Zertifikatehandel: Ein Ratgeber (2020)

Zertifikate-Handel

Als informierter Anleger sollte man wissen was ein Zertifikat ist und wie man mit diesem Zertifikat auf der Börse richtig handelt. Nun kann es auch so sein, dass einige Menschen nicht so gut informiert sind welche Handelsmöglichkeiten sich auf der Börse ergeben. Dies ist auch nachvollziehbar. Wir können nicht davon ausgehen, dass jeder über das Geschehen so gut wie Experten informiert ist. Und Anfänger gibt es in vielen verschiedenen Bereichen. Vorteilhaft ist natürlich, dass Anfänger sehr wissenshungrig sind und viele Informationen regelrecht verschlingen. In diesem Beitrag wollen wir aufzeigen wie der Handel mit Zertifikaten funktioniert.

Was sind Zertifikate?

Zertifikatehandel

Wie handelt man mit Zertifikaten?

Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen. Sie werden an der Börse gehandelt und für den Anleger heißt das, das durch den Kauf eines Zertifikates Geld leiht. Die Zertifikate werden von Banken herausgegeben, die man auch als Emittent bezeichnet. Ein Emittent ist Herausgeber einer Aktie, eines Wertpapieres oder eines Zertifikates. Es gibt an der Börse tausende von unterschiedlichen Zertifikaten. Diese werden von Emittenten wie der Deutschen Bank oder der Commerzbank herausgegeben. Als Anleger oder Investor kann man sich ein Zertifikat bei einer dieser Banken kaufen. Dabei ist jedes Zertifikat mit einer Wertpapierkennnummer versehen Diese spezifische Identifikationsnummer hilft dem Anleger sein Zertifikat überall eindeutig zu identifizieren. Diese Wertpapierkennnummer gab es in der Vergangenheit nicht. Wenn man ein Zertifikat erwerben will, so kann man auch diese Nummer angeben. Um den Kauf des Zertifikates schneller abzuwickeln.

Was viele Zertifikate gemeinsam haben ist ihre Kursentwicklung, die an den Basiswert geknüpft ist. Der Basiswert bezieht sich immer auf das Wertpapier. Dies kann eine Aktie sein, die von Daimler, von Mercedes oder Apple kommt. Gleichzeitig kann es sich aber auch um einen Aktienindex wie den DAX oder den Dow Jones handeln.

Es gibt auch Zertifikate auf Währungen, wie zum Beispiel das Euro-Dollar Verhältnis oder den Wechselkurs von bestimmten Währungspaaren. Als Basiswert dienen auch Rohstoffe wie Gold, Silber Kaffee oder sogar Orangensaft. Denkbar ist hier vieles. Laut dem Deutschem Derivate Verband gibt es eine Million handelbare Zertifikate auf mehr als 3000 unterschiedliche Basiswerte. Das Marktvolumen von Zertifikaten bemisst sich laut dem Deutschem Derivate Verband auf 68 Milliarden Euro. Diese Werte beziehen sich auf Januar 2016.

Ein Zertifikat ist eine Inhaberschuldverschreibung. Wenn der Herausgeber bzw. der Emittent des Zertifikates in Insolvenz gehen, so verliert die Forderung gegenüber dem Herausgeber die Wirkung. Das Zertifikat wird wertlos. Man sollte daher nur ein Zertifikat erwerben, wenn es als vertrauenswürdig eingestuft werden kann. In der Regel sollte dies bei vielen Banken der Ball sein. Es gab aber leider auch Fälle wo etablierte Banken in die Insolvenz geschlittert sind.

Leseempfehlung: Aktiendepots für Anfänger

WARUM SOLLTE IN ZERTIFIKATE INVESTIERT WERDEN? – DIE VOR- UND NACHTEILE DES FINANZPRODUKTS

Implizit sind in den bisherigen Abschnitten dieses Ratgebers bereits wichtige Vor- und Nachteile von Zertifikaten genannt worden. Die nachfolgende Tabelle stellt die bisher genannten und neue Aspekte übersichtlich dar:

Pro
  • Unterschiedlichste Varianten von Zertifikaten verfügbar
  • Risikobegrenzung jederzeit möglich
  • Spekulatives Investment durch Nutzung von Hebeln ebenfalls realisierbar
  • Ausarbeitung unterschiedlichster Handelsstrategien mit einem einzigen Finanzprodukt
  • Es kann sowohl an steigenden als auch an fallenden Kurse
  • Hohe Anzahl verfügbarer Basiswerte
Contra
  • Teils intransparente Kostenstruktur
  • Anleger partizipieren nicht an Dividendenausschüttungen
  • Vorzeitiger Verkauf der Wertpapiere nicht immer oder nur mit hohen Kosten möglich
  • Finanzprodukt ist recht komplex und daher tendenziell eher erfahrenen Anlegern zu empfehlen.
  • Es existiert ein Emittentenrisiko
  • Unterschiedlichste Varianten von Zertifikaten verfügbar
  • Risikobegrenzung jederzeit möglich
  • Spekulatives Investment durch Nutzung von Hebeln ebenfalls realisierbar
  • Ausarbeitung unterschiedlichster Handelsstrategien mit einem einzigen Finanzprodukt
  • Es kann sowohl an steigenden als auch an fallenden Kurse
  • Hohe Anzahl verfügbarer Basiswerte
  • Teils intransparente Kostenstruktur
  • Anleger partizipieren nicht an Dividendenausschüttungen
  • Vorzeitiger Verkauf der Wertpapiere nicht immer oder nur mit hohen Kosten möglich
  • Finanzprodukt ist recht komplex und daher tendenziell eher erfahrenen Anlegern zu empfehlen.
  • Es existiert ein Emittentenrisiko

Wer ein Zertifikat erwirbt, wird kein Teilhaber eines Unternehmens. Das ist immer dann von Nachteil, wenn der Konzern hohe Gewinne erzielt und Dividenden an Anleger ausschüttet. Von den Dividenden profitieren Zertifikate-Inhaber nicht. Dafür kann – wie bereits erwähnt – auch auf den Fall der Unternehmensaktien gesetzt werden. Das bietet ein hohes Maß an Flexibilität. Zumal über die Hebelwirkung sehr hohe Renditen in kurzer Zeit erwirtschaftet werden können. Die Nutzung des Hebels bedeutet aber gleichzeitig auch ein deutlich erhöhtes Risiko. Entwickelt sich der Basiswert nicht wie vom Anleger prognostiziert, entstehen große Verluste.

Wer weniger Risiko eingehen möchte, kann ebenfalls in Zertifikate investieren. Über die vorgestellten Airbag- und Garantie-Zertifikate sind Verlustabsicherungen jederzeit möglich. Gleichzeitig wird dann aber auch der maximale Gewinn begrenzt.

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Der eigentliche Handel von Zertifikaten findet auf speziellen Marktplätzen statt, die der Börse angegliedert sind. Ein Verkauf der Zertifikate ist dadurch in der Theorie jederzeit möglich. In der Praxis muss sich allerdings immer ein passender Käufer finden, was sich äußerst schwierig gestalten kann. Meist ist dadurch der Spread so hoch, dass sich der Verkauf vor dem Ende der Fälligkeit nicht lohnt.

Zertifikate werden nicht von Unternehmen, sondern von Banken ausgegeben. Somit entsteht ein Emittentenrisiko. Muss der Anbieter der Zertifikate Insolvenz anmelden, verlieren Anleger ihr Geld. Die Wahrscheinlichkeit für eine solche Bankenpleite ist in der Regel gering. Im Falle der Lehman-Pleite im Jahr 2008 verloren aber zahlreiche Zertifikate-Inhaber ihr eingesetztes Kapital aufgrund der Insolvenz der Investmentbank.

Was kosten Zertifikate?

Das Verkaufsprospekt oder die Broschüre dient als erste Anlaufstelle, um die Kosten der Zertifikate zu finden. Die Verkaufsbroschüre enthält die Gebühren und Konditionen des Zertifikates. Oftmals ist es aber so, dass die Kosten nicht immer vollständig ausgewiesen sind. Wenn die Zertifikate zu kompliziert sind, so muss man sich richtig erkundigen. Grundsätzlich gilt, dass ein guter Anbieter die Kosten so transparent wie möglich darstellen sollte. Jeder Anleger oder Investor sollte die Möglichkeit oder das Recht haben nachvollziehen zu können was genau mit seinem Geld passiert. Wenn die Kosten nicht transparent genug dargestellt werden, so ist das ein guter Grund nach einem anderen Zertifikat Ausschau zu halten.

Möchte man also ein Zertifikat kaufen, so muss man sich nicht nur den Preis anschauen, sondern auch die Gebühren, die für das Handeln in Rechnung gestellt werden. Dazu zählen nicht nur die Transaktionsgebühren, sondern auch die Orderprovision für den Broker, die Spesen, die Gebühren für den Handelsplatz und viele weitere. Auch erheben einige Broker Gebühren für das Depot. Mittlerweile ist aber die Norm, dass nur noch wenige Broker Gebühren für die Depotführung erheben.

Um ermitteln zu können, wie teuer der Kauf eines Zertifikats ist, sollten Sie die folgenden Gebühren beachten:

  • Ordergebühr
    Wie beim Kauf anderer Finanzprodukte auch, fällt eine Ordergebühr beim Zertifikate-Handel an. Die Höhe der Kosten ist dabei komplett vom eigenen Broker abhängig, weshalb an dieser Stelle ein umfangreicher Vergleich durchgeführt werden sollte.
  • Ausgabeaufschlag
    Diese Gebühr ist vielen Anleger bekannt, die bereits Fondsanteile erworben haben. Die Höhe der Gebühr wird prozentual (meist 1 bis 3 %) an der Anlagesumme bemessen.
  • Börsengebühr
    Wer Zertifikate an einer Börse kauft – und nicht direkt beim Emittenten – zahlt dafür eine Gebühr. Abhängig sind die Kosten vom Handelsplatz.
  • Spread
    Kauf- und Verkaufskurs eines Zertifikats sind niemals identisch. Die Verkaufspreise sind grundlegend niedriger. Die Differenz aus den beiden Kursen behält der Börsenbetreiber als eine Art Provision.
  • Managementprovision
    Dieser Kostenpunkt ist teils gut versteckt. Bei einigen Zertifikaten wird jährlich oder pro Quartal eine gewisse Gebühr für die Bereitstellung des Finanzprodukts erhoben – ähnlich wie die Verwaltungsgebühr bei Fonds. Der Betrag wird allerdings nicht vom Konto des Zertifikate-Inhabers abgehoben, sondern mindert dessen Wert. Zwischen 0,5 und 1,5 % des Anlagevolumens werden so pro Jahr bei unbefristeten Zertifikaten fällig.
  • Rücknahmegebühr
    Einige Zertifikate sind äußerst kompliziert konzipiert. Endet deren Laufzeit, ist die Rückabwicklung für Banken mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. Zwischen 1 und 2 % der Anlagesumme können dann zum Fälligkeitszeitpunkt anfallen.
  • Innenprovision
    Die Innenprovision zählte bis zum August 2014 ebenfalls zu den äußerst gut getarnten Kostenpunkten. Zwischen 1 und 3 % des Ausgabepreises muss an die Bank entrichtet werden, wenn zwischengeschaltete Vertriebspartner das Zertifikat vermitteln und wiederum von der Bank eine Provision verlangen. Die Gebühr muss mittlerweile transparent ausgewiesen werden.
  • Quanto-Kosten
    Zu guter Letzt seien die Quanto-Kosten erwähnt. Diese werden immer dann berechnet, wenn die Zertifikate hauptsächlich aus ausländischen Indizes und Aktien bestehen. Dann unterliegen die Finanzprodukte einem Währungsrisiko. Wer dieses von Vornherein ausschalten möchte, muss rund 1,5 bis 2 % der Anlagesumme pro Jahr an die Bank entrichten.

Es gilt unbedingt zu beachten, dass nicht alle Kostenpunkte für jedes Zertifikat anfallen oder die Finanzprodukte generell teuer sind. Es ist lediglich Vorsicht geboten, wenn Kapital in das Finanzprodukt investiert wird. Anleger müssen zunächst wirklich alle Kosten in ihre persönliche Renditekalkulation einbeziehen.

Top5 Aktien Depots für Zertifikate

1
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu Smartbroker
2
Kosten pro Order
1,00 €
Kosten gesamt*
12,00 €
Testberichtzu Trade Republic
3
degiro
Kosten pro Order
2,00 € + 0,018%
Kosten gesamt*
26,16 €
Testberichtzu DEGIRO
4
Kosten pro Order
3,95 €
Kosten gesamt*
47,40 €
Testberichtzu Consorsbank
5
Kosten pro Order
3,90 €
Kosten gesamt*
46,80 €
Testberichtzu Comdirect
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten

 

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Der Handel mit Zertifikaten

Der Handel mit Zertifikaten

Beim Handel mit Zertifikaten geht es letztendlich darum eine hohe Rendite zu erzielen. Dieses Ziel sollte auch angestrebt werden. Wenn die Ausgaben aber zu hoch sind, wird die Rendite reduziert. Von der Fülle der ganzen Broker sollte man eine Tabelle erstellen und die verschiedenen Anbieter mit ihren Kosten miteinander vergleichen. Und davor sollte man bereits auf einem unabhängigen Portal eingesehen haben, um sich Erfahrungsberichte dieser Anbieter anzuschauen. Es ist sehr wichtig einen guten Überblick über die Kosten zu haben. Ansonsten kann es leicht passieren, dass der Anfänger oder erfahrene Trader mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert wird. Und dies ist nicht gerade schön.

Wenn man einen Anbieter mit kostenfreier Kontoführung nutzen will, und gleichzeitig die Ordergebühren geringhalten will, so sollte man sich das Wertpapierdepot bei finanzen.net anschauen. Die Kostenstruktur ist absolut transparent und die Gebühren sind insgesamt gering. Als Investor in Aktien zahlt man lediglich eine Provision von 5 Euro. Dies geschieht unabhängig davon, wo man in Deutschland die Zertifikate kaufen will. Für Einsteiger lohnt sich insbesondere auch ein Blick auf das finanzen.net Musterdepot.

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Weiterhin sollte man sich mit der Frage auseinandersetzen, ob man ein Zertifikat ohne Ausgabeaufschlag kaufen will. Banken verlangen bei jungen emittierten Zertifikaten einen Aufschlag. Dieser Ausgabeaufschlag kann bis zu drei Prozent betragen. Diesen Aufschlag findet man in der Verkaufsbroschüre. Der Aufschlag wird in der Regel bei frisch herausgegebenen Zertifikaten verlangt.

Weiterhin ist auch zu berücksichtigen, dass jedes Zertifikat die Kursinformationen in zwei Kursen darstellt. Zum einen gibt der Briefkurs an, wie hoch der Preis für das Zertifikat ist. Und er Geldkurs weist den Preis beim Verkauf auf, der erzielt werden kann. Dieser sollte in der Regel geringer sein als der Briefkurs. Der Anleger bekommt mit der Spanne zwischen Geld- und Briefkurs wichtige Details zum Handel. Je weniger das Zertifikat gehandelt wird, desto geringer ist auch diese Spanne. Übliche Wertes sind 0,5 Prozent.

Dann gibt es noch Strategie-Zertifikate, die vom Emittenten in regelmäßigen Abständen angepasst werden. Dazu muss man eine Managementgebühren zahlen. Die Bank rechnet diese Gebühr ab im Kurs des Papieres. Die Gebühren liegen in der Regel zwischen 0,5 bis 1,5 Prozent im Jahr. Bei Zertifikaten mit exotischen Basiswerten kann die Management-Gebühr höher liegen.

Welche Zertifikate sind beliebt?

Index-Zertifikate

Wenn man mit dem Gedanken spielt in ein Zertifikat zu investieren, welches von den 30 größten deutschen Unternehmen kauft, so kann man dies mit einem Index-Zertifikat bewerkstelligen. Bei diesen 30 Unternehmen geht es um den DAX 30. Hier kann man stets von einer hohen Performance ausgehen. Warum sollte man also hier nicht investieren, um von höheren Renditen zu profitieren? Das Index-Zertifikat macht es möglich. Es stellt die Kursentwicklung ganz genau darstellen. Ein Zertifikat kann bereits ausreichen, um eine angenehme Streuung des Gesamtrisikos zu erzielen. In der Regel haben Index-Zertifikate auch keine zeitliche Begrenzung. Somit kennt man sie auch „Open-End“.

Als Tipp geben wir in der Verkaufsbroschüre der Bank nachzuschauen, ob die Bank die Dividenden auszahlt. Es ist nicht besonders empfehlenswert ein Zertifikat zu erwerben, welches auf einen Kursindex läuft. Derartige Indizes enthalten nämlich keine Dividendenzahlungen.

Manche Broker wie Smartbroker ermöglichen es sogar, Sparpläne auf Zertifikate abzuschließen.

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Kapitalschutz-Zertifikate

Rechnet man mit sinkenden oder leicht steigenden Kursen und man möchte kein Risiko eingehen? Dann kann ein Kapitalschutz-Zertifikat die passende Lösung darstellen. Diese Form von Wertpapier hat eine begrenzte Laufzeit. Das Kapital erhält der Anleger am Ende der Laufzeit zurück. Diese Sicherheit ist sehr gut, aber auf der anderen Seite muss der Anleger mit niedrigeren Renditen rechnen. Der Gewinn ist begrenzt, oder die Kurssteigerungen sind nur mäßig.

Airbag-Zertifikate

Airbag-Zertifikate sind dagegen ein bisschen offensiver. Sie haben eine starke Ähnlichkeit zu den Garantie-Zertifikaten. Weiterhin besitzen sie eine Untergrenze, die festgelegt ist. Das Kapital bekommt der Anleger am Ende der Laufzeit ebenfalls zurück, wenn die Untergrenze nicht erreicht worden ist. Wenn der Basiswert aber während der Laufzeit unter die Barriere fällt, so muss man als Investor mit Abschlägen rechnen. Diese sind aber in der Regel geringer als bei einer Direktanlage.

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Discount-Zertifikate

Discount-Zertifikate sind für Anleger sehr beliebt. Kein Wunder also, dass diese Zertifikate auch einen hohen Marktanteil haben. Sie sind ein spannendes Finanzinstrument und besitzen eine feste Laufzeit. Discount-Zertifikate sind besonders, da sie unter dem Kurs des Basiswertes notiert sind.

Beim Erwerb eines Discount-Zertifikates erhält man den Preisvorteil nicht kostenlos. Man verzichtet als Anleger nämlich auf einige Kursrenditen. Die Höhe der Gewinne befindet sich im sogenannten „Cap“. Je niedriger dieser ist, desto geringer ist das Risiko der Anlage, und auch die Gewinnchance. Das Gute ist, dass die Auswahl an Zertifikaten sehr groß ist.

Bonus-Zertifikate

Wenn man davon ausgeht, dass die Kurse an der Börse sich ein bisschen seitwärts bewegen, so spricht man auch von der sogenannten „Sägezahnbörse“. Damit ist gemeint, dass die Kurse ganz normal schwanken, aber kauf was zu verdienen ist. Mit einem Bonus-Zertifikat kann man diese Situation an der Börse geschickt ausnutzen und hohe Renditen erzielen.

Ein Bonus-Zertifikat besitzt feste Laufzeit und besitzt zwei Kursmarken. Die Untergrenze gibt den Wert an, den der Basiswert nicht unterschreiten sollte. Diese Grenze bezeichnet man als Sicherheitslevel. Die Obergrenze bezeichnet man als das Bonuslevel. Wenn der Basiswert über die gesamte Laufzeit hinweg sich oberhalb dieses Levels befindet, so bekommt der Anleger dieses Zertifikates am Ende der Laufzeit einen Bonus.

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Knock-out Zertifikate

Wem die normalen Zertifikate und Aktien zu langweilig sind, der sollte einen Blick auf die Knock-Out Zertifikate werfen. Diese Zertifikate sind hochspekulativ. Sie gehören zur Gattung der Hebelzertifikate und sehr hohe Renditen bei hohem Risiko. Ein Knock-out Zertifikat besitzt explosiven Charakter.

Gehen wir davon aus, dass der Kurs des Basiswertes nur zehn Euro beträgt. Wenn man ein Knock-Out Zertifikat von einem Euro kauft, so nimmt man nun eins zu eins an der Kursentwicklung teil. Dies gilt auch, wenn man nur einen kleinen Teil des Basiswertes gezahlt hat. Wenn der Basiswert von 10 auf 12 Euro steigt, so geht der Knock-out Kurs ebenfalls in die Höhe. Die Wertsteigerung bemisst sich also auf +20 Prozent. Wenn man diese Wertsteigerung auf den Kaufkurs von einem Euro bezieht, so bekommt man mit einem Knock-out Papier einen Gewinn von 200 Prozent, anstelle des 20-prozentigen Gewinnes. Wie man also sieht, kann man hier von einem enormen Hebeleffekt sprechen. Der Gewinn im Basiswert kann sehr stark in die Höhe schießen.

Doch sollte man auch Vorsicht bewahren. Genauso wie der Gewinn in die Höhe schießen kann, so kann er auch nach unten schießen. Grundsätzlich gilt, dass bei einer höheren Renditechance auch mehr Risiken in Kauf genommen werden müssen.

Faktor-Zertifikat

Richtig heiß wird es, wenn man ein Faktor-Zertifikat erwirbt. Auch dieses Papier bietet hohe Renditen und zugleich auch hohe Risiken. Faktor-Zertifikate werden seit 2005 auf der Börse gehandelt. Die Commerzbank war die erste Bank, die Faktor-Zertifikate verkauft hat. Mittlerweile gibt es diese Papiere bei fast allen Emittenten.

Die Faktor-Zertifikate sind sehr einfach zu verstehen. Im Grund genommen macht ein Faktor-Zertifikat das Gleiche wie der Basiswert, dessen Kurs sich täglich ändert. Weiterhin unterscheidet man bei den Zertifikaten zwischen Long- und Short-Faktor-Zertifikaten. Mit einem Short-Faktor-Zertifikat kann man Renditen auf Märkten verdienen, wo die Kursentwicklung fallend ist. Mit einem Long-Faktor-Zertifikat verdient man auf Märkten, wo die Börsenkurse steigen.

Turbo-Zerttifikate

Turbo-Zertifikate verfügen ebenfalls über einen Hebel. Die Laufzeit der Finanzprodukte ist allerdings im Vorhinein strikt festgelegt. Insofern sind Turbo-Zertifikate recht risikoreich, dafür aber im Regelfall auch kostengünstig.

Wie wählt man nun das passende Zertifikat aus?

Auswahl

Das passende Zertifikat auswählen

Anders als bei herkömmlichen Finanzprodukten kann sich die Suche nach einem Zertifikat äußerst schwierig gestalten. Wie bereits festgestellt wurde, existieren zahlreiche Unterarten des Finanzprodukts. So kann der eigene Broker schnell mehrere hunderttausend Zertifikate im Angebot haben. Hilfreich ist es, wenn der Broker gleichzeitig einen Zertifikatefinder zur Verfügung stellt. Über dieses Programm sollten möglichst viele Suchfilter verfügbar sein.

Top 5 Aktiendepots für Zertifikate

1
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu Smartbroker
2
Kosten pro Order
1,00 €
Kosten gesamt*
12,00 €
Testberichtzu Trade Republic
3
degiro
Kosten pro Order
2,00 € + 0,018%
Kosten gesamt*
26,16 €
Testberichtzu DEGIRO
4
Kosten pro Order
3,95 €
Kosten gesamt*
47,40 €
Testberichtzu Consorsbank
5
Kosten pro Order
3,90 €
Kosten gesamt*
46,80 €
Testberichtzu Comdirect
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten

Alternativ dazu bieten einige bekannte Finanzportale eine solche Software kostenlos an. Wird hierüber ein passendes Zertifikat gefunden, muss die zugehörige Wertpapierkennummer notiert werden. Über diese kann das Finanzprodukt dann beim eigenen Broker erworben werden.

Wir haben hier nun eine ganze Menge von Zertifikaten beschrieben. Diese sollten dem Anleger einen guten Überblick bieten, womit heutzutage auf der Börse gehandelt werden kann. Da das Thema der Zertifikate sehr umfangreich ist, muss man als interessierter Anleger tiefer in die Materie gehen. Es empfiehlt sich zusätzliche Lektüre zu studieren und weitere Informationen zu den verschiedenen Zertifikaten im Internet zu recherchieren.

Im ersten Schritt ist es nicht wichtig, dass man gleich eine richtige Strategie sich zurechtlegt. Vielmehr ist es wichtig, dass man weiß welche Zertifikate es auf dem Markt gibt und wie man diesen umgeht. Wenn man beispielweise Zertifikate mit einem explosiven Charakter haben will, so weiß man welche Zertifikate man erwerben sollte, nämlich das Knock-out Zertifikat. Es empfiehlt sich auch hier eine Liste zu erstellen mit den verschiedenen Zertifikaten und deren Vor- und Nachteile hervorzuheben. Auch sollte man versuchen die Kosten herauszufinden, damit man die Renditen hochhalten kann.

Zertifikate online handeln

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Fazit

  • Mit einem Zertifikat kann sich der Anleger seine Möglichkeiten beim Handel ungemein erweitern. Es gibt so viele verschiedene Zertifikate. Für jeden ist somit das richtige Zertifikat dabei. So kann der Investor sein Depot mit dem passenden Zertifikat gegen Verluste sichern. Oder möchte er von steigenden Kursen profitieren und seine Gewinnchancen in die Höhe schießen lassen? So ist er mit einem Knock-out Zertifikat gut bedient. Schließlich sollte man bei höheren Renditen auch das höhere Risiko in Kauf nehmen. Denn beides, Risiko und Rendite, gehören zusammen.