Wie in Bitcoin investieren?

Wer Währungen handeln will, muss nicht zu Euro, US-Dollar oder Yen greifen. Auch Cyberwährungen wie Bitcoin lassen sich mittlerweile traden. Aber was ist der beste Weg? Und welche Risiken gehen damit einher?

Das Wichtigste im Überblick

  • Bitcoins über verschiedene Marktplätze handelbar
  • Andere Cyberwährungen als Alternative
  • Forex-Handel für Einsteiger vorteilhaft
  • Hohes Risiko beachten

Chancen und Risiken von Bitcoins

Lange Zeit ging der Kurs des Bitcoins nur nach oben. Am 11. Dezember 2016 stand der Kurs bei rund 770 US-Dollar, fast genau ein Jahr später, am 10. Dezember 2017, aber bei mehr als 19.100 US-Dollar. Das Modell war so erfolgreich, dass das ebenso korrupte wie insolvente Land Venezuala mit dem Petro versuchte eine eigene Kryptowährung ins Leben zu rufen.

Allerdings hatte nicht nur der Petro Startschwierigkeiten, der Bitcoin fiel ab dem 10. Dezember innerhalb von 14 Tagen um rund 7.000 US-Dollar. Zunächst sah es so aus, als hätten die Kunden das Geld nur für Weihnachtseinkäufe benötigt, denn bis zum Ende des Jahres wurde die 17.000-Dollar-Grenze wieder durchbrochen. Dann aber viel der Kurs innerhalb eines halben Jahres um fast zwei Drittel.

Bitcoins bieten also hohe Chancen – aber auch hohe Risiken.

Bitcoin Cash und Bitcoin Gold

Auf vielen Handelsplattformen finden sich neben dem eigentlichen Bitcoin mit dem Kürzel BTC auch Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin Gold (BTG). Beides sind Abspaltungen, die in der zweiten Jahreshälfte 2017 auf den Markt kamen. Sie sind unabhängig voneinander und sind nicht mit dem klassischen Bitcoin kompatibel. Es handelt sich bei den Abspaltungen um sogenannte Hard Forks.

Bitcoin Cash erlaubt größere Blöcke als der Ur-Bitcoin und ist schneller und einfacher zu übertragen.

Dagegen steht bei Bitcoin Gold, wie bei der Ausgangswährung, die Dezentralität im Vordergrund. Trotzdem soll die Währung einfacher zu schürfen sein, auch für Besitzer von weniger anspruchsvoller Hardware.

Bitcoins handeln

Theoretisch benötigt man für den Handel mit Bitcoins keinen festen Handelsplatz. Wer möchte kann sein Kaufinteresse auch in der Zeitung inserieren. Allerdings ist das nicht nur umständlich, auch die Abwicklung selbst wird dadurch schwierig. Es besteht das Risiko, dass der angebotene Handel mit Bitcoins Betrug ist. Denn wer weiß schon, ob der Handelspartner nach der Überweisung des Geldes auch wirklich die versprochenen Bitcoins liefert. Das gilt vor allem, wenn der Verkäufer im Ausland lebt. Auch auf einen Kurs muss man sich dann erst verständigen.

Einfacher geht es, wenn man seine Bitcoins über eine Handelsplattform wie Bitcoin.de kauft. Dort werden die aktuellen Kurse von der Handelsplattform gestellt. Sie übernimmt auch die Abwicklung der Zahlung und die Auszahlung der Kryptowährung.

Bitcoins lagern

Egal ob Bitcoin, Bitcoin Cash oder Bitcoin Gold, die Grundidee der Kryptowährung ist, dass es ohne zentrale Abwicklung auskommt. Bei Bitcoin.de wird das erworbene Guthaben zunächst auf der Plattform selbst gespeichert, es lässt sich aber auch auf den eigenen Rechner übertragen.

Das ist vor allem attraktiv, wenn man mit der Währung auch wirklich etwas kaufen oder langfristig Geld anlegen will. Wer kurzfristig auf einen fallenden oder steigenden Bitcoin spekulieren will, der kann das einfacher über ein Konto bei einem Forex-Broker tun. In der Regel lässt sich dieses Geld aber nicht direkt zum Einkaufen verwenden oder auf den eigenen Rechner übertragen.

Bitcoins bei Forex Broker kaufen

Der Handel über einen Forex-Broker ist einfacher als über eine Plattform und bietet mehr Möglichkeiten. Er eignet sich aber nur für kurzfristige, spekulative Zwecke. Denn hier werden keine echten Bitcoins erworben. Eine Auszahlung in das eigene Wallet ist im Regelfall ebenso wenig möglich wie das Bezahlen mit diesem Geld. Stattdessen kauft man ein Differenzkontrakt (CFD) für ein Währungspaar. Damit profitiert man von der Wertentwicklung, ohne wirklich Bitcoins zu besitzen.

Das Verfahren hat eine Reihe von Vorteilen. Es ist schnell und günstig. Noch wichtiger: Trader können auch auf fallende Kurse setzen oder auf den Kurs des Bitocin in Relation zu anderen Kryptowährungen wie Etherum. Außerdem lassen sich viele Kryptowährungen mit einem Hebel handeln. Ein Hebel von 2:1 bedeutet beispielsweise, dass Kunden nur 100,- Euro investieren müssen, um Bitcoins im Wert von 200,- Euro zu handeln.

Broker Plus500

Zu den ersten CFD- und Forex-Brokern mit einem breiten Angebot an Kryptowährungen gehört Plus500. Das Unternehmen ist in Europa mit Niederlassungen in Großbritannien und Zypern vertreten. Bekannt ist es Fußball-Fans auch als Sponsor von Atlético Madrid.

Es bietet neben Bitcoins auch CFDs auf Bitcoin Cash. Ethereum, Litecoin, NEO, Ripple oder IOTA werden ebenfalls angeboten, außerdem ein Währungspaar Ethereum/Bitcoin. Bei letzterem spekulieren Anleger auf die Entwicklung des Bitcoin in Relation zu Etherum, sonst immer auf die im Verhältnis zum US-Dollar.

Daneben offeriert der Broker aber auch klassische Währungspaare wie EUR/USD, EUR/JPY oder EUR/CAD. Also die Entwicklungen des US-Dollar, des japanischen Yen und des kanadischen Dollar in Relation zum Euro. Auch Aktien, Rohstoffe und Indizes lassen sich handeln, wobei auch hier nicht der Basiswert selbst gekauft wird, sondern ein Differenzkontrakt. Die Hebel liegen sogar noch deutlich höher als beim Handel mit Kryptowährungen, beim DAX beispielsweise bei 20.

So funktioniert Plus500

Um bei Plus500 handeln zu können, muss man zunächst ein Konto eröffnen und Geld einzahlen. Das geht per Überweisung oder Kreditkarte. Dann können Kunden mit dem Handel beginnen. Sie können ein Währungspaar entweder kaufen oder verkaufen. Wer verkaufen will, muss dafür keine Bitcoins besitzen, er kann auch fixen, also leer verkaufen. Dann profitiert er von fallenden Kursen.

Bitcoin kaufen Gebühren

Gebühren verlangt Plus500 nicht, stattdessen finanziert der Broker sich aus dem Spread. Wer Bitcoins kauft zahlt dafür einen etwas höheren Preis als derjenige, der gleichzeitig verkauft. Kosten können allerdings noch an anderer Stelle anfallen, vor allem durch

  • Übernacht-Gebühren,
  • Absicherungsgebühren
  • Inaktivitäts-Gebühren.

Weil durch den Hebel von 2:1 nur die Hälfte der Bitcoins vom Trader selbst finanziert wurde, räumt der Broker ihm sozusagen ein Darlehen in gleicher Höhe ein. Das bleibt zinslos, wenn die Differenzkontrakte am gleichen Tag wieder verkauft werden. Wird es bis zum nächsten Tag gehalten, fallen aber Übernacht-Gebühren an. Für langfristige Investitionen in Bitcoins sind CFDs daher nicht geeignet.

Bei Plus500 können Kunden sich einen Stopp-Kurs garantieren lassen. Wird er erreicht, löst Plus500 die Position zu diesem Kurs auf – plus einen erhöhten Spread. Ohne diese Garantie kann es passieren, dass zum gewählten Kurs kein Handel stattfindet, beispielsweise weil der Wert der Kryptowährung bei einem Bitcoin Crash direkt von 6.500,- US-Dollar auf 5.000,- Dollar fällt. Ein Stop-Loss bei 6.000,- Dollar würde dann erst bei 5.000,- Euro ausgeführt werden, bei einem garantierten Stoppkurs aber dennoch bei 6.000,- Dollar.

Weil sich Plus500 aus den Spreads beim Trading finanziert erhebt das Unternehmen eine Gebühr, wenn nicht gehandelt wird. Wer sich in drei Monaten nicht an seinem Konto einloggt zahlt daher 10,- US-Dollar.

Fazit

Der Hype um den Bitcoin hat sich deutlich gelegt seit sich zeigte, dass die Kryptowährung auch fallen kann. Zwischen Dezember 2017 und Mitte 2018 verlor sie zwischenzeitlich mehr als zwei Drittel ihres Wertes. Für spekulative Trader ist genau das attraktiv. Sie können bei CFD-Broker wie Plus500 nämlich auf steigende wie auf fallende Kurse setzen. Außerdem handeln sie dort mit einem Hebel. Wegen der Übernacht-Gebühren eignen sich CFDs aber nur für Trader, die am gleichen Tag kaufen und wieder verkaufen.

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