In die besten nachhaltigen Aktien und Fonds investieren 2021

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Nachhaltig Investieren - Das Wichtigste in Kürze

So gehen Sie vor:

Inhaltsverzeichnis

Die besten nachhaltigen Aktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

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Name / WKN / ISIN
Fermentalg
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FR0011271600ISIN kopiert
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SolarEdge
A14QVMWKN kopiert
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Ballard Power
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Beyond Meat
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US08862E1091ISIN kopiert
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Suez
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Die besten nachhaltigen Fonds und ETFs, die wir in diesem Artikel vorstellen

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Name / WKN / ISIN
Deka MSCI World Climate Change ESG UCITS ETF
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DE000ETFL581ISIN kopiert
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Lyxor MSCI World ESG Trend Leaders
LYX0YLWKN kopiert
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Unsere Arbeitsweise

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Nachhaltig investieren – Was bedeutet das?

Nachhaltige Aktien und Fonds sollten die sogenannten ESG-Kriterien erfüllen. Die Abkürzung steht für

  • Environmental – Umweltschutz
  • Social – Soziale Kriterien und
  • Good Governance – verantwortungsbewusste Unternehmensführung.

Nachhaltigkeit bedeutet eine Ressource so zu nutzen, dass sie langfristig erhalten bleibt. Ursprünglich kommt der Begriff aus der Forstwirtschaft und meint, dass nur so viel Holz geschlagen wird wie nachwächst. Heute meint man damit, dass Umwelt und Klima nur so stark belastet werden, wie es ohne große langfristige Schäden möglich ist.

Anders als bei grünen Aktien sollen bei nachhaltigen Aktien auch soziale Kriterien berücksichtigt werden. Rüstungsproduzenten scheiden deshalb ebenso aus wie Firmen, die Kinderarbeit tolerieren.

Gute Unternehmensführung ist gleich doppelt wichtig. Eine Anlage ist nachhaltig, wenn sie nicht nur auf kurze Trends setzt, sondern das Unternehmen eine solide Grundlage hat und Gewinne auch fundamental gerechtfertigt sind. Aber bei nachhaltigen Aktien muss die Unternehmensführung auch Rücksicht auf Staat und Gesellschaft nehmen, beispielsweise darf sie keine Korruption dulden.

Im Einzelfall sind viele dieser Kriterien umstritten. Wir gehen deshalb bei jedem Unternehmen auf die Vor- und Nachteile ein.

Diese 5 nachhaltigen Aktien haben wir besonders unter die Lupe genommen

Diese fünf Aktien sind uns aufgefallen, weil sie ein interessantes Geschäftsmodell verfolgen und nachhaltig sind. Dabei sind wir teilweise noch strenger als viele Banken und Fondsgesellschaften. So sehen wir Alphabet (Google) oder Amazon nicht als nachhaltig, da sie massiv Steuern vermeiden und allein durch ihre Größe zur Verschärfung der sozialen Ungleichheit beitragen.

Welcher Broker ist der richtige?

Verschiedene Broker haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Direktbanken wie die comdirect bank bieten alle Dienstleistungen vom Girokonto bis zum Depot aus einer Hand, sind aber etwas teurer als reine Broker. Besonders günstig sind dagegen Neobroker wie Trade Republic und justTRADE, bei denen sich Aktien und ETFs teilweise ganz ohne Ordergebühren kaufen lassen. Allerdings bieten sie oft nur Zugang zu außerbörslichen Plattformen. Eine Mischung bietet Smartbroker. Das junge Unternehmen bietet sowohl den gebührenfreien außerbörslichen Handel als auch Käufe über regulierte Wertpapierbörsen gegen eine geringe Gebühr. Allerdings kann die Eröffnung eines Depots dort einige Zeit in Anspruch nehmen.

Fermentalg: Interessante Idee, aber auch Risiken

WKN: A1103MWKN kopiert / ISIN: FR0011271600ISIN kopiert

Das Geschäftsfeld von Fermentalg ist hochinteressant und es ist gut möglich, dass die Aktie eines Tages so explodiert wie Beyond Meat oder andere Firmen. Denn das Unternehmen nutzen Algen in zwei hochattraktiven Bereichen aktiv, nämlich der veganen Ernährung und der CO2-Reduktion. Bisher hatten Aktionärinnen und Aktionäre allerdings nicht immer Freude an dem Papier.

Das französische Unternehmen gewinnt aus Algen beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, die vor allem für Veganer wichtig sind. Und gemeinsam mit Suez holt Fermentalg CO2 mithilfe von Algen aus der Luft.


Allerdings ist die Aktie sehr volatil. Trotz der vielversprechenden Geschäftsidee verlor die Aktie vom Start 2014 bis März 2020 rund 90 Prozent an Wert. Seitdem geht es aufwärts, in den 14 Monaten bis Mai 2021 verdreifachte sich der Kurs. Allerdings gab es immer wieder auch heftige Rückschläge.


Dass die Aktie am einen Tag um 10 Prozent steigt und am nächsten wieder um 5 Prozent fällt, ist keine Seltenheit. Anlegerinnen und Anleger müssen also gute Nerven mitbringen. Erst ab 2023 will die Firma Gewinne machen. Allerdings könnte schon vorher ein anderes Szenario die Kurse anschieben: eine Übernahme durch einen großen Konzern wie Unilever oder Nestlé. Die Erfolgsgeschichten von BioNTech und Co hat viele Unternehmen für das Thema Biotech sensibilisiert. Und vegane Ernährung und CO2-Abscheidung bleiben Megathemen.

Das macht die Aktie interessant:

  • Idee mit Zukunft.
  • Technologischer Vorsprung auf die Konkurrenz.
  • Kooperation mit großen Unternehmen.

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SolarEdge: High Tech für Solarzellen

WKN: A14QVM WKN kopiert / ISIN: US83417M1045ISIN kopiert

Solarzellen sind ein Massengeschäft. Die Margen sind daher gering und der Markt wird überwiegend von billig produzierenden Firmen aus Ostasien dominiert. Oft sind die Löhne niedrig und viele Firmen werden hierarchisch geführt. Das gibt Minuspunkte bei den ESG-Kriterien.

SolarEdge hat in diesem umkämpften Markt aber eine Nische gefunden. Das Unternehmen produziert vor allem technisch anspruchsvolle Bauteile für andere Hersteller. Das zahlte sich aus, das Unternehmen schreibt konstant schwarze Zahlen und in den vergangenen drei Jahren hat sich der Kurs der Aktie vervierfacht.


Der Kursanstieg hat aber auch Nachteile, denn der Kurs liegt aktuell beim 70-fachen des für 2021 erwarteten Jahresgewinns. Anfang 2021 hat der Anstieg daher zunächst eine Pause eingelegt. Nachdem der Kurs aber von Anfang bis Mittel 2021 rund 40 Prozent nachgegeben hatte, könnte die Aktie wieder attraktiv sein.

Vieles spricht dafür, dass Solarstrom die Energieform der Zukunft ist. Allein in Deutschland könnten Tausende Dächer mit Solaranlagen bestückt werden, ohne dafür zusätzliche Fläche opfern zu müssen und ohne die Kritik, denen die Windkraft ausgesetzt ist. Eine Aktie, die einen genaueren Blick verdient.

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

  • Weltmarktführer bei Solarzellen.
  • Weiteres Wachstum des Marktes wahrscheinlich.
  • Gute Marktposition in Schwellenländern.

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Ballard Power: Wieder attraktiv?

WKN: A0RENBWKN kopiert / ISIN: CA0585861085 ISIN kopiert

Ballard Power ist einer der Stars unter den Wasserstoff-Aktien. Lange war die Aktie aber auch sehr teuer. Doch seit dem Höchststand Anfang 2021 hat die Aktie – wie die meisten Wertpapiere aus dem Bereich Wasserstoff – stark an Wert verloren. Mitte 2021 lag die Aktie zwar immer noch rund ein Drittel höher als im Mai 2020, aber nur noch bei einem Drittel des Wertes vom Januar 2021. Ist das eine Gelegenheit zum Einstieg?

Beim Pkw scheint die Batterie das Rennen gemacht zu haben. VW setzt ganz auf Akkumulatoren, Daimler will nur bei den Lkw noch mit Wasserstoff experimentieren. Die Tageszeitung Welt sprach gar von einem „Glaubenskrieg“ zwischen Wasserstoff und Batterie. Doch Wasserstoff ist damit noch lange nicht unattraktiv. Es wird in der Stahlherstellung gebraucht, um Energie für Zeiten ohne Wind und Sonne zu speichern oder um Energie aus den sonnigen und dünn besiedelten Gegenden wie dem Randgebiet der Sahara nach Europa zu bringen.


Das kanadische Unternehmen Ballard Power ist Marktführer beim Thema Brennstoffzellen. Diese werden benötigt, um aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom herzustellen. Bisher macht das Unternehmen damit allerdings noch Verluste, erst für 2024 werden Gewinne eingeplant.


Die Aktie ist daher sehr riskant. Allerdings bietet sie auch viele Chancen. Ähnlich wie bei Fermentalg oder Beyond Meat ist auch die Übernahme durch einen größeren Konzern eine Option. Das würde vermutlich einen deutlichen Kursanstieg zur Folge haben.

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

• Weltmarktführer für Brennstoffzellen.
• Wasserstoff kann wichtige Rolle bei der Energiewende spielen.
• Kursrückgang Anfang 2021 hat die Aktie günstiger gemacht.

Lesen Sie zum Thema Wasserstoff auch unseren Beitrag Wasserstoffaktien kaufen: News, Analysen und Empfehlungen.

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Beyond Meat: Fleischgeschmack ohne Fleisch

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Beyond Meat ist einer der Stars im Bereich nachhaltige Aktien. Denn das Unternehmen produziert Fleischersatzprodukte, als Nahrungsmittel, die ähnlich wie Fleisch schmecken und aussehen, aber vegan oder zumindest vegetarisch sind.

Infografik: Fleichkonsum wird nachhaltig

Vegane Aktien: Schätzung zur Entwicklung des Marktes für Fleisch und Fleischersatz. (Grafik: Statista)

So wie Ballard Power hat Beyond Meat gegenüber dem Höchstkurs deutlich an Wert verloren. Nach dem Börsengang 2019 mit einem Ausgabepreis von 25,- Euro war der Kurs zunächst geradezu explodiert und anschließend wieder eingebrochen. Zwar erholte er sich wieder etwas, doch im Vergleich zum Höchstkurs von über 200,- Euro ist die Aktie nach wie vor vergleichsweise günstig.


Der Begriff günstig ist dabei allerdings relativ, denn die Firma macht nach wie vor keinen Gewinn und auch in Relation zum Umsatz ist die Aktie teuer. Hier sind bereits zukünftige Gewinne eingepreist, die es ab 2022 geben soll.


Gewinne und höhere Umsätze sind keineswegs unrealistisch, denn vegane Aktien sind aktuell gefragt. Schließlich dürften sie gleich von zwei Entwicklungen profitieren. Einerseits davon, dass immer mehr Menschen bewusst auf Fleisch verzichten. Aber auch davon, dass Veganer und Vegetarier anspruchsvoller werden. Vor allem in Indien gibt es bereits jetzt sehr viele Vegetarier. Obwohl es auf dem Subkontinent zahlreiche fantastische vegetarische Gerichte gibt, könnten viele davon in Zukunft zu Fleischersatz greifen.

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

  • Vegane Produkte sind ein wachsender Markt.
  • Beyond Meat gehört zu den führenden Unternehmen bei Fleischersatz.
  • Hohe Bekanntheit macht höhere Preise möglich.

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum Thema In künstliches Fleisch Aktien investieren.

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Suez S.A.: Nachhaltige Aktie mit Dividende

WKN: A0Q418 WKN kopiert / ISIN: FR0010613471ISIN kopiert

Es gibt nicht viele nachhaltige Aktien mit Dividende. Solarzellen, Fleischersatz und Wasserstoff sind vergleichsweise junge Geschäftsfelder, bei denen noch viel Forschung notwendig ist und die Kosten hoch sind.

Eine Ausnahme ist dabei der Bereich Abfallentsorgung. Er ist bereits seit mehr als 100 Jahren etabliert. Das Unternehmen Suez ist sogar noch etwas älter, die Wurzeln reichen zurück bis in Jahr 1858, als die Firma zur Finanzierung des Suez-Kanals gegründet wurde. Mit den Erträgen aus dem 1956 verstaatlichten Kanal kaufte das Unternehmen zahlreiche Beteiligungen, unter anderem aus dem Umweltbereich. Die heutige Suez S.A. ging 2008 durch eine Abspaltung des Bereichs Abfallentsorgung, nachhaltige Stadtplanung und Wasserversorgung hervor. Drei Viertel des Ertrages des Unternehmens gelten nach EU-Kriterien als nachhaltig.


Von Mitte 2020 bis Mitte 2021 stieg der Kurs der Aktie um fast 100 Prozent. Zusätzlich konnten sich Aktionäre über eine Dividende von 0,65 Euro je Aktie freuen, was eine Dividendenrendite von rund 3,3 Prozent entsprach.


Eine Fusion mit dem ebenfalls französischen Unternehmen Veolia wurde im April 2021 beschlossen und soll die internationale Expansion weiter fördern. Größter Nachteil ist der starke Anstieg des Kurses in den Jahren 2020 und 2021. Dadurch ist das Wertpapier vergleichsweise teuer geworden. Allerdings sollen auch die Gewinne 2021 und 2022 deutlich höher liegen als noch 2019 (2020 machte Suez Verluste).

Das macht die Aktie interessant und nachhaltig:

  • Nachhaltige Aktie mit Dividende.
  • Abfallentsorgung und nachhaltige Stadtplanung sind Wachstumsfelder.
  • Vergleichsweise stabiles Geschäftsfeld.

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum Thema Investieren in Wasser-Aktien und Fonds – Zukunftsthema Wasser 2021?

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3 Ideen für nachhaltiges Investieren mit Aktienfonds und ETFs 2021

Fonds bieten eine breitere Streuung als Einzelaktien und sind daher vor allem für Kleinanleger oft eine gute Wahl. Besonders attraktiv sind dabei börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs. Sie können ähnlich günstig wie Aktien über die Börse gehandelt werden. Oft bilden Sie einen Index nach, was für niedrige Kurse sorgt.

Nachhaltiger ETF: Lyxor MSCI World ESG Trend Leaders

WKN: LYX0YLWKN kopiert / ISIN: LU1792117779ISIN kopiert

Der Lyxor MSCI World ESG Trend Leaders enthält jene Aktien aus dem MSCI World, die vom Fondsmanagement aufgestellte Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Es handelt sich also um Aktien der größten Firmen der Welt.


Hier liegt allerdings auch schon ein großer Nachteil des ETFS. Zu den wichtigsten Unternehmen im Fonds gehört beispielsweise Alphabet (Google), ein Unternehmen das schon öfter Ziel der Kritik von Datenschützern, Wettbewerbsrechtlern und Steuerbehörden war und ist.

Wen das nicht stört, der findet mit dem ETF einen vergleichsweise günstigen Fonds, die laufenden Kosten (TER) liegen aktuell bei nur 0,18 Prozent.

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Grüner Aktien ETF: Deka MSCI World Climate Change ESG UCITS ETF

WKN: ETFL58WKN kopiert / ISIN: DE000ETFL581ISIN kopiert

Etwas weiter geht der Deka MSCI World Climate Change ETF. Er gewichtet die einzelnen Aktien nach der Kohlenstoffemission. Das bedeutet, je weniger CO2 ein Unternehmen ausstößt, desto höher ist der Anteil im Fonds. Auch hier gehören zu den wichtigsten Aktien allerdings die der großen Tech-Unternehmen.


Die Kosten liegen mit 0,20 Prozent etwas höher als beim Lyxor MSCI ESG ETF, sind aber immer noch vergleichsweise günstig.

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Nachhaltige Fonds auswählen lassen: Robo Advisor mir nachhaltigen Geldanlagen

Wer keinen Spaß an der Aktienanlage hat, der kann diese Aufgabe auch einem Robo Advisor übertragen. Dabei handelt es sich um eine weitgehend automatisierte Vermögensverwaltung, bei der ETFs anhand statistischer Kriterien ausgesucht werden.

Egal ob begeisterter Anleger oder nicht, in Sachen Risikostreuung sind die Robo Advisor Depots kaum zu übertreffen. Bei der comdirect bank lässt sich das verwaltete cominvest depot mit einem regulären Depot kombinieren. Allerdings gibt es dort (Stand: 05 / 2021) keine spezielle nachhaltige Anlagestrategie.

Zu den Pionieren in Sachen Nachhaltigkeit gehört bei den Robo Advisor die zur Genossenschaftsgruppe gehörende Union Investment mit VisualVest, die sogenannte Green Folios führt. Auch bei quirion gibt es mittlerweile eine Nachhaltigkeitsstrategie, Oskar berücksichtigt sogar bei allen Anlagen Nachhaltigkeitskriterien.

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Chancen und Risiken nachhaltiger Aktien – die SWOT-Analyse

Nachhaltige Aktien sind ein Zukunftsmarkt. Das muss allerdings nicht zwangsläufig auch bedeuten, dass nachhaltige Aktien automatisch besser abschneiden. Allerdings spricht einiges dafür.

Stärken: Das Thema bleibt wichtig

Die Herausforderung für das 21. Jahrhundert heißt, mehr Menschen einen höheren Wohlstand zu ermöglichen und trotzdem weniger Ressourcen zu verbrauchen. Das wird nicht ohne technologische Innovationen gehen, deshalb sind Lebensmittel aus Algen, Fleischersatzprodukte, Solarzellen, Wasserstoff und nachhaltige Entsorgung Zukunftsthemen.

Firmen wie Beyond Meat oder Fermentalg haben außerdem einen technologischen Vorsprung, der nur schwer einzuholen ist.

Schwächen: kaum Gewinne

Allerdings machen die meisten Firmen bisher wenig Gewinne. Denn die meisten mussten viel Geld in Forschung und Entwicklung stecken. Sie machen daher bisher Verluste. Die wenigen Ausnahmen wie der Entsorgungs- und Wasserspezialist Suez haben auch weniger Wachstumsmöglichkeiten. Es gilt für Anleger abzuwägen.

Chancen: Technischer Fortschritt macht Umweltschutz günstig

Bisher ist Energie aus Wasserstoff oder Fleischersatz vor allem eine Sache für Idealisten. Doch das könnte sich ändern. Die Preise für CO2-Zertifikate stiegen 2021 unerwartet stark an.

Gleichzeitig könnten neue Technologien dafür sorgen, dass umweltfreundliche Verfahren deutlich günstiger werden. Möglicherweise ist Solarstrom schon bald billiger als Kohlestrom. Und in den armen Ländern könnte die Solarenergie ein Segen für die Wirtschaft sein – und mit den dort erzielten Einkommen können neue Solaranlagen gekauft werden.

Risiken: Nicht immer fängt der frühe Vogel den Wurm

Es ist eine Erfahrung, die bei neuen Technologien immer wieder gemacht wurde: Die technologischen Pioniere machen nicht automatisch die höchsten Gewinne. Amazon hat den Online-Handel nicht erfunden und Google nicht die Suchmaschine. Möglicherweise könnten neue Akteure bald einen besseren Fleischersatz liefern als Beyond Meat oder Omega-3-Fettsäuren günstiger produzieren als Fermentalg.

Bedenken müssen Anleger dabei, dass die meisten nachhaltigen Aktien recht teuer sind. Schon ein langsameres Wachstum würde die Kurse einbrechen lassen.

Überwiegen die Chancen oder die Risiken?

Möglicherweise werden Fermentalg oder Beyond Meat in zehn Jahren nicht mehr auf dem Kurszettel stehen, aber Aktionäre trotzdem ein gutes Geschäft gemacht haben. Dann nämlich, wenn etablierte Unternehmen die innovativen Konkurrenten aufkaufen. Vieles spricht daher in meinen Augen für einen Erfolg nachhaltiger Aktien. Allerdings nicht unbedingt von jedem einzelnen Unternehmen. Wie immer gilt es deshalb, sein Kapital zu streuen.

Alternativen zu nachhaltigen Aktien

ETFs aus Zukunftsbranchen

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Möglicherweise wird eine nachhaltige Zukunft anders aussehen als wir es uns vorstellen. Kaum eine Branche wird an dem Thema vorbeikommen, deshalb ist es jetzt so schwer die nachhaltige Aktie der Zukunft zu küren.

Eine Alternative könnte sein, sich allgemeiner auf zukunftsstarke Branchen auszurichten, beispielsweise das Thema E-Commerce oder Biotechnologie.

Wer bereit ist Risiken einzugehen, kann auch in junge Unternehmen investieren. Außerdem sollten Anlegerinnen und Anleger auch möglicher regionale Veränderungen nicht außer Acht lassen. Auch wenn sich Aktien aus vielen Schwellen- und Entwicklungsländer in der Coronakrise deutlich schlechter entwickelt haben als solche aus den USA, Europa oder Ostasien, so spricht doch vieles dafür, dass hier mittelfristig große Chancen liegen. Bei gleichzeitig hohen Risiken allerdings.

Aktien von „Modernisierern“

Auch viele etablierte Unternehmen setzten verstärkt auf Nachhaltigkeit. Beispielsweise der Konsumgüterhersteller Henkel (WKN: 604843 / ISIN: DE0006048432), der mit dem kanadischen Sozialunternehmen Plastic Bank kooperiert. In Haiti, Ägypten und anderen Ländern können sich Menschen Geld hinzuverdienen, indem sie Plastikmüll aufsammeln und bei Sammelstellen abgeben, aus denen anschließend neue Plastikverpackungen für Henkel-Marken wie Persil, Schwarzkopf oder Somat hergestellt werden.

Und der Nahrungsmittelhersteller Unilever (WKN: A0JNE2 / ISIN: GB00B10RZP78) produziert aktuell für Burger King einen vegetarischen „Whopper“. Wie Henkel zahlt das Unternehmen eine Dividende – im Fall von Unilever ununterbrochen seit 1937.

Diese etablierten Unternehmen sind weniger dynamisch, dafür aber auch weniger riskant als junge Unternehmen. Auch unter ethischen Aspekten spricht einiges für diese Unternehmen. Viele Marktbeobachter gehen davon aus, dass von diesen „Modernisierern“ Impulse für den Gesamtmarkt ausgehen, die oft wichtiger als die der rein nachhaltigen Unternehmen sind.

FAQ

Was sind nachhaltige Aktien?

Nachhaltigkeit bedeutet, nur so viele Ressourcen zu entnehmen, wie auch nachgebildet werden. Üblicherweise sind damit Umweltschutzaspekte gemeint, oft ergänzt um soziale Kriterien. Aber auch eine gute Unternehmensführung zählt dazu, zumal es auch eine „wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ gibt.

Wie finde ich nachhaltige Aktien?

Wer nachhaltige Aktien kaufen will, sollte sich intensiv mit dem Geschäftskonzept, aber auch der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens befassen. Dabei kann ein Blick auf unsere Nachhaltige Aktien Liste helfen.

Welche nachhaltigen Aktien sind gut?

Nachhaltige Aktien erzielen oft noch Verluste. Ein Blick auf die Geschäftszahlen alleine ist deshalb nicht sinnvoll. Allerdings sollten diese auch nicht ganz vergessen werden. Wir haben 5 Aktien näher betrachtet und unsere persönliche Meinung zusammengefasst.

Fazit

Nachhaltigkeit ist ein aktuelles Thema. Das bedeutet aber nicht, dass jede nachhaltige Aktie auch ein Erfolg wird. Es lohnt sich daher, auf eine breitere Risikostreuung zu setzen. Dabei können ETFs helfen, aber auch Robo Advisor, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Auch bestehende Unternehmen, die sich in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit bewegen, können attraktiv sein. Ein Nachteil von ETFs ist allerdings, dass die meisten Fonds nur sehr lockere Mindeststandards setzen, viele werden von den großen Tech-Giganten wie Alphabet, Facebook oder Amazon beherrscht.

Paul Scheuschner

Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.