Deutsche ETFs 2022: In die besten Deutschland-ETFs jenseits des DAX investieren

Unser Dienst wird Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Um ihn zu finanzieren, gehen wir Partnerschaften mit Unternehmen ein (siehe Kapitel: Unsere Finanzierung und Partnerschaften). Dabei setzen wir aber nicht auf klassische Anzeigen. Diese bergen immer die Gefahr, sich im Zweifelsfall zwischen dem Wunsch eines großen Kunden und der redaktionellen Unabhängigkeit entscheiden zu müssen.

Stattdessen erhalten wir bei vielen Produkten eine Provision, wenn Sie einen Vertrag über unseren Vergleichsrechner oder einen Link von unserer Seite abschließen. Das hat für uns den Vorteil, dass wir offen sagen können, welches Unternehmen uns besser gefällt. Denn ob Sie einen Vertrag mit diesem oder einem anderen Anbieter aus unserem Vergleichsrechner schließen, hat für uns oft nur geringe Bedeutung.

Grundsätzlich haben unsere Partner keinen Anspruch auf eine positive Berichterstattung. Allerdings behalten wir uns das Recht vor, in unsere Vergleichsrechner und Tabellen nur Partner aufzunehmen. Somit können Konkurrenzanbieter mit vergleichbaren Angeboten unberücksichtigt bleiben, sofern sie nicht an unserem Partnerprogramm teilnehmen.

Wichtig ist uns dabei Transparenz. Schaltflächen mit Beschriftungen wie „Jetzt direkt zum Broker“ enthalten sogenannte Affiliate-Links, bei denen wir eine Vergütung den dem Unternehmen bekommen. Dagegen sind reguläre Links im Text, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, nicht gesponsert. Diese erkennen sie an dem ().

Durch diese Art der Finanzierung bleibt die Seite mit ihren Dienstleistungen für Sie kostenfrei.

Hier erfahren Sie mehr über uns.

Die besten deutschen ETFs

Warum Sie Aktien.net vertrauen können

Wir achten auf strenge redaktionelle Integrität – dieser Beitrag kann jedoch Hinweise auf Produkte unserer Partner enthalten. Hier finden Sie eine Erklärung, wie wir Geld verdienen.

Mehr lesen

Übersicht

Broker Vergleich Button
ETF Vergleich Button
Neo Broker Vergleich Button
p2p Vergleich Button
CFD Vergleich Button
Forex Vergleich Button

Unsere Arbeitsweise

analysierte investments
20
Analysierte
Investments
stunden investiert
38
Stunden
investiert
stunden recherchiert
25
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
8
Ausführliche
Analysen

 

Das Wichtigste in Kürze - Deutsche ETFs

 

So gehen Sie vor

  • In Deutschland sind mehr als 1.800 ETFs zum Handel für Privatanleger zugelassen. Informieren Sie sich über ETFs im Allgemeinen und deutsche ETFs im Besonderen.
  • Wählen Sie einen für Ihre Anlagestrategie passenden deutschen ETF auf Indizes DAX, MDAX, TecDAX, oder DivDAX aus.
  • Loggen Sie sich beim Broker ein. Neulingen empfehlen wird, das dauerhaft kostenlose Aktiendepot bei Smartbroker zu eröffnen. Jetzt können Sie Anfänger Aktien oder einen DAX-ETF kaufen.
  • Daytrading ist eine beliebte Strategie bei erfahrenen Anlegern. Sie funktioniert nicht nur mit Aktien, sondern auch mit ETFs. Am besten richten Sie sich ein eToro Depot ein, denn hier handeln Sie provisionsfrei.

Investieren in deutsche ETFs: Das sind die Möglichkeiten

ETF auf deutsche Aktienindizes kaufen: Das Angebot an börsengehandelten Indexfonds auf DAX, MDAX, TecDAX & Co. umfasst rund 40 ETFs. Bekannte ETF-Marken hierzulande sind Xtrackers, iShares und Lyxor.

ETFs beim Broker traden: Spekulieren Sie mittels CFDs auf Indexfonds beim CFD-Broker auf Entwicklungen von ETFs. Sie können Positionen eröffnen oder leerverkaufen, um von fallenden ETF-Kursen zu profitieren.

Inhaltsverzeichnis

 

Auf der Suche nach dem passenden Depotanbieter? Aktien.net empfiehlt:

 

Die besten europäischen ETFs, die wir in diesem Artikel vorstellen

WKNISINTERAUMA/TTD
593395
DE0005933956
0.10%
4.780
☑️ 3.42%
-0.64%
798328
FR0007054358
0.20%
2.456
🔄
-0.32%

Broker Vergleich Banner

Die besten ETFs auf den deutschen Aktienmarkt

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds. Die Fonds bilden einen bestimmten Index nach – wie etwa den DAX oder den MDAX. Die Abbildung erfolgt nahezu 1:1 und damit passiv. Es gibt bei den besten ETFs kein aktives Management. Dadurch sind die Kosten geringer als bei klassischen Investmentfonds. Außerdem lässt sich der Nettoinventarwert eines ETFs leicht ermitteln. Aus diesem Grund können ETFs anders als klassische Fonds fortlaufend an der Börse gehandelt werden.

Es gibt eine ganze Reihe deutscher Aktienindizes. Der bekannteste ist sicherlich der deutsche Leitindex DAX, den wir in einem diesem Artikel über die besten DAX ETFs genauer behandeln. Deshalb wird dieser hier nicht betrachtet. Wir konzentrieren uns auf die besten ETFs in Deutschland abseits des DAX, zum Beispiel ETFs auf den MDAX (MidCaps) und den SDAX (Small Caps).

Wenn Sie sich stattdessen für DAX-ETFs interessieren, klicken Sie hier.

Welche Vorteile bietet ein Investment in deutsche ETFs?

Sie als Anleger*in kennen deutsche Unternehmen vielleicht besser als Unternehmen aus dem Ausland. Vielleicht haben Sie deshalb bei dem Kauf deutscher Aktien ETFs ein besseres Gefühl. Wenn Sie in die besten deutschen ETFs investieren möchten, sollten Sie sich auch mit der Sparplanfähigkeit der jeweiligen ETFs auseinandersetzen. Die meisten Broker bieten Sparpläne an – darüber können Sie in unserem Beitrag über ETF-Sparpläne mehr erfahren. Gute Anbieter für ETF-Sparpläne sind etwa Trade Republic, flatex, JustTRADE, Scalable Capital und Smartbroker. Der größte Vorteil an ETF-Sparplänen ist die Risikostreuung.

Expertentipp
Ein Robo Advisor ist eine automatisierte Vermögensverwaltung. Mithilfe von Algorithmen und Nutzerpräferenzen stellen Robo Advisorein breites Portfolio für den Anleger zusammen. Digitale Vermögensverwaltungen investieren hauptsächlich in Aktien- und Anleihen-ETFs, teilweise auch in klassische Fonds. Einige Robo Advisor, etwa OSKAR, investieren sogar einen Teil des Vermögens in Gold, um eine möglichst breite Risikostreuung zu erreichen.  Auch für die Planung der Geldanlage sind Robo Advisor sehr hilfreich. Mit Fragebögen und geringen Kosten kann der Robo-Advisor die Beratung weitgehend ersetzen. Wer mehr Unterstützung wünscht, kann außerdem eine automatisierte Vermögensverwaltung wie quirion wählen, bei der auf Wunsch auch ein*e Berater*in gegen einen geringen Gebührenaufschlag zur Verfügung steht.

Die besten deutschen MDAX ETFs im Überblick

Der MDAX bildet die Wertentwicklung mittelgroßer deutscher Aktiengesellschaften ab. Das „M“ steht für MidCap. Enthalten sind die 60 größten Unternehmen, die nach den Regeln der Deutschen Börse bei Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz hinter den 30 DAX Unternehmen folgen. Den MDAX gibt es seit dem 19. Januar 1996. Die Basis wird jedoch wie auch bei anderen Indizes länger zurückgerechnet: Der Index startete hypothetisch am 30. Dezember 1987 bei 1.000 Punkten.

Wird in den Medien „der“ MDAX thematisiert, handelt es sich meist um den Performance-Index. Die Deutsche Börse berechnet für den MDAX jedoch einen zusätzlichen Kursindex. Mit 5,4 % ist Hannover Rück der größte Einzelwert des MDAX. Wichtigste Branche im Index sind IT und Telekommunikation (22,5 %), gefolgt von Industrieunternehmen (16,9 %). Weiter Indexmitglieder sind etwa der Softwarehersteller Nemetschek oder der Werbekonzern Stöer.

Im MDAX finden sich auch viele ehemalige DAX-Mitglieder wie die Commerzbank, ProSiebenSat.1 oder die Deutsche Lufthansa. Gleichzeitig sind viele ehemalige MDAX-Firmen wie Zalando oder Airbus in den DAX aufgestiegen, nicht zuletzt wegen dessen Vergrößerung auf 40 Unternehmen.

Unsere besten deutschen MDAX ETFs haben wir auf Basis ihrer Fondsgröße für Sie ausgewählt.

iShares MDAX UCITS ETF (DE)

WKNISINTERAUMA/TTD
593392
DE0005933923
0.51%
1.385
🔄
0.54%

Der iShares MDAX UCITS ETF bildet den MDAX ab. Der ETF wurde bereits am 19. April 2001 aufgelegt und verwaltet im Januar 2022 ein Vermögen in Höhe von ca. 1,7 Milliarden EUR. Der ETF bildet seine Basis durch physische Replikation nach. Die Erträge werden thesauriert.

Performance Benchmark 3 Jahre23,58 %
Performance ETF 3 JahreN/A (30,37 % für ein Jahr)
AusschüttungsmodusThesaurierend
ReplikationsmethodePhysische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,51 %
(Stand: 06/2021)

Quelle: iShares MDAX UCITS ETF (DE)

Der iShares MDAX UCITS ETF wird unter anderem über die elektronische Handelsplattform Xetra gehandelt. Günstige Broker für den Erwerb sind unter anderem flatex, Smartbroker und BANX.

Wir empfehlen Smartbroker als Broker für diesen ETF, da er von den drei genannten der günstigste Broker ist.

Deka MDAX UCITS ETF

WKNISINTERAUMA/TTD
ETFL44
DE000ETFL441
0.30%
434
🔄
0.24%

Der Deka MDAX UCITS ETF wurde im Mai 2014 aufgelegt und repliziert seine Basis physisch. Erträge werden thesauriert. Der ETF auf den MDAX hat im Januar 2022 ein Fondsvolumen von über 724 Millionen Euro. Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0,30 %.

Performance Benchmark 3 Jahre24,71 %
Performance ETF 3 Jahre25,31 %
AusschüttungsmodusThesaurierend
ReplikationsmethodePhysische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,30 %
(Stand: 06/2021)

Quelle: Deka MDAX UCITS ETF

INVESCO MDAX UCITS ETF

WKNISINTERAUMA/TTD
A2N7NF
IE00BHJYDV33
0.19%
250
🔄
0.2%

Der INVESCO MDAX UCITS ETF ermöglicht ebenfalls die Abbildung des MDAX. Der ETF wurde am 11.02.2019 aufgelegt. Das verwaltete Vermögen beläuft sich Anfang Juni 2021 auf gut 298 Millionen EUR. Der ETF kommt mit einer jährlichen Managementgebühr (TER) in Höhe von 0,19 % aus. Die Basis wird physisch repliziert, Erträge werden thesauriert.

Im Zeitraum von Mai 2020 bis Mai 2021 erzielte der ETF eine positive Rendite in Höhe von 30,30 %. Damit lag er minimal hinter dem Vergleichsindex, der im selben Zeitraum um 30,37 % anstieg.

Performance Benchmark 3 JahreN/A
Performance ETF 3 JahreN/A (seit Auflage 2019 +43,94 %)
AusschüttungsmodusThesaurierend
ReplikationsmethodePhysische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,19 %
(Stand: 06/2021)

Quelle: INVESCO MDAX UCITS ETF

Gehandelt wird der INVESCO MDAX UCITS ETF unter anderem über Xetra – und am günstigsten über Smartbroker.

Die besten deutschen SDAX ETFs

Eine Alternative zu Investitionen in den ETFs auf den MDAX sind ETFs auf den SDAX. Diese investieren in 70 kleinere Unternehmen. Diese Unternehmen folgen gemäß den Berechnungsmethoden der Deutschen Börse den im MDAX enthaltenen Werten bei Handelsvolumen und Marktkapitalisierung.

Der SDAX wurde am 21. Juni 1999 eingeführt, als Ausgangswert von genau 1.000 Punkten wurde aber – wie beim DAX – der 30. Dezember 1987 definiert. Wichtigster Sektor im SDAX ist die Industrie mit 27,3 Prozent vor der Informationstechnologie mit 16,1 Prozent. Größte Einzelwerte sind die Shop Apotheke mit 3,2 Prozent, Jenoptik mit 2,7 Prozent und Sixt mit ebenfalls 2,7 Prozent.

Auch die besten SDAX-ETFs haben wir für Sie nach Fondsgröße gewählt.

Amundi SDAX (DR) UCITS ETF

WKNISINTERAUMA/TTD
ETF005
LU0603942888
0.70%
133
☑️ 0.55%
-

Der ETF mit der einprägsamen Wertpapierkennummer (WKN) ETF005 hat bereits mehrfach die Fondsgesellschaft gewechselt. Wie die Fonds mit ähnlichen Nummern, beispielsweise ETF006, wurde er einst von der deutschen Fondsgesellschaft comStage aufgelegt. Diese wurde zunächst vom französischen Konkurrenten Lyxor übernommen, der wiederum 2022 von der ebenfalls französischen Fondsgesellschaft Amundi übernommen wurde. Damit entsteht die größte Fondsgesellschaft Europas.

Der ETF wurde am 10. Mai 2011 aufgelegt und verwaltet im Januar 2022 gut 158 Millionen EUR Vermögen. Erträge werden ausgeschüttet. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,70 %. Der ETF bildet seine Basis durch physische Replikation nach.

Performance Benchmark 3 Jahre28,98 %
Performance ETF 3 Jahre25,29 %
AusschüttungsmodusThesaurierend
ReplikationsmethodePhysische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,70 %
(Stand: 06/2021)

Quelle: Lyxor SDAX (DR) UCITS ETF

Sie können den Lyxor SDAX (DR) UCITS ETF unter anderem über Xetra handeln. Der günstigste Broker ist Smartbroker.

Amundi SDAX UCITS ETF

WKNISINTERAUMA/TTD
ETF905
DE000ETF9058
0.70%
12
☑️ 0.59%
-

Eine weitere Möglichkeit für Investitionen in den SDAX ist der SDAX UCITS ETF von Amundi, bis 2022 Lyxor. Der ETF verwaltet gut 18 Millionen EUR Vermögen und schüttet seine Erträge aus. Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) beträgt 0,70 %. Den ETF gibt es seit dem 27.10.2016.

Performance Benchmark 3 Jahre25,80%
Performance ETF 3 Jahre25,43 %
AusschüttungsmodusThesaurierend
ReplikationsmethodePhysische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,70 %
(Stand: 06/2021)

Quelle: Lyxor 1 SDAX UCITS ETF

Gehandelt wird der Lyxor 1 SDAX UCITS ETF unter anderem über Xetra. Der günstigste Broker für den ETF ist Trade Republic.

Als Besonderheit: Xtrackers Germany Mittelstand und MidCAP UCITS ETF - 1D

WKNISINTERAUMA/TTD
A1T795
IE00B9MRJJ36
0.40%
84
☑️ 1.02%
-0.07%

Der Xtrackers Germany Mittelstand und MidCAP UCITS ETF – 1D ist eine Besonderheit unter den hier vorgestellten Indizes, denn er bildet keinen der großen Indizes ab.Stattdessen orientiert er sich am Solactive Mittelstand & MidCap Deutschland Index. Dieser wiederum enthält die 70 größten Unternehmen, die nicht im Solactive 30 enthalten und keine Finanzunternehmen sind.

Ziel des Index ist es, die wichtigsten Vertreter des deutschen Mittelstands zu vereinen. Er enthält 70 Unternehmen, die ihren Sitz in Deutschland haben. Im Index enthalten sind Werte aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX. Bekannte Indexmitglieder sind TUI, ThysssenKrupp, Siemens Energy oder TeamViewer. Rund ein Viertel des Wertes entfällt auf Industrieunternehmen, weitere 20 Prozent jeweils auf Konsumgüterproduzenten sowie auf IT- und Telekommunikationsunternehmen.

Die ETF wurde am 9. Januar 2014 aufgelegt und verwaltet im Januar 2022 gut 111 Millionen EUR Vermögen. Die Erträge werden ausgeschüttet. Seine Basis bildet der Fonds mittels direkter physischer Replikation nach. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0,40 %. Der ETF erzielt zusätzliche Erträge durch Wertpapierleihen. Diese gibt die Fondsgesellschaft mit 0,08 % an.

Performance Benchmark 3 Jahre24,95 %
Performance ETF 3 Jahre25,51 %
AusschüttungsmodusThesaurierend
ReplikationsmethodePhysische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,46 %
(Stand: 06/2021)

Quelle: Xtrackers Germany Mittelstand und MidCAP UCITS ETF – 1D

Der Xtrackers Germany Mittelstand und MidCAP UCITS ETF – 1D wird über Xetra gehandelt. Der günstigste Broker ist Smartbroker.

Deutsche ETFs in der SWOT-Analyse

Im Folgenden möchten wir auf einige Dinge aufmerksam machen, auf die Sie bei deutschen ETFs achten sollten. Da die deutsche Wirtschaft in verschiedenen Branchen breit aufgestellt ist, lässt sich auch ein deutsches Portfolio relativ gut diversifizieren.

Den Diversifikationsgrad eines internationalen Portfolios erreichen Sie allein mit deutschen ETFs allerdings nicht. Unsere SWOT-Analyse beleuchtet Stärken und Schwächen von Investments in Deutschland und wirft einen Blick auf damit verbundene Chancen und Risiken.

Stärken: Die besten deutschen ETFs sind relativ breit aufgestellt

Mit verschiedenen deutschen ETFs auf DAX, MDAX, SDAX und Co. erreichen Sie ein relativ breit diversifiziertes Investment im Heimatmarkt. In diesen Indizes sind Unternehmen aus verschiedenen Branchen enthalten, die zumeist bereits am Markt etabliert sind. In den letzten Jahrzehnten konnten Sie insbesondere mit den Nebenwerken (Small Caps und MidCaps) überdurchschnittliche Renditen erzielen.

Mit den richtigen ETFs (Dividenden ETF DAX, TecDAX ETF oder MDAX ETF) erreichen Sie im Handumdrehen ein kostengünstiges Portfolio. Die deutsche Wirtschaft ist in bestimmten Branchen gut aufgestellt – etwa im Automobil- und Maschinenbau und der Chemieindustrie.

Schwächen: Home Bias könnte problematisch sein

Die Disziplin Behavioral Finance beschäftigt sich mit psychologischen Aspekten der Geldanlage. Ein bekanntes Phänomen ist der sogenannte Home Bias. Anleger neigen dazu, verstärkt in ihrem Heimatmarkt anzulegen und dadurch auf Diversifikationsmöglichkeiten zu verzichten. Auf einen solchen Home Bias lassen Sie sich ein, wenn Sie Ihr Portfolio ausschließlich auf deutschen ETFs basieren.

Wer nur auf dem heimischen Markt handelt und investiert, macht sich viel abhängiger von der jeweiligen Wirtschaft und Währung. Ein eventueller Einbruch der deutschen Wirtschaft würde dann bedeuten, dass Anleger große Verluste erfahren, ohne Ausweichmöglichkeiten zu haben. Durch die Diversifikation des Depots mit internationalen ETFs streut man sein Verlustrisiko.

Neben der wirtschaftlichen Abhängigkeit mindert man auch die Chance, in internationale zukünftige Entwicklungen oder Technologien zu investieren. So scheinen deutsche Unternehmen insbesondere bei Zukunftstechnologien wie Elektromobilität oder Künstliche Intelligenz und in vielen weiteren IT-Bereichen das Nachsehen gegenüber der Konkurrenz aus den USA und China zu haben. Besonders in diesen genannten Bereichen, die in Deutschland keinen großen Wirtschaftsfaktor haben, sind internationale ETFs für jeden Anleger zusätzlich sinnvoll.

Chancen: Global Player und gute Krisenbewältigung

Im DAX sind viele Global Player enthalten. Im MDAX und SDAX finden sich dagegen kleine und mittlere Unternehmen mit überdurchschnittlichen Wachstumschancen. Werfen Sie einen Blick auf den MDAX: Dieser startete 1987 bei 1.000 Punkten und notiert im Juni 2021 bei mehr als 34.000 Punkten. Die deutsche Wirtschaft überstand die Wirtschafts- und Finanzkrise sehr viel besser als andere Länder. Die Auswirkungen der Coronakrise haben die deutschen Aktienmärkte gut weggesteckt. Besonders Mittelstands-Unternehmen florieren besser als die Märkte anderer Länder.

Deutsche ETF auf den DAX 30:
Deka DAX UCITS ETF (WKN: ETFL01WKN kopiert)
Deutsche ETFs auf den FTSE Germany All Cap:
Vanguard Germany All Cap UCITS ETF Distributing (WKN: A2JF6SWKN kopiert)
Deutsche ETF auf den MSCI Germany:
iShares MSCI Germany ETF (WKN: 905631WKN kopiert)
Deutsche ETF auf den F.A.Z. Index:
Lyxor F.A.Z. 100 Index (DR) UCITS ETF (WKN: ETF006WKN kopiert)
Deutsche ETF auf den MDAX Index:
iShares MDAX UCITS ETF (DE) (WKN: 593392WKN kopiert)
Deutsche ETF auf den SDAX Index:
Lyxor SDAX (DR) UCITS ETF (WKN: ETF005WKN kopiert)
Deutsche ETF auf den DivDAX Index:
iShares DivDAX UCITS ETF (DE) (WKN: 263527WKN kopiert)
Deutsche ETFs auf den TecDAX:
iShares TecDAX UCITS ETF (DE) (WKN: 593397WKN kopiert)
Deutsche ETFs auf den Solactive Germany 30 Index:
Deka Germany 30 UCITS ETF (WKN: ETFL51WKN kopiert)
Deutsche ETF auf den DAX 50 ESG Index:
Lyxor 1 DAX(R) 50 ESG UCITS ETF (WKN: ETF909WKN kopiert)
Deutsche ETF auf den DAX ex Financials 30 Index:
Deka DAX ex Financials 30 UCITS ETF (WKN: ETFL43WKN kopiert)
Ab 0 € kaufen -
Bei Smartbroker verfügbar

Risiko: Deutsche Wirtschaft ist von äußeren Faktoren abhängig

Die deutsche Wirtschaft ist stark exportabhängig. Es gibt weltweit einige Tendenzen zu einem Rückbau der Globalisierung und des Welthandels. Beispiele dafür sind die Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China, der Brexit und die auch in Europa zu vernehmenden Forderungen nach einer Überprüfung grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten in bestimmten Bereichen. Solche Trends sind für exportlastige Volkswirtschaften wie Deutschland ein gewisses Risiko.

Deutschland zählt zudem in einigen Bereichen technologisch nicht mehr zur Weltspitze. So spielt Deutschland (wie fast ganz Europa) im Bereich Big Data und KI nur eine untergeordnete Rolle. Entwicklungen wie etwa der geplante Umstieg auf Elektromobilität belasten zudem Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie. Als Anleger könnte das für Sie bedeuten, dass deutsche ETFs besonders im Bereich Technik und Digitalisierung schwächeln.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Mit den besten deutschen ETFs können Sie ein gut diversifiziertes inländisches Portfolio konstruieren und kostengünstig verwalten. Eine Diversifikation Ihres Portfolios deutscher ETFs ist insbesondere in Verbindung mit europäischen, amerikanischen und internationalen ETFs empfehlenswert. Durch eine weltweite Ausrichtung lässt sich das Portfolio breiter aufstellen. Bestimmte Risiken der deutschen Wirtschaft wie zum Beispiel die Abhängigkeit vom Export und der Rückstand in einigen technologischen Bereichen lassen sich so besser ausgleichen.

Deutsche ETF Anbieter in einer Kurzübersicht

Amundi ETF

Amundi ist ein börsennotierter Vermögensverwalter aus Frankreich. Gegründet wurde das Unternehmen von den Großbanken Credit Agricolé und Société Générale. ETFs werden seit 2001 angeboten, in Deutschland seit 2010. 2022 übernahm die Firma von der Société Générale die Fondsgesellschaft Lyxor, die 2018 wiederum von der Commerzbank deren Fondstochter ComStage übernommen hatte.

iShare

IShares ist die ETF-Marke der bekannten US-Investmentgesellschaft Blackrock (vormals Barclays Global Investors). Das Unternehmen gilt als Weltmarktführer im Bereich ETF. In Deutschland bietet iShares ETFs auf alle wichtigen Aktienindizes an. Zum Portfolio gehören ETFs auf Anleihen- und Rohstoff-Indizes.

Deka

Deka ETFs gibt die Deka Investment GmbH heraus, die Fondsgesellschaft der deutschen Sparkassen. Bis 2013 wurden die ETFs unter dem Namen ETFlab vertrieben, weshalb die Deka-ETFs eine mit ETFL beginnende Wertpapierkennnummer tragen.

Invesco

Invesco ist eine Tochter der US-Investmentgesellschaft Invesco. Das ETF-Portfolio enthält ETFs auf bekannte deutsche Indizes ebenso wie ETFs mit Fokus auf Nischen-Themen. ETFs auf MSCI World und MSCI Emerging Markets fehlen gleichfalls nicht.

Vanguard

Die Vanguard Group ist ein bekannter Finanzdienstleister mit Sitz in den USA. Vanguard ETFs werden seit 2017 in Deutschland angeboten. In die meisten Indexfonds kann über einen ETF-Sparplan investiert werden.

Xtrackers

Die DWS Tochtergesellschaft Xtrackers mit Sitz in Luxemburg bietet ETFs seit 2007 an. Xtrackers ETF gehört mit mehr als 220 ETFs zu den führenden Anbietern in Europa. In Xtrackers Aktien ETFs werden mehr als 100 Milliarden Euro und in Anleihe-ETFs über 22 Milliarden Euro Vermögen verwaltet. Die DWS Group war bis 2018 eine Tochter der Deutschen Bank, seitdem ist das Unternehmen börsennotiert, wobei die Deutsche Bank nach wie vor den Großteil der Aktien besitzt. Die Abkürzung DWS stand ursprünglich für Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen.

Deutsche ETF Broker: Ab 0 Euro in ETFs investieren

Die meisten von Deutschlands Online-Brokern sind auf Anlagetrends eingestellt. ETFs nehmen in ihren Handelsangeboten eine große Rolle ein. Mehr als 1.800 börsengehandelte Indexfonds (ETFs) stehen deutschen Anlegern zum günstigen Investieren bereit. Die meisten davon lassen sich als ETF-Sparplan einrichten. Bei den besten Brokern kosten ETF-Orders und ETF-Sparplanraten 0 Euro.

Scalable Capital, flatex, JustTRADE, Trade Republic und Smartbroker bieten ein umfangreiches ETF-Angebot und bis zu 1.450 kostenlose ETF-Sparpläne. Zum Handelsangebot von Smartbroker gehören neben ETFs auch Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate und Optionsscheine.

Alternativen zu den besten deutschen ETFs

Eine naheliegende Alternative zu deutschen ETFs sind ETFs auf den gesamten europäischen Aktienmarkt. Zu den prominentesten Indizes in diesem Bereich gehört EURO STOXX 50. Dieser besteht aus den 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone. Alternativ eignet sich auch der STOXX Europe 50, der auch europäische Aktiengesellschaften außerhalb der Eurozone abdeckt. Der EURO STOXX 50 wird als Kursindex und Performanceindex berechnet. Typischerweise ist der Kursindex gemeint.

Breiter aufgestellt mit europäischen ETFs

Mit europäischen ETFs können Sie breiter aufgestellt in Europa investieren. Neben deutschen Unternehmen sind in diesen ETFs auch Unternehmen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden etc. enthalten. Da unsere europäischen Nachbarn zum Teil andere wirtschaftliche Schwerpunkte haben und sich Deutschland auf Exporte verlässt, ist es sinnvoll, Ihr Portfolio zu erweitern. Hinzu kommt, dass die Wirtschaft vieler Länder wie Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark ähnlich stabil ist wie die Wirtschaft in Deutschland. Dadurch sind die in den ETFs enthaltenen Unternehmen relativ stabil und bieten Ihnen als Anleger Sicherheit.

Der wichtigste Index ist hier der EURO STOXX 50.

Wir nennen einige interessante ETFs.

Amundi EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF D-EUR

WKNISINTERAUMA/TTD
798328
FR0007054358
0.20%
2.456
🔄
-0.32%

Der EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF D-EUR von Amundi (bis 2022 Lyxor) bildet den EURO STOXX 50 ab. Der ETF wurde am 19. Februar 2001 aufgelegt und verwaltet rund 3,7 Milliarden EUR. Die Erträge im ETF werden thesauriert, also direkt neu angelegt und nicht ausgeschüttet. Der Fonds bildet seine Basis physisch nach. Mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) von 0,2 % ist der ETF relativ günstig.

In den zurückliegenden zwölf Monaten erwirtschaftete der Fonds eine Rendite in Höhe von 20,9 %. Der Wertzuwachs liegt damit über dem des Euro Stoxx 50 von 18,7 %. Das allerdings ist nicht verwunderlich, da Dividenden beim Euro Stoxx 50 nicht berücksichtigt werden, sie im ETF dagegen wieder angelegt wurden.

Performance Benchmark 3 Jahre-11,76 %
Performance ETF 3 Jahre-4,18 %
AusschüttungsmodusAusschüttend
ReplikationsmethodeDirekte physische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,20 %

Quelle: Lyxor EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF D-EUR

Der günstigste Broker für diesen ETF ist die Consorsbank.

iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF (DE)

WKNISINTERAUMA/TTD
593395
DE0005933956
0.10%
4.780
☑️ 3.42%
-0.64%

Der iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF (DE) ist eine Alternative für Investitionen in den EURO STOXX 50. Den ETF gibt es bereits seit dem 20. Dezember 2000. Die Fondsgesellschaft verwaltet im Januar 2022 ein Vermögen in Höhe von rund 6,0 Milliarden EUR. Dabei wird die Basis physisch nachgebildet. Im Gegensatz zum oben vorgestellten ETF von Amundi werden Dividenden hier aber ausgeschüttet. Das ist für viele Anlegende ein Nachteil, dafür sind die Gebühren mit 0,1 Prozent niedriger.

Da Erträge ausgeschüttet wurden, bleibt die Entwicklung mit 17,5 Prozent hinter der des Konkurrenten zurück. Sie ist auch etwas niedriger als die des Vergleichsindex von 18,7 Prozent, was durch die Kosten und den Tracking Error zu erklären ist.

Performance Benchmark 3 Jahre26,83 %
Performance ETF 3 Jahre28,33 %
AusschüttungsmodusThesaurierend
ReplikationsmethodePhysische Replikation
Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER)0,10 %
(Stand: 06/2021)

Quelle: iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF (DE)

LYNX, BANX und flatex ermöglichen den Kauf über Xetra zu günstigen Konditionen. Wir empfehlen Ihnen flatex als Broker für diesen ETF, da er der günstigste Broker ist.

Amerikanische ETFs und der MSCI-World als Alternativen zu deutschen ETFs

Investments in den amerikanischen Aktienmarkt bieten Ihnen als Anleger gute Perspektiven, wie wir in unserem Artikel zum US-amerikanischen Aktienmarkt genauer erklären. Auch zu Zeiten der Corona-Krise und danach haben amerikanische Tech-Giganten wie Amazon oder Microsoft die Nase vorn – oder zumindest überstehen sie die Krise augenscheinlich einfacher als andere Wirtschaftszweige.

Statistik des Umsatzes von Amazon von 2007 bis zum ersten Quartal 2020

Der Tech-Gigant Amazon hat sich im ersten Quartal trotz – oder gerade wegen – der Corona-Krise gut gehalten. (Grafik: de.statista.com)

Zur US-Wirtschaft gehören zahlreiche innovative Unternehmen. Neben den „Big Techs“ der ersten Reihe gibt es auch immer wieder neue, aufstrebende Firmen mit großem Wachstumspotential.

Investitionen in den amerikanischen Aktienmarkt sind über zahlreiche ETFs möglich. Viele ETFs beziehen sich dabei auf MSCI Indizes. MSCI ist ein bekannter Indexprovider. Zu den bekanntesten Indizes gehört der MSCI World, den wir Ihnen in unserem Artikel über die besten MSCI World ETFs ausführlicher erklären. Der MSCI World bildet mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern ab. Rund 65 % des Indexgewichts entfällt auf die USA. Der MSCI ermöglicht somit ein Investment in den US-Aktienmarkt. Rund 16 % des Indexgewichts entfällt auf die zehn größten Einzelwerte. Darunter finden sich Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet. Mehr als 19 % des MSCI World entfallen auf Unternehmen der Informationstechnologie.

Wenn Sie ganz ohne Beimischung aus anderen Ländern in den US-Aktienmarkt investieren möchten, ist der MSCI USA Index eine mögliche Option. Dieser enthält 636 Aktien aus den USA. Diese decken MSCI zufolge 85 % der frei umlaufenden Marktkapitalisierung des Landes ab.

CFDs auf deutsche ETFs statt ETFs direkt kaufen

Für langfristige Investitionen sind ETFs sehr gut geeignet, vor allem wenn sie physisch repliziert sind. Das bedeutet, dass der Fonds die Wertpapiere, die er abbildet, auch tatsächlich kauft. Im Fall einer Insolvenz der Fondsgesellschaft dienen diese Papiere als Sicherheit.

Allerdings sind die Kosten für den Kauf und den Verkauf von ETFs auch höher, außerdem kann die Abwicklung einer solchen Transaktion etwas dauern. Für Trader, die Wertpapiere oft nur wenige Stunden halten, sind deshalb andere Instrumente besser geeignet, beispielsweise CFDs.

Bei diesen Papieren handelt es sich um Derivate, ihr Wert orientiert sich an dem eines Basiswertes, beispielsweise des DAX. Die Wertentwicklung eines CFDs auf den wichtigsten deutschen Aktienindex entspricht also der des Index selbst, allerdings…

  • lässt sich ein CFD schneller kaufen,
  • ist der Kauf meistens billiger,
  • lässt sich auf fallende Kurse setzen und
  • wird mit einem Hebel gehandelt.

Vor allem der Hebel ist für viele Trader sehr attraktiv. Denn wer beispielsweise beim Broker eToro CFDs auf den DAX im Wert von 1.000 Euro kauft, muss nur 50 Euro wirklich hinterlegen. Das bedeutet, dass mit 50 Euro die gleichen Gewinne und Verluste erzielt werden wie mit 1.000 Euro.

eToro Screenshot

Als Basiswert für CFDs können einzelne Aktien oder auch Aktienindizes dienen.

Einziger Nachteil ist, dass Gebühren anfallen, wenn ein Papier über Nacht gehalten wird. Damit sollen die Kosten für den Hebel gedeckt werden, denn es handelt sich dabei quasi um einen Kredit. Wegen der aktuell niedrigen Zinsen berechnet der Broker eToro allerdings aktuell (Stand: 07/2020) nur Zinsen in Höhe von 0,0075 Prozent pro Tag. Im Jahr fallen so – einschließlich Zinseszinsen – Kosten in Höhe von 2,8 Prozent an.

Mittlerweile bieten auch viele Aktienbroker wie flatex, die Consorsbank oder S Broker CFDs an. Wir raten allerdings dazu, die Investition von der Spekulation klar zu trennen. Außerdem bieten Anbieter wie eToro meistens günstigere Konditionen. Hinzu kommt die Trading Community bei eToro, in der sich die Händler austauschen und teilweise auch die Handlungen anderer Marktteilnehmer beobachten können.

eToro bietet auch mehrere CFDs auf deutsche ETFs und Indizes. Hinter der Bezeichnung GER30 verbirgt sich der DAX 30. Daneben wird ein CFD auf einen ETF angeboten, der den MSCI Germany nachbildet.

FAQs zu den besten deutschen ETFs

Welcher Deutschland ETF bzw. DAX ETF ist der beste?

Der beste Deutschland ETF und unsere ETF Deutschland Empfehlung bezogen auf die Rendite der letzten 12 Monate ist zum 31.05.21 der Lyxor Core DAX (DR) UCITS ETF - WKN ETF001 (32,43%), Xtrackers DAX UCITS ETF 1C - WKN DBX1DA (32,39 %) und der Xtrackers DAX UCITS ETF Income 1D - WKN DBX0NH (32,38 %).

Was sind die besten ETFs?

Die besten ETFs zeichnen sich durch Stabilität und Diversifikation aus. In Relation zum Vergleichsindex ist der Xtrackers Germany Mittelstand und MidCAP UCITS ETF zu erwähnen, der etwas besser abschnitt als der Vergleichsindex.

Wann sollte man ETFs am besten kaufen?

Der beste Zeitpunkt, um ETFs zu kaufen, ist natürlich, wenn die Preise relativ günstig sind. Die Corona-Krise kann ein guter Einstieg sein, gerade für ETFs auf Branchen, die sich bald wieder erholen. Der deutsche Aktienmarkt weist hier Stärken auf.

Wie finde ich den besten ETF?

Um den besten ETF zu finden, kommen Sie um etwas Recherche nicht herum. Wichtig zu beachten ist unter anderem das Fondsvolumen, denn erst ab einem Volumen von 100 Millionen Euro sind ETFs vergleichsweise sicher. Darum haben wir unsere besten deutschen ETFs für Sie nach dem Fondsvolumen ausgesucht.

Sind ETFs besser als Aktien?

ETFs ermöglichen Ihnen bei geringen Kosten eine breite Diversifikation. Um diese Diversifikation mit einzelnen Aktien zu erreichen, müssen Sie sehr viele Titel kaufen. Dies würde sich in höheren Traktionskosten niederschlagen.

Was muss man bei ETFs bei der Steuer beachten?

Wenn Sie Ihr Depot bei einem deutschen Broker führen, führt dieser automatisch fällige Abgeltungssteuern ab. Diese betrifft realisierte Kursgewinne genauso wie Dividenden. Achten Sie darauf, ob ein ETF Erträge thesauriert oder an die Anleger ausschüttet. Thesaurierende ETFs sind steuerlich etwas günstiger. Weitere Informationen zur Besteuerung von Aktien und ETFs lesen Sie in unserem Artikel über die Besteuerung von Aktien.

Wie sicher sind ETFs?

ETFs auf den Aktienmarkt bergen das volle Marktpreisrisiko des Aktienmarktes. Fällt dieser im Zuge einer Krise zum Beispiel um 40 Prozent, gilt dies auch für viele ETFs. Damit gehen allerdings auch attraktive Renditechancen einher. Ein großer Vorteil von börsengehandelten Indexfonds besteht darin, dass es kein Emittentenrisiko bei ETFs gibt, da diese dem Sondervermögen zurechnet werden.

Wie viel Geld soll ich in deutsche ETFs investieren? 

Grundsätzlich investieren die meisten Anleger zu viel Geld in den heimischen Aktienmarkt. Mindestens zwei Drittel des Guthabens sollten international angelegt werden.

Fazit

Deutsche ETFs - interessante Investition zur Depotbeimischung

Der deutsche Aktienmarkt lässt sich problemlos über ETFs abbilden. Günstige Indexfonds gibt es für DAX, MDAX, SDAX und weitere bekannte Indizes. Durch die Auswahl eines geeigneten ETFs realisieren Sie günstige Kosten und bezogen auf den deutschen Aktienmarkt gute Diversifikation. Es spricht jedoch nichts dagegen, auch in internationale Aktienmärkte zu investieren. Sollten Sie den Einstieg in Schwellenländer scheuen, eignen sich ETFs auf europäische und US-amerikanische Aktien.

Thomas Detlef Bär schreibt seit mehr als zehn Jahren über Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Bereits vor dieser Zeit galt sein Interesse dem Aktienmarkt. Seine Erfahrungen hat er in vielen Ratgebern niedergeschrieben und in Onlinemedien veröffentlicht. Thomas hat Betriebswirtschaft studiert und nach Abschluss seines Studium mehrere Jahre als Ökonom in einem ostdeutschen Automobilbetrieb gearbeitet. In den 1990er Jahren startete er als freiberuflicher Versicherungs- und Vermögensberater. 2009 begann er Ratgeber für das bekannte Portal helpster.de zu verfassen. Seitdem veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf zahlreichen Finanz-Portalen, darunter mikrokredit24.net, gevestor.de, onlinebanken.com. Seit 2020 schreibt er bei Aktien.net über Themen rund um den Aktienmarkt.

Weitere Artikel von Thomas Detlef Bär