Gold kaufen: Goldanlagen im Vergleich 2021: Vor- und Nachteile unter der Lupe

Gold Anlagen: Goldpreis oder Aktien attraktiver?

Gold kaufen – Das Wichtigste in Kürze

Bei der Goldanlage können Sie zwei Ziele verfolgen:

Entweder Sie sind vor allem auf Spekulationsgewinne durch Kursänderungen des Goldpreises aus. Dann sollten Sie in jedem Fall über Finanzprodukte in Gold anlegen.

Oder Sie wünschen sich Werterhalt und Absicherung. Für Krisenzeiten können Sie mit physischem Gold vorsorgen, für den Werterhalt sind auch Finanzprodukte wie Fonds und Aktien geeignet.

Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel, wer warum in Gold investieren sollte.

Möglichkeit 1: Über Finanzprodukte in Gold investieren

Deutlich bequemer als der Erwerb von physischem Gold ist der Kauf von Gold in Form eines Wertpapiers. Statt eines Bankschließfaches oder Heimtresors benötigt man nur ein gutes Depot und auch die Kaufgebühren sind meist deutlich niedriger.

Dafür hält man aber auch kein Gold in der Hand, sondern bekommt nur einen Anspruch auf das Edelmetall. Für Krisenzeiten ist diese Form der Anlage deswegen nicht geeignet.

Über Einzelaktien in Gold investieren

Statt direkt Gold zu kaufen, können Anleger z.B. in Aktien von Goldminen investieren. Wer den Zusammenbruch der Wirtschaft erwartet, für den sind Goldminen natürlich nichts. Kriege, Enteignungen und Missmanagement können die Aktien solcher Unternehmen auch dann wertlos werden lassen, wenn der Goldkurs steigt.

Inhaber von Goldminenaktien profitieren allerdings deutlich stärker von einem Goldpreisanstieg als Besitzer des Edelmetalls. Wenn eine Minengesellschaft beispielsweise 1.000,- US-Dollar für die Förderung einer Feinunze Gold aufwenden muss, macht sie bei einem Goldpreis von 1.200,- US-Dollar je Feinunze 200,- Euro Gewinn. Steigt der Goldpreis auf 1.400,- Euro, verdoppelt sich der Gewinn, obwohl der Goldpreis nur um rund 15 Prozent gestiegen ist.

Selbst wenn die Kosten in der Folge leicht ansteigen, beispielsweise wegen höherer Lohnforderungen, bleibt meist ein überdurchschnittlicher Gewinn.

Außerdem kann eine Goldmine auch bei gleichbleibendem Goldkurs Gewinne machen. Dafür treffen Kursrückschläge Goldminenaktien besonders stark.

Eine Auswahl an beliebten Aktien haben wir für Sie hier zusammengestellt:

Die besten Gold Aktien

Name / WKN 
Gold Fields
856777WKN kopiert
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Kinross Gold
A0DM94WKN kopiert
ab 1 € kaufen - Bei Trade Republic verfügbar
Yamana Gold
357818WKN kopiert
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Newmont Mining
853823WKN kopiert
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Barrick Gold
870450WKN kopiert
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Anglogold Ashanti
164180WKN kopiert
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Newcrest Mining
165488WKN kopiert
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Die besten Gold Anlagemöglichkeiten

 Anbieter
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Wegen der politischen und wirtschaftlichen Risiken lohnt es sich, in mehrere Goldminen zu investieren. Anglogold Ashanti ist beispielsweise vor allem in Brasilien, Südafrika, Tansania und Ghana aktiv. Dagegen kommt bei Barrick Gold ein Großteil der Produktion aus Minen in Australien, den USA und Kanada. Eine Verschärfung der Krise in Südafrika würde Barrick Gold also nicht treffen, dafür bliebe Anglogold Ashanti von Schwierigkeiten in den USA oder Papua-Neuguinea verschont, wo das Unternehmen im Gegensatz zu Konkurrenten nicht aktiv ist.

Vorteile:

  • Hohe Gewinne bei Goldpreisanstieg
  • Gewinne auch bei gleichbleibendem Goldkurs möglich

Nachteile:

  • Goldminen können insolvent werden
  • Starke Kursverluste bei Goldpreisrückgang

Für wen geeignet? Für alle, die eine Preissteigerung von Gold erwarten aber keinen Zusammenbruch unserer Wirtschaft.

Wo kaufen? Bei praktisch allen Aktienbrokern.

Besonders günstig ist der Aktienhandel bei den folgenden Anbietern:

Top 5 Aktien Depots

1
Kosten pro Order
0,00 €
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Testberichtzu Smartbroker
2
justTRADE Logo
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Kosten gesamt*
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3
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Testberichtzu eToro
4
Scalable Capital Top5 Logo
Kosten pro Order
0,99 €
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11,88 €
Testberichtzu Scalable Capital
5
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0,00 €
Kosten gesamt*
12,00 €
Testberichtzu flatex
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten

Risikohinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.

Beste Broker, um Gold zu kaufen

Gold ETFs und Gold ETCs

Bei Gold ETFs investieren Anleger breit gestreut in einen Index, beispielsweise aus Unternehmen aus der Goldindustrie.

Für den Rohstoff Gold selbst gibt es ein ähnliches Finanzprodukt, die ETCs. ETCs, Exchange Traded Commodities (börsengehandelte Rohstoffe) sind streng genommen Zertifikate. Allerdings sind sie, ähnlich wie Fonds, dadurch abgesichert, dass sie ein Sondervermögen bilden.

Weil dieser Art der Goldanlage besonders beliebt ist, informieren wir Sie in einem gesonderten Artikel über Gold ETFs und die Möglichkeiten, dich sich Ihnen damit bieten.

Vorteile:

  • Einfach zu erwerben
  • Kann günstig im Bankdepot gelagert werden

Nachteile:

  • Emittentenrisiko
  • Rollkosten bei ETFs und ETCs

Für wen geeignet? Zur Absicherung des Depots, wenn nur eine allgemeine Schwächephase ohne Bankenpleiten erwartet wird und zur Spekulation.

Wo Gold-ETF kaufen? Bei Brokern mit gutem ETF-Angebot und günstigen Gebühren.

Top 5 ETF

1
Anzahl ETFs
1500
Orderkosten 1000€
0€
Sparplanfähige ETFs
600
Anzahl gebührenfreier ETFs
300
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2
Anzahl ETFs
443
Orderkosten 1000 €
9,95€ + 1%
Sparplanfähige ETFs
443
Anzahl gebührenfreier ETFs
250
Testberichtzu Consorsbank
3
Anzahl ETFs
1000
Orderkosten 1000 €
4,90€ + 0,25%
Sparplanfähige ETFs
600
Anzahl gebührenfreier ETFs
170
Testberichtzu Comdirect
4
Anzahl ETFs
165
Orderkosten 1000 €
1€
Sparplanfähige ETFs
165
Anzahl gebührenfreier ETFs
0
Testberichtzu OnVista
5
Anzahl ETFs
728
Orderkosten 1000 €
4,90€ + 0,25%
Sparplanfähige ETFs
700
Anzahl gebührenfreier ETFs
150
Testberichtzu ING
Sie riskieren Ihr Kapital

Gold-Fonds

Goldfonds investieren nicht, wie der Name vermuten lässt, in Einzelaktien aus der Goldproduktion oder in Gold selbst. Stattdessen versuchen sie vor allem, den Goldpreis abzubilden und erwerben dafür mehrheitlich Finanzprodukte wie Zertifikate oder Anleihen.

Dadurch, dass Gold-Fonds aktiv verwaltet werden, empfehlen sich Gold-ETFs eher, weil diese durch die passive Verwaltung günstiger sind. Fonds, die in Aktien investieren, heißen Goldaktienfonds.

Vorteile:

  • Decken Goldpreis zuverlässig ab

Nachteile:

  • Relativ hohe Verwaltungsgebühren im Vergleich zu ETFs
  • Teilweise komplizierte Struktur

Für wen geeignet? Für Anleger, die Goldpreiszunahme erwarten und sich nicht gegen Krisen absichern möchten.

Wo Gold-ETF kaufen? Bei allen gängigen Aktienbrokern. Unsere Empfehlung ist Smartbroker.

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Zertifikate und Optionsscheine

Zertifikate und Optionsscheine auf Gold sind komplexe Finanzinstrumente, die sich vor allem für erfahrene Anleger eignen, die wissen, wie sich die einzelnen Unterarten auf ihr Investment auswirken.

Grundsätzlich gibt es unter den Angeboten sicherere und preisgünstigere Varianten. Oftmals sorgen jedoch Knock-Out-Schwellen oder andere Faktoren dazu, dass keine reine Kurspartizipation möglich ist.

Auf der anderen Seite ist das Risiko vielfach auf den Einsatz begrenzt.

Vorteile:

  • Mit wenig Einsatz sind hohe Gewinne möglich
  • Möglichkeiten, sehr genau auf bestimmte Szenarien und Entwicklungen zu setzen

Nachteile:

  • Komplizierte Struktur
  • Vergleichsweise teuer
  • riskant

Für wen geeignet? Für Anleger, die Goldpreiszunahme erwarten und sich nicht gegen Krisen absichern möchten.

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Optionen auf Gold

Mit Optionen können Anleger entweder auf Veränderungen des Goldkurses setzen oder Bestände gegen Preisverluste absichern. Sie werden an Terminbörsen gehandelt.

Der Käufer einer Gold-Option hat das Recht, Gold zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem bestimmten Kurs zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Der Verkäufer einer Option muss dann einen Wertausgleich vornehmen. Riskanter ist also die Position als Verkäufer einer Option. Der sogenannte Stillhalter muss auf Wunsch des Käufers einen Wertausgleich leisten, der Käufer hat hingegen die Wahlfreiheit.

Vorteile:

  • Zur Absicherung der Goldbestände geeignet
  • Hebelwirkung bei begrenztem Risiko (gilt nicht für Stillhalter) mit wenig Kapitalbedarf

Nachteile:

  • Recht hohe Gebühren
  • Nicht krisensicher

Für wen geeignet? Für Anleger, die Goldpreiszunahme erwarten und sich nicht gegen Krisen absichern möchten.

Wo kaufen? Bei spezialisierten Brokern. Wir empfehlen in unserer Übersicht über Optionen-Broker unter anderem LYNX, weil der Anbieter als einer der fairsten und professionellsten gilt.

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Gold-CFDs

Gold-CFDs wenden sich an kurzfristig orientierte Trader, die am gleichen Tag kaufen und wieder verkaufen, bzw auf fallende Goldpreise setzen wollen. Ein solcher Differenzkontrakt (CFD = Contract for Difference) auf Gold steigt und fällt im gleichen Maße wie der Goldpreis selbst. Allerdings muss üblicherweise nur ein Teil des Wertes einer Position wirklich hinterlegt werden (Margin). Mit 100,- Euro lässt sich bei einem Hebel von 5 also eine Position im Wert von 500,- Euro eröffnen.

Außerdem lassen sich CFDs auch leer verkaufen. Dabei verkauft man dann ein Gold-CFD, obwohl man gar keines besitzt. So lässt sich auf fallende Kurse setzen. Allerdings wird beim Verkauf kein Geld ausgezahlt, sondern es muss ebenfalls eine Margin hinterlegt werden. Mittlerweile ist es übrigens verboten, dass von Privatanlegern ein Nachschuss verlangt wird. Übersteigt der Verlust einer Position die Sicherheitsleistung, muss der Broker diesen Betrag ausgleichen.

Dritter Vorteil von CFDs sind die niedrigen Kosten. Hauptvorteil dieser Anbieter sind die geringen Kosten. Vor allem bei kleinen Summen sind sie deutlich günstiger als börsengehandelte Zertifikate. Denn statt über eine Transaktionsgebühr finanzieren sie sich über die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen, den sogenannten Spread. Ein Wertpapier wird vom Broker immer zu einem etwas höheren Preis verkauft, als es gleichzeitig von ihm gekauft würde. Eine Mindestgebühr gibt es dagegen nicht.

die Nummer 1 beim Social Trading - Über 5 Millionen registrierte Trader

eToro ist vor allem wegen des Social Trading beliebt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Trennung von Spekulation und Investition. Zwar bieten auch Aktienbroker wie flatex oder Direktbanken wie die Consorsbank den Handel mit CFDs, doch verführt die Bündeldung von Aktienhandel und CFDs mitunter dazu, dass eigentlich für die langfristige Investition vorgesehene Gelder zum Spekulieren verwendet werden, um kurzfristige Verluste auszugleichen. Das aber führt meistens nur zu einem noch höheren Minus.

Zu den bekanntesten und beliebtesten CFD-Brokern gehört der Anbieter eToro. Neben dem großen Angebot an Basiswerten ist das Social Trading ein wichtiges Argument für den Broker. Dabei können sich Trader mit anderen über die Entwicklung eines Rohstoffes austauschen. Einsteiger können zunächst einem anderen Händler folgen oder ihn gar kopieren.

Für diese Klientel gut geeignet ist auch der deutsche Broker Nextmarkets, der eine intensive Begleitung durch einen Coach anbietet.

Allerdings werden CFDs schnell teuer, wenn sie längere Zeit gehalten werden. Denn fast alle Broker kennen sogenannte Übernacht-Gebühren. Diese werden in Rechnung gestellt, wenn das Papier nicht am gleichen Tag wieder verkauft wird.

Vorteile:

  • Niedrige Kosten
  • Handeln mit Hebel

Nachteile:

  • Hebel bedeutet auch höheres Risiko
  • Nur für kurzfristige Geldanlage
  • Keine Absicherung gegen Brokerpleite

Für wen geeignet? Kurzfristige Anleger, die Spaß am Spekulieren haben und auch den kompletten Verlust ihres Einsatzes verkraften.

  • eToro ist geeignet für spekulative, eher kurzfristig orientierte Trader
  • Schneller und einfacher Handel von Aktien, ETFs, Rohstoffen, Währungen und Kryptos
  • Keine Depotgebühren, keine Ordergebühren und Kontoeröffnung in wenigen Minuten
  • Müheloses Trading auf steigende und fallende Kurse, für jeden verständlich
  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 75% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Gold-Futures

Futures sind börsengehandelte Termingeschäfte, die es auch Privatanlegern ermöglichen, von einer Änderung des Goldkurses zu profitieren. Als Anleger können Sie auf einen Kursverfall oder -anstieg spekulieren und erhalten zum Kontraktende die Differenz ausgezahlt bzw. müssen sie ausgleichen. Die Kontraktgrößen sind standardisiert, um den Börsenhandel mit den Kontrakten zu ermöglichen.

Die Kontraktgrößen übersteigen jedoch in der Regel die Mittel eines Kleinanlegers. An der New Yorker COMEX, die wichtigste Terminbörse für Gold, beträgt die Kontraktgröße eines Kontraktes 100 Unzen Gold. – Der Gegenwert ist also sechsstellig und würde derzeit (Stand: 09/2020) rund 165.000 Euro betragen. Zwar hinterlegen Käufer für einen solchen Kontrakt nur eine Margin, die einen Bruchteil dessen beträgt, das Risiko für einen Komplettverlust wird durch diese Hebelwirkung jedoch größer.

Deswegen ist der Kauf von Mini-Futures unter Privatanlegern deutlich beliebter. Durch die geringere Größe wird auch die notwendige Margin deutlich kleiner, das Risiko bleibt jedoch hoch.

Vorteile:

  • Handeln mit Hebel
  • Standardisierter Handel über Börsen möglich
  • Auch Leerverkäufe möglich

Nachteile:

  • Trotz Hebel hohe Investitionen notwendig
  • Kurzfristig und spekulativ
  • Hohes Risiko

Für wen geeignet? Spekulanten mit ausreichend Kapital, die den kompletten Verlust ihres Einsatzes verkraften.

Wo kaufen? Bei spezialisierten Brokern, die den Futures-Handel für Privatpersonen ermöglichen. Unser Favorit ist Plus500.

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Wichtiger Hinweis: 76,4% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.

Möglichkeit 2: Physische Anlage

Wenn Sie sich für eine Goldanlage interessieren, weil Sie von der Krisensicherheit von Gold begeistert sind, führt kein Weg daran vorbei, Gold physisch zu kaufen und bei sich zuhause zu lagern. Gold fungiert dann vor allem als Tauschwährung in Notlagen.

Noch immer ist diese Art der Goldanlage für viele Privatanleger fester Bestandteil der Vermögensanlage. Auch wenn der Goldpreis (etwas zu Unrecht) den Ruf hat, kontinuierlich zu steigen, hat dies vor allem den Grund, dass Gold in Krisenzeiten als Tauschmittel genutzt wird. Wenn Geld durch die Inflation entwertet wird, behält Gold aufgrund seiner Seltenheit und unserer kulturellen Prägung seinen Wert.

Wen Sie Gold physisch kaufen möchten, können Sie dies nur noch bis zu einem Gegenwert von 2.000 Euro anonym tun. Die Vorlage eines Personalausweises beim Händler reicht jedoch aus, um diese Grenze zu erhöhen.

Vorteile und Nachteile von der Goldanlage in physisches Gold

Egal ob Barren oder Münzen: Die Vor- und Nachteile dieser Art der Goldanlage sind für beide Arten relevant:

Vorteile:

  • Größte Sicherheit (abgesehen vom Diebstahl)
  • Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer
  • Freude an physischem Gold

Nachteile:

  • Gold kann gestohlen werden
  • Spread beim An- und Verkauf
  • Hoher Kapitalbedarf durch Mindestabnahme aufgrund der Münz- oder Barrenform

Für wen geeignet? Für alle, die eine große Krise erwarten.

Goldanlage in Münzen

Die Goldanlage in Münzen ist unter Privatanlegern eine klassisch Form der Geldanlage. Es gibt typische Anlegermünzen, die mit großer Auflage geprägt werden und deren Wert deswegen ausschließlich aus ihrem Materialwert besteht. Ein Sammlerwert soll hier sogar vermieden werden. Sie sind speziell für die Geldanlage gedacht, auch wenn Sammler sich ebenfalls an ihnen erfreuen können.

Sie haben zudem oft ein Gewicht, das für Goldmünzen typisch ist und in Unzen und ihren Bruchteilen gemessen wird. Das macht es auch leicht herauszufinden, ob es sich um eine Fälschung handelt oder nicht: Jede Münze hat ein spezifisches Gewicht, das sich aus dem Feingehalt des Goldes ergibt. Abweichungen weisen auf Fälschungen hin.

Je größer die Münze, umso günstiger ist sie in der Regel als Investment. Das liegt daran, dass die Kosten wie Prägekosten oder auch Stempelgebühren im Verhältnis mit der Größe abnehmen.

Gold können Sie in Barren- oder Goldmünzenform an vielen Orten kaufen. Beispielsweise bei Münzbörsen, dem Juwelier um die Ecke, Ihrer Sparkasse oder einem Edelmetallhändler wie Degussa.

Noch einfacher ist es, Gold online zu kaufen. Sie sollten dann jedoch auf die Seriosität des Anbieters beachten. Ein Anbieter, den wir für den Online-Kauf von Gold empfehlen können, ist Goldpay.

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Goldanlage in Barren

Auch Barren sind unter Privatanlegern beliebt. Sie werden häufig in Gramm und nicht in Unzen gehandelt, es gibt jedoch auch Ausnahmen.

Auch bei Barren gilt: Je schwerer der Barren, umso günstiger ist das Gold. Auf der anderen Seite ist es für Krisenzeiten sinnvoll, eher kleine Goldstücke zu kaufen, um das Gold als Tauschwährung einsetzen zu können. Deswegen gibt es sogenannte Tafelbarren, in denen kleine Barren einzeln abtrennbar sind. Sie vereinen die Günstigkeit der großen Barren mit der Tauschbarkeit von kleinen Barren.

Große Barren haben zudem einen weiteren Nachteil: Es ist nicht möglich, einfach Bruchteile zu verkaufen. Zwar ist es möglich, einen Barren in kleinere zu tauschen, aber die Transaktionskosten dabei machen den Preisvorteil von Barren zunichte.

Goldmünzen oder Goldbarren?

Wenn Sie sich fragen, ob Sie lieber Goldbarren oder Goldmünzen kaufen sollten, sind Goldbarren für Sie besser geeignet, wenn Sie Gold günstig kaufen möchten. Wenn Sie die Ästhetik und die Geschichte von Münzen schätzen, lohnt sich der Aufpreis für Münzen für Sie vielleicht.

Zuhause, Schließfach oder externer Anbieter?

Vielen Menschen ist es zu unsicher, Gold zuhause zu lagern. Vielfach entscheiden sich Anleger deswegen, das Gold in Schließfächern zu lagern. Allerdings ist die externe Lagerung ein Risiko, falls eine Krise überraschend eintritt:

Auch wenn Schließfächer unter normalen Umständen als sicherer gelten, sind sie das im Krisenfall oft nicht mehr. Zudem fallen durch ein Schließfach zusätzliche Kosten an.

Auf der anderen Seite ist die Aufbewahrung des Goldes zuhause im Falle eines Einbruchs problematisch. Es kann eine sinnvolle Alternative sein, Goldbestände sorgfältig aufzulisten und eine gute Hausratversicherung abzuschließen, die den Diebstahl in entsprechender Höhe absichert.

Ein noch etwas anderer Weg sind Spezialanbieter wie Meine Schatzkammer in Wien.

Ein großer Vorteil gegenüber anderen Anbietern ist der niedrige Preis. Das Unternehmen finanziert sich vor allem dadurch, dass Kunden für das Gold einen etwas höheren Preis zahlen müssen, als zum gleichen Zeitpunkt Verkäufer von Gold erhalten. Diesen sogenannten Spread gibt es auch sonst beim An- und Verkauf von Goldmünzen oder -barren, bei Meine Schatzkammer ist er jedoch häufig fairer als bei anderen Anbietern.

Allerdings können sich Kunden das Gold nicht liefern lassen. Wer – aus welchen Gründen auch immer – das Gold irgendwann doch im eigenen Tresor lagern will, muss das Edelmetall zunächst verkaufen und bei einem anderen Anbieter wieder kaufen.

Vorteile:

  • Niedrige Kosten
  • Sichere Aufbewahrung
  • Gold ist versichert

Nachteile:

  • Gold liegt in zentralem Tresor
  • Verwahrung durch den Dienstleister kann nicht überprüft werden

Für wen geeignet? Alle Anleger, die mehr wollen als das Zertifikat einer Bank, die aber keinen Wert darauflegen, das Gold wirklich in den Händen zu halten.

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Besser: Gold lagern und bei Bedarf ausliefern lassen

Im Gegensatz zu Meine Schatzkammer bietet der britische Anbieter BullionVault an, das gelagerte Gold auszuliefern. Leider ist das sehr teuer, aktuell (Stand: 06/2020) verlangt das Unternehmen dafür mindestens 2,5 Prozent des Goldwertes plus die Kosten für den versicherten Spezialversand.

Neben der Option auf eine Auslieferung ist die Möglichkeit, einen Sparplan zu eröffnen, ein weiterer Vorteil von BullionVault. Kunden können beispielsweise monatlich 200,- Euro einzahlen. Allerdings wird es noch teurer, sich dieses Gold ausliefern zu lassen. Denn in diesem Fall besitzt man im Regelfall nicht nur ganze Barren, sondern auch Bruchteile von Barren. Dann steigen die Gebühren für eine Auslieferung auf 7,5 Prozent des Wertes.

Unser Tipp ist es, sich nur den in Barren vorliegenden Teil liefern zu lassen oder das Gold zu verkaufen.

Vorteile:

  • Sichere Aufbewahrung
  • Gold ist versichert
  • Gold kann ausgeliefert werden

Nachteile:

  • Gold ist im Krisenfall nicht zuhause.
  • Verwahrung durch den Dienstleister kann nicht überprüft werden
  • Auslieferung ist sehr teuer

Für wen geeignet? Alle Anleger, die sich die Möglichkeit wünschen, im Falle eines Falles, beispielsweise am Beginn einer Krise, das Gold auch ausgeliefert zu bekommen.

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Lohnen sich Gold-Sparpläne?

Bei einem Goldsparplan erwerben Sie mit einer regelmäßigen Rate Gold. Er funktioniert also ähnlich wie ein ETF-Sparplan, nur dass Sie nicht in Fondsanteile, sondern in physisches Gold investieren. Um die Sicherheit von Gold auch nutzen zu können, sollten Sie darauf achten, dass Sie das Gold auch tatsächlich erwerben und ausliefern lassen können und nicht nur einen Anteil an einem Lager erwerben.

Bei einem Gold-Sparplan haben Sie den Vorteil, dass sich hohe und niedriger Kurse ausgleichen, allerdings ist die Auslieferung oft sehr teuer. Günstiger ist es, einmal oder zweimal jährlich einen Barren oder eine Münze zu kaufen.

Häufige Fragen

Was sind Tafelbarren?

Tafelbarren sind Barren aus Gold oder anderen Edelmetallen, die durch Sollbruchstellen leicht in kleinere Barren gebrochen werden können.

Welche Goldmünzen sind am beliebtesten?

Als beliebteste Goldmünze gilt der Krügerrand aus Südafrika. Die Goldmünze wird regelmäßig am häufigsten gekauft. Sie verweist die American Eagle, Britannia, Maple Leaf und die Wiener Philharmoniker auf die Plätze. Goldpanda und die australischen Nuggets bringen noch mehr Abwechslung in Ihre Sammlung.

Wie kann ich sichergehen, dass Gold nicht gefälscht ist?

Echtes Gold wird abgestoßen, wenn Sie einen Magneten daran halten. Außerdem hat jede Münze ein spezifisches Gewicht und Größe, von der nur geringe Abweichungen möglich sind, wenn es sich um ein Original handelt. Prägestempel geben auch bei Barren Auskunft über diese Daten. Stimmen Gewicht, Größe und Magnetismus, sind die Chancen sehr groß, dass das Gold echt ist.

Eignet sich Goldschmuck als Geldanlage?

Goldschmuck eignet sich nur bedingt als Geldanlage. Durch die Verarbeitung wird Goldschmuck oft deutlich teurer als der reine Materialwert, zugleich sind Wertsteigerungen aufgrund von Sammlerwert rein spekulativ. Besser sind Anlegermünzen geeignet.

Wann ist die Goldanlage steuerfrei?

Wer physisches Gold (auch über ETCs) erwirbt und mindestens ein Jahr lang hält, muss Gewinne nicht versteuern.

Fazit

Gold Anlagen über verschiedene Wege

Wer Geld in Gold anlegen will, muss keine Barren oder Münzen kaufen. Als Alternative sind vor allem Zertifikate und Goldminenaktien interessant. Nur wer mit einer großen wirtschaftlichen und politischen Krise rechnet, für den sind Münzen und Barren attraktiv.

Für alle anderen sind Zertifikate eine einfachere Möglichkeit. Sie bergen aber ein Emittentenrisiko. Goldminen erlauben besonders hohe Gewinne bei einem Anstieg des Goldkurses. Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Goldminen-ETFs, um Ihr Risiko breiter zu streuen.

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