US Aktien Empfehlung 2023: Diese Aktien haben Potential

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analysierte investments
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Investments
stunden investiert
23
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investiert
stunden recherchiert
18
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
9
Ausführliche
Analysen

US Aktien - Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

  • Legen Sie fest, welchen Anteil Sie in US-Aktien investieren. Bedenken Sie dabei, dass viele internationale Indizes wie der MSCI World vor allem US-Aktien enthalten.
  • Suchen Sie passende Aktien und ETFs.
  • Wählen Sie einen Online-Broker, bei dem die Aktien gekauft werden können.
  • Kaufen und verkaufen Sie Aktien und ETFs.

 

Auf der Suche nach dem passenden Depotanbieter? Aktien.net empfiehlt:

Top-US-Aktienunternehmen aus Dow Jones & NASDAQ Index

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A14Y6F
US02079K3059
1,14
1.121.332
0.2375%
0
865985
US0378331005
2,91
2.201.363
0.2531%
0.0066
A0F602
US57636Q1040
1,19
306.100
0.4522%
0.0062
A1CX3T
US88160R1014
1,76
655.138
0.1495%
0
552484
US64110L1061
1,91
116.057
0.1603%
0

 

Inhaltsverzeichnis

broker vergleich

US Aktien Empfehlung 2022: Mit Wachstumsaktien zu höheren Renditen

Seit der Jahrtausendwende hängen die US-Indizes ihre europäischen Brüder und Schwestern beständig ab. Schon das Platzen der New Economy Blase zu Beginn des Jahrtausends verkrafteten die US-Aktien besser. Während der Dow Jones schon im Jahr 2006 wieder die Höchststände des Jahres 1999 übertraf, erreichte der DAX Kursindex erst 2015 die alte Rekordmarke. Dass auch deutsche Aktionär*innen in der Zwischenzeit viel Geld verdienten, lag nur an den Dividenden. Die haben aber auch Inhaber*innen von US-Aktien erhalten.

Weil sowohl Dow Jones als auch NASDAQ 100 reine Kursindizes sind, der DAX dagegen Dividenden und andere Ausschüttungen mitberücksichtigt, sollte man zum Vergleich statt des üblicherweise betrachteten Performance-DAX (meist nur als DAX oder DAX 30 bezeichnet) den Kurs-DAX heranziehen.

Veränderungen in Prozent1 Jahr5 Jahre 10 Jahre 20 Jahre
DAX (Kursindex)17,634,160,549,4
NASDAQ 10038,2219,9523,0763,6
Dow Jones29,787,3178,0228,0
DAX (mit Dividenden und anderen Zahlungen)20,754,4115,2166,0

Seit 2009 haben sich der NASDAQ 100 und DAX noch stärker auseinander entwickelt. Zwar hat der DAX Kursindex seinen Wert seitdem nahezu verdreifacht, der NASDAQ 100 aber stieg um das 12-fache. Von Anfang 2012 bis Anfang 2022 stieg der NASDAQ um rund 560 Prozent, der DAX Kursindex dagegen um rund 90 Prozent.

Selbst der Dividenden mit einschließende Performance-DAX (üblicherweise nur als DAX bezeichnete Index) blieb hinter den beiden US-Indizes zurück. Vor allem der NASDAQ 100 mit seinen Tech-Schwergewichten wie Alphabet (Google), Amazon und Facebook hat die deutsche Konkurrenz bereits abgehängt.

Warum ist der US-Markt den anderen voraus?

  • Das Wirtschaftswachstum in den USA ist stärker als bei anderen entwickelten Industrie-Ländern. Ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum erzielten in der Vergangenheit nur einige Schwellenländer bzw. Emerging Markets.
  • Die Zusammensetzung des US-Marktes hat sich von Value Aktien zu Wachstumsaktien verschoben. Seit 2008 ist Wachstum weit wichtiger als Value.
  • Der US-Markt umfasst mehr Wachstumsaktien als andere Märkte. Vor allem „Big Tech“ wie Amazon, Apple und Alphabet haben zum Kursplus des NASDAQ 100 beigetragen. Im Dax Index finden sich vorwiegend Unternehmen aus der Chemie- und Autobranche und mit SAP und Infineon nur zwei echte Wachstumswerte.
  • Die weniger strenge Regulierung und laxere Kartellgesetze führen in den USA zu weniger Konkurrenz. Das zeigt sich vor allem im Finanzbereich. Deutsche Banken leiden unter zahlreichen Auflagen. Nicht primär gewinnorientierte Sparkassen und Genossenschaftsbanken verschärften den Wettbewerb zusätzlich – zur Freude der Kundschaft, aber zum Leid der Inhaber*innen. Die US-Konkurrenz macht derweil hohe Gewinne.

US Aktien Empfehlungen 2022: Top-US-Unternehmen mit Potenzial

Auch in den USA haben sich nicht alle Aktien vorteilhaft entwickelt. Wir möchten deshalb fünf US-Aktien mit Potenzial vorstellen. Viele haben sich in der Vergangenheit gut entwickelt. Prognosen besagen, dass sie noch weiter wachsen werden. Die vorgestellten US Aktien wurden nach den Kriterien Quality Investing, Value Investing und defensive Ausrichtung ausgewählt.

Selbstverständlich können wir damit keine Anlageberatung bieten, sondern lediglich Ideen liefern.

Amazon: Platzhirsch mit weiterhin guten Aussichten

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
906866
US0231351067
4,43
928.151
0.0226%
0

Die Amazon Aktie ist im letzten Jahr um 87 Prozent und in den letzten fünf Jahren um insgesamt 513 Prozent gestiegen. Dies ist auf eine Reihe von Gewinnsteigerungen, das Wachstum der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS), den durchschlagenden Absatz von Alexa-fähigen Geräten sowie die wachsende Beliebtheit der Amazon.com-Plattform und der Prime-Mitgliedschaft zurückzuführen. Trotz dieses unglaublichen Wachstums, von dem viele Anleger*innen profitiert haben, hat Amazon nach wie vor noch viel Wachstumspotenzial.

Keine Dividende, aber hohe Gewinne

Anstatt Kapital an die Aktionäre zurückzugeben, investiert Amazon seinen Cashflow wieder in das Unternehmen. Dass Amazon keine Dividende ausschüttet, hat den Anleger*innen sicherlich nicht geschadet, da Amazon einen erstklassigen Wachstumswert hat. In den letzten zehn Jahren erzielte die Amazon-Aktie im Schnitt eine Rendite von über 30 Prozent pro Jahr. Für Einkommensanleger*innen ist Amazon aufgrund der fehlenden Dividendenzahlung möglicherweise keine attraktive Option.

Marktdominanz gegen zunehmenden klein E-Commerce

Zu den größten Risikofaktoren oder Nachteilen, die mit einer Investition in Amazon-Aktien verbunden sind, gehören der unerwartet starke Wettbewerb im E-Commerce und die Herausforderungen, die mit der Expansion in neue Regionen und neue Produktkategorien verbunden sind. Die wichtigsten Vorteile für Amazon sind die Preissetzungsmacht des Unternehmens in Bezug auf seine Prime-Mitgliedschaft, ein günstigerer Umsatzmix und eine schrittweise Verringerung der Investitionsausgaben in der Zukunft. Hintergrund: Amazon wurde am 5. Juli 1994 von Jeff Bezos, welcher bis 2021 den Posten des CEO innehatte, in seiner Garage in Bellevue, Washington, gegründet und hat sich seitdem von einem Online-Marktplatz für Bücher zum größten Online-Händler in den USA entwickelt. Das Unternehmen besticht durch sein großes Sortiment und wird nicht umsonst oft The Everthing Store genannt. Trotz des Rücktritts von Bezos im Jahr 2021 läuft das Unternehmen auf vollen Touren und hat bessere Wachstumsaussichten als die meisten Unternehmen. Ein Muss für das Portfolio von jedem langfristigen Anleger und jeder Anlegerin.

US-Versicherungsriese: The Travelers Companies, Inc.

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A0MLX4
US89417E1091
1,47
42.900
0.0926%
0.0203

Die Versicherungsbranche hat in diesem Jahr Höhen und Tiefen erlebt, so auch eines ihrer wichtigsten Unternehmen: The Travelers Companies, ein Branchenführer und wichtiger Anbieter von Schaden- und Unfallversicherungen für Auto, Haus und Unternehmen.

Stabile Dividende trotz durchwachsenem Jahr

Mit Blick auf das Gesamtjahr erwarten Analysten einen Gewinn von 13,50 US-Dollar pro Aktie und einen Umsatz von 36,51 Milliarden US-Dollar. Diese Summen würden Veränderungen von -3,16 Prozent bzw. +5,37 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Die vierteljährliche Dividende betrug zuletzt 0,93 US-Dollar, was einer jährlichen Dividende von 2,14 Prozent entspricht.

Klimawandel als Chance und Risiko

Die Rentabilität in der Schaden- und Unfallversicherung wird weitgehend von der Höhe der Unwetter- und Katastrophenschäden bestimmt. Die Versicherungsdeckungsquote lag 2020 bei etwa 45 Prozent der weltweiten Katastrophenschäden und damit höher als der 10-Jahres-Durchschnitt von 37 Prozent. Der Klimawandel sorgt weiterhin für Unsicherheit, da Brände und Wirbelstürme aufgrund der veränderten Umweltbedingungen intensiver und häufiger werden. Das breite Produktportfolio mit Deckungen in neun Sparten sollte Travelers weiterhin dabei helfen, ein hohes Maß an Selbstbehalt aufrechtzuerhalten, die Preisgestaltung zu verbessern und das Neugeschäft zu steigern. Ein neues, aktives Katastrophenrückversicherungsprogramm unterstützt die Absorption von Verlusten, die aus Katastrophen resultieren.

Geringe Margen und fallender Kurs

TRV ist eines der größten Versicherungsunternehmen weltweit und gehörte im vergangenen Jahr zu den am meisten beachteten Unternehmen der Welt. Seine Gewinnspannen sind jedoch niedriger als die seiner Branchenkollegen, was besorgniserregend ist. Analysten gehen zwar davon aus, dass die Einnahmen von TRV in den kommenden Quartalen stabil wachsen werden, doch wird sich dieses Wachstum wahrscheinlich nicht in einer angemessenen Verbesserung des Ergebnisses niederschlagen. Hintergrund: Die Travelers Insurance Company wurde 1864 von James Batterson, einem Steinmetz, gegründet. In diesem Jahr verkaufte sie die erste Unfallversicherung in den Vereinigten Staaten, und 1865 begann sie mit dem Verkauf von Lebensversicherungen. In den 1990er Jahren kam es bei Travelers zu einer Reihe von Fusionen und Übernahmen. Die Aktie in ihrer heutigen Form ist seit 2004 im Down Jones gelistet. Aufgrund der geringen Profitmargen und des zunehmenden Risikos durch Umweltkatastrophen ist ein Kauf momentan sehr riskant. Das momentane Tief bietet gleichzeitig die Chance, die Aktie günstig zu erhalten.

Defensive US-Aktien mit hoher Dividende: Coca Cola

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
850663
US1912161007
3,36
256.270
0.2344%
0.0297

Der Getränkekonzern The Coca-Cola Company ist dank seiner Spitzenposition auf dem Markt und seiner ständig steigenden Dividenden seit langer Zeit beliebt bei vielen Anleger*innen.

Durch Marketing zurück aus der Vertiefung

Die Aktie hat sich seit dem Börsengang im Jahr 1919 mit einer Wertsteigerung von fast 6.000 Prozent zwar gut entwickelt, jedoch in den letzten zehn Jahren stark nachgelassen. In dem Bestreben, gestärkt aus der Pandemie hervorzugehen, verdoppelte Coca-Cola im zweiten Quartal 2021 seine Marketingausgaben im Vergleich zum Vorjahr. Mit positiven Ergebnissen: Das Unternehmen erholte sich nicht nur von dem pandemiegeschädigten Vorjahresquartal, sondern konnte auch einen höheren Umsatz und Gewinn als im zweiten Quartal 2019 erwirtschaften. Und schlägt damit nach mageren Jahren erstmals wieder einen Aufwärtstrend ein. Den Anstieg der Nettoeinnahmen um 42 Prozent auf 10,1 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2021 führen Analysten teilweise auch auf die anhaltende Erholung in den Märkten zurück, in denen die Pandemie nachlässt.

Marktführer und Starkes Markenimage

Coca-Cola ist seit Jahren die Nummer Eins in der Getränkeindustrie ist. Das berühmte Logo von Coca-Cola wird laut Studien von knapp 94 Prozent der Weltbevölkerung erkannt, welche zudem täglich 1,9 Milliarden Portionen der Getränke des Unternehmens konsumieren. Diese hohe Bekanntheit verhilft Coca-Cola zu einem guten Markenimage und verleiht dem Unternehmen eine große Preissetzungsmacht gegenüber kleineren Mitbewerbern.

Gesunder Lebensstil als Risiko

Die vielleicht größte Sorge der Anleger*innen ist die Tatsache, dass sich die Menschen immer mehr von Limonade abwenden. Die jüngsten Ergebnisberichte von Coca-Cola belegen, dass die Menschen weniger zuckerhaltige Getränke kaufen. Viele Analysten glauben, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Hintergrund: Die Coca-Cola Company ist ein amerikanischer, multinationaler Getränkekonzern, der vor allem als Hersteller von Coca-Cola bekannt ist. Das zuckerhaltige Getränk wurde 1886 von dem Pharmazeuten John Stith Pemberton erfunden. Die Coca-Cola Company produziert, vertreibt und vermarktet zudem auch andere alkoholfreie Getränkekonzentrate und Sirupe sowie alkoholische Getränke. Das Unternehmen hat mit zu viel Gegenwind zu kämpfen und die Unsicherheit in der Getränkeindustrie verheißt nichts Gutes für die Aktie in den nächsten Jahren. Ob der Aufwärtstrend gegen Konkurrenten wie Pepsi bestehen kann, bleibt abzuwarten.

Steigende Benutzerzahlen beflügeln die Facebook Aktie

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A1JWVX
US30303M1027
2,05
240.734
0.2441%
0

Mit fast 3 Milliarden monatlich aktiven Nutzer*innen ist Meta (früher Facebook) das größte traditionelle Social-Media-Unternehmen der Welt. Mit seinen Oculus-Headsets nimmt es auch eine führende Position auf dem Markt für Virtual-Reality-Hardware ein. Das Unternehmen hat seine Marktstellung in den letzten Jahren durch den Kauf von Firmen wie WhatsApp, Instagram und das bereit erwähnte Oculus gefestigt.

Mit starken Zahlen durch die Pandemie

Meta war einer der Hauptprofiteure der Pandemie, in der Menschen zunehmend mehr Zeit im Internet verbrachten. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf mehr als 29 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn um 17 Prozent auf fast 9,2 Milliarden US-Dollar zugenommen hat. Eine große Rolle wird das angekündigte Metaversum in der Zukunft spielen. Dieses könnte laut vielen Experten die Zukunft der gesellschaftlichen Interaktion maßgeblich beeinflussen und die Meta-Aktien in die Höhe schießen lassen.

Apple und TikTok als Gegenspieler

Eine kürzlich vorgenommene Änderung im mobilen Betriebssystem IOS von Apple ermöglicht es Nutzer*innen, sich gegen die Verfolgung ihrer Online-Aktivitäten zu entscheiden, was sich nachteilig auf das Werbegeschäft von Facebook ausgewirkt hat. Diese Änderungen an Apples Betriebssystem ist nicht die einzige Bedrohung für Meta. Der iMessage-Dienst wird immer beliebter und ist damit ein ernstzunehmender Konkurrent für Facebook Messenger und WhatsApp. Auch der chinesische TikTok-Konzern macht Meta und besonders Instagram das Leben schwer. „Den effektivsten Konkurrenten, den wir je hatten“, so bezeichnete selbst Mark Zuckerberg die Video-Sharing-App in einer Telefonkonferenz. Hintergrund: Die mittlerweile bereits verfilmte Geschichte von Facebook ist beinahe jedem bekannt: Der brillante junge Harvard-Student Mark Zuckerberg kreiert im Februar 2004 in seinem Studentenwohnheim eine Website, auf die nur Studenten der Ivy League Zugriff hatten. Bis 2007 wurde Facebook schon mit 15 Milliarden Dollar bewertet. Als das Unternehmen im Mai 2012 zu einem Preis von 38 Dollar pro Aktie an die Börse ging, war es sagenhafte 104 Milliarden Dollar wert. Für Anleger*innen, die in das Metaverse-Konzept investieren wollen, ist Meta eine erstklassige Option. Sie sollten jedoch Geduld mitbringen, da es bis zur Marktreife noch dauern könnte.

Microsoft Aktie: Tech-Wert langfristig ein Gewinner an der Börse

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
870747
US5949181045
1,89
1.650.345
0.3437%
0.0127

Microsoft ist ein Gigant im Technologiesektor mit einer mehr als 40-jährigen Geschichte. Die Chancen stehen gut, dass Sie im letzten Jahr ein Microsoft-Produkt verwendet haben. Vielleicht nutzen Sie ein Microsoft-Produkt sogar zum Lesen dieses Beitrags.

Breit aufgestellt – Windows, Xbox & Co

Microsoft ist heute in viel mehr Bereichen aktiv als nur PCs. Das Cloud-Computing-System Azure ist ein Verkaufsschlager und vor kurzem hat das Unternehmen zudem die Programmierer-Netzwerkseite GitHub übernommen. Gleichzeitig verkauft das Unternehmen nach wie vor Windows-, Office- und Xbox-Produkte.

Lukrative Verträge und stabile Dividenden

Erst vor kurzem schloss Microsoft einen 10-Milliarden-Dollar-Cloud-Vertrag mit dem Pentagon, bei dem Microsoft-Software gegenüber Amazon und dessen Amazon Web Services (AWS) den Vorzug erhielt. Gleichzeitig ist die Firma seit Jahren ein Dividendenkönig und konnte die vierteljährlichen Auszahlungen sogar im Corona-Jahr 2020 von 0,51 US-Dollar auf 0,56 US-Dollar erhöhen.

KGV auf dem Abwärtstrend

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), hat dieses Jahr stagniert und bewegt sich im Bereich von 37, was weit unter dem Höchststand von 60 zu Beginn des Jahres 2018 liegt. Dennoch sehen die Anleger*innen ein gewisses Wachstum, wenn auch nicht so stark wie in den Vorjahren. Das PEG-Verhältnis liegt bei 2,25. Diese Werte sind höher als die des S&P 500. Oberflächlich betrachtet ist das großartig, aber kann ein Zwei-Billionen-Dollar-Unternehmen ein Wachstum in dieser Größenordnung beibehalten und diese Werte auch langfristig rechtfertigen? Hintergrund: Microsoft ist heute einer der weltweit führenden Anbieter von Computer-Software und -Hardware, Mobile- und Spielsystemen sowie Cloud-Services. Die Wurzeln von Microsoft reichen bis ins Jahr 1975 zurück, als der erste kommerziell erhältliche PC eine neue Nachfrage nach Software schuf. Starke Dividenden, aber ein KGV, das zunehmend unter Druck gerät; alles in allem ist Microsoft eine interessante Option für langfristige Anlagestrategien, für kurzfristige Gewinne sind andere Firmen besser geeignet.

US-Aktien Vorteile und Nachteile: Die SWOT Analyse

Die Vorteile: Großer Markt

Wie bei jedem anderen Aktieninvestment bestehen beim Investieren auf dem US-Markt (neben den Chancen) gewisse Risiken. Für US-Aktien sprechen drei wichtige Fakten, nämlich:

  • Politische und wirtschaftliche Macht des Landes
  • Wichtige Rolle des Dollar
  • Dynamik seiner Unternehmen

Die politische und wirtschaftliche Macht der USA nimmt zwar ab, doch nach wie vor ist das Land eines der mächtigsten der Welt und der Binnenmarkt einer der größten. Das hat Vorteile für seine Unternehmen. Wer auf diesem Markt besteht, ist meistens auch groß und effizient genug, um weltweit erfolgreich zu sein.

Unternehmen profitieren außerdem davon, dass der US-Dollar weltweite Leit- und wichtigste Reservewährung ist. Weil viele Geschäfte in US-Dollar abgewickelt werden, müssen Unternehmen sich weniger gegen Währungsschwankungen absichern. Außerdem ist es für europäische Anleger sinnvoll, auch in anderen Währungen als dem Euro Aktien zu besitzen. Wenngleich der Währungseffekt meist geringer ist als bei Anleihen und sich natürlich auch negativ bemerkbar machen kann.

Aber nicht nur deshalb sind Unternehmen in den USA sehr dynamisch und innovativ. Viele Leistungsträger zieht es in die USA. Es wird Englisch gesprochen – und es gibt dort nach wie vor eine überwiegend positive Einstellung zu Unternehmertum und technischem Fortschritt. Während in Europa etwa die gentechnische Forschung weit eingeschränkt wurde, genießen Wissenschaftler in den USA deutlich größere Freiheiten. Neben den großen Internet- und Computer-Firmen machen deshalb auch Biotech Unternehmen auf sich aufmerksam.

Schwächen: Tiefe Spaltung des Landes

Das Land ist in vielen Fragen tief gespalten. Demokraten und Republikaner stehen sich unversöhnlich gegenüber. Aber auch bei den eigenen Anhängern hat Präsident Joe Biden viel Zustimmung verloren, nur wenige US-Präsidenten waren in der Geschichte des Landes nach einem Jahr so unbeliebt wie er. Vize-Präsidentin Kamela Harris erreicht sogar die schlechtesten Zustimmungswerte seit 50 Jahren. Dass die Vorgängerregierung ebenfalls zu den unbeliebtesten Regierungen aller Zeiten gehört, macht die Sache nicht besser, es zeigt nur ebenfalls, wie groß die Probleme sind.

Zustimmung Joe Biden fällt seit Juni 2021.

Die Mehrheit der Befragten lehnt die Arbeit des aktuellen US-Präsidenten seit September 2021 ab.Hinzu kommt, dass die Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren massiv angestiegen ist. Sie beträgt mittlerweile rund 105 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die lockere Geldpolitik der FED und stark ansteigende Verschuldung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird noch viele Jahre den amerikanischen Bundeshaushalt prägen und die amerikanischen Steuerzahler belasten.

Staatsverschuldung in den USA rund doppelt so hoch

Die Staatsverschuldung der USA ist rund doppelt so hoch wie die aller EU-Staaten zusammen. Allerdings ist das Land auch wirtschaftlich stärker.

Auch die sozialen Unterschiede sind deutlich größer. Das macht das Land zwar attraktiv für ausländische Fachkräfte, die zu den Gewinnern der sozialen Spaltung gehören, diese Kluft lähmt das Land aber auch.

Die Chancen: Hohe Innovationskraft

Die großen Tech-Unternehmen unserer Zeit kommen fast alle aus Nordamerika. Auch deutschstämmige Gründer wie Andreas von Bechtolsheim (Gründer von Sun Microsystems und einer der ersten Investoren von Google) oder Tobias Lütke (Gründer von Shopify) lassen sich lieber in den USA oder zumindest Kanada (im Fall von Shopify) nieder.

Das Land zieht Talente aus aller Welt an. Pluspunkte sind die englische Sprache, die hohe Internationalität, der einfache Zugang zu Risikokapital und die positive Einstellung gegenüber Gründern. Nicht nur deutsche Gründer überzeugt das, Elon Musk beispielsweise stammt aus Südafrika, gründete seine Unternehmen aber ebenfalls in den USA.

Risiken: Chinas Aufstieg

Die Macht der US-Konzerne könnte aber durch den Aufstieg chinesischer Firmen gebremst werden. Gründer zieht es verstärkt in die Volksrepublik. Chinesische Firmen könnten zu einer echten Konkurrenz für Amazon oder Google werden.

Auch jene Mono-, Duo- und Oligopole, die Aktionärinnen und Aktionären aktuell so hohe Gewinne bescheren, könnten langfristig zum Problem werden. Die Ökonomen Daron Acemoğlu und James A. Robinson beschreiben Konkurrenz und fairen Wettbewerb in ihrem Buch „Warum Nationen scheitern“ als Schlüssel zum Wohlstand.

Funktionierende Staaten sind nach Meinung des Ökonomen Paul Collier wiederum stark von gegenseitigem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger abhängig – und vom Vertrauen in die staatlichen Institutionen. Sollte sich die Spaltung des Landes fortsetzen, könnte dies auch zum wirtschaftlichen Problem werden.

Darum gehören US-Aktien in jedes Depot

Es ist unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich), dass die Spaltung des Landes sich bis zur Dysfunktionalität vertieft. Auch die Konflikte der 1960er und 1970er Jahre spalteten das Land nicht dauerhaft. Vielmehr entstanden aus der Gegenkultur jener Jahre viele heute bekannte Unternehmen. Ohnehin steht Europa vor ähnlichen Herausforderungen, die meisten Entwicklungen aus den Staaten kommen früher oder später auch bei uns an. Das gilt auch für die Herausforderung durch China. Noch stärker als Google oder Amazon werden VW und BMW unter der neuen Konkurrenz leiden.

Deshalb gehören US-Aktien in jedes Depot. Allerdings müssen Anleger und Anlegerinnen bedenken, dass viele weltweite ETFs und Fonds oft bereits überwiegend US-Aktien enthalten. Bei ETFs auf den MSCI All Countries World Index sind es beispielsweise mehr als 50 Prozent, beim MSCI World, der keine Schwellenländer-Aktien enthält, sogar fast 60 Prozent.

Hier die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente als Stichworte.

Pro
  • Dynamische Unternehmen
  • Vergleichsweise stabiler Staat mit großer wirtschaftlicher Freiheit
  • Großer Heimatmarkt
  • Bedeutung des US-Dollars
  • Politische Macht der USA
Contra
  • Innere Spannungen in den USA
  • Unberechenbarer Präsident
  • Neue Konkurrenten wie die Volksrepublik China

Wissenswertes rund um US-Aktien

Wer in US-amerikanische Unternehmen investieren will, sollte einige wichtige Fakten kennen.

Die wichtigsten US Börsen & Indizes

Anders als in Deutschland gibt es in den USA gleich mehrere bedeutende Indizes und US Börsen. Bekannt sind vor allem zwei Börsenbarometer, nämlich der Dow Jones (Börse New York Stock Exchange – NYSE) und der NASDAQ 100 (Technologiebörse NASDAQ). Ihre Bedeutung im Anlagegeschehen zeigt sich auch darin, dass sie als Index-ETF (1:1 Index-Nachbildung) gehandelt werden. Eine Vielzahl von Fondsgesellschaften legt das Geld ihrer Kunden in Unternehmen der weltweit bedeutendsten Börsenindizes an.

Wer gezielt in US-amerikanische Unternehmen investieren will, sollte aber nicht nur die großen Indizes im Blick haben. Der Finanzdienstleister MSCI erstellt nicht nur den MSCI USA, sondern mit dem MSCI North America auch einen Index, der Firmen aus Kanada einschließt. Das ist sinnvoll, da beide Länder eng miteinander verbunden sind. Auch in Kanada gibt es eine rege Gründerkultur, vor allem in und um Toronto.

US-Aktien in Deutschland kaufen

Kostengünstige Neobroker bieten oft nur den Handel über ein, zwei (bei justTRADE drei) oder meist drei kleinere Handelsplätze, etwa die Lang & Schwarz Exchange an der Börse Hamburg, gettex in München oder Quotrix in Düsseldorf. Ausländische Handelsplätze stehen im Regelfall nicht zur Auswahl. Auch bei klassischen Online-Brokern und Direktbanken sind Käufe im Ausland aber meist teurer.

Allerdings können die wichtigsten US-Aktien auch in Deutschland gehandelt werden. Die von uns vorgestellten Papiere sind alle über die Lang & Schwarz Exchange erhältlich.

Wer lieber direkt im Ausland handelt, sollte das bei der Wahl des Brokers berücksichtigen (siehe Kapitel „Günstige Broker für US-Aktien“).

Wechselkurs beachten

Zu beachten ist, dass die US-Indizes die Wertentwicklung in US-Dollar messen. Fällt der US-Dollar, macht das einen Wertgewinn teilweise oder ganz zunichte. Umgekehrt bedeutet ein Dollar-Anstieg einen zusätzlichen Gewinn.

Große Firmen wie Amazon und Alphabet sind davon weniger betroffen. Sie machen einen großen Teil ihres Umsatzes im Ausland. Anders sieht es bei lokal agierenden Dienstleistern oder Einzelhändlern aus.

Anleger können sich gegen einen solchen Rückgang absichern, allerdings hat eine Investition in US-Dollar auch Vorteile. Sollte beispielsweise in der Eurozone die Inflation ansteigen, würde der Euro gegenüber dem US-Dollar fallen (sofern dort nicht das Gleiche geschieht). Die Währungsgewinne würden dann den Kaufkraftverlust ausgleichen.

US Aktien Steuern: Quellensteuer fällt an

30 Prozent der Gewinne aus Dividenden und sonstigen Zahlungen werden vom US-Fiskus als Quellensteuer einbehalten. Hat der Broker eine Übereinkunft mit den Finanzbehörden getroffen, können Anleger über ihn einen Antrag stellen und die Steuerbelastung auf 15 Prozent reduzieren. Das ist bei den meisten großen Direktbanken der Fall, etwa der ING oder der DKB Bank.

LandQuellensteuer in %maximale Quellensteuer nach DBAMaximale Zusatzbelastung nach DBA
Argentinien7-2020-
Australien0-301515
Belgien5-301515
Brasilienkeine--
China, Volksrepublik (ohne Hongkong und Macau)0-201010
China, Republik (Taiwan)211011
Dänemark15-271512
Finnland301515
Frankreich12,812,8-
Hongkong0--
Indien0-1010-
Irland0--
Italien261511
Japan15-20155
Kanada251510
Kroatien1212-
Liechtenstein00-
Luxemburg0-1515-
Malta00-
Niederlande1515-
Portugal0-281513
Russland1515-
Schweden301515
Schweiz351520
Serbien15015
Singapur0--
Spanien19154
Südafrika0-20155
Tschechische Republik1515-
Türkei1515-
Ungarn1515-
Vereinigtes Königreich0--
Vereinigte Staaten von Amerika 0-301515
Zypern0--
Stand 1.1.2019 Quelle Bundeszentralamt für Steuern

Besteht diese Übereinkunft nicht, ist das Geld aber nicht verloren. Diese „zu viel gezahlten“ 15 Prozent können auf die Abgeltungssteuer in Deutschland angerechnet werden. Das gilt natürlich nur, wenn auch eine entsprechend hohe Abgeltungssteuer gezahlt wird. Wer unter dem Freibetrag von 801 Euro pro Person bleibt, bekommt das Geld nicht erstattet.

Das Einzelrisiko der US-Aktien verringern und US-ETFs kaufen

Jedes Aktienportfolio braucht eine gewisse Risikovorsorge. Der für eine gute Risikostreuung notwendige Kauf von bis zu zehn einzelnen US Aktien kann den Kleinanleger finanziell überfordern. Wir stellen Ihnen 5 ETFs als günstige Anlageform mit guter Risikostreuung vor.

Amundi ETF Nasdaq 100 UCITS ETF USD

WKNISINTERAUMA/TTD
A2H578
LU1681038326
0.23%
1.314
🔄
-

  • Anlageschwerpunkt: Die 100 größten an der NASDAQ gehandelten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors (auch ausländische Unternehmen)
  • Anbieter: Lyxor Funds Solutions
  • Top-Positionen: Amazon, Alphabet, Apple, Facebook

  • Anlageschwerpunkt: Dividendenstarke Dow Jones Unternehmen
  • Anbieter: BlackRock Asset Management
  • Top-Positionen: Altria Group, Prudential Financel, Exxon

XtraXtrackers Russell Midcap UCITS ETF 1C

WKNISINTERAUMA/TTD
A1XEJS
IE00BJZ2DC62
0.07%
64
🔄
0.05%

  • Anlageschwerpunkt: 800 kleine und mittlere Unternehmen aus Russel 1000 Index USA
  • Anbieter: DWS Investment (ETF)
  • Top-Positionen: DocuSign Inc, Lululemon Athletica Inc, Xcel Energy Inc

Xtrackers MSCI USA UCITS ETF

WKNISINTERAUMA/TTD
A1XB5V
IE00BJ0KDR00
0.07%
5.789
🔄
-0.2%

  • Anlageschwerpunkt: Mehr als 600 der größten Unternehmen der USA
  • Anbieter: DWS Investment (ETF)
  • Top-Positionen: Apple INC, Microsoft Corp, Amazon.com Inc

iShares MSCI North America UCITS

WKNISINTERAUMA/TTD
A0J201
IE00B14X4M10
0.40%
932
☑️ 1.07%
0.13%

  • Anlageschwerpunkt: Unternehmen aus Kanada und den USA
  • Anbieter: iShares
  • Top-Positionen: Apple, Microsoft, Amazon

Günstige Broker für US Aktien

Viele US-Aktien werden auch in Deutschland gehandelt. Wer statt Einzelwerten einen ETF kaufen will, sollte an Deutschlands Börsen problemlos fündig werden. Sollen dagegen gezielt auch Aktien kleinerer Firmen gekauft werden, empfiehlt sich ein Broker, der einen günstigen Zugang zu US-Börsen gewährleistet. Sonst kann die Order nämlich schnell 50 Euro kosten.

Partner des US-Anbieters Interactive Brokers: Lynx

Das niederländische Unternehmen Lynx ist europäischer Partner des Discount-Brokers Interactive Brokers aus den USA. Die Firma ist in ihrem Heimatmarkt einer der größten Depotanbieter. In Europa ist das Unternehmen zwar mittlerweile auch aktiv, ein Depot bei Lynx ist aber in den meisten Fällen besser.

Lynx Handelsplätze

Lynx ist vor allem bei US-Aktien sehr preiswert. (Quelle: LYNX)

Dabei kümmert sich Lynx um Kundenservice, Vertrieb und Weiterbildungsangebote, während die Abwicklung der Transaktionen bei Interactive Brokers stattfindet. Für die Kunden ein Vorteil – über das Büro in Berlin steht ein deutschsprachiger Kundendienst bereit.

Durch die Partnerschaft mit Interactive Brokers sind gerade die Preise für den Handel in den USA sehr niedrig. Kunden können in den USA ab 5 US-Dollar handeln (Europa ab 5,80 Euro).

DEGIRO: Broker aus der Flatex-Familie

Ebenfalls in den Niederlanden hat DEGIRO seinen Sitz. Anders als Lynx wickelt DEGIRO die Käufe und Verkäufe selbst ab, ist also ein eigenständiger Broker. Seit 2020 bildet er zusammen mit flatex die flatexDEGIRO-Gruppe.

DEGIRO günstiger Broker

Die Preise von DEGIRO sind kaum zu unterbieten (Quelle: DEGIRO)

Wer Aktien über eine EU-Börse kauft, beispielsweise Xetra oder die Tradegate Exchange, tut das bei DEGIRO deutlich billiger als bei Lynx. Bei Käufen in den USA hängen die Kosten von der Zahl der Aktien ab, da sie in diesem Fall nicht nach Umsatz, sondern nach Aktienzahl berechnet werden.

Allerdings bietet DEGIRO (wie Lynx) keine weiteren Bankdienstleistungen neben dem Brokerage.

Smartbroker: US Aktien ohne Ordergebühr handeln

Beim Discount-Broker Smartbroker können Sie deutsche und internationale Aktien ohne Ordergebühr handeln. Voraussetzungen dafür sind der Erwerb über das elektronische Handelssystem der Müncher Börse Gettex und ein Mindesthandelsvolumen von 500 Euro. Als Smartbroker-Kunde erhalten Sie Zugang zu mehr als 220.000 Wertpapieren ohne Ordergebühren und Börsenentgelte. Alle Top US Aktien werden zu Kursen der deutschen Baader Bank gehandelt.

Mann freut sich über Handelsaufforderung: Jetzt ab 0 Euro je Order

Bei Smartbroker können US Aktien gebühren- und entgeltfrei gehandelt werden. (Quelle: Smartbroker)

Im Gegensatz zu Neobrokern wie Trade Republic (siehe unten) können Aktien bei Smartbroker aber auch gegen eine Gebühr über große Börsenplätze oder sogar an US-Börsen gehandelt werden. Außer an den führenden US-Börsen (NYSE, NYSE Amex, NASDAQ) kann auch über Pink Sheet oder OTC Bulletin Board ab 9 Euro Orderprovision plus Börsenentgelt gehandelt werden.

Ein fast unschlagbares Angebot, aber leider gibt es immer wieder Klagen über zu lange Bearbeitungszeiten bei der Depoteröffnung.

Smartbroker ist ein Angebot der wallstreet-online Capital AG. Abgewickelt werden die Käufe und Verkäufe allerdings nicht selbst, sondern über DAB BNP Paribas.

Tipp: Der Anbieter Revolut Trading hat sich auf US-Aktien spezialisiert und bietet diese ohne Kommission an.

Trade Republic: Günstiger Neobroker

Trade Republic machte das Konzept des Neobrokers in Deutschland bekannt. Dabei können Kundinnen und Kunden nur über einen oder zumindest über wenige Handelsplätze kaufen. Von diesen erhält der Broker eine Provision und verzichtet im Gegenzug ganz oder zumindest weitgehend auf Gebühren. So kostet ein Kauf oder Verkauf bei Trade Republic aktuell nur 1 Euro.

Zwar bieten Konkurrenten wie justTRADE oder finanzen.net zero mittlerweile den Handel ganz ohne Gebühren an, allerdings hat Trade Republic eine große Aktienauswahl und gleichzeitig auch Sparpläne.

Wichtig: Spekulation und Investition trennen

Wer langfristig sein Vermögen vermehren will, ist mit Aktien und ETFs auf der richtigen Seite. Seit seiner Gründung hat der Dow Jones im Durchschnitt 9 Prozent pro Jahr gewonnen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren waren Anleger fast immer im Plus, und nach 20 Jahren dann wirklich immer im Plus. Wenn Sie 10.000 Euro anlegen wollen – oder weniger Geld zur Verfügung haben – ist ein ETF eine sehr gute Idee. Das muss kein ETF für US-Aktien sein, auch im MSCI World und MSCI All Countries World Index (MSCI ACWI) haben Wertpapiere aus den USA ein Gewicht von mehr als 50 Prozent. Beide Indizes unterscheiden sich übrigens darin, dass der MSCI ACWI auch Aktien aus Schwellenländern enthält, der MSCI World hingegen nicht.

Alternativ können Anleger ihr Geld auch einem Robo Advisor wie Visual Vest, quirion oder OSKAR anvertrauen. Diese suchen automatisch die zum Risikoprofil passenden ETFs und achten auf eine breite Streuung. Daher sind dort auch US-Aktien in großem Umfang vertreten.

CFDs fürs Daytrading

Der einzige Nachteil von ETFs und der Online-Vermögensverwaltung ist, dass der Spaß am Traden dabei zu kurz kommt. Wen das nicht stört und wer sich am liebsten nicht mit der Geldanlage beschäftigen will, der kann über die Schaltfläche über diesem Kapitel direkt ein Depot bei OSKAR eröffnen.

Wer gerne aktiv handelt, der sollte trotzdem ein langfristig ausgerichtetes Depot eröffnen oder einen Robo Advisor wählen. Für den Spaß am kurzfristigen Trading sollte dann ein zweites Konto eröffnet werden, um Trading und Investition zu trennen. Dafür bietet sich ein CFD-Konto an, denn dort lässt sich auch mit wenig Geld traden.

Das liegt daran, dass üblicherweise nur ein Teil des Wertes einer Position mit Geld hinterlegt werden muss. Bei eToro sind es 20 Prozent für Aktien, zehn Prozent für kleinere Indizes und 5 Prozent für die wichtigen Indizes wie den Dow Jones oder den NASDAQ 100. Das bedeutet, dass man mit 200 Euro eine Position im Wert von 4.000 Euro auf den Dow Jones kaufen kann.

Weil keine pauschale Ordergebühr anfällt, sondern sich die Broker aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen finanzieren („Spread“), ist auch das Eröffnen einer kleinen Position relativ gesehen nicht teurer als das einer großen. Und Trader können genauso einfach auf steigende wie auch auf fallende Kurse setzen.

CFDs sind nur für Daytrader interessant. Wird eine Position nämlich bis zum nächsten Tag oder noch länger gehalten, fallen Übernacht-Gebühren an. Für diese Klientel sind CFDs sehr attraktiv, auch weil die Spekulation klar von der Geldanlage getrennt ist.

Fragen und Antworten

Wann soll ich US-Aktien kaufen, was ist die beste Uhrzeit?

Auch wer US-Aktien über eine deutsche Börse kauft, sollte das während der Handelszeit von NASDAQ und New York Stock Exchange tun. Idealerweise sollte auch Xetra geöffnet haben, beide Handelszeiten überschneiden sich von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr deutscher Zeit.

Wann haben die US-Börsen geöffnet?

Sowohl an der New York Stock Exchange als auch an der NASDAQ beginnt der Handel um 9.30 Uhr und endet um 16.00 Uhr Ortszeit. Das bedeutet, dass die Börsen von 15.30 Uhr bis 22.00 Uhr deutscher Zeit geöffnet sind.

Wann muss ich US-Aktien besitzen, um Dividende zu bekommen?

US-Aktien müssen am Tag vor dem Ex-Tag im Depot liegen, um dividendenberechtigt zu sein. Während das in Deutschland meist der Tag der Hauptversammlung ist, trifft das wegen der quartalsweisen Dividendenzahlung für die USA nicht zu. Genaue Informationen bietet ein Dividendenkalender.

Wie hoch ist die Quellensteuer für US-Aktien?

Die Quellensteuer beträgt in den USA 30 Prozent. Sie kann aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens für deutsche Anleger auf 15 Prozent gesenkt werden. Viele Broker übernehmen das für die Anleger.

Kann ich die Quellensteuer auf US-Aktien in Deutschland anrechnen lassen?

Die deutsche Abgeltungssteuer kann um bis zu 15 Prozentpunkte abgesenkt werden. Wer in den USA 15 Prozent Quellensteuer zahlte, kann diese also vollständig von der deutschen Steuer abziehen.

Wo US Aktien kaufen?

Möchten Sie US Aktien kaufen, haben Sie die Wahl zwischen den US-Handelsplätzen NYSE & Nasdaq und elektronischen Handelsplattformen hierzulande. US Aktien können Sie günstig börsentäglich auf Xetra bei ihrem Broker oder ihrer Depotbank kaufen.

Welche US Aktien kaufen?

Viele hierzulande bekannte US Aktien sind international erfolgreiche Marken, deren Zukunftsaussichten weiterhin intakt sind. Wenn Sie US Aktien kaufen möchten, sind führende US-Unternehmen wie Amazon, Facebook, Visa, Nvidia, The Travelers Companies und Microsoft zu empfehlen.

Fazit

US-Aktien gehören in jedes Depot

Die wirtschaftliche und politische Bedeutung der USA sorgt dafür, dass ein breit gestreutes Depot nicht ohne US-Aktien auskommt. Zumal viele besonders dynamische Unternehmen wie Alphabet, Intel, Facebook, Microsoft oder Biogen aus den USA stammen. Statt in Einzelaktien können Anleger auch über ETFs investieren, viele davon werden auch an deutschen Börsen gehandelt. Um eine weltweite Streuung zu erreichen und das Wechselkursrisiko gering zu halten, sollten US-Aktien aber nur einen Teil des Portfolios ausmachen.

Quellenangaben:

 

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Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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