sekunden. Üblicherweise entscheiden sich Broker eher für eine Laufzeit bei 30 Sekunden oder beginnen bei 60 Sekunden Optionen. Diese Möglichkeit bietet ZoomTrader auch und ergänzt die Auswahl im extrem kurzfristigen Bereich zusätzlich auch um zwei und fünf Minuten. Im langfristigen Bereich können Kunden hingegen Laufzeiten von bis zu mehreren Monaten wählen.

ZoomTrader erhebt keine Kontoführungskosten oder ähnliche Gebühren. Allerdings wird eine Inaktivitätsgebühr in Höhe von bis zu 10 % des Kontoguthabens oder mindestens 10 Euro fällig. Dies sind für Trader, die viel Kapital einzahlen, recht hohe Kosten. Zudem werden die Gebühren bereits nach 30 Tagen Inaktivität fällig. Wer also bestimmte Marktphasen abwarten möchte oder aus anderen Gründen über einen derartigen Zeitraum nicht traden kann, sollte sich einen anderen Anbieter für den Handel mit binären Optionen entscheiden.

Einzahlung bei ZoomTrader

Wer bei Zoomtrader handeln möchte, muss einen Mindestbetrag von 100 Euro einzahlen. Als Zahlungsmethoden kommen neben der Banküberweisung auch Kreditkarten in Frage. Die Liste der Zahlungsanbieter umfasst.

  • Visa
  • MasterCard
  • iDeal
  • Skrill
  • JCB
  • SofortBanking
  • Paysafecard

Damit bietet der Broker eine sehr schöne Auswahl, bei der jeder Kunde eine für ihn geeignete Zahlungsmethode finden dürfte.

Auszahlungen

Trader können jeden Monat eine freie Auszahlung beantragen. Für jede weitere Auszahlung erhebt das Unternehmen mit 40 Euro eine relativ hohe Gebühr. Der gleiche Betrag wird auch dann fällig, wenn der Kunde eine Einzahlung tätigt, allerdings keinen Trade durchführt. Wenn dieser Fall vorliegt, verlangt der Broker ebenfalls 40 Euro Auszahlungsgebühr. Die gleiche Summe wird auch dann fällig, wenn der Kunde seine Mitgliedschaft bei ZoomTrader beenden möchte und weniger als 200 Euro auf dem Konto hat.

ZoomTrader geht hier also offensichtlich sehr unterschiedliche Wege: Während normale Trader vorbildlich behandelt werden und eine kostenfreie Auszahlung im Monat nutzen können, sind die Gebühren für abtrünnige Kunden oder Trader, die ihr Geld häufiger auszahlen möchten, relativ hoch.

Tradern steht leider nicht die Auswahl an Zahlungsarten, die bei der Einzahlung genutzt werden können, als Auszahlungsmethode zur Verfügung. ZoomTrader nutzt hierfür lediglich Banküberweisung und Kreditkartenzahlung.

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Ist ZoomTrader seriös?

ZoomTrader ist einer der Broker für binäre Optionen, die den Detektiv in jedem vorsichtigen Händler wecken können. Ein Alarmzeichen ist in jedem Fall der Umstand, dass der Broker keine Lizenz einer Finanzaufsichtsbehörde besitzt. Der Broker gibt selbst an, von der Hithcliff Ltd. in London betrieben zu werden. Dies ist aber letztlich nicht möglich, da dann die FCA auf eine Regulierung bestehen würde oder der Broker den Betrieb einstellen müsste. Dementsprechend ist es fast unmöglich, dass das Unternehmen seinen Hauptsitz tatsächlich dort hat.

In früheren Zeiten gab es auf der Webseite des Brokers sowohl Hinweise auf einen Sitz auf den Seychellen, British Anguilla und auch auf Zypern als Heimatland. Alle Hinweise sind allerdings inzwischen nicht mehr auffindbar. Wer letztlich hinter dem Broker steckt, ist deswegen nicht ganz klar.

Überraschend ist es allerdings, dass der Broker im Gegenzug mit dem FC Bologna und dem FC Köln zwei etablierte europaweite bekannte Fußballvereine als Partner gewinnen konnte. Ein derartiges Verhalten und relativ teures Investment spricht relativ deutlich dafür, dass der Broker plant, langfristig auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Mit dem FC Köln wurde dabei eine dreijährige Partnerschaft eingegangen, die einen niedrigen sechsstelligen Betrag im Monat in die Kasse der Geißböcke spülen soll. Eine solche Investition ist für einen Broker, der lediglich Händler betrügen möchte, vollkommen unnötig und sinnlos. Stattdessen scheint dies eindeutig dafür zu sprechen, dass sich Zoomtrader als seriöser Anbieter auf dem Markt etablieren möchte.

Dahinter könnte durchaus ein weiterer Inhaberwechsel sprechen. In den letzten Jahren wechselten die Besitzer oder zumindest deren Namen gleich mehrfach. Der Broker könnte nun einen neuen Investor gefunden haben, der hoffentlich auch eine Regulierung innerhalb der EU anstrebt. Nur dann können EU-Bürger nämlich sicher sein, dass die EU-weiten Mindeststandards eingehalten werden und im Ernstfall ein Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Wie gut ist der Bonus von ZoomTrader?

Der Bonus von ZoomTrader hat einen entscheidenden Haken: ZoomTrader fordert, dass der Kunde den Bonus mindestens 40-fach einsetzt, bevor der Broker es erlaubt, ihn auszuzahlen. Dies ist durchaus normal. Allerdings untersagt der Broker dem Händler auch sein eigenes Geld abzuheben, solange die Bonusbedingungen nicht erfüllt sind. Eine solche Form von Einzahlungsboni sollte niemals in Anspruch genommen werden, da sie den Händler nachteilig behandelt. Broker sollten es ihren Kunden immer und zu jedem Zeitpunkt ermöglichen, Restguthaben auszuzahlen.

Noch bedenklicher wird diese Bestimmung dadurch, dass ZoomTrader einen Bonus von bis zu 100 % nach eigenem Ermessen vergeben darf. Der Kunde scheint also keine Möglichkeit zu haben, sich gegen diesen Bonus zu wehren.

Kundenservice bei ZoomTrader

Auch in Bezug auf den Support wäre wünschenswert, wenn sich ZoomTrader gerade im Umbruch befindet. Grundsätzlich scheint der Broker sich nämlich viel Mühe zu geben, es richtig zu machen. Der Support ist werktags rund um die Uhr erreichbar. Für Kunden steht zudem ein LiveChat, Hotline, Email und Rückrufservice bereit. Allerdings benötigt der Support ungewöhnlich lange, um zu reagieren und der LiveChat scheint defekt zu sein.

Auf diese Weise kann der Kundenservice natürlich nicht gut bewertet werden, sodass dies eine weitere Schwachstelle ist, die der ZoomTrader Test aufdeckt.

Kunden, die sich für einen Account bei dem Broker interessieren, sollten zudem derzeit gute Englischkenntnisse mitbringen. Die deutsche Übersetzung ist nämlich fehlerhaft und teilweise auch missverständlich, sodass Kunden sich hierauf auf keinen Fall verlassen sollten. ZoomTrader ist ein gutes Beispiel dafür, dass Trader in der Lage sein sollten, die AGB zu verstehen und sich mit ihnen zu beschäftigen.

Lernangebot und aktuelle News

ZoomTrader bietet ein ungewöhnlich vielseitiges und umfangreiches Angebot an Lernmaterial. Kunden können zwischen Videos, interaktiven Kursen und E-Books wählen. Inzwischen stehen sogar wöchentliche Webinare bereit, in denen Experten wichtige Themen im Zusammenhang mit binären Optionen behandeln. Auf diese Weise sollen sowohl absolute Einsteiger als auch fortgeschrittene User die Möglichkeit erhalten, sich bei ZoomTrader fortzubilden und so ihren Trading Erfolg zu steigern. Bedauerlich ist allerdings, dass der Broker kein Demokonto bietet.

Dass ZoomTrader mehr erreichen möchte, zeigen auch zahlreiche Zusatzangebote wie Marktzusammenfassungen, Nachrichten und Informationen zur technischen Analyse. Auch die Turniere könnten eine interessante Ergänzung sein. Leider ist ein Großteil des Angebotes aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht abrufbar oder noch nicht weit genug entwickelt, um eine tatsächliche Bereicherung darzustellen.

Handelsplattform von ZoomTrader

Die Handelsplattform von ZoomTrader könnte durchaus etwas übersichtlicher sein. Teilweise sind zu viele Informationen auf einmal auf dem Bildschirm zu finden. Dies gilt selbst bei der Darstellung von nur einem Basiswert. Die Handelsplattform belässt den Chart dann nämlich auf der gleichen Größe, als wenn sie vier Basiswerte zugleich anzeigen muss und auch die größte Vergrößerungsstufe reicht nicht aus, um eine sichere Chartanalyse zu tätigen.

Dennoch ist die Handelsplattform ausreichend übersichtlich und auch für Einsteiger schnell zu durchschauen. Ein interessantes Feature ist das Auto-Trading. Ein Pluspunkt ist zudem die App. Sie ist für iOS und Android-Geräte verfügbar und ermöglicht es, auch von unterwegs mit binären Optionen zu handeln.

Fazit: Abwarten könnte sich lohnen

ZoomTrader ist nicht von einer Finanzaufsichtsbehörde reguliert und sollte deswegen Misstrauen wecken. Auch zahlreiche wechselnde und widersprüchliche Angaben zum Inhaber haben in der Vergangenheit zurecht dafür gesorgt, dass viele Kunden den Broker mieden. Es könnte jedoch sein, dass der Binäre Optionen Broker es bald schafft, seine Lizenz nachzuholen. Dann könnte sich das Angebot auch deswegen lohnen, weil es sonst kaum noch Anbieter gibt, die eine Verlustabsicherung zur Verfügung stellen.

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