Discount Broker im Vergleich 2021 – Finden Sie niedrige Tradingkosten

Die besten Discount Broker

Beste Discount Broker - Das Wichtigste in Kürze:

Möglichst günstig zu handeln, ist der Traum vieler angehender Trader, die zu Beginn meist vor einem Berg an Informationen stehen. War früher ein hohes Startkapital nötig und standen hohe Gebühren an der Tagesordnung, so ist es dank des Aufkommens der Discount Broker längst möglich, kostengünstig Trading zu betreiben. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die besten fünf Anbieter vor und blicken auf Gebühren, Stärken und Schwächen. Gibt es bei allen Vorteilen im Hinblick auf die Gebühren auch Nachteile? Wir klären auch diese Fragen in unserem Online Broker Test auf.

Unser Testsieger: Trade Republic

Trade Republic Mobile

Online Broker Trade Republic kann mit seinem Handel zum Nulltarif punkten – Quelle: Trade Republic

Als Testsieger hat sich in unserem Discount Broker Vergleich Trade Republic durchgesetzt. Es handelt sich dabei um einen besonders günstigen Broker, der den Handel zum Nulltarif anbietet und lediglich ein Handelsplatzentgelt von Ihnen einfordert. Bei 1 Euro pro Trade ist dies allerdings verschwindend gering. Eine ausführliche Bewertung zu dem Broker in unserem Test finden Sie etwas weiter unten.

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Stärken und Schwächen der Discount Broker

Discount Broker haben ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen, die im direkten Vergleich mit anderen Brokern besonders zur Geltung kommen.

Stärken und Chancen: Geringe Trading Kosten und einfache Anlage

Die größte Stärke der Discount Broker ist fraglos, dass die Aktienkauf Kosten so gering ausfallen. Das gilt vor allem für die Ordergebühren, der Handel ist zum Teil sogar kostenlos möglich oder kostet wie im Fall von Trade Republic nur pauschal 1- Euro. So erhalten all jene Trader Zugang zu den Märkten, die vorher durch hohe Trading Gebühren abgeschreckt wurden.

Einfach ist auch die Anlage selbst. Nach einer schnellen Registrierung, inklusive den typischen Daten wie Name, Adresse, Steuerdaten und Trading-Erfahrung, können Sie direkt loslegen und in die Instrumente Ihrer Wahl investieren. Viele Broker bieten dafür noch eine eigene Sektion auf der Website, welche die Grundlagen des Tradings übersichtlich erklärt. Insbesondere, wenn Sie noch nicht viel Erfahrung gesammelt haben, kann sich dies für Sie lohnen.

Schwächen und Risiken: Verfügbarkeit und fehlender Zusatzservice

Abhängig vom jeweiligen Discount Broker kann die Auswahl ein Problem darstellen. Während einige günstige Broker nur außerbörsliche Handelsplätze führen, haben sich andere deutlich umfangreicher aufgestellt und ermöglichen den Handel an Börsenplätzen in aller Welt. Insbesondere die Börsen in den USA und der Schweiz erwecken hierzulande meist großes Interesse. Um die Trading Gebühren allerdings so gering wie möglich zu halten, sind Börsen im Ausland nicht der zentrale Fokus der Discount Broker.

Gleiches gilt für jegliche Leistungen, die bei anderen Banken standardmäßig integriert sind, zum Beispiel eine Beratung. Eine solche suchen wir bei Discount Brokern vergeblich. Wenn Sie auf solche zusätzlichen Dienste angewiesen sind, sollten Sie einen anderen Anbieter für Ihr Alltagstrading auswählen. Selbst der Kundenservice selbst kann für viele ein Problem darstellen, wenn dieser nicht einfach per Gang in die Filiale vor Ort erreichbar ist.

Wer nicht regelmäßig anlegt, zahlt bei Discount Brokern unter Umständen sogar mehr. Einzelne Anbieter wie flatex bieten nämlich niedriger Trading Kosten, verlangen aber dafür eine monatliche Depotgebühr.

Discount-Broker-Vergleich der besten Anbieter

Im Online Broker Test 2020 fielen uns die folgenden fünf als besonders günstige Broker auf. Trade Republic, DEGIRO, Smartbroker, flatex und LYNX bieten allesamt interessante Konzepte, bei denen sich ein näherer Blick definitiv lohnt.

Trade Republic

Trade Republic ist ein deutscher Broker, der von der BaFin reguliert wird. Das Unternehmen ist selbst eine Wertpapierhandelsbank und arbeitet für Ihre Verrechnungskonten mit der solarisBank zusammen. Wenn Sie aus Österreich oder der Schweiz handeln möchten, ist Trade Republic aktuell noch keine Alternative. Der Discount Broker ist nur in Deutschland tätig. In unserem Trade Republic Testbericht erfahren Sie alle wichtigen Details rund um den Anbieter.

Wie hoch sind die Kosten bei Trade Republic?

Bei Trade Republic können Sie bereits ab 1 Euro pro Order handeln und ist damit ein sehr günstiger Online Broker. Dieser Betrag kommt durch die Fremdkostenpauschale zusammen, die das Unternehmen an seine Kunden weitergibt. Aktien, ETFs und Derivate sind dabei vollständig ohne eigene Ordergebühren handelbar. Dazu kommt eine große Auswahl von mehr als 300 ETFs in Sparplan-Form, die Sie dauerhaft kostenlos besparen können. Höhere Kosten fallen vor allem dann an, wenn Sie Zusatzdienste wie Bestellungen von Hauptversammlungskarten in Anspruch nehmen.

Das Handelsangebot

Sämtliche Trades finden an der L&S Exchange statt, die vom Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz an der Börse Hamburg betrieben wird. Das Handelsangebot bei Trade Republic umfasst 7.300 Aktien, 500 ETFs und 40.000 Derivate. Da der Handel auf die L&S Exchange beschränkt ist, haben andere Broker mit mehr Handelsplätzen eine größere Auswahl zu bieten.

Bewertung

Das seriöse Unternehmen ist in Deutschland reguliert und bietet eine ordentliche Auswahl. Diese ist bei anderen Brokern – vor allem Direktbanken – zwar größer, dafür locken die geringen Gebühren mit Orders ab 1 Euro und kostenlosen ETF-Sparplänen. Wenn Sie also so günstig wie möglich handeln möchten, ist Trade Republic genau der richtige Anbieter für Sie.

Nachdem Trade Republic bei seinem Start die niedrigsten Trading Kosten in Deutschland bot, haben andere Unternehmen jetzt aber nachgezogen. Andere Neobroker wie justTRADE haben den Markt betreten, bestehende Broker wie Smartbroker neue Billigangebote eingeführt.

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DEGIRO

Ein weiterer spannender Anbieter im Discount-Broker-Vergleich ist DEGIRO. Es handelt sich um eine Marke der deutsch-niederländischen flatexDEGIRO AG. DEGIRO hat seinen Sitz aber weiterhin in den Niederlanden, unterliegt also der dortigen Einlagensicherung und Regulierung. Für den deutschen Kunden bedeutet das, dass Steuern nicht automatisch abgeführt werden. Dennoch wählen viele genau diesen Online Broker, um von den günstigen Trading Kosten zu profitieren. Mehr über den Broker erfahren Sie in unseren DEGIRO Erfahrungen.

Broker DEGIRO

Der Discount Broker DEGIRO ermöglicht den Handel an über 50 Börsen weltweit – Quelle: degiro.de

Welche Gebühren Sie bei DEGIRO erwarten

Bei DEGIRO können Sie ebenfalls sehr günstig handeln, allerdings nicht ganz so sehr wie bei Trade Republic. Die Grundgebühr für eine Order beträgt knapp über 2 Euro und damit das Doppelte. Dazu kommen noch Entgelte abhängig vom Handelsplatz. An der Frankfurter Börse beträgt die Gebühr zum Beispiel zusätzliche 0,018 Prozent Ihres Orderwertes. Kaufen Sie also Aktien der Deutschen Bank im Wert von 1.000 Euro, zahlen Sie neben 2 Euro Grundgebühr noch 0,18 Euro Entgelt, also insgesamt noch immer geringe 2,18 Euro. Dazu kommen auch bei DEGIRO noch 200 kostenlose ETFs, die sie besparen können.

Das Handelsangebot

DEGIRO bietet Ihnen den Handel an über 50 Börsen in aller Welt an. Das führt zu einer großen Auswahl, von der Sie nur profitieren können. Allerdings macht der Broker keine genauen Angaben zur exakten Zahl der verfügbaren Handelsinstrumente. Bei DEGIRO können Sie Aktien, Fonds, ETFs, Futures, Zertifikate, Anleihen, Optionen und Optionsscheine traden.

Bewertung

DEGIRO ist ebenfalls eine erstklassige Variante, wenn Sie einen Discount Broker suchen. Der Broker ermöglicht Ihnen den Handel ab knapp über 2 Euro. Das Unternehmen kann auf eine große Auswahl an Handelsinstrumenten verweisen und bietet zudem eine attraktive App für all diejenigen, die mobil handeln möchten. Sie wird hinsichtlich ihrer Funktionalität in den jeweiligen App-Stores als gut bewertet. Dazu kommt die nützliche Investor’s Academy, mit der Sie den Handel erlernen können, wenn Sie bisher noch keine Erfahrungen an der Börse gesammelt haben. Insgesamt zehn Lektionen stehen Ihnen zur Verfügung, die auf sämtliche wichtige Elemente eingehen.

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Smartbroker

Smartbroker ist ein Berliner Broker, der sich ebenfalls dem Discount-Trading verschrieben hat. Er wird durch die BaFin reguliert und arbeitet mit der DAB (Tochter der BNP Paribas) zusammen, um Ihre Orders tatsächlich auszuführen. Wir schildern Ihnen unsere Smartbroker Erfahrung ausführlich in einem eigenen Artikel.

Smartbroker Website

Bei Smartbroker fallen bei Ordern über 500 Euro keine Gebühren an – Quelle: smartbroker.de

So viel kostet der Handel bei Smartbroker

Ein großer Vorteil von Smartbroker sind die Gebühren bei umfangreicheren Trades. Wenn Sie in Aktien im Wert von über 500 Euro investieren, handeln Sie ohne weitere Gebühren vonseiten des Brokers. Diese Konditionen gelten zumindest dann, wenn Sie gettex als Handelsplatz nutzen, während der Handel über die LS Exchange wie bei Trade Republic 1 Euro kostet. Außerdem können Sie im Direkthandel über die Premium-Partner ebenfalls kostenlos Derivate handeln.

Liegt Ihr Handelsvolumen allerdings unter 500 Euro, müssen Sie höhere Gebühren hinnehmen. In diesem Fall betragen die Kosten 4 Euro pro Order an sämtlichen deutschen Börsenplätzen. Dazu kommen weitere Fremdspesen bei den Handelsplätzen, die kein direkter Partner von Smartbroker sind. Rund 300 ETFs können Sie als Sparplan ebenfalls kostenlos nutzen.

Das Handelsangebot

Das Handelsangebot ist bei Smartbroker gut. Sie können an vielen Handelsplätzen rund um die Welt aktiv sein, wozu die USA, Schweiz und Hongkong gehören. Allerdings wird der Handel hier schnell teurer. An US-Börsen beträgt die Mindestgebühr etwa 25 US-Dollar. Genaue Zahlen zur Anzahl der Instrumente sind auch bei Smartbroker leider nicht vorhanden. Sie können mit Aktien, ETFs, Anleihen, Zertifikaten sowie Optionsscheinen handeln.

Bewertung

Smartbroker ist vor allem dann eine gute Wahl, wenn Sie im Normalfall mit Beträgen über 500 Euro handeln. So können Sie ohne jede Gebühr handeln, was im direkten Vergleich mit anderen Discount Brokern unschlagbar ist. Hinzu kommt, dass Anleger weiterhin die Chance haben, über Xetra oder eine andere große Börse zu investieren und damit einen regulierten Markt mit großem Angebot und großer Nachfrage. Die Ordergebühr liegt auch dann mit 4,- Euro relativ niedrig.

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flatex

Das Unternehmen flatex ist in Frankfurt zu Hause und wurde bereits mehrfach zum Online-Broker des Jahres ausgezeichnet. Das hat Gründe, die nicht zuletzt in den niedrigen Trading Gebühren liegen. Alles Wichtige zum BaFin-regulierten Broker lesen Sie in unserem separaten flatex Erfahrungsbericht.

Broker flatex

Online Broker flatex überzeugt mit seiner transparenten Preisgestaltung – Quelle: flatex.de

Günstig handeln auch bei flatex

Mit einer Flatrate handeln ist das Steckenpferd von flatex, das Ihnen sowohl den börslichen als auch außerbörslichen Handel ab 5,90 Euro pro Order auf deutschen Börsenplätzen anbietet. Weiterhin müssen Sie mit Handelsplatzentgelten kalkulieren, die sich von Börse zu Börse unterscheiden. So zahlen Sie maximal 11,32 Euro pro Order für den Handel an der Frankfurter Börse.

Dazu kommt allerdings die Möglichkeit, bei den flatex-Premiumpartnern vollständig ohne Trading Gebühren zu handeln. Um diesen Vorteil zu genießen, ist ein Ordervolumen von 500 Euro nötig, was wiederum an Smartbroker erinnert. flatex teilt die Premiumpartner in drei Kategorien ein: Platin (kostenlose Order über Goldman Sachs), Gold (1,90 Euro pro Order über Morgan Stanley, Société Générale und UBS) und Silber (3,90 Euro pro Order über Vontobel, BNP Paribas und HSBC). Mit jedem Schritt fallen höhere Kosten an. Rund 250 ETF-Sparpläne können Sie außerdem kostenlos besparen, was für viele langfristige Anleger ebenfalls ein gutes Argument für flatex darstellt.

Das Handelsangebot

Das Handelsangebot bei flatex umfasst den Handel an deutschen sowie einigen ausländischen Börsen, darunter die Schweiz, USA und Kanada. Bei flatex handeln Sie mit Aktien, ETFs, Fonds, Zertifikaten, Optionsscheinen, Anleihen und CFDs. Über die genauen Zahlen besteht hier ebenfalls keine Klarheit.

Bewertung

Der Discount Broker flatex ist hinsichtlich seiner Preisgestaltung sehr transparent und bietet Ihnen den kostenlosen Handel ab 500 Euro bei seinen Platinpartnern an. Darunter fallen allerdings mindestens 5,90 Euro an, die an Nicht-EU-Börsen noch weiter in die Höhe schnellen. Vor allem regelmäßige Trader dürften hier einen guten Ort finden, um ihre Handelsaktivitäten durchzuführen. Wenn es allerdings der günstigste Broker sein soll, sind die drei erstgenannten im Normalfall die bessere Wahl.

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LYNX

Der Berliner Broker LYNX ist BaFin-reguliert und bietet für alle Interessenten und Bestandskunden die Möglichkeit, den Handel per Demokonto auszuprobieren. In unserem Brokerbericht über LYNX gehen wir auf die wichtigsten Argumente für und gegen das Unternehmen im Detail ein.

LYNX Website

Der Discount Broker LYNX richtet sich in erster Linie an erfahrene Trader – Quelle: lynxbroker.de

Handel bei LYNX kann sich für Sie lohnen

Bei LYNX handeln Sie an deutschen Börsen bereits ab 5,80 Euro pro Order. Die zusätzlichen Kosten ergeben sich aus einer festgelegten Prozentzahl, die Sie beim Handel zahlen müssen. Diese beträgt 0,14 Prozent des Handelsvolumens. Der maximale Preis pro Order ist auf 99 Euro festgelegt. LYNX eignet sich hinsichtlich des Preises vor allem für jene, die mit geringeren Beträgen handeln, um sich allzu hohe Gebühren zu sparen. Da keine mengenunabhängige Gebühr festgelegt wurde, ist hier bei jeder Order Aufmerksamkeit Ihrerseits gefragt.

Das Handelsangebot

Bei LYNX erhalten Sie direkten Zugang zu über 100 Handelsplätzen in aller Welt. Darunter befinden sich natürlich auch alle wichtigen Börsen in Deutschland. Bei LYNX können Sie Aktien, ETFs, Devisen, Futures & Optionen, Optionsscheine & Zertifikate sowie CFDs handeln. Genaue Angaben zu Anzahlen macht der Discount Broker nicht.

Bewertung

Es handelt sich dank der Mindesteinzahlung von 4.000 Euro eindeutig um einen Discount Broker für fortgeschrittene Händler. Sobald diese Hürde genommen wurde, sorgen die transparenten Handelsgebühren bei jeder Order für eindeutige Verhältnisse. LYNX richtet sich bewusst an erfahrene Trader und bietet ihnen mit einer guten Handelsplattform ebenfalls die richtigen Voraussetzungen für erfolgreiches Trading. Aufgrund der hohen Einstiegshürde liegt LYNX dann letztendlich auf dem fünften Platz in unserem Vergleich, obwohl die Gebühren zum Teil geringer als bei flatex ausfallen.

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Wie funktionieren Discount Broker?

Discount Broker sind vor allem deshalb so einfach, weil sämtliche Vorgänge online ablaufen. Das beginnt bei der einfachen Registrierung, die Sie im Normalfall in wenigen Minuten vervollständigen können. Dann müssen Sie sich noch legitimieren, was mit Video-Ident gewöhnlich ebenfalls schnell abläuft. Den Gang in eine Bankfiliale vor Ort oder ähnliches überspringen Sie also gekonnt.

Die Grundidee der Discount Broker ist es, Aktien oder andere Instrumente für sehr geringe oder ohne Ordergebühren handelbar zu machen. Damit wird der Handel an den Börsen für sämtliche Personen verfügbar, die ein Interesse daran besitzen. Warum können Discount Broker nun also trotzdem wettbewerbsfähig bleiben, wenn Sie kaum Gebühren verlangen?

Wie der Discount-Broker-Vergleich zeigte, finanzieren sich die günstigen Broker über Rückvergütungen. Einerseits erhält der Broker also die geringen Ordergebühren von Ihnen, während die genutzten Handelsplätze andererseits ebenfalls einen von Ihrer Ordergröße abhängigen Betrag an den Broker zahlen. Dieser Betrag bewegt sich im Beispiel unseres Testsiegers Trade Republic zwischen 3 Euro und 17,60 Euro.

Das Ziel der Discount Broker ist demnach, dass Sie als Kunde möglichst viel handeln, damit das Unternehmen selbst hohe Rückvergütungen erhält. Die geringen Gebühren machen mehr Trades aus Sicht vieler Nutzer attraktiv, sodass genau das auch geschieht. Da die meisten Discount Broker nicht selbst Wertpapierbanken sind, kooperieren sie zu diesem Zweck mit bekannten Namen aus der Finanzindustrie. Das führt dazu, dass sämtliches Guthaben auf Ihrem Verrechnungskonto rechtlich durch die Einlagensicherung geschützt ist.

Für wen eignen sich Discount Broker?

Discount Broker eignen sich vor allem für all die Trader, die so günstig wie möglich handeln möchten. Das vollständige Konzept der betroffenen Broker basiert darauf, unnötige Kosten aus dem Handelsangebot zu entfernen und Sie so als Kunden anzulocken. Ein wichtiger Punkt der Discount Broker ist, dass es sich nicht um Banken handelt. Damit können sie gegenüber den traditionellen Finanzinstitutionen viel Geld sparen, indem weniger Mitarbeiter beschäftigt und keine Filialen unterhalten werden müssen. Allerdings erhalten Sie somit auch keine Beratung. Sollten Sie darauf angewiesen sein, sind andere Broker eher zu empfehlen.

Der Grund für die steigende Beliebtheit der Discount Broker ist offensichtlich: Je weniger Geld Sie mit Gebühren, Depotkosten und Co. verlieren, desto mehr effektive Rendite erhalten Sie als Trader. Genau deshalb werden nicht nur Anfänger von den Angeboten angesprochen, sondern auch immer mehr erfahrene Trader. Ein Minimum an eigener Initiative ist für beide Trader unerlässlich, um bei Discount Brokern erfolgreich handeln zu können.

Alternativen zu Discount Brokern

Eine Alternative zu Discount Brokern sind die Direktbanken, bei denen der Handel ebenfalls bereits mit günstigen Gebühren möglich ist. So beispielsweise der Broker comdirect: Im ersten Handelsjahr können Sie bereits ab 3,90 Euro traden und profitieren zudem noch vom Viel-Trader-Rabatt. Die Beratung, die bei Discount Brokern fehlt, haben Sie zum Beispiel bei comdirect inbegriffen. Allerdings müssen Sie nach dem ersten Jahr auch mit höheren Gebühren von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Handelsvolumens rechnen. Mehr zu dem Broker erfahren Sie in unserem comdirect Erfahrungsbericht.

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Eine weitere Alternative ist der ebenfalls günstige Handel mit CFDs, etwa bei eToro. Wenn Sie Differenzkontrakte handeln, sind Sie nie im physischen Besitz von Aktien, sondern spekulieren lediglich auf positiv oder negativ verlaufende Kurse. Neben günstigen Gebühren des Online Brokers – Sie bezahlen nur den Spread oder die Kommission – haben Sie weiterhin die Möglichkeit, Hebelprodukte bis zu 1:30 zu handeln. Der Broker fiel in unserem eToro Testbericht sehr positiv auf.

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Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 67% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Wer sich nicht intensiv mit der Geldanlage befassen oder ein Aktiendepot für Kinder anlegen will, sollte über einen Robo Advisor als Alternative zum selbst verwalteten Depot nachdenken. Dabei sucht ein Algorithmus die zum Risikoprofil des Kunden passenden ETFs.

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Discount Broker Schweiz / Discount Broker Österreich

Alle genannten Unternehmen sind in Deutschland aktiv. Ob ein Discount Broker Österreich als Zielland definiert, kann jeder Anbieter selbst entscheiden. flatex beispielsweise bietet ein eigenes Angebot für die Alpenrepublik. Bei anderen Broker wie justTRADE gibt es zwar kein eigenes Angebot, Kunden aus Österreich werden aber akzeptiert.

Das Thema „Discount Broker Schweiz“ ist etwas komplizierter, weil die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union ist. Einige Anbieter wie DEGIRO oder Smartbroker sind allerdings auch dort aktiv.

Discount Broker: Fragen und Antworten

Muss ich mich bei der Registrierung ausweisen?

Wenn Sie sich bei einem Discount Broker anmelden, müssen Sie sich wie bei jedem anderen Finanzdienstleister ebenfalls ausweisen. Für diese Legitimierung benötigen Sie in erster Linie Ihren Personalausweis sowie einen Reisepass.

Lohnt sich ein Account bei Discount Brokern?

Das hängt von Ihren eigenen Präferenzen beim Handel ab. Wenn Sie höchsten Wert auf preiswerten Handel legen, dann sind Sie bei Discount Brokern richtig aufgehoben.

Wie sicher sind Ihre Daten bei Discount Brokern?

Die Sicherheit wird bei allen fünf von uns vorgestellten Discount Brokern großgeschrieben. Wichtige Punkte sind dabei Regulierung und Seiten-Codierung.

Gibt es Discount Broker mit Musterdepot?

Discount Broker mit einem Musterdepot sind in der Tat vorhanden. Von den oben vorgestellten fünf Brokern können Sie sich bei LYNX und flatex für ein kostenfreies und unbegrenztes Demokonto anmelden.

Wie lange dauert die Registrierung bei Discount Brokern?

Die Registrierung gelingt im Normalfall innerhalb weniger Minuten. In 20 bis 30 Minuten sollten Sie alle Formulare ausgefüllt haben und können sich dann noch per Video-Ident legitimieren.

Fazit

Discount Broker sind eine spannende Entwicklung, die das Trading für jedermann möglich macht. Die günstigen Gebühren des Brokers sorgen auch bei geringeren Handelsbeträgen für die Möglichkeit, Profit zu erreichen. Günstige Broker wie Trade Republic ermöglichen den Handel ab 1 Euro pro Order, was im Vergleich zu den meisten herkömmlichen Aktien-Brokern einen teils sehr großen Unterschied darstellt. Neben den geringen Gebühren ist die größte Stärke die Einfachheit der Anlage, die von überall online möglich ist. Kritisch zu sehen ist derweil die Abwesenheit von beratenden Dienstleistungen und zum Teil fehlende Instrumentenauswahl in der Tiefe. Im Großen und Ganzen sind Discount Broker jedoch auf jeden Fall zu empfehlen.

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Paul Scheuschner

Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.