Beste Automobil Aktien kaufen: Wertpapiere, ETF und Marktanalyse 2022

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Analysierte Investments
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Analysen

Die besten Autoaktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

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Name / WKN / ISIN
Daimler
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DE0007100000ISIN kopiert
Volkswagen VorzĂŒge
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BMW VorzĂŒge
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Porsche VorzĂŒge
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Tesla
A1CX3TWKN kopiert
US88160R1014ISIN kopiert
Toyota
853510WKN kopiert
JP3633400001ISIN kopiert
General Motors
A1C9CMWKN kopiert
US37045V1008ISIN kopiert
Renault
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FR0000131906ISIN kopiert
BYD
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CNE100000296ISIN kopiert
Geely
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KYG3777B1032ISIN kopiert
Nio (ADR)
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Auto-Aktien kaufen: Eine Investition mit Chancen und Risiken

Besitzer von Automobil Aktien standen in letzter Zeit unter Druck. ElektromobilitĂ€t, autonomes Fahren und neue Verkehrskonzepte setzen den Herstellern zu. Doch seit Anfang 2021 melden sich immer mehr Hersteller zurĂŒck. VW ĂŒberholt Tesla in Norwegen und Daimler erhĂ€lt viel Lob fĂŒr seinen Mercedes EQS. Der globale Engpass bei Halbleitern wird die Autoproduktionen wahrscheinlich bis ins Jahr 2023 beinflussen.

Autokonzerne steuern auf eine unbekannte Zukunft zu, denn auch wenn die E-MobilitĂ€t kĂŒnftig KerngeschĂ€ft werden soll, sind wichtige Probleme wie Energiebereitstellung und Akkuleistung nicht geklĂ€rt. Erste deutsche Autohersteller wollen ab 2030 nur noch E-Fahrzeuge verkaufen. Ist jetzt die beste Zeit zum Einstieg?

Hinweis: ElektromobilitĂ€t und kĂŒnstliche Intelligenz in der Automobilbranche bringen jedoch auch Risiken mit sich. Große Firmen sind stets ein interessantes Ziel fĂŒr Hackerangriffe. Aus diesem Grund ist Cybersecurity fĂŒr die Wirtschaft von grĂ¶ĂŸter Bedeutung. In unserem Leitfaden „Cybersecurity ETF“ erfahren Sie mehr ĂŒber das Thema und die verschiedenen Investitionsmöglichkeiten.

Die grĂ¶ĂŸten deutschen Auto-Aktien kaufen

Sowohl Daimler als auch BMW haben sich in den vergangen fĂŒnf Jahren schlechter entwickelt als der DAX (Kursindex). Startet jetzt die große Aufholjagd?

Im Vergleich zu unserer Automobil Aktien Analyse 2020 ist die aktuelle Liste fĂŒr Deutschland um eine Aktie kĂŒrzer geworden. Die Audi-Aktie, schon seit Jahrzehnten zu 99,6 Prozent im Besitz von VW, wurde von der Börse genommen. Wer sie im Depot hatte, konnte sich vor dem Squeeze-Out ĂŒber einen Aufschlag von 50 Prozent auf den Marktwert freuen.

Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

(WKN: 710000WKN kopiert / ISIN: DE0007100000ISIN kopiert)

Seit Februar 2022 firmiert die Daimler AG als Mercedes-Benz Group. Damit sollen Verwechslungen mit der 2021 als Daimler Trucks abgespaltenen Lkw-Sparte vermieden werden. Die Aktie notierte im Februar 2022 mit rund 76 Euro etwa 40 Prozent höher als ein Jahr zuvor.


Der Gewinn des Automobilherstellers Daimler lag 2020 mit 3,39 Euro je Aktie zwar rund 50 Prozent höher als 2019 – aber immer noch deutlich unter den Vorjahren. 2017 hatte er bei fast 10 Euro gelegen. In diese Regionen soll er nach den aktuellen Planungen im GeschĂ€ftsjahr 2021 auch wieder zurĂŒckkehren.

Auch die Dividende soll ansteigen; von 1,35 Euro fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2020 auf mehr als 3,5 Euro. Das wĂŒrde – bei aktuellem Kursniveau – eine attraktive Dividendenrendite von 4,6 Prozent bedeuten.


Damit der Plan aufgeht, muss Daimler der Wechsel zur ElektromobilitĂ€t und zum autonomem Fahren gelingen. Das könnte klappen. „Sogar Tesla wird abgehĂ€ngt“, titelte die Tageszeitung WELT ĂŒber den neuen Mercedes EQS.

Auch die mögliche Abspaltung des Lkw-GeschĂ€fts beflĂŒgelt die Fantasie. Investoren könnten gezielter in den gewĂŒnschten Markt investieren, wenn beide GeschĂ€ftsfelder getrennt wĂ€ren. Das sorgt oft fĂŒr Kurswachstum.

Es gibt aber dennoch einige Risiken. Daimler hat mit einigen speziellen Herausforderungen zu kÀmpfen, beispielsweise den hohen Löhnen und den gewachsenen Strukturen, die im Vergleich zu den Herausforderern Geely und BYD ein Nachteil sein könnten.

Daimler steht im Hinblick auf die LiquiditÀt schlechter da als manche Wettbewerber. Auch mögliche Bilanzrisiken bei den hauseigenen Finanzierungsgesellschaften belasten den Kurs der Daimler-Aktie.

DafĂŒr hat Daimler aber viel Know-how und einen guten Namen.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR172,745--
Gewinn/Aktie2,221,223,94
Dividende/Aktie0,900,321,28

Bewertung

  • Viel Lob fĂŒr neues Elektrofahrzeug
  • Einbußen in der LiquiditĂ€t
  • Abspaltung der Lkw-Sparte könnte den Kurs beflĂŒgeln
  • Das grĂ¶ĂŸte Kurstief scheint ĂŒberwunden.

Lesen Sie mehr zu Daimler in unserem Beitrag Daimler Aktie Erfahrungen – Test und Bewertungen.

Volkswagen (VW)

(WKN: 766403WKN kopiert / ISIN: DE0007664039ISIN kopiert)

Der Volkswagenkonzern hat viele Innovationen vorgenommen und hohe Investitionen in E-MobilitĂ€t, autonomes Fahren und Co. getĂ€tigt. Durch die Krise ist all dies in den Hintergrund gerĂŒckt. Es gab einen deutlichen Kursrutsch, doch ab MĂ€rz 2020 folgte die Erholung. Die Aktie hat sich (auf zehn Jahre gesehen) von den drei großen deutschen Automobilherstellern am besten entwickelt.

Ähnlich wie bei Daimler sorgen auch hier AbspaltungsplĂ€ne fĂŒr viele Möglichkeiten. Der Autobauer Porsche, bisher eine Marke der Volkswagen AG, könnte wieder ein börsennotiertes Unternehmen werden. Die bisherige Porsche AG besitzt ĂŒberwiegend VW-Aktien.


Das liegt allerdings kaum an den aktuellen Gewinnen. 2020 lag der Erlös je Aktie pandemiebedingt fast 40 Prozent niedriger als 2019. FĂŒr 2021 soll er wieder auf das Niveau von 2019 zurĂŒckkehren.

Dann soll auch die 2020 und 2019 konstant gehaltene Dividende wieder steigen. Allerdings ist die Dividendenrendite bereits jetzt attraktiv. Sie lag fĂŒr die Vorzugsaktie bei 3,2 Prozent, fĂŒr die Stammaktie immerhin bei 2,8 Prozent.


Die Kursexplosion im Februar und MĂ€rz 2021 hat ihre Ursache aber vor allem in der Elektroauto-Strategie des Unternehmens. Im Gegensatz zu BMW und Daimler setzt VW ganz auf die Batterie und will schon in wenigen Jahren nur noch E-Autos bauen. In Norwegen verkauft Volkswagen schon jetzt mehr Elektrofahrzeuge als Tesla.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR252,632--
Gewinn/Aktie26,6011,4622,31
Dividende/Aktie6,563,146,16

Allerdings gilt das Unternehmen auch als trĂ€ge, teuer und bĂŒrokratisch. Ob der Wandel gelingt, ist deshalb unter Analysten umstritten. Allein durch seine Marktmacht hat VW aber gute Chancen auf Gewinne in der Zukunft. Die aktuellen Verkaufserfolge bei Elektrofahrzeugen sprechen dafĂŒr, sind aber keine Garantie.

Bleibt die Frage, ob Anlegerinnen und Anleger Stamm- oder Vorzugsaktien kaufen sollen. Die Vorzugsaktien bieten eine etwas höhere Dividende bei einem niedrigeren Kurs – und damit eine bessere Dividendenrendite. DafĂŒr haben Sie kein Stimmrecht bei der Hauptversammlung. Das dĂŒrften die meisten KleinaktionĂ€re aber verschmerzen. Allerdings haben die Stammaktien zuletzt höhere Kursgewinne erzielt, weil vor allem auslĂ€ndische und institutionelle Investoren diese bevorzugen.

Bewertung

  • VW setzt ganz auf die Batterie
  • Starkes Kurswachstum im Februar und MĂ€rz 2021 wegen Elektrostrategie
  • Innovationen und Marktdominanz versprechen starkes Wachstum

Ein gĂŒnstiger Broker fĂŒr den Handel an deutschen BörsenplĂ€tzen ist Smartbroker.

BMW

(WKN: 519000WKN kopiert / ISIN: DE0005190003ISIN kopiert)

BMW war viele Jahre lang der Star unter den deutschen Autoaktien. Doch in den vergangenen zehn Jahre hat sich die Aktie von allen großen Autoherstellern am schlechtesten entwickelt. Die Kurse der Vorzugsaktien lagen Mitte 2021 sogar niedriger als drei Jahre zuvor.


Schon vor der Corona-Krise musste BMW mit rĂŒcklĂ€ufigen Gewinnen je Aktie kĂ€mpfen, sie waren 2020 nicht einmal halb so hoch wie 2017, nachdem sie bereits in den Jahren 2018 und 2019 zurĂŒckgegangen sind. Erst 2023 soll das Niveau von 2017 wieder ĂŒbertroffen werden.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR104,210--
Gewinn/Aktie7,475,117,21
Dividende/Aktie2,501,902,57

Einigen Marktbeobachtern gilt BMW als zu klein, um die Investition in den Umstieg zur E-MobilitÀt und zu autonomem Fahren zu schaffen. Zumal das Unternehmen sich im Gegensatz zu VW nicht eindeutig auf eine Technologie festlegt. Stattdessen wird eine dreigleisige Strategie verfolgt, zu der auch die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors und der Wasserstoffantrieb gehören.


Dabei hatte BMW mit dem i3 schon 2013 und damit relativ frĂŒh ein eigenes Elektroauto vorgestellt. Am Wasserstoffantrieb arbeitet das Unternehmen seit mehreren Jahrzehnten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verkaufszahlen des BMW i4 entwickeln, der auf Teslas Oberklasse abzielt.

Wie bei VW können Investoren auch hier Stamm- oder Vorzugsaktien kaufen. Die Vorzugsaktien bieten eine geringfĂŒgig höhere Dividende, allerdings sind sie deutlich gĂŒnstiger. Die Dividendenrendite der VorzĂŒge lag 2020 mit 3,5 Prozent deutlich höher als die der StĂ€mme mit 2,6 Prozent. Allerdings haben sich auch hier die Kurse der Stammaktien besser entwickelt. Ob sich dieser Prozess angesichts der Unterschiede in der Dividendenrendite fortsetzt, ist weiterhin fraglich.


Bewertung

  • GewinnrĂŒckgang in den Jahren 2018, 2019 und 2010
  • BMW profitiert von einer Erholung des chinesischen Markts
  • Dividendenrendite von 3,5 Prozent bei Vorzugsaktie
  • BMW setzt weiter auch auf Wasserstoffantrieb
  • Erfolg des i4 wird ĂŒber weiteren Kursverlauf mitentscheiden.

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Porsche Automobil Holding SE

(WKN: PAH003WKN kopiert / ISIN: DE000PAH0038ISIN kopiert)

Wer Aktien der Porsche Automobil Holding SE kauft, kauft damit nicht den Autohersteller Porsche, sondern VW. Denn der in Stuttgart ansĂ€ssige Autohersteller Porsche gehört mittlerweile zur Volkswagen AG. Die Porsche Automobil Holding wiederum hĂ€lt die Mehrheit der Volkswagen-Stammaktien (53,3 Prozent). Daneben hĂ€lt die Holding kleinere Beteiligungen, beispielsweise die PTV Planung Transport Verkehr AG, einen Hersteller von Simulationssoftware fĂŒr Verkehrsunternehmen.

Die Stammaktien der Porsche Holding befinden sich zu 100 Prozent im Besitz der Familien PiĂ«ch und Porsche, bei den an der Börse gehandelten Papieren handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien.


Entsprechend hat sich der Kurs in den vergangenen Jahren Ă€hnlich entwickelt wie die VW Stammaktie, blieb aber zuletzt sogar etwas hinter dieser zurĂŒck.

Allerdings könnte sich das Ă€ndern, denn bei VW denkt man darĂŒber nach, den Sportwagenhersteller wieder abzuspalten. Auf welchem Weg das geschehen wĂŒrde, ist aber noch nicht bekannt. Es ist denkbar, dass die Porsche Holding den Autohersteller Porsche kauft und mit dem Verkauf der VW-Aktien bezahlt. Ebenso ist ein Börsengang einer neuen Porsche AG nicht ausgeschlossen.

Auch die Entwicklung des Gewinnes orientiert sich stark an VW, allerdings erhielten AktionĂ€re 2020 keine Dividende – im Gegensatz zu den Besitzern der VW-Aktien.

 201720182019
Umsatz in Mio. EUR34,00103,00116,00
Gewinn/Aktie10,8811,3414,39
Dividende/Aktie1,762,21-

AktionĂ€re mĂŒssen sich ĂŒberlegen, ob ein Direktinvestment in VW sinnvoller ist. Zumal die Porsche Automobil Holding SE ausschließlich Stammaktien mit einer niedrigeren Dividendenrendite besitzt. Hat sich der Kurs ĂŒber lĂ€ngere Zeit zu weit von der Entwicklung bei den Volkswagen Stammaktien entfernt, kann ein Kauf sinnvoll sein.

Bewertung

  • Porsche Automobil Holding SE besitzt Mehrheit der Stammaktien von VW
  • Der Autohersteller Porsche ist mittlerweile eine VW-Tochter
  • Kursentwicklung orientiert sich stark an VW Stammaktien

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Die besten internationalen Auto-Aktien kaufen: Überblick

Wer interessante Automobil Aktien sucht, sollte sich dabei nicht nur auf Deutschland beschrÀnken. Wir stellen Ihnen einige interessante Möglichkeiten zum Kauf von auslÀndischen Auto-Aktien vor.

Tesla

(WKN: A1CX3TWKN kopiert / ISIN: US88160R1014ISIN kopiert)

Tesla ist die E-Auto-Aktie schlechthin. Um 12.400 Prozent ist die Aktie von Mitte 2011 bis Mitte 2021 angestiegen. Allein zwischen 2018 und 2021 machten AktionĂ€re fast 1.000 Prozent Gewinn. Wird die Rallye noch weitergehen oder sind die Aktien lĂ€ngst ĂŒberbewertet?

Oft zeigt sich die QualitĂ€t eines Unternehmens beim Blick in die Bilanzen. Auf den ersten Blick sieht es dort dĂŒster aus, denn mit einem Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis von ĂŒber 1.000 im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr 2020 ist Tesla rund 100-mal so teuer wie BMW, wo das KGV fĂŒr die Vorzugsaktie bei 9,6 liegt.

Allerdings ist der Gewinn im Jahr 2020 durchaus bemerkenswert, denn in den Vorjahren hatte das Unternehmen Verluste gemacht. Bis 2023 sollen sich die Gewinne je Aktie verzehnfachen. Damit wÀre die Aktie zwar teuer, doch wenn das Wachstum der Gewinne beibehalten wird, könnte sich das schon mittelfristig Àndern.

Unrealistisch ist das nicht, denn Tesla hat beim Thema ElektromobilitÀt einen klaren Vorsprung vor den meisten Konkurrenten und einen hervorragenden Ruf. Viele AktionÀre und AktionÀrinnen hoffen, dass Tesla so etwas wie das Apple der Automobilhersteller wird und fantastische Renditen erzielt.

Denkbar ist aber ebenso, dass andere Hersteller stark aufholen und Tesla eher das AOL der Automobil Aktien sein wird: ein Wertpapier mit kurzem Höhenflug und harter Landung. Beides ist möglich; wer bei Tesla investiert, muss sich dessen bewusst sein. Und natĂŒrlich ist auch ein dritter Weg möglich – Tesla wird irgendwann ein ganz normaler Autoproduzent wie BMW oder Daimler.

Bewertung

  • Pionier bei der ElektromobilitĂ€t
  • Phantastische Kursgewinne in den vergangenen Jahren
  • Aktie relativ teuer

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Toyota

(WKN: 888452WKN kopiert / ISIN: US8923313071ISIN kopiert)

Die Toyota Motor Corporation ist aktuell noch vor Volkswagen der grĂ¶ĂŸte Automobilhersteller der Welt. Das japanische Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits mehr als 10 Millionen Fahrzeuge pro Jahr hergestellt. Der Konzern mit mehr als 500 Tochterunternehmen und knapp 360.000 Mitarbeitern (Stand: GeschĂ€ftsjahr 2020) produziert an ĂŒber 50 Standorten in 26 LĂ€ndern. Die Toyota-Aktie ist im Nikkei 225 gelistet. Zu Toyota gehören bekannte Marken wie Lexus, Daihatsu und Hino Motors.

Im Vergleich zu den deutschen Herstellern konnte sich die Aktie recht gut behaupten. Anders als VW, Daimler oder BMW hat Toyota den Kurseinbruch der Autoaktien 2015 mittlerweile wieder ausgeglichen. Die Aktie notierte Mitte 2021 höher als sechs Jahre zuvor.

Allerdings ist das Papier in der zweiten HĂ€lfte 2020 und der ersten JahreshĂ€lfte 2021 hinter den deutschen Konkurrenten zurĂŒckgeblieben. Auch auf 20 Jahre hat es sich schwĂ€cher entwickelt – auf zehn Jahre dagegen besser.


Dabei konnte das Unternehmen auch in der Corona-Pandemie seine Gewinne weiter steigern. Das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis liegt mit unter 10 Ă€hnlich niedrig wie bei den Konkurrenten, die Dividendenrendite ist mit 3,2 Prozent fĂŒr 2020 ebenfalls vergleichbar.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR---
Gewinn/Aktie6,444,285,68
Dividende/Aktie---

Toyota ist sehr breit aufgestellt. Die Marke selbst gehört (Àhnlich wie VW) zur Mittelklasse. Ab 1989 hat das Unternehmen aber mit Lexus auch eine Oberklassen-Marke etabliert. Die in Europa nicht mehr aktive Marke Daihatsu baut dagegen Kleinwagen, Hino Motors baut Lastwagen (Toyota-Anteil; 50,5 Prozent).

Diese Bandbreite sorgt fĂŒr StabilitĂ€t, macht aber auch HöhenflĂŒge unwahrscheinlicher. Eine Abspaltung, beispielsweise von Hino Motors, könnte die Aktie Ă€hnlich beflĂŒgeln wie bei Daimler.

Bewertung

  • GrĂ¶ĂŸter Automobilhersteller der Welt
  • Fundamentale Daten Ă€hnlich wie bei Volkswagen
  • Breit aufgestellt

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General Motors

(WKN: A1C9CMWKN kopiert / ISIN: US37045V1008ISIN kopiert)

General Motors gilt als Inbegriff der amerikanischen Automobilindustrie. Bis 2007 war GM der nach Verkaufszahlen weltgrĂ¶ĂŸte Automobilhersteller. Aufgrund jahrelanger VersĂ€umnisse geriet das Unternehmen im Zuge der Finanzkrise allerdings in erhebliche Schwierigkeiten und wurde insolvent. In der Folge wurde General Motors zunĂ€chst verstaatlicht und ab 2010 als New GMC (General Motors Corporation) wieder privatisiert.

Die Aktienkurse sind seitdem vergleichsweise gut. Mit einem Kursplus von 125 Prozent von 2011 bis 2021 hat sich die GM-Aktie zwar schlechter entwickelt als das Papier von Toyota, aber besser als das der deutschen Hersteller. Auch auf drei Jahre gesehen ĂŒbertraf die Kursentwicklung die Konkurrenz – sogar Toyota.

In den vergangenen Jahren wurden viele strategische Entscheidungen getroffen. Die traditionsreiche Tochter Opel und die britische Schwester Vauxhall verkaufte man an den französischen Automobilkonzern Groupe PSA – diese gehören damit zur niederlĂ€ndischen Stallantis (u.a. Fiat, Peugeot, Jeep, CitroĂ«n, Chrysler).

Heute konzentriert sich General Motors vor allem auf die Marken Chevrolet, Corvette und Cadillac. Unter dem Namen GMC produziert General Motors Pritschenwagen und Lkw. In China und den USA ist das Unternehmen außerdem mit Buick prĂ€sent, in SĂŒdkorea mit Daewoo, in Australien mit Holden. Daneben gibt es weitere, oft nur regional verwendete Marken.


Nach dem Gewinneinbruch im Zuge der Krise wird fĂŒr die Folgejahre wieder ein profitables GeschĂ€ft erwartet. Das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis liegt auch hier bei knapp unter 10, die Dividendenrendite lag 2020 aber bei nur 0,9 Prozent und soll 2021 sogar auf 0,5 Prozent sinken. Allerdings soll 2021 der Gewinn nach zwei Jahren RĂŒckgang in Folge wieder steigen.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR122,697--
Gewinn/Aktie4,261,613,79
Dividende/Aktie1,400,891,11

Offen ist noch, wie gut General Motors der Umstieg ins E-Auto-Zeitalter gelingen wird. Bisher scheint der Konzern hinter Volkswagen oder Daimler zurĂŒckzuliegen.

Bewertung

  • NeugrĂŒndung nach der Insolvenz
  • Seit dem Verkauf von Opel vor allem in den USA und Asien stark
  • Gute Kursentwicklung in den vergangenen zehn Jahren

General Motors wird an US-Börsen gehandelt, ist aber auch ĂŒber zahlreiche deutsche BörsenplĂ€tze und sogar außerbörslich an der Hamburger Lang & Schwarz Exchange oder Gettex orderbar. Wer die Aktie an ihren Heimatbörsen in den USA handeln will, kann das bei LYNX fĂŒr nur 0,01 USD pro Aktie tun.

Renault

(WKN: 893113WKN kopiert / ISIN: FR0000131906ISIN kopiert)

Renault zĂ€hlt zu den wichtigsten französischen Automobilherstellern. Seit 1999 befindet sich das Unternehmen in einer strategischen Allianz mit Nissan und Mitsubishi. Allerdings haben die drei Firmen sich nicht formell zusammengeschlossen (wie etwa die Konkurrenten Peugeot, CitroĂ«n und Fiat zu Stellantis), sondern ein loses BĂŒndnis mit gegenseitigen Beteiligungen gebildet. So besitzt Nissan 34 Prozent an Mitsubishi und 15 Prozent an Renault, Renault wiederum 43,5 Prozent an Nissan.

Wie bei Volkswagen ist auch bei Renault der Staat nach wie vor ein wichtiger Teilhaber, die Republik Frankreich besitzt fast 20 Prozent der Aktien.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR55,537--
Gewinn/Aktie-0,52-3,463,21
Dividende/Aktie1,100,120,60

Die Kursentwicklung war zuletzt enttÀuschend, die Aktie notierte Mitte 2021 rund 60 Prozent niedriger als Mitte 2018 und mehr als 10 Prozent niedriger als im Jahr 2011.


2019 und 2020 hat das Unternehmen Verluste gemacht. Die Verluste je Aktie entsprachen 2020 fast dem Kurswert des Papiers. Auch die Dividende wurde in beiden Jahren gestrichen. 2021 soll es wieder Gewinne und eine geringe Dividende geben, doch die ÜberschĂŒsse des Jahres 2017 werden voraussichtlich selbst im Jahr 2023 nicht wieder erreicht werden.


Das Unternehmen hat immer wieder attraktive Pkw-Modelle entwickelt. Aktuell gehört das Modell Renault Zoe zu den meistverkauften Elektroautos im Kleinwagensegment. Die Kursentwicklung der jĂŒngeren Vergangenheit und die Gewinnsituation ist bei Renault aber deutlich schlechter als bei VW, Toyota oder auch General Motors.

Bewertung

  • BĂŒndnis mit Nissan und Mitsubishi
  • Hoher Verlust 2020
  • Erfolg mit Elektroauto Zoe

Die Aktie kann an praktisch allen wichtigen deutschen BörsenplÀtzen gekauft werden.

Chinesische Auto-Aktien kaufen: In diese Aktien lohnt sich eine Investition

China zĂ€hlt zu den wichtigsten AutomĂ€rkten weltweit. Ohne China geht bei Umsatz und Gewinn gar nichts – das gilt auch fĂŒr technologischen Entwicklungen.

Vor allem fĂŒr die deutschen Autohersteller ist das Land ein wichtiger Exportmarkt. Doch zunehmend werden chinesische Hersteller selbst zu wichtigen Akteuren. Bald werden vermutlich auch deutlich mehr chinesische Autos in Deutschland zu sehen sein.

Chinesische Aktien waren in der Vergangenheit oft eine gute Investition. Gilt das auch fĂŒr chinesische Automobil Aktien? Wir stellen einige Unternehmen kurz vor.

BYD

(WKN: A0M4W9WKN kopiert / ISIN: CNE100000296ISIN kopiert)

Die BYD Company Limited (das Akronym BYD steht fĂŒr Build Your Dreams) ist ein chinesischer Mischkonzern und einer der grĂ¶ĂŸten Automobilproduzenten Chinas. In Kalifornien gibt es ein eigenes Montagewerk fĂŒr den batteriebetriebenen BYD eBus. Das Businessweek-Magazin von Bloomberg stufte BYD bereits im Jahr 2010 als leistungsfĂ€higsten Technologiekonzern der Welt ein.


Allein von Mitte 2020 bis Mitte 2021 legte der Aktienkurs des Unternehmens um 260 Prozent zu. Aktuell ist die Aktie also eher hoch bewertet.


Werden die Gewinnerwartungen ĂŒbertroffen, könnte sich dies jedoch Ă€ndern. 2020 legte der Überschuss um 160 Prozent zu, allerdings auch nach zwei Jahren mit GewinnrĂŒckgĂ€ngen in Folge. FĂŒr 2021 wird nur ein leichtes Gewinnwachstum prognostiziert, was bedeutet, dass das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis weiterhin hoch bleibt. Es lag mit 109 mehr als zehn Mal so hoch wie bei den deutschen Herstellern ĂŒblich.

Erstmals wurde 2020 eine Dividende gezahlt, die Dividendenrendite lag allerdings angesichts der Auszahlung von 0,01 Euro je Aktie nur bei 0,08 Prozent.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR---
Gewinn/Aktie0,080,100,14
Dividende/Aktie0,010,010,01

Bewertung

  • Hoch bewertet
  • Geringe Dividende
  • Wachstumsambitionen – eine Aktie fĂŒr Mutige

Die Aktie ist in Hongkong und Shenzhen notiert. Sie kann aber auch an vielen HandelsplÀtzen in Deutschland wie dem Xetra und der Lang & Schwarz Exchange in Hamburg gekauft werden.

Geely

(WKN: A0CACXWKN kopiert / ISIN: KYG3777B1032ISIN kopiert)

Geely ist ein chinesischer Hersteller von Pkw und MotorrĂ€dern. Das Unternehmen wurde im Jahr 2002 gegrĂŒndet und produziert heute an sieben Standorten. Zum Konzern gehören auch die Marken London Taxi, Lotus und Volvo sowie mehrere in Asien bekannte Marken wie SMA oder Proton (49,9 Prozent Beteiligung).

Die Aktie ist sehr volatil. Mitte 2021 lag sie rund 670 Prozent höher als 2011, allerdings deutlich niedriger als noch 2018. In der zweiten JahreshÀlfte 2020 hatte sich der Kurs der chinesischen Autoaktie fast verdreifacht, verlor in der zweiten JahreshÀlfte 2021 aber wieder rund 40 Prozent.


2020 wollte das Unternehmen eigentlich 2 Millionen Fahrzeuge pro Jahr produzieren. Nicht zuletzt die Coronakrise hat diesem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Gewinn pro Aktie sank deutlich, er lag 2020 mit 0,07 Euro nicht einmal halb so hoch wie 2018 mit 0,17 Euro. Erst 2024 soll das Niveau von 2018 wieder erreicht werden.

Auch die Dividende wurde 2020 um ein Drittel gekĂŒrzt, was angesichts der schon vorher niedrigen Dividendenrendite aber kaum ins Gewicht fĂ€llt.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR---
Gewinn/Aktie0,110,110,15
Dividende/Aktie0,030,020,03

Bewertung

  • Hoch bewertet
  • EigentĂŒmer europĂ€ischer Traditionsmarken
  • GewinnrĂŒckgang in 2019 und 2020 – aber interessante Perspektiven

Wer in die Aktie von Geely investieren möchte, kann dies ĂŒber ein auf den Kaimaninseln notiertes Papier tun. Dieses wird auch an deutschen BörsenplĂ€tzen gehandelt – zum Beispiel bei Tradegate

Nio

(WKN: A2N4PBWKN kopiert / ISIN: US62914V1061ISIN kopiert)

Nio ist ein junges Unternehmen aus China und bietet interessante Anlegerchancen, birgt aber auch höhere Risiken. Noch vor Tesla ist Nio die wohl interessanteste E-Auto Aktie.

Das in Shanghai ansĂ€ssige Unternehmen gilt als Innovationstreiber der Branche. Im Oktober 2016 gestatteten die kalifornischen Behörden dem Unternehmen den Test selbstfahrender Autos auf öffentlichen Straßen. 2018 eröffnete Nio die erste Power Swap Station Chinas. Dort können leergefahrene Batterien gegen volle Batterien ausgetauscht werden. Dadurch entfĂ€llt der Ladevorgang.

Der Kurs stieg allein von Mitte 2020 bis Mitte 2021 um rund 800 Prozent, wobei das Plus zwischenzeitlich noch höher gelegen hatte. Auch diese chinesische Automobil Aktie verlor seit Januar rund ein Drittel.

Gewinne erzielt Nio noch nicht. Die Gewinnschwelle rĂŒckt jedoch Jahr fĂŒr Jahr nĂ€her.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR---
Gewinn/Aktie-1,44-0,86-0,52
Dividende/Aktie000

Bewertung

  • Noch keine Gewinne
  • Dynamisches Unternehmen
  • Stark im Bereich ElektromobilitĂ€t und autonomes Fahren

Die Aktie wird bisher nur in China gehandelt. Allerdings gibt es gesponsorte ADRs, also Aktienzertifikate, mit denen Anleger*innen das Papier indirekt kaufen können. Diese werden auch in Deutschland gehandelt.

Auto Start-up Aktien – nicht börsennotiert

In den vergangenen Jahren sind viele Auto Start-ups gegrĂŒndet worden. Zwei Unternehmen stammen aus China, aber auch in anderen LĂ€ndern gab es interessante GrĂŒndungen.

Byton

Byton ist ein chinesischer Hersteller von Elektroautos. Das in Nanjing ansĂ€ssige Unternehmen wurde im Jahr 2017 unter anderem durch frĂŒhere Mitarbeiter von BMW und Nissan gegrĂŒndet. Das erste Pkw Modell wurde der Öffentlichkeit im Januar 2018 vorgestellt. In unserem Artikel ĂŒber Start-ups erklĂ€ren wir Ihnen genauer, worauf Sie bei einer Investition in neue Unternehmen achten mĂŒssen.

Doch im Zuge der Corona-Krise stand das Unternehmen kurz vor der Pleite. Die deutsche Tochter in MĂŒnchen wurde im April 2021 sogar insolvent.

Direkt an der Börse handelbar war das Unternehmen ohnehin nie. Allerdings besaß die China Harmony New Energy rund ein Drittel der Aktien – und diese ist börsennotiert. WĂ€hrend die anderen chinesischen Autoaktien zulegen konnten, verlor China Harmony New Energy von Mitte 2020 bis Mitte 2021 rund zehn Prozent an Wert.

Bei den aktuellen AktionĂ€ren wird China Harmony New Energy nicht mehr genannt. Die ĂŒbrigen GroßaktionĂ€re sind in Deutschland nicht börsennotiert.

Sono Motors

Sono Motors ist ein MĂŒnchener Start-up fĂŒr Elektroautos. Mit dem Sion ist das erste Auto zumindest als Prototyp bereits auf den Straßen unterwegs. Der Clou: In die Karosserie sind Solarzellen eingearbeitet, die das Fahrzeug beim Fahren oder Parken aufladen. Das reicht zwar nicht fĂŒr die Fahrt, verlĂ€ngert aber die Reichweite und senkt den Stromverbrauch.

Allerdings hat die Serienproduktion noch nicht begonnen. Sie soll im ehemaligen Saab-Werk in TrollhÀttan stattfinden.

Börsennotiert ist das Unternehmen bisher nicht. Investoren mĂŒssen noch warten. Vielleicht kauft ja der ebenfalls in MĂŒnchen beheimatete Konkurrent BMW das kleine Start-up.

Togg

Auch Togg, der tĂŒrkischen Elektroautomarke, wird derzeit viel Aufmerksamkeit gewidmet. Zwei Prototypen hat das Unternehmen schon vorgestellt, einen SUV und eine Limousine. Die beiden wurden allerdings noch vom italienischen Design- und Karosseriebauunternehmen Pininfarina hergestellt.

FĂŒr die Serienproduktion entsteht ein neues Werk in der TĂŒrkei. Die Batteriezellen werden zunĂ€chst in Deutschland in Bitterfeld-Wolfen hergestellt, aber ebenfalls in der TĂŒrkei weiterverarbeitet. Das Projekt genießt die UnterstĂŒtzung des tĂŒrkischen PrĂ€sidenten.

Kaufen kann man Togg Aktien aber nicht. Bisher sind fĂŒnf verschieden Firmen mit je 19 Prozent beteiligt, fĂŒnf Prozent hĂ€lt die tĂŒrkische Handelskammer TOBB, zu der auch der börsennotierte Mobilfunkanbieter Turkcell gehört, der unter anderem an der Börse Frankfurt gehandelt wird (WKN: 502723; ISIN: TRATCELL91M1).

Tipp: Wir haben einen eigenen Beitrag zu tĂŒrkischen Aktien.

Investieren in Automobil-Aktien: SWOT-Analyse

Ist Auto-Aktien kaufen im aktuellen Umfeld eine gute Idee? Wie bei jeder Investition gilt es, im Vorfeld Pro- und Contra-Argumente abzuwÀgen. Unsere SWOT-Analyse geht der Frage auf den Grund.

StÀrken: Der Automobilmarkt scheint sich zu erholen

Viele Automobil Aktien (ganz besonders die der deutschen Hersteller) sind stark gefallen. Optimisten erkennen daran AufwĂ€rtspotenzial. Vielleicht ĂŒbertreibt der Markt. In China scheint sich der Automobilmarkt sehr schnell von Corona zu erholen. Trifft dies auch auf Europa und Nordamerika zu, stehen die Hersteller womöglich schon im SpĂ€therbst wieder sehr gut da. Zumal die deutschen Hersteller offenbar bei ElektromobilitĂ€t und autonomem Fahren aufholen.

SchwÀchen: Hohe Kosten durch die Investition in ElektromobilitÀt, Chipmangel

Mit aller Macht mĂŒssen die Automobilkonzerne den Umstieg auf die ElektromobilitĂ€t schaffen. Und es wartet schon die nĂ€chste Herausforderung, auch das autonome Fahren muss bewĂ€ltigt werden. Gleichzeitig muss auch die Entwicklung der Verbrennungsmotoren noch ein paar Jahre weiterlaufen. Und BMW und Daimler haben auch das Thema Wasserstoff noch nicht abgeschrieben. Das kostet viel Geld.

Aktuell bremst auch ein Mangel an Chips die Produktion. Denn ohne IT geht heute auch bei Autos nichts mehr. Die Fachzeitschrift Automobil Produktion spricht von einem „fatalen Problem“. Der deutsche Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöfer rechnet nicht damit, dass der Mangel noch 2021 behoben werden kann. Außerdem drohe eine AbhĂ€ngigkeit von China. Das Land sei „unendlich dynamisch“ und werde daher die FĂŒhrung ĂŒbernehmen.

Trotzdem erzielen die meisten Hersteller aktuell noch hohe Gewinne und die Dividendenrenditen sind gut. Die drohende AbhÀngigkeit von China lÀsst sich durch den Kauf chinesischer Aktien teilweise umgehen. Die Gefahren lauern eher in der Zukunft (siehe Risiken).

Chancen: Kosten zum Auto-Aktien kaufen sind derzeit gering

Wer jetzt die richtigen Auto-Aktien kauft, investiert vielleicht zu einem sehr gĂŒnstigen Zeitpunkt in erfolgreiche Großkonzerne der Zukunft. Viele Analysten bemĂ€ngeln, die Hersteller seien immer noch so bewertet, als wĂŒrden sie in wenigen Jahren insolvent. Dabei sind viele Unternehmen auf einem guten Weg.

Geld könnte auch neue Modelle schaffen, beispielsweise die Idee eines Auto-Abonnements. Dann könnten die Hersteller zusĂ€tzliche Services anbieten und dafĂŒr Geld verlangen. Im Zeitalter autonomen Fahrens gilt das erst recht. Dann lĂ€sst sich das gewĂŒnschte Auto einfach per App bestellen.

Risiken: Neue Konkurrenten und neue Monopole durch E-MobilitÀt und autonomes Fahren

Die Option, das gewĂŒnschte Auto einfach per App zu bestellen, birgt aber auch eine Gefahr. Dann sind nĂ€mlich weniger Autos nötig. Außerdem hĂ€tten die Anbieter solcher Dienstleistungen eine deutlich höhere Verhandlungsmacht.

Zwei völlig gegensĂ€tzliche BefĂŒrchtungen kursieren aktuell bei den Automobilherstellern: Die eine ist, dass die ElektromobilitĂ€t den Markteintritt fĂŒr neue Konkurrenten leichter machen könnte. Denn fĂŒr den Bau von Elektrofahrzeugen ist deutlich weniger Know-How nötig. Beispielsweise sind keine Getriebe notwendig und Elektromotoren sind deutlich einfach zu bauen als Verbrennungsmotoren.

Das könnte zu einem Verfall der Preise fĂŒhren. TatsĂ€chlich sind zuletzt zahlreiche neue Unternehmen in den Wettbewerb eingetreten. Sogar fĂŒr den totgesagten Streetscooter der Deutschen Post könnte es ein Happy End geben.

Die zweite BefĂŒrchtung geht in die andere Richtung. Die Entwicklung von Autos zu fahrenden Computern könnte dazu fĂŒhren, dass am Ende nur wenige Hersteller ĂŒberleben. Denn im IT-Bereich wird GrĂ¶ĂŸe oft belohnt, erst recht beim Thema maschinelles Lernen, wo mehr Daten fast automatisch zu besseren Ergebnissen und damit zu noch mehr GrĂ¶ĂŸe fĂŒhren.

Die Überlebenden könnten sagenhafte Gewinne erzielen; ein Grund warum Tesla so viel Kapital anzieht. Wer aber die falsche Autoaktie gekauft hat, verliert viel Geld. Die Kurse der E-Auto Aktien gehen an der Börse zwar nach oben, doch sind einige Auto Aktien dabei, die nur von Zukunftserwartungen der Anleger*innen leben. Das MĂŒnchner Startup Sono Motors oder das US-Startup Rivian haben zeitweise eine Marktkapitalisierung höher als die bei VW verzeichnet. Dabei haben sie bisher noch kein oder nur sehr wenige Fahrzeuge verkauft.

Es gibt ein drittes Risiko, quasi eine Kombination aus den beiden ersten Szenarien: IT-Giganten wie Google, Apple oder Amazon entwickeln die Software und verdienen damit das große Geld, wĂ€hrend sich die Hersteller mit geringen ErtrĂ€gen zufriedengeben mĂŒssen. Dies ist vermutlich die wahrscheinlichste der drei Optionen.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Zu den drei beschriebenen Szenarien gibt es noch eine vierte. Darin kooperieren die Autohersteller bei der Entwicklung des autonomen Fahrens, schaffen offene Standards und setzten sich gegen die Tech-Giganten durch.

Kleine Konkurrenten wie Sono Motors könnten ĂŒbernommen werden, was den Konkurrenzdruck etwas dĂ€mpfen wĂŒrde. Die zusĂ€tzliche Konkurrenz durch chinesische Autohersteller wird aber bleiben. Gleichzeitig ist China aber auch ein wichtiger Absatzmarkt.

Die aktuellen Dividendenrenditen werden AktionĂ€re aber langfristig nicht mehr erreichen. FĂŒr die meisten Hersteller gibt es mehr Risiken als Chancen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Dividendenrenditen und das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis aktuell sehr gut sind. Die Risken sind also schon eingepreist. Kommt es schlimmer als erwartet, dann verlieren die AktionĂ€re, kommt es weniger schlimm, dann lĂ€sst sich viel Geld verdienen.

Auto-ETF als Alternative

Eine Alternative zum Kauf einzelner Auto-Aktien sind börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Es gibt ETFs auf spezielle Automobilindizes. Eine naheliegende Lösung fĂŒr Anleger*innen ist der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts. Es gibt verschiedene ETFs auf diesen Index. Wir haben einen ausgesucht.

iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF (DE)

(WKN: A0Q4R2WKN kopiert / ISIN: DE000A0Q4R28ISIN kopiert)

Im Index befinden sich lediglich 13 Werte – durchweg Automobilhersteller und Zulieferer. Der iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF bildet den Index mittels physischer Replikation ab. Es handelt sich um einen ausschĂŒttenden ETF mit quartalsweisen Dividendenzahlungen. Die Gesamtkostenquote (TER) betrĂ€gt 0,46 Prozent. In den letzten fĂŒnf Jahren erzielte der ETF eine Rendite von rund 25 Prozent.

Rendite p.a. letzte 5 Jahre-8,73 %
Rendite p.a. letzte 5 Jahre Vergleichsindex-8,91 %
AusschĂŒttungsmodusAusschĂŒttend
TER0,46 %
ReplikationPhysisch

ComStage STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF

(WKN: WKN kopiert / ISIN: LU0378435043ISIN kopiert)

Der ComStage STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF wird seit der Übernahme der ComStage durch Lyxor durch diese Fondsgesellschaft betrieben. Es handelt sich um einen direkt replizierenden, ausschĂŒttenden ETF. Die Gesamtkostenquote (TER) betrĂ€gt 0,25 Prozent. In den letzten fĂŒnf Jahren erlitten Anleger*innen mit dem Fonds einen Gesamtverlust in Höhe von 38,57 Prozent. Damit hat sich der ETF etwas besser entwickelt als der Vergleichsindex (-39,42 Prozent).

Rendite letzte 5 Jahre kumuliert-38,57 %
Rendite letzte 5 Jahre kumuliert Vergleichsindex-39,42 %
AusschĂŒttungsmodusAusschĂŒttend
TER0,25 %
ReplikationPhysisch

Der gĂŒnstigste Broker fĂŒr diesen ETF ist comdirect.

Die Alternativen zu Autoaktien und E-Auto-Aktien

Hersteller von Batterien

Wer auf das Thema ElektromobilitĂ€t setzen will, kann das statt mit E-Auto-Aktien auch mit Herstellern von Batterien tun. Denn wer zuerst kostengĂŒnstige Akkumulatoren mit großer Reichweite herstellt, hat einen großen Vorsprung.

Teilweise investieren Hersteller wie VW, Tesla oder Toyota selbst in die Batterieentwicklung. Aber auch die Traditionsmarke Varta spielt mit. Außerdem gibt es mit dem L&G Battery Value-Chain UCITS auch einen ETF auf Batteriehersteller.

Mehr Informationen haben wir in unserem Beitrag Riesenchance Feststoffbatterie 2021 zusammengestellt.

Lithiumaktien

Die heutigen Batterien arbeiten oft auf Lithium-Ionen-Basis. Sie brauchen also Lithium. Fördergesellschaften des Leichtmetalls könnten deswegen ebenfalls profitieren.

Lesen Sie dazu unseren Artikel Lithium Aktien kaufen.

Wasserstoffaktien

VW setzt ausschließlich auf die Batterie, doch einige andere Hersteller glauben noch an die Alternative Wasserstoff. Diese hĂ€tte den Vorteil, dass keine Batterien notwendig sind und der Wasserstoff dann produziert werden kann, wenn StromĂŒberschĂŒsse vorhanden sind.

Aktuell glauben immer weniger Beobachter an eine Trendwende. Doch fĂŒr Wasserstoff gibt es noch zahlreiche andere Anwendungsmöglichkeiten – nicht zuletzt das Speichern von EnergieĂŒberschĂŒssen. Auch in der Stahlindustrie könnte der Wasserstoff Anwendung finden.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zu Wasserstoffaktien.

5 Fragen und Antworten rund um Auto-Aktien

Mit welchen anderen Aktien stehen Auto-Aktien in Verbindung?

Die Automobilindustrie steht in direkter Verbindung mit ihren Zulieferern. Dies gilt auch fĂŒr die Aktien. Relevant sind darĂŒber hinaus Unternehmen aus dem Rohstoffbereich. Die Autoindustrie benötigt viel Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium und Platin. FĂŒr Elektroautos werden darĂŒber hinaus Lithium sowie KapazitĂ€ten in der Batteriefertigung benötigt. Da auch Wasserstoff als zukĂŒnftige Antriebstechnologie noch nicht vom Tisch ist, spielen auch Aktien aus diesem Bereich eine Rolle.

Warum sind chinesische Auto-Aktien besonders beliebt?

Chinas Automarkt ist groß und wĂ€chst weiter - China wird die fĂŒhrende Automacht. Die nationalen Hersteller können sich deshalb grĂ¶ĂŸtmöglicher UnterstĂŒtzung ihrer Regierung erfreuen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass schon in relativ naher Zukunft chinesische Autos weltweit den Ton angeben. Dies mĂŒsste sich dann auch in den Aktienkursen widerspiegeln.

Warum wird die Tesla-Aktie so hoch gehandelt?

Tesla gilt als Technologie- und DesignfĂŒhrer. Anleger hoffen auf Skalierungseffekte, die dem Unternehmen im besten Fall betrĂ€chtliche Gewinne bescheren werden. Tesla verfĂŒgt ĂŒber die Technologien, die schon bald die SchlĂŒsseltechnologien im Fahrzeugbau sein können, wie zum Beispiel autonomes Fahren. Außerdem forscht das Unternehmen an neuartigen Energiespeichern wie Feststoffbatterien.

Welche Auto Aktien kaufen?

Lange Zeit waren junge E-Auto-Aktien wie Tesla und Nio die Stars der Börsen, wÀhrend sich etablierte Hersteller eher schwach entwickelten. Doch zuletzt haben sich vor allem deutsche Autoaktien wie VW und Daimler vielversprechend entwickelt, zumal die Dividendenrenditen bisher hoch sind.

Welche E-Auto Aktien gibt es?

Bekannteste E-Auto-Aktie ist aktuell Tesla. Doch auch der Hersteller Nio gilt als risikoreiches, aber ebenso interessantes Investment. Auch etablierte Hersteller wie VW und Daimler entwickelten sich immer mehr zu E-Auto-Aktien. Junge Hersteller wie Sono Motors sind noch nicht börsennotiert, könnten aber mittelfristig an die Börse gehen. Auch Batteriehersteller können eine Alternative sein.

Fazit

Automobilaktien bieten eine hohe Dividendenrendite und ein gĂŒnstiges Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis. Allerdings bergen die Themen ElektromobilitĂ€t und autonomes Fahren viele Risiken. Aus den stolzen Herstellern könnten Unternehmen werden, die von den Softwareherstellern abhĂ€ngig sind und sich mit niedrigen Gewinnen zufriedengeben mĂŒssen. So ergeht es heute den Herstellern von PCs.

Vorhersehen lĂ€sst sich die Entwicklung kaum, aber Hersteller wie VW, Toyota oder Daimler scheinen gut aufgestellt zu sein. Bei BMW sind noch einige Fragen offen. Das bayerische Unternehmen blieb zuletzt hinter den Konkurrenten zurĂŒck, könnte die Wende aber noch schaffen. Auch eine Übernahme durch einen chinesischen Hersteller wĂ€re fĂŒr die AktionĂ€re attraktiv.

Auch bei sorgfĂ€ltiger Auswahl sollten Anlegerinnen und Anleger ihr Investment daher streuen. Wer sich das nicht zutraut oder keine Lust dazu hat, kann diese Aufgabe an einen Robo Advisor ĂŒbertragen.

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Tilman schreibt seit 2017 fĂŒr Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem fĂŒr die SĂŒddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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