Die besten Broker

Der beste Broker 2020: Für jeden Anlegertyp der richtige Anbieter!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nicht für jeden Anleger ist der gleiche Broker der beste: Es kommt auf den individuellen Anlegertyp an
  • Spezialisierte Broker bieten meist günstigere Konditionen, dafür können bei Direktbanken alle Bankdienstleistungen aus einer Hand bezogen werden
  • Nicht immer bieten Broker mit höheren Kosten aber auch eine bessere Leistung. Es kommt darauf an, den richtigen Anbieter zu finden
  • Bei hohen Umsätzen kann sich auch ein Anbieter mit Depotgebühr lohnen, wenn dafür die Transaktionskosten niedrig sind
  • Eine Alternative zum klassischen Broker kann eine Robo Advisor sein, ein Algorithmus, der das Geld des Kunden in die passenden ETFs anlegt
  • Weitere interessante Anbieter bietet unsere Top-5-Tabelle

Top 5 Aktien Depots

1
Kosten pro Order
4,00 €
Kosten gesamt*
48,00 €
Testberichtzu Smartbroker
2
Kosten pro Order
1 €
Kosten gesamt*
12 €
Testberichtzu Trade Republic
3
degiro
Kosten pro Order
2,00 € + 0,018%
Kosten gesamt*
26,16 €
Testberichtzu DEGIRO
4
Kosten pro Order
3,95 €
Kosten gesamt*
47,40 €
Testberichtzu Consorsbank
5
Kosten pro Order
3,90 €
Kosten gesamt*
46,80 €
Testberichtzu Comdirect
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten

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Gesucht: Der Top-Broker

Wer ist der beste Broker im Jahr 2020? Viele Zeitschriften, Zeitungen und Internetseiten wollen auf diese Frage eine Antwort geben. Wir aber wissen: Nicht für jeden Anleger ist der gleiche Broker der beste. Der Eine möchte einen Großteil seines Geldes sicher anlegen, die Andere kauft und verkauft fast täglich Papiere und hat Spaß am „zocken“ und ein Dritter möchte sein Kapital weitgehend oder sogar ganz vom Computer verwalten lassen. Wir haben sechs Broker für sechs verschiedene Anlegertypen gefunden.

Unsere sechs Anlegertypen

Wir haben für sechs Anlegertypen den unserer Meinung nach jeweils besten Anbieter aus unserer Datenbank herausgesucht. Wir haben sie anhand von fünf wichtigen Kriterien gewählt:

  • Ist man bereit für mehr Komfort auch etwas auszugeben,
  • wie hoch ist die Bereitschaft das Depot zu wechseln,
  • wird lang- oder kurzfristig angelegt,
  • werden vor allem Aktien und ETFs oder auch klassische Fonds gekauft und
  • ist eine automatisierte Vermögensverwaltung gewünscht?

Weil es für den ersten Punkt zwei attraktive Anbieter gibt, kommen wir auf sechs verschiedene Top-Broker.

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Die sechs Top-Broker 2020

Für ganz Eilige: Diese sechs Broker haben wir getestet und das ist ihr größter Pluspunkt:

BrokerWichtigster Pluspunkt 
DEGIROGünstigster BrokerDirekt zu DEGIRO
DKB BrokerBestes Preis-LeistungsverhältnisDirekt zur DKB
ConsorsbankGute NeukundenangeboteDirekt zur Consorsbank
ComdirectZusätzliches Robo-Advisor DepotDirekt zu Comdirect
S BrokerMit Sparkassen Girokonto nutzbarDirekt zu S Broker

Für regelmäßige Wechsler und einmalige Geldanlage: Consorsbank

Bleibt man seiner Bank 20 Jahre lang treu, dann fallen die günstigen Konditionen im ersten Jahr langfristig nicht ins Gewicht und sollten kaum eine Rolle spielen. Anders, wenn man ohnehin jährlich oder zumindest zweijährlich wechselt. Oder wenn man Geld geerbt hat und jetzt viel investiert, langfristig aber nur noch kleinere Beträge investiert, beispielsweise über einen Sparplan. Dann zahlen sich gute Konditionen im ersten Jahr besonders aus.

Bester Broker: Consorsbank mit laufenden Aktionen

Immer wieder bietet die Consorsbank auch für ein Jahr attraktive Tagesgeldzinsen. Allerdings laufen solche Aktionen meist kurzfristig, Kunden sollten also zunächst die Internetseite besuchen und schauen, ob das aktuell der Fall ist.

Die Consorsbank bietet immer wieder günstige Aktionsangebote, bei denen Neukunden und Kunden, die innerhalb der vergangenen 24 Monate keine Wertpapiere gehandelt haben. Sie können dann beispielsweise bei einem Ordervolumen von maximal 20.000,- für nur 3,95 Euro je Teilausführung handeln.

Hinzu können noch Börsenentgelte kommen, die beim Handel über die Berliner Tradegate Exchange aber entfallen. Insgesamt stehen Anlegern 30 Börsen weltweit zur Auswahl, darunter natürlich auch die deutschen. Allerdings liegen die Mindestgebühren im Ausland oft deutlich höher. Nur in Frankreich, Spanien und Luxemburg handelt man zum gleichen Preis wie an den inländischen Märkten, in den USA sind die Kosten etwa doppelt, bei weiteren Märkten wie Hongkong, London oder Tokio fast fünfmal so hoch.

Consorsbank mobil

Die Consorsbank bietet auch den Handel mit CFDs.

Außer den Handel mit Aktien, Anleihen, ETFs und Zertifikaten bietet die Consorsbank auch das Trading mit CFDs, das sich vor allem an spekulative Trader richtet. Mit dem Eurex-Konto können Kunden außerdem an der Terminbörse Eurex Optionen und Futures handeln.

Manchmal bietet die Consorsbank auch attraktive Tagesgeldangebote für ein Jahr, im Zeitalter der Niedrigzinsen ist das aber immer seltener der Fall.

Bewertung: Attraktiv sind vor allem die günstigen Konditionen im ersten Jahr. Außerdem bietet die Consorsbank praktisch alle Bankdienstleistungen (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Auch die comdirect bank macht oft besondere Angebote für Neukunden und bietet ebenfalls alle Dienstleistungen einer Direktbank.

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Alles aus einer Hand und trotzdem günstig: DKB Bank

Die DKB Bank ist eine klassische Direktbank, auch wenn sie erst 1990 gegründet wurde. Sie ging aus der Staatsbank der DDR hervor, heute ist sie eine Tochter der Bayerischen Landesbank. Kundeneinlagen sind deshalb nicht über die Einlagensicherung der Privatbanken, sondern über die der öffentlich-rechtlichen Geldinstitute abgesichert. Die BayernLB hat eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sie in Höhe ihrer Anteilsquote dafür sorgt, dass die DKB AG ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt. Ausgenommen hiervon sind politische Risiken wie ein Auszahlungsverbot oder Krieg.

Die DKB punktet vor allem mit einem kostenlosen Girokonto und kostenloser VISA-Karte, mit der sich in der Eurozone an fast jedem Automaten gebührenfrei Geld abheben lässt, egal ob er einer Sparkasse, einer Raiffeisenbank oder einer privaten Bank gehört. Außerdem gehören viele andere Sparprodukte zum Dienstleistungspaket, beispielsweise ein Tagesgeldkonto oder Festgelder.

Gleichzeitig bietet das Unternehmen aus Berlin mit dem DKB Broker aber auch einen guten Wertpapierhandelsservice. Die Konditionen liegen in einem ähnlichen Rahmen wie bei anderen klassischen Direktbanken. Sie sind also teurer als bei der onvista bank oder flatex, aber deutlich günstiger als die Kosten bei den meisten Banken mit Filialnetz. Über 1,5 Millionen Wertpapiere sind nach Angaben von DKB handelbar, nicht nur über die deutschen Börsen, sondern auch über zahlreiche Handelsplätze im Ausland. Allerdings ist der Handel im Ausland deutlich teurer als im Inland, er kostet bei einer Order mit einem Wert von weniger als 10.000,- Euro rund das doppelte.

DKB Depot - das Wichtigste auf einen Blick

DKB Depot – die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Ein großer Pluspunkt ist die hohe Zahl an Fonds- und ETF-Sparplänen. Gerade für Kleinanleger sind die eine gute Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen. Mit einem ETF auf den MSCI All Countries World Index beispielsweise wird das Geld weltweit angelegt. Und durch den Sparplan wird auch das Einstiegsrisiko verringert. Niemand läuft jetzt Gefahr, alles direkt am Abend vor einem Crash zu investieren. Auch der automatisierten Depotwechselservice über den Kooperationspartner FinReach ist eine zeitsparende Erleichterung.

Allerdings bietet der DKB Broker nur den Zugang zu Wertpapierbörsen und keinen Handel mit CFDs. Die aber sind wegen des hohen Risikos ohnehin nur für die wenigsten Menschen geeignet.

Fazit: Die DKB Bank ist ein empfehlenswerter Broker für alle, die Wert auf Bequemlichkeit legen. Auch wenn die Gebühren nicht mit den Discountern mithalten können, beim Preis-Leistungs-Verhältnis ist die DKB Top (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Ein ähnliches Angebot macht die ING (früher ING DiBa). Einige Produkte wie das Wachstumssparen bietet diese (aktuell) nicht, dafür aber die Möglichkeit Geld von einem Robo Advisor verwalten zu lassen – allerdings erst ab 10.000,- Euro.

Top Fonds- und ETF-Broker: onvista bank

Da ETFs per definitionem (ETF steht für Exchange Traded Fund, also börsengehandelter Fonds) an den Wertpapierbörsen gehandelt werden, lassen sie sich bei praktisch jedem Broker kaufen. Anders sieht es mit klassischen Investmentfonds aus. Sie lassen sich nicht überall erwerben.

Außerdem fällt oft ein Ausgabeaufschlag an, nicht selten 5,0 Prozent des Wertes. Bei einer Investition von 5.000,- Euro bedeutet das Kaufkosten in Höhe von 250,- Euro. Dagegen verzichtet die onvista bank bei 18.000 Fonds auf einen Ausgabeaufschlag.

Darunter befinden sich auch zahlreiche Sparpläne. Insgesamt bietet die onvista bank 240 Sparpläne für Fonds, ETFs und Zertifikate ab Sparraten von 50,- Euro für eine Gebühr von nur 1,- Euro.

Aber auch beim regulären Kauf von Aktien und ETFs steht die Bank gut dar. Die Gebühren liegen bei 5,- Euro je Kauf oder Verkauf plus 2,- Euro Börsenplatzpauschale. Beim Handel über Xetra die Börsen in Frankfurt am Main, Stuttgart, München, Düsseldorf, Hamburg, Hannover oder Berlin kommen noch eine niedrige weitere Gebühr und eine Maklercourtage hinzu, die sich oft nach dem Ordervolumen richten. Wer über die Tradegate Exchange, das Quotrix-System der Börse Düsseldorf oder außerbörslich handelt, zahlt dagegen pauschal 7,- Euro.

Damit ist die onvista bank einer der günstigsten Anbieter. Allerdings bietet sie dafür auch nur den Wertpapierhandel. Weitere Dienstleistungen wie ein Girokonto, Tages- und Festgelder oder eine Online-Vermögensverwaltung müssen Kunden bei einem anderen Broker suchen.

Bester Broker: Angebot der onvista Bank

Das Angebot der onvista bank

Die onvista bank wurde 1997 unter dem Namen Fimatex von der französischen Großbank Société Générale gegründet. Nach der Übernahme der 1998 gegründeten Finanzinformationsseite onvista wurde der Broker 2009 in onvista bank umbenannt. Seit 2017 gehört der Broker zur comdirect bank.

Weil die onvista bank mittlerweile nur noch eine Marke der comdirect bank ist (also rechtlich gesehen keine eigenständige Bank), werden alle Einlagen über den Online-Broker aus Quickborn geschützt. Diese wiederum ist Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung und zusätzlich der Sicherungseinrichtung der Privatbanken.

Bewertung: Die onvista bank punktet mit zwei großen Vorteilen. Der eine ist die hohe Zahl von Fonds ohne Ausgabeaufschlag, der zweite die langfristig niedrigen Gebühren. Denn ab dem zweiten Jahr wird die onvista bank günstiger als die Consorsbank (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: 1822 direkt bietet ähnliche viele Fonds wie die onvista bank. Das Unternehmen ist eine Vertriebsgesellschaft der Frankfurter Sparkasse, beim Aktienkauf langfristig aber etwas teurer als die onvista bank.

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Top Broker mit automatisierter Vermögensverwaltung: Comdirect Bank

1994 gegründet gehört die Comdirect Bank zu den „alten Hasen“ unter den Online-Brokern und hat sich mittlerweile zu einer vollwertigen Direktbank weiterentwickelt. Nach wie vor gehört sie überwiegend zum Reich der Commerzbank, auch wenn kleinere Aktienpakete in den Händen anderer Teilhaber liegen.

Neben einem Depot bietet die Comdirect Bank auch ein kostenloses Girokonto, Tages- und Festgelder. Außerdem lassen sich über das Währungskonto Gelder in zwölf verschiedenen Auslandswährungen anlegen, darunter US-Dollar, Japanische Yen oder Britische Pfund. Allerdings sind diese Konten meist unverzinst.

Bester Broker: Cominvest Konditionen

Cominvest bietet eine Vermögensverwaltung auf Basis intelligenter Technologie und Expertenwissen

Die Besonderheit von comdirect ist aber das cominvest Depot, das Kunden parallel zum regulären Depot (oder auch statt eines regulären Depots) eröffnen können. Dabei müssen sie zunächst ihr Risikoprofil festlegen, dann wird das Geld automatisch von einem Algorithmus („Robo Advisor“) in verschiedenen ETFs investiert. So wird für breite Risikostreuung bei guten Gewinnaussichten gesorgt. Alle Vorschläge des Robo Advisors werden von Mitarbeitern noch einmal geprüft und wer möchte, kann auch zur Bedingung machen, dass ihm alle Entscheidungen des Algorithmus zunächst vorgelegt werden und er dann selbst entscheidet, ob sie umgesetzt werden.

Top 5 Robo Advisor

Sie riskieren Ihr Kapital

So lässt sich eine breite und gute Grundlage für einen langfristigen Vermögensaufbau legen, bei Kosten die unter denen eines aktiv verwalteten Fonds liegen. Wer möchte, kann natürlich parallel dazu mit dem „normalen“ Comdirect Depot eigene Wertpapiere kaufen. Möglich ist eine Cominvest Depot bereits bei einer Mindestanlage von 3.000,- Euro.

Fazit: Die Geldanlage per Robo Advisor bietet eine gute Grundlage, auch für Anleger, die einen Teil ihres Geldes gerne selbst verwalten wollen (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Wem die Mindestanlage von 3.000,- Euro zu hoch ist, der kann bei VisualVest bereits ab einmalig 500,- Euro oder 25,- Euro monatlich Geld von einem Robo Advisor anlegen lassen.

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Für Sparkassen-Kunden: S Broker

Wer Kunde bei einer Sparkasse ist und in den Wertpapierhandel einsteigen will, kann in vielen Fällen sein Girokonto als Verrechnungskonto nutzen und trotzdem zu ähnlichen Konditionen handeln wie bei Comdirect, der Consorsbank (abgesehen von den Neukundenangeboten natürlich) oder der DKB Bank. Denn die Sparkassen haben mit dem S Broker einen gemeinsamen Online-Broker ins Leben gerufen.

S Broker Immobilienfonds online kaufen

Wer Aktien kaufen und dabei eine Sparkasse nutzen will, tut das besser über den S Broker.

Attraktiv ist bei S Broker vor allem die große Auswahl an Sparplänen, die sich schon ab 100,- Euro jährlich nutzen lassen. Leider kooperieren nicht alle Sparkassen mit dem Broker. Kunden der Stadtsparkasse München können beispielsweise Wertpapierkäufe und -verkäufe direkt über ihr Girokonto abrechnen, Kunden der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg dagegen nicht.

Bietet die lokale Sparkasse diesen Service nicht oder ist man kein Kunde einer Sparkasse, wird von S Broker ein ganz normales Verrechnungskonto eröffnet. Ein Sparkassen-Girokonto ist also keine Voraussetzung.

Fazit: Für alle, die bereits ein Girokonto bei der Sparkasse haben und dort auch bleiben wollen, aber einen günstigeren Broker suchen (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Wer gerne der Sparkassen-Idee treu bleiben will, kann das auch mit einem Depot bei 1822 direkt tun. Dabei handelt es sich um eine Vertriebstochter der Frankfurter Sparkasse. Auch die DKB Bank gehört über die Bayern LB teilweise den Sparkassen.

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Langfristig günstiger Broker für Vieltrader: flatex

Wer häufig kauft und verkauft, für den kann sich auch eine Depotgebühr lohnen. Der Discountbroker flatex hat den mutigen Schritt gewagt und eine solche Abgabe 2020 eingeführt. Sie beträgt aktuell (Stand: 05/2020) 0,1 Prozent des durchschnittlichen Depotwertes jährlich, bei 20.000,- Euro Depotwert also 20,- Euro pro Jahr.

Dafür sind die Gebühren ausgesprochen niedrig, im Rahmen von Aktien werden immer wieder Kauf- und Verkaufskosten in Höhe von 3,80 Euro angeboten. Die reguläre Gebühr von 5,90 Euro ist etwas höher als bei der onvista bank, dafür verzichtet flatex bei einigen Handelsplätzen auf das Börsenplatzentgelt. Es beträgt sonst, wie bei der onvista bank, 2,- Euro. Das bedeutet, dass beispielsweise beim Handel über Xetra Flatex sogar etwas teurer ist.

Dafür bietet der Broker aus Kulmbach den Handel mit CFDs an. Mit diesen sogenannten Differenzkontrakten lassen sich Aktien, Rohstoffe, Währungspaare oder Indizes mit einem Hebel handeln. Gewinne und Verluste sind also höher als beim Basiswert. Außerdem lassen sich CFDs leichter leer verkaufen, man kann also Wertpapiere verkaufen, die man aktuell gar nicht besitzt und so auf fallende Kurse spekulieren. Davon abgesehen entwickelt sich der Kontrakt ähnlich wie beispielsweise die zugrundeliegende Aktie.

Das lohnt sich aber nur für kurzfristige Trader, die am selben Tag kaufen und verkaufen, weil beim Halten nach dem Ende des Handelstages eine Übernacht-Gebühr anfällt.

Hinter dem Broker Flatex steht die Kulmbacher Börsenmedien AG, die vor allem durch die Publikation Der Aktionär sowie den Fernsehsender Der Aktionär TV (früher Deutsches Anleger Fernsehen DAF). Der Broker ging 2006 aus dem bereits 1999 gegründeten Unternehmen PRE.IPO hervor und wurde mehrfach vom Handelsblatt als „Bester Online-Broker“ ausgezeichnet.

Fazit: Der Broker ist für Kunden attraktiv, die regelmäßig handeln und dabei gerne auch CFDs nutzen wollen. Außerdem bietet er immer wieder günstige Eröffnungsangebote.

Alternative: Lohnt sich die Depotgebühr wegen zu niedriger Umsätze nicht, ist die bereits vorstellt onvista bank eine gute Alternative. Je nach Handelsplatz kann sie sogar günstiger sein.

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So haben wir bewertet

Wie aber sind wir bei der Auswahl der Top-Broker vorgegangen? Das sind unsere Kriterien.

Niedrige Gebühren

Keiner hat Interesse daran durch zusätzliche Kosten die Rendite zu schmälern. Es soll ein Gewinn erwirtschaftet werden. Nur darum geht es. Bei vielen Online-Brokern ist die Depotführung kostenlos.

Bei den Orderkosten ist der Vergleich oft nicht so einfach. Oft setzt sich die Gebühr aus einem Grundentgelt, beispielsweise 5,- Euro und einem prozentualen Zuschlag zusammen, beispielsweise 0,25 Prozent. Wer Aktien im Wert von 1.200,- Euro kauft, zahlt also 5,- Euro Pauschale plus 3,- Euro Zuschlag. Oft gibt es aber noch eine Mindestgebühr, beispielsweise 10,- Euro. Liegt die rechnerische Gebühr niedriger, wird stattdessen dieses Entgelt berechnet.

Top 5 online ETF Broker

Sie riskieren Ihr Kapital

Immer häufiger wird mittlerweile aber eine Pauschale verlangt, unabhängig vom Umsatz. Was den Vergleich weiter erschwert sind Sonderkonditionen. Viele Broker bieten besonders niedrige Gebühren, wenn Wertpapiere von Partnerunternehmen gekauft werden, beispielsweise der Fondsgesellschaft Deka. Auch Fonds werden üblicherweise nach anderen Grundsätzen abgerechnet. Hier wird ein prozentualer Ausgabeaufschlag einbehalten. Lediglich Smartbroker verzichtet beim Kauf von Fonds generell auf diesen Aufschlag und berechnet stattdessen eine ähnliche Gebühr wie bei Käufen über die Börse.

Viele Wertpapiere und Fonds

Dann ist natürlich auch die Frage mit was man handeln möchte. Denn auch hier unterscheiden sich die Online-Broker. Es gibt nicht nur die klassischen Aktien, sondern auch weitere Handels- und Anlageprodukte. Eine größere Auswahl heißt natürlich auch, dass man eine größere Flexibilität hat. Dazu sollte man sich auch erkundigen, ob ein Direkthandel außerhalb der Börse möglich ist.

Das Gleiche gilt für Fonds. Viele Broker bieten die Möglichkeit an mit Fonds zu handeln. Auch hier wäre eine große Auswahl wirklich sehr gut. Es gibt einige Broker, die diese rabattiert anbieten. Dies impliziert, dass weder Orderprovisionen noch Ausgabeaufschläge fällig werden. Dadurch kann man beim Kauf eines Fonds erheblich sparen.

Viele Handelsplätze

Die meisten Broker bieten Zugänge zu allen deutschen Börsenplätzen. Das sind aktuell die klassischen Börsen in Frankfurt am Main, München, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Berlin sowie die erst 2009 als Börse zugelassene Tradegate Exchange. Ebenfalls bei allen Brokern im Angebot ist der elektronische Handelsplatz der Börse Frankfurt, Xetra. Bei vielen (aber nicht allen) Brokern lässt sich außerdem an den elektronischen Handelsplätzen Quotrix (Börsen AG Düsseldorf-Hamburg-Hannover) und gettex (Börse München) handeln.

Allerdings gibt es auch einzelne Anbieter wie Trade Republic, die nur außerbörslichen Handel anbieten, im Fall von Trade Republic über die Lang & Schwarz Exchange an der Börse Hamburg. Das kann ein Nachteil sein, weil nicht alle Wertpapiere dort angeboten werden. Gerade bei ETFs kann es passieren, dass man zwar einen DAX-ETF oder einen Indexfonds mit US-Aktien kaufen kann, nicht aber den günstigsten. Außerdem können die Kurse ungünstiger sein, vor allem außerhalb der Handelszeiten der Referenzbörse, also des Handelsplatzes, an dem ein Wertpapier überwiegend gehandelt wird.

Bei Auslandsbörsen gibt es dagegen deutliche Unterschiede. Viele Broker bieten den Handel direkt an der New Yorker Börse (NYSE), der NASDAQ oder der Börse Zürich „Exotischere Handelsplätze“ wie Istanbul, Johannesburg oder Singapur sind nicht bei allen Brokern im Angebot. Außerdem sind die Gebühren sehr unterschiedlich. Allerdings sind die Wertpapiere der meisten großen ausländischen Unternehmen ohnehin an deutschen Handelsplätzen handelbar, das ist meist günstiger. Andernfalls bietet Lynx sehr gute Konditionen an Auslandsbörsen.

Handelsplattformen

Natürlich sollte man sich auch auf der Handelsplattform zurechtfinden. Was nützt es, wenn die Gebühren gering sind und alles andere stimmt, nur dass man aber keinen Spaß hat zu handeln. Die grafische Oberfläche kann entscheidend sein für die Handels-Erfahrung. Es gibt Menschen, die visuell sehr veranlagt sind. Diese Trader setzen auf grafische Charts, eine bunte und intuitive Benutzeroberfläche und viele zusätzliche Extras, die das Trading zu einem besonderen Erlebnis machen. Diese Anleger könne natürlich auch Anfänger sein, die großes Interesse am Handeln haben und auch sofort einsteigen wollen, ohne sich großartig mit dieser Materie zu beschäftigen.

Die Handelsplattformen sind von den Online-Brokern üblicherweise webbasiert. Man muss sich also keine Software herunterladen und kann überall in der Welt und zu jedem Zeitpunkt Zugriff auf seine individualisierte Handelsplattform haben.

Tatsache ist also, dass der Handel Spaß machen soll. Wem es zu kompliziert wird, der sucht sich schnell nach einer Alternative um. Die Benutzerfreundlichkeit hat also einen sehr hohen Stellenwert. Die Handelsplattform sollte also übersichtlich sein und der Anfänger sollte nicht das Gefühl haben schon am Anfang mit Informationen und Funktionen überwältigt zu werden. Und wenn dies geschehen sollte, dann sollte er zumindest die Möglichkeit haben, den Kundendienst zu kontaktieren.

Zudem sollte der Trader auch die Möglichkeit haben eine Zusammenfassung der aktuellen Statistiken zu sehen. Diese Informationen sollten möglichst gebündelt sein, damit der Trader nicht vom Kern seiner Tätigkeit abgelenkt wird. Mehr Informationen haben wir in unserem Beitrag zur besten Trading App zusammengestellt.

Sicherheit und Regulierung

Natürlich spielt auch die Sicherheit eine große Rolle. Eine Regulierung zeigt auf, dass der Broker durch eine Finanzaufsichtsbehörde regelmäßig überprüft wird. Der Broker muss sich demnach an die gesetzlichen Auflagen und Regelungen halten. Und der Standard sollte auch sein, dass Online-Broker eine gesetzliche Einlagensicherung bieten. Somit kann das investierte Geld auch nicht verloren gehen.

Das ist allerdings bei praktisch allen von uns vorgestellten Brokern der Fall.

Guter Service

Bei Online-Brokern spielt die Erreichbarkeit nicht die gleiche Rolle wie bei einer Filialbank. Überwiegend findet der Handel über den PC oder eine Trading-App statt. Doch hin und wieder benötigt man Hilfe, beispielsweise weil ein Passwort vergessen wurde, weil eine Abrechnung missverständlich ist oder ein Fehler passiert ist. Dann ist es vorteilhaft, wenn der Broker eine gut erreichbare und kompetente Kundenbetreuung bietet.

Drei Fragen und Antworten zum Thema bester Broker

Was ist der Unterschied zwischen einem Broker und einer Bank?

Ein Broker wickelt Wertpapierkäufe und -verkäufe von Kunden an Börsen (oder Börsen-ähnlichen Handelsplätzen) ab. Streng genommen ist Broker das englische Wort für Makler, weil aber Börsenmakler bis 1998 ein behördlich zugelassener Beruf war, hat sich zur Unterscheidung der Begriff des Brokers auch hierzulande etabliert.

Nicht jeder Broker ist auch eine Bank. Zwar verfügen die meisten Anbieter über eine Zulassung zumindest als Wertpapierhandelsbank, allerdings bieten viele keine Bankdienstleistungen wie Tages- und Festgelder oder gar ein Girokonto an. Dazu gehören beispielsweise die onvista bank, Smartbroker oder flatex.

Einige wie die Consorsbank, die DKB, die ING oder 1822direkt bieten dagegen das volle Sortiment einer Universalbank, also neben dem Wertpapiergeschäft auch ein Girokonto, Sparprodukte und Kredite.

Was sind Aktien und ETFs?

Aktien sind Anteilsscheine an Unternehmen. Einige, aber längst nicht alle Aktien werden an der Börse gehandelt. Die Deutsche Bahn AG beispielsweise ist nicht börsennotiert, alle Aktien sind im Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

Entsprechend steigen Aktien meistens, wenn das Unternehmen besser abschneidet als geplant (also höhere Gewinne oder zumindest niedrigere Verluste macht) und fallen, wenn schlechte Nachrichten aus der Firma kommen. Auch, wenn die Psychologie oft eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Im Mittelwert geht es aber meistens nach oben, weil ein Teil der Gewinne reinvestiert wird und der Wert des Unternehmens deshalb steigt. Ein anderer Teil wird oft als Dividende direkt an die Aktionäre ausgeschüttet.

ETFs sind nichts anderes als Fonds, die an einer Wertpapierbörse gehandelt werden. Das Kürzel ETF steht für Exchange Traded Fund, also börsengehandelten Fonds. Oft – aber nicht immer – sind ETFs Indexfonds. Dort wird einfach ein Index wie der DAX nachgebildet, der ETF steigt und fällt dann weitgehend analog zum Basiswert. Das ist günstiger als ein aktives Fondsmanagement, bei dem Aktien von Spezialisten gezielt ausgesucht werden, aber oft nicht schlechter.

Filialbroker oder Online – Was ist das Richtige für mich?

Wer gerne einen Ansprechpartner aus Fleisch und Blut vor sich sehen will, für den ist ein Online-Broker keine gute Wahl. Für die große Mehrheit ist ein Online-Broker aber besser geeignet, denn die Gebühren sind deutlich günstiger.

Wer hin und wieder trotzdem eine Beratung in Anspruch nehmen will, kann gegen eine Gebühr einen Honorarberater engagieren, beispielsweise bei der Quirin Bank. Das Unternehmen bietet bei seinem Robo Advisor quirion (siehe nächstes Kapitel) sogar die Option, gegen einen Gebührenaufschlag von 0,40 Prozentpunkten einen persönlichen Berater zur Seite gestellt zu bekommen.

Drei Alternativen zum Aktienbroker

Robo Advisor

Verständlicher als Robo Advisor ist die Bezeichnung automatisierte Vermögensverwaltung. Denn genau darum geht es. Bei einem Robo Advisor wird das Geld von einem Algorithmus auf verschiedene ETFs verteilt. Je nach Risikoneigung wird mehr oder weniger Geld in Aktien angelegt, der Rest meistens in Anleihen, teilweise auch in Gold.

Der große Vorteil ist, dass der Vermögensverwalter nicht nur besonders günstige ETFs mit gutem Chancen-Risiko-Verhältnis aussucht, sondern auch auf eine breite Streuung achtet.

Top 5 Robo Advisor

Sie riskieren Ihr Kapital

CFD Broker

Differenzkontrakte (CFD von Contract for Difference) bilden, wie bereits erklärt, die Entwicklung eines Basiswertes nach. Ursprünglich wurden sie entwickelt, um die Stempelsteuer in Großbritannien zu umgehen, also die Steuer, die beim Kauf einer Aktie anfällt. Denn statt der Aktie erwirbt man nur das Recht, an deren Entwicklung zu partizipieren. Heute gibt es auch CFDs auf Rohstoffe, Devisenpaare oder Indizes.

Der größte Vorteil der Differenzkontrakte ist, dass sie mit einem Hebel angeboten werden. Das bedeutet, dass der Kurs – wie bei einem Knock-Out-Zertifikat – stärker steigt und fällt als der des Originalwertes. Bei einem Hebel von 20 sorgt ein Anstieg um 1,0 Prozent für einen Anstieg beim CFD um 20,0 Prozent.

Der zweite Vorteil ist, dass sich CFDs bei den meisten Brokern leer verkaufen lassen. Man verkauft also Differenzkontrakte, die man gar nicht besitzt und kauft sie später zurück. So lässt sich auf fallende Kurse spekulieren.

Allerdings fällt eine Übernacht-Gebühr an, wenn die Papiere nicht am selben Tag ge- und verkauft werden. Deshalb sind sie nur für kurzfristige Anleger geeignet. Wer vor allem CFDs handelt, für den ist ein spezialisierter CFD-Broker eine gute Wahl.

Top 5 CFD Broker

Sie riskieren Ihr Kapital

Fonds

Aktive Fonds können eine weitere Alternative zu Aktien sind. Dabei sucht ein Fondsmanager besonders lukrative Aktien. Einige setzten bei der Auswahl vor allem auf statistische Kennzahlen, andere auf fundamentale Daten wie Gewinne und wieder andere auf ihr Bauchgefühl. Wegen der gezielten Aktienauswahl sind solche Fonds oft teurer als Indexfonds. Sie können aber vor allem in kleinen und teilweise nur wenig entwickelten Märkten eine sinnvolle Ergänzung zu ETFs und Einzelaktien sein.

Fazit

Viele Broker bieten in Deutschland ihre Dienste an, welcher der Beste ist, hängt auch von den individuellen Ansprüchen ab. Wer bisher nicht fündig geworden ist, kann auch einfach einen Blick in unseren Online-Broker-Vergleich werfen. Dort findet man auch die aktuellen Konditionen für die vorgestellten Broker. Allerdings gelten einige, beispielsweise bei der Consorsbank, nur im ersten Jahr.