Aktien kaufen für Anfänger 2021: Tipps und Empfehlungen

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Aktien kaufen für Anfänger - Das Wichtigste in Kürze

  • Gibt es Aktien, die für Anfänger besonders gut geeignet sind? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben einige der besten Aktien für Anfänger herausgesucht.
  • Worauf muss man als Anfänger beim Aktienkauf achten? Unsere 5 Tipps für Einsteiger helfen weiter!
  • Für Anfänger, die noch nicht wissen, ob sie Aktien kaufen sollen, analysieren wir in der SWOT-Analyse die Stärken und Schwächen von Aktien.
  • Zudem stellen wir Alternativen zu Aktien vor: Für Anfänger kommen vor allem Aktienfonds, ETFs oder auch das Investieren über einen Robo Advisor in Frage.

Was sind Anfängeraktien?

Aktien für Anfänger sind Papiere, die sich in der Vergangenheit relativ stabil entwickelt haben, also vor allem keine großen Einbrüche zu verzeichnen hatten. Oft sind sie in ihren wichtigsten Märkten kaum angreifbar. Eine Garantie für Kursgewinne bieten aber auch sie natürlich nicht.

Beste Broker für Anfänger

Die besten Aktien für Anfänger, die wir in diesem Artikel vorstellen

Wenn Sie die Aktie anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
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Amazon
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Alphabet Aktie C
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Weitere sichere Aktien

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Nestlé
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BP
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Bayer
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Coca-Cola
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Münchener Rück
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Inhaltsverzeichnis

Angesichts niedriger Zinsen denken viele Anleger darüber nach, stärker in Aktien zu investieren. Wie aber starten? Das beantwortet unser Ratgeber Aktien kaufen für Anfänger. Außerdem stellen wir ETFs und Aktien vor, die sich unserer Meinung nach für Anfänger besonders gut eignen.

Aktien kaufen für Anfänger: 5 Tipps für Einsteiger

Diese fünf Tipps zum Thema Aktien kaufen für Anfänger sind einfach, trotzdem aber sehr nützlich:

Tipp 1: Vermögen streuen

Der Gedanke liegt nahe, alles in Zukunftsthemen wie Wasserstoff, Biotechnologie oder Lithium zu investieren oder auf scheinbar unangreifbare Firmen wie die Google-Mutter Alphabet oder den Versandgiganten Amazon zu setzen.

Tatsächlich haben Anleger mit dieser Strategie meist gute Ergebnisse erzielt. Eine Garantie auf Gewinne gibt es aber bei diesen Werten nicht – auch wenn es schwer vorstellbar scheint, warum die Aktien von Amazon oder Alphabet ihren Höhenflug nicht weiter fortsetzen sollten.

Doch dabei müssen Anleger bedenken, dass schon ein langsameres Wachstum bei diesen Aktien einen Kursrückgang bedeutet. Das aber ist nicht so unwahrscheinlich, zumal auch die Regulierungsbehörden ein Auge auf diese Konzerne geworfen haben.

Anleger sollten daher ihr Vermögen streuen. Das bedeutet, dass im Aktiendepot verschiedene Wertpapiere aus verschiedenen Branchen und Regionen liegen sollten. Am einfachsten geht das, wenn man auch ein paar ETFs ins Portfolio nimmt (siehe Kapitel Die besten Aktien ETFs für Einsteiger).

Top 5 ETF Broker für Anfänger

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3
Anzahl ETFs
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Orderkosten 1000 €
1€
Sparplanfähige ETFs
165
Anzahl gebührenfreier ETFs
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4
Anzahl ETFs
728
Orderkosten 1000 €
4,90€ + 0,25%
Sparplanfähige ETFs
700
Anzahl gebührenfreier ETFs
150
Testberichtzu ING
5
TradeRepublic Logo
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7500
Orderkosten 1000€
0€
Sparplanfähige ETFs
1300
Anzahl gebührenfreier ETFs
500
Testberichtzu Trade Republic
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Tipp 2: Nicht hektisch werden

Gerade Anfänger machen oft den Fehler, dass sie zu schnell und hektisch wieder verkaufen. Hat sich eine Aktie nicht so entwickelt, wie man sich das gewünscht hat, wird sie schnell wieder abgestoßen.

Grundsätzlich ist das keine schlechte Strategie. „Verluste muss man realisieren, Gewinne laufen lassen“, lautet eine alte Börsenweisheit. Allerdings scheitern viele Kleinanleger daran, den passenden Zeitpunkt zu finden. Während Kurskorrekturen steigen sie oft aus, wenn die Erholung schon vor der Tür steht, und steigen erst wieder ein, wenn ein Großteil der Erholung bereits abgeschlossen ist.

Für Anfänger sollte deshalb ein anderes Sprichwort im Zentrum stehen: „Hin und her macht Taschen leer“. Das gilt sogar bei Brokern, die keine Gebühren verlangen. Denn auch dort entstehen durch den Spread Kosten. Wer sich von einem Papier trennt, sollte das gut begründen können.

Tipp 3: Regelmäßig investieren

Anfänger befürchten oft, dass kurz nach ihrem Einstieg eine Kurskorrektur folgt. Die Furcht ist nicht ganz unbegründet: Wer beispielsweise im Jahr 2000 in den DAX investierte, hatte seine Verluste erst im Jahr 2007 wieder ausgeglichen.

Allerdings gibt es eine einfache Möglichkeit, die ein solches Szenario zumindest deutlich unwahrscheinlicher macht: Wer monatlich investiert, der streut sein Kapital über mehrere Zeitpunkte.

Wer diese Strategie ab dem Jahr 2000 angewandt hätte, hätte zwar einen Teil zu den hohen Kursen Anfang des Jahres 2000 gekauft, dafür einen anderen zu den niedrigen Kursen des Frühjahres 2003. Hätte er zehn Jahre später verkauft, hätte das 2000 investierte Kapital sogar leichte Verluste gemacht, dass 2003 investierte dagegen sich mehr als verdoppelt. Am einfachsten lässt sich die Strategie mit einem Sparplan umsetzen. (Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zum Thema ETF Sparpläne).

Tipp 4: Dividende nicht vergessen

Viele Anleger blicken nur auf die Kursentwicklung in der Vergangenheit, wenn sie Aktien aussuchen. Tatsächlich haben die Aktionäre von Firmen wie Amazon oder der deutschen MBB ihre Gewinne vor allem dem Anstieg der Kurse zu verdanken. Trotzdem dürfen auch die Dividenden in der Betrachtung nicht fehlen.

Aktien mit hoher Dividende können sehr attraktiv sein. Allerdings müssen Anleger hier genau hinsehen. Teilweise sind die Dividendenrenditen nur deshalb hoch, weil die Aktie stark an Wert verloren hat. Die Dividenden der ProSiebenSat1 Aktie entsprachen in den Jahren 2017 bis 2019 ganze 5,19 % bis 7,65 % des Kurswertes (für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018). Grund war aber vor allem der Wertverlust der Aktie, die von Ende 2015 bis Anfang 2020 fast 90 Prozent ihres Wertes verlor, weil das Geschäftsmodell durch neue Spieler wie Netflix und die Abwanderung von Werbeeinnahmen ins Internet langfristig litt und noch leidet.

Es lohnt sich deshalb zu prüfen, ob schlechte Zukunftsaussichten oder wirtschaftliche Solidität für die hohe Dividende verantwortlich sind.

Tipp 5: Investieren und Spekulieren trennen (und nicht zu gierig werden)

Wenn Wertpapiere mit der Aussicht auf eine Rendite von 1.000 Prozent beworben werden, werden viele Investoren schwach. Doch je höher die Chance, desto höher ist auch das Risiko. Auch eine gute Geschäftsidee ist keine Garantie dafür, dass die Firma erfolgreich ist.

Deshalb sollten gerade Anfänger nicht zu gierig werden. Dazu gehört auch, das Investieren vom Spekulieren zu trennen. Gerade Einsteiger sind mit langfristigen Investitionen in ETFs und Aktien meist erfolgreicher. Wer aber Spaß am Spekulieren hat, sollte dafür lieber ein eigenes Konto eröffnen. So ist die Gefahr geringer, dass für die (langfristige) Geldanlage verplantes Vermögen für die (kurzfristige) Spekulation verwendet wird.

Für die Spekulation bietet sich ein Konto bei einem CFD-Broker an. Das hat mehrere Vorteile. Im Gegensatz zu hochspekulativen Anlageformen wie Futures können Privatanleger bei CFDs nicht mehr Geld verlieren, als sie eingezahlt haben. Die früher bestehende Nachschusspflicht wurde mittlerweile für Kleinanleger abgeschafft.

Trotzdem können Anleger mit einem Hebel handeln. Der kann bei der Spekulation auf einen Index teilweise 20 betragen. Das bedeutet, dass mit 100,- Euro so viel Gewinn oder Verlust erzielt wird wie sonst mit 2.000,-.

Auch einige Aktienbroker bieten mittlerweile CFDs. Dann aber sind Investition und Spekulation nicht sauber getrennt. Außerdem bieten spezialisierte CFD-Broker nicht nur mehr Basiswerte, einige Anbieter haben außerdem viel dafür getan, dass das Trading auch Spaß macht: Bei eToro können Trader sich mit anderen Händlern austauschen, deren Entscheidungen kopieren oder die Entwicklung einzelner Basiswerte kommentieren.

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Hinweis: 68% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die besten Aktien für Einsteiger 2021

Aktien für Einsteiger sollten nicht zu spekulativ sein. Garantierte Gewinne gibt es aber auch hier nicht.

Aktien kaufen für Anfänger: Amazon

WKN: 906866WKN kopiert / ISIN: US0231351067ISIN kopiert

Der Versandhändler aus Seattle ist durch die Corona-Krise noch stärker geworden. Ende 1997 startete die Aktie mit einem Kurs von etwas über einem Euro, Ende 2020 war sie fast 3.000 Euro wert. Allein von Ende 2010 bis Ende 2020 stieg der Wert um mehr als den Faktor 30.

Das Unternehmen macht Gewinne und ist deshalb nicht so spekulativ wie Aktien junger Unternehmen. Dass der (unverwässerte) Gewinn je Aktie 2019 nur bei 23,46 US-Dollar lag, liegt vor allem an den hohen Ausgaben für neue Investitionen, von denen Anleger mittelfristig profitieren sollen – und womöglich auch an Steuervermeidungstricks, wie Kritiker argwöhnen.


Natürlich ist auch ein Engagement bei Amazon nicht risikolos. Der Plan, mit dem Betriebssystem Fire eine Alternative zu Android zu schaffen, schlug fehlt. Regulierungsbehörden und Gewerkschaften könnten Amazon ebenfalls zusetzen.

Bedenken müssen Aktionäre dabei, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Geschäftsjahr 2019 bei fast 80 lag. Eine Aktie kostet also so das 80-Fache des Jahresgewinns. Bei großen deutschen Konzernen wie der Bayer AG oder der Siemens AG lag das KGV zum gleichen Zeitpunkt üblicherweise bei 15 bis 17. Das bedeutet, dass schon ein schwächeres Wachstum einen Kursrückgang zur Folge haben kann.


Trotzdem halten wir Amazon für ein interessantes Investment. Allerdings nur, wenn ausreichend Eigenkapital zur Verfügung steht, denn eine Aktie kostete im Dezember 2020 mehr als 2.000 Euro. Um eine breite Streuung zu erreichen, sollten also mindestens 10.000 Euro zur Verfügung stehen.

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Anfängeraktie: Alphabet C (Google)

WKN: A14Y6HWKN kopiert / ISIN: US02079K1079ISIN kopiert

Für Alphabet gilt in vielen Bereichen das gleiche wie für Amazon. Die Muttergesellschaft von Google scheint unangreifbar. Schwer vorzustellen, dass jemand dem Betriebssystem Android oder der Suchmaschine Google Konkurrenz machen sollte. Die Firma erzielt hohe Gewinne und ist in ihrem Geschäftsfeld durch Wettbewerber kaum angreifbar.


Allerdings gibt es auch hier Risiken. Im Gegensatz zu Amazon steht Alphabet bereits regelmäßig im Konflikt mit den Aufsichtsbehörden. Im Dezember 2020 kündigte Australien beispielsweise an, dass Google und Facebook Gebühren an die Zeitungsverlage zahlen sollen, wenn sie deren Nachrichten weiterverbreiten. Auch andere Szenarien sind denkbar, bei denen sich das Umsatzwachstum zumindest verlangsamt. Allerdings ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 27 (Stand: 12/2020) deutlich niedriger als bei Amazon.


Auch weil das Unternehmen mittlerweile in verschiedenen Bereichen aktiv ist, ist es ein interessantes Investment. Alphabet C Aktien haben kein Stimmrecht. Da die Firmengründer aber durch (nicht öffentlich gehandelte) Alphabet B Aktien mit Mehrfachstimmrecht nach wie vor die Kontrolle über das Unternehmen innehaben, ist das Stimmrecht ohnehin praktisch bedeutungslos.

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Aktien kaufen für Anfänger: Procter & Gamble

WKN: 852062WKN kopiert / ISIN: US7427181091ISIN kopiert

Procter & Gamble scheint nicht ganz in die Reihe von Amazon und Alphabet zu passen. Das Unternehmen, das durch Marken wie Meister Proper, Pampers oder Ariel bekannt ist, besteht seit fast 200 Jahren und stellt vor allem Konsumgüter her.


Drei Gründe machen die Aktie aber gerade für Börsenanfänger interessant:

  1. Erstens erzielt das Unternehmen regelmäßig Gewinne.
  2. Zudem zahlt Procter & Gamble seit 130 jedes Jahr eine Dividende aus.
  3. Trotzdem hat sich der Kurs von 2010 bis 2020 verdreifach, ein Kursanstieg von fast 12 Prozent pro Jahr.


Natürlich bietet das Unternehmen aus Cincinnati nicht die gleichen Wachstumsfantasien wie Amazon oder Alphabet, aber es ist sehr solide. Außerdem ist der Kurs deutlich niedriger, sodass man auch schon mit weniger Geld in Procter & Gamble investieren kann.

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Aktien kaufen Anfänger: Die besten Aktien ETFs für Einsteiger 2021

Am besten für den Einstieg in den Aktienmarkt sind allerdings Aktien-ETFs geeignet. Das sind börsengehandelte Fonds (ETF = Exchange Traded Fund, also börsengehandelter Fonds), die oft einen Index wie den DAX, den MSCI World oder den Dow Jones abbilden. So können Anleger auch mit wenig Geld eine breite Streuung erreichen.

Lesen Sie dazu auch unseren ETF Broker Vergleich.

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF

WKN: A1JX52WKN kopiert / ISIN: IE00B3RBWM25ISIN kopiert

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ist für Anfänger vor allem deshalb so gut geeignet, weil er international investiert. Die Wertentwicklung ist deshalb weniger abhängig von der eines einzelnen Landes. Hinzu kommt, dass viele Länderindizes auch starke Branchenschwerpunkte haben. Beim DAX ist das die Automobilindustrie, in den USA BigTech und in der Türkei das Bankenwesen. Die internationale Aufteilung sorgt also auch für eine größere Branchenstreuung.

Im Gegensatz zum im Anschluss vorgestellten MSCI World ETF gehören zum Portfolio auch Unternehmen aus Schwellenländern, vor allem aus Indien und China. Allerdings machen sie zusammen nur rund zehn Prozent des Wertes aus, fast 60 Prozent des Fondsvermögens sind in US-Aktien investiert. Das liegt vor allem an den großen Technologie-Konzernen. Mehr als 20 Prozent des Wertes entfallen auf Technologie-Aktien. Anleger sollten daher noch ein oder zwei andere ETFs mit ins Portfolio nehmen – oder eine automatisierte Vermögensberatung nutzen (siehe unten).

Von 2015 bis 2020 hat der ETF rund 7 Prozent pro Jahr zugelegt und außerdem eine Dividende ausgeschüttet. Das ist deutlich besser als die Entwicklung auf dem Sparbuch. Wer die Dividenden gleich reinvestieren will, der findet unter der Wertpapierkennnummer (WKN) A2PKXG auch einen ETF, der die Zahlungen sofort wieder anlegt.

Die Gesamtkostenquote beträgt in beiden Fällen 0,29 Prozent, was vor allem im Vergleich zu klassischen Fonds sehr wenig ist. Beide Fälle investieren physisch, kaufen also die im Fonds entwickelten Wertpapiere tatsächlich (und nicht nur Derivate).

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Xtrackers MSCI World UCITS ETF

WKN: A1XB5UWKN kopiert / ISIN: IE00BJ0KDQ92ISIN kopiert

Wir halten es für sinnvoll, auch Schwellenländer mit in den Blick zu nehmen, zumal dazu auch Staaten wie Taiwan oder Südkorea gehören, die mit den klassischen Industrienationen praktisch gleichgezogen haben. Wer das aber nicht will, findet mit dem Xtrackers MSCI World UCITS ETF auch einen Fonds, der ausschließlich in den sogenannten entwickelten Staaten investiert.

Die Gesamtkosten sind mit 0,19 Prozent sogar noch etwas günstiger als beim weltweit investierenden ETF von Vanguard. Dafür werden allerdings keine Unternehmen aus China, Indien oder anderen Staaten aufgenommen.

Der ETF gewann in den vergangenen fünf Jahren mehr als 20 Prozent an Wert, die Entwicklung ist aber nicht mit der des oben genannten ETF vergleichbar, weil hier die Dividenden reinvestiert wurden.

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iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF

WKN: A0F5UHWKN kopiert / ISIN: DE000A0F5UH1ISIN kopiert

Eine hohe Dividendenrendite kann die Folge einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung sein. Wie erwähnt, gilt das nicht immer, da eine hohe Dividende auch ein Hinweis darauf ist, dass die Börse offenbar kein starkes weiteres Wachstum erwartet. Sonst würden die Kurse steigen und die Dividendenrendite sinken.

Insgesamt sind Unternehmen mit hoher Dividendenrendite vor allem Firmen, die eine vergleichsweise stabile Wertentwicklung versprechen. Trotzdem mussten Besitzer des ETFs im März 2020 eine sehr deutliche Kurskorrektur hinnehmen, die stärker ausfiel als bei den meisten anderen ETFs. Ende 2020 lag der Kurs auf einem ähnlichen Niveau wie fünf Jahre zuvor, was aber auch daran liegt, dass es sich hier ebenfalls um einen ausschüttenden ETF handelt. Die hohen Dividenden wurden also jährlich ausgezahlt.

In den vergangenen Jahren lag die Dividendenrendite meist bei 4 bis 5 Prozent. Das bedeutet, dass Anleger in den vergangenen fünf Jahren zwar keine Kursgewinne gemacht, trotzdem aber eine Rendite von über 4 Prozent pro Jahr erzielt haben.

Von den drei vorgestellten ETFs ist der iShares Stoxx Global Select Dividend der einzige mit Fondsdomizil in Deutschland. Auch dieser Fonds kauft die im abgebildeten Index enthaltenen Aktien tatsächlich ein. Die Gesamtkostenquote liegt mit 0,46 Prozent allerdings vergleichsweise hoch.

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SWOT Analyse: Die Chancen und Risiken beim Aktien kaufen

Stärken: Hohe Renditen in der Vergangenheit

In der Vergangenheit waren Aktien beinahe zu allen Zeiten die bessere Wahl als das Sparbuch. Selbst in Zeiten, in denen die Zinsen deutlich höher lagen als heute, übertrumpften Aktien die Rendite fast immer. Denn aus Sicht eines Unternehmens haben Kredite einen großen Nachteil. Sie sind Fremdkapital, kein Eigenkapital. Zu viel Fremdkapital macht eine Firma aber anfällig für Krisen, zumal die Zinsen mit zunehmendem Anteil von Fremdkapital steigen.

Außerdem können Zentralbanken und Banken neues Geld schöpfen und dann als Fremdkapital vergeben, Eigenkapital dagegen ist schwerer zu bekommen. Auch die Bezahlung von Managern richtet sich oft nach den Gewinnen und nicht nach der Höhe der gezahlten Zinsen.

All diese Gründe sorgen dafür, dass die Rendite von Aktien mittelfristig fast immer höher ist als die von Sparguthaben. Zumal bei der Kreditvergabe auch die Banken noch mitverdienen.

Schwächen: schwankende Kurse und große Unterschiede

Allerdings können die Inhaber eines Sparbuchs oder eines Tagesgeldkontos bei einer deutschen Bank relativ sicher sein, dass sie ihr Geld auch zurückerhalten – und das beim Tagesgeld jederzeit. Aktien schwanken dagegen im Wert. Auch wenn Aktionäre im Durchschnitt hohe Gewinne machen, können einzelne Anleger trotzdem Verluste erzielen.

Zunächst einmal entwickeln sich Aktien unterschiedlich. Die Rendite von Amazon-Aktien lag in den vergangenen Jahren deutlich über dem Durchschnitt, dafür haben die Inhaber von ProSiebenSat1 im gleichen Zeitraum Geld verloren.

Aber auch wer sein Geld in einen DAX-ETF investiert hat, hat nicht immer Gewinne gemacht, denn der Kurs schwankt über die Zeit. Wer 1999 für 1.000, – Euro DAX-Papier kaufte, hatte zehn Jahre später ein Minus von 14 Prozent gemacht (sofern er nicht bereits 2007 verkauft hat, als der DAX 16 Prozent im Plus war. Erst ab 2012 war er dauerhaft im Plus, nach 20 Jahren (also 2019) mit 90 Prozent.

1999 war natürlich ein Ausnahmejahr, denn es markierte den Höhepunkt der New-Economy-Blase. Wer dagegen erst 2002 einstieg, war kein einziges Jahr im Minus und hatte 2019 sein Vermögen fast verfünffacht.

Das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitraums können Anleger reduzieren, wenn sie sich Zeit lassen und regelmäßig einzahlen. Trotzdem müssen Einsteiger wissen, dass sie nicht mit einer kontinuierlichen Wertsteigerung von Jahr zu Jahr rechnen können.

Chancen: Vermutlich weiter über dem Sparbuch liegende Renditen und Inflationsschutz

Die Chancen stehen gut, dass Aktien auch weiterhin attraktiv bleiben, vielleicht sogar mehr als bisher:

Denn die Niedrigzinspolitik trifft Sparer härter als Aktionäre, auch wenn diese langfristig ebenfalls leiden (siehe Kapitel Risiken). Auch eine mögliche Inflation trifft die Sparer fast immer härter. Denn der Wert der Aktien steigt durch die Inflation ebenfalls.

Höhere Preise heißt für die Unternehmen auch mehr Einnahmen. Sparguthaben werden dagegen entwertet.

Risiken: Die Zukunft ist ungewiss, vor allem für Anfänger, die Aktien kaufen wollen

Aber natürlich gibt es keine Garantie für weiter steigende Gewinne. Die Niedrigzinspolitik trifft auch die Aktionäre. Alt-Aktionäre profitieren zunächst, weil die Kurse als Folge der niedrigen Zinsen ansteigen. Wenn Anfänger Aktien kaufen wollen, bedeutet das für sie aber zunächst höhere Kurse und damit beispielsweise eine niedrigere Dividendenrendite. Außerdem wird ein Zinsanstieg mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kurse wieder fallen lassen.

Denkbar sind auch staatliche Eingriffe. Die Ungleichheit ist in den vergangenen 50 Jahren gestiegen, wenngleich in Deutschland nicht im gleichen Maße wie in den USA, wo die reichsten 0,01 Prozent ihren Wohlstand deutlich ausbauen konnten, während das Einkommen der unteren 25 Prozent stagnierte oder sogar sank.

Neue Gesetze und höhere Steuern könnten aber nicht nur die anvisierten Superreichen treffen, sondern auch Kleinaktionäre. Schon jetzt sind Aktionäre teilweise schlechter gestellt als Anleihenkäufer, weil sie doppelt besteuert werden. Unternehmen zahlen zunächst eine Steuer auf die Gewinne und dann noch einmal eine Kapitalertragsteuer, während die Kosten für Zinszahlungen von der (Unternehmens-) Steuer abgezogen werden können.

Ergebnis der SWOT Analyse: Vieles spricht für Aktien, auch für Anfänger

Wer als Anfänger Aktien kaufen will, sollte Chancen und Risiken gut abwägen. Aus unserer Sicht spricht aber vieles für ein Aktieninvestment, vor allem wenn parallel dazu ein Teil des Ersparten auch in Tages- und Festgelder gelagert wird. Denn wer behauptet, dass Sparguthaben sicher seien, übersieht damit die Möglichkeit einer Inflation.

Außerdem sind die Chancen groß, dass die Gewinne auch ohne Inflation mittelfristig bei Aktien höher sind, vor allem wenn regelmäßig mit einem Sparplan investiert wird.

Aktien kaufen für Anfänger Tipps: Handel starten in drei Schritten

Aktien kaufen ist gar nicht schwer, vor allem wenn Anfänger unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung berücksichtigen.

Schritt 01
Broker auswählen
Schritt 02
Aktien für Anfänger suchen
Schritt 03
Handeln

 

1. Schritt: Broker auswählen

Der richtige Broker ist wichtig, denn hohe Gebühren können die Gewinne komplett verzehren. Die Unterschiede sind teilweise gigantisch. Wer als Anfänger Aktien kaufen will, sollte aber neben dem Preis auch Service und Angebot mitberücksichtigen.

Wer nur selten handelt, wird es schätzen, wenn alle Angebote vom Girokonto über Sparprodukte bis zum Depot und vielleicht sogar Robo Advisor aus einer Hand stammen. Einen solchen Service bieten die Anbieter aus unserem Direktbank Vergleich, beispielsweise die comdirect bank, eine Marke der Commerzbank.

Deutlich preiswerter, aber trotzdem mit gutem Angebot und Service ausgestattet, sind spezialisierte Aktienbroker wie die onvista bank, ebenfalls eine Marke der Commerzbank.

Noch preiswerter sind Neobroker wie justTRADE, Trade Republic oder Smartbroker. Die ersten beiden Unternehmen bieten allerdings nur Zugang zu ausgewählten Börsenplätzen. Bei Smartbroker haben Kunden die Wahl, ob sie besonders günstig handeln oder – gegen eine ebenfalls moderate Gebühr – über die klassischen Börsenplätze wie Xetra und Tradegate Exchange handeln wollen.

Expertentipp
Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum Thema Aktiendepots für Anfänger / Einsteiger.
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2. Schritt: Aktien für Anfänger suchen

Wer sich für einen Broker entschieden hat, muss zunächst das passende Wertpapier finden. Viele Investmentideen finden Anfänger hier auf Aktien.net. Allerdings lohnt sich immer ein Blick auf die aktuellen Rahmenbedingungen. Außerdem ist eine breite Streuung wichtig.

Grundsätzlich werden zwei verschiedene Arten unterschieden, wie Anleger eine Aktie oder auch ein ETF unter die Lupe nehmen können.

Fundamentalanalyse

Bei der Fundamentalanalyse wird die wirtschaftliche Qualität eines Unternehmens untersucht. Der Grundgedanke ist, dass nur erfolgreiche Firmen langfristig an Wert gewinnen und Dividenden zahlen können. Diesen Ansatz verfolgt beispielsweise die Investorenlegende Warren Buffett.

Bei dieser Anlageart wird beispielsweise die Höhe der Gewinne im Verhältnis zum aktuellen Kurs betrachtet, das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Außerdem müssen Investoren das Geschäftsmodell bewerten: Der Algenspezialist Fermentalg oder die Plattform für Essenslieferanten Just Eat Takeaway.com (u.a. Lieferando) machen seit Jahren Verluste, haben aber ein interessantes Geschäftsmodell. Dagegen hatte das bereits erwähnte Medienunternehmen ProSiebenSat1 am Jahresende 2019 ein absolut günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,6, muss allerdings erst beweisen, dass es im digitalen Zeitalter noch einen Platz findet.

Technische Analyse: Für Aktien-Anfänger nur bedingt geeignet

Die zweite wichtige Analyseart ist die technische Analyse. Dabei wird die Kursentwicklung betrachtet, vor allem (aber nicht nur) mit Hilfe der Chartanalyse. Beispielsweise kann ein Kurs immer wieder bei bestimmten Marken seinen Anstieg unterbrechen.

Allerdings ist diese Analyseart vor allem für das kurzfristige Trading gut geeignet. Gerade Anfänger sollten aber ihr Engagement breit streuen und langfristig denken.

3. Schritt: Handeln

Wer sich für eine Aktie oder einen ETF entschieden hat, kann jetzt kaufen.

Egal ob Sparplan oder Einzelkauf, bei einer Order müssen Anleger zunächst eine Börse wählen. Oft ist die aber voreingestellt. Es bietet sich an, nicht nur auf die Gebühren zu achten, sondern auch auf die Umsätze. Wenn an einem Börsenplatz, beispielsweise Frankfurt, viele Papiere gehandelt werden, ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen niedriger. Das spart Geld.

Außerdem gibt es verschiedene Ordertypen. Anfänger müssen nicht gleich alle kennen, sollten aber zwei wichtige Ordertypen unterscheiden können.

Market Order

Bei der Market Order wird ein Wertpapier zum besten verfügbaren Preis gekauft. Das funktioniert an großen Handelsplätzen auch meist ganz gut. Allerdings gibt es das Risiko, dass ein Kurs bei der Ausführung deutlich höher liegt als zu dem Zeitpunkt, als die Order aufgegeben wurde. Das gilt vor allem bei selten gehandelten Wertpapieren und an kleinen Handelsplätzen. Auch an großen Börsenplätzen sind aber kurzfristige Ausreißer denkbar, beispielsweise als Folge des automatisierten Handels. Dann kann es passieren, dass der Käufer für fünf Adidas Aktien statt 1.400, – Euro plötzlich 2.000, – Euro zahlen muss.

Limit Order

Nicht nur Anfänger sollten bei Käufen und Verkäufen deshalb immer ein Limit setzen. Sie geben dann an, wie viel sie maximal je Papier zahlen wollen. Außerdem müssen sie festlegen, wie lange die Order gelten soll, falls sich nicht gleich ein Verkäufer findet, der das gewünschte Papier zu dem Kurs verkaufen will. So können Käufer beispielsweise festlegen, dass eine Order nur an einem Tag gilt und ausläuft, falls sich bis zum Börsenschluss kein Verkäufer gefunden hat. Aufträge können aber auch länger gelten. Das gilt natürlich umgekehrt genauso für Verkäufe.

Für Anfänger besonders gut geeignet sind auch Sparpläne. Dabei wird ein fester Betrag in einen breit aufgestellten ETF oder eine Aktie investiert. Die comdirect bank bietet beispielsweise Sparpläne schon ab 25,- Euro Einzahlung an, teilweise sogar gebührenfrei. Ergänzend dazu können Anleger dann eigene Schwerpunkte setzen, indem sie entweder Themen-ETFs (zum Beispiel zu Wasserstoff), regionale Fonds (beispielsweise zu chinesischen Aktien) oder Einzelaktien kaufen.

Aktien für Anfänger: 3 Buchempfehlungen unserer Redaktion

Auch Bücher eignen sich hervorragend zur Vermittlung von Grundwissen über die Börse. Wir stellen hier einige gute, verständlich geschriebene Bücher vor:

Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs von Gerd Kommer

ISBN: 978-3593508528ISBN kopiert

Das Buch Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs befindet sich ganz oben in den Bestsellerlisten. Es handelt sich hier zwar nicht um eine allgemeine Einführung zum Thema Börse, es ist aber dennoch für Anfänger gut geeignet. Gerd Kommer wählt verschiedene Ansätze aus, um seine Thesen zu belegen. So erfahren Leser viel Wissenswertes über Statistik und Wirtschaftstheorie.

Beate Sander: Aktien- und Börsenführerschein

ISBN: 978-3959722797ISBN kopiert

Die 2020 gestorbene Autorin Beate Sander ist eine Legende. Die pensionierte Lehrerin fing erst kurz vor dem Ruhestand an, ihr Geld in Aktien zu investieren, und wurde mit ihrem Beate Sander Depot mehrfache Millionärin. Deshalb kann Beate Sander bei Aktien für Anfänger besonders glaubhaft sprechen.

Die Leser erhalten mit dem Buch Aktien- und Börsenführerschein einen wertvollen Führer. Es geht auf grundlegende Fragen ein und macht einen Abstecher in die Geschichte der Spekulationen. Es werden hier die wichtigsten Wertpapierarten und Handelsmöglichkeiten dargestellt. Das Buch wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Börse für Dummies von Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein

ISBN: 978-3527712403ISBN kopiert

Auch das Buch Börse für Dummies überzeugt. Es gibt dem Leser einen guten Einblick in das Thema Börse, und das in einer sehr leicht verständlichen Sprache. Die Autoren gehen auch auf das Hintergrundwissen ein und erklären einige Börsenstrategien. Das Buch ist in gedruckter Form und auch als E-Book erhältlich.

Alternativen zum Aktienkauf für Anfänger

Wir haben im Beitrag ja nicht nur den Kauf von Einzelaktien, sondern auch den von börsengehandelten Fonds (ETFs) behandelt. Aus unserer Sicht ist beides ähnlich. Zumal auch große Konzerne oft aus einzelnen Einzelunternehmen bestehen, die mitunter in ganz anderen Branchen aktiv sind. Wer beispielsweise Aktien von Berkshire Hathaway kauft, investiert damit in mehr als 80 Firmen, an denen die Holding beteiligt ist, von Ziegelsteinen über Eisenbahnen bis hin zu Partyartikeln.

Außerdem können ETFs über die gleichen Wertpapierbörsen gekauft werden wie Aktien, bei der Brokerauswahl und der Analyse gibt es wenig Unterschiede, es gibt aber noch andere Alternativen. Zwei davon wollen wir vorstellen.

Aktienfonds für Anfänger

Streng genommen sind auch ETFs Fonds, allerdings börsengehandelte. Wer von Aktienfonds spricht, meint aber meist klassische, nicht an den Wertpapierbörsen gehandelte und aktiv verwaltete Fonds. Dabei sucht ein Fondsmanager die Papiere aus. Das kann sinnvoll sein, vor allem bei Nischenmärkten, beispielsweise Aktien aus Entwicklungsländern.

Fonds für Aktien von Großunternehmen übertreffen aber nur sehr selten den Vergleichsindex, sobald man die höheren Kosten berücksichtigt. Denn die liegen oft beim Vielfachen eines Indexfonds.

So verlangt der beliebte LBBW Global Warming R Fonds, der auf Unternehmen setzt, die von der Klimaerwärmung oder dessen Bekämpfung profitieren, eine jährliche Gebühr von 1,74 Prozent. Im Vergleich dazu fallen bei einem Index-ETF meist weniger als 0,50 Prozent an.

Außerdem wird beim Kauf ein Ausgabeaufschlag von bis zu 5,0 Prozent fällig. Allerdings verzichten einige Anbieter auf diesen Aufschlag. Beim finanzen.net-Broker kann das Papier beispielsweise ohne Kaufgebühren gekauft werden. Smartbroker wiederum verzichtet bei Fonds generell auf den Ausgabeaufschlag und berechnet stattdessen eine Kaufgebühr von 4,00 Euro, was fast immer deutlich günstiger ist.

In den meisten Fällen sind aber ETFs in unseren Augen die bessere Möglichkeit.

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Nicht nur für Anfänger: Robo Advisor

Wer kein Interesse am Börsengeschäft hat, der kann sein Geld auch verwalten lassen. Früher war eine Vermögensverwaltung nur reichen Menschen zugänglich. Privatbanken wie die Hamburger Berenberg Bank mit Wurzeln im Jahr 1590 verlangen oft 1.000.000, – Euro Mindesteinzahlung.

Heute allerdings ist eine (teil-) automatisierte Vermögensverwaltung durch einen sogenannten Robo Advisor schon mit geringen Beträgen möglich. Beim zur Gruppe der Genossenschaftsbanken (Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, etc.) gehörenden Anbieter Visual Vest reicht eine monatliche Einzahlung von 25,- Euro. Bei Cominvest, dem Robo Advisor der comdirect bank, müssen dagegen zunächst mindestens 3.000, – Euro eingezahlt werden, bei quirion 1.000, – Euro.

Dabei wird das Geld ebenfalls überwiegend in ETFs investiert, teilweise auch in aktiv verwaltete Fonds. Ein Algorithmus sucht dabei ETFs, die für eine breite Streuung sorgen, niedrige Kosten bieten und zum Risikoprofil des Kunden passen. Der Vorteil dabei: Wer eher vorsichtig ist, kann einen Teil seines Geldes in Anleihen-ETFs oder sogar in Gold investieren lassen.

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FAQ: Aktien kaufen für Anfänger

Welche Aktien kaufen Anfänger?

Aktien etablierter Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell bieten meist weniger Risiko. Daher sind sie gut für Anfänger geeignet. Um dagegen auf eine Trendwende bei einem angeschlagenen Unternehmen oder den Erfolg eines Unternehmens kurz nach dem Börsengang zu setzen, benötigt man mehr Erfahrung.

Sollten Anfänger Aktien oder ETFs kaufen?

Nicht immer sind Aktien für Anfänger die beste Wahl. Sinnvoller ist die Investition in einen ETF, bei dem das Kapital in mehrere Aktien investiert wird, idealerweise weltweit. Generell sind für Einsteiger Aktien großer Unternehmen leicht zu verstehen als die kleiner Firmen.

Wie viele Aktien sollten Anfänger kaufen?

Egal ob Anfänger oder Profi, die Investition in eine einzelne Aktie ist nicht sinnvoll. Selbst Firmen wie Amazon oder Alphabet (Google) können straucheln. Weil die meisten Investoren aber nicht genug Geld für eine breite Streuung haben, bietet sich ein Aktien-ETF oder ein Robo Advisor an.

Gibt es eine gute App zum Aktienkauf für Anfänger?

Viele Broker bieten aktuelle Informationen über die jeweilige Broker App. Besonders gut ist das Angebot der onvista bank, die ja parallel auch noch einen Börseninformationsdienst anbietet.

Welche Strategie ist die beste beim Aktienkauf für Anfänger?

Die beste Strategie, egal ob für Anfänger oder Fortgeschrittene, ist eine breite Streuung. Denn auch die beste Methodik kann keine Gewinne garantieren. Wer in Einzelaktien investieren kann, sollte das zunächst langfristig tun. Dafür ist die Fundamentalanalyse gut geeignet.

Fazit

Aktien kaufen ist auch für Anfänger leicht zu lernen. Das schwierigste ist die Auswahl der richtigen Wertpapiere. Weil aber ohnehin niemand in die Zukunft sehen kann, lohnt sich eine Investition in ETFs, die in möglichst viele Länder und Branchen investieren. Drei davon haben wir vorstellt. Diese Basis lässt sich dann durch Einzelaktien oder Themenfonds, zum Beispiel Wasserstoff-ETFs, ergänzen. Eine gute Möglichkeit ist auch ein Konto bei einem Robo Advisor, vor allem wenn dort monatlich Geld eingezahlt wird. Eine absolute Sicherheit bietet eine Investition an der Börse nie, auch Sparguthaben können aber durch eine Inflation entwertet werden. Eine gute Mischung aus Aktien und Zinspapieren (eventuell auch Immobilien) ist deshalb oft die beste Lösung.

Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Er selbst legt sein Geld am liebsten mit ETFs an, gerne themen- und länderspezifisch, aber immer auch im Hinblick auf eine breite Streuung. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben.

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