Festgeld Vergleich 2022 – Festgeld Angebote nach der Zinswende

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Grundsätzlich haben unsere Partner keinen Anspruch auf eine positive Berichterstattung. Allerdings behalten wir uns das Recht vor, in unsere Vergleichsrechner und Tabellen nur Partner aufzunehmen. Somit können Konkurrenzanbieter mit vergleichbaren Angeboten unberücksichtigt bleiben, sofern sie nicht an unserem Partnerprogramm teilnehmen.

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500 Euro Scheine

Die Zinswende im Sommer 2022 hat die Zinsen zurückgebracht. Was Finanzminister*innen den Schlaf raubt, ist für Anleger*innen eine gute Nachricht. Allerdings sollten Alternativen wie Aktien und p2p-Kredite weiterhin geprüft werden, denn sie dürften mittelfristig höhere Renditen bringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Europäische Zentralbank stellt Anleihenkäufe ein
  • Leitzins soll um 0,25 Prozentpunkte angehoben werden.
  • Banken reduzieren Negativzinsen und führen Zinsen wieder ein.
  • Nach wie vor liegen die Zinsen aber niedrig.
  • Durch die hohe Inflation ist die reale Negativrendite sogar angestiegen.

 

So gehen Sie vor

  • Bestimmen Sie den Anlagehorizont.
  • Vergleichen Sie die angebotenen Zinssätze mit unserem Vergleichsrechner.
  • Prüfen Sie Alternativen.
  • Schließen Sie ggf. einen Festgeldvertrag ab.

Aktuelles zur Zinswende 2022

Die Europäische Zentralbank hat auf Ihrer Sitzung im Juni angesichts der hohen Inflation in der Euro-Zone ein Ende der Anleihenkäufe ab dem 1. Juli 2022 beschlossen. Allerdings werden die zur Tilgung von den Staaten geleisteten Zahlungen wieder angelegt, sodass auch weiterhin Anleihen gekauft werden.

Außerdem soll ein Ende der Nullzins-Politik eingeleitet werden. Der Leitzins steigt um 0,25 Prozent. Die Zentralbank hat zudem bereits angekündigt, dass ab September weitere Zinserhöhungen folgen könnten.

Die Banken reagieren darauf, indem sie Negativzinsen abschaffen, die Freibeträge erhöhen oder sogar weitere verzinste Produkte einführen.

Jetzt Festgeld abschließen oder noch warten?

Wann steigen die Zinsen für Festgeld erneut? Oder werden sie fallen? Das sind die spannenden Fragen für Anleger*innen im Jahr 2022.

Wer sein Geld festgelegt hat, macht unter Umständen ein schlechtes Geschäft, falls die Zinsen weiter steigen. Festgelder lassen sich nämlich nicht problemlos kündigen und neu anlegen. Wer zu lange wartet, hat Pech, falls die Zinsen doch wieder fallen sollten. Außerdem liegt das Geld länger unverzinst auf dem Girokonto und die Laufzeit ist kürzer, was ebenfalls die Zinsen drückt.

Einige Anbieter wie Bank11 bieten als Mittelweg ein Flexgeld. Dabei ist das Geld erst nach einer bestimmten Kündigungsfrist verfügbar, beispielsweise nach 33 Tagen. Die Zinsen sind dafür höher als beim Tagesgeldkonto und das Guthaben kann gekündigt werden, falls die Zinsen weiter steigen.

Eine andere Zwischenlösung ist das Wachstumssparen. Beim Wachstumssparen steigt der Zinssatz jedes Jahr an, wenn das Geld nicht abgehoben wird. Es ist allerdings nach dem ersten Jahr mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten jederzeit verfügbar. Aktuell bieten nur wenige Banken diese Form noch an, in unserem Vergleichsrechner fällt das Zinswachstum der GEFA Bank in diese Kategorie (Stand: 07/2022).

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Festgeld abschließen in 4 Schritten

Mit unserem Vergleichsrechner können Sie ganz einfach einen Festgeldvertrag abschließen. Wir erklären jeden der vier Schritte gut verständlich.

Angebote vergleichen

Wählen Sie den für Sie passenden Anbieter. Dafür können Sie die Ergebnisse nach vier Kriterien vorsortieren:

  • Laufzeit
  • Anlagesumme
  • Länder-Rating
  • Einlagensicherung

Bei den letzen beiden Punkte geht es um die Einlagensicherung. Mit der Einlagensicherung können die Angebote auf Banken eingeschränkt werden, deren Guthaben durch die deutschen Einlagensicherungssysteme geschützt sind. Das sind im Prinzip alle Banken mit juristischem Sitz in Deutschland. Dazu gehören auch Töchter ausländischer Banken wie die ING-DiBa AG, die eine rechtlich selbständige Bank ist, auch wenn sie sich vollständig im Besitz der niederländischen ING befindet und mittlerweile nur noch unter dem Markennamen ING auftritt.

Wer auch Banken aus dem europäischen Ausland mit in seine Auswahl einbeziehen möchte, kann unter „Länder-Rating“ die Mindestbonität des Landes festlegen, über das die Einlagensicherung organisiert ist. Das ist wichtig, weil bei einer Bankenkrise unter Umständen die Staaten die Einlagensicherungssysteme stützen müssen.

Aufgenommen in den Vergleich werden ohnehin nur Banken aus Staaten aus der Europäischen Union, die über ein mindestens gutes Rating verfügen. Deshalb sind Geldinstitute aus Griechenland nicht – oder nur über ausländische Tochtergesellschaften – in den Festgeldvergleichen enthalten. Die Auswahl lässt sich weiter eingrenzen: auf Staaten mit sehr guter oder sogar bester Bonität.

Selbsterklärend sind dagegen die Punkte „Laufzeit“ und „Anlagesumme“. Denn je nach Anlagesumme und Laufzeit kann eine andere Bank die besten Konditionen bieten.

Anbieter auswählen und Antrag starten

Mit einem Klick auf die Schaltfläche Zum Anbieter startet der Antrag. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, ob das Festgeld über unseren Partner „Weltsparen“ oder direkt bei der Bank abgeschlossen wird. Der übliche Weg ist Weltsparen, gerade bei ausländischen Banken.

Festgeld abschließen über Weltsparen

Bei den meisten Angeboten werden Sie auf die Seite unseres Partners Weltsparen weitergeleitet. Dort sind weitere Informationen zum Angebot zusammengestellt, unter anderem die genauen Konditionen, die rechtlichen Hintergründe und Informationen zur Bank.

Weltsparen Übersichtsseite

So sieht die Übersichtsseite bei unserem Partner Weltsparen aus. (Quelle: Weltsparen)

Ein weiterer Klick auf „Jetzt anlegen“ führt zum eigentlichen Antrag. Dazu muss zunächst ein Konto bei Weltsparen eröffnet werden – sofern das noch nicht besteht. Dabei handelt es sich um kein Bankkonto, sondern nur um ein Benutzerkonto. Nötig ist deshalb nur die Angabe von Name, Geburtsdatum, Wohnort und Kontaktdaten.

Festgeld direkt bei der Bank abschließen

Vor allem bei deutschen Banken, darunter GEFA, CreditPlus oder der SWK Bank, werden Sie direkt zur Antragsseite der Bank geleitet.

Antrag ausfüllen

Nun muss der eigentliche Antrag ausgefüllt werden. Zunächst müssen meistens die Rahmendaten zum gewünschten Produkt noch einmal eingegeben werden, also hauptsächlich Laufzeit und Höhe. Bietet eine Bank mehrere Produkte, etwa ein Festgeld und ein Zuwachssparen, muss auch das oft erneut festgelegt werden.

Dann werden persönliche Daten wie Name, Geburtsort, Geburtsdatum und Wohnort abgefragt. Damit ist die eigentliche Kontoeröffnung weitgehend abgeschlossen. Teilweise muss der Antrag ausgedruckt, unterschrieben und eingeschickt werden, oft ist die Eröffnung aber auch vollständig digital möglich.

Antragsformular der GEFA Bank

Das Antragsformular der GEFA Bank. (Quelle: GEFA Bank)

Legitimieren und einzahlen

Jetzt ist das Festgeldkonto fast eröffnet. Die Angaben zur Person müssen nur noch bestätigt werden. Das geht heute meist über ein Video-Ident. Dafür nötig ist eine Webcam am Smartphone oder am PC, außerdem muss ein Ausweisdokument bereitgehalten werden, am besten der Personalausweis. In einem Videotelefonat wird überprüft, ob die Angaben auf dem Ausweis mit denen auf dem Antragsformular übereinstimmen.

Jetzt kann Geld eingezahlt werden. Überwiegend wird neben dem Festgeldkonto automatisch ein Tagesgeldkonto eröffnet. Dann wird das Guthaben zunächst dort eingezahlt und schließlich auf das Festgeldkonto weiter überwiesen.

Festgeld anlegen – das müssen Sie beachten

Festgeld Laufzeit – welche wähle ich?

Diese Frage ist leicht zu beantworten, wenn das Geld bald benötigt wird, um zum Beispiel ein neues Auto zu kaufen oder in eine Immobilie zu investieren. Wer das Kapital in drei Jahren braucht, darf es natürlich nur für drei Jahre festlegen. Komplizierter wird es, wenn das Geld erst in der fernen Zukunft gebraucht wird.

Je länger die Laufzeit, desto höher sind üblicherweise die Zinsen. Die lange Laufzeit erlaubt der Bank eine sicherere Kalkulation. Allerdings profitieren Anleger*innen dann nicht von steigenden Zinsen.

Grundsätzlich ist die Prognose der weiteren Zinsentwicklung schwierig. Bereits vor rund zehn Jahren hieß es, Festgeld nur kurzfristig anzulegen, da die Zinsen sehr niedrig seien. Doch die Zinsen fielen weiter; wer damals seine Gelder für zehn Jahre festlegte, machte ein doppelt gutes Geschäft. Einmal, weil die Festgeldzinsen höher waren als jene auf dem Tagesgeldkonto und dann, weil die Zinsen weiter fielen.

Ein Kompromiss ist auch hier die Risikostreuung. Ein Teil des Kapitals wird dann nur kurzfristig festgelegt, beispielsweise mit einem Kündigungsgeld. Ein zweiter Teil wird mit einem Zuwachssparen angelegt, bei dem die Zinsen jährlich steigen. Ein dritter Teil wird mit Festgeld angelegt, das auf ein Konto mit einer Laufzeit von fünf und eines mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgeteilt wird (sehen Sie hierzu auch das Kapitel „Jetzt Festgeld abschließen oder noch warten?“ und „Die wichtigsten Alternativen zum Festgeld“).

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Ausländische Angebote oft höher verzinst, aber unsicherer

In unserem Vergleichsrechner finden sich auch Angebote ausländischer Banken. Oft sind diese besser verzinst als die Angebote deutscher oder österreichischer Kreditinstitute. Das geht allerdings auch mit vielen Risiken einher.

Grundsätzlich sind die Einlagen bis 100.000 Euro bei allen Banken im Festgeldvergleich durch die jeweilige Einlagensicherung geschützt. Bei deutschen Banken geht der Schutz allerdings meistens darüber hinaus. Hier gibt es zusätzliche Einlagensicherungssysteme, die auch höhere Guthaben schützen.

Außerdem gehört Deutschland zu den Staaten mit dem besten Rating. Bei einer Insolvenz mehrerer Banken infolge einer Bankenkrise müssten die Staaten einspringen. Das ist während der Euro-Krise bereits geschehen. Im Extremfall kann es passieren, dass die Staaten ebenfalls nicht liquide genug sind und die Anleger*innen daher ihr Kapital verlieren oder zumindest lange auf die Rückzahlung warten müssen.

Schweden und die Niederlande haben ebenfalls ein Spitzenrating, sie sind also ähnlich sicher. Zumindest theoretisch besteht aber die Gefahr, dass diese Länder bei einer Krise ausländische Schuldner*innen benachteiligen. Das erscheint aktuell zwar unwahrscheinlich, ist aber nicht ausgeschlossen.

   
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Die wichtigsten Alternativen zum Festgeld

Euro-Festgeld ist nicht in jedem Fall die beste Anlagemöglichkeit. Wir haben in unserem Kapitel „Jetzt Festgeld abschließen oder noch warten“ bereits einige Alternativen kurz angesprochen. Hier gehen wir genauer darauf ein. Untersuchen wollen wir vorrangig die Alternativen:

  • Guthaben im Ausland anlegen
  • Andere Bankanlagen: Wachstumssparen und Kündigungsgelder
  • p2p Kredite als Geldanlage
  • Aktien und ETFs
  • Robo-Advisor

Guthaben in Auslandswährungen

Auch wenn der Zinssatz in der Euro-Zone angehoben wurde, ist ein schwacher Euro noch immer eine echte Bedrohung. Seit 2008 ist die europäische Gemeinschaftswährung in Relation zum US-Dollar gefallen, auch wenn es immer wieder Phasen der Erholung gab. Am 12. Juli 2022 war der Euro das erste Mal seit 2002 kurzzeitig weniger wert als ein US-Dollar. Setzt sich die Entwicklung fort, könnte die Geldanlage in US-Dollar eine Alternative sein, zumal dort die Zinsen auch höher sind.

Allerdings geht mit einer Auslandsinvestition auch ein Währungsrisiko einher, denn natürlich kann der Euro auch wieder steigen. Außerdem ist unter Umständen eine Investition in Auslandsaktien sinnvoller als Guthaben in Auslandswährungen.

Andere Bankanlagen: Zuwachssparen und Kündigungsgelder

Wer über das Geld im Falle eines Falles verfügen will, findet zwei gute Alternativen. Das kann nicht nur sinnvoll sein, um auf unvorhergesehene Ausgaben vorbereitet zu sein, sondern auch, um von weiteren Zinssteigerungen profitieren zu können.

Die eine Möglichkeit sind Kündigungsgelder, wie sie zum Beispiel die Bank11 bietet. Unter dem Namen Sparbriefkonto TotalFlex werden Kündigungsgelder mit unterschiedlicher Laufzeit geboten.

Internetseite der Bank11

Die Internetseite der Bank11. (Quelle: Bank11)

Aktuell (Stand: 07/2022) stehen Laufzeiten von 33 Tagen, 90 Tagen (entspricht etwa der Kündigungsfrist beim Sparbuch), 111 Tagen und 180 Tagen zur Auswahl, also von rund einem, drei, vier und sechs Monaten.

Wer für mögliche Zinssteigerungen gewappnet sein will, sollte diese Möglichkeit wählen.

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Eine gute Kombination aus Flexibilität und Zinsen bietet auch das Wachstumssparen oder Zuwachssparen, wie es die GEFA Bank aktuell (Stand: 07/2022) unter dem Namen GEFA Zinswachstum anbietet. Das Geld ist nach dem ersten Jahr mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten flexibel, wer es aber nicht abhebt, wird mit steigenden Zinsen belohnt.

Attraktiv ist diese Investmentmöglichkeit vor allem, wenn das Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit über die gesamte Zeit angelegt bleibt, es aber für Notfälle verfügbar bleiben soll.

p2p Plattformen

Grundsätzlich gibt es aktuell zwei verschiedene Arten von p2p-Plattformen.

Bei Angeboten wie Auxmoney wird das Geld fast direkt von Geldgeber*innen an Schuldner*innen vergeben. Zwar ist zur Abwicklung und aus rechtlichen Gründen eine Bank zwischengeschaltet, doch im Wesentlichen bringt die Plattform nur beide Seiten zusammen.

Anders ist es bei Angeboten wie Mintos. Dort refinanzieren sich Banken, Mikrokredit- und Factoring-Anbieter, indem sie Forderungen weiterverkaufen. Anleger*innen investieren also in bereits vergebene Darlehen.

Beide Formen sind riskanter als eine Geldanlage über eine Bank, zumal es keine oder kaum Einlagensicherung gibt. Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Forderungen abgeschrieben werden müssen. Dafür sind die Zinsen höher.

Lesen Sie zu dem Thema auch unseren Beitrag Crowdinvesting Ratgeber – wie funktioniert Crowdinvesting?

Aktien und ETFs

Mit den Kursen der meisten Aktien ging es nach Putins Einmarsch in der Ukraine bergab und die Aussichten sind durchwachsen. Der DAX Kursindex lag im Juli 2022 rund 22 Prozent niedriger als im Januar. Trotzdem können Aktien und ETFs eine Alternative sein.

Grundsätzlich führen steigende Zinsen dazu, dass Aktien unattraktiver werden und die Kurse eher fallen. Die hohe Inflation lässt aber auch die Umsätze steigen, was auch höhere Kurse bedeuten würde. Zwar haben die Firmen damit real nicht mehr verdient als zuvor, doch immerhin wird das Kapital nicht im gleichen Maße entwertet wie Bankguthaben.

Deshalb spricht vieles dafür, zumindest einen Teil des Kapitals auch weiterhin in Aktien und Aktien-ETFs zu investieren. Gekauft werden aktuell gern vermeintlich sichere Aktien. Auch Rüstungsaktien legen zu. Wie nachhaltig dieser Aufschwung ist, steht aber noch nicht fest und nicht alle sind optimistisch.

Vor allem ETF-Sparpläne erscheinen uns aktuell eine gute Idee. Durch die regelmäßige Einzahlung werden Kursrückgänge genutzt, um Aktien nachzukaufen und so Verluste auszugleichen. Anlageideen geben Ihnen auch unsere Musterdepots: Wir haben Musterdepots für beispielsweise 5.000 Euro oder 50.000 Euro erstellt.

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Automatisierte Vermögensverwaltung

Angesichts der aktuellen Unsicherheit erscheint uns eine breite Streuung noch wichtiger, als es ohnehin der Fall ist. Das geht besonders einfach mithilfe einer (teil-)automatisierten Vermögensverwaltung, einem sogenannten Robo-Advisor.

Dabei verteilt ein Algorithmus das Kapital automatisch auf verschiedene ETFs. Je nach Wunsch der Anlegenden werden mehr oder weniger Aktien-ETFs gekauft, das übrige Kapital wird in Anleihen-ETFs investiert, bei OSKAR auch in Gold. Dabei achtet der Robo-Advisor auf niedrige Gebühren, auf ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis und auf eine breite Streuung.

Lesen Sie auch: Robo-Advisor Vergleich 2022 – wer kann sich behaupten?

Hier geht es zum Robo-Advisor Oskar

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie lange soll man jetzt Festgeld anlegen?

Im Juli 2022 hat die Europäische Zentralbank die Zinsen erhöht. Oft werden weitere Zinsschritte erwartet, daher wird oft zu sehr kurzen Laufzeiten geraten, um das Geld erneut anlegen zu können. Allerdings sind die Zinsen in diesen Zeiträumen sehr niedrig. Denkbar ist auch, dass eine neue Euro-Schuldenkrise die Zinserhöhung bald wieder rückgängig macht. Anlegende sollten daher ihr Kapital auf verschiedene Laufzeiten aufteilen und auch Alternativen wie Kündigungsgelder ins Auge fassen.

Wo gibt es die besten Zinsen für Festgeld?

Festgeldrechner suchen Angebot mit besonders hohen Zinsen. Die Anlegenden bestimmen dabei die Rahmendaten, neben der Laufzeit und der Höhe auch, wie gut der Einlagenschutz sein soll. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt eine Bank aus Deutschland, wer bereit ist, ein etwas höheres Risiko einzugehen, erhält im Ausland oft höhere Zinsen.

Wie viele Zinsen gibt es auf Festgeld bei der Sparkasse?

Aktuell haben viele Sparkassen Ihre Festgelder ganz eingestellt. 1822direkt, die Online-Vertriebsgesellschaft der Frankfurter Sparkasse, verweist bei Festgeldern auf den Festgeldvergleich von Weltsparen. Die Hamburger Sparkasse, aktuell die größte Sparkasse Deutschlands, bietet aktuell Zinssätze von 0,05 Prozent für sechs Monate bis 1,70 Prozent bei einer Laufzeit von 10 Jahren.

Wann steigen die Zinsen für Festgeld wieder?

Die Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank im Juli 2022 sollte sich mittelfristig auch auf die Festgeldzinsen auswirken. Bereits jetzt haben einige Banken wie die ING die Negativzinsen reduziert. Die Zinsen für Festgelder bleiben aber niedrig, weshalb Anlegende auch Alternativen wie Kündigungsgelder ins Auge fassen sollten.

Wann kann ich Festgeld kündigen?

Festgelder lassen sich vor Ende der Laufzeit kaum kündigen. Nur in wenigen Notfällen ist eine vorzeitige Kündigung erlaubt. Teilweise müssen Festgelder am Ende ihrer Laufzeit aber gekündigt werden, damit sie nicht neu angelegt werden. Wer flexibel bleiben möchte, findet mit Kündigungsgeldern eine Alternative. Diese können mit einer festgelegten Frist, beispielsweise 90 Tagen, gekündigt werden.

Fazit

Die Zinsen sind zurück. Noch sind die Zinsen für die meisten Festgelder niedrig, vor allem angesichts der hohen Teuerungsrate. Ob weitere Zinserhöhungen folgen, bleibt abzuwarten. Sehr weit werden die Zinsen vermutlich nicht steigen, weil dies sonst einige Euro-Staaten an den Rand der Zahlungsunfähigkeit treiben könnte. Anlegende sollten daher auch Alternativen ins Auge fassen. Und dazu gehören nach wie vor Aktien-ETFs.

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Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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