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Kostenloses Aktiendepot

Ein kostenloses Aktiendepot galt noch vor einigen Jahren als sehr unrealistisch. Lediglich Privatanleger mit sehr großen Einlagen konnten von der monatlichen Gebührenbefreiung profitieren und so ein kostenfreies Aktiendepot nutzen. Doch auch heute sind kostenloses Wertpapierdepots natürlich nicht völlig ohne Zusatzkosten.

Welche Gebühren können beim Aktiendepot anfallen?

Die Depotführungsgebühren machen nur einen kleinen Teil der Kosten aus, die ein Aktiendepot verursachen kann. Selbst bei den teureren Anbietern betragen sie nur noch selten mehr als sechzig Euro im Monat.

Demgegenüber stehen die Ordergebühren, die in der Regel wesentlich stärker ins Gewicht fallen. Viele Online Broker begrenzen die Orderkosten je Trade. Der Händler muss mit Gebühren zwischen mindestens sechs und maximal sechzig Euro rechnen. Eine höhere maximale Ordergebühr sollte er nur dann akzeptieren, wenn er nur mit geringen Beträgen handelt. Hier wird allerdings bereits deutlich, dass ein Trade jährlich bereits ausreichen kann, um Ordergebühren und Depotführungskosten in gleicher Höhe zu erreichen. Dies gilt zumindest dann, wenn es sich um eine Order mit relativ großem Volumen handelt. Die Broker orientieren sich bei der Berechnung der Orderkosten in der Regel am Handelsvolumen, vereinzelt jedoch auch am Kurswert. Viele berechnen eine Grundgebühr und ergänzen sie mit den prozentualen Kosten. Allerdings gibt es inzwischen auch Online Broker, die jeden Trade zu einem Festpreis anbieten, der nur die Gebühren des Handelsplatzes ergänzt wird, aber nicht vom Ordervolumen abhängt.

Darüber hinaus können auch andere Gebühren entstehen. So rechnen viele Broker Teilausführungen ab, sodass die Kosten für den Anleger nicht immer völlig transparent sind. Auch Orderzusätze, Änderungen oder je nach Produkt das Halten über Nacht können Zusatzkosten verursachen.

Auch Offline-Zuschläge sind üblich. Wer also den Aktienhandel häufiger telefonisch oder sogar in einer Filiale veranlassen möchte, sollte einen Anbieter suchen, der sich hier nicht durch zu hohe Gebühren auszeichnet. Sonst kann der Aktienhandel schnell deutlich teurer werden.

Auch das Verrechnungskonto und Geldtransfers vom oder zum Girokonto können zusätzliche Servicegebühren verursachen. Vor der Depoteröffnung sollten Anleger also immer überprüfen, ob das Verrechnungskonto kostenfrei ist und wie teuer Einzahlungen und Abhebungen zur Hausbank sind. Viele Online Broker, die auf die Depotführungsgebühr verzichten, sind bei solchen Servicedienstleistungen vergleichsweise teuer.

Weniger serviceorientierte Anbieter können zudem Gebühren für Orderzusätze erhöhen. Andere verzichten hingegen auf Ausgabeaufschläge bei Fonds und ETFs oder zeichnen sich bei Derivaten wie Futures und Optionen durch besonders günstige Gebührenmodelle aus. Ein wichtiges Servicemerkmal sind zudem Echtzeitkurse. Sie werden nicht von allen Brokern kostenfrei gestellt, sondern müssen teilweise bezahlt werden, wobei die Monatsgebühr relativ hoch sein kann, sodass sich kein effektiver Vorteil dadurch ergibt, dass das Depot kostenlos ist.

In Einzelfällen erheben Online Broker zudem immer noch Eröffnungsgebühren. Wer auf sie trifft, kann sich fast sicher sein, dass es sich beim Broker nicht um einen der günstigsten Anbieter handelt. Häufig sind solche Broker Angebote von Filialbanken, denen es meist schwerfällt, sich von alten Gebührenmodellen zu verabschieden. Da sie bei ihren Online Brokern jedoch in der Regel auf eine Anlageberatung verzichten, sind die Mehrkosten, die dadurch häufig entstehen allerdings nicht mehr zu rechtfertigen.

Fazit

Die Depotführungskosten machen bei den meisten Tradern nur einen sehr geringen Teil der Gebühren aus, die bei der Nutzung eines Wertpapierdepots überhaupt entstehen können. Das bedeutet, dass ein kostenloses Aktiendepot nicht immer die beste Wahl ist. Trader sollten hingegen im Auge behalten, wie hoch die Orderkosten sind, die sich durchschnittlich jährlich bezahlen müssten und durch welche andere Angebote der Online Broker noch punkten kann.

Welches ist der günstigste Online Broker?

Paradoxerweise ergibt sich aus der obigen Ausführung, dass ein kostenloses Aktiendepot nicht immer die günstigste Möglichkeit des Aktienhandels darstellt. Dies gilt vor allem auch deswegen, weil ein Aktiendepot ohne Depotführungskosten inzwischen schon fast zum Standard gehört und die meisten Online Broker darauf verzichten. Selbst wenn ein Aktiendepot inzwischen kostenfrei genutzt werden kann, machen die sonstigen Kosten je nach Aktivität und Handelsvolumen bis zu vierstellige Beträge aus. Es ist also wichtig, dass Anleger die Ordergebühren prüfen und einen Broker finden, der ihrem Anlagestil entgegenkommt.

Privatanleger, die bereits Erfahrung im Aktienhandel gesammelt haben, haben in der Regel eine relativ genaue Vorstellung davon, wie viele Trades mit welchem Volumen sie jährlich durchschnittlich ausführen. Mit diesen Angaben können sie die Kosten relativ genau bestimmen, die durch die Ordergebühren auf sie zukommen. Ein Depotvergleichsrechner kann dabei helfen, einen schnellen Überblick über bekannte Anbieter und die Auswirkungen ihres Gebührenmodels auf die Gesamtkosten zu erhalten. Er rechnet mit den Angaben des Interessenten in Sekundenschnelle aus, wie viel der Kunde in diesem fiktiven Fall zahlen müsste.

Grundsätzlich gelten dabei die folgenden Faustregeln:

  • Privatanleger, die häufig Trades mit eher geringem Handelsvolumen durchführen, sollten auf möglichst geringe Mindestgebühren bei den Orderkosten achten.
  • Anleger, die hingegen vor allem Trades mit hohem Volumen durchführen, sollten die Maximalgebühren im Auge behalten.
  • Wer mehrere Trades im Jahr durchführt, sollte den Ordergebühren wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenken als Depotführungsgebühren.
  • Wer häufig Offline handeln wird, sollte die Gebühren hierfür ebenfalls vergleichen.
  • Wer andere Finanzprodukte wie Fonds oder Derivate nutzt, sollte auch die Kosten hierfür vergleichen oder zur Not mehrere Depots führen. Durch kostenlose Aktiendepots ist dies inzwischen problemlos und häufig sogar ohne Zusatzkosten möglich.

Allerdings ist es nicht immer sinnvoll, nur einmal zu einem neuen Anbieter mit kostenlosem Aktiendepot zu wechseln. Die Erfahrung zeigt inzwischen, dass der günstigste Online Broker diesen Titel nur wenige Monate halten kann. Fast halbjährlich gibt es bedeutende Änderungen in der Kostenstruktur der einzelnen Broker. Ein Depotwechsel ist zudem nicht mit viel Aufwand für den Privatanleger verbunden. Deswegen wechseln viele Anleger ihren Online Broker in regelmäßigen Abständen. Ein weiteres Argument hierfür sind Neukundenangebote, die von vielen Brokern zur Kundengewinnung eingesetzt werden. In diesem Rahmen erhalten neue Kunden beim Depotwechsel oder der Eröffnung freie Trades, ein Guthaben, Rabatt auf die Ordergebühren oder Sachprämien. Dies senkt die Kosten häufig noch einmal deutlich, sodass ein regelmäßiger Depotwechsel für Vieltrader häufig besonders rentabel ist. Allerdings kann es einige Wochen dauern, bis die Wertpapiere vollständig übertragen sind. Ein Verkauf ist in dieser Zeit nicht möglich, sodass ein Depotwechsel gerade für sehr aktive Händler auch deutliche Nachteile haben kann. Wer sein Aktiendepot hingegen nicht monatlich umschichtet, ist von diesem Problem kaum betroffen, sodass auch eher passive Anlegertypen von geringeren Preisen profitieren können, ohne bedeutende Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Nicht nur die Kosten entscheiden:

Wer sich für ein kostenfreies Aktiendepot interessiert, sollte dabei die Zuverlässigkeit des Anbieters im Auge behalten. Werden beispielsweise regelmäßig Teilausführungen berechnet oder die vorteilhaften Kurse aufgrund von Verzögerungen nicht realisiert, kommen Zusatzkosten auf den Privatanleger zu, die er nicht immer kalkulieren kann. Dies kann die Rendite empfindlich schmälern. Deswegen ist es wichtig, einen seriösen Anbieter zu wählen, dessen Handelsplattform sich durch eine zuverlässige Performance auszeichnet. Verzögerungen sollten Anlegern nicht auffallen, denn sonst ist es wahrscheinlich, dass auch die Orders nur mit zeitlichem Abstand weitergegeben werden können.

Da inzwischen fast alle Online Broker Zugriff auf verschiedene Handelsplätze bieten, ist es zudem vorteilhaft, wenn der Anbieter eine effektive Technologie nutzt, die den Bestpreis für den Anleger garantiert. Auf diese Weise kann er beim Handel durch günstigere Kurse sparen. Häufig sind die Ersparnisse durch den Kurs sogar so hoch, dass sie höhere Ordergebühren egalisieren oder sogar übertreffen. Es ist also genauso wichtig, dass der Online Broker gute Kurse gewährleisten kann und nicht nur günstige Ordergebühren erhebt.

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