Trading 212 Erfahrungen und Test – Hält der Broker was er verspricht?

Mehr als 1.800 CFDs, teilweise mit einem Hebel von 300 und außerdem die Möglichkeit, auch direkt Aktien zu kaufen – damit will Trading 212 von London aus Kunden gewinnen. Zehn Aktienkäufe pro Monat sollen sogar ganz kostenlos sein Außerdem bietet der Broker ein umfangreiches Angebot an Informationen und Nachrichten. Gibt es da auch einen Hacken? Ist Trading 212 Betrug?

Die wichtigsten Informationen in Stichpunkten

Für eilige Leser vorab die wichtigsten Informationen zum Angebot von Nextmarket

  • Trading 212 Kosten durch Spreads
  • Mindestanlage 100,- Euro
  • Aktien, Indizes, Währungen, Kryptowährungen und Rohstoffe
  • Im Vereinigten Königreich und Bulgarien reguliert
  • Webanwendung und Apps für iOS und Android
  • Support per Chat auch auf Deutsch
  • Kostenloses Demokonto mit 50.000,- Euro Spielgeld

Die Idee

In seiner Selbstbeschreibung ist Trading 212 alles andere als bescheiden. Man habe die Märkte auf den Kopf gestellt heißt es da. Tatsächlich lassen sich hier zehn Aktien pro Monat kostenlos handeln. Um es kurz zu machen, es gibt dabei aber auch einen großen Hacken (siehe Absatz Trading 212 Gebühren). Das Angebot ist nur für Trader interessant, die regelmäßig kaufen und verkaufen. Langfristige Anleger sind bei einem traditionellen Aktienbroker wie der Consorsbank oder S Broker besser aufgehoben.

Die meisten Trader handeln bei Trading 212 aber ohnehin mit CFDs und Forex. Hier ist das Angebot sehr groß. Neben klassischen Devisen stehen auch viele Kryptowährungen zur Auswahl.

Wie die meisten CFD Broker bietet Trading 212 eine Webanwendung für den Handel vom heimischen PC oder Laptop aus sowie Apps für Android und iOS.

Was handeln?

Insgesamt 1.800 CFDs stehen zur Verfügung. Das ist viel, für Einsteiger unter Umständen sogar zu viel. Sie sollten darüber nachdenken einen Broker wie Nextmarkets zu wählen, der zwar wenige Basiswerte, dafür aber Unterstützung bei der Auswahl anbietet.

Interessant ist der Broker dagegen für erfahrene Trader, die gezielt nach bestimmten Kursverläufen suchen oder für Newstrader, die auf aktuelle Nachrichten reagieren – und dann natürlich darauf angewiesen sind, dass es den entsprechenden Wert auch wirklich zu kaufen gibt.

Beliebt ist Trading 212 auch bei Tradern, die mit Kryptowährungen spekulieren. Denn die Auswahl ist groß, neben CFDs auf den Bitcoin gibt es auch Litecoin, Ethereum und andere. Für Verärgerung hat allerdings eine neue Regel geführt, nach der alle Positionen mit Kryptowährungen am Freitag Abend automatisch geschlossen werden.

Ungewöhnlich ist mittlerweile der hohe Hebel von bis zu 300. So lässt sich mit 1.000,- Euro der gleiche Gewinn erzielen wie mit 300.000,-. Oder natürlich der gleiche Verlust.

Trading 212 Gebühren

Die niedrigen Gebühren für den Aktienhandel sind ein wichtiger Faktor in der Werbung von Trading 212. Tatsächlich hört sich das Angebot verrückt an. Bis zu zehn Trades pro Monat sind kostenfrei. Langfristige Anleger eröffnen oft nur eine Position im Monat – ist das Anlegen also für sie ganz kostenfrei?

Leider gibt es einen Hacken. So berechnet der Broker eine Einzahlungsgebühr von 0,7 bis 3,5 Prozent. Bei einer Investition in Höhe von 1.000,- Euro fallen also bis zu 35,- Euro Einzahlungsgebühren an. Deutlich mehr als die bei vielen Direktbrokern üblichen rund 10,- Euro Kaufgebühren pro Trade. Nur wer regelmäßig kauft und verkauft kann das Geld durch die niedrigeren Kaufgebühren wieder ausgleichen. Zumal auch bei Auszahlungen eine Gebühr fällig wird, wenn das Geld überwiesen wird.

Bei CFDs und Forex fallen keine direkten Gebühren an. Geld muss Trading 212 natürlich trotzdem verdienen. Das tut man, wie viele CFD Broker, durch den Spread. Trader kaufen immer zu einem etwas höheren Kurs als sie gleichzeitig verkaufen würden. Weitere Gebühren fallen an, wenn Positionen über Nacht gehalten werden.

Kontoführung und Trading 212 Demokonto

Mindestens 100,- Euro müssen Kunden übertragen. Wie bereits erwähnt sind Einzahlungen kostenpflichtig. Sie können über den Zahlungsdienstleister Skrill, über giropay, per Kreditkarte oder Überweisung geleistet werden. Auszahlungen werden auf dem gleichen Weg geleistet wie Einzahlungen. Allerdings fällt für Überweisungen eine Gebühr an. Nach Aussagen von Trading 212 werden dabei nur die von der Bank in Rechnung gestellten Gebühren weitergegeben.

Das Trading 212 Demokonto erlaubt es außerdem, den Broker zunächst einmal ohne Risiko zu testen.

Sitz und Sicherheit

Trading 212 hat seinen Sitz in der britischen Hauptstadt London. Daneben ist das Unternehmen in Bulgarien registriert. Gemäß den EU-Richtlinien verwahrt der Broker Kundengelder getrennt von den eigenen Finanzen auf separaten Konten. Das soll verhindern, dass Löcher im Haushalt der Firma mit dem Geld der Trader ausgeglichen werden. Sollte es dennoch zu einer Insolvenz kommen, sind 50.000,- Pfund (Vereinigtes Königreich) beziehungsweise 20.000,- Euro (Bulgarien) abgesichert, maximal aber bis zu 90 Prozent der Einlage.

Support und Website

Auch am Abend und am Wochenende können die Mitarbeiter der Firma mittlerweile in deutscher Sprache kontaktiert werden. Das liegt daran, dass der Broker ein automatisches Übersetzungsprogramm nutzt, das erstaunlich gute Ergebnisse liefert. Eine deutschsprachige Anfrage wird also automatisch übersetzt, auf Englisch beantwortet und wieder ins Deutsche übersetzt. Wer dem nicht traut kann die Antwort aber auch in der Originalsprache betrachten. Außerdem sind die Mitarbeiter teilweise unter einer Frankfurter Nummer telefonisch erreichbar.

Sehr gut ist auch das Angebot an aktuellen Informationen, Analysen und Schulungen.

Fazit

Das große Angebot an CFDs ist attraktiv. Wer gerne direkt mit Aktien statt mit CFDs handelt und diese kurz hält, profitiert außerdem von den zehn kostenlosen Trades pro Monat. Für langfristige Anleger ist die Option wegen der vergleichsweise hohen Einzahlgebühren aber nicht attraktiv. Klassische Aktienbroker und Banken wie Comdirect, Consorsbank oder DKB sind für sie trotz der höheren Kaufgebühren attraktiver. Einsteiger in den CFD Handel sollten überlegen, ob sie nicht zunächst einen Broker mit übersichtlicherem Angebot und Unterstützung durch Profianalysten wie Nextmarkets wählen. Für erfahrene Trader, die ein großes Angebot mit hohem Hebel wünschen, ist das Angebot aber attraktiv. Mit dem Demokonto können sie den Broker risikolos testen.

Top 5 Aktien Depots

Sie riskieren Ihr Kapital