Gold Anlagen: Goldpreis oder Aktien attraktiver?

Goldpreis oder Aktien – Was wird 2020 besser laufen?

Gold gilt als Krisenwährung – und Krisen gibt es aktuell einige. Da sind der drohende Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt, die Zunahme von Autokraten unter den Politikern der großen Länder, die noch lange nicht gestoppte Klimaerwärmung und der Terrorismus. Auch wer dennoch zuversichtliche in die Zukunft schaut, sollte über einen kleinen Anteil Gold in seinen Anlagen nachdenken – zur Risikostreuung. Wir stellen drei Möglichkeiten vor Gold zu kaufen und nennen die Vor- und Nachteile.

Gold Anlagen in Stichpunkten

  • Gold bringt keine Zinsen
  • Gold ist in Krisenzeiten gefragt
  • Goldbarren können gestohlen werden
  • Goldminen als Alternative
  • Gold-CFDs für kurzfristige Spekuliationen

Expertentipp
Tipp: Gold wird vor allem zur Absicherung des Depots empfohlen, weil der Goldpreis oft steigt, wenn die Aktienkurse fallen. Für diese Zwecke sind Fonds und Zertifikate gut geeignet. Wenn Sie aber auf kurzfristige Wertveränderungen spekulieren wollen, sollten Sie besser zu CFDs greifen. Sie bieten niedrige Kosten, die Möglichkeit auch auf fallende Preise zu setzen und einen Hebel. Ein guter CFD-Broker ist beispielsweise eToro. Fragen Sie sich also zunächst, welcher Goldkäufer Sie sind.  
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Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Welcher Goldkäufer bin ich?

Welche Form von Gold Anlagen die individuell beste ist, hängt auch von den eigenen Zielen ab. Käufer verfolgen meist eines von zwei Zielen:
  1. Spekulationsgewinne oder
  2. Werterhalt und Absicherung

Wem es um Spekulationsgewinne geht, der muss den richtigen Zeitpunkt abwarten. Wird der Goldpreis steigen? Seit dem Ende der Golddeckung des US-Dollars Anfang der 1970er Jahre ist der Wert des Rohstoffs deutlich gestiegen. Allerdings hat sich der Preis in relativ langfristigen Zyklen entwickelt. Eine Übersicht über die Entwicklung des Goldpreises haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengestellt. 

Gold kann aber auch als Sicherheit dienen. Man kauft Gold also nicht, weil man konkret erwartet, dass Gold sich besser als Aktien oder andere Anlagen entwickeln wird, sondern nur, weil man nicht ausschließen kann, dass es so kommt. Gold dient dabei der Risikostreuung. Auch hier gibt es wieder zwei Typen von Käufern. Die einen wollen sich gegen eine umfassende Krise absichern, mit Hyperinflation und massenhaften Unternehmenspleiten. Den anderen geht es nur darum das Depot etwas weniger volatil zu machen, falls es zu einer längeren Schwächephase am Aktienmarkt kommt wie beispielsweise in den 1970er Jahren. Damals stiegen die Kurse – wie schon in den zehn Jahren zuvor – praktisch gar nicht, dafür explodierte der Goldkurs.

Lesen Sie dazu auch:

Wo Gold kaufen?

Je nachdem, ob man spekulieren will, den totalen Zusammenbruch der Wirtschaft erwartet oder einfach sein Vermögen breiter streuen will, sind andere Instrumente zu empfehlen.

Gold in Barren kaufen

Es ist noch gar nicht lange her, dass in fast allen großen Städten Goldautomaten aufgestellt wurden. Dort konnte man Gold so bequem wie am Geldautomaten bekommen. Einige Beobachter sahen darin ein Anzeichen für eine Milchmädchen-Hausse, also die Endphase eines Kursanstiegs. Sie hatten recht. Der Goldpreis fiel kurz darauf und die Goldautomaten verschwanden überwiegend wieder. Heute gibt es in Deutschland nur je einen in Nürnberg, in Wiesbaden und bei Karlsruhe.

Gold lässt sich natürlich weiter in Form von Barren und Münzen kaufen. Beispielsweise beim Juwelier, bei einer Bank oder einem Edelmetallhändler wie Degussa. Günstig und einfach ist der Kauf bei Goldpay, einem Dienstleister der sich auf den Online-Verkauf von Gold spezialisiert hat. Diese Form des Goldkaufs ist allerdings sehr teuer. Außerdem besteht immer die Gefahr, dass das Ersparte bei einem Einbruch gestohlen wird. Es sei denn natürlich, man lagert das Gold im Schließfach einer Bank, was aber weitere Kosten bedeutet. 50,- Euro pro Jahr sind nicht selten. Dafür besteht, anders als bei Gold-Zertifikaten, kein Risiko, dass der Emittent insolvent wird.

Vorteile

  • Größte Sicherheit (abgesehen vom Diebstahl)

Nachteile

  • Gold kann gestohlen werden
  • Teuer

Für wen geeignet: Für alle, die eine große Krise erwarten.

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Gold als ETF, ETC oder Zertifikat

Deutlich bequemer ist der Kauf von Gold in Form eines Wertpapiers. Statt eines Bankschließfaches benötigt man nur ein Depot und auch die Kaufgebühren sind meist deutlich niedriger. Dafür hält man aber auch kein Geld in der Hand, sondern bekommt nur einen Anspruch auf das Edelmetall. Das aber kann zum Problem werden.

Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, ähnlich wie eine Anleihe. Nur dass ihre Entwicklung an einen Basiswert gekoppelt ist, in diesem Fall Gold. Steigt der Goldpreis, steigt auch der Wert des Zertifikats. In der einfachsten Variante sind die Gewinne die gleichen wie beim Kauf von physischem Gold. Allerdings droht der Totalverlust, wenn der Emittent des Zertifikats nicht zahlen kann.

Diese Zertifikate lassen sich über praktisch jeden Aktienbroker kaufen.

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ETFs und ETCs

Auch ETCs, Exchange Traded Commodities (Börsengehandelte Rohstoffe) sind streng genommen Zertifikate. Allerdings sind sie, ähnlich wie Fonds, dadurch abgesichert, dass sie ein Sondervermögen bilden. Echte Gold- oder Silber-ETFs gibt es in der EU nicht, weil die europäischen Regelungen verbieten, dass ein Fonds nicht sein gesamtes Kapital in einen einzigen Wert investieren darf. Allerdings kann man Gold-ETFs aus der Schweiz teilweise auch in Deutschland kaufen – und der praktische Unterschied zu ETCs ist gering.

Egal ob ETCs oder ETFs, beide sind im Regelfall nicht durch Goldbarren abgesichert, sondern durch Termingeschäfte wie Optionen und Futures. Das hat zwei Nachteile. Zum einen gibt es auch hier ein Kontrahentenrisiko. Wird der Gegenpart bei einem Future insolvent, dann ist auch mein Anspruch gegen ihn wertlos. Wird ein Preisanstieg bei Gold allgemein erwartet, wird der Preis für Gold an den Terminmärkten außerdem über dem Spotpreis liegen. Man spricht hier von Contango. Der Effekt tritt nicht nur einmalig auf, sondern immer wieder, wenn Futures oder Optionen auslaufen und durch neue ersetzt werden müssen. Man bezeichnet das Rollkosten.

Vorteile

  • Einfach zu erwerben
  • Kann günstig im Bankdepot gelagert werden

Nachteile

  • Emittentenrisiko
  • Rollkosten bei ETFs und ETCs

Für wen geeignet: Zur Absicherung des Depots, wenn nur eine allgemeine Schwächephase ohne Bankenpleiten erwartet wird und zur Spekulation.

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Der Mittelweg: Gold kaufen und zentral lagern lassen

Ein Kompromiss zwischen der Lagerung daheim oder im Bankschließfach vor Ort und dem Kauf von ETFs oder Zertifikaten ist der Goldkauf bei Spezialanbietern wie Meine Schatzkammer in Wien.

Das Unternehmen hat ursprünglich Schließfächer vermietet – und tut das bis heute. Zunächst war der Goldverkauf als Zusatzdienstleistung für Schließfachkunden gedacht, wegen der hohen Nachfrage rief das Unternehmen aber das Golddepot ins Leben. Dabei muss niemand extra nach Wien fahren und auch eine Schließfachmiete fällt nicht an. Stattdessen wird das Gold gemeinsam mit dem anderer Kunden in einem großen Tresor gelagert.

Ein großer Vorteil gegenüber anderen Anbietern ist der niedrige Preis. Das Unternehmen finanziert sich vor allem dadurch, dass Kunden für das Gold einen etwas höheren Preis zahlen müssen, als zum gleichen Zeitpunkt Verkäufer von Gold erhalten. Diesen sogenannten Spread gibt es auch an der Börse oder beim Wechseln von Euro in Fremdwährungen.

Allerdings können sich Kunden das Gold nicht liefern lassen. Wer – aus welchen Gründen auch immer – das Gold irgendwann doch im eigenen Tresor lagern will, muss das Edelmetall zunächst verkaufen und bei einem anderen Anbieter wieder kaufen. Wer das Gold gerne in der Hand hält oder den Dienstleistern nicht vertraut, sollte beim oben vorgestellten Anbieter Goldpay das Edelmetall zur direkten Lieferung kaufen.

Vorteile

  • Niedrige Kosten
  • Sichere Aufbewahrung
  • Gold ist versichert

Nachteile

  • Gold liegt in zentralem Tresor
  • Verwahrung durch den Dienstleister kann nicht überprüft werden

Für wen geeignet: Alle Anleger, die mehr wollen als das Zertifikat einer Bank, die aber keinen Wert darauf legen, das Gold wirklich in den Händen zu halten.

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Gold lagern und bei Bedarf ausliefern lassen

Im Gegensatz zu Meine Schatzkammer bietet der britische Anbieter BullionVault an, das gelagerte Gold auszuliefern. Leider ist das sehr teuer, aktuell (Stand: 06/2020) verlangt das Unternehmen dafür mindestens 2,5 Prozent des Goldwertes plus die Kosten für den versicherten Spezialversand.

Neben der möglichen Auslieferung ist die Möglichkeit einen Sparplan zu eröffnen ein weiterer Vorteil von BullionVault. Kunden können beispielsweise monatlich 200,- Euro einzahlen und von diesem Geld Gold Anlagen kaufen. Allerdings wird es dann sehr teuer, sich dieses Gold ausliefern zu lassen. Denn in diesem Fall besitzt man im Regelfall nicht nur ganze Barren, sondern auch Bruchteile von Barren. Dann steigen die Gebühren für eine Auslieferung auf 7,5 Prozent des Wertes. Besser ist es, sich nur den in Barren vorliegenden Teil liefern zu lassen oder das Gold zu verkaufen und bei einem anderen Anbieter wie Goldpay neues Edelmetall zu kaufen.

Vorteile

  • Sichere Aufbewahrung
  • Gold ist versichert
  • Gold kann ausgeliefert werden

Nachteile

  • Gold liegt in zentralem Tresor
  • Verwahrung durch den Dienstleister kann nicht überprüft werden
  • Auslieferung ist sehr teuer

Für wen geeignet: Alle Anleger, die sich die Möglichkeit wünschen, im Falle eines Falles, beispielsweise am Beginn einer Krise, das Gold auch ausgeliefert zu bekommen.

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Gold-CFDs

Gold-CFDs wenden sich an kurzfristig orientierte Trader, die am gleichen Tag kaufen und wieder verkaufen. Ein solcher Differenzkontrakt (CFD = Contract for Difference) auf Gold steigt und fällt im gleichen Maße wie der Goldpreis selbst. Allerdings muss üblicherweise nur ein Teil des Wertes einer Position wirklich hinterlegt werden (Margin). Mit 100,- Euro lässt sich bei einem Hebel von 5 also eine Position im Wert von 500,- Euro eröffnen.

Außerdem lassen sich CFDs auch leer verkaufen. Dabei verkauft man dann ein Gold-CFD, obwohl man gar keines besitzt. So lässt sich auf fallende Kurse setzen. Allerdings wird beim Verkauf kein Geld ausgezahlt, sondern es muss ebenfalls eine Margin hinterlegt werden. Mittlerweile ist es übrigens verboten, dass von Privatanlegern ein Nachschuss verlangt wird. Übersteigt der Verlust einer Position die Sicherheitsleistung, muss der Broker diesen Betrag ausgleichen.

Dritter Vorteil von CFDs sind die niedrigen Kosten. Hauptvorteil dieser Anbieter sind die geringen Kosten. Vor allem bei kleinen Summen sind sie deutlich günstiger als börsengehandelte Zertifikate. Denn statt über eine Transaktionsgebühr finanzieren sie sich über die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen, den sogenannten Spread. Ein Wertpapier wird vom Broker immer zu einem etwas höheren Preis verkauft, als es gleichzeitig von ihm gekauft würde. Eine Mindestgebühr gibt es dagegen nicht.

Social Trading Screenshot

eToro ist vor allem wegen des Social Trading beliebt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Trennung von Spekulation und Investition. Zwar bieten auch Aktienbroker wie flatex oder Direktbanken wie die Consorsbank den Handel mit CFDs, doch verführt die Bündeldung von Aktienhandel und CFDs mitunter dazu, dass eigentlich für die langfristige Investition vorgesehene Gelder zum Spekulieren verwendet werden, um kurzfristige Verluste auszugleichen. Das aber führt meistens nur zu einem noch höheren Minus.

Zu den bekanntesten und beliebtesten CFD-Brokern gehört der Anbieter eToro. Neben dem großen Angebot an Basiswerten ist das Social Trading ein wichtiges Argument für den Broker. Dabei können sich Trader mit anderen über die Entwicklung eines Rohstoffes austauschen. Einsteiger können zunächst einem anderen Händler folgen oder ihn gar kopieren. Für diese Klientel gut geeignet ist auch der deutsche Broker Nextmarkets, der eine intensive Begleitung durch einen Coach anbietet.

Allerdings werden CFDs schnell teuer, wenn sie längere Zeit gehalten werden. Denn fast alle Broker kennen sogenannte Übernacht-Gebühren. Diese werden in Rechnung gestellt, wenn das Papier nicht am gleichen Tag wieder verkauft wird.

Top 5 CFD Broker

Sie riskieren Ihr Kapital
Expertentipp
CFDs sind komplexe Instrumente und haben wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell ggf. Ihr gesamtes Geld oder Kapitalanlage zu verlieren. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Sie sollten keine Gelder einsetzen, deren Verlust Sie im schlimmsten Fall nicht verkraften könnten. Die europäischen CFD-Broker geben auf ihren Seiten die individuellen Verluste der bei ihnen geführten Depots bekannt.

Vorteile

  • Niedrige Kosten
  • Handeln mit Hebel

Nachteile

  • Hebel bedeutet auch höheres Risiko
  • Nur für kurzfristige Geldanlage
  • Keine Absicherung gegen Brokerpleite

Für wen geeignet: Kurzfristige Anleger, die Spaß am spekulieren haben und auch den kompletten Verlust ihres Einsatzes verkraften.

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Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Anlagen in Goldminenaktien statt Gold

Statt direkt Gold zu kaufen, können Anleger auch in Goldminen investieren. Das hat für Anleger Vor- und Nachteile. Wer den Zusammenbruch der Wirtschaft erwartet, für den sind Goldminen natürlich nichts. Kriege, Enteignungen und Missmanagement können die Aktien solcher Unternehmen auch dann wertlos werden lassen, wenn der Goldkurs steigt.

Dafür profitieren Inhaber von Goldminenaktien deutlich stärker von einem Goldpreisanstieg als Besitzer des Edelmetalls. Wenn eine Minengesellschaft beispielsweise 1.000,- US-Dollar für die Förderung einer Feinunze Gold aufwenden muss, macht sie bei einem Goldpreis von 1.200,- US-Dollar je Feinunze 200,- Euro Gewinn. Steigt der Goldpreis auf 1.400,- Euro, verdoppelt sich der Gewinn, obwohl der Goldpreis nur um rund 15 Prozent gestiegen ist. Selbst wenn die Kosten in der Folge leicht ansteigen, beispielsweise wegen höherer Lohnforderungen, bleibt meist ein überdurchschnittlicher Gewinn.

Außerdem kann eine Goldmine auch bei gleich bleibendem Goldkurs Gewinne machen. Dafür treffen auch Kursrückschläge Goldminenaktien besonders stark.

ETFs helfen bei der Risikostreuung

Wegen der politischen und wirtschaftlichen Risiken lohnt es sich in mehrere Goldminen zu investieren. Anglogold Ashanti ist beispielsweise vor allem in Brasilien, Südafrika, Tansania und Ghana aktiv. Dagegen kommt bei Barrick Gold ein Großteil der Produktion aus Minen in Australien, den USA und Kanada. Eine Verschärfung der Krise in Südafrika würde Barrick Gold also nicht treffen, dafür bliebe Anglogold Ashanti von Schwierigkeiten in den USA oder Papua-Neuguinea verschont, wo das Unternehmen im Gegensatz zum Konkurrenten nicht aktiv ist.

Am einfachsten lässt sich über einen Goldminen-ETF in verschiedene Unternehmen investieren, beispielsweise mit einem Indexfonds auf den NYSE Arca Gold Miners Index (GDM).

Vorteile

  • Hohe Gewinne bei Goldpreisanstieg
  • Gewinne auch bei gleichbleibendem Goldkurs möglich

Nachteile

  • Goldminen können insolvent werden
  • Starke Kursverluste bei Goldpreisrückgang

Für wen geeignet: Für alle, die eine Preissteigerung von Gold erwarten aber keinen Zusammenbruch unserer Wirtschaft.

Wo kaufen: Bei praktisch allen Aktienbrokern.

Wo Zertifikate, ETFs und ETCs kaufen?

Physisches Gold kauft man am einfachsten bei einer Bank, einem Juwelier oder einem Goldhändler. ETCs, Zertifikate oder Goldminen-Aktien beziehungsweise -ETFs kann man dagegen über praktisch jeden Broker erwerben. Wer alle Bankdienste aus einer Hand möchte, findet entsprechende Dienste bei Direktbanken wie der ING, der DKB Bank oder Comdirect. Wer bereits ein Girokonto bei der Sparkasse besitzt, kann das unter Umständen als Verrechnungskonto für den Sparkassen Broker (S Broker) nutzen.

Consorsbank Neukunden

Immer wieder bietet die Consorsbank attraktive Neukundenaktionen. Allerdings meist nur für ein Jahr.

Sollen dagegen die Gebühren besonders niedrig sein, kommen Discount-Anbieter wie DEGIRO oder flatex ins Spiel. Sie sind fast unschlagbar günstig. Die Consorsbank bietet ähnlich niedrige Preise und zusätzlich das Angebot einer Vollbank, allerdings nur im ersten Jahr. Schon im zweiten sind die Gebühren meist deutlich höher.

Einen Überblick über günstige Anbieter bietet unser Aktienbroker-Vergleich am Ende des Beitrags oder über diesen Link.

FAQ (4)

Auch wenn Gold überwiegend der Absicherung für Krisenzeiten dient, sollte man frühzeitig Geld in Gold anlegen. Am Beginn einer Krise ist der Goldpreis meistens schon angestiegen. 

Die Investition in einzelne Goldaktien ist riskant, da viele Unternehmen stark in einzelnen Ländern investiert sind und dort durch Enteignungen oder Krisen bedroht werden. Besser ist die Risikostreuung durch einen ETF mit Goldaktien

Die Meinungen der Experten gehen in diesem Punkt auseinander. Oft liest man den Betrag von 5,0 Prozent des Vermögens

Gold kann als Spekulationsobjekt dienen, allerdings machen viele Anleger hier Verluste. Etwas Gold ist aber auch Sicht der Risikostreuung sinnvoll.

Fazit: Gold Anlagen über verschiedene Wege

Wer Geld in Gold anlegen will, muss keine Barren oder Münzen kaufen. Als Alternative sind vor allem Zertifikate und Goldminenaktien interessant. Nur wer mit einer großen wirtschaftlichen und politischen Krise rechnet und sein Gold gut lagern kann, für den sind Münzen und Barren attraktiv. Für alle anderen sind Zertifikate eine einfachere Möglichkeit. Sie bergen aber ein Emittentenrisiko. Goldminen erlauben besonders hohe Gewinne bei einem Anstieg des Goldkurses, Fehlmanagement und politische Krisen können aber den Firmenwert zerstören. Besser als der Kauf von Einzelaktien ist deshalb der eines passiven Fonds auf einen Index, der Aktien von Bergwerksgesellschaften enthält.