Nextmarkets Erfahrungen und Test – Hält der Broker was er verspricht?

Traden unter Anleitung, so lautet die Geschäftsidee von Nextmarkets. Im Gegensatz zu den meisten anderen CFD-Brokern beschäftigt das Unternehmen nämlich 14 Analysten, die Kunden regelmäßig Investmentvorschläge machen. Mit einem Klick lassen diese sich dann umsetzen. Wer will, kann das auch erst einmal mit 10.000,- Euro Spielgeld risikolos testen.

Die wichtigsten Informationen in Stichpunkten

Für eilige Leser vorab die wichtigsten Informationen zum Angebot von Nextmarkets

  • Nextmarkets Kosten in Form eines Spreads
  • Keine Mindesteinlage, aber 500,- Euro werden empfohlen
  • Aktien, Indizes, Anleihen, Währungen, Kryptowährungen und Rohstoffe
  • In Malta reguliert
  • Webanwendung und Apps für iOS und Android
  • Guter Support aus Köln
  • Kostenloses Demokonto mit 10.000,- Euro Spielgeld

Die Idee

Drei Viertel bis vier Fünftel alle CFD-Konten machen mittel- bis langfristig Verluste. Aus Sicht von Nextmarkets liegt das auch an unerfahrenen Anlegern. Der Broker will deshalb vor allem Einsteigern professionelle Hilfe zur Seite stellen. Statt auf die Erfahrung anderer Trader zu setzen wie bei eToro beschäftigt man hier gleich 14 professionelle Trader. Kunden erhalten von ihnen monatlich 200 Investmentvorschläge, meist auf Basis technischer Analysen, teilweise aber auch aufgrund globaler Marktanalysen oder fundamentaler Überlegungen.

Wenn den Anleger eine Idee überzeugt kann er das empfohlene Papier sofort kaufen oder verkaufen. Allerdings kauft man die Aktie, die Währung oder den Rohstoff nicht direkt, sondern ein Differenzkontrakt, wegen des englischen Namens Contract for Difference auch CFD abgekürzt. Das ist günstiger als ein Aktienkauf und außerdem muss immer nur ein Teil des Wertes als Sicherheit (Margin) hinterlegt werden. Bei Aktien sind das 20 Prozent, man handelt also mit einem Hebel von fünf. Wer 1.000,- Euro investiert macht also den gleichen Gewinn oder Verlust wie sonst mit 5.000,- Euro. Bei Währungspaaren liegt der Marginsatz sogar oft bei nur 3,4 Prozent. Wer Positionen über Nacht hält muss allerdings Finanzierungskosten tragen, weshalb sich das Angebot nur an kurzfristige Investoren wendet.

Was handeln?

CFDs werden nicht an offiziellen Wertpapierbörsen gehandelt, sondern direkt über den Broker oder über den Interbankenmarkt. Entsprechend ist auch die Art der handelbaren Werte von der Auswahl des Brokers abhängig. Bei Nextmarkets können Währungspaare, Anleihen, Rohstoffe und Aktien gehandelt werden. Wobei sich neben Einzelaktien auch ganze Aktienindizes kaufen lassen und zu den Währungspaaren auch Kryptowährungen gehören.

Das Angebot ist groß, kann aber nicht mit dem großer CFD-Broker mithalten. Das liegt auch daran, dass sich für mehr Werte nicht ausreichend gute Analysen erstellen lassen würden.

Nextmarkets Gebühren

Wie bei CFD Brokern übrig verlangt Nextmarkets keine Gebühren im engeren Sinne. Auf einigen Ratgebern im Internet wird noch das Abomodell vorgestellt, dass die Firma zunächst anbot. Dabei gab es ein kostenloses und zwei kostenpflichtige Modelle. Mittlerweile ist diese Unterscheidung aber abgeschafft, es gibt weder Monats- noch Transaktionsgebühren.

Stattdessen finanziert sich Nextmarkets aus dem Spread, also der Differenz zwischen An- und Verkaufskursen. Wenn ein Kunde ein CFD kauft und ein zweiter es gleichzeitig verkauft, dann erhält der Verkäufer weniger als der Käufer zahlen muss. Diese Differenz fließt in die Kassen des Brokers. Im Vergleich zum klassischen Aktienkauf bei einem Onlinebroker ist der Erwerb eines CFDs fast immer günstiger. Nur bei sehr großen Summen kann ein Broker mit Festpreis billiger sein, da die Kosten für den Spread proportional mit dem Umsatz steigen.

Die Software

Spezielle Handelssoftware wie den MetaTrader bietet Nextmarkets nicht. Stattdessen steht das mobile Trading im Vordergrund. Die junge Firma bietet Apps für Android und iOS sowie eine Webanwendung, die sich mit fast jedem Browser nutzen lässt.

Von den Kunden bekommt die App eine gute Bewertung, die über derjenigen der meisten anderen Broker Apps im App Store oder bei Google Play liegt.

Sitz und Regulierung

Das Unternehmen hat seinen Ursprung in Köln, wo auch heute noch große Teile des Geschäfts abgewickelt werden. Als Standort für CFD-Broker hat Deutschland aber keinen besonders guten Ruf, diese Firmen haben ihren Sitz meist auf Zypern, teilweise auch auf Malta.

Nextmarkets gehört zur zweiten Gruppe und hat seinen Sitz in der ehemaligen britischen Kolonie Malta, genauer gesagt in St. Juliens. Entsprechend unterliegt es auch der Regulierung durch die dortigen Behörden.

Sicherheit und Kontoführung

Weil Malta Teil der EU ist, gelten ähnliche Regelungen wie in den meisten anderen Staaten. So müssen die Guthaben der Kunden von den eigenen Geldern von Nextmarkets getrennt verwahrt werden. Der Einlagenschutz Maltas sichert außerdem alle Guthaben bis zur Höhe von 20.000,- Euro ab.

Kunden empfiehlt Nextmarkets die Einzahlung von mindestens 500,- Euro. Nach Aussagen des Supports ist das aber keine zwingende Mindestgrenze, sondern nur eine Empfehlung. Mit weniger Geld zu spekulieren sei wenig sinnvoll.

Support und Website

Der deutschsprachige Support in Köln ist telefonisch gut erreichbar, freundlich, hilfsbereit und kompetent. Weniger gut gemacht ist die Website, man muss Informationen mühsam suchen, vieles findet man dort auch gar nicht. Die Rolle des Brokers als Marketmaker, die Ein- und Auszahlungskonditionen oder die bereitgestellte Software könnten besser präsentiert werden.

Fazit

Ein attraktives Angebot gerade für Einsteiger. Die Hilfestellung durch die Profis kann ihnen helfen erste Erfahrungen mit dem CFD-Handel zu sammeln. Garantierte Gewinne können natürlich auch die Analysten nicht bieten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher das großzügig mit 10.000,- Euro bestückte Demokonto nutzen.

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