Geld in Gold anlegen

Golf gilt als Krisenwährung. Und Krisen gibt es aktuell mehr als genug. US-Präsident Trump ist dabei, einen Handelskrieg zu entfachen. Die Volksrepublik China möchte nun auch politisch mehr Gewicht bekommen – und könnte schon bald mit den etablierten Mächten und Regionalmächten in Konflikte kommen. Weltweit sind autoritäre Regime auf dem Vormarsch und die Islamisten würden die Welt am liebsten zurück ins Mittelalter katapultieren. Zeit für Gold?

Das wichtigste in Kürze:

  • Gold ist Krisenwährung
  • Gold stagnierte lange Zeit
  • Gold bringt keine Zinsen
  • Goldminen als Alternative

Der Goldpreis

Betrachtet man die Entwicklung des Goldpreises seit dem Zweiten Weltkrieg, dann lassen sich grob fünf verschiedene Phasen beschreiben.

  • Festgelegter Goldpreis bis 1971, kaum Veränderung
  • Steiler Anstieg des Goldpreises bis 1980
  • Sinkender Goldpreis bis 1999
  • Anstieg bis 2011
  • Rückgang und Stagnation seit 2011

Goldbindung bis 1971

Bis in die 1970 Jahre waren die meisten Währungen durch Gold gedeckt. Das Umtauschverhältnis von Geld zu Gold war damit festgelegt. Es gab daher relativ wenig Bewegung. Nur hin und wieder wurde der Goldpreis angepasst, wenn das Angebot an Gold nicht mehr mit der steigenden Nachfrage nach Geld mithalten konnte. Von 1792 bis 1833 musste man beispielsweise 19,39 US-Dollar für eine Feinunze Gold zahlen, von 1835 bis 1836 dann 20,69.

Von 1934 bis 1968 bekam man für 35,- US-Dollar eine Feinunze Gold. Damit konnte auch der Goldpreis nicht steigen oder fallen. Weil der Wechselkurs der D-Mark (deutsche Vorgängerwährung des Euro) bis 1971 durch Verträge festgelegt war, war der Goldkurs auch zur D-Mark fest. In den Nachkriegsjahren bekam man bis 1969 für 4,00 DM genau 1,00 US-Dollar. Somit musste man für eine Feinunze Gold bis 1968 genau 140,- DM zahlen, rund 70,- Euro. Nur zwischen 1968 und 1971 gab es durch eine D-Mark Aufwertung und Änderungen des Umtauschverhältnisses von Gold zu US-Dollar leicht Schwankungen.

Verfünfundzwanzigfachung bis 1980

Nachdem 1971 die Bindung des US-Dollar an Gold aufgegeben wurde, ging es mit dem Goldpreis steil nach oben. Bis 1980 verfünfundzwanzigfachte sich der Goldpreis auf 850,- US-Dollar.

Goldpreisrückgang bis 1999

Das war für lange Zeit auch der Höchstkurs. Denn bis 1999 fiel der Preis des Edelmetalls auf 252,80 Euro. Immer wieder gab es auch kurze Zeiten von Preisanstiegen, den längsten von 1984 bis 1987. Doch in der Summe ging es fast 20 Jahre lang nur bergab.

Preisanstieg bis 2011

1999 wurde mit 252,80 US-Dollar je Feinunze der tiefste Goldpreis seit 1980 erreicht. Bis 2001 ging es zunächst nur zaghaft bergauf, immer wieder sank der Goldpreis auch wieder. Erst das Platzen der New-Economy-Blase brachten 2002 die endgültige Wende, am Ende des Jahres lag der Goldkurs 24,0 Prozent höher als noch Ende 2001. Bis 2011 ging es fast jedes Jahr zweistellig bergauf.

Als der Aufschwung 2008 schwächelte kam die nächste Krise, bis 2013 stieg der Goldkurs auf fast 1.700 US-Dollar je Feinunze.

Rückgang und Stagnation seit 2011

Als spätestens ab 2011 fast jeder Gold kaufen wollte, wurden die ersten Warnungen vor einem Ende der Hausse laut. In Reutlingen wurde der erste deutsche Goldautomat in Betrieb genommen, bei dem sich Kunden Goldbarren am Automaten kaufen können. Laut „Wirtschaftswoche“ gab es zeitweise 16 solcher Automaten, aktuell sind es nur noch drei.

2011 erreichte der Goldkurs dann fast die Marke von 1.900,- US-Dollar, fiel aber bis Jahresende wieder auf 1.574,50 US-Dollar. Der Goldpreis erholte sich noch einmal auf fast 1.800,- Euro, doch bis 2015 fiel er fast auf nur noch 1.000,- US-Dollar. Seitdem geht es wieder leicht nach oben, doch die große Erholung lässt nach wie vor auf sich warten.

Jetzt Gold kaufen?

Für Pessimisten ist die ausbleibende Erholung ein Zeichen dafür, dass Gold nicht mehr gefragt ist. Für andere ist der tiefe Kurs ein Kaufsignal. Tatsächlich sind in der Vergangenheit Anleger meist besser gefahren, wenn sie langfristig antizyklisch investiert haben. Also gekauft haben, wenn die Kurse niedrig waren. Dazu muss man aber einen langen Atem mitbringen, denn selbst wenn die Erholung kommt, kann das erst in einigen Jahren der Fall sein.

Als Beimischung im Depot ist Gold aber eine gute Wahl. Zumindest wenn man ausreichend viel Geld mitbringt, damit sich der Kauf auch nach Abzug der Gebühren noch lohnt. Wer beispielsweise 20.000,- Euro anlegen will, sollte davon aber auf jeden Fall etwas in Gold investieren.

Wie Gold kaufen?

Der Weg zum Goldautomaten ist nicht unbedingt die beste Variante, die drei letzten verbliebenen Exemplare in Deutschland stehen übrigens in Wiesbaden, Nürnberg und im Landkreis Karlsruhe.

Der Kauf von Münzen oder Barren stellt die meisten aber vor ein Lagerproblem. Zwar sind solche Guthaben nicht von Bankenpleiten oder staatlichen Maßnahmen betroffen, sie müssen aber wirkungsvoll vor Einbrechern geschützt werden.

Einfacher ist der Kauf von Zertifikaten und ETCs, also börsengehandelten Rohstoffen. Damit können Kunden von einem Anstieg des Goldpreises profitieren ohne selbst den Rohstoff zu besitzen. Allerdings hat diese Form der Investition auch Nachteile. So fallen Gebühren an, die oft aber relativ niedrig sind. Problematischer ist, dass die Fonds den Kurs meist über Futures und Optionen abbilden. Wenn alle Anleger für die Zukunft einen steigenden Goldpreis erwarten, dann liegt der Preis für eine Feinunze bei einem Future aber womöglich höher als der aktuelle Marktpreis auf dem Spotmarkt. Diese Konstellation wird Contango genannt und kann die Gewinne schmälern.

Goldminen statt Gold

Eine Alternative zum Kauf von Gold ist eine Investition in Goldminen. Deren Kurs hängt stark vom Goldpreis ab. Meist schwankt er sogar stärker als der Goldpreis selbst. Weil die Förderkosten unabhängig vom Verkaufspreis relativ konstant bleiben, ändern sich die Gewinne überproportional stark. Ein 10,0 Prozent niedrigerer Goldpreis heißt eben nicht 10,0 Prozent weniger Gewinne. Weil die Kosten fast unverändert bleiben, können 10,0 Prozent niedrigere Einnahmen sogar Verluste bedeuten. Umgekehrt wirken sich deshalb auch Preisanstiege überproportional stark aus.

Natürlich ist aber nicht allein der Goldpreis für den Kurs verantwortlich. Einerseits lauern bei Minenaktien zusätzliche Risiken durch schlechtes Management und staatliche Eingriffe, andererseits können Minenunternehmen durch Automatisierung und Rationalisierung auch bei stabilem Goldpreis die Gewinne erhöhen.

Statt in eine einzelne Goldminenaktie zu investieren bietet es sich an, einen ETF mit mehreren Aktien dieser Art zu kaufen um das Risiko zu streuen. Beispielsweise den Lyxor MSCI ACWI Gold (WKN: LYW0NU).

Wo kaufen?

Sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Händler attraktiv ist das Angebot der Consorsbank. Das Unternehmen aus Nürnberg lockt immer wieder auch mit sehr lukrativen Einstiegsangeboten, etwa reduzierten Tradingkosten oder höhere Tagesgeldzinsen. Außerdem bietet der Broker einen guten Service und ständig neue Anlageideen, die sowohl für Einsteiger als auch für Profis interessant sind.

Das 1994 gegründete Unternehmen war unter dem Namen Consors einer der ersten Discount-Broker Deutschlands, die vor allem auf das damals noch junge Internet setzten. Nach dem Verkauf an die französische Großbank BNP Paribas wurde das Unternehmen in Cortal Consors umbenannt. Seit 2014 firmiert der Broker als Consorsbank und ist formell kein eigenständiges Geldinstitut mehr, sondern eine Niederlassung der BNP Paribas.

Fazit

Vieles spricht für Gold. Allerdings ist ein Investment in den Rohstoff auch sehr riskant. Als Beimischung im Depot ist das Edelmetall aber meist eine gute Wahl. Statt direkt Barren oder Münzen zu kaufen, können Anleger auch ETCs erwerben, also Zertifikate auf den Rohstoff. Oder sie investieren in Goldminenaktien.

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