Beste Automobil Aktien kaufen: Wertpapiere, ETF und Marktanalyse 2022

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Auto Aktien - Das Wichtigste in KĂŒrze

 

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Inhaltsverzeichnis

Die besten Autoaktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
710000
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766403
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PAH003
DE000PAH0038
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A1CX3T
US88160R1014
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0.1495%
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853510
JP3633400001
3,30
189.846
0.0743%
0.0268
A1C9CM
US37045V1008
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55.407
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0.0092
893113
FR0000131906
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A0M4W9
CNE100000296
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A0CACX
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A2N4PB
US62914V1061
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Auto-Aktien kaufen: Eine Investition mit Chancen und Risiken

Besitzer von Automobil Aktien standen in letzter Zeit unter Druck. ElektromobilitĂ€t, autonomes Fahren und neue Verkehrskonzepte setzen den Herstellern zu. Doch seit Anfang 2021 melden sich immer mehr Hersteller zurĂŒck. VW ĂŒberholt Tesla in Norwegen und Daimler erhĂ€lt viel Lob fĂŒr seinen Mercedes EQS. Der globale Engpass bei Halbleitern wird die Autoproduktionen wahrscheinlich bis ins Jahr 2023 beinflussen.

Autokonzerne steuern auf eine unbekannte Zukunft zu, denn auch wenn die E-MobilitĂ€t kĂŒnftig KerngeschĂ€ft werden soll, sind wichtige Probleme wie Energiebereitstellung und Akkuleistung nicht geklĂ€rt. Erste deutsche Autohersteller wollen ab 2030 nur noch E-Fahrzeuge verkaufen. Ist jetzt die beste Zeit zum Einstieg?

Hinweis: ElektromobilitĂ€t und kĂŒnstliche Intelligenz in der Automobilbranche bringen jedoch auch Risiken mit sich. Große Firmen sind stets ein interessantes Ziel fĂŒr Hackerangriffe. Aus diesem Grund ist Cybersecurity fĂŒr die Wirtschaft von grĂ¶ĂŸter Bedeutung. In unserem Leitfaden „Cybersecurity ETF“ erfahren Sie mehr ĂŒber das Thema und die verschiedenen Investitionsmöglichkeiten.

Ebenfalls lesenswert: Unsere Aktien zum Investieren in Halbleiter fĂŒrs Auto und Ladestationen fĂŒr Elektrofahrzeuge.

Die grĂ¶ĂŸten deutschen Auto-Aktien kaufen

Sowohl Daimler als auch BMW haben sich in den vergangen fĂŒnf Jahren schlechter entwickelt als der DAX (Kursindex). Startet jetzt die große Aufholjagd?

Im Vergleich zu unserer Automobil Aktien Analyse 2020 ist die aktuelle Liste fĂŒr Deutschland um eine Aktie kĂŒrzer geworden. Die Audi-Aktie, schon seit Jahrzehnten zu 99,6 Prozent im Besitz von VW, wurde von der Börse genommen. Wer sie im Depot hatte, konnte sich vor dem Squeeze-Out ĂŒber einen Aufschlag von 50 Prozent auf den Marktwert freuen.

Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
710000
DE0007100000
49,10
66.902
0.1606%
0.0876

Seit Februar 2022 firmiert die Daimler AG als Mercedes-Benz Group. Damit sollen Verwechslungen mit der 2021 als Daimler Trucks abgespaltenen Lkw-Sparte vermieden werden. Die Aktie notierte im Mai 2022 mit rund 60,50 Euro etwa auf dem Kursniveau des Vorjahres und mehr als 15 Euro von ihrem Hoch vom Februar 2022 entfernt. Die AbwĂ€rtsbewegung liegt vor allem an der Abspaltung von Daimler Truck. Hinzu kommen KursabschlĂ€ge aufgrund einer DividendenausschĂŒttung. Mercedes-Benz-Investoren gelten als treu. Sie verkaufen nicht; die hohe Dividende ist fĂŒr viele Anreiz genug. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 betrĂ€gt die Dividende 5 Euro. Davon sind 0,70 Euro der Anteil von Daimler-Truck. Der Referenzwert fĂŒr eine kĂŒnftige Dividende wird mit 4,30 Euro angesetzt. Im GeschĂ€ftsjahr 2021 betrug der Umsatz der Mercedes-Benz Group rund 168 Milliarden Euro (2020 waren es 154,3 Milliarden Euro). Die Ergebnisse fĂŒr das erste Quartal 2022 wurden im Mai 2022 veröffentlicht. Demnach kann Mercedes-Benz mehr Gewinn bei einem geringeren Umsatz und gestiegenen Kosten erwirtschaften. Die aufgrund fehlender Bauteile verminderten Auslieferungen wurden durch die hohe Nachfrage ĂŒber die Preise kompensiert. Mercedes-Benz dĂŒrfte sich fĂŒr eine gewisse Zeit ĂŒber den Terminmarkt gegen steigende Energie- und Materialkosten abgesichert haben. Der Jahresumsatz soll etwas ĂŒber dem des Vorjahres liegen. Das allgemeine Marktumfeld mit Russland-Krieg, Lieferkettenstörungen und hoher Inflation verunsichert Verbraucher*innen und hĂ€lt potenzielle Anleger*innen vom Investieren ab. Das hat auf die bisherige StabilitĂ€t der Aktie keine grĂ¶ĂŸeren negativen Auswirkungen. Die Frage ist, wie sich die Neuwagennachfrage in einem unsicheren Marktumfeld in Zukunft entwickelt. Mercedes möchte mit Innovationen bei Verbraucher*innen ĂŒberzeugen und fĂŒhrt als erster Autokonzern hierzulande automatisierte Fahrsysteme ein. Ein System kostet bei der S-Klasse 5.000 Euro plus Mehrwertsteuer, beim Elektromodell EQS 7.400 Euro plus Mehrwertsteuer. Das Aktivieren von zusĂ€tzlichen Funktionen des Systems könnte zusĂ€tzliche Erlöse generieren. Analysten bekannter Banken haben im April 2022 die Kursziele der Aktie im Bereich zwischen 66 Euro und 90 Euro angeben und mit einem Buy oder Outperform Rating versehen. Die Mercedes-Benz Aktie prĂ€sentiert sich Anleger*innen gegenĂŒber als stabil und gilt bei Analysten als Kaufkandidat. Die QualitĂ€t des Unternehmens ist anerkannt. Die Nachfrage nach kostspieligen Fahrzeugen bleibt hoch. ZusĂ€tzliche Einnahmen verspricht der Einsatz von Fahrcomputern. Erstellt: 02.06.2022 | Autor: Thomas Detlef BĂ€r

Volkswagen (VW)

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
766403
DE0007664039
3,45
79.083
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Mit der Wende zur ElektromobilitĂ€t schlĂ€gt Volkswagen fĂŒr die Zukunft einen neuen Kurs ein und springt auf den aus den USA kommenden Trend auf. Eine Entwicklung, der Investoren sehr positiv gegenĂŒberstehen.

Gute Dividende und steigender Kurs

Nach einem AbwĂ€rtstrend seit Juni 2021 zeigt der Kurs der VW Aktie wieder nach oben und das dĂŒrfte auch so bleiben. Trotz leicht fallenden Kursen im Vorjahr konnte der Wolfsburger Autobauer einen JahresĂŒberschuss von knapp 15 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 250 Milliarden Euro erwirtschaften. Mit einer Dividende von 7,50 Euro fĂŒr die Stammaktie legt VW im Vergleich zu den 4,86 Euro im Vorjahr krĂ€ftig zu und lĂ€sst Anleger*innen hoffen. Gleichzeitig lĂ€dt der aktuelle KGV von 6,00 zum Investieren ein.

Halbleitermangel als Kurskiller?

Der aktuelle weltweit herrschend Mangel an Halbleiterkomponenten spĂŒrt auch der deutsche Autobauer und fĂ€llt bei seinen Produktionszielen im ersten Quartal um mehrere hunderttausend Wagen zurĂŒck. Laut Experten der Deutschen Bank sollte die Knappheit jedoch bald nachlassen und die angespannte Situation sich deutlich verbessern.

Konkurrenz durch Tesla

VW produziert pro Jahr trotz seiner enormen GrĂ¶ĂŸe und jahrelanger Erfahrung in der Automobilbranche nur knapp halb so viel Elektroautos wie Tesla. Doch der neue ID.4 bringt neue Hoffnungen. Zudem darf nie vergessen werden, dass VW auch im Verbrennersegment enorme UmsĂ€tze erwirtschaftet. Hintergrund: Volkswagen-Konzern, auch Volkswagen AG genannt, ist ein großer deutscher Automobilhersteller, der 1937 von der deutschen Regierung gegrĂŒndet wurde, um ein preisgĂŒnstiges "Volksauto" in Serie zu produzieren. Der Hauptsitz befindet sich in Wolfsburg, Deutschland. Mittlerweile sind zehn Marken aus fĂŒnf europĂ€ischen LĂ€ndern, darunter Porsche, Audi und Skoda, unter dem VW Dach vereint. VW scheint die Trendwende Richtung ElektromobilitĂ€t geschafft zu haben und steuert in eine sichere und profitable Zukunft. Der momentan vergleichsweise geringe Preis lĂ€dt zum Investieren ein und dies kann auch ohne Bedenken getan werden.

BMW ist eine weltweit anerkannte Automarke. Die vom Unternehmen hergestellten Produkte sind den meisten Verbraucher*innen bekannt. Bei der Gewinnmarge schnitt BMW mit 12 Prozent im Jahr 2021 so gut ab wie Mercedes-Benz und besser als Volkswagen (7,7 Prozent). Tesla hat im ersten Quartal 2022 die operative Marge mit ĂŒber 19 Prozent angegeben. Volkswagen und Mercedes wird allein schon wegen ihrer UnternehmensgrĂ¶ĂŸe mehr Wachstum zugetraut. Die Kurse der BMW-Vorzugsaktien lagen Anfang Mai 2022 mit 79 Euro nur wenig ĂŒber denen vor drei Jahren. Die GeschĂ€fte des Autobauers BMW liefen im ersten Quartal besser als von Analysten erwartet. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern betrug die Steigerung 12,1 Prozent bezogen auf das Vorjahresquartal. Das entsprach 3,39 Milliarden Euro. Eine Gewinnsteigerung gegenĂŒber 2021 ist die Zielstellung. Im Jahr 2021 erreichte der Gewinn rund 12,5 Milliarden Euro. Die operative Gewinnmarge im Autobau lag bei 8,9 Prozent. Die Übernahme des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens BBA hat die Marge gedrĂŒckt. Hohe Verkaufspreise hĂ€tten eine Marge von 13,2 Prozent ermöglicht. Ein Effekt der Einbeziehung von BBA ist ein Umsatz von ĂŒber 31 Milliarden Euro, eine Steigerung von ĂŒber 16 Prozent. Die BMW-Verantwortlichen versprechen, das Tempo bei der E-MobilitĂ€t zu beschleunigen. 2025 soll die StĂŒckzahl von vollelektrischen BMW-Fahrzeugen die zwei Millionen Marke erreichen. Das Rating von Analysten fĂŒhrender Banken wurde nach den Quartalszahlen 2022 aktualisiert. Aktienempfehlungen gibt es fĂŒr Buy und Hold. Die Spanne der Kursziele fĂŒr die BMW-Aktie reicht von unter 100 Euro bis 130 Euro. Der Kauf der BMW-Aktie empfiehlt sich fĂŒr konservative und wenig risikoorientierte Anleger*innen. GrĂ¶ĂŸere Kursschwankungen sind in einem normalen Marktumfeld nicht zu erwarten, was im Gegenzug fĂŒr grĂ¶ĂŸere Aktien-Renditen gilt. Das Kursplus bezogen auf die letzten drei Jahre bewegt sich im niedrigen einstelligen Bereich. Mit der sicheren DividendenausschĂŒttung wird die Rendite insgesamt nur wenig gesteigert. Erstellt: 02.06.2022 | Autor: Thomas Detlef BĂ€r

Porsche Automobil Holding SE

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
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DE000PAH0038
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Die Porsche Automobil Holding ist Mehrheitseigner und im Besitz von 53,3 Prozent der Volkswagen-Stammaktien. Inhaber*innen von Aktien der Porsche Automobil Holding SE sind daher an Volkswagen beteiligt. Seit 2007 gehört das Stuttgarter Autounternehmen Porsche (seit September 2021 im DAX) zur Volkswagen AG. Die Stammaktien der Porsche Holding halten ausschließlich die Familien PiĂ«ch und Porsche. An der Börse werden Porsche SE Vorzugsaktien gehandelt. Das erste Quartal im GeschĂ€ftsjahr 2022 ist fĂŒr Porsche SE positiv ausgefallen. Der Konzern meldete ein Ergebnis nach Steuern von 2,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 995 Millionen Euro. Das Quartalsergebnis hat sich damit mehr als verdoppelt. Wesentliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis nach Steuern hatten die positiven Ergebnisentwicklungen im Volkswagen-Konzern und die Absicherung mit Derivaten. Die Porsche SE verfĂŒgt Ende MĂ€rz 2022 ĂŒber eine NettoliquiditĂ€t von 847 Millionen Euro. GegenĂŒber Ende Dezember 2021 ist das ein Plus von 206 Millionen Euro. Der Hauptteil der ZuflĂŒsse stammt mit 221 Millionen Euro aus dem Verkauf von Anteilen an der PTV Group. Porsche hat die hohe LiquiditĂ€t und den gĂŒnstigen Aktienkurs der VW-Werte genutzt, um seinen Kapitalanteil an der Volkswagen AG zu vergrĂ¶ĂŸern. Von Ende MĂ€rz bis zum 6. Mai 2022 hat die Porsche SE Vorzugaktien der Volkswagen AG in einem Volumen von rund 400 Millionen Euro erworben. Die Beteiligung der Porsche SE an der Volkswagen AG erhöhte sich auf 31,9 Prozent aller Aktien. Die Holding profitiert dadurch von einem steigenden Anteil an der von der Volkswagen AG ausgeschĂŒtteten Dividenden. UnverĂ€ndert bleibt der Anteil der Porsche SE an den Volkswagen-Stammaktien. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 wird ein Konzernergebnis nach Steuern im Bereich von 4 bis 6 Milliarden Euro angepeilt. Die Höhe der NettoliquiditĂ€t soll sich zwischen 200 und 700 Millionen Euro bewegen. FĂŒr das vierte Quartal 2022 ist der Börsengang der Porsche AG (Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG) vorgesehen. Porsche SE könnte sich mit Stammaktien an der Porsche AG beteiligen. Zahlreiche Prognosen von fĂŒhrenden Banken aus dem Jahr 2022 sehen die Entwicklung von Porsche SE sehr positiv. Den Aktien des Autobauers wird das Erreichen der 100 Euro Marke zugetraut. Der Börsengang der Porsche AG könnte sich positiv auf den Wert der Porsche Holding Aktie auswirken. Erstellt: 02.06.2022 | Autor: Thomas Detlef BĂ€r

Die besten internationalen Auto-Aktien kaufen: Überblick

Wer interessante Automobil Aktien sucht, sollte sich dabei nicht nur auf Deutschland beschrÀnken. Wir stellen Ihnen einige interessante Möglichkeiten zum Kauf von auslÀndischen Auto-Aktien vor.

Tesla

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A1CX3T
US88160R1014
1,76
655.138
0.1495%
0

Der Trend im Automobilbereich geht klar in Richtung ElektromobilitĂ€t und Digitalisierung. Tesla ist hier Vorreiter und dĂŒrfte deshalb weiter wachsen. Allerdings ist die Aktie nicht billig, das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis lag 2021 bei ĂŒber 200. 2022 soll der Gewinn sich zwar mehr als verdoppeln, doch die Aktie bleibt teuer.

25.000 Prozent Gewinn

Mitte 2010 kostete eine Tesla Aktie 2,74 Euro, rund zwölf Jahre spĂ€ter waren es 716,80 Euro, ein Plus von mehr als 25.000 Prozent. Im April 2022 hat der Kurs sogar bei fast 1.000 Euro gelegen, erst die Diskussion ĂŒber eine Twitter-Übernahme durch Elon Musk ließ den Kurs deutlich sinken. Der Kurs der Aktie war 2019 geradezu durchgestartet. Vorausgegangen waren fĂŒnf Jahre, in denen sich die Aktie vor allem seitwĂ€rts bewegte, nachdem sich der Wert der Aktie von 2010 bis 2014 verzehnfacht hatte. Doch von Mitte 2019 bis Mitte 2022 stieg das Papier auf das 20-fache.

Mit Gewinn, aber ohne Dividende

Getrieben wurde der Kurs auch durch die Tatsache, dass Tesla endlich die Gewinnzone erreicht hatte. 2020 betrug der Gewinn je Aktie umgerechnet 0,61 Euro, 2021 waren es schon 4,70 Euro und dieser Gewinn soll 2020 verdoppelt werden. Die Gewinnsteigerungen sind aber auch nötig, denn die Aktie ist teuer. Sie kostete 2020 mehr als das Tausendfache des Gewinns, bei Volkswagen Stammaktien war es rund das Zehnfache. Allerdings konnten die Wolfsburger ihre Gewinne auch nicht so beeindruckend steigern wie Tesla, die UmsĂ€tze von VW gingen von 2020 auf 2021 sogar zurĂŒck, wĂ€hrend die von Tesla um mehr als 70 Prozent stiegen. Wer Tesla-Aktien kauft, setzt also auf weiteres Wachstum. Eine Dividende wird es dagegen auf absehbare Zeit bei Tesla nicht geben. Das Unternehmen benötigt seine Einnahmen fĂŒr weitere Investitionen.

Die Analysen

Die Mehrzahl der von uns ausgewerteten Analysen erwartet einen deutlichen Anstieg auf ĂŒber 1.000 Euro. Die Deutsche Bank sieht den fairen Kurs Mitte 2022 bei 1.250 Euro und rĂ€t zum Kauf, die genossenschaftliche DZ Bank setzt ihn mit 1.230 Euro Ă€hnlich an. Aus der Reihe fĂ€llt nur JP Morgen, die Amerikaner raten zum Untergewichten und sehen das Kursziel bei nur 335 Euro. Vor allem die Einnahmen aus dem Verkauf von Verschmutzungsrechten seien wirtschaftlich nicht nachhaltig. Hintergrund: Tesla wurde 2003 von Martin Eberhard und Marc Tarpenning gegrĂŒndet. Sie wollten ein Elektroauto bauen, das fĂŒr bereitere KĂ€uferschichten interessant ist und nicht nur einen Nischenmarkt bedient. 2004 stieg Elon Musk mit ein, der mit Zip2 und PayPal zum MultimillionĂ€r geworden ist. Er wurde zunehmend zur treibenden Kraft und drĂ€ngte die beiden GrĂŒnder aus dem Unternehmen. 2016 ĂŒbernahm Tesla den von Elon Musk gegrĂŒndeten Spezialisten fĂŒr Solaranlagen SolarCity. Tesla ist eines der wachstumsstĂ€rksten Automobilunternehmen der Welt. Die ĂŒber die Jahre aufgebauten Kenntnisse im Bereich Batteriefertigung und Digitalisierung bringen dem Unternehmen einen Vorsprung vor vielen Konkurrenten. Allerdings ist die Aktie auch teuer.

Toyota

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
853510
JP3633400001
3,30
189.846
0.0743%
0.0268

Die Toyota Motor Corporation ist aktuell noch vor Volkswagen der grĂ¶ĂŸte Automobilhersteller der Welt. Das japanische Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits mehr als 10 Millionen Fahrzeuge pro Jahr hergestellt. Im Vergleich zu den deutschen Herstellern entwickelte sich die Aktie positiv. Anders als VW, Daimler oder BMW hat Toyota den Kurseinbruch der Autoaktien vor fĂŒnf Jahren und im MĂ€rz 2020 wieder ausgeglichen. Die Aktie notierte Mitte 2021 rund 60 Prozent höher als noch sechs Jahre zuvor. Auf Zehnjahressicht steigerte die Aktie ihren Wert um 154 Prozent. Toyota ist sehr breit aufgestellt. Die Marke selbst gehört (Ă€hnlich wie VW) zur Mittelklasse. Ab 1989 hat das Unternehmen aber mit Lexus auch eine Oberklassen-Marke etabliert. Die in Europa nicht mehr aktive Marke Daihatsu baut dagegen Kleinwagen, Hino Motors baut Lastwagen (Toyota-Anteil; 50,5 Prozent). Analysten schĂ€tzen die Ergebnisse fĂŒr das erste Quartal 2022 unter den denen des Vergleichszeitraumes ein. Das Ergebnis je Aktie soll rund 50 Prozent niedriger ausfallen. Beim Umsatz soll Toyota mit 63,66 Milliarden US-Dollar rund 9,3 Prozent unter dem des Vorjahresviertels liegen. Ein Ergebnisausblick fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr ist schwierig. Der Mangel an Halbleitern, Corona-Lockdowns und andere Faktoren behindern die Fertigung von Fahrzeugen. Bisher meldet Toyota einen Ausfall allein fĂŒr den Monat Mai 2022 von mindestens 50.000 Autos. Von den geplanten 9 Millionen Fahrzeugen dĂŒrften weniger als 8,5 Millionen Toyotas zu den Kunden gelangen. FĂŒr beliebte Fahrzeuge gibt es Wartelisten von 12 Monaten. Einige sind bereits fĂŒr mehrere Jahre ausverkauft. Am 17. Januar 2022 notierte das Papier von Toyota bei 18,75 Euro. Am 11. Mai 2022 betrĂ€gt der aktuelle Kurs noch 15,70 Euro. FĂŒr die letzten zwölf Monate steht noch ein Kursplus von rund 22 Prozent. Deutsche Autoaktien können nicht mit einer derart positiven Wertentwicklung mithalten. Die Marke Toyota ist weltbekannt und erfolgreich. Die hohe Nachfrage sorgt bei einem verringerten Angebot fĂŒr steigende Preise und Gewinne. Die Toyota Aktien haben sich den vergangenen zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Rendite von 10 Prozent als renditestark erwiesen. Erstellt: 09.06.2022 | Autor: Thomas Detlef BĂ€r

General Motors

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A1C9CM
US37045V1008
1,77
55.407
0.0657%
0.0092

General Motors gilt als Inbegriff der amerikanischen Automobilindustrie. Bis 2007 war GM der nach Verkaufszahlen weltgrĂ¶ĂŸte Automobilhersteller. Aufgrund jahrelanger VersĂ€umnisse geriet das Unternehmen im Zuge der Finanzkrise allerdings in erhebliche Schwierigkeiten und wurde insolvent. Danach wurde General Motors zunĂ€chst verstaatlicht und ab 2010 als New GMC (General Motors Corporation) wieder privatisiert. Im ersten Quartal 2022 wirkten sich Lieferkettenprobleme und stark gestiegene Rohstoffkosten auf die Ergebnisse aus. Eine Umsatzsteigerung um 11 Prozent auf 36 Milliarden US-Dollar gelang durch die hohe Nachfrage nach SUVs und Pick-up-Trucks. Das Nettoergebnis wurde durch höhere Kosten belastet. Der Verkauf teurerer SUV- und Pick-up-Modelle konnte die gestiegenen Produktionskosten zum Teil ausgleichen. Da die Nachfrage höher als das Angebot ist, lassen sich höhere Preise durchsetzen. Bis Mitte Mai 2022 hat sich das Minus wegen Chip-Mangels auf 53.000 Fahrzeuge summiert. General Motors hĂ€lt an seiner seine Umsatzprognose fĂŒr 2022 fest. Diese sieht ein Volumenwachstum von 25 bis 30 Prozent vor. Der US-Autobauer rechnet fĂŒr 2022 mit einem Ergebnis zwischen 11,5 und 12,5 Milliarden US-Dollar. Es wird davon ausgegangen, dass die Lieferkettenstörungen kleiner werden und sich das Chip-Angebot verbessern wird. Der Autohersteller aus Detroit sollte bis 2024 einen höheren freien Cashflow erwirtschaften. Mit dem Verkauf von gasbetriebenen Fahrzeugen dĂŒrfte die Finanzierung des Übergangs zu Elektroautos sichergestellt werden. GM hat in den letzten Monaten durch die Verbesserung der Produktionseffizienz eine höhere Bruttomarge erzielt. General Motors strebt an, bis 2023 rund 400.000 Elektrofahrzeuge auszuliefern. Die Marke eine Million verkaufter Elektrofahrzeuge soll noch vor 2025 ĂŒbertroffen werden. Damit wĂŒrde das Unternehmen zu den fĂŒhrenden Elektrofahrzeugherstellern in Nordamerika aufsteigen. Die General Motors Aktie verlor auf Jahressicht mehr als 22 Prozent an Wert. Im Vergleich zur Toyota Aktienrendite sind das Welten (Toyota Plus 20 Prozent). Die FĂŒnfjahresrendite ist mit knapp 16 Prozent im Plus auch kein echter Ausreißer. Bei wenig erfreulichen GeschĂ€ftszahlen und der Aussicht auf eine eher mittelfristige Verbesserung der Produktionsprobleme scheuen Anleger*innen ein stĂ€rkeres Aktienengagement in Auto Aktien. General Motors Titel weisen fĂŒr 2022 ein Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis von unter 6 auf und damit ist die Aktie gĂŒnstig bewertet. Langfristig orientierten Investor*innen könnte der Einstieg zu einem aktuellen Kurs in zwei bis drei Jahren viel Freude bereiten. Erstellt: 02.06.2022 | Autor: Thomas Detlef BĂ€r

Renault

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
893113
FR0000131906
0,21
8.892
-0.0178%
0

Renault zĂ€hlt zu den wichtigsten französischen Automobilherstellern. Seit 1999 befindet sich das Unternehmen in einer strategischen Allianz mit Nissan und Mitsubishi. Allerdings haben die drei Firmen sich nicht formell zusammengeschlossen (wie etwa die Konkurrenten Peugeot, CitroĂ«n und Fiat zu Stellantis), sondern ein loses BĂŒndnis mit gegenseitigen Beteiligungen gebildet. So besitzt Nissan 34 Prozent an Mitsubishi und 15 Prozent an Renault, Renault wiederum 43,5 Prozent an Nissan. Wie bei Volkswagen ist auch bei Renault der Staat nach wie vor ein wichtiger Teilhaber, die Republik Frankreich besitzt fast 20 Prozent der Aktien. Die Kursentwicklung verlĂ€uft seit mehreren Jahren enttĂ€uschend: Die Aktie notierte Anfang Mai 2022 rund 35 Prozent niedriger als im Mai des Vorjahres. Das Kursminus liegt bei 72 Prozent bezogen auf die letzten fĂŒnf Jahre. FĂŒr 2021 konnte Renault einen auf 46,21 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz verzeichnen. Das Umsatzplus betrug 6,3 Prozent. Der verbuchte Gewinn erreichte 888 Millionen Euro. Im Jahr 2020 musste der Konzern einen Verlust von 8,01 Milliarden Euro verbuchen. Der französische Automobilkonzern Renault wird wie in den Jahren 2019 und 2020 fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 keine Dividende ausschĂŒtten. FĂŒr 2022 ist Verkauf von weltweit 2,4 Millionen Autos und leichten Nutzfahrzeuge vorgesehen. Aufgrund des Chip-Mangels werden 300.000 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr produziert. Renault hat in den vergangenen Jahren in Russland gut verdient. Der Russland-Ukraine-Krieg macht weiteren GeschĂ€ften einen Strich durch die Rechnung. Finanziell könnte sich Renaults RĂŒckzug aus Russland als milliardenschweres Desaster erweisen. Seit Mitte Februar 2022 verlor der Konzern mehr als 42 Prozent seines Börsenwertes und verfĂŒgt Anfang Mai noch ĂŒber eine Marktkapitalisierung von 6,54 Milliarden Euro. Es droht eine Abschreibung von Vermögenswerten in Russland in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Das wĂ€ren ein Drittel des aktuellen Wertes. Bei Renault gibt es Überlegungen, das ElektrogeschĂ€ft in einem eigenstĂ€ndigen Unternehmen weiterzufĂŒhren. MobilitĂ€tsdienste werden in den kommenden Jahren stark wachsen. Die Carsharing-Sparte Mobilize soll 2030 fĂŒr 25 Prozent der KonzernumsĂ€tze sorgen. Die Renault Aktie macht eine schwere Zeit durch. Der Tiefpunkt wird möglicherweise erst mit Bekanntwerden der Kosten durch den RĂŒckzug aus dem Russland-GeschĂ€ft erreicht werden. Die Zukunftschancen sind dennoch intakt. Die gĂŒnstige Bewertung könnten Anleger*innen fĂŒr einen Einstieg nutzen. Erstellt: 02.06.2022 | Autor: Thomas Detlef BĂ€r

Chinesische Auto-Aktien kaufen: In diese Aktien lohnt sich eine Investition

China zĂ€hlt zu den wichtigsten AutomĂ€rkten weltweit. Ohne China geht bei Umsatz und Gewinn gar nichts – das gilt auch fĂŒr technologischen Entwicklungen.

Vor allem fĂŒr die deutschen Autohersteller ist das Land ein wichtiger Exportmarkt. Doch zunehmend werden chinesische Hersteller selbst zu wichtigen Akteuren. Bald werden vermutlich auch deutlich mehr chinesische Autos in Deutschland zu sehen sein.

Chinesische Aktien waren in der Vergangenheit oft eine gute Investition. Gilt das auch fĂŒr chinesische Automobil Aktien? Wir stellen einige Unternehmen kurz vor.

BYD

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A0M4W9
CNE100000296
0,62
97.123
0.0293%
0.0006

BYD ist in Deutschland kaum bekannt, doch die Firma ist dabei, den weltweiten Automobilmarkt aufzurollen. Außerdem handelt es sich um einen der grĂ¶ĂŸten Batterieproduzenten der Welt. Die Aktie kannte in den vergangenen Jahren eigentlich nur eine Richtung, nĂ€mlich nach oben (Stand: 06/2022).

Das bessere Tesla?

An der Börse konnte BYD seinen Ruf als "das bessere Tesla" bisher nicht ausbauen. Die Aktie stieg in den vergangenen drei Jahren „nur“ um 500 Prozent, Tesla war im Mai 2022 etwa 1.600 Prozent mehr wert als im Mai 2019. Das liegt zum Teil auch daran, dass BYD in den vergangenen Jahren bei Umsatz und Gewinn weniger stark gewachsen ist als die Kalifornier. Das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis ist bei BYD sogar noch höher als beim Konkurrenten aus den USA. Trotzdem gibt es Punkte, die fĂŒr das Unternehmen sprechen.

Stark bei Akkus

Traditionell ist BYD ein Hersteller von Akkus. Es ist also eher mit Varta als mit Tesla vergleichbar. Produziert werden unter anderem Batterien fĂŒr Smartphones. Die Firma betreibt außerdem nach eigenen Angaben das weltweit grĂ¶ĂŸte Batteriespeicherkraftwerk. Außerdem hat sich das Unternehmen frĂŒh die Rechte an großen Lithiumvorkommen gesichert. Die Nachfrage nach diesen Produkten dĂŒrfte in den nĂ€chsten Jahren weiter steigen. BYD profitiert gleich von mehreren Megatrends, etwa Digitalisierung, ElektromobilitĂ€t und der Elektrifizierung armer LĂ€nder.

Stark in China und Wachstumschancen in Europa

Durch die Übernahme von Xian Qinhuan Automobile und dessen Umwandlung in einen Hersteller von Elektroautos wurde die Firma aber auch einer der grĂ¶ĂŸten Automobilhersteller Chinas. Dabei profitiert BYD Auto vom riesigen Markt der Volksrepublik. In Europa und Nordamerika ist die Firma bisher kaum bekannt. Das könnte sich allerdings Ă€ndern: Hier schlummert großes Wachstumspotenzial.

Kursgewinne durch Aufspaltung?

Denkbar ist, dass BYD Auto mittelfristig als eigenes Unternehmen an die Börse gebracht wird. Das könnte den Kurs anschieben.

Die Analysen zu BYD

Die meisten Analysen raten aktuell zum Kauf, 26 setzen die Aktie auf „kaufen“ oder â€žĂŒbergewichten“, nur drei auf „halten“. Hintergrund: BYD wurde 1995 als Batteriehersteller in Shenzhen gegrĂŒndet. Die Stadt war in diesen Jahren vor allem als Hersteller von Billigwaren vor den Toren der damals noch britischen Metropole Hongkong bekannt. TatsĂ€chlich war BYD zunĂ€chst ein klassischer Billighersteller, der von gĂŒnstigen ArbeitskrĂ€ften profitierte und gĂŒnstige Batterien verkaufte. 2003 stieg das Unternehmen in die Herstellung von Fahrzeugen ein. Die Aktie besitzt Potenzial, ist aber auch teuer. FĂŒr Anleger*innen eine spannende Wette, deren Ausgang auch von der politischen Entwicklung in China abhĂ€ngt.

Geely

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A0CACX
KYG3777B1032
0,40
13.577
0.035%
0.0229

Bekannter als Geely selbst sind in Europa einige seiner Marken wie Volvo, Polestar oder London Taxi (offiziell London Electric Vehicle Company). Das bringt Vor- und Nachteile, hauptsÀchlich im Vergleich zum direkten Konkurrenten BYD.

Traditioneller Autobauer mit starkem Elektroanteil

Noch immer werden die meisten Autos von Geely mit Verbrennungsmotoren ausgeliefert. Doch die Firma setzt stark auf das Thema ElektromobilitĂ€t. Das hat auch ganz handfeste GrĂŒnde. Beim Verbrennungsmotor haben europĂ€ische, nordamerikanische, sĂŒdkoreanische und japanische Firmen einen großen technologischen Vorsprung. Beim Elektromotor dagegen stehen die meisten Firmen noch am Anfang. Der hohe Anteil an Fahrzeugen mit klassischem Benzin- oder Dieselmotor hat Vor- und Nachteile. Das Wachstum bei den Elektrofahrzeugen muss zunĂ€chst die rĂŒcklĂ€ufigen VerkĂ€ufe bei den Verbrennungsmotoren kompensieren. DafĂŒr hat die Firma bereits eine gut ausgebaute Vertriebsstruktur, Erfahrungen mit den WĂŒnschen der Kundschaft und macht Gewinne.

Gewinne und Dividende

FĂŒr 2022 wird ein Gewinn erwartet, der etwa dem 20fachen des Kurses im Juni 2022 entspricht. Damit ist die Firma teurer als viele deutsche Automobilhersteller, was sich aber gut mit dem Wachstumspotenzial erklĂ€ren lĂ€sst. Denn Elektrofahrzeuge spielen im Produktsortiment eine grĂ¶ĂŸere Rolle als bei den meisten etablierten Konkurrenten. Auch beim Thema Smart Car hat Geely bereits einen Vorsprung. Im Mai 2022 kĂŒndigte die Firma an, ihre in diesem Segment tĂ€tige Tochter ECARX an die Börse bringen zu wollen. Im Vergleich zu neuen, jĂŒngeren Firmen wie Tesla oder BYD fĂ€llt auf, dass Geely – gemessen am Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis – deutlich gĂŒnstiger ist und eine attraktive Dividende zahlt. FĂŒr die kommenden Jahre wird eine Zahlung erwartet, die gemessen am aktuellen Kurs einer Rendite von 2,0 Prozent oder mehr entsprechen wĂŒrde.

Geely auf Einkaufstour

Zu Geelys Strategie gehört der Einkauf etablierter Firmen und der Umbau in moderne Firmen. So kaufte das Unternehmen The London Company. 2017 wurde die Firma in London Electric Vehicle Company umbenannt und soll kĂŒnftig Taxis und Lieferwagen rein elektrisch herstellen. Hintergrund: Geely wurde 1986 als Hersteller von KĂŒhlschrankteilen gegrĂŒndet. Seit 1998 baut die Firma Autos, anfangs vor allem Nachbaue von Daihatsu. 2009 kaufte Geely Volvo, mit dem das Unternehmen seit 2005 bereits das Joint-Venture Polestar betreibt. Geely besitzt 9,7 Prozent der Aktien der Mercedes-Benz Group. Mit Aktien von Geely wird in ein breites Portfolio investiert, zu dem Elektroautos ebenso gehören wie die Londoner Taxis, Volvo und fast 10 Prozent der Mercedes-Benz Gruppe. Das sorgt fĂŒr mehr StabilitĂ€t, aber auch fĂŒr weniger Wachstumsfantasie.

Nio

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A2N4PB
US62914V1061
0,00
19.511
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0

Nio gilt als das chinesische Tesla. Zuletzt enttĂ€uschte die Aktie, doch fĂŒr langfristige Anleger*innen ist das Papier einen genaueren Blick wert.

Elektroautos gehört die Zukunft

Elektroautos werden weltweit Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verdrĂ€ngen, nicht nur aus Sorge um das Klima. Gerade in der Volksrepublik China ist die Luft in vielen GroßstĂ€dten schlecht; E-Fahrzeuge könnten hier Milderung bringen. Nach wie vor haben es auslĂ€ndische Unternehmen in China schwer. Nio ist deshalb in einer hervorragenden Position, die Nachfrage aus der Volksrepublik zu einem großen Teil zu befriedigen. Angesichts der GrĂ¶ĂŸe des Marktes wĂŒrde das riesige UmsĂ€tze bedeuten. Auch in vielen SchwellenlĂ€ndern könnte der Trend – zumindest in den Ballungszentren – zu Elektrofahrzeugen gehen. Nio ist auch dort in einer guten Position.

Automatisierung

Ähnlich wie US-Konkurrent Tesla ist Nio aber nicht nur bei elektrischen Antrieben gut aufgestellt, sondern auch beim autonomen Fahren. Das dĂŒrfte der nĂ€chste große Trend in der Automobilindustrie sein und ĂŒber Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Es gibt auch Nachteile

Wie fast alle chinesischen Aktien birgt Nio große Risiken, sollte es zu einem Konflikt Chinas mit „dem Westen“ kommen. Dabei muss es sich keineswegs um einen Krieg handeln. Auch ein Handelsstreit ĂŒber die AußenhandelsĂŒberschĂŒsse der Volksrepublik wĂ€ren gefĂ€hrlich. Nachteilig ist auch, dass das Unternehmen bisher keine Gewinne macht. 2020 war die Firma sogar fast insolvent und musste einen Kredit der Stadt Hefei (rund 3 Millionen Einwohner*innen) annehmen. Im Gegenzug muss Nio in der Stadt investieren.

Die Aktie in den Analysen

Die meisten Analysen fallen positiv aus. Von immerhin 25 EinschĂ€tzungen setzen 15 die Aktie auf „kaufen“, acht weitere auf â€žĂŒbergewichten“. Nur zwei raten zum Halten. Hintergrund: Nio wurde 2014 in Shanghai gegrĂŒndet. 2021 startete der Verkauf in Norwegen, weitere europĂ€ische LĂ€nder folgen. Die Firma ist gut in den Bereichen ElektromobilitĂ€t und autonomes Fahren aufgestellt, macht aber noch Verluste. Erstellt: 04.07.2022 | Autor: Tilman Weigel

Auto Start-up Aktien – nicht börsennotiert

In den vergangenen Jahren sind viele Auto Start-ups gegrĂŒndet worden. Zwei Unternehmen stammen aus China, aber auch in anderen LĂ€ndern gab es interessante GrĂŒndungen.

Byton

Byton ist ein chinesischer Hersteller von Elektroautos. Das in Nanjing ansĂ€ssige Unternehmen wurde im Jahr 2017 unter anderem durch frĂŒhere Mitarbeiter von BMW und Nissan gegrĂŒndet. Das erste Pkw Modell wurde der Öffentlichkeit im Januar 2018 vorgestellt. In unserem Artikel ĂŒber Start-ups erklĂ€ren wir Ihnen genauer, worauf Sie bei einer Investition in neue Unternehmen achten mĂŒssen.

Doch im Zuge der Corona-Krise stand das Unternehmen kurz vor der Pleite. Die deutsche Tochter in MĂŒnchen wurde im April 2021 sogar insolvent.

Direkt an der Börse handelbar war das Unternehmen ohnehin nie. Allerdings besaß die China Harmony New Energy rund ein Drittel der Aktien – und diese ist börsennotiert. WĂ€hrend die anderen chinesischen Autoaktien zulegen konnten, verlor China Harmony New Energy von Mitte 2020 bis Mitte 2021 rund zehn Prozent an Wert.

Bei den aktuellen AktionĂ€ren wird China Harmony New Energy nicht mehr genannt. Die ĂŒbrigen GroßaktionĂ€re sind in Deutschland nicht börsennotiert.

Sono Motors

Sono Motors ist ein MĂŒnchener Start-up fĂŒr Elektroautos. Mit dem Sion ist das erste Auto zumindest als Prototyp bereits auf den Straßen unterwegs. Der Clou: In die Karosserie sind Solarzellen eingearbeitet, die das Fahrzeug beim Fahren oder Parken aufladen. Das reicht zwar nicht fĂŒr die Fahrt, verlĂ€ngert aber die Reichweite und senkt den Stromverbrauch.

Allerdings hat die Serienproduktion noch nicht begonnen. Sie soll im ehemaligen Saab-Werk in TrollhÀttan stattfinden.

Börsennotiert ist das Unternehmen bisher nicht. Investoren mĂŒssen noch warten. Vielleicht kauft ja der ebenfalls in MĂŒnchen beheimatete Konkurrent BMW das kleine Start-up.

Togg

Auch Togg, der tĂŒrkischen Elektroautomarke, wird derzeit viel Aufmerksamkeit gewidmet. Zwei Prototypen hat das Unternehmen schon vorgestellt, einen SUV und eine Limousine. Die beiden wurden allerdings noch vom italienischen Design- und Karosseriebauunternehmen Pininfarina hergestellt.

FĂŒr die Serienproduktion entsteht ein neues Werk in der TĂŒrkei. Die Batteriezellen werden zunĂ€chst in Deutschland in Bitterfeld-Wolfen hergestellt, aber ebenfalls in der TĂŒrkei weiterverarbeitet. Das Projekt genießt die UnterstĂŒtzung des tĂŒrkischen PrĂ€sidenten.

Kaufen kann man Togg Aktien aber nicht. Bisher sind fĂŒnf verschieden Firmen mit je 19 Prozent beteiligt, fĂŒnf Prozent hĂ€lt die tĂŒrkische Handelskammer TOBB, zu der auch der börsennotierte Mobilfunkanbieter Turkcell gehört, der unter anderem an der Börse Frankfurt gehandelt wird (WKN: 502723; ISIN: TRATCELL91M1).

Tipp: Wir haben einen eigenen Beitrag zu tĂŒrkischen Aktien.

Investieren in Automobil-Aktien: SWOT-Analyse

Ist Auto-Aktien kaufen im aktuellen Umfeld eine gute Idee? Wie bei jeder Investition gilt es, im Vorfeld Pro- und Contra-Argumente abzuwÀgen. Unsere SWOT-Analyse geht der Frage auf den Grund.

StÀrken: Der Automobilmarkt scheint sich zu erholen

Viele Automobil Aktien (ganz besonders die der deutschen Hersteller) sind stark gefallen. Optimisten erkennen daran AufwĂ€rtspotenzial. Vielleicht ĂŒbertreibt der Markt. In China scheint sich der Automobilmarkt sehr schnell von Corona zu erholen. Trifft dies auch auf Europa und Nordamerika zu, stehen die Hersteller womöglich schon im SpĂ€therbst wieder sehr gut da. Zumal die deutschen Hersteller offenbar bei ElektromobilitĂ€t und autonomem Fahren aufholen.

SchwÀchen: Hohe Kosten durch die Investition in ElektromobilitÀt, Chipmangel

Mit aller Macht mĂŒssen die Automobilkonzerne den Umstieg auf die ElektromobilitĂ€t schaffen. Und es wartet schon die nĂ€chste Herausforderung, auch das autonome Fahren muss bewĂ€ltigt werden. Gleichzeitig muss auch die Entwicklung der Verbrennungsmotoren noch ein paar Jahre weiterlaufen. Und BMW und Daimler haben auch das Thema Wasserstoff noch nicht abgeschrieben. Das kostet viel Geld.

Aktuell bremst auch ein Mangel an Chips die Produktion. Denn ohne IT geht heute auch bei Autos nichts mehr. Die Fachzeitschrift Automobil Produktion spricht von einem „fatalen Problem“. Der deutsche Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöfer rechnet nicht damit, dass der Mangel noch 2021 behoben werden kann. Außerdem drohe eine AbhĂ€ngigkeit von China. Das Land sei „unendlich dynamisch“ und werde daher die FĂŒhrung ĂŒbernehmen.

Trotzdem erzielen die meisten Hersteller aktuell noch hohe Gewinne und die Dividendenrenditen sind gut. Die drohende AbhÀngigkeit von China lÀsst sich durch den Kauf chinesischer Aktien teilweise umgehen. Die Gefahren lauern eher in der Zukunft (siehe Risiken).

Chancen: Kosten zum Auto-Aktien kaufen sind derzeit gering

Wer jetzt die richtigen Auto-Aktien kauft, investiert vielleicht zu einem sehr gĂŒnstigen Zeitpunkt in erfolgreiche Großkonzerne der Zukunft. Viele Analysten bemĂ€ngeln, die Hersteller seien immer noch so bewertet, als wĂŒrden sie in wenigen Jahren insolvent. Dabei sind viele Unternehmen auf einem guten Weg.

Geld könnte auch neue Modelle schaffen, beispielsweise die Idee eines Auto-Abonnements. Dann könnten die Hersteller zusĂ€tzliche Services anbieten und dafĂŒr Geld verlangen. Im Zeitalter autonomen Fahrens gilt das erst recht. Dann lĂ€sst sich das gewĂŒnschte Auto einfach per App bestellen.

Risiken: Neue Konkurrenten und neue Monopole durch E-MobilitÀt und autonomes Fahren

Die Option, das gewĂŒnschte Auto einfach per App zu bestellen, birgt aber auch eine Gefahr. Dann sind nĂ€mlich weniger Autos nötig. Außerdem hĂ€tten die Anbieter solcher Dienstleistungen eine deutlich höhere Verhandlungsmacht.

Zwei völlig gegensĂ€tzliche BefĂŒrchtungen kursieren aktuell bei den Automobilherstellern: Die eine ist, dass die ElektromobilitĂ€t den Markteintritt fĂŒr neue Konkurrenten leichter machen könnte. Denn fĂŒr den Bau von Elektrofahrzeugen ist deutlich weniger Know-How nötig. Beispielsweise sind keine Getriebe notwendig und Elektromotoren sind deutlich einfach zu bauen als Verbrennungsmotoren.

Das könnte zu einem Verfall der Preise fĂŒhren. TatsĂ€chlich sind zuletzt zahlreiche neue Unternehmen in den Wettbewerb eingetreten. Sogar fĂŒr den totgesagten Streetscooter der Deutschen Post könnte es ein Happy End geben.

Die zweite BefĂŒrchtung geht in die andere Richtung. Die Entwicklung von Autos zu fahrenden Computern könnte dazu fĂŒhren, dass am Ende nur wenige Hersteller ĂŒberleben. Denn im IT-Bereich wird GrĂ¶ĂŸe oft belohnt, erst recht beim Thema maschinelles Lernen, wo mehr Daten fast automatisch zu besseren Ergebnissen und damit zu noch mehr GrĂ¶ĂŸe fĂŒhren.

Die Überlebenden könnten sagenhafte Gewinne erzielen; ein Grund warum Tesla so viel Kapital anzieht. Wer aber die falsche Autoaktie gekauft hat, verliert viel Geld. Die Kurse der E-Auto Aktien gehen an der Börse zwar nach oben, doch sind einige Auto Aktien dabei, die nur von Zukunftserwartungen der Anleger*innen leben. Das MĂŒnchner Startup Sono Motors oder das US-Startup Rivian haben zeitweise eine Marktkapitalisierung höher als die bei VW verzeichnet. Dabei haben sie bisher noch kein oder nur sehr wenige Fahrzeuge verkauft.

Es gibt ein drittes Risiko, quasi eine Kombination aus den beiden ersten Szenarien: IT-Giganten wie Google, Apple oder Amazon entwickeln die Software und verdienen damit das große Geld, wĂ€hrend sich die Hersteller mit geringen ErtrĂ€gen zufriedengeben mĂŒssen. Dies ist vermutlich die wahrscheinlichste der drei Optionen.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Zu den drei beschriebenen Szenarien gibt es noch eine vierte. Darin kooperieren die Autohersteller bei der Entwicklung des autonomen Fahrens, schaffen offene Standards und setzten sich gegen die Tech-Giganten durch.

Kleine Konkurrenten wie Sono Motors könnten ĂŒbernommen werden, was den Konkurrenzdruck etwas dĂ€mpfen wĂŒrde. Die zusĂ€tzliche Konkurrenz durch chinesische Autohersteller wird aber bleiben. Gleichzeitig ist China aber auch ein wichtiger Absatzmarkt.

Die aktuellen Dividendenrenditen werden AktionĂ€re aber langfristig nicht mehr erreichen. FĂŒr die meisten Hersteller gibt es mehr Risiken als Chancen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Dividendenrenditen und das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis aktuell sehr gut sind. Die Risken sind also schon eingepreist. Kommt es schlimmer als erwartet, dann verlieren die AktionĂ€re, kommt es weniger schlimm, dann lĂ€sst sich viel Geld verdienen.

Auto-ETF als Alternative

Eine Alternative zum Kauf einzelner Auto-Aktien sind börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Es gibt ETFs auf spezielle Automobilindizes. Eine naheliegende Lösung fĂŒr Anleger*innen ist der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts. Es gibt verschiedene ETFs auf diesen Index. Wir haben einen ausgesucht.

Ebenfalls lesenswert: Unsere Investmentideen fĂŒr Autohandel Aktien & ETFs.

iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF (DE)

WKNISINTERAUMA/TTD
A0Q4R2
DE000A0Q4R28
0.46%
157
☑ 2.16%
-0.14%

Im Index befinden sich lediglich 13 Werte – durchweg Automobilhersteller und Zulieferer. Der iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF bildet den Index mittels physischer Replikation ab. Es handelt sich um einen ausschĂŒttenden ETF mit quartalsweisen Dividendenzahlungen. Die Gesamtkostenquote (TER) betrĂ€gt 0,46 Prozent. In den letzten fĂŒnf Jahren erzielte der ETF eine Rendite von rund 25 Prozent.

Rendite p.a. letzte 5 Jahre-8,73 %
Rendite p.a. letzte 5 Jahre Vergleichsindex-8,91 %
AusschĂŒttungsmodusAusschĂŒttend
TER0,46 %
ReplikationPhysisch

ComStage STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF

(WKN: WKN kopiert / ISIN: LU0378435043ISIN kopiert)

Der ComStage STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF wird seit der Übernahme der ComStage durch Lyxor durch diese Fondsgesellschaft betrieben. Es handelt sich um einen direkt replizierenden, ausschĂŒttenden ETF. Die Gesamtkostenquote (TER) betrĂ€gt 0,25 Prozent. In den letzten fĂŒnf Jahren erlitten Anleger*innen mit dem Fonds einen Gesamtverlust in Höhe von 38,57 Prozent. Damit hat sich der ETF etwas besser entwickelt als der Vergleichsindex (-39,42 Prozent).

Rendite letzte 5 Jahre kumuliert-38,57 %
Rendite letzte 5 Jahre kumuliert Vergleichsindex-39,42 %
AusschĂŒttungsmodusAusschĂŒttend
TER0,25 %
ReplikationPhysisch

Der gĂŒnstigste Broker fĂŒr diesen ETF ist comdirect.

Die Alternativen zu Autoaktien und E-Auto-Aktien

Hersteller von Batterien

Wer auf das Thema ElektromobilitĂ€t setzen will, kann das statt mit E-Auto-Aktien auch mit Herstellern von Batterien tun. Denn wer zuerst kostengĂŒnstige Akkumulatoren mit großer Reichweite herstellt, hat einen großen Vorsprung.

Teilweise investieren Hersteller wie VW, Tesla oder Toyota selbst in die Batterieentwicklung. Aber auch die Traditionsmarke Varta spielt mit. Außerdem gibt es mit dem L&G Battery Value-Chain UCITS auch einen ETF auf Batteriehersteller.

Mehr Informationen haben wir in unserem Beitrag Riesenchance Feststoffbatterie 2021 zusammengestellt.

Lithiumaktien

Die heutigen Batterien arbeiten oft auf Lithium-Ionen-Basis. Sie brauchen also Lithium. Fördergesellschaften des Leichtmetalls könnten deswegen ebenfalls profitieren.

Lesen Sie dazu unseren Artikel Lithium Aktien kaufen.

Wasserstoffaktien

VW setzt ausschließlich auf die Batterie, doch einige andere Hersteller glauben noch an die Alternative Wasserstoff. Diese hĂ€tte den Vorteil, dass keine Batterien notwendig sind und der Wasserstoff dann produziert werden kann, wenn StromĂŒberschĂŒsse vorhanden sind.

Aktuell glauben immer weniger Beobachter an eine Trendwende. Doch fĂŒr Wasserstoff gibt es noch zahlreiche andere Anwendungsmöglichkeiten – nicht zuletzt das Speichern von EnergieĂŒberschĂŒssen. Auch in der Stahlindustrie könnte der Wasserstoff Anwendung finden.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zu Wasserstoffaktien.

5 Fragen und Antworten rund um Auto-Aktien

Mit welchen anderen Aktien stehen Auto-Aktien in Verbindung?

Die Automobilindustrie steht in direkter Verbindung mit ihren Zulieferern. Dies gilt auch für die Aktien. Relevant sind darüber hinaus Unternehmen aus dem Rohstoffbereich. Die Autoindustrie benötigt viel Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium und Platin. Für Elektroautos werden darüber hinaus Lithium sowie Kapazitäten in der Batteriefertigung benötigt. Da auch Wasserstoff als zukünftige Antriebstechnologie noch nicht vom Tisch ist, spielen auch Aktien aus diesem Bereich eine Rolle.

Warum sind chinesische Auto-Aktien besonders beliebt?

Chinas Automarkt ist groß und wächst weiter - China wird die führende Automacht. Die nationalen Hersteller können sich deshalb größtmöglicher Unterstützung ihrer Regierung erfreuen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass schon in relativ naher Zukunft chinesische Autos weltweit den Ton angeben. Dies müsste sich dann auch in den Aktienkursen widerspiegeln.

Warum wird die Tesla-Aktie so hoch gehandelt?

Tesla gilt als Technologie- und Designführer. Anleger hoffen auf Skalierungseffekte, die dem Unternehmen im besten Fall beträchtliche Gewinne bescheren werden. Tesla verfügt über die Technologien, die schon bald die Schlüsseltechnologien im Fahrzeugbau sein können, wie zum Beispiel autonomes Fahren. Außerdem forscht das Unternehmen an neuartigen Energiespeichern wie Feststoffbatterien.

Welche Auto Aktien kaufen?

Lange Zeit waren junge E-Auto-Aktien wie Tesla und Nio die Stars der Börsen, während sich etablierte Hersteller eher schwach entwickelten. Doch zuletzt haben sich vor allem deutsche Autoaktien wie VW und Daimler vielversprechend entwickelt, zumal die Dividendenrenditen bisher hoch sind.

Welche E-Auto Aktien gibt es?

Bekannteste E-Auto-Aktie ist aktuell Tesla. Doch auch der Hersteller Nio gilt als risikoreiches, aber ebenso interessantes Investment. Auch etablierte Hersteller wie VW und Daimler entwickelten sich immer mehr zu E-Auto-Aktien. Junge Hersteller wie Sono Motors sind noch nicht börsennotiert, könnten aber mittelfristig an die Börse gehen. Auch Batteriehersteller können eine Alternative sein.

Fazit

Automobilaktien bieten eine hohe Dividendenrendite und ein gĂŒnstiges Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis. Allerdings bergen die Themen ElektromobilitĂ€t und autonomes Fahren viele Risiken. Aus den stolzen Herstellern könnten Unternehmen werden, die von den Softwareherstellern abhĂ€ngig sind und sich mit niedrigen Gewinnen zufriedengeben mĂŒssen. So ergeht es heute den Herstellern von PCs.

Vorhersehen lĂ€sst sich die Entwicklung kaum, aber Hersteller wie VW, Toyota oder Daimler scheinen gut aufgestellt zu sein. Bei BMW sind noch einige Fragen offen. Das bayerische Unternehmen blieb zuletzt hinter den Konkurrenten zurĂŒck, könnte die Wende aber noch schaffen. Auch eine Übernahme durch einen chinesischen Hersteller wĂ€re fĂŒr die AktionĂ€re attraktiv.

Auch bei sorgfĂ€ltiger Auswahl sollten Anlegerinnen und Anleger ihr Investment daher streuen. Wer sich das nicht zutraut oder keine Lust dazu hat, kann diese Aufgabe an einen Robo Advisor ĂŒbertragen.

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Tilman schreibt seit 2017 fĂŒr Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem fĂŒr die SĂŒddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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