Google Aktie Erfahrungen – Test und Bewertung

Google Aktie Erfahrungen – Test und Bewertung

Google ist eine der bekanntesten Marken der Welt und gilt als einer der wichtigsten Konzerne überhaupt. Die Geschäftszahlen weisen seit Jahren ein konsequentes und beachtliches Wachstum aus. Zugleich gilt der Konzern als aktionärsunfreundlich und zahlt weder Dividenden, noch gestattet er seinen Aktionären ein ernstzunehmendes Mitbestimmungsrecht. Lohnt sich der Kauf von Aktien noch, nachdem der Kurs seit Jahren so stark ansteigen konnte? Und welcher Aktien-Typ empfiehlt sich dann für deutsche Privatanleger?

Die Alphabet-Aktie in der Übersicht

Die Alphabet C-Aktie ist unter die WKN: A14Y6H / ISIN: US02079K1079 und dem Symbol GOOG erhältlich. Von ihr wurden 346,9 Millionen Aktien ausgegeben. Die Alphabet C-Aktie wird hingegen unter der WKN A14Y6F und dem Symbol ABEA gehandelt. Die ISIN ist US02079K3059. Von dieser wurden 297,1 Millionen Exemplare ausgegeben. Gesamt sind als 644 Millionen Google-Aktien im Umlauf.

Die Alphabet-Aktie ist in den folgenden Indizes vertreten:

  • NASDAQ Composite Index
  • S&P 500
  • NASDAQ 100
  • S&P 100
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Google zahlt keine Dividende aus und derzeit ist auch nicht ersichtlich, dass das Unternehmen dies bald ändern wollen würde. Die Alphabet Aktie machte in den vergangenen Jahren vor allem durch ihr großes Wachstum von sich reden. In den letzten 10 Jahren konnte sich der Kurs um 389 % steigern, weist dabei jedoch durchaus eine recht hohe Volatilität auf. Der Trend zeigt auch im ersten Quartal 2017 deutlich nach oben. Die Google-Aktie konnte erstmals mehr als 800 Euro verzeichnen und bewegt sich somit auf einem Allzeithoch.

Wo ist der Unterschied zwischen A- und C-Aktien?

Google wurde in Alphabet umbenannt. Dementsprechend gibt es keine Google Aktie. Stattdessen gibt es Alphabet Aktien. Diese sind in Alphabet A und Alphabet C Aktien unterteilt, seitdem das Unternehmen 2014 einen Aktiensplit vollzogen hat. Während Aktionäre mit Alphabet A-Aktie Stimmrecht besitzen, verbriefen die C-Aktien nur Unternehmensanteile.

Darüber hinaus existieren zudem auch noch B-Aktien, die für herkömmliche Aktionäre allerdings nicht an der Börse handelbar sind. B-Aktien haben das zehnfache Stimmrecht und sind vor allem den Gründern Sergey Brin und Larry Page vorbehalten. Insgesamt repräsentieren die B-Teile so mehr als 515 Millionen Stimmen, während die A-Shares knapp 290 Millionen Stimmen ausmachen. Es ist also derzeit für Aktionäre nicht möglich, die Gründer zu überstimmen, womit Google als eines der aktionärsunfreundlichsten Unternehmen überhaupt gilt. Um 52 % der Stimmrechtanteile zu besitzen, halten sie derzeit nur zwölf Prozent des Kapitals.

Wer Stimmrecht möchte, muss natürlich auch mehr investieren. Die A-Aktien sind derzeit rund 20 US-Dollar teurer als die C-Aktien.

Mit Aktien spekulieren ist nicht risikofrei

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Fakten und Wissenswertes über Google

Google Inc. gehört seit Oktober 2016 zur Alphabet Inc. Die Umstrukturierung umfasste neben Google selbst noch acht weitere Tochterunternehmen:

  • Captial G (Investition)
  • Calico (Biotechnologie/Gentechnik)
  • Fiber (Glasfasernetz)
  • Google Ventures
  • Nest (Thermostate)
  • Sidewalk (Verkehrsmanagement)
  • Verily Life Science (Biowissenschaften)
  • Waymo (selbstfahrende Autos)
  • X (Forschung wie Google Glass und Deep Mind)

Das offizielle Gründungsdatum ist der 23. Juli 2015. Die Aktiengesellschaft beschäftigt derzeit mehr als 72.000 Mi8tarbetier und kann einen Umsatz von gut 90 Milliarden US-Dollar erzielen. Aufgrund der Vielfalt der Tochterunternehmen wird die AG in unterschiedliche Branchen eingeordnet. Das Unternehmen ist für Internetdienstleistungen bekannt, allerdings nehmen auch Gesundheit, Biowissenschaften und Werbung sowie Multimedia-Angebote einen immer wichtigeren Stellenwert ein.

Das Unternehmen untersteht neben Larry Page (CEO) und Sergey Brin (Präsident) auch Eric Schmidt (Chairman) und Ruth Porat (CFO). Der Hauptsitz ist Mountain View in den USA.

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Aktuelle Lage

Google konnte in den letzten Jahren regelmäßig beeindruckende Zahlen veröffentlichen. Von knapp 30 Milliarden Umsatzerlös von 2010 konnte sich das Unternehmen bis zu knapp 90 Milliarden US-Dollar Umsatz jährlich verbessern. Und auch das operative Ergebnis konnte sich mehr als verdoppeln und stieg innerhalb von nur sechs Jahren von 10 Milliarden US-Dollar auf 23 Milliarden US-Dollar.

Grundsätzlich kann Google also positiv in die Zukunft blicken. Zudem droht derzeit in keiner Sparte vermindertes Wachstum, im Gegenteil. So sollen sich Googles Werbeeinnahmen in der Zukunft noch deutlich erhöhen können.

Google ist zudem mit einigen Dienstleistungen so stark vertreten, dass es in zahlreichen Bereichen de facto Monopolstellungen einnimmt oder zumindest nah daran ist. Neben der Suchmaschine sind auch YouTube und das Smartphone-Betriebssystem Android Beispiele für die starke Vormachtstellung des Konzerns in technischen Bereichen.

Allerdings drohen durch die Konflikte mit der EU und den USA durchaus empfindliche Strafen. Ein Problem könnte zudem im Zusammenhang mit den Steuerbegünstigungen entstehen. Zwar hat Irland sich geweigert, die Strafe gegen Apple zu vollziehen, allerdings ist in diesem Fall das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sollte sich die EU letztlich durchsetzen können, könnte auch auf Google eine ähnlich hohe Steuernachzahlung zukommen.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor stellt der neue US-Präsident Donald Trump dar. Während die Börse auf dessen Wahl grundsätzlich positiv reagierte, sind gerade die Tech-Aktien möglicherweise einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Trump gilt nicht unbedingt als Fan von neuen Technologien und die Konzerne im Silicon Valley sorgten bereits mit ihrem Protest gegen das Einreiseverbot für eine Verschärfung der Lage.

Google

Google ist eine der bekanntesten Marken der Welt

Die Geschichte von Google Inc. und Alphabet Inc.

Google wurde im September 1998 in Menlo Park von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Noch im selben Jahr ging die Suchmaschine online. Zuvor konnten die Gründer ein Startkapital von mehr als einer Millionen US-Dollar anwerben. Beide hatten sich in Stanford kennengelernt und galten als außergewöhnlich talentiert. Obwohl bereits zu Beginn ein Verkauf durchaus zur Debatte stand, verzichteten die damaligen Konkurrenten, zu denen Yahoo und Altavista gehören, weil ihnen der Kaufpreis von einer Million US-Dollar zu hoch erschien. Im Juni 2000 gelang Google der Durchbruch, weil das Portal Yahoo sie zur offiziellen Suchmaschine machte.

Das Unternehmen hatte zu Beginn deutlich mehr Probleme, den Dienst zu monetarisieren als die Konkurrenzunternehmen. Dennoch entwickelte Google die Suchmaschine stetig weiter und konnte neue Investoren anwerben. Dadurch wurde jedoch auch Eric Schmidt als CEO notwendig. Kurz darauf überarbeitet das Unternehmen Adwords und konnte seine Einnahmen seitdem deutlich steigern und auch die Dienstleistungen deutlich ausbauen. Das Unternehmen konnte sich gegen immer mehr Konkurrenten behaupten und wurde zum Anbieter der mit Abstand wichtigsten Suchmaschine.

2015 verkündete Larry Page dann, dass Google Inc. in Zukunft von einer Holding namens Alphabet gesteuert wird. Sundar Pichai wurde zum Google-Chef, der bereits in den Vorjahren wichtige Funktionen im Konzern einnahm. Die Umstrukturierung sollte die Transparenz und Flexibilität des Unternehmens erhöhen.

Kritik an Google

Google transferiert ein Großteil der Gewinne über Verrechnungspreise über Irland zu den Niederlanden und dann nach Bermuda. Dies führt dazu, dass Google außerhalb der USA nur rund 2,4 % Steuern bezahlen muss und auf diese Weise jährlich Milliarden einsparen kann.

Ein weiterer häufiger Kritikpunkt ist der Datenschutz bei Google. Auch wenn das Unternehmen in der Regel gesetzeskonform arbeitet, sind die Datenschutzrichtlinien und erhobenen Daten Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. Sie kritisieren, dass Google die persönlichen Daten der Kunden systematisch auswerte und dafür teilweise keine gesonderte Einwilligung einhole. Derartige Vorwürfe werden fast schon in regelmäßigen Abständen laut, Google bessert bei ausreichendem Druck nach und vermeidet größere Skandale. Dennoch ist Google als Datenkrake bekannt und verheimlicht auch nicht, dass es möglichst viel über seine Nutzer wissen möchte.

Auch mit Presse, Journalisten, Verlage und andere Medienschaffende gerät Google immer wieder in Konflikte. Die Probleme umfassen in der Regel Urheberrechte von Artikeln und Bildern.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Quasi-Monopolstellung. Google vereint in Deutschland zwischen 80 und 90 Prozent aller Suchmaschinenanfragen in Deutschland auf sich. Mehrfach geriet das Unternehmen deswegen in den Fokus von Wettbewerbshütern. Google soll eigene Dienstleistungen bei den allgemeinen Suchergebnissen bevorzugt behandeln und wird dafür sowohl in den USA als auch in Europa kritisiert. Auch Android ist dabei in den Fokus der Ermittlungen geraten. So soll das Unternehmen mit seiner Geschäftspolitik verhindern, dass mehr Wettbewerb im Smartphonemarkt möglich ist.

Ebenfalls wurde bemängelt, dass Google Inc. eine geheime Vereinbarung mit Adobe, Apple und Intel hatte, die es den Unternehmen verbat, Mitarbeiter untereinander abzuwerben.

Ist die Kritik tatsächlich gerechtfertigt?

Ist die Kritik tatsächlich gerechtfertigt?

Wie stark ist die Marke?

Google zählt zu den wertvollsten Marken der Welt. Millward Brown setzte den Konzern in seiner Top 10 mit 229 Milliarden US-Dollar Markenwert sogar auf Platz 1, knapp gefolgt von Apple. Diesen sehen Interbrand noch vor Google, allerdings reicht es auch dort für einen zweiten Platz.

Dabei erreicht Google inzwischen seit 10 Jahren ein herausragendes Ergebnis und zählt zu den bekanntesten, beliebtesten und wertvollsten Marken der Welt. So überrascht es nicht, dass Google sogar als Deonym genutzt wird – also de Eigenname zu einem Gattungsnamen wurde. So „googlen“ die meisten Nutzer, wenn sie Näheres zu einem Suchbegriff erfahren wollen.

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Google Aktie kaufen oder verkaufen: Das sind die Kursziele der großen Analysehäuser

Die Google Aktien wird von den meisten Analysten als gutes Investment wahrgenommen. Die Kursziele bewegen sich je nach Analysehaus zwischen 10 und 20 % über dem aktuellen Aktienkurs.

Analysehaus Einschätzung Kursziel
UBS AG kaufen 980 UDF
Needham & Comapny, LLC kaufen 935 USD
Goldman Sachs Group Inc kaufen 970 USD
JP Morgan Chase & Co. kaufen 1020 USD
Aegis Capital kaufen 980 USD

 

Natürlich werden diese Zahlen durch die guten Bilanzen der vergangenen Jahre gestützt. Ein Ende des Wachstums scheint zudem nicht in Sicht. Stattdessen gelten die bisherigen Prognosen eher als vorsichtig, denn als gewagt. In der Vergangenheit konnte der Konzern die Erwartungen immer wieder übertreffen. So gilt die Schätzung, dass im Jahr 2021 die 150 Milliarden US-Dollar Umsatzmarke bald geknackt werden könnte.

Natürlich gibt es auch einige Gründe dafür, dass Google und Alphabet die Kurssteigerungen und das Wachstum nicht im gleichen Maße weiter umsetzen können. Vor allem der Wegfall von Steuerschlupflöchern und Strafen im Rahmen von Kartell- und Monopolstreits könnte die Geschäftsaussichten trüben. Der harte Konkurrenzdruck im Smartphone-Bereich betrifft zudem auch Google. Dennoch gilt es als unwahrscheinlich, dass das Unternehmen tatsächlich noch von der Konkurrenz einzuholen ist und deutliche Kurseinbrüche aufgrund schwacher Geschäftszahlen die Folge sein könnten.

Jeder Anleger wünscht sich stetiges Wachstum.

Jeder Anleger wünscht sich stetiges Wachstum.

Google Aktie nicht als Dividendenträger geeignet

Google zählt zu den Unternehmen, die auf das Zahlen von Dividenden bislang vollständig verzichten. Als Grund gibt der Konzern an, dass es benötigt würde, um Investitionen zu tätigen. Bislang tat dies der Beliebtheit bei den Aktionären allerdings keinen Abbruch, was auch durch gute Geschäftszahlen und steigende Aktienkurse ermöglicht wurde.

Ein Problem, dass Tech-Unternehmen bei der Dividendenzahlung haben, ist, dass ein Großteil der Cash-Bestände aufgrund von Steuervorteilen außerhalb der USA gelagert wird. Konkurrent Apple nahm beispielsweise sogar einen Kredit auf, um die Aktionäre durch Dividenden am Gewinn teilhaben zu lassen. Dies sei günstiger, als das notwendige Kapital in den USA zu versteuern.

Dementsprechend ist auch die Bereitschaft von Google, Dividenden zu zahlen, sehr gering. Eine Meinungsänderung gilt als unwahrscheinlich und würde vermutlich mit deutlich schlechteren Geschäftszahlen zusammenhängen. Dementsprechend sollten Aktionäre, die eine Dividendenstrategie verfolgen, nicht auf Google setzen.

Fazit zur Google-Aktie: Vorteile, aber nicht aktionärsfreundlich

Die Google-Aktie hat verschiedene Vorteile. Das wohl schlagkräftigste Argument ist, dass Google als innvoationsfreudiger Konzern gilt, der einige der besten und visionärsten Köpfe der Welt beschäftigen kann. Bei Alphabet müssen Konkurrenten immer damit rechnen, dass der Konzern das nächste große Ding in der Pipeline hat, das noch mehr Marktanteile ziehen wird.

Dementsprechend gilt das Investment in Alphabet als Investition in die Zukunft. Die umfangreichen Kurssteigerungen der vergangenen Jahre gelten aufgrund der ähnlich guten Geschäftszahlen zudem nicht als übertrieben. Stattdessen gilt das Wertpapier immer noch nicht als überbewertet.

Ein bedeutender Nachteil ist allerdings, dass Google bislang vollständig auf die Auszahlung von Dividenden verzichtet. Das Unternehmen begründet dies damit, dass genügend Cash für Übernahmen und Investitionen bereitstehen muss. Allerdings scheint hier derzeit kein Ende in Sicht. Auch das mangelnde Mitbestimmungsrecht ist vielen ein Dorn im Auge. Da die Aktionäre in keinem Fall die Gründer überstimmen können, reicht für die meisten Anleger das Investment in C-Shares zum derzeitigen Zeitpunkt vollkommen aus.

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