Welche sind die besten Rohstoff ETFs? – ein Überblick

Das Wichtigste in Kürze
Rohstoffe haben zwei große Nachteile. Die Preise schwanken stark und sie bringen keine Zinsen. Als Ergänzung können Sie im Depot aber durchaus sinnvoll sein. Bedenken müssen Investoren dabei aber, dass die meisten Rohstoffe dann teuer sind, wenn auch die Aktienkurse nach oben gehen. Ausnahmen sind Silber und vor allem Gold-ETFs. Wer sich gezielt für diese beiden Rohstoffe interessiert, sollte auch unsere Beiträge zum Thema „Die besten Silber ETFs“ und „Die besten Gold ETFs“ lesen. In diesem Beitrag werden wir zunächst kurz erläutern, ob Rohstoffe überhaupt eine gute Idee sind, welche Rohstoffe man kaufen soll und stellen außerdem vier Fonds vor (mit einem Klick auf die jeweiligen Themen kommen Sie direkt zum entsprechenden Kapitel, falls der Rest Sie nicht interessiert).


Top 5 Depots für Rohstoff ETFs

Sie riskieren Ihr Kapital

ETF oder ETC?

Manchmal ist von einem ETF, manchmal von einem ETC die Rede. ETC steht für Exchange Traded Commodit, also börsengehandelten Rohstoff. Das F in ETF dagegen weist darauf hin, dass es sich um einen Fonds handelt. Nun dürfen Fonds in der EU aber nicht nur einen einzelnen Wert enthalten. Deshalb gibt es beispielsweise keine Gold-ETFs.

ETCs sind Zertifikate auf einen Rohstoff, die aber mit Sicherheiten hinterlegt wurden. Werden dagegen mehrere Rohstoffe abgebildet oder auch mehrere Aktien, dann handelt es sich um einen echten ETF.


Für wen ist ein Rohstoff ETF sinnvoll?

Wer im Internet nach dem Thema Rohstoff ETF sucht, findet dort auch Titel wie „Warum man die Finger von Rohstoffen lassen sollte“ oder „Finger weg von Rohstoffen“. Die Kritiker befinden sich in guter Gesellschaft, auch Staranleger Warren Buffet hielt sie für die Geldanlage ungeeignet.

Die Kritik kann man leicht auf einen Punkt bringen: Rohstoffe sind nicht produktiv. Wer eine Aktie besitzt, der investiert in ein Unternehmen. Auch wenn sich das nur durchschnittlich entwickelt verdient der Anleger meist Geld, denn die Firma macht Gewinne. Die lassen den Aktienkurs steigen oder werden als Dividenden ausgeschüttet. Rohstoffe dagegen liegen nur rum. Oder wie Warren Buffet es ausdrückte: Man gräbt Gold aus, schmilzt es ein und vergräbt es dann erneut, bewacht von Menschen, die auch Geld kosten.

Warum bei Rohstoff ETFs Rollkosten anfallen

In der Praxis ist die Situation sogar oft noch schwieriger. Denn fast alle Rohstoff ETFs kaufen kein Gold, Eisen oder Öl, sondern lediglich Optionen oder Futures. Sie erwerben also das Recht den Rohstoff zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Option) oder kaufen ihn bereits jetzt, aber mit einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt (Future).

Rohstoffe werden bei ETCs und ETFs im Regelfall nicht physische gekauft und gelagert. Stattdessen werden Futures oder Optionen erworben.

Damit spart man sich die Kosten für die Lagerung, doch das Verfahren hat einen anderen Nachteil. Stellen wir uns vor, eine Tonne Lithium, wichtig für Lithium-Akkus, kostet heute 8.000,- Euro. Alle Marktbeobachter rechnen damit, dass der Preis in einem Jahr bei 10.000,- Euro liegen wird. Ein sicheres Geschäft? Nein, denn kein vernünftiger Lithiumförderer wird dann eine im nächsten Jahr zu liefernde Tonne des Rohstoffes heute schon für 8.000,- verkaufen. Denn er rechnet ja damit, im nächsten Jahr 10.000,- Euro am Spotmarkt (wo Waren zur sofortigen Lieferung gehandelt werden) zu bekommen. Also ist es besser für ihn jetzt noch keinen Liefervertrag abzuschließen. Er kann aber auch bereits heute einen Verkaufsvertrag abschließen und den Preis verlangen, denn er in einem Jahr zu bekommen glaubt, also 10.000,- Euro. Diese Differenz zwischen dem aktuellen Preis und dem Preis für eine spätere Lieferung nennt man Contango.

Das bedeutet, der Inhaber eines solchen Futures verdient nur dann Geld, wenn der Preis stärker zunimmt als von der Mehrheit der Marktbeobachter angenommen. Steigt der Preis dagegen, aber langsamer als erwartet, kann er sogar bei einer Preissteigerung Geld verlieren.

Natürlich ist es denkbar, dass der Produzent sich auch mit 9.500,- Euro zufriedengibt, weil er die Sicherheit schätzt, die ihm das Termingeschäft bringt. Der Spekulant übernimmt somit die Rolle einer Versicherung und erhält als Prämie dafür Geld, wenn der Versicherungsfall nicht eintritt, sich der Preis also wie erwartet oder besser als erwartet entwickelt. Das ist tatsächlich der ursprüngliche Sinn von Termingeschäften und mit ein Grund, warum in Japan schon vor rund 300 Jahren Terminkontrakte auf Reis gehandelt wurden. Allerdings funktioniert das nur, wenn der Gegenpart zumindest indirekt ein Förderunternehmen ist, die Bank also beispielsweise ihr Risiko aus einem Termingeschäft mit einem Lithiumförderer weiterverkauft. Handelt es sich auch Sicht der Bank aber um ein reines Spekulationsgeschäft, wird sie nur zu einem Preis verkaufen, zu dem sie vermutlich auch Gewinne macht.

auxmoney Betrug

Auch die Abwicklung der Geschäfte durch Banken und Händler kostet Geld.

Hinzu kommen Kosten für die reine Abwicklung der Geschäfte. Das Problem ist, dass sie nicht nur einmal anfallen. Sowohl die Abwicklungskosten, beispielsweise Maklergebühren, also auch das Contango fallen mehrfach an. Wenn die Futures oder Optionen fällig geworden sind, kaufen die ETFs neue. Deren Preis liegt dann meist ebenfalls über dem Spotpreis und auch Makler- und Börsengebühren fallen erneut an. Diese Kosten des Umschichtens bezeichnet man als Rollkosten. Bei quasi jedem Rohstoff ETF fallen Rollkosten an.
Wer Rohstoffe kauft, sollte sich also seiner Sache sicher sein. Das gilt auch deshalb, weil die meisten Rohstoffe sich dann gut entwickeln, wenn auch die Wirtschaft wächst und damit Aktien eine gute Alternative sind. Eine Ausnahme sind Edelmetalle, mehr dazu im nächsten Kapitel.

Minengesellschaften als Alternative

Weil Rohstoffe nicht produktiv sind bevorzugen einige Anleger Minenhersteller. Damit partizipieren Sie ebenfalls von den Preisschwankungen am Rohstoffmarkt und vermeiden Rollkosten. Denn wenn beispielsweise der Goldpreis steigt, steigen meist auch die Kurse der Minenbetreiber. Immerhin können sie ihr “Produkt” jetzt teurer verkaufen.

Silber ETF

Minenbetreiber können eine Alternative zu Rohstoff-ETFs sein.

Umgekehrt werden Minengesellschaften aber besonders hart getroffen, wenn der Preis sinkt. Geht er beispielsweise um 10,0 Prozent zurück, sinkt der Gewinn nicht um ebenfalls 10,0 Prozent, sondern meist deutlich stärker. Immerhin sinken die Kosten ja nicht im gleichen Maße. Im schlimmsten Fall macht die Firma dann sogar Verluste. Hinzu kommen politische und wirtschaftliche Risiken bei Minengesellschaften, allerdings auch entsprechende Chancen.

Welche Rohstoffe kaufen?

Wer Rohstoffe hört, denkt meist an Bodenschätze wie Gold, Eisen und Öl. Aber auch landwirtschaftliche Rohstoffe wie Weizen, Reis und Kaffee sind handelbare Rohstoffe. Die meisten großen ETFs enthalten sogar Lebendvieh als Anlageklasse.

Gold

Der vielleicht bekannteste Rohstoff: Gold

Grob kann man drei wichtige Arten von Rohstoffen unterscheiden:
• Edelmetalle wie Gold und Silber,
• Sonstige Bergbauliche Rohstoffe wie Öl, Kohle und Eisen,
• Agrarrohstoffe wie Kaffee, Holz oder Lebendvieh.

Top 5 Depots für Rohstoff ETFs

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Edelmetalle wie Gold und Silber

Edelmetalle sind, wie Eisen oder Kupfer, bergbaulich gewonnene Rohstoffe. Es lohnt sich aber, sie getrennt zu behandeln, denn ihre Preisentwicklung folgt oft anderen Kriterien als die anderer Produkte, deren Preis vor allem von der Entwicklung der Wirtschaft abhängt.
Gold, Silber oder Platin finden natürlich auch Verwendung in der Industrie. Platin beispielsweise wird in Katalysatoren eingesetzt. Doch gerade Gold ist auch ein Investitionsgut. Nicht nur Münzen und Barren werden als krisensichere Investition geschätzt. In vielen armen Ländern wird Gold- und Silberschmuck auch gekauft um ihn in schlechten Zeiten wieder verkaufen zu können. Und natürlich wird massenweise Geld in Form von Termingeschäften in Gold investiert.

Deshalb raten viele Experten dazu, ein bisschen Gold im Depot zu haben. In Krisenzeiten steigt sein Wert meistens und gleicht damit die Verluste aus Aktien aus. Es dient somit der Risikostreuung. Deshalb stellen wir im letzten Kapitel auch einen rein in Edelmetalle investierenden Rohstoff ETF vor.

Guter Gold ETC: db Physical Gold ETC (EUR) – ISIN: DE000A1E0HR8, WKN: A1E0HR

Mit einer Gesamtkostenquote von 0,25 Prozent ist der db Physical Gold ETC besonders günstig. Allerdings handelt es sich bei diesem Produkt streng genommen nicht um einen ETF, sondern um ein ETC, ein Exchange Traded Commoditie, also einen börsengehandelten Rohstoff. Das liegt daran, dass „echte“ ETFs mit nur einem Rohstoff in der EU nicht zugelassen sind. Laut Gesetz darf jeder Basiswert nämlich maximal zehn Prozent des Gesamtportfolio eines Fonds ausmachen. Das gilt für Aktienfonds genauso wie für Gold-ETFs. Der ETF ist vor allem für jene geeignet, die ihr Depot krisensicherer machen wollen, denn Gold wird bei ansonsten schwierigem Marktumfeld eher zunehmen.

Guter Goldminen ETF: UBS ETF (IE) Solactive Global Pure Gold Miners UCITS ETF (USD) A-dis – ISIN: IE00B7KMNP07, WKN: A1JVYP

Der Solactive Global Pure Gold Miners Index enthält nur Unternehmen, die mindestens 90 Prozent ihrer Einnahmen mit der Goldförderung erzielen. An seinem Verlauf können Anleger mit einem ETF der UBS teilhaben.

Große Vorteile des Fonds sind seine geringe Kostenquote und die physische Replikation. Das bedeutet, dass der ETF die enthaltenen Aktien tatsächlich kauft und nicht deren Verlauf mit Swaps nachbildet, was ein (kleines) Kontrahentenrisiko mit sich bringen würde. Fondswährung ist allerdings der US-Dollar, was einerseits ein Wechselkursrisiko mit sich bringt, andererseits aber auch die Chance auf Wechselkursgewinne.

Sonstige bergbaulich gewonnene Rohstoffe

Ganz anders sieht es mit Rohstoffen wie Eisen oder Kupfer aus. Ihre Nachfrage hängt stark von der Konjunktur ab. Läuft die Wirtschaft rund, steigen auch meist die Preise dieser Rohstoffe. Beispielsweise, weil Firmen mehr Strom verbrauchen und damit auch die Nachfrage nach Energierohstoffen wie Kohle und Öl steigt. Oder weil mehr Stahl produziert wird und damit auch mehr Eisen benötigt wird.
In Krisenzeiten dagegen kann der Erzpreis sogar überproportional stark fallen. Denn weil ein großer Teil des Eisens aus Recycling stammt wird die Nachfrage nach Eisenerz sogar stärker einbrechen als die nach Eisen insgesamt.

Natürlich kann es hier Sonderkonjunkturen geben. In den Weltkriegen beispielsweise war die Nachfrage nach Eisen für die Rüstungsproduktion hoch, während andere Branchen unter dem Krieg litten. Umgekehrt kann der Einsatz von Kunststoffen oder nachwachsenden Rohstoffen wie Holz Eisen und Stahl verdrängen oder der Einsatz von Glasfaserkabeln die Nachfrage nach Kupfer reduzierten.

Die Spekulation mit diesen Rohstoffen erfordert daher besonders viel Wissen. Es reicht nicht vorherzusagen, dass der Preis eines Rohstoffs steigen wird, man muss besser sein als die übrigen Anleger.

Guter breit aufgestellter ETF: Lyxor Commodities Thomson Reuters/CoreCommodity CRB TR UCITS ETF C-EUR- ISIN FR0010270033, WKN A0JC8F

Mit einer Gesamtkostenquote von 0,35 Prozent ist der Lyxor Rohstoff-ETF nur wenig teurer als der Fonds von iShares. Der abgebildete Thomsons Reuters CoreCommodity Index enthält 19 verschiedene Rohstoffe. Mit fast 40 Prozent spielen Energierohstoffe (Stand 2018) hier eine besonders große Rolle. Edelmetalle sind mit sieben Prozent dagegen eher schwach vertreten. Das macht den Fonds interessant für Anleger, die eine weiterhin gute Wirtschaftslage erwarten. Die Verluste von 2011 bis Anfang 2018 liegen auch bei diesem Fonds bei rund 40 Prozent.

Guter Minengestellschaften-ETF: Lyxor ETF MSCI World Materials TR (ISIN: LU0533033824| WKN: LYX0GQ)

Der MSCI World Materials ist ein Aktienindex, der Rohstoffunternehmen aus den Industriestaaten enthält. Die Beschränkung auf Industrienationen verringert zwar einerseits die Chancen, andererseits aber auch die Risiken. Wenngleich natürlich auch kanadische oder australische Bergwerksunternehmen Minen in Schwellen- und Entwicklungsländern besitzen können.
Die Gesamtkostenquote ist mit 0,4 Prozent deutlich niedriger als bei aktiv verwalteten Fonds. Dividendenzahlungen werden gleich wieder investiert, also thesauriert.

Landwirtschaftliche Rohstoffe

Landwirtschaftliche Erzeugnisse waren vermutlich sogar die ersten Produkte, die an den Börsen gehandelt wurden, lange bevor dort Aktien ge- und verkauft wurden. Damit sollen Bauern Planungssicherheit bekommen. Zu den landwirtschaftlichen Rohstoffen gehören sowohl Pflanzen als auch Tiere. Baumwolle oder Holz sind wichtige pflanzliche Rohstoffe. An der Rheinischen Warenbörse in Köln lässt sich auch Stroh handeln.

Viele landwirtschaftliche Rohstoffe sind Nahrungs- und Genussmittel, beispielsweise Kaffee, Kakao, Tabak oder Weizen aber auch Schweinehälften oder lebende Rinder. Während der Handel mit Genussmitteln als weitgehend unbedenklich gilt, ist der mit Nahrungsmitteln umstritten. Einige Kritiker sehen die Spekulation als Preistreiber und damit Auslöser von Hunger. Die These ist umstritten, zumal Finanzinvestoren die gekauften Rohstoffe ja später wieder verkaufen. Doch wer auf Nummer sicher gehen will kauft einfach einen ETF ohne Nahrungsmittel oder gar ganz ohne Agrarrohstoffe.

Agrarrohstoffe

Agrarrohstoffesind traditionsreich, aber umstritten. Reis wird in Japan bereits seit Jahrhunderten an der Börse gehandelt.

Gegen Agrarrohstoffe spricht zudem noch ein anderer Grund. Ihr Angebot kann nämlich ausgeweitet werden, wenn bessere Anbauverfahren gefunden oder neue Flächen in Betrieb genommen werden. Bei Bergbaurohstoffen ist das nicht im gleichen Maße möglich, auch wenn dort natürlich neue Verfahren ebenfalls das Angebot erhöhen können, wie das Beispiel Fracking zeigt.

Guter ETF mit Agrarfohstoffen: iShares Diversified Commodity Swap UCITS ETF – ISIN IE00BDFL4P12, WKN A2DK6R

iShares Diversified Commodity Swap UCITS ETF ist nicht nur der größte in Deutschland gehandelte Rohstoff-ETF, sondern auch einer der kostengünstigsten. Nur 0,19 Prozent betragen die Gebühren im Jahr. Der Fond bildet den Bloomberg Commodity Index ab. Dieser enthält 20 Rohstoffe und gehört zu den beliebtesten Indizes in diesem Sektor. Er wird jährlich angepasst und enthält zu jeweils rund 30 Prozent Energierohstoffe und Agrargüter (ohne Lebendvieh), zu jeweils rund 15 Prozent Industrie- und Edelmetalle sowie einen kleineren Anteil an Lebendvieh. Dabei darf kein Rohstoff mehr als 15 Prozent zum Gesamtergebnis beitragen.

Von Anfang 2011 bis 2019 machte der ETF rund 40 Prozent Verlust, was allerdings die allgemeine Wertentwicklung an den Rohstoffmärkten widerspiegelt.

Top 5 Depots für Rohstoff ETFs

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Guter ETF ohne Agrarrohstoffe: ComStage Commerzbank Commodity ex-Agriculture EW Index TR UCITS ETF – ISIN LU0419741177, WKN ETF090

Der ETF von Comstage ist der vielleicht beste Rohstoff-ETF, der an Deutschlands Wertpapierbörsen gehandelt wird. Er bildet den Commerzbank Commodity ex-Agriculture EW Index nach. Dieser besteht aus zwölf Rohstoffe, die nach Liquidität und Bedeutung ausgewählt werden. Jeder Rohstoff geht mit dem gleichen Gewicht ein, trägt also ein Zwölftel zur Wertentwicklung bei.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Rohstoff-ETFs verzichtet der Comstage-ETF ganz auf Agrarrohstoffe. Das wird all jene beruhigen, die von der Unbedenklichkeit des Handels mit Lebensmitteln nicht überzeugt sind.

Rohstoff ETF ohne Agrarrohstoffe

Der Handel mit Nahrungsrohstoffen ist umstritten. Zwar sind sich die Experten noch nicht einig, ob er wirklich zu Hunger führt. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, wählt am besten einen ETF ohne Agrarrohstoffe.

Trotzdem hat sich der Index zwischen 2011 und 2018 besser entwickelt als die meisten anderen Rohstoffindizes. Zwar hat auch er rund 20 Prozent verloren, das ist im Vergleich zu anderen Rohstoff-Indizes aber eher wenig. Auch liegt die Gesamtkostenquote mit 0,30 Prozent am unteren Ende der Skala und der ETF ist sparplanfähig.

ETF kaufen: So geht's

ETFs lassen sich ganz einfach über die Wertpapierbörse erwerben. Das bringt den großen Vorteil mit sich, dass kein Ausgabeaufschlag anfällt. Stattdessen müssen nur die Ordergebühren bezahlt werden, die meist weit niedriger liegen.

Welcher Anbieter der richtige ist, hängt auch von den Anforderungen ab. Manchen Anlegern sind vor allem niedrige Preise sehr wichtig, sie finden sie bei Discount-Brokern wie DeGiro oder flatex. Andere wünschen sich ein breites Angebot an Bankdiensten aus einer Hand, wie es beispielsweise die ING oder die DKB bieten. Beides zusammen bietet die Consorsbank, allerdings nur im ersten Jahr, wenn die Gebühren dort ähnlich niedrig sind wie bei manchem Discount-Broker. Sparkassenkunden wiederum können ihr Girokonto teilweise beim S Broker als Verrechnungskonto nutzen.

Eine Übersicht über die Angebote findet man in unserem Brokervergleich.

Fazit

Rohstoffe bringen keine Dividenden oder Zinsen und haben sich in den vergangenen Jahren auch nicht besonders gut entwickelt. Trotzdem kann ein Rohstoff-ETF zur Depotbeimischung sinnvoll sein. Allerdings ist die Spekulation mit Lebensmitteln umstritten. Comstage bietet deshalb einen ETF ohne Agrarrohstoffe. Wer vor allem in Edelmetalle investieren will, sollte auch unsere Beiträge zu Gold- und Silber-ETFs lesen.

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