Welche sind die besten deutschen ETFs? – ein Überblick

Das Wichtigste in Kürze
Es muss nicht immer ein DAX-ETF sein. Wer sich auf die Suche nach dem besten deutschen ETF macht, sollte auch in die zweite Reihe schauen. Außerdem gibt es außer der DAX-Familie noch weitere Indizes. Wir haben drei gute ETFs gefunden.


In Deutschland investieren?

Deutschland ist nach wie vor einer der größten und wichtigsten Wirtschaftsräume der Welt. Deutsche Aktien gehören deshalb auf jeden Fall mit ins Depot. Allerdings sollte sich eine Strategie nicht alleine auf den Heimatmarkt stützen. Wer sich nur einen einzigen ETF ins Depot legen will, sollte einen Blick in unseren Beitrag Die besten MSCI World ETFs werfen.

Die drei besten deutschen ETFs

Wir haben drei gute deutsche ETFs ausgesucht. Genauer gesagt drei Fonds, die in deutsche Aktien investieren. Das muss nicht bedeuten, dass dort auch das Fondsdomizil ist. Einen DAX-ETF haben wir bewusst nicht aufgenommen, wer sich dafür interessiert sollte einen Blick in unseren Beitrag „Die besten DAX ETFs“ werfen.

ComStage F.A.Z. Index UCITS ETF – ISIN LU0650624025, WKN ETF006

Bevor der DAX 1988 ins Leben gerufen wurde, war der Index der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das wichtigste Börsenbarometer. Heute ist er kaum noch bekannt, hat gegenüber seinem bekannteren Vetter aber einen großen Vorteil: Er bildet 100 statt nur 30 Werte ab.

Der ETF von ComStage auf den Index bietet noch einen weiteren Pluspunkt: Mit einer Gesamtkostenquote von 0,15 Prozent ist er einer der günstigsten Fonds auf deutsche Aktien. Aktuell ist er auch der einzige, der den FAZ-Index abbildet. Die Replikation erfolgt physisch, der Fonds besitzt also wirklich die im Index enthaltenen Aktien.

Gewinne werden thesauriert, also wieder angelegt. Das hat zur Folge, dass sich der Fonds sogar besser entwickelt als der zugrunde liegende Index. Der FAZ-Index ist nämlich ein reiner Kursindex, Dividenden und andere Ausschüttungen werden nicht berücksichtigt. Dadurch entwickelt sich der Index meist etwas schlechter als der DAX, weil ETF die Gewinne aber wieder anlegt entsteht Anlegern dadurch kein Nachteil.

iShares TecDAX UCITS ETF (DE) -ISINDE0005933972,WKN593397

Der TecDAX umfasst die Technologiewerte des DAX. In der Vergangenheit hat er sich oft besonders positiv entwickelt. Dauerhaft garantiert ist das natürlich nicht, gerade in einer Krise sind Technologiewerte oft besonders betroffen, während Aktien von Energieversorgern, Nahrungsmittel- oder Konsumgüterherstellern stabiler bleiben.

Seit der DAX-Reform 2018 werden Technologiewerte jetzt zusätzlich zum TecDAX auch in den anderen Indizes der DAX-Familie notiert. Allerdings bleibt der TecDAX weiter bestehen und ist für risikobewusste Investoren sehr interessant.

Zum Beispiel mit dem iShares TecDAX UCITS ETF. Dabei handelt es sich um einen thesaurierenden, den Index vollständig physisch replizierenden Fonds. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,51 Prozent.

Deka DAXplus Maximum Dividend UCITS ETF – ISIN DE000ETFL235, WKN ETFL23

Dividendenstarke Titel stehen beim Deka DAXplus Maximum Dividend UCITS ETF im Vordergrund. Der Basisindex enthält 20 dividendenstarke Werte aus Deutschland. Die Gesamtkostenquote liegt mit 0,30 Prozent vergleichsweise niedrig. Außerdem wird auch hier der Index physisch repliziert, die Fondsgesellschaft kauft also tatsächlich die im Index enthaltenen Aktien. Mit der Fondstochter der Sparkassen handelt es sich übrigens um einen etablierten und bekannten Partner.

Eine Besonderheit ist die quartalsweise Ausschüttung. Dividenden werden nämlich nicht wieder angelegt, sondern ausgezahlt. Das ist vor allem dann attraktiv, wenn man aus seinem Vermögen ein regelmäßiges Zusatzeinkommen beziehen will.

Wo kaufen?

Für die ETFs auf den FAZ-Index und den TecDAX bietet die Berliner DKB Bank einen kostenlosen Sparplan. Hinter der DKB steht mit der Bayerischen Landesbank ein öffentlich-rechtliches Geldhaus, weshalb Guthaben auch über die Einlagensicherung der öffentlichen Banken geschützt sind.

Außerdem bietet die DKB ein breites Angebot an Bankdienstleistungen. Wer will, kann hier ein kostenloses Girokonto einrichten und deutschlandweit an fast allen Automaten kostenlos mit der VISA-Karte Geld abheben.

Den Dividenden-ETF hat die DKB nicht im Sortiment, allerdings bietet sich ein ausschüttender ETF auch nur begrenzt für den Vermögensaufbau an. Schließlich sollen Dividenden dann meist wieder angelegt werden. Zielgruppe sind für diesen Fonds eher Erben oder Anleger, die beruflich weniger zurückstecken wollen und mit dem Geld den Einkommensausfall etwas dämpfen wollen.

Wer aber trotzdem einen Sparplan für einen ausschüttenden Fonds wünscht, der kann den Deka-ETF ebenso wie jenen auf den FAZ-Index kostenlos bei der Sparkassentochter SBroker kaufen.

Fazit

Es muss nicht immer der DAX sein. Mit einem ETF auf den FAZ-Index lässt sich das Geld weiter streuen, bei sehr niedrigen Gebühren. Für risikobereite Investoren ist ein ETF auf den TecDAX interessant. Für beide lässt sich bei der DKB Bank ein kostenloser Sparplan abschließen. Wer eine regelmäßige Auszahlung wünscht, der trifft mit dem ausschüttenden Deka DAXplus Maximum Dividend eine gute Wahl.

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