VisualVest Erfahrungen – Test und Bewertung

VisualVest Erfahrungen – Test und Bewertung

VisualVest ist ein weiterer aufstrebender Anbieter eines Robo-Advisors. Die Besonderheit bei der risikoarmen und kostengünstigen Geldanlage ist der Fokus auf Nachhaltigkeit. Das Angebot verzichtet dabei auf Mindestgebühren und rechnet sich so auch für geringe Anlagebeträge und Sparpläne.

Was bietet VisualVest?

VisualVest bietet grundsätzlich drei unterschiedliche Ansätze im Bereich Robo-Advisor:

  • GreenFolios
  • VestFolios mit ETFs
  • VestFolios mit aktiv verwalteten Fonds

Bei den GreenFolios handelt es sich ebenfalls um aktiv verwaltete Fonds. Darüber hinaus können Anleger zwischen drei verschiedenen Risikostufen bei den GreenFolios und bis zu sieben Risikostufen innerhalb der VestFolios wählen.

Die verschiedenen Portfolios unterscheiden sich dabei in ihrer Zusammensetzung und Risikostruktur. Bei den GreenFolios wird der Anteil von Aktienfonds mit steigender Risikobereitschaft größer, während Anleihefonds prozentual abnehmen. Bei den VestFolios sind darüber hinaus bei geringer Risikobereitschaft auch Geldmarktfonds enthalten. Teil des Investments sind zudem immer Rohstofffonds in unterschiedlichen Verhältnissen.

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Wie teuer ist die Geldanlage bei VisualVest?

VisualVest kann dadurch, dass es eine reine Online-Verwaltung des Portfolios anbietet und das Geld der Anleger automatisiert bündelt besonders günstige Konditionen anbieten. Für VisualVest werden lediglich 0,05 % des Depotvermögens pro Monat an Servicegebühr fällig. Dies entspricht also einer jährlichen Kosten von 0,6 %. VisualVest verzichtet dabei auf:

  • Mindestgebühren
  • Transaktionskosten und Aufgabeaufschläge
  • Depotgebühren
  • Provisionserstattung für aktiv verwaltete Fonds

Dementsprechend günstig und übersichtlich ist die Kostenstruktur.

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VisualVest setzt auf Nachhaltigkeit

Hinzu kommen allerdings Kosten, die das jeweilige Portfolio verursacht. Die Verwaltung der Fonds verursacht Fremdkosten, die von den Fondsgesellschaften aus dem Fondsvolumen entnommen werden. VisualVest hat darauf also keinen direkten Einfluss. Dabei unterscheiden sich die Kosten auch innerhalb der drei unterschiedlichen Anlagestrategien. Sie nimmt zudem mit wachsendem Aktienanteil zu, da dann auch die Kosten der Fondsgesellschaft steigen. Am günstigsten ist dabei natürlich der Portfoliomix mit ETFs, da diese passiv verwaltete werden und deutlich weniger Kosten verursachen. Bei der nachhaltigen Geldanlage ist dies derzeit noch nicht möglich, da es nicht genügend ETFs gibt, die nach Kriterien der Nachhaltigkeit erstellt werden. Derzeit bewegen sich die Fremdkosten im folgenden Rahmen:

  • GreenFolios: zwischen 1,23 und 1,85 % jährlich
  • VestFolios aktiv verwaltet: 1,06 und 1,84 % jährlich
  • VestFolios mit ETFs: 0,19 bis 0,47 % jährlich

Der Kunde kann sich bei der Gebührendarstellung von VisualVest über die hohe Transparenz freuen. Vor dem Vertragsabschluss erhält er einen klaren Hinweis darauf, wie hoch die Kosten sind. Lediglich die Servicegebühr wird per Monat und nicht pro Jahr angegeben und kann deswegen zu einer Fehleinschätzung auf den ersten Blick führen.

Wie nachhaltig ist das Investment bei VisualVest?

Wer sich speziell für die GreenFolios interessiert, erhält bei VisualVest volle Transparenz darüber, in welche Fond er investiert. Dabei orientiert sich das Unternehmen am Siegel des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Wichtige Teilbereiche sind eine gute Unternehmensführung, Soziales und Umweltschutz. Dabei versuchen die Fonds üblicherweise nicht nur, Ausschlusskriterien zu formulieren und so die Aktien der Fonds auszuwählen, sondern darüber hinaus auch nach dem Best-in-Class-Prinzip vorzugehen. Es werden also nicht nur besonders nicht-nachhaltige Aktiengesellschaften als Investment ausgeschlossen, sondern darüber hinaus auch besonders vorbildliche Unternehmen konkret gefördert.

Wie funktioniert VestFolios?

VisualVest investiert das Geld der Kunden in zuvor festgelegte Portfolios an. Es gibt keine individuelle Beratung. Stattdessen werden die Kunde je nach Risikobereitschaft auf Portfolios verteilt, in denen sich die Anlageklassen unterscheiden. Zwar sorgt VisualVest durchaus für Rebalancing in den einzelnen Accounts, wenn es notwendig wird, grundsätzlich ist der Verwaltungsaufwand auf diese Weise jedoch so gering, dass das Unternehmen bei den Servicegebühren Kosten sparen kann.

Darüber hinaus wird durch die Nutzung von Fonds und ETFs selbst mit geringem Kapital eine umfassende Risikostreuung erzielt. Kunden haben im Gegensatz zu vielen anderen Robo-Advisorn die Wahl zwischen passiv gemangten und aktiv gemangten Fonds. Auf diese Weise können sie die Gebühren entweder noch stärker senken, oder müssen sich nicht ausschließlich auf ETFs festlegen. Viele andere Robo-Advisor bieten ausschließlich das Investment in ETFs an.

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Empfehlungen des Unternehmens

VisualVest betont dabei, dass es auf ein langfristiges Investment setzt. Das Unternehmen empfiehlt deswegen auch einen Anlagehorizont über mehrere Jahre. Auf diese Weise wird das Risiko durch Kursschwankungen immer geringer und zudem können Kunden gerade bei Sparplänen den Cost-Average-Effekt nutzen. Danach gleichen sich vorteilhafte und nachteiligere Kurse aus, wenn über einen längeren Zeitraum immer ein gleichbleibender Betrag investiert wird.

VisualVest empfiehlt seinen Kunden ein entsprechendes Portfolio, in dem es einen Fragebogen zur Verfügung stellt, den der Kunde ausfüllt. Dabei werden ihm Fragen zur gewünschten Laufzeit und zur Höhe des investierten Kapitals gestellt, vor allem jedoch zum möglichen Risiko, das er bereit ist zu tragen. Anhand dessen wird ihm dann seine maximale Risikobereitschaft zugewiesen und er erhält den jeweils passenden Portfolio-Mix als Vorschlag. Diesen kann er annehmen, er muss es jedoch nicht zwangsläufig. Er kann davon abgesehen auch in Portfolios mit höherer oder geringerer Risikobereitschaft anlegen, als ursprünglich vorgeschlagen. Dies ist allerdings gerade bei höherem Risiko meistens nicht ratsam.

Der Kunde erhält dabei alle notwendigen Informationen, um sich für oder gegen das Investment zu entscheiden:

  • Prognose der Wertentwicklung
  • Zusammensetzung des Portfolios inklusive aller relevanter Informationen zu den einzelnen Fonds
  • Zusammensetzung von Ländern und Branchen
  • Sämtliche Gebühren und Kosten im Jahr

Auf diese Weise kann der Interessent zum einen das Portfolio genau durchleuchten, bevor er sich dazu entscheidet. Zum anderen erhält er jedoch auch alle wichtigen Informationen auf einem Blick.

Entscheidet sich der Kunde für ein Investment, wird das Geld selbst nicht von VisualVest verwaltet. Stattdessen wird das Geld bei der Union Investment Service Bank AG (USB) angelegt. VisualVest tritt also lediglich als Vermittler auf und kann selbst auf das Geld zu keinem Zeitpunkt zugreifen.

Kontoeröffnung bei VisualVest

Entschließt sich der Interessent für das Angebot, kann er die Anmeldung ausfüllen. Dies benötigt nur wenige Daten und ist innerhalb von wenigen Minuten abgeschlossen. Darüber hinaus kann er sich über IDnow abschließend identifizieren.

Dafür benötigt er ein Smartphone oder Tablet mit der dazugehörigen App. Im Video-Chat werden dann die Personalausweisdaten verglichen und verifiziert. Der Dienst steht an sieben Tagen in der Woche zwischen 8 und 24 Uhr zur Verfügung. Kunden müssen also nicht den umständlichen Weg zur Post auf sich nehmen und sich aufwendig mit viel Wartezeit per PostIdent identifizieren lassen.

Auch Gemeinschafts- und Minderjährigendepots im Angebot

VisualVest möchte es auch Paaren und Freunden ermöglichen, zusammen Geld anzulegen. Die Inhaber des Gemeinschaftsdepots können, müssen jedoch nicht miteinander verheiratet sein. Auch eine gemeinsame Adresse ist nicht notwendig. Dementsprechend können von Freunden und Geschwistern über andere Familienmitglieder und Nachbarn alle ein Gemeinschaftsdepot eröffnen.

Beide Depotinhaber müssen sich per Videoidentifikation identifizieren lassen und Fragen zum Anlegertyp beantworten. Allerdings erhält nur derjenige eine Portfolio-Empfehlung, der den Depoteröffnungsprozess gestartet hat. Der zweite Depotinhaber kann allerdings weitere Anlageziele hinzufügen. Dann wird auch sein Risikoprofil berücksichtigt.

Beide Depotinhaber erhalten ein separates Benutzerkonto. Ein Freistellungsauftrag kann allerdings nur einmal angelegt werden. Auch der Sparbetrag wird nur vom Konto des ersten Depotinhabers abgebucht, das ohnehin für sämtliche Transaktionen genutzt wird. Auch Auszahlungen werden immer nur auf dieses Konto getätigt. Auch wenn beide Inhaber bei Transaktionen per Email benachrichtigt werden, müssen sich beide Partner also in Geldangelegenheiten vertrauen können.

Darüber hinaus können Eltern auch ein Minderjährigendepot einrichten, wenn sich beide Erziehungsberechtigten legitimieren oder ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht vorliegt. Empfehlenswert ist ein solches Depot auch deswegen, weil auch Kindern und Jugendlichen der Sparerfreibetrag von 801 Euro jährlich zugeteilt wird.

Kundenservice von VisualVest

Der Kundenservice ist werktags von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr erreichbar. Als Kontaktmöglichkeit steht eine Hotline bereit, die aus dem deutschen Festnetz kostenfrei erreichbar ist. Dabei bietet das Unternehmen für Interessenten und Bestandskunden unterschiedliche Leitungen. Auch per Email kann der Support kontaktiert werden. Darüber hinaus beantworten die FAQs einen Großteil der Fragen, die Neukunden zum Angebot haben könnten.

Zum Serviceangebot gehört auch ein Blog, auf dem das Unternehmen relevante und aktuelle Informationen und Themen einfach und verständlich aufbereitet.

Über VisualVest

VisualVest versteht sich selbst als Beratungsportal für Privatanleger. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen wird somit als Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs.1 der Gewerbeordnung der Bundesrepublik Deutschland tätig.

Um die Anlageprodukte anzubieten, arbeitet das Unternehmen mit der Union Investment Service Bank AG zusammen. Diese ist Teil der genossenschaftlichen Finanzgruppe, zu der unter anderem auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken gehören. Die Bank selbst ist Teil der Union Investment Gruppe, die insgesamt mehr als vier Millionen Kunden hat und über 250 Milliarden Euro für diese verwaltet. Es handelt sich also um eine der größten Fondsgesellschaften in Deutschland. Natürlich zählt das angelegte Kapital zum Sondervermögen. Dennoch wären auch Kundeneinlagen aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro abgesichert.

Kunden können dort das Depot jederzeit einsehen und haben auch Zugriff auf ihr Geld. Das Referenzkonto kann online nicht mehr geändert werden, sodass es auch vor dem Zugriff Dritter geschützt ist. Das Angebot von VisualVest wurde auch von der Öko-Test gelobt. In der Ausgabe vom Juni 2016 zählt VisualVest zu den vier besten Anbietern.

Fazit:

VisualVest bietet nicht nur einen kostengünstigen Robo-Advisor an, der es gerade über ETFs ermöglicht, extrem kostengünstig Geld anzulegen. Zugleich hat der Finanzdienstleister auch aktiv gemanagte Fonds zur Auswahl und bietet auch ein nachhaltiges Investment an. Die Unterteilung in den Risikostufen bewegt sich zwischen drei und sieben unterschiedlichen Mischungen und ist somit gerade bei der konventionellen Geldanlage deutlich differenzierter als Mitbewerber. Ein hohes Maß an Transparenz, kombiniert mit günstigen Gebühren sowie der Möglichkeit, Gemeinschaftsdepots zu nutzen, führen dazu, dass das Angebot von VisualVest zu den besten gehört, die derzeit auf dem Markt sind.

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