Value Investing

Vor- und Nachteile verschiedener Börsenplätze (2020)

  • Wichtigste Börsenplätze in Deutschland für Privatanleger sind Xetra und Tradegate.
  • Elektronische Handelsplattformen wie Xetra haben die klassischen Präsenzbörsen weitgehend abgelöst.
  • Die meisten wichtigen Aktien und ETFs lassen sich in Deutschland handeln, nur in Ausnahmefällen ist der Weg über eine Auslandsbörse sinnvoll.
  • Außerbörsliche Handelsplätze können eine Alternative sein, haben aber Nachteile.
  • Einige Broker bieten nur den Handel über bestimmte Handelsplätze an.
  • Behandelt werden in diesem Beitrag vor allem Wertpapierbörsen, weniger Börsen für Optionen, Devisen oder Waren.



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Xetra oder Tradegate: An welcher Börse sollten Privatanleger handeln?

2009 wurde zum ersten Mal seit 1861 eine neue Börse in Deutschland gegründet, die Tradegate Exchange. Sie ist zu einer echten Konkurrenz für Xetra geworden, das elektronische Handelssystem der Frankfurter Börse. Aber welcher Börsenplatz ist der bessere? Und wann sind die klassischen Präsenzbörsen noch gefragt? Eine genaue Beschreibung der Börsen findet sich weiter unten.

Der Vergleich zwischen Xetra und Tradegate Exchange ist nicht einfach. Denn beim Vergleich spielen nicht nur die Gebühren eine Rolle, sondern auch die Kurse.

Vorteile der Tradegate Exchange

Für die Tradegate Exchange bieten die meisten Broker besonders niedrige Kurse. Beispielsweise entfällt bei Smartbroker die Börsenplatzgebühr (Xetra: 0,00657 % vom Kaufwert, Minimum 0,82 €, Maximum 98,53 € pro Order, Stand: 03/2020). Die onvista bank verlangt bei Käufen über die Tradegate Exchange zwar eine pauschalierte Handelsplatzgebühr von 2,- Euro zusätzlich zur Ordergebühr von 5,- Euro, verzichtet aber, anders als beim Handel über Xetra, auf weitere Zuschläge (Stand: 03/2020). Außerdem hat die Börse länger geöffnet als Xetra oder die Präsenzbörsen, nämlich von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr statt von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr wie Xetra.

Das spricht für Xetra

Für Xetra sprechen dagegen die hohen Umsätze. Außerdem ist Xetra eine reine Börse, Tradegate betreibt dagegen auch ein Maklerbüro. Schätzungen der Wirtschaftswoche zufolge werden 80 Prozent der Aktien von Tradegate selbst gehandelt. Vor allem nach Börsenschluss des Xetra-Handels, so wird Tradegate teilweise vorgeworfen, kaufen und verkaufen Anleger dort oft zu ungünstigen Kursen. Das kann schnell teurer werden als die Gebührenersparnis.

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Xetra vs. Tradegate

Natürlich kennen nicht alle Anbieter diesen Unterschied, bei flatex oder DEGIRO gibt es ohnehin keinen Preisunterschied. Dann ist Xetra im Regelfall die bessere Wahl. Wer über Tradegate handelt, sollte das im Idealfall während der Öffnungszeiten von Xetra tun. Außerdem empfiehlt es sich generell – auch beim Handel über Xetra – ein Limit zu setzen. Bei seltener gehandelten Aktien kann noch ein dritter Weg attraktiv sein – der Kauf oder Verkauf über eine Regionalbörse.

Außerbörslicher Handel: Vor- und Nachteilen abwägen

Daneben bieten viele Broker noch den außerbörslichen Handel an, beispielsweise über börsenähnliche Handelsplattformen wie die der Baader Bank oder die Lang & Schwarz Exchange in Hamburg. Letzte kommt einer „echten“ Börse schon sehr nahe. Sie kooperiert eng mit der Börse in Hamburg und bietet damit zumindest teilweise eine Regulierung. Allerdings ist Lang & Schwarz dort einziger Marktmacher („Marketmaker“).

Immer wieder wird Kritik geäußert, dass die Preise bei solchen Plattformen für Anleger ungünstiger ausfallen könnten als am Xetra, zumal dort deutlich weniger Wertpapiere gehandelt werden. Das kann nicht nur bedeuten, dass exotische Aktien unter Umständen nicht gekauft werden können, sondern auch, dass ein besonders kostengünstiger ETF nicht angeboten wird und Kunden auf teurere Produkte ausweichen müssen. Außerdem ist die Regulierung deutlich geringer.

Dem stehen weit geringerer Gebühren entgegen. Der Discountbroker Trade Republic bietet sogar ausschließlich den Handel über die Lang & Schwarz Exchange.

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Direkthandel als Alternative

Zum außerbörslichen Handel gehört auch der Direkthandel. Allerdings wird dabei nicht über eine außerbörsliche Plattform wie die Lang & Schwarz Exchange gehandelt, sondern direkt mit dem Emittenten eines Wertpapiers, meist eines Zertifikats oder Fonds. Bei börsengehandelten Fonds (ETFs) haben Kunden oft die Wahl zwischen einem Kauf über die Börse oder über den Emittenten. Klassische Fonds werden dagegen fast immer über den Emittenten gekauft.

Direkthandel oft günstig

Die Kurse orientieren sich hier oft an denen des Xetra, teilweise werden sie aber auch vom Emittenten festgelegt oder berechnet. Viele Broker haben Partnerschaften mit einzelnen Emittenten geschlossen und bieten deren Zertifikate ohne Ordergebühren an. Die ING beispielsweise bietet nicht nur ihre eigenen Zertifikate ohne Kaufgebühren an, sondern auch die der genossenschaftlichen DZ Bank, von BNP Paribas und von Vontobel. Auch für ETFs gibt es ähnliche Regelungen.

Außerdem entfällt beim Direkthandel oft der Börsenzuschlag. Der finanzen.net Broker verzichtet beim Direkthandel beispielsweise auf die Börsenplatzpauschale von 2,- Euro, auch Fremdkosten entfallen. Damit kostet der Handel nur 2,- Euro (Stand: 03/2020).

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Sonderfall aktive Fonds

Während auch börsengehandelte Fonds oft günstig im Direkthandel gekauft werden können, sind klassische Fonds oft besonders teuer. Denn hier fällt ein Ausgabeaufschlag an, der nicht selten 5,0 Prozent beträgt.

Auch hier ist aber Bewegung in den Markt gekommen. Der neue Anbieter Smartbroker verlangt auch beim Kauf und Verkauf von klassischen (also nicht börsengehandelten) Fonds nur die Ordergebühr ohne weitere Börsenentgelte.

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Die deutschen Börsenplätze

Die Vor- und Nachteile der wichtigsten Börsen haben wir bereits erklärt. Für alle, die sich genauer über die Börsenplätze informieren wolle, haben wir die unten stehende Übersicht erstellt. Dabei unterscheiden wir klassische Parkettbörsen, elektronische Börsenplätze und außerbörsliche Handelsplattformen.

Dabei orientieren wir uns am Angebot der wichtigsten Broker. Das führt dazu, dass wir Parkettbörsen und elektronische Handelsplätze auch dann getrennt aufführen, wenn beide zusammen gehören, wie beispielsweise die Börse Frankfurt und Xetra. Denn wer handeln will, muss sich zwischen dem Parketthandel und Xetra entscheiden, deswegen unterscheiden auch wir beide Plätze.

Die wichtigsten Börsenplätze in Deutschland

Der Aktienhandel findet heute weitgehend im Computer statt. Den klassischen Präsenzhandel, bei dem sich die Börsenhändler über Zurufe verständigen, gibt es heute praktisch kaum noch. Die Bremer Börse wurde 2007 ganz aufgelöst.

Xetra System der Börse Frankfurt

Xetra ist der mit Abstand größte Börsenplatz in Deutschland, rund 90 Prozent der Umsätze entfallen auf diese Plattform. Das System wurde 1997 als Nachfolger des Integrierten Börsenhandels- und Informations-Systems (IBIS) der Frankfurter Wertpapierbörse ins Leben gerufen.

Größter Vorteil des Xetra sind die hohen Umsätze. Durch sind praktisch alle Papiere handelbar und die Preise sind auch bei selten gehandelten Aktien weniger anfällig für Ausschläge durch einzelne Order.

Vor allem institutionellen Anleger handeln überwiegend über Xetra.

Quotrix und gettex

Quotrix ist die elektronische Handelsplattform der Börse Düsseldorf und damit das Gegenstück zum Xetra. Allerdings hat Quotrix nicht annähernd die gleiche Bedeutung, wie der große Bruder aus Frankfurt.

Etwas kleiner ist gettex, das elektronische Handelssystem der Börse in München. Beide Systeme wenden sich vor allem an Privatanleger. Gehandelt wird dort überwiegend mit sogenannten Market Makern oder Marktmachern beziehungsweise Marktpflegern. Das sind Banken oder Wertpapierhändler, die für eine ausreichende Liquidität am Markt sorgen. Dafür kaufen und verkaufen sie auch selbst Aktien, Anleihen, Zertifikate und Fonds. Sie vermitteln also nicht nur als Makler, sondern kaufen und verkaufen auf eigene Rechnung.

Tradegate Exchange

Tradegate wird oft als außerbörsliche Handelsplatzform bezeichnet, ist aber schon seit 2009 eine offizielle Börse. Sie wickelt Aufträge ausschließlich elektronisch ab. Da Tradegate auf die Maklergebühren verzichtet, gilt das elektronische Handelssystem als eine der günstigsten Alternativen für Privatanleger. Allerdings ist Tradegate nicht ohne Tücken. Das Handelssystem fungiert teilweise als Market Maker und bietet teilweise im Vergleich zu Referenzmärkten nachteilhafte Kurse. Ein Setzen von Limits bei Käufen und Verkäufen ist deswegen unverzichtbar, um von den günstigeren Gebühren profitieren zu können.

Broker für elektronischen Handel: DEGIRO besonders günstig, DKB mit gutem Service

Besonders günstigen Handel über Xetra bietet der niederländische Discount-Broker DEGIRO. Der Handel über die Tradegate Exchange, gettex oder Quotrix ist bei DEGIRO nicht vorgesehen, doch die Gebühren sind so günstig, dass der Handel über Xetra preiswerter ist als eine Order über Tradegate bei fast allen anderen Anbietern.

Wer allerdings mehr Wert auf Service legt oder alle Bankdienstleistungen – vom Girokonto bis zum Brokerage – aus einer Hand möchte, findet mit der DKB einen guten Anbieter. Hier müssen Kunden keinen Zuschlag für den Handel über Xetra zahlen. Nur bei geringen Beträgen ist der Broker nicht empfehlenswert, bis 10.000,- Euro Umsatz kostet eine Order nämlich pauschal 10,- Euro (Stand: 03/2020).

Die klassischen Börsenplätze in Deutschland

Bis in die 190er-Jahre wurden Aktien meistens von Börsenhändlern auf dem Parkett im direkten Austausch gehandelt. Der Siegeszug der Computer hat den Präsenzhandel auf dem Parkett überwiegend verdrängt.

In Frankfurt werden seit 2011 alle Aufträge über Xetra abgewickelt. Trotzdem können Kunden bei den meisten Brokern nach wie vor die Frankfurter Wertpapierbörse oder anderen Börsenplätze auswählen. Was ist der Unterschied?

Frankfurter Wertpapierbörse

Obwohl Xetra ein Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse ist, führen viele Broker die Frankfurter Wertpapierbörse als getrennten Handelsplatz. Bis 2011 verbarg sich dahinter der Präsenzhandel am Parkett. Allerdings ist das Parkett deshalb nicht leer geworden, dort findet seit 2011 der Spezialistenhandel statt. Diese handeln Aktien nicht mehr über Zuruf, wie bis in die 1990er-Jahre üblich, sondern auch über Xetra, doch sie überwachen noch die Preisbildung.

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Wer als Handelsplatz Frankfurt statt Xetra wählt, handelt also auch über Xetra, der Handel wird aber von einem Menschen überwacht. Das bietet sich bei seltener gehandelten Aktien oder Derivaten an. Für Standardaktien ist der nicht überwachte Handel wegen der geringeren Gebühren meist die bessere Wahl.

Düsseldorf-Hamburg-Hannover

Die Börsen in Hamburg, Hannover und Düsseldorf haben sich zur Börsen AG zusammengeschlossen. Alle drei bieten als Nachfolger des Parketthandels den Skontroführer-Handel, der ähnlich wie der Spezialistenhandel in Frankfurt abläuft. Er wird also überwiegend elektronisch abgewickelt, allerdings von Skontroführern begleitet.

Trotz des Zusammenschlusses zu einem Trägerunternehmen agieren die Börsen dabei als drei getrennte Handelsplätze. Vor allem Hamburg und Hannover sehen sich als Mittelstandsbörsen, die vor allem regionalen Unternehmen den Zugang zur Börse bieten wollen.

Außerdem betreiben alle drei gemeinsam die Fondsbörse in Hamburg, bei der Anteile klassischer (also eigentlich nicht börsengehandelter) Fonds ge- und verkauft werden können.

Berlin

Die Berliner Börse wird dem Anspruch einer Hauptstadt nicht unbedingt gerecht, da Frankfurt und auch Stuttgart wesentlich wichtiger für den Finanzmarkt sind. Lobenswert ist das Produkt Equiduct, das es Markteilnehmern ermöglicht, eigene Handelsparameter zu definieren. Zudem ist die Berliner Börse für ihre große Auswahl an Auslandsaktien und Indexfonds bekannt.

Die Berliner Börse wurde im Oktober 2019 durch die Tradegate Exchange übernommen.

Stuttgart

Die Börse Stuttgart ist nach der Frankfurter Wertpapierbörse mit Xetra und der Tradegate Exchange die drittgrößte Börse in Deutschland und die zehntgrößte in Europa. Spezialisiert hat sie sich vor allem auf den Handel mit Zertifikaten und Derivaten.

Bekannt ist vor allem das Börsensegment Euwax, an dem Futures, Optionen und verschiedene Zertifikate gehandelt werden.

Daneben liegt der Schwerpunkt, wie bei den üblichen Regionalbörsen, im Handel mit Aktien und Anleihen mittelständischer Unternehmen. Zusätzlich zum Freiverkehr mit niedrigeren Anforderungen hat die Börse Stuttgart das Segment Freiverkehr Plus geschaffen, in dem die Regulierung für die Unternehmen geringer ist als im geregelten Markt, aber höher als im klassischen Freiverkehr.

München

Auch in München wurde mit m:access ein spezielles Marktsegment für mittelständische Unternehmen geschaffen. Wie an anderen Regionalbörsen überwachsen Spezialisten den Handel, Ausnahme ist die oben erwähnte elektronische Handelsplattform gettex.

München wirbt damit, dass Aktien soweit möglich zu den Öffnungszeiten der Referenzmärkte gehandelt werden. Als Referenzmarkt gilt die Börse, an der der größte Umsatz erzielt wird, bei vielen US-Aktien beispielsweise die NASDAQ oder die New York Stock Exchange. Durch sind die Spreads, also die Differenzen zwischen Kauf- und Verkaufskursen, geringer.

Broker für Regionalbörsen: Smartbroker, OnVista Bank

Wer Mittelstandsaktien über eine der Regionalbörsen in Hamburg, Berlin oder München handeln will, kann das bei den meisten großen Brokern tun. Allerdings beschränken vor allem ausländische Anbieter wie DEGIRO sich oft auf Xetra und den Frankfurter Spezialistenhandel.

Günstige Konditionen und eine Auswahl zu praktisch allen deutschen Börsen bietet das junge Unternehmen Smartbroker. Aber auch die großen Direktbanken die ING; die DKB oder die Consorsbank ermöglichen den Handel über die Regionalbörsen, allerdings zu höheren Preisen als Smartbroker.

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Wer sein Geld lieber einem etablierteren Broker anvertrauen will, für den ist die onvista bank eine gute Alterative. Sie ist eine Marke der comdirect bank und gehört damit überwiegend zur Commerzbank, die Gebühren sind jedoch deutlich niedriger als bei der Muttergesellschaft.

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Außerbörslicher Handel

Der Handel über eine außerbörsliche Plattform hat den Nachteil, dass er weniger stark überwacht und reguliert ist, dafür ist er jedoch kostengünstiger.

Lang & Schwarz Exchange

Die Lang & Schwarz Exchange ist eine außerbörsliche Handelsplattform, kooperiert aber eng mit der Börse Hamburg. Durch wird ein gewisses Maß an Regulierung geboten.

Allerdings ist Lang & Schwarz an diesem Handelsplatz der einzige Marktmacher, was höhere Spreads zur Folge haben kann. Außerdem werden weniger Aktien oder ETFs angeboten als beispielsweise beim Xetra-Handel.

Broker für die Lang & Schwarz Exchange: Trade Republic

Beim Berliner Start-up Trade Republic können Anleger für nur 1,- Euro Gebühren handeln. Allerdings ausschließlich über die Lang & Schwarz Exchange. Wer vor allem häufig gehandelte Aktien kauft, für den sollte der Unterschied gering sein. Aktien von Mittelständlern oder Papiere aus dem Ausland kann man dann aber unter Umständen nicht handeln. Beim Kauf von ETFs kann es außerdem passieren, dass man die niedrigeren Orderkosten mit höheren Gebühren für einen ETF bezahlt, wenn der günstigste Anbieter nicht in Hamburg gehandelt wird. Attraktiv ist der Broker deshalb vor allem, wenn Aktien regelmäßig und in kurzen Abständen ge- und wieder verkauft werden.

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Weitere Formen des Direkthandels

Allerdings ist die Handelsplattform Lang & Schwarz nicht die einzige Form des Direkthandels. Aktien lassen sich auch direkt bei einem Marketmaker wie der Commerzbank oder der Bader Bank kaufen. Oder aber beim Emittenten eines ETF oder Zertifikats.

Der Handel von Aktien direkt mit einem Marktmacher ist vor allem etwas für erfahrenere Anleger. Denn der Kauf über eine Börse ist transparenter und besser überwacht.

Anders sieht es oft aus, wenn Zertifikate oder ETF direkt vom Emittenten gekauft werden. Dieser Kauf ist oft deutlich günstiger als wenn er über eine Börse abgewickelt wird, teilweise entfallen die Ordergebühren ganz.

Broker für Direkthandel: Targobank

Gut und übersichtlich funktioniert der Direkthandel bei der Targobank. Außerdem bietet die Bank parallel zum Online-Banking auch eine ganze Reihe von Filialen und deckt das komplette Spektrum an Bankdienstleistungen ab. Wer möchte, kann hier all seine Finanzgeschäfte unter einem Dach vereinen. Dazu gehört seit Neuestem auch eine Online-Vermögensverwaltung.

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Ausländische Börsen

Mit ausländischen Aktien haben wir uns im Beitrag Ausländische Aktien handeln – was müssen Anleger wissen intensiver behandelt. Trotzdem sollen hier die wichtigsten Auslandsbörsen kurz dargestellt werden.

USA

US-Aktien haben im MSCI World, dem Aktienindex mit den wichtigsten Aktiengesellschaften der Industrieländer, ein Gewicht von mehr als 50 Prozent. Giganten wie Alphabet (Google), Amazon oder Apple haben hier ihren Sitz.

Die wichtigsten Handelsplätze sind die New York Stock Exchange und die NASDAQ, die beide ihren Sitz in New York haben.

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China und Ostasien

Chinesische Aktien werden nach wie vor ein immer bedeutender. Wichtigste Handelsplätze sind Shenzhen und Shanghai. Allerdings können nicht alle Papiere einfach gekauft werden, einige stehen nur Inländern oder zugelassenen Investoren offen.

Traditionell bedeutend sind die Börse in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sowie die japanische Börse in Tokio und die Börse in Singapur.

Europäische Börsen und Handelsplätze in Kanada und Australien

Wichtigste Börsenplatz in Europa ist, noch vor Frankfurt, die Londoner Wertpapierbörse. Auch die Börsenplätze in Amsterdam, Paris, Mailand oder Madrid sind von großer Bedeutung.

Erwähnenswert sind noch die kanadische Börse in Toronto oder die australische in Sydney.

Börsen in Schwellenländern

Viele Chancen finden Anleger in Schwellenländern. Allerdings bieten nur wenige Broker Zugang zu diesen Märkten. Handelsplätze wie die südafrikanische Börse in Johannesburg, die Bombay Stock Exchange in Mumbai oder die chilenische Börse in Santiago oder Chile sind nur bei wenigen Brokern im Angebot. Selbst der Handel mit türkischen Aktien über die Börse in Istanbul wird nur von wenigen Brokern angeboten.

„Exotische“ Märkte wie die traditionsreiche Casablanca Stock Exchange, die mit mehr als 140 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung gar nicht so unbedeutende Namibian Stock Exchange oder die Nigerian Stock Exchange lassen sich fast nirgendwo handeln.

Broker für Auslandsbörsen: Lynx

Besonders groß ist das Angebot an Auslandsbörsen beim niederländischen Broker Lynx. Das verdankt das Unternehmen nicht zuletzt einer Kooperation mit dem US-Broker Interactive Brokers, einem der weltweit größten Anbieter in diesem Segment.

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Online-Vermögensverwaltung als Alternative

Wer sich mit der Auswahl von Aktien möglichst wenig beschäftigen will, kann als Alternative sein Geld auch verwalten lassen. Online-Vermögensverwalter bieten diese Option teilweise schon ab 500,- Euro für geringe Gebühren.

Sogenannte Robo Advisor suchen dabei ETFs, die günstig sind und eine breite Risikostreuung bieten. Auf Wunsch investieren sie auch einen Teil des Kapitals in Anleihen, teilweise auch in Gold.

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Fazit

Auch internationale Aktien handelt man am besten in Deutschland. Dafür bieten sich vor allem der Xetra-Handel sowie die Tradegate Exchange an. Bei einigen Brokern gibt es beim Kauf oder Verkauf über Tradegate besonders günstige Konditionen. Allerdings ist die Qualität der Preise wegen der höheren Umsätze bei Xetra meist besser.

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