Biotech Aktien 2021 – Von boomender Biotech-Branche profitieren

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Biotech Aktien kaufen

Biotech Aktien

Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

  • Informieren Sie sich über die aktuelle Situation und das Potential der Biotechnologiebranche, bevor Sie in Biotech-Unternehmen investieren.
  • Wählen Sie unter Beachtung wichtiger Aktien-Kennzahlen Biotech-Aktien oder ETFs aus.
  • Loggen Sie sich in Ihr Broker-Konto ein. Sollten Sie ein Depot benötigen? Das Aktiendepot bei Smartbroker empfehlen wir, da Sie ab 0 Euro Aktien online kaufen können.
  • Biotech-Aktien sind risikovoll und volatil. Erfahrene Händler können beim Daytrading davon profitieren. Beliebt ist Trading auf der zuverlässigen Plattform beim Broker eToro.

 

In Biotech Aktien investieren: Das sind die Möglichkeiten

  • Biotech Aktien kaufen: Aktien-Anleger, die die Biotechnologie als Chance für ein profitables Investment begreifen, wählen aus den besten Biotech Aktien ihre Anlagefavoriten aus.
  • In Biotech ETFs investieren: Mit einem Biotech ETF können Anleger von der Wertentwicklung eines Biotechnologie/Pharma/Healthcare-Index (beispielsweise NASDAQ Biotechnologie Index oder STOXX Europe 600 Health Care Index) partizipieren.
  • CFD-Trading von Biotech-Aktien: Erfahrene Händler können mittels CFDs auf die Wertentwicklung zugrundeliegender Basiswerte (Aktien, Währungen, Edelmetalle, Rohstoffe) spekulieren.

 

Unsere Arbeitsweise

analysierte investments
20
Analysierte
Investments
stunden investiert
34
Stunden
investiert
stunden recherchiert
24
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
10
Ausführliche
Analysen

 

Inhaltsverzeichnis

 

Die besten Biotech Aktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

Name / WKN
Amgen
867900WKN kopiert
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BioNTech
A2PSR2WKN kopiert
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Vertex Pharmaceuticals
882807WKN kopiert
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Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.
Astrazeneca
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Bayer
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Weitere Biotech & Pharma Aktien von Börsenneuling bis Bluechip

Name / WKN
Pfizer
852009WKN kopiert
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CureVac
A2P71UWKN kopiert
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Fresenius
578560WKN kopiert
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Halozyme Therapeutics
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BB Biotech Aktien
A0NFN3WKN kopiert
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Roche
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Moderna
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Fermentalg
A1103MWKN kopiert
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GlaxoSmithKline
940561WKN kopiert
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Die besten Biotech ETFs, die wir in diesem Artikel vorstellen

Name / WKN 
L&G Pharma Breakthrough UCITS ETF
A2H9XRWKN kopiert
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Invesco NASDAQ Biotech UCITS ETF
A12CCJWKN kopiert
Ab 1 € kaufen - Bei Trade Republic verfügbar
iShares Nasdaq US Biotechnology ETF
A2DWAWWKN kopiert
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iShares IV plc – Healthcare Innovation UCITS ETF USD (Acc)
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ARK Genomic Revolution ETF
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Pro und Contra Biotech Aktien

Pro
  • Hohe Dynamik
  • Viele Entwicklungen könnten bald marktreif werden
  • Weniger teuer als Aktien großer Internet-Konzerne
  • Themenfeld Gesundheit ist den Menschen viel Geld wert
  • Steigende Weltbevölkerung bei gleichzeitigen Forderungen nach weniger Flächenverbrauch sind Chance für grüne Biotechnologie
Contra
  • Viele Firmen schreiben rote Zahlen
  • Hohe Investitionen nötig
  • Politische Risiken vor allem für Gentechnik
  • Hohe Dynamik
  • Viele Entwicklungen könnten bald marktreif werden
  • Weniger teuer als Aktien großer Internet-Konzerne
  • Themenfeld Gesundheit ist den Menschen viel Geld wert
  • Steigende Weltbevölkerung bei gleichzeitigen Forderungen nach weniger Flächenverbrauch sind Chance für grüne Biotechnologie
  • Viele Firmen schreiben rote Zahlen
  • Hohe Investitionen nötig
  • Politische Risiken vor allem für Gentechnik

 

Biotech Aktien 2021 – 5 interessante Biotech-Werte vorgestellt

Die Biotech-Branche könnte 2021 das werden, was vor etwas mehr als 20 Jahren die Internetkonzerne waren, das nächste große Ding.

Aktuell wartet sie noch auf eine Erfolgsgeschichte wie die Aktien von Google oder Amazon. Viele Firmen haben bisher eher Verluste als Gewinne gemacht. Aber das galt für die heutigen Tech-Riesen auch. Sollte man jetzt Biotech Aktien kaufen?

Dafür sprechen die folgenden Gründe:

  • Seit 2009 gilt das Geschäftsmodell Biotechnologie als profitabel und interessant für private Anleger. Biotech-Unternehmen haben im vergangenen Jahrzehnt bei Umsatz und Gewinn sowie beim Börsenwert enorm zugelegt.
  • Eine älter werdende Menschheit verlangt nach Lösungen bei Krebserkrankungen oder seltenen Krankheiten.
  • Außergewöhnliche Chancen versprechen Biotech-Aktien auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Bei der Suche nach dem COVID-19-Impfstoff konnten sich Anleger bei ausgewählten Biotech-Aktien innerhalb kurzer Zeit dreistellige Renditen sichern.

Milliarden von Menschen warten auf den erlösenden Impfstoff oder geeignete Medikamente. Wir stellen 5 Biotech Aktien mit Zukunft vor.

 

Amgen: Eines der weltweit größten Biotechnologieunternehmen

(WKN: 867900WKN kopiert; ISIN: US0311621009ISIN kopiert)

Amgen gehört zu den etablierten Unternehmen in der vergleichsweise jungen Branche. Schon 1980 wurde die Firma gegründet. Der Name leitet sich von der alten Bezeichnung Applied Molecular Genetics ab, also angewandte Molekulargenetik.

Aktuell ist Amgen das größte unabhängige Biotech-Unternehmen. Die Firma gehört somit keinem der großen Chemie- und Pharmaunternehmen wie Bayer, Sino Biopharm oder GlaxoSmithKline.

Seit 1983 ist das Unternehmen wie auch andere US-Aktien an der NASDAQ registriert und macht, im Gegensatz zu vielen jungen Konkurrenten, sogar Gewinne. Das operative Ergebnis lag 2020 bei 12,33 Milliarden US-Dollar, der Umsatz bei 25,4 Milliarden US-Dollar.

Für 2020 zahlte der Konzern eine Dividende von 6,40 US-Dollar, was in Wachstumsbranchen keineswegs selbstverständlich ist. Amgen Dividenden werden zum Ende eines jeden Quartals ausgezahlt (aktuell 1,76 US-Dollar). Für 2021 ist eine Dividende in Höhe von 6,92 US-Dollar vorgesehen.

Amgen2018201920202021
Umsatz in Mrd. USD 23,723,325,426,0
Gewinn je Aktie in USD12,612,912,311,5
Dividende je Aktie in USD5,285,80 6,40 6,92

Quelle: Amgen Investor Relations

Generell ist ein Investment in eine solche sichere Aktie eher für (vergleichsweise) konservativere Anleger geeignet. Zwar ist sie riskanter als beispielsweise ein Konsumgüterhersteller, im Vergleich zu anderen Biotech-Unternehmen aber weniger risikoreich.

Amgen kann auf mehrere vermarktete Medikamente verweisen. Mit ENBREL macht man rund 5 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr, bei PROLIA sind es 2,7 Milliarden US-Dollar. Ein Medikament befindet sich im Zulassungsverfahren. Bei 5 anderen laufen Studien Phase-3.

Amgen-Aktionäre profitieren von einer seit zehn Jahren erhöhten Dividende. Der Trend der Amgen Aktie ist nicht eindeutig. Anfang Juli 2020 kletterte der Kurs auf ein neues Allzeithoch von rund 230 Euro. In der Folgezeit ging es auf 180 Euro runter. Im Juli 2021 liegt der Aktienkurs bei 208 Euro. Für die letzten drei Jahre steht eine Rendite von mehr als 23,4 Prozent.

Das Gesamtbild der Aktie ist insgesamt aussichtsreich. Der Aktienkurs sollte 2021 kurzfristig die Marke von 225 Euro übertreffen können. In 2022 könnte es über das bisherige Allzeithoch hinausgehen.

Bewertung:

  • Führendes Biotech-Unternehmen weltweit
  • Mit mehr als 20 marktreifen Produkten sehr innovativ
  • Zuverlässiger Dividendenzahler

Kaufen können Sie Amgen Aktien (Heimatbörse NASDAQ) an deutschen Börsen wie Xetra, Tradegate oder gettex. Für außerbörslichen Handel steht Lang & Schwarz bereit.

 

Vertex Pharmaceuticals: Eines der 50 innovativsten Unternehmen der Welt

(WKN: 882807WKN kopiert; ISIN: US92532F1003ISIN kopiert)

Vertex entwickelt Lösungen gegen Virusinfektionen, Entzündungen, Autoimmunkrankheiten und Krebs. Das Pharma- und Biotechunternehmen vermarktet u.a. den HIV-Proteasehemmer Lexiva in Kooperation mit GlaxoSmithKline.

Vertex setzte als eines der ersten auf modernes Wirkstoffdesign anstelle der klassischen kombinatorischen Chemie.

Ende 2019 machte es von sich reden, als bekannt wurde, dass die Firma nach eigenen Angaben erstmals eine Erbkrankheit durch den Einsatz der Genschere CRISPR/Cas geheilt hat.

Das Unternehmen ist forschungsstark und hochinnovativ. 2.500 Mitarbeiter arbeiten weltweit für Vertex Pharmaceuticals, ein kleiner Teil auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, genauer gesagt in München, Wien und Zug.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten besitzt auch dieses Unternehmen den Charme, dass es Gewinne erzielt. Bis 2016 wies auch Vertex Pharmaceuticals jedes Jahr einen Verlust aus, doch seit 2017 konnte es jedes Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen abschließen. Eine Dividende zahlt das Unternehmen aber nicht.

Vertex Pharmaceuticals2018201920202021
Umsatz je in Mrd. USD3,0 4,16,26,9
Gewinn je Aktie in USD8,094,5110,37,18
Dividende je Aktie in USD----

Quelle: Vertex Pharmaceuticals Investor Relations

Die klinische Studie zum Medikament gegen die Erbkrankheit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel scheiterte im Juni 2021 bereits zum zweiten Mal. Der Aktienkurs fiel daraufhin um 20 Euro auf 156,20 Euro. Mitte Juli 2021 liegt der Kurs bei 164 Euro. Vom den im Mai 2020 erreichten 266 Euro allerdings weit entfernt. Die Rendite für die letzten 12 Monate ist negativ. Mit einem Minus von 32 Prozent hat es einen regelrechten Kursrutsch gegeben. Die 10-Jahres-Rendite beträgt rund 362 Prozent, was auf lange Sicht für eine renditestarke Anlage spricht. Vor dem Kurseinbruch lag sie noch bei 700 Prozent.

Rückschläge müssen Biotech Aktien Inhaber einkalkulieren. Während einige Branchenexperten Kursverlust für übertrieben ansehen, meint der Analyst G. Porges von der Investmentbank SVB Leerink, dass Vertex für das Umsatzziel 2021 eine größere Übernahme benötigt.

Noch kann Vertex von der Dominanz im Bereich der Mukoviszidose-Forschung profitieren und gutes Geld damit verdienen. Für die Zukunft braucht es neue marktfähige Medikamente oder Zukäufe, sodass das Portfolio breiter aufgestellt ist.

Bewertung:

  • Analystenbewertungen uneinheitlich
  • Erweiterung des Portfolios notwendig
  • Biotech-Unternehmen mit Gewinn

Kaufen können Sie Vertex Pharmaceuticals Aktien (Heimatbörse NASDAQ) an deutschen Börsen wie Tradegate, Xetra, LS Exchange oder gettex. Günstige Ordergebühren von 0 Euro gibt es beim Broker eToro.

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Risikohinweis - Sie riskieren ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen sie etoro.com/trading/fees

 

Astrazeneca: Einer der führenden internationalen Arzneimittelhersteller

(WKN: 886455 WKN kopiert; ISIN: GB0009895292ISIN kopiert)

Die Astrazeneca PLC, entstanden 1999 aus dem schwedischen Astra Konzern und dem englischen Zeneca Unternehmen, ist ein bedeutendes globales Pharmazieunternehmen mit Fokus auf Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Krankenhausmedikamenten.

Geforscht wird in unterschiedlichen Bereichen wie Atemwege, Krebs und neurologische Störungen. Zum Portfolio des Unternehmens gehören Medikamente für Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt, Asthma, Brust- und Prostatakrebs. Es gibt weitere Produkte gegen Depressionen, Schizophrenie und bipolaren Störungen.


Die Jahresrendite bewegt sich bei 7 Prozent, die 10-Jahres-Rendite bei 190 Prozent. Damit zählen die Aktien von Astrazeneca schneiden Branchenvergleich nicht schlecht ab, auch wenn teilweise höhere dreistellige 10-Jahres-Renditen anzutreffen sind.

Im Juli 2020 wurde mit rund 110 Euro (bei Xetra) ein neues Allzeithoch erreicht. Es ist normal, dass einige Anleger in so einer Kursphase Gewinne realisieren und die Aktie auf unter 80 Euro fallen ließen. Seit mehreren Monaten befindet sich die Aktie im Aufwärtstrend. Mitte Juli 2021 kostet die Aktie rund 102 Euro.

Astrazeneca2018201920202021
Umsatz in Mrd. USD22,024,326,631,2
Gewinn je Aktie in USD1,701,032,443,26
Dividende je Aktie in USD2,802,802,802,83

Quelle: Astrazeneca Investor Relations

Dank positiver Unternehmensnachrichten bleibt die Aktie im Gespräch. Wachstumstreiber in den letzten Jahren waren Krebsmedikamente.

Astrazeneca hat mit der Brustkrebs-Pille Lynparza einen Topseller im Portfolio, mit dem 2020 ein Umsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar erzielt wurde.

In den USA hofft das Unternehmen auf eine Zulassung seines Wirkstoffs Tezepelumab zur Behandlung von Asthma in 2021.

Astrazeneca ist in China und mehreren Schwellenländern in Südamerika sehr aktiv, wo vor Ort Corona-Impfstoffe in Lizenz produziert werden. Die EU ist Käufer mehrerer Millionen Impfdosen.

Bewertung:

  • Wachstumsstarkes global tätiges Biotechunternehmen
  • Regelmäßiger Dividendenzahler
  • Portfolio mit Top-Krankenhausmedikamenten

Die Astrazeneca-Aktie ist an drei Börsenplätzen gelistet: London, New York und Stockholm. Sie können die Titel an deutschen Handelsplätzen wie Tradegater oder gettex bei ihrem Broker erwerben.

 

Bayer: Weltweit aktiver deutscher Chemie- und Pharmakonzern

(WKN: BAY001WKN kopiert; ISIN: DE000BAY0017ISIN kopiert)

Auch große Chemie- und Pharmaunternehmen nutzen oft Biotechnologie. Zudem haben viele Firmen aus der Branche kleine Biotech-Unternehmen aufgekauft. Allerdings entwickelten sich die Kurse dieser Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit oft enttäuschend.

Ein besonders extremes Beispiel ist die Bayer AG, die in den vergangenen zehn Jahren rund die Hälfte ihres Wertes verlor. Im April 2015 gehörte der Bayer Konzern mit einer Marktkapitalisierung von rund 120 Milliarden Euro zu den Top-Unternehmen im DAX. Im Juli 2021 beträgt der Marktwert lediglich knapp 50 Milliarden Euro.

Auch der Chemie-Gigant BASF (WKN: BASF11) liegt auf den Zeitraum von fünf Jahren im Minus. In den letzten 12 Monaten gab es den lange vermissten Kursanstieg von 35 Prozent. Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis (WKN: 904278) verlor 2015/17 rund 30 Prozent seines Marktwertes, gewann in den letzten drei Jahr etwa 21 Prozent hinzu.

BAYRY Kurse von TradingView

Vom Allzeithoch bei rund 146 Euro (2015) ist die Bayer Aktie zurzeit weit entfernt. Für die meisten Analysten aus dem dpa-AFX-Analyser bietet sich beim aktuellen Kursniveau ein Kaufen von Bayer-Aktien an. Sie sehen ein durchschnittliches Kursziel von rund 75 Euro. Damit würden sich Bayer Aktien mehr als 50 Prozent über dem gegenwärtigen Niveau bewegen.

Bayer2018201920202021
Umsatz in Mrd. USD39,543,541,441,3
Gewinn je Aktie in USD1,804,17 -10,73,42
Dividende je Aktie in USD2,802,80 2,002,02

Quelle: Bayer Investor Relations

Anfang August 2020 gab der deutsche Pharmakonzern die Übernahme der Biotechfirma Kandy Therapeutics bekannt. Das in der Entwicklung befindliche Medikament gegen Wechseljahrbeschwerden bietet ein Umsatz-Potential in Milliardenhöhe. Im Juli 2021 vermeldete Bayer die Zulassung für das Nierenmedikament Kerendia (Finerenon). Der Aktie haben diese Nachrichten keinen Impuls geben können.

Die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten belasten den DAX-Wert erheblich. Bayer will mit Konzepten potenzielle künftige Glyphosat-Klagen effektiver entgegnen. Noch fehlt es an Sicherheit, dass es zu einer nachhaltigen und finanziell machbaren Lösung für das Problem Glyphosat kommt. Der Kauf der Bayer Aktie ist aus diesem Grund spekulativ.

Bayer hat seinen Aktionären mit der Monsanto Übernahme keinen Gefallen erwiesen, denn sie haben fast 50 Prozent ihres Aktienwertes eingebüßt. Der Aktienkurs bewegt sich seit Monaten seitwärts und ist mit 50 Euro Mitte Juli 2021 günstig. Die 54 Euro Marke stellt eine echte Barriere dar.

Die niedrigen Kurse können Kaufkurse sein, aber denkbar ist auch, dass die jungen Biotech-Unternehmen viele aufwendige Verfahren der klassischen Chemie- und Pharmaunternehmen unnötig machen. Wer hier investieren will, sollte den Markt gut beobachten.

Kann Bayer sein Hauptproblem Glyphosat ad acta legen, kann der Aktienkurs steil nach oben gehen. Analysten von UBS und Deutsche Bank empfehlen die Aktie zum Kauf. UBS nennt für 2021 ein Kursziel von 85 Euro, Deutsche Bank 66 Euro.

In einem separaten Artikel finden Sie eine ausführliche Analyse der Bayer Aktie.

Bewertung:

  • Kaufanreiz niedriger Aktien Kurs
  • Kurspotential 66 bis 85 Euro
  • Causa Glyphosat bleibt Belastung für Aktie

Die Titel des DAX-Unternehmens sind bei allen deutschen Börsen wie Xetra, Frankfurt, Berlin, Tradegate oder gettex erhältlich.

 

BioNTech: Biotech-Spezialist mit Fokus auf Krebsmedizin & Corona-Impstoffe

(WKN: A2PSR2 WKN kopiert; ISIN: US09075V1026ISIN kopiert)

BioNTech wurde 2008 gegründet und beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeiter. Seit Oktober 2019 ist die Aktiengesellschaft an der US-Tech-Börse NASDAQ notiert.

Die Aktien-Bewertungen der Mainzer Biotech-Gesellschaft (Allzeithoch 197,85 Euro im Juni 2021) gelten als gerechtfertigt. Für viel Fantasie sorgen renommierte Investoren, 7 in der Branche bedeutende Partner und ein breites Entwicklungsportfolio.

Auch wenn BioNTech wegen seiner Impfstoff-Entwicklungen gegen Corona Tagesgespräch ist, ist das Geschäftsmodell breiter ausgereicht. Beispielsweise wird im auf Onkologie fokussierten Unternehmen an Immuntherapien für Krebs und Infektionskrankheiten gearbeitet.


Der Aktienkurs verläuft im Zick-Zack-Kurs. Es gibt Kurseinbrüche von um die 15 Prozent mit anschließender schneller Aufwärts-Reaktion. Der rasante Kursanstieg scheint ausgebremst. Es gibt Gründe, die dagegen sprechen.

BioNTech konnte im ersten Quartal 2021 bereits einen Umsatz von über 2 Milliarden Euro erzielen. Nach Steuern sind 1,1 Milliarden Euro an Gewinn hängen geblieben. Die Lieferverträge für 2021 haben ein Volumen von mehr als 12,4 Milliarden Euro. Das sind starke Argumente für die BioNTech Aktie.

BioNTech20162017201820192020 (e)
Umsatz in Mio. USD-61,6127,58108,59205,14
Gewinn je Aktie in USD--0,38 -0,21 -0,85 -0,63
Dividende je Aktie in Euro0,000,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: BioNTech Investor Relations

Wie sich der künftige Kurs der sehr spekulativen Aktie von BioNTech entwickeln wird, bleibt spannend. Mitte Juli 2021 steht die Aktie bei 176 Euro. Einen Monat stand sie vor dem Sprung über die 200 Euro Marke. Das ist nicht geglückt. Ein Ausbrechen der Aktie nach oben kann schnell passieren, denn BioNTech könnte von künftigen Booster-Impfungen profitieren.

Die derzeitigen starken Gewinne werden langfristig allein mit Corona-Impfstoffen nicht zu halten sein. Andere Medikamente müssen den Impfstoff als Hauptumsatzbringer über kurz oder lang ablösen. Genaue Prognosen zum Corona-Ende und zu weiteren BioNTech-Medikamenten am Markt sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Die weitere Aktienentwicklung bleibt eine spekulative Angelegenheit.

Bewertung:

  • Renommierte Partnerschaften u.a. mit Pfizer
  • Entwickler von Immuntherapien für Krebs und Infektionskrankheiten
  • Kurzfristig viel Potenzial

Die Heimatbörse des deutschen Pharmaunternehmens ist die NASDAQ. Die BioNTech-Titel sind bei allen deutschen Börsen wie Xetra, Tradegate, Frankfurt, LS Exchange und gettex erhältlich.

 

Stärken und Risiken: Biotech Aktien in der SWOT-Analyse

Stärken: Wachstum basiert auf verschiedenen Säulen

Das wesentliche Wachstum der Biotechnologie-Branche basiert auf mehreren Trends. Das Anwachsen der Weltbevölkerung sorgt für steigende Nachfrage nach medizinischen Neuentwicklungen. Die asiatische Mittelschicht kommt zu Wohlstand, was die Nachfrage nach einer angemessenen Gesundheitsversorgung steigert. Mit einer älter werdenden Bevölkerung werden neue Krankheitsbilder sichtbar, für die es Lösungen braucht.

Die Biotechnologie kann bei ihrer Expansion von der beschleunigten Entwicklung neuer Technologien profitieren. Neben Medizin gehören die grüne (Landwirtschaft) und weiße Biotechnologie (Industrie) zum Bereich Biotech.

Aktuell ist die USA der Hauptstandort für die Aktivitäten in der Biotechnologie. Alle Biotechnologie-Unternehmen sind einer Börse notiert. In Deutschland sind laut Statistikportal Statista von den mehr als 670 Biotech-Firmen weltweit 23 Unternehmen börsennotiert, u.a. BioNTech, CureVac, Qiagen, Evotec, MorphoSys, Biofrontera, INFLARX und Medigene an einer Börse notiert. (Stand: 06/2021). BioNTech oder CureVac Aktien notieren an US-Börsen.

 

Schwächen: große Investitionssummen bei unsicherem Erfolg

Biotechnologie-Unternehmen legen ein besonderes Augenmerk auf Forschung und Entwicklung und das ist teuer. Hinzu kommen zeitaufwendige Studien zum Nachweis der Wirksamkeit und eventueller Nebenwirkungen. Den meisten Entwicklungen wird die Zulassung verwehrt. Die Marktreife schaffen nur wenige.

Ein Misserfolg kostet eine Firma viel Geld. Für kleine Unternehmen kann ein einziges erfolgloses Projekt den Ruin bedeuten. Aber auch größere Unternehmen sind nicht vor Problemen geschützt. Bei schlechten Nachrichten müssen die Aktionäre Einbußen an der Rendite hinnehmen. Erfahren Sie, wie Sie Aktien sicher handeln können und was bei einer Insolvenz passiert.

Schließlich ist die Menschheit auch nicht auf jede Neuentwicklung vorbereitet: Einige wie Genveränderungen lehnt ein Teil strikt ab.

 

Chancen: Innovationskraft und hohe Nachfrage

Der Biotechnologie-Sektor profitiert zunehmend von der demografischen Entwicklung und der hohen Innovation. Das langfristige Wachstum sollte sich künftig von jeglichen Zyklen entkoppeln.

Die Biotech-Branche ist hoch kreativ. Die Corona-Krise macht das Potential sichtbar: Die Beratungsgesellschaft EY hat in einer aktuellen Studie festgestellt, dass innerhalb kürzester Zeit mehr als 150 Impfstoffkandidaten und 240 therapeutische Wirkstoffansätze geschaffen wurden.

Stark wachsende Biotech-Firmen könnten durch die Übernahme von Konkurrenten zu einer Preishoheit auf dem Markt gelangen. Wie auch bei Wasserstoff Aktien ist die Technologie noch relativ jung. Deshalb sind viele Unternehmenswerte, anders als beispielsweise die großer Internetkonzerne, noch vergleichsweise billig.

Viele Entwicklungen sprechen für die Biotechnologie. Einmal natürlich der technische Fortschritt, der bereits erzielte wurde. Dazu gehört vor allem die Genschere CRISPR/Cas. Mit ihrer Hilfe lässt sich die DNA so genau bearbeiten, dass kein Unterschied zwischen der gentechnisch veränderten und einer durch klassische Kreuzung veränderten Sequenz bemerkbar ist.

Hinzu kommt, dass die Biotechnologie mehrere Zukunftsfelder bearbeitet. Effiziente landwirtschaftliche Erzeugnisse dürften angesichts einer weiter steigenden Weltbevölkerung, steigendem Appetit auf Fleisch und der gleichzeitigen Forderung nach weniger Flächenverbrauch immer wichtiger werden. So sind nunmehr auch spezielle Aktien & ETFs für Künstliches Fleisch entsprechend auf dem Vormarsch.

Noch besser sind die Aussichten aber in der Medizin. Gesundheit ist ein wichtiges Gut und der steigende Wohlstand erlaubt es, dass immer mehr Menschen sich Behandlungen leisten können.

Wer 2021 Geld in Biotech Aktien anlegen möchte, sollte neben Chancen die Risiken bewerten und sich über die Produkte ausreichend informieren.

 

Risiken: Rückschläge in der Forschung, stark schwankende Kurse

Mit Biotechnologien bewegen sich die Beteiligten im Neuland. Meist werden die Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung den Hoffnungen nicht gerecht. Vieles dauert Jahre, bis erste Erfolge sichtbar werden. Durch die aktuellen Trends werden Biotechnologien zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Zugleich ist davon auszugehen, dass sehr viel Kapital verbraucht wird oder verloren geht. Nicht jeder Preis lässt sich letztlich am Markt durchsetzen.

Investitionen in einen starken Trend sind ein Großteil Spekulation. Es locken jährliche Renditen von 100 Prozent und mehr. Tagesverluste von 20 Prozent und mehr sind bei einer Negativmeldung über eine erwartete Nichtzulassung durch staatliche Behörden nicht auszuschließen.

Die Mehrzahl der Biotech-Firmen erzielt keine positiven Betriebsergebnisse. Damit sind sie ständig auf der Suche nach neuen Kapitalgebern. Die Ausgabe neuer Aktien zum Zwecke der Kapitalbeschaffung wird vom Markt in der Regel mit Kursabschlägen bestraft.

Die Branche ist jung und dabei sich zu organisieren. Vielen jungen Biotech-Gesellschaften droht mit der Übernahme der Verlust der Eigenständigkeit. Wenn Preisgestaltung auf ein Monopol hinausläuft, können staatliche Behörden ihre Unterstützung zurückziehen und Förderungen einstellen.

 

Ergebnis der SWOT-Analyse

Geldanlagen in Biotech Aktien bietet Ihnen die Möglichkeit, aus der hohen Innovationskraft der Biotech-Branche zu profitieren. Trends wie das Wachstum der Weltbevölkerung, demografische Wandlung, altersbedingt auftauchende neue Krankheitsbilder und die erhöhte Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen in Asien sind wichtige Wachstumsfaktoren.

Die Biotech-Branche wird sich zeitnah verändern, da mit zahlreichen Fusions- und Übernahmegeschäften zu rechnen ist. Im Zuge der Corona-Pandemie profitieren Biotech-Unternehmen von der großen Unterstützung von den Regierungen führender Länder weltweit.

Ein vielversprechender Investmentansatz ergibt sich aus der rasanten Entwicklung der Biotech-Aktien und der Kombination prognostizierte marktreife Entwicklungen.

Wie fast immer beim Aktienhandel gilt es den Hinweis zu beachten: Je mehr Risiko, desto größer sind auch die Chancen. Wer hohe Renditen erzielen möchte, muss ein gewisses Risiko einkalkulieren. Abhängig von der Risikobereitschaft können Sie in Einzelaktien investieren, Geld in einen Biotech-ETF anlegen oder sich für Anteilsscheine einer Beteiligungsgesellschaft entscheiden.

Alle bedeutenden deutschen und internationalen Biotech Aktien können Sie bei einem Broker Ihrer Wahl über deutsche Handelsplätze (u.a. Xetra, Frankfurter Börse, Gettex, Börse Stuttgart) kaufen. Alle an den US-Börsen notierten Biotech-Werte können Sie direkt an der jeweiligen Auslandsbörse kaufen.

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Grundwissen BioTech: Eine Einführung

Was ist Biotechnologie eigentlich genau?

Wer Brot backt, Joghurt herstellt oder Bier braut, nutzt Biotechnologie. Denn er verwendet lebende Systeme, um damit Dinge herzustellen, in diesem Fall Hefen und Milchsäurebakterien. Grundsätzlich umfasst Biotechnologie also den Einsatz von Zellen, Enzymen oder sogar ganzen Organismen zur Herstellung von Produkten.

Einen Schub erlebte die Biotechnologie ab dem späten 19. Jahrhundert. So nutzte der deutsche Mediziner und Mikrobiologie Robert Koch Krankheitserreger, um damit Menschen gegen Krankheiten zu immunisieren.

Auch die Gentechnik gehört zur Biotechnologie. Mit ihr lässt sich gezielt in den genetischen Code eingreifen. So können Änderungen, die sonst über Züchtungen und Kreuzungen sehr mühsam vorgenommen wurden, deutlich schneller umgesetzt werden.

 

Wo lässt sich Biotech einsetzen?

Wie das Beispiel Brot zeigt, sind die Anwendungsmöglichkeiten für Biotechnologie riesig. Das ist auch mit ein Grund, warum einige Marktbeobachter hier nach dem Boom der Internetkonzerne um die Jahrtausendwende den nächsten großen Impulsgeber für die Märkte erwarten.

Vor allem lässt sich Biotechnologie in der Medizin und der Landwirtschaft einsetzen. Bei der Gentechnik spricht man von roter und grüner Gentechnik, wobei rot für die Medizin, grün für die Landwirtschaft steht.

 

Welche Erfolge gibt es aktuell in der Biotechnologie?

Biotechnologie wird seit Jahrtausenden erfolgreich angewandt. Auch die moderne Biotechnologie hat schon Erfolge erzielt: 2019 vermeldeten mehrere Forscher, dass sie erstmals mit Hilfe der Genschere CRISPR/Cas 9 zwei Patientinnen von den Symptomen einer genetisch bedingten Krankheit geheilt hätten.

Dabei seien die Blutstammzellen durch mit der Genschere veränderte Zellen ersetzt worden. Bisher waren die beiden auf eine ständige Bluttransfusion angewiesen, das soll jetzt nicht mehr nötig sein.

 

Was ist die Genschere CRISPR?

Das CRISPR/Cas-System ist ein Verfahren, mit dem einzelne Bausteine der DNS abgeschnitten oder eingefügt werden können. Man spricht daher auch von einer Genschere.

Das Verfahren besteht aus drei Schritten. Zunächst wird der gewünschte Abschnitt gesucht. Dann wird die DNA (Desoxyribonukleinsäure, teilweise auch deutsch DNS abgekürzt) dort auseinander geschnitten. Gegebenenfalls wird ein ganzes Stück entfernt bzw. ein anderes eingesetzt – oder beides. Anschließend werden die Abschnitte wieder zusammengefügt.

 

Gibt es auch moderne Biotechnologie ohne Gentechnik?

Gentechnik ist nur ein Teil der Biotechnologie. Viele moderne Verfahren kommen ohne Gentechnik aus. Beispielsweise nutzt das französische Unternehmen Fermentalg (siehe oben) Algen, um damit Zusätze für Nahrungsmittel herzustellen oder CO2 aus der Luft zu filtern.

 

ETF mit Fokus Biotech Aktien

Einzelaktien bieten zwar große Chancen, aber auch hohe Risiken. Selbst wenn sich die Erwartungen an die Biotechnologie erfüllen, kann eine Einzelaktie Schiffbruch erleiden, wenn sie auf die falsche Technologie bzw. positive Entwicklungen ausbleiben, das Management Fehler macht oder die Firma einfach Pech hat. Die Streuung mittels vieler Einzelaktien reduziert das Risiko. Dazu benötigen Sie gewisses Kapital und Anlageerfahrungen. Anlageinstrumente wie Fonds bieten Ihnen kostengünstig die notwendige Risikostreuung.

Als Anleger haben Sie die Wahl bei Biotech Fonds 2021 zwischen Aktienfonds und Indexfonds.

Wir empfehlen aus Kosten- und Renditegründen vor allem in passive ETFs anzulegen, weil sie in der Vergangenheit allgemeine Marktrenditen realisierten. Aktiv gemanagte Investment- bzw. Aktien-Fonds sind teurer und die Renditen selten besser als der Markt-Index-Wertzuwachs.

Biotechnologie ist eng mit Gesundheitsvorsorge verbunden. Die führenden Unternehmen sind in allen Bereichen aktiv. Neben reinen Biotechnologie-ETFs stehen daher gemischte Fonds mit Biotechnologie und Healthcare zur Auswahl.

 

L&G Pharma Breakthrough ETF

(WKN: A2H9XRWKN kopiert; ISIN: IE00BF0H7608ISIN kopiert)

Der L&G Pharma Breakthrough ETF bietet Zugang zu Börsengesellschaften, die sich mit Forschung, Entwicklung / Herstellung von Medikamenten zur Behandlung nicht alltäglicher Krankheiten beschäftigen, Top-Positionen: Emergent BioSolutions Inc 5,35%, Horizon Therapeutics PLC 5,01%, Ultragenyx Pharmaceutical Inc 4,03%, Kostenquote (TER): 0,50%

 

iShares Nasdaq US Biotechnology ETF

(WKN: A2DWAWWKN kopiert; ISIN: IE00BYXG2H39ISIN kopiert)

Der iShares Nasdaq US Biotechnology ETF bietet Zugang zu Biotechnologie- und Pharmunternehmen, die an der Technologiebörse NASDAQ gehandelt werden. Anbieter: BlackRock Asset Management, Top-Positionen: Amgen Inc. 8,41%, Vertex Pharmaceuticals Incorporated 7,45%, Gilead Sciences Inc. 7,07%, Kostenquote (TER): 0,46%

 

Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETF

(WKN: A12CCJWKN kopiert; ISIN: IE00BQ70R696ISIN kopiert)

Der Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETF bietet Zugang zu aufstrebenden Biotechnologie- und Pharmatitel aus dem NASDAQ Biotechnologie Index. Anbieter: Invesco Investment Management Limited, Top-Positionen: TRS NASDAQ Biotechnology TR USD 100%, Kostenquote (TER): 0,40%

 

iShares IV plc – Healthcare Innovation UCITS ETF USD (Acc)

(WKN: A2ANH2WKN kopiert; ISIN: IE00BYZK4776ISIN kopiert)

Der iShares Healthcare Innovation UCITS ETF USD bildet Zugang zu international aktiven Unternehmen mit Fokus neue medizinische Behandlungsmethoden und Medizintechnik. Anbieter: BlackRock Asset Management, Top-Positionen: Varian Medical Systems Inc. (USA) 1,55%, Quidel Corp (USA) 1,53%, SEEGENE Inc (Südkorea) 1,48%, Kostenquote (TER): 0,40%

 

ARK Genomic Revolution ETF

(WKN: A14Y8GWKN kopiert; ISIN: US00214Q3020ISIN kopiert)

Der aktiv verwaltete ARK Genomic Revolution ETF bietet Zugang zu Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, Anbieter: ARK Investment Management LLC, Top-Positionen: INVITAE CORP 9,97%, CRISPR THERAPEUTICS AG 9,68%, ILLUMINA INC 5,39%, Kostenquote (TER): 0,75%

Expertentipp
Sie möchten oder können sich nicht selbst um die Geldanlage in Aktien kümmern? Dann schauen Sie sich die Möglichkeiten einer digitalen Vermögenverwaltung näher an. Mit einem Robo Advisor wie Oskar können Sie von einer automatisierten Anlage in geeignete ETFs profitieren. Bereits ab 25 Euro können Sie via Oskar in einen ETF-Sparplan investieren.

 

CFDs als Alternativ für Trader

Wem es weniger um das langfristige Investieren als vielmehr um das kurzfristige Spekulieren geht, der sollte über CFDs als Alternative zu Aktien nachdenken. Dabei handelt es sich um Derivate, deren Entwicklung sich an einem Basiswert entwickelt. Das kann neben einem Rohstoff, einem Index, einem Währungspaar oder einer Kryptowährung auch eine Aktie sein. Man kauft die Aktie also nicht direkt, sondern nur indirekt.

CFDs werden meistens nicht über die Börse gehandelt, sondern der Broker ist meistens auch Emittent der CFDs, Handelsplatz und Marktmacher. Deshalb ist es sehr wichtig, einen seriösen Anbieter zu wählen. Seit vielen Jahren am Markt etabliert ist beispielsweise eToro. Das Unternehmen ist vor allem wegen des Social Trading sehr beliebt. Dabei können Trader Einschätzungen zur aktuellen Marktlage posten, andere Händler beobachten oder sogar kopieren, sofern diese zugestimmt haben.

Der Handel mit CFDs hat für Daytrader aber noch andere Vorteile, nämlich:

  • die Trennung von Spekulation und Investition,
  • geringe Kosten,
  • Schnelligkeit
  • Handeln mit einem Hebel und
  • die Möglichkeit von fallenden Kursen zu profitieren.

Weil die Papiere nicht über die Börse, sondern direkt beim Broker gekauft werden, funktioniert die Ausführung sehr schnell. Außerdem fallen nur geringe Kosten an. eToro verlangt keine Gebühr, sondern finanziert sich ausschließlich durch den Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

Wer ein CFD kauft, muss also etwas mehr bezahlen als ein Trader, der es zum gleichen Zeitpunkt verkauft. Dadurch ist der Broker günstiger als klassische Aktienbroker das üblicherweise sind.

eToro Screenshot - biotech aktien 2020

Neben bekannten Werten wie Tesla und Alibaba finden Trader bei eToro auch CFDs auf Biotech-Aktien.

eToro bietet eine sehr große Auswahl an Basiswerten, darunter auch die oben vorgestellten Biotech Aktien von z.B. Amgen und Vertex. Weil man mit CFDs die Aktie nicht direkt kauft, muss man nur einen Teil des Wertes tatsächlich hinterlegen, bei eToro üblicherweise 20 Prozent. Das bedeutet, wer ein CFD auf Amgen Aktien im Wert von 1.000,- Euro kauft, muss nur 200,- Euro Kapital zur Verfügung stellen. Gewinne und Verluste sind allerdings so hoch wie bei einer Investition von 1.000,- Euro. Bei den großen Indizes müssen sogar nur 5 Prozent hinterlegt werden.

Trader können mit CFDs nicht nur auf steigende, sondern auf fallende Kurse setzen. Auch hier müssen 5 bzw. 20 Prozent des Wertes hinterlegt werden. Mehr als die Einlage können private Trader nicht verlieren, denn das verbietet die ESMA-Richtlinie (CFD Regulierung) der Europäischen Union. Nur für professionelle Händler gibt es eine Nachschusspflicht.

Weil die Mehrheit der privaten Trader Verluste macht, sollte das CFD-Trading klar von der Geldanlage mit Aktien und ETFs getrennt sein. Aktien und CFDs auf Aktien werden bei einem spezialisierten Anbieter wie eToro oder bei Aktienbrokern grundsätzlich in getrennten Konten gehandelt.

  • Schneller Handel von Aktien und ETFs
  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten
  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal und Kreditkarte

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 68% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

Andere Zukunftsthemen, in denen sich Investitonen lohnen könnte

Biotechnologie ist eines von mehreren Zukunftsthemen. Im Fokus steht aktuell auch der Ausbau der Elektromobilität. Dabei könnten Lithium produzierende und verarbeitende Unternehmen eine große Rolle spielen. Ein Investment in Lithium Aktien kann interessant sein, da das Salz ein wichtiger Rohstoff für den Bau von Akkumulatoren ist.

Möglicherweise macht Wasserstoff als künftiger Fahrzeugtreibstoff das Rennen. Unabhängig vom Einsatz in Autos könnte das Gas auch eine große Rolle beim Speichern von Überschüssen aus erneuerbaren Energien spielen. Power-to-Gas heißt hier das Schlüsselwort. Scheint gerade die Sonne und weht der Wind, verbrauchen aber nur wenige Menschen Strom, werden die Überschüsse in Wasserstoff umgewandelt. Der kann dann in das Gasnetz eingespeist werden. Wasserstoff Aktien können aus diesen Gründen sehr interessant sein.

Windrad in den Bergen - biotech aktien

Produzieren Wind und Sonne mehr Energie, als aktuell verbraucht werden kann, muss dieser gespeichert werden. Batterien oder Wasserstoff sind dabei zwei wichtige Ansätze. (Foto: @ Lukas Bieri Ι Pixabay)

Auch das Zukunftsthema Wasser ist wichtig. Weniger interessant sind dabei Fördergesellschaften, sondern vor allem Wasser Aktien von Unternehmen, die Wasser reinigen oder Meerwasser entsalzen.

Außerdem brachte die Legalisierung von medizinischem Marihuana viele Cannabis Aktien hervor. – Biotech ist also nicht die einzige Zukunftstechnologie, allerdings eine sehr interessante.

 

FAQ zu Biotech Aktien

Was kosten Biotech Aktien?

Biotech-Unternehmen benötigen für Entwicklungen von Pharmazeutika viel Geld und das womöglich über Jahre. Nicht wenige der Firmen erreichen die Gewinnschwelle nicht. Bei vielen Biotech Aktien sind Erwartungen an Produktentwicklungen und Zulassungen eingepreist. Es gibt einige überbewertete Aktien, die teuer sind. Nach einer Korrektur lassen sich wieder günstige Aktien ausmachen.

Wie gut sind Biotech Aktien?

Die Biotechnologie-Industrie besitzt riesiges Potential für die Zukunft. Die Entwicklung von Pharmazeutika zur Behandlung von Krankheiten, der eine Produktzulassung folgt, kann sich für erfolgreiche Firmen als echter Profitbooster erweisen. Die Biotech-Aktien werden davon profitieren. Anleger sollten einkalkulieren, dass längere Durststrecken oder Misserfolge sowie ein Verlust von Kapital nicht unwahrscheinlich sind.

Welche Biotech Unternehmen?

Die Biotechnologie-Branche weltweit besteht aus mehr als 600 Biotech-Unternehmen. Bei gestandenen Biotech-Unternehmen wie Amgen sind Risiken um einiges geringer, als bei Newcomern, bei denen die Kurse allein auf der Spekulation einer erfolgreichen Medikamentenentwicklung beruhen. Dazu zählt auch wieder Bayer, wenn es denn die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten endgültig gelöst hat.

Was sind Biotech Aktien?

Biotechnologie meint die Bearbeitung und Veränderung von Organismen für medizinische und andere Zwecke, beispielsweise die Züchtung neuer Pflanzen. Biotech-Aktien sind Anteilsscheine von Unternehmen, die einen großen Teil ihrer Umsätze in diesem Sektor erzielen. Der Sektor Biotechnologie umfasst gegenwärtig rund 150 börsennotierte Aktienunternehmen.

Welche Biotech Aktien soll ich kaufen?

Interessante Biotech-Aktien sollten forschungsstark und gut geführt sein. Im besten Fall erzielen sie Gewinne und zahlen eine Dividende. Anleger sollten aber auch den Kauf eines Biotech-ETFs in Erwägung ziehen, um das Risiko zu streuen.

Welche Biotech Aktien gibt es in Deutschland?

Die meisten Biotech-Aktien haben ihren Sitz in den USA, einige auch in der Schweiz. Es lohnt sich, diese mit in die Auswahl einzubeziehen und sich nicht auf die rund zwei Dutzend börsennotierten deutsche Biotech-Aktien zu beschränken. Nationale und internationale börsennotierte Aktien können über über deutsche Handelsplätze (u.a. Xetra, Frankfurter Börse, Gettex, Börse Stuttgart) gehandelt werden.

Welche Chancen und Risiken bieten Biotech-Aktien?

Biotech-Unternehmen investieren viel Geld in die Forschung. Ist diese erfolglos, drohen hohe Verluste. Allerdings winken hohe Gewinne, wenn das Unternehmen erfolgreich ist. Insgesamt sind Chancen und Risiken hoch.

Wann zahlt Amgen Dividende?

Das US-Unternehmen Amgen zahlt seine Dividende am Ende eines jeden Quartals aus. Um dividendenberechtigt zu sein, muss ein Anleger die Aktie am Tag der Hauptversammlung besitzen.

 

Fazit

Biotech-Aktien riskant mit interessanten Rendite-Chancen

Die Corona-Krise hat in vielen Ländern zum Verstummen der Diskussionen um die Kosten für das Gesundheitssystem geführt. Wenn Regierungen finanzielle Geldmittel für die öffentliche Gesundheit aufstocken, profitieren davon nicht nur die meist profitablen Gesundheitskonzerne, sondern auch die neuen und unprofitablen Biotechunternehmen. Biotech Aktien könnten sich dank der reichlich fließenden Geldmittel und staatlicher Förderung zu einer defensiven Anlageklasse entwickeln.

Investieren Sie in einen Biotech-ETF, können Sie langfristig eine gute Wertentwicklung erwarten und für mehr Risikostreuung in Ihrem Anlageportfolio sorgen. Neben reinen Biotech-ETFs gibt es weitere gemischte ETFs (Biotech- & Gesundheits-Aktien). Als Kleinanleger können Sie Geld in einen langfristig ertragreichen ETF-Sparplan anlegen.

Quellenangaben:

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Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.

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