ETF Sparplan Test – So geht langfristiger Vermögensaufbau

Das Wichtigste in Kürze
Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds, also einen börsengehandelten Fonds. ETF-Sparpläne sind eine kostengünstige und gute Möglichkeit, Vermögen aufzubauen. Bei der Wahl des richtigen ETFS sollten Anleger auf eine breite Streuung und auf niedrige Gebühren achten. Wer der beste Broker ist, dazu gehen die Meinungen auseinander. Je nach ETF Sparplan Test liegt eine andere Bank vorne.

Sparplan einrichten

  • Online-Depot eröffnen
  • Sparplan einrichten
  • ETF auswählen
  • Abwarten


ETF Sparplan Test: Vier Fragen, vier Schritte

Wer mit seinem Geld gut auskommt, sollte schon möglichst früh mit dem Vermögensaufbau anfangen. Denn nicht nur fürs Alter ist ein finanzielles Polster wichtig. Wer eines Tages ein Haus kaufen, eine Firma gründen oder einmal ein Jahr aussteigen will, braucht dafür Geld. Ein gut gefülltes Sparkonto bietet außerdem Sicherheit, wenn unvorhergesehenes passieren sollte. Einfach und lukrativ ist die Geldanlage mit Hilfe eines ETF-Sparplans. Wir beantworten vier Fragen zum Thema und zeigen in vier Schritten, wie man einen eigenen Sparplan einrichtet.

Vier Schritte

1.      Online-Depot eröffnen

Über unseren Link zur Consorsbank geht die Eröffnung besonders einfach. Dann müssen zunächst viele Fragen zur finanziellen Situation und zur Erfahrung mit Börsengeschäften beantwortet werden. Das Verfahren ist aufwändig, ist allerdings Vorschrift. Nach Abschicken der Unterlagen dauert es nur wenige Tage, bis das Depot genutzt werden kann.

2.      Sparplan einrichten

Sparpläne bietet die Consorsbank für ETFs, Fonds, Aktien und Zertifikate. Wer einen ETF Sparplan einrichten möchte, muss deshalb die entsprechende Kategorie wählen. Dann müssen drei Dinge festgelegt werden, nämlich

  1. die Höhe der Sparrate,
  2. die Frequenz und
  3. der gewünschte ETF.

Sparpläne sind bei der Consorsbank ab 25,- Euro möglich. Je mehr eingezahlt wird, desto höher ist später natürlich das Vermögen. Eine monatliche Ausführung sorgt für mehr Übersichtlichkeit und ist meist die beste Wahl.

3.      ETF auswählen

Schwieriger ist die Frage nach dem richtigen ETF. Wer nur auf einen Fonds setzen will, sollte einen möglichst international und über alle Branchen aufstellten wählen. Beispielsweise den MSCI World All Countries. Er hat gegenüber seinem Bruder MSCI World (also ohne den Zusatz „All Countries“) den Vorteil, dass auch Aktien aus Schwellenländern mit einbezogen werden. Das ist im Rahmen der Risikostreuung sinnvoll. Schließlich stehen die Industrieländer alle vor ähnlichen Herausforderungen wie einer alternden Bevölkerung und weitgehender Befriedigung der wichtigsten Bedürfnisse.

Wer dagegen schon andere Fonds besitzt, kann über einen ETF auch bewusst diversifizieren. Etwa, wenn der Schwerpunkt bisher auf den Industrieländern liegt. Dann lässt sich mit einem ETF auf den MSCI World Emerging Markets gezielt in Schwellenländer investieren (beispielsweise mit dem ComStage MSCI Emerging Markets TRN UCITS ETF – ISIN LU0635178014). Wer auf Asien setzt, kann das ebenfalls mit einem speziellen ETF tun.

Meist bieten mehrere Unternehmen ETFs auf einen Index an. Dann sollten Anleger den mit der niedrigsten Gesamtkostenquote wählen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte aber die Auswahl auf physisch replizierende ETFs (siehe Frage 2) beschränken. So bildet der Lyxor ETF MSCI All Country World (ISIN FR0011079466) den Index synthetisch ab, während der iShares MSCI ACWI (ISIN DE000A1JS9A4) tatsächlich die im Index enthaltenen Aktien erwirbt.

Einige ETFs schütten auch die Dividenden direkt aus. Das ist sinnvoll, wenn man aus den Fonds ein Nebeneinkommen beziehen will. Wer einen Sparplan einrichtet, baut aber noch Vermögen auf, in dieser Phase ist ein thesaurierender Fonds besser, der die Gewinne gleich wieder anlegt.

4.      Abwarten

Nun muss der Sparplan nur noch abgeschickt werden. Das funktioniert wie bei anderen Online-Bankgeschäften auch durch die Bestätigung mit einer TAN. Es ist übrigens keine monatliche Eingabe der Transaktionsnummer nötig. Nur Änderungen müssen mit einer neuen TAN bestätigt werden.

Dann gilt das Gleiche, wie bei allen anderen Investitionen in Aktien: Einfach abwarten. Selbst die Profis schaffen es nicht, den richtigen Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg zu finden. Noch schwerer tun sich Privatanleger. Sie kaufen oft, wenn die Aktien stark gestiegen sind und verkaufen nach einem Kurssturz. Damit verpassen sie dann nicht selten die kommende Erholung. Besser ist es daher, eine alte Börsenweisheit zu berücksichtigen und einfach abzuwarten.

Wer nach einigen Jahren das Geld benötigt, kann die Papier jederzeit verkaufen. Stehen die Kurse gut oder benötigt man das Ersparte sofort, lässt sich alles auf einen Schlag verkaufen. Andernfalls sollten Kunden den Ausstieg strecken. Dabei ist es aber wichtig, nicht immer Aktien zu einem bestimmten Wert zu verkaufen, also beispielsweise im Wert von 200,- Euro. Dann würde man nämlich bei niedrigen Kursen mehr Aktien verkaufen als bei hohen.

Besser ist es, sich einen Zeitrahmen zu setzen, beispielsweise zwei Jahre. Um Gebühren zu sparen kann es sinnvoll sein, nur quartalsweise zu verkaufen. Wer das über zwei Jahre tut, verkauft also seine Papiere in acht Tranchen. In der ersten wird ein Achtel des Depotbestands verkauft, in der zweiten dann ein Siebtel und so weiter.

Vier Fragen

1.      Warum ETFs kaufen?

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds, also einen börsengehandelten Fonds. Wer von ETFs spricht, meint meist eine besondere Form, nämlich Indexfonds. Sie stellen den mit Abstand größten Teil der ETFs und bilden passiv einen Index nach. Das bedeutet, dass die Fondsmanager einfach jene Aktien kaufen, die in einem Aktienindex enthalten sind. Ein DAX-ETF kauft also die 30 Aktien, die im DAX enthalten sind. Und zwar in genau dem Verhältnis, in dem sie auch im Index vertreten sind. Ziel ist es, dass sich der Fonds möglichst genauso entwickelt wie der zugrunde liegende Index.

Dieses Vorgehen spart viel Geld. Klassische, aktiv verwaltete Fonds geben viel Geld für die Suche nach den besten Aktien aus. Analysten und Fondsmanager müssen bezahlt werden. Trotzdem sind sie oft nicht besser als der Index, denn viele Entwicklungen lassen sich nicht voraussehen. Außerdem sind vielversprechende Aktien oft bereits sehr teuer. Es kann eben nicht jeder Fondsmanager überdurchschnittlich gut sein. Irgendjemand muss die schlechten Aktien ja kaufen. Nach Abzug der Kosten schneiden die meisten aktiven Fonds deshalb schlechter ab als der Index.

2.      Synthetisch oder physisch?

Nicht alle Indexfonds kaufen die im Index enthaltenen Aktien wirklich. Teilweise erwerben sie auch ganz andere Papiere und schließen sogenannte Swap-Geschäfte. Wenn die gekauften Aktien sich schlechter entwickeln als der Index, erhalten die Fonds von ihrem Partner die Differenz ersetzt.

Das bringt aber den Nachteil mit sich, dass ein zusätzliches Emittentenrisiko besteht. Kann der Handelspartner nicht zahlen, dann macht der Fonds Verluste. Allerdings bleiben dann immer noch die gekauften Aktien als Sicherheit, somit ist ein ETF meist sicherer als ein Zertifikat, das im Fall einer Emittentenpleite wertlos werden kann.

3.      Warum ist ein Sparplan eine gute Idee?

Sparpläne haben zwei große Vorteile. Der erste ist, dass sie Sparer motivieren monatlich oder quartalsweise etwas Geld zurückzulegen. Im Zweifelsfall kann der Sparplan auch ausgesetzt werden. Erfahrungen zeigen aber, dass das selten der Fall ist. Bleibt das Geld dagegen auf dem Girokonto, wird es schnell ausgegeben.

Ein zweiter Vorteil ist die Risikostreuung. Selbst Experten können Crashs nicht zuverlässig vorhersagen. Wer direkt vor einem Börsenkrach investiert, muss oft viele Jahre warten, ehe sein Depot wieder im Plus ist. Wer dagegen regelmäßig kauft streut das Risiko. Einen Teil der Aktien kauft er dann zu Höchstkursen, andere dagegen zu Schnäppchenpreisen.

4.      Welchen Broker soll ich wählen?

Jeder ETF Sparplan Test kommt bei dieser Frage zu etwas anderen Ergebnissen. Ein Broker sollte allerdings günstige Konditionen bieten und einen guten Kundenservice. Außerdem ist es von Vorteil, wenn er auch andere Bankdienstleistungen im Angbot hat, damit nicht fürs Girokonto, fürs Depot und fürs Tagesgeldkonto eine andere Bank benötigt wird.

Unser Favorit ist die Nürnberger Consorsbank. 1994 gegründet gehört sie zu den erfahrenen Akteuren in dem Bereich. Mittlerweile bietet sie fast alle Dienstleistungen einer Universalbank. Handeln lässt sich an 30 Börsen weltweit. Außerdem erhalten Kunden kostenlos die Software ActiveTrader. Im Rahmen von Aktionen gibt es oft besonders günstige Konditionen fürs Depot oder für ein Tagesgeldkonto. Viele ETFs lassen sich hier gebührenfrei kaufen.

Fazit

ETF-Sparpläne sind eine kostengünstige und gute Möglichkeit, Vermögen aufzubauen. Bei der Wahl des richtigen ETFS sollten Anleger auf eine breite Streuung und auf niedrige Gebühren achten. Wer der beste Broker ist, dazu gehen die Meinungen auseinander. Je nach ETF Sparplan Test liegt eine andere Bank vorne. Einsteiger wählen am besten einen etablierten Anbieter mit gutem Kundenservice und moderaten Gebühren, beispielsweise die Nürnberger Consorsbank.

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