In die besten nachhaltigen Aktien und Fonds investieren 2022

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Nachhaltig Investieren - Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

  • Werden Sie sich über Ihre Ziele klar.
  • Entscheiden Sie sich, ob Sie in einzelne Aktien investieren oder ETFs und Fonds kaufen wollen.
  • Wählen Sie einen passenden Broker oder Robo Advisor. Wir schlagen justTrade als Broker und VisualVest als Robo Advisor vor.
  • Investieren Sie regelmäßig, am besten mit einem Sparplan.

Inhaltsverzeichnis

Die besten nachhaltigen Aktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

Wenn Sie die Aktie anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN / ISIN
Fermentalg
A1103MWKN kopiert
FR0011271600ISIN kopiert
SolarEdge
A14QVMWKN kopiert
US83417M1045ISIN kopiert
Ballard Power
A0RENBWKN kopiert
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Beyond Meat
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US08862E1091ISIN kopiert
Suez
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FR0010613471ISIN kopiert

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Die besten nachhaltigen Fonds und ETFs, die wir in diesem Artikel vorstellen

  • Deka MSCI World Climate Change ESG UCITS ETF
    WKN:ETFL58TER:0.25%
    ISIN:DE000ETFL581AUM:402
  • Lyxor MSCI World ESG Trend Leaders (DR) UCITS ETF - Acc
    WKN:LYX0YLTER:0.18%
    ISIN:LU1792117779AUM:532
WKNISINTERAUMA/TTD
ETFL58
DE000ETFL581
0.25%
402
☑️ 0.94%
-
LYX0YL
LU1792117779
0.18%
532
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Unsere Arbeitsweise

analysierte investments
15
Analysierte
Investments
stunden investiert
6
Stunden
investiert
stunden recherchiert
3
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
8
Ausführliche
Analysen

Bei immer mehr Unternehmen spielen nachhaltige Prozesse und Produkte eine große Rolle. Nicht jede Aktie mit Fokus auf Nachhaltigkeit wird ein Erfolg. In unsere nachhaltige Aktien-Liste 2022 gehören:

  • Fermentalg
  • SolarEdge
  • Ballard Power
  • Beyond Meat
  • Suez

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Nachhaltig investieren – Was bedeutet das?

Nachhaltige Aktien und Fonds sollten die sogenannten ESG-Kriterien erfüllen. Die Abkürzung steht für:

  • Environmental – Umweltschutz
  • Social – soziale Kriterien und
  • Good Governance – verantwortungsbewusste Unternehmensführung.

Nachhaltigkeit bedeutet, eine Ressource so zu nutzen, dass sie langfristig erhalten bleibt. Ursprünglich kommt der Begriff aus der Forstwirtschaft und meint, dass nur so viel Holz geschlagen wird wie nachwächst. Heute meint man damit, dass Umwelt und Klima nur so stark belastet werden, wie es ohne große langfristige Schäden möglich ist.

Anders als grüne Aktien berücksichtigen nachhaltige Aktien auch soziale Kriterien. Rüstungsproduzenten scheiden deshalb ebenso aus wie Firmen, die Kinderarbeit tolerieren.

Gute Unternehmensführung ist gleich doppelt wichtig: Eine Anlage ist nachhaltig, wenn sie nicht nur auf kurze Trends setzt, sondern das Unternehmen eine solide Grundlage hat und Gewinne auch fundamental gerechtfertigt sind. Aber bei nachhaltigen Aktien muss die Unternehmensführung auch Rücksicht auf Staat und Gesellschaft nehmen, sie darf keine Korruption dulden.

Im Einzelfall sind viele dieser Kriterien umstritten. Wir gehen deshalb bei jedem Unternehmen auf die Vor- und Nachteile ein.

Ebenfalls lesenswert: Unsere Investmentideen zum Thema Autonomes Fahren – Aktien & ETFs.

Diese 5 nachhaltigen Aktien haben wir besonders unter die Lupe genommen

Diese fünf Aktien sind uns aufgefallen, weil sie ein interessantes und nachhaltiges Geschäftsmodell verfolgen. Dabei sind wir teilweise noch strenger als viele Banken und Fondsgesellschaften. So sehen wir Alphabet (Google) oder Amazon nicht als nachhaltig, da sie massiv Steuern vermeiden und allein durch ihre Größe und Macht zur Verschärfung der sozialen Ungleichheit beitragen.

Welcher Broker ist der richtige?

Verschiedene Online-Broker haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Direktbanken wie die comdirect bank bieten alle Dienstleistungen vom Girokonto bis zum Depot aus einer Hand, sind aber etwas teurer als reine Broker. Besonders günstig sind dagegen Neobroker wie Trade Republic und justTRADE, bei denen sich Aktien und ETFs teilweise ganz ohne Ordergebühren kaufen lassen. Allerdings bieten sie oft nur Zugang zu außerbörslichen Plattformen. Eine Mischung bietet Smartbroker. Das junge Unternehmen offeriert sowohl den gebührenfreien außerbörslichen Handel als auch Käufe über regulierte Wertpapierbörsen gegen eine geringe Gebühr. Allerdings kann die Eröffnung eines Depots dort einige Zeit in Anspruch nehmen.

Fermentalg: Interessante Idee, aber auch ein Risiko

WKN: A1103MWKN kopiert / ISIN: FR0011271600ISIN kopiert

Das Geschäftsfeld von Fermentalg ist hochinteressant und es ist gut möglich, dass die Aktie eines Tages „durchstartet“. Denn das Unternehmen nutzt Algen in zwei hochattraktiven Bereichen aktiv, nämlich der veganen Ernährung und der CO₂-Reduktion. Bisher hatten Aktionärinnen und Aktionäre allerdings nicht immer Freude an dem Papier.

Das französische Unternehmen gewinnt aus Algen unter anderem Omega-3-Fettsäuren, die vor allem für Veganer wichtig sind. Gemeinsam mit Suez holt Fermentalg CO₂ mithilfe von Algen aus der Luft.


Allerdings ist die Aktie sehr volatil, kennzeichnend sind die hohen Ausschläge in beide Richtungen. Von November 2020 bis Januar 2021 explodierte der Kurs geradezu: von rund 1,15 auf 4,06 Euro. Der Kurs fiel bis Juli 2021 dann aber wieder auf 2,54 Euro. Im folgenden halben Jahr stieg der Kurs dann erneut um 26 Prozent und schwankte im Januar 2022 um den Wert von 3,00 Euro.


Dass die Aktie an einem Tag um 10 Prozent steigt und am nächsten wieder um 5 Prozent fällt, ist keine Seltenheit. Anleger*innen müssen also gute Nerven mitbringen. Frühestens ab 2024 will die Firma Gewinne machen. Allerdings könnte schon vorher ein anderes Szenario die Kurse anschieben: eine Übernahme durch einen großen Konzern wie Unilever oder Nestlé. Die Erfolgsgeschichten von BioNTech und Co hat viele Unternehmen für das Thema Biotech sensibilisiert und vegane Ernährung und CO₂-Abscheidung bleiben Megathemen.

Das macht die Aktie interessant:

  • Idee mit Zukunft
  • Technologischer Vorsprung zur Konkurrenz
  • Kooperation mit großen Unternehmen

SolarEdge: High Tech für Solarzellen

WKN: A14QVM WKN kopiert / ISIN: US83417M1045ISIN kopiert

Solarzellen sind ein Massengeschäft. Die Margen sind daher gering und der Markt wird überwiegend von billig produzierenden Firmen aus Ostasien dominiert. Oft sind die Löhne niedrig und viele Firmen werden hierarchisch geführt. Das gibt Minuspunkte bei den ESG-Kriterien.

SolarEdge hat in diesem umkämpften Markt eine Nische gefunden. Das Unternehmen produziert vorwiegend technisch anspruchsvolle Bauteile für andere Hersteller. Das zahlte sich aus, das Unternehmen schreibt konstant schwarze Zahlen und in den vergangenen drei Jahren hat sich der Kurs der Aktie versechsfacht. Von Januar 2017 bis Januar 2022 beträgt das Kursplus sogar 1.560 Prozent.


Der Kursanstieg hat aber auch Nachteile, denn der Kurs liegt aktuell fast beim 90-fachen des für 2021 erwarteten Jahresgewinns (Stand Januar 2022). Das ist wohl auch einigen Anleger*innen zu viel: Im November 2021 kam es zu einer deutlichen Korrektur, bis Januar 2022 verlor die Aktie fast 40 Prozent an Wert. Wer interessiert ist, sollte abwarten, bis der Kurs den Boden gefunden hat. Dann kann das Papier wieder sehr attraktiv sein.

Vieles spricht dafür, dass Solarstrom die Energieform der Zukunft ist. Allein in Deutschland könnten Tausende Dächer mit Solaranlagen bestückt werden, ohne dafür zusätzliche Fläche opfern zu müssen und ohne die häufige Kritik an der Windkraft. Eine Aktie, die einen längeren Blick wert ist.

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

  • Weltmarktführer bei Solarzellen
  • Weiteres Wachstum des Marktes wahrscheinlich
  • Gute Marktposition in Schwellenländern

Ballard Power: Wieder attraktiv?

WKN: A0RENBWKN kopiert / ISIN: CA0585861085 ISIN kopiert

Ballard Power ist einer der Stars unter den Wasserstoff-Aktien. Lange war die Aktie aber auch sehr teuer. Doch seit dem Höchststand Anfang 2021 hat die Aktie – wie die meisten Wertpapiere aus dem Bereich Wasserstoff – stark an Wert verloren. Im Januar 2022 lag die Aktie fast 70 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Beim Pkw scheint die Batterie das Rennen gemacht zu haben. VW setzt ganz auf Akkumulatoren, Daimler will nur bei den Lkw noch mit Wasserstoff experimentieren. Die Tageszeitung Welt sprach gar von einem „Glaubenskrieg“ zwischen Wasserstoff und Batterie. Doch Wasserstoff ist damit noch lange nicht unattraktiv. Wasserstoff wird benötigt, um Energie für Zeiten ohne Wind und Sonne zu speichern, Stahl herzustellen oder um Energie aus den sonnigen und dünn besiedelten Gegenden wie dem Randgebiet der Sahara nach Europa zu bringen.


Das kanadische Unternehmen Ballard Power ist Marktführer beim Thema Brennstoffzellen. Diese werden benötigt, um aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom herzustellen. Bisher macht das Unternehmen damit allerdings noch Verluste – und das soll bis 2024 auch so bleiben.


Die Aktie ist daher sehr riskant. Allerdings bietet sie auch viele Chancen. Nach der Kurskorrektur 2021 sollten interessierte Anleger*innen abwarten. Wenn die Aktie ihren Boden gefunden hat, kann sie ein interessantes Investment sein. Ähnlich wie bei Fermentalg oder Beyond Meat ist auch die Übernahme durch einen größeren Konzern eine Option. Das würde vermutlich einen deutlichen Kursanstieg zur Folge haben.

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

• Weltmarktführer für Brennstoffzellen
• Wasserstoff kann wichtige Rolle bei der Energiewende spielen
• Kursrückgang im Jahr 2021 hat die Aktie günstiger gemacht

Lesen Sie zum Thema Wasserstoff auch unseren Beitrag Wasserstoffaktien kaufen: News, Analysen und Empfehlungen.

Beyond Meat: Fleischgeschmack ohne Fleisch

WKN: A2N7XQWKN kopiert / ISIN: US08862E1091ISIN kopiert

Beyond Meat ist einer der Stars im Bereich nachhaltige Aktien. Denn das Unternehmen produziert Fleischersatzprodukte als Nahrungsmittel, die ähnlich wie Fleisch schmecken und aussehen, aber vegan oder zumindest vegetarisch sind. Allerdings hat das Papier den Anleger*innen bisher wenig Freude bereitet. Abgesehen von einem raketenähnlichen Start nach dem Börsengang 2019 ging es nur bergab. Allein 2021 verlor das Papier rund die Hälfte seines Wertes. Aber wer Geduld hat, sollte das Papier trotzdem näher ansehen.

Infografik: Fleichkonsum wird nachhaltig

Vegane Aktien: Schätzung zur Entwicklung des Marktes für Fleisch und Fleischersatz. (Grafik: Statista)

Mit einem Preis von unter 60 Euro war die Aktie im Januar 2022 sogar günstiger als zum Börsengang. Man kann das als Zeichen für die Schwäche des Papiers sehen, aber auch als Chance. Denn das Thema vegane Ernährung ist ein Megatrend. Zielgruppe sind nicht nur Vegetarier*innen, sondern auch Menschen, die lediglich ihren Fleischkonsum der Gesundheit oder der Umwelt zuliebe etwas reduzieren wollen.

Zum anderen werden Veganer und Vegetarier anspruchsvoller. Vor allem in Indien gibt es bereits jetzt sehr viele Vegetarier. Obwohl es auf dem Subkontinent sehr gute vegetarische Gerichte gibt, könnten viele davon in Zukunft auch zu Fleischersatz greifen.


Allerdings macht Beyond Meat nach wie vor keine Gewinne. Zunächst waren Überschüsse für das Jahr 2022 eingeplant, jetzt ist das Ziel auf 2024 verschoben. 


Gewinne und höhere Umsätze sind keineswegs unrealistisch, denn vegane Aktien sind aktuell gefragt. Auch hier könnten Übernahmen ein Thema sein. Beyond Meat arbeitet bereits mit McDonalds und Kentucky Fried Chicken als Lieferant zusammen, und es ist denkbar, dass eines der Unternehmen sich auch finanziell beteiligt. Noch wahrscheinlicher ist es, dass Nahrungsmittelkonzerne wie Unilever oder Nestlé angesichts des Kursrückgangs zugreifen und die Firma übernehmen.

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

  • Vegane Produkte sind ein wachsender Markt
  • Beyond Meat gehört zu den führenden Unternehmen bei Fleischersatz
  • Hohe Bekanntheit macht höhere Preise möglich

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum Thema In künstliches Fleisch Aktien investieren.

Suez S.A.: Nachhaltige Aktie mit Dividende

WKN: A0Q418 WKN kopiert / ISIN: FR0010613471ISIN kopiert

Es gibt nicht viele nachhaltige Aktien mit Dividende. Solarzellen, Fleischersatz und Wasserstoff sind vergleichsweise junge Geschäftsfelder, bei denen noch viel Forschung notwendig ist und die Kosten hoch sind. Aber Suez zahlt nicht nur eine Dividende, die Aktie ist auch vergleichsweise wenig volatil.

Kein Wunder: Der Bereich Abfallentsorgung ist, anders als Algenprodukte oder Wasserstoff, ein etabliertes Geschäftsfeld. Suez ist bereits seit mehr als 100 Jahren in dem Sektor tätig. Das Unternehmen selbst ist sogar noch etwas älter, die Wurzeln reichen zurück bis in Jahr 1858, als die Firma zur Finanzierung des Suezkanals gegründet wurde. Mit den Erträgen aus dem 1956 verstaatlichten Kanal kaufte das Unternehmen zahlreiche Beteiligungen, unter anderem aus dem Umweltbereich. Die heutige Suez S.A. ging 2008 aus einer Abspaltung des Bereichs Abfallentsorgung, nachhaltige Stadtplanung und Wasserversorgung hervor. Drei Viertel des Ertrages des Unternehmens gelten nach EU-Kriterien als nachhaltig.


Von Anfang 2021 bis Anfang 2022 stieg der Kurs der Aktie um fast 14 Prozent. Auf zehn Jahre gesehen betrug das Plus im Januar 2022 118 Prozent. Das ist nicht sensationell, aber dafür blieben die Inhaber*innen von den starken Kursausschlägen verschont, unter denen andere nachhaltige Aktien litten. Zusätzlich konnten sich Aktionär*innen über eine regelmäßige Dividende freuen. Für 2020 wurden 0,65 Euro je Aktie gezahlt; das entspricht einer Dividendenrendite von rund 4,0 Prozent. Für 2021 wird sogar eine etwas höhere Dividende erwartet.


Eine Fusion mit dem ebenfalls französischen Unternehmen Veolia wurde im April 2021 beschlossen und soll die internationale Expansion weiter fördern. Größter Nachteil ist das vergleichsweise hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis. Es liegt mit 25 ähnlich hoch wie bei Alphabet (ex Google) oder Meta Platforms (ex Facebook). Das mag aufgrund der geringeren Dynamik zunächst überteuert erscheinen, allerdings ist Suez auch weniger anfällig für Krisen.

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

  • Nachhaltige Aktie mit Dividende
  • Abfallentsorgung und nachhaltige Stadtplanung sind Wachstumsfelder
  • Vergleichsweise stabiles Geschäftsfeld

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum Thema Investieren in Wasser-Aktien und Fonds – Zukunftsthema Wasser 2021?

3 Ideen für nachhaltiges Investieren mit Aktienfonds und ETFs 2021

Fonds bieten eine breitere Streuung als Einzelaktien und sind daher vor allem für Kleinanleger*innen oft eine gute Wahl. Besonders attraktiv sind dabei börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs. Sie können ähnlich günstig wie Aktien über die Börse gehandelt werden. Oft bilden sie einen Index nach, was für niedrige Kurse sorgt.

Nachhaltiger ETF: Lyxor MSCI World ESG Trend Leaders

WKN: LYX0YLWKN kopiert / ISIN: LU1792117779ISIN kopiert

Der Lyxor MSCI World ESG Trend Leaders enthält jene Aktien aus dem MSCI World, die vom Fondsmanagement aufgestellte Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Es handelt sich also um Aktien der größten Firmen der Welt.


Hier liegt allerdings auch schon ein großer Nachteil des ETFs. Zu den wichtigsten Unternehmen im Fonds gehört beispielsweise Alphabet (Google), ein Unternehmen, das schon öfter Ziel der Kritik von Datenschützern, Wettbewerbsrechtlern und Steuerbehörden war.

Wen das nicht stört, der findet mit dem ETF einen vergleichsweise günstigen Fonds. Die laufenden Kosten (TER) liegen aktuell bei nur 0,18 Prozent.

Grüner Aktien ETF: Deka MSCI World Climate Change ESG UCITS ETF

WKN: ETFL58WKN kopiert / ISIN: DE000ETFL581ISIN kopiert

Etwas weiter geht der Deka MSCI World Climate Change ETF. Er gewichtet die einzelnen Aktien nach der Kohlenstoffemission. Das bedeutet, je weniger CO2 ein Unternehmen ausstößt, desto höher ist der Anteil im Fonds. Auch hier gehören die großen Tech-Unternehmen allerdings zu den wichtigsten Aktien.


Die Kosten liegen mit 0,20 Prozent etwas höher als beim Lyxor MSCI ESG ETF, sind aber immer noch vergleichsweise günstig.

Nachhaltige Fonds auswählen lassen: Robo Advisor mit nachhaltigen Geldanlagen

Wer keinen Spaß an der Aktienanlage hat, der kann diese Aufgabe auch einem Robo Advisor übertragen. Dabei handelt es sich um eine weitgehend automatisierte Vermögensverwaltung, bei der ETFs anhand statistischer Kriterien ausgesucht werden.

Egal, ob leidenschaftlicher Anleger oder nicht, in Sachen Risikostreuung sind die Robo Advisor Depots kaum zu übertreffen. Bei der comdirect bank lässt sich das verwaltete cominvest depot mit einem regulären Depot kombinieren. Allerdings gibt es dort (Stand: Januar 2022) keine spezielle nachhaltige Anlagestrategie.

Zu den Pionieren in Sachen Nachhaltigkeit gehört bei den Robo Advisorn die zur Genossenschaftsgruppe gehörende Union Investment mit VisualVest, die sogenannte Green Folios führt. Auch bei quirion gibt es mittlerweile eine Nachhaltigkeitsstrategie, OSKAR berücksichtigt sogar bei allen Anlagen Nachhaltigkeitskriterien.

Chancen und Risiken nachhaltiger Aktien – die SWOT-Analyse

Nachhaltige Aktien sind ein Zukunftsmarkt. Das muss allerdings nicht zwangsläufig auch bedeuten, dass nachhaltige Aktien automatisch besser abschneiden. Allerdings spricht einiges dafür.

Stärken: Das Thema bleibt wichtig

Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts lautet, mehr Menschen einen höheren Wohlstand zu ermöglichen und trotzdem weniger Ressourcen zu verbrauchen. Das wird nicht ohne technologische Innovationen gehen, deshalb sind Lebensmittel aus Algen, Fleischersatzprodukte, Solarzellen, Wasserstoff und nachhaltige Entsorgung Zukunftsthemen.

Firmen wie Beyond Meat oder Fermentalg haben außerdem einen technologischen Vorsprung, der nur schwer einzuholen ist.

Schwächen: kaum Gewinne

Allerdings machen die meisten Firmen bisher wenig Gewinne. Denn die meisten mussten viel Geld in Forschung und Entwicklung stecken. Die wenigen Ausnahmen wie der Entsorgungs- und Wasserspezialist Suez haben auch weniger Wachstumsmöglichkeiten. Anleger*innen sollten abwägen.

Chancen: Technischer Fortschritt macht Umweltschutz günstig

Bisher ist Energie aus Wasserstoff oder Fleischersatz vorwiegend eine Sache für Idealisten. Doch das könnte sich ändern. Die Preise für CO₂-Zertifikate stiegen 2021 unerwartet stark.

Gleichzeitig könnten neue Technologien dafür sorgen, dass umweltfreundliche Verfahren deutlich günstiger werden. Möglicherweise ist Solarstrom schon bald billiger als Kohlestrom. Und in den armen Ländern könnte die Solarenergie ein Segen für die Wirtschaft sein. Mit den dort erzielten Einkommen können neue Solaranlagen gekauft werden.

Risiken: Nicht immer fängt der frühe Vogel den Wurm

Es ist eine Erfahrung, die bei neuen Technologien immer wieder gemacht wird: Die technologischen Pioniere machen nicht automatisch die höchsten Gewinne. Amazon hat den Online-Handel nicht erfunden und Google nicht die Suchmaschine. Möglicherweise könnten neue Akteure bald einen besseren Fleischersatz liefern als Beyond Meat oder Omega-3-Fettsäuren günstiger produzieren als Fermentalg.

Bedenken müssen Sie dabei, dass die meisten nachhaltigen Aktien recht teuer sind. Schon ein langsameres Wachstum würde die Kurse einbrechen lassen.

Überwiegen die Chancen oder die Risiken?

Möglicherweise werden Fermentalg oder Beyond Meat in zehn Jahren nicht mehr auf dem Kurszettel stehen. Einige Aktionäre werden aber trotzdem ein gutes Geschäft machen, wenn etablierte Unternehmen die innovativen Konkurrenten aufkaufen. Vieles spricht daher in unseren Augen für einen Erfolg nachhaltiger Aktien. Allerdings nicht unbedingt von jedem einzelnen Unternehmen. Wie immer gilt es deshalb, sein Kapital zu streuen.

Alternativen zu nachhaltigen Aktien

ETFs aus Zukunftsbranchen

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Möglicherweise wird eine nachhaltige Zukunft anders aussehen als wir es uns vorstellen. Kaum eine Branche wird an dem Thema vorbeikommen, deshalb ist es schwer, die nachhaltige Aktie der Zukunft zu küren.

Eine Alternative könnte sein, sich allgemeiner auf zukunftsstarke Branchen auszurichten, beispielsweise auf das Thema E-Commerce oder Biotechnologie.

Wer Risiken eingehen kann, sollte auch in junge Unternehmen investieren. Außerdem dürfen Anlegerinnen und Anleger auch mögliche regionale Veränderungen nicht außer Acht lassen. Auch wenn sich Aktien aus vielen Schwellen- und Entwicklungsländern in der Coronakrise deutlich schlechter entwickelt haben als solche aus den USA, Europa oder Ostasien, spricht vieles dafür, dass hier mittelfristig große Chancen liegen. Allerdings bei gleichzeitig hohen Risiken.

Aktien von „Modernisierern“

Auch viele etablierte Unternehmen setzten verstärkt auf Nachhaltigkeit. Etwa der Konsumgüterhersteller Henkel (WKN: 604843 / ISIN: DE0006048432), der mit dem kanadischen Sozialunternehmen Plastic Bank kooperiert. In Haiti, Ägypten und anderen Ländern können sich Menschen ein wenig Geld hinzuverdienen, indem sie Plastikmüll aufsammeln und bei Sammelstellen abgeben, aus denen anschließend neue Plastikverpackungen für Henkel-Marken wie Persil, Schwarzkopf oder Somat hergestellt werden.

Der Nahrungsmittelhersteller Unilever (WKN: A0JNE2 / ISIN: GB00B10RZP78) produziert aktuell für Burger King einen vegetarischen „Whopper“. Wie Henkel zahlt das Unternehmen eine Dividende – im Fall von Unilever ununterbrochen seit 1937.

Diese etablierten Unternehmen sind weniger dynamisch, dafür aber auch weniger riskant als junge Unternehmen. Auch unter ethischen Aspekten spricht einiges für diese Unternehmen. Viele Marktbeobachter gehen davon aus, dass von diesen „Modernisierern“ Impulse für den Gesamtmarkt ausgehen, die oft wichtiger als die der rein nachhaltigen Unternehmen sind.

Ebenfalls interessant: In Halbleiter Aktien fürs Auto investieren. Mehr dazu in unserem Ratgeber.

FAQ

Was sind nachhaltige Aktien?

Nachhaltigkeit bedeutet, nur so viele Ressourcen zu entnehmen, wie auch nachgebildet werden. Üblicherweise sind damit Umweltschutzaspekte gemeint, oft ergänzt um soziale Kriterien. Aber auch eine gute Unternehmensführung zählt dazu, zumal es auch eine „wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ gibt.

Wie finde ich nachhaltige Aktien?

Wer nachhaltige Aktien kaufen will, sollte sich intensiv mit dem Geschäftskonzept, aber auch der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens befassen. Dabei kann ein Blick auf unsere Nachhaltige Aktien Liste helfen.

Welche nachhaltigen Aktien sind gut?

Nachhaltige Aktien erzielen oft noch Verluste. Ein Blick auf die Geschäftszahlen alleine ist deshalb nicht sinnvoll. Allerdings sollten diese auch nicht ganz vergessen werden. Wir haben 5 Aktien näher betrachtet und unsere persönliche Meinung zusammengefasst.

Was sind nachhaltige Aktien?

  • Fermentalg
  • SolarEdge
  • Ballard Power
  • Beyond Meat
  • Suez

Fazit

Nachhaltigkeit ist ein aktuelles Thema. Das bedeutet aber nicht, dass jede nachhaltige Aktie auch ein Erfolg wird. Es lohnt sich daher, auf eine breitere Risikostreuung zu setzen. Dabei können ETFs helfen, aber auch Robo Advisor, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Auch bestehende Unternehmen, die sich in Richtung Nachhaltigkeit bewegen, können attraktiv sein. Ein Nachteil von ETFs ist allerdings, dass die meisten Fonds nur sehr lockere Mindeststandards setzen. Viele werden von den großen Tech-Giganten wie Alphabet, Facebook oder Amazon beherrscht.

Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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