Künstliches Fleisch Aktien 2022: 5 Aktien und 2 ETFs

Unser Dienst wird Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Um ihn zu finanzieren, gehen wir Partnerschaften mit Unternehmen ein (siehe Kapitel: Unsere Finanzierung und Partnerschaften). Dabei setzen wir aber nicht auf klassische Anzeigen. Diese bergen immer die Gefahr, sich im Zweifelsfall zwischen dem Wunsch eines großen Kunden und der redaktionellen Unabhängigkeit entscheiden zu müssen.

Stattdessen erhalten wir bei vielen Produkten eine Provision, wenn Sie einen Vertrag über unseren Vergleichsrechner oder einen Link von unserer Seite abschließen. Das hat für uns den Vorteil, dass wir offen sagen können, welches Unternehmen uns besser gefällt. Denn ob Sie einen Vertrag mit diesem oder einem anderen Anbieter aus unserem Vergleichsrechner schließen, hat für uns oft nur geringe Bedeutung.

Grundsätzlich haben unsere Partner keinen Anspruch auf eine positive Berichterstattung. Allerdings behalten wir uns das Recht vor, in unsere Vergleichsrechner und Tabellen nur Partner aufzunehmen. Somit können Konkurrenzanbieter mit vergleichbaren Angeboten unberücksichtigt bleiben, sofern sie nicht an unserem Partnerprogramm teilnehmen.

Wichtig ist uns dabei Transparenz. Schaltflächen mit Beschriftungen wie „Jetzt direkt zum Broker“ enthalten sogenannte Affiliate-Links, bei denen wir eine Vergütung den dem Unternehmen bekommen. Dagegen sind reguläre Links im Text, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, nicht gesponsert. Diese erkennen sie an dem ().

Durch diese Art der Finanzierung bleibt die Seite mit ihren Dienstleistungen für Sie kostenfrei.

Hier erfahren Sie mehr über uns.

Labor Forschung und Entwicklung

Warum Sie Aktien.net vertrauen können

Wir achten auf strenge redaktionelle Integrität – dieser Beitrag kann jedoch Hinweise auf Produkte unserer Partner enthalten. Hier finden Sie eine Erklärung, wie wir Geld verdienen.

Mehr lesen

Künstliches Fleisch Aktien - Das Wichtigste in Kürze

  • In diesem Beitrag befassen wir uns mit den Themen Pflanzlicher Fleischersatz und In-vitro-Fleisch (Laborfleisch).
  • Fleischersatz schmeckt und sieht aus wie Fleisch –  In-vitro-Fleisch ist hingegen echtes Fleisch, wird aber nicht Tieren entnommen, sondern im Labor gezüchtet.
  • Wir stellen fünf Möglichkeiten zum Aktien Investment vor: Beyond MeatNestléTyson FoodsMerck KGaA und die Strauss Group.
  • Das Angebot an Fonds ist sehr eingeschränkt. Der US. Vegan Climate ETF hält leider nicht, was er verspricht. Der iShares STOXX Europe 600 Food & Beverage erlaubt Ihnen nur ein allgemeines Investment in die europäische Nahrungsmittelindustrie. Als Alternative haben wir eine Holdinggesellschaft gefunden, über die in mehrere Fleischersatz-Firmen wie The Very Good Food Company investiert werden kann.
  • In unserer SWOT-Analyse erhalten Sie Infos über die wichtigsten Chancen und Risiken sowie Stärken und Schwächen der Branche.
  • In diesem Artikel erfahren Sie zudem, wie weit die Forschung bei Laborfleisch ist und welche Marktentwicklung wahrscheinlich ist.
  • In unseren FAQ beantworten wir 5 häufig gestellte Fragen zu den Themen Künstliches Fleisch und dem Investment in Aktien dieser Art.

 

So gehen Sie vor

  • Informieren Sie sich über die Profitmöglichkeiten des Zukunftstrends Clean-Meat. Befassen Sie sich zudem mit den Anbietern von künstlichem Fleisch.
  • Wählen Sie eine passende In-vitro-Aktie oder eine andere geeignete Lebensmittel-Aktie aus.
  • Loggen Sie sich in Ihr Brokerkonto ein. Unsere Empfehlung für Neulinge ist das Aktiendepot bei Smartbroker. Hier können Sie als Anfänger*in Kunstfleisch Aktien oder einen Fleischersatz ETF kaufen.
  • Verfolgen Sie eine Daytrading Strategie und richten Sie sich ein eToro Depot ein, um provisionsfrei über die Preise auf künstliches Fleisch Aktien zu spekulieren.

In künstliches Fleisch investieren: Das sind die Möglichkeiten

  • Aktien: Investieren Sie in Kunstfleisch Aktien. Noch ist die Anzahl dieser Aktien für die Zukunft überschaubar. Über Nahrungsmittelkonzerne können Sie indirekt von Entwicklungen der Clean Meat Branche profitieren.
  • ETFs: Anleger*innen können in einen Clean Meat & Fleischersatz ETF investieren und sich breit gestreut an dem Kunstfleisch-Aktien Markt beteiligen.
  • Aktien von Holding-Unternehmen: Wie bei einem Fonds können Sie so in mehrere Unternehmen gleichzeitig investieren und damit ihr Risiko streuen.
  • CFD Trading: Beim CFD Broker können Sie mit Hebelwirkung und bei kleinem Kapitaleinsatz auf steigende und fallende Preise von Kunstfleisch-Aktien spekulieren.

Unsere Arbeitsweise

analysierte investments
14
Analysierte
Investments
stunden investiert
29
Stunden
investiert
stunden recherchiert
22
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
8
Ausführliche
Analysen

Inhaltsverzeichnis

Die besten 5 Aktien für künstliches Fleisch

Name/WKN
Beyond Meat
WKN: A2N7XQWKN kopiert
Nestlé
WKN: A0Q4DCWKN kopiert
Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren Ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen Sie etoro.com/trading/fees

Tyson Foods
WKN: 870625WKN kopiert
Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren Ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen Sie etoro.com/trading/fees

Merck KGaA
WKN: 870625WKN kopiert
Strauss Group
WKN: 893540WKN kopiert
Auf fallende Kurse
dieser Aktien setzen

Jetzt mit fallenden Kursen traden! Arrows right

Risikohinweis - 68 Prozent der CFD-Konten von Privathändlern verlieren ihr Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere In Vitro Fleisch Aktien mit Potential 2022

Name / WKN
Oatly
A3CQRGWKN kopiert
Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren Ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen Sie etoro.com/trading/fees

Hain Celestial Group
908170WKN kopiert
Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren Ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen Sie etoro.com/trading/fees

John B. Sanfilippo & Son
883172WKN kopiert
The White Wave Foods Company
A1J636WKN kopiert
Chr. Hansen Holding
A1CZWDWKN kopiert
Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren Ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen Sie etoro.com/trading/fees

Whole Foods Markets
966837106WKN kopiert

Die besten ETFs für künstliches Fleisch

  • iShares STOXX Europe 600 Food & Beverage UCITS ETF (DE)
    WKN:A0H08HTER:0.46%
    ISIN:DE000A0H08H3AUM:275
WKNISINTERAUMA/TTD
A0H08H
DE000A0H08H3
0.46%
275
☑️ 0.86%
0.22%

Weitere Top ETFs für künstliches Fleisch

Name/WKN
ETF U.S. Vegan Climate ETF (VEGN)
WKN: SLA5H0WKN kopiert

Beste Broker für künstliches Fleisch Aktien

  1. Smartbroker - ab 0 € handeln!
  2. Scalable Capital
  3. flatex
  4. eToro - ab 0 € handeln!
  5. justTrade

Broker Vergleich Banner

Künstliches Fleisch oder Fleischersatz?

Wer in nachhaltige Aktien investieren will, sollte zunächst den Unterschied zwischen künstlichem Fleisch und Fleischersatz verstehen. Unternehmen wie Beyond Meat stellen aus pflanzlichen Bestandteilen Produkte her, die wie Fleisch aussehen, wie Fleisch schmecken und auch die Konsistenz von Fleisch haben. Um echtes Fleisch handelt es sich dabei nicht.

In-vitro-Fleisch verfolgt einen anderen Ansatz: aus Stammzellen Fleisch züchten. Das Fleisch wächst im Labor beziehungsweise der Fabrik heran, ganz ohne den Einsatz eines Tieres.

Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Fleischersatzprodukte haben eine lange Tradition. Sie sind bereits auf dem Markt und haben eine vergleichsweise gute Umweltbilanz. Die meisten Produkte sind vegan, kommen also ohne tierische Produkte aus (lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zu veganen Aktien).

Bei der Herstellung von künstlichem, genauer gesagt „kultiviertem Fleisch“ werden dem lebenden Tier Muskelstammzellen entnommen. Die Stammzellenentnahme gleicht einer Blutabnahme. Die entnommenen Stammzellen werden in einer Zellkultur vermehrt, bis sich daraus Muskelgewebe bilden lässt. Dieses Gewebe besitzt große Ähnlichkeit mit Muskelfasern in einem Steak. Das Endprodukt ist zu 100 Prozent echtes Fleisch.

Künstliches Fleisch kann aus muskelspezifischen Stammzellen von Säugetieren, Vögeln und Fischen hergestellt werden. Ziel ist es, Fleisch auf den Markt zu bringen, dessen Aussehen, Geruch und Geschmack normalem Fleisch gleicht. Laborfleisch gibt es bisher nicht im Supermarkt. Außerdem sind oft nach wie vor tierische Produkte im Herstellungsprozess nötig, sie sind also nicht vegan. Das könnte sich aber mittelfristig ändern; dann kann Laborfleisch damit punkten, dass es sich tatsächlich um Fleisch handelt, das geschmacklich kaum von aus Tieren gewonnenem Fleisch zu unterscheiden ist.

Die besten 3 Aktien für künstliches Fleisch 2022

Wer in künstliches Fleisch investieren möchte, hat derzeit eine eingeschränkte Auswahl an Aktien für gezielte Investments. Viele der Unternehmen, die an künstlichem Fleisch forschen, sind Start-Up und noch nicht an der Börse. Das gilt für Hersteller von In-vitro-Fleisch genauso wie für Produzenten von Fleischersatz. Sogar die großen Durchstarter wie Impossible Foods scheuen aktuell noch den Gang an die Börse.

Wann es eine Impossible Foods Aktie geben wird, ist unklar. Auch weitere potenzielle Stars wie die Memphis Meat Aktie, eine Mosa Meat Aktie, die Future Meat Aktie oder die Supermeat Aktie suchen Anleger*innen vergeblich an der Börse. Einige Hersteller von Fleischersatz wie Rügenwalder Mühle planen gar keinen Börsengang; der Wursthersteller ist ein Familienunternehmen und möchte das dem Vernehmen nach auch bleiben.

Wer kein großer Kapitalgeber ist, kann von ihren Forschungen bislang nicht profitieren. In vielen Fällen wurden erfolgversprechende Projekte bereits von größeren Konzernen übernommen. Für risikofreudige Anleger*innen bedeutet dies eine zielgerichtete Anlage weniger. Für alle anderen sind Chancen und Risiken durch indirekte Investments in die größeren Unternehmen in einem besseren Verhältnis.

Beyond Meat: Der Vorreiter für Fleischersatz

(WKN: A2N7XQWKN kopiert / ISIN: US08862E1091ISIN kopiert)

Beyond Meat ist das bekannteste eigenständige Lebensmittelunternehmen in der Kunstfleisch-Branche und konnte nicht zuletzt durch seinen Börsengang im Mai für großes Aufsehen sorgen. Nachdem der Beyond Meat Aktienkurs innerhalb von drei Monaten von 25 US-Dollar auf fast 240 US-Dollar gestiegen ist, galt das Wertpapier allerdings auch als hoffnungslos überbewertet und stürzte kurz darauf deutlich ab. Aufgrund des Hypes haben wir der Beyond Meat Aktie einen eigenen Artikel gewidmet.

Beyond Meat forscht nicht an In-vitro-Fleisch, sondern hat sich auf Fleischersatzprodukte spezialisiert. Dabei sind die Produkte des Unternehmens in Konsistenz und Geschmack besonders fleischähnlich. Beyond Meat ist es zudem gelungen, einen wahren Hype um seine Produkte zu kreieren. So waren die Beyond Meat Burger innerhalb von Minuten ausverkauft, nachdem Lidl sie in Deutschland in den Verkauf aufgenommen hatte.

Rasantes Wachstum

Für Anleger*innen ist vor allem das rasante Wachstum des Unternehmens interessant. So expandiert Beyond Meat fast schon zeitgleich in viele wichtige globale Märkte. In Europa soll nun auch die erste Produktion errichtet werden. In China sorgt eine Zusammenarbeit mit Alibaba (hier mehr lesen über chinesische Aktien einschließlich Alibaba) dafür, dass Beyond Meat-Produkte in der chinesischen Supermarktkette Freshippo verkauft werden.

Es sind nicht zuletzt die großen Kooperationspartner von Beyond Meat, die den Höhenflug zementieren. So arbeitet das Unternehmen mit KFC, Pizza Hut, Burger King und Starbucks zusammen. Seit Juni 2021 gibt es eine Kooperation mit DoorDash und mit PepsiCo.

 2018201920202021
Umsatz in Millionen USD87,9 298 407 569
Gewinn pro Aktie in USD-4,75-0,29-0,85 -0,84
Dividende in USD----

Stand 07/2021 – Quelle: Beyond Meat Investor Relations

Nach wie vor macht Beyond Meat allerdings Verluste, auch für die Jahre 2022 und 2023 sind keine Gewinne geplant.

Die Umsatzprognosen für die kommenden Jahre gehen von einem Umsatz von 863 Millionen US-Dollar im Jahr 2022 und mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 aus.

Dennoch ist die Aktie nach wie vor relativ teuer, der Wert aller Aktien entsprach 2020 etwa dem 20-fachen des Buchwertes. Bisher hat Beyond Meat die Hoffnung der Anleger*innen deshalb nicht erfüllen können. Nachdem sich der Kurs direkt nach dem Börsengang 2019 in kürzester Zeit mehr als verdreifacht hatte, fiel er bis Anfang 2022 noch unter den Ausgabepreis.

Trotzdem spricht einiges für das Papier: Beyond Meat ist eine spannende und perspektivreiche Aktie. Wenn mehr Verbraucher in den kommenden Monaten und Jahren verstärkt zu fleischlosen Alternativprodukten greifen, könnte der Aktienkurs wieder deutlich steigen. Anfang 2022 sieht es jedenfalls so aus, als habe der Kurs seinen Boden gefunden.

Bewertung:

  • Beyond Meat ist der bekannteste Hersteller von Fleischersatz
  • Spektakulärer Börsengang mit zunächst enormen Kurssteigerungen, dann lange Kursrückgang
  • Bisher keine Gewinne, nach wie vor hohe Bewertung
  • Aber: viele interessante Partnerschaften und gut im Markt positioniert – Fleischersatz ist ein Zukunftsthema

Wo kaufen?

Beyond Meat Aktien werden an mehreren deutschen Börsenplätzen gehandelt, darunter Xetra, Tradegate, LS Exchange und gettex. Wenn Sie Aktien von Beyond Meat kaufen möchten, empfehlen wir dafür Smartbroker. Sie können die Aktie dort über gettex günstig handeln. Alternativ können Sie in unserem großen Broker Vergleich mit wenigen Klicks ihre Anforderungen bestimmen und anschließend den für Sie passenden Broker auswählen.

Nestlé hat den Trend erkannt

(WKN: A0Q4DCWKN kopiert / ISIN: CH0038863350ISIN kopiert)

Nestlé gehört zu den bekanntesten Lebensmittel Aktien und ist einer der großen Lebensmittelkonzerne, der den Trend früh erkannt und ernst genommen hat. Das Unternehmen gilt als einer der größten Konkurrenten von Beyond Meat. Der Konzern will Marktführer in diesem Segment werden. Als Großkonzern mit den entsprechenden Strukturen und Partnerschaften ist Nestlé in einer komfortablen Startposition.

Partner von McDonalds beim Vegan TS

Bereits im Jahr 2020 konnte Nestlé einen bedeutenden Marktanteil verzeichnen und verkauft seine Burgerpatties unter dem Namen „Incredible Burger“ und „Sensational Burger“ (Namensänderung aufgrund eines Rechtsstreits mit Impossible Burger Deutschland) deutlich häufiger als die Konkurrenz. Für den Vegan TS arbeitet das Unternehmen mit McDonalds zusammen.

Möglich wurde das starke Wachstum dieser Sparte nicht zuletzt durch Akquisitionen: So kaufte Nestlé 2017 Sweet Earth, einen Hersteller von pflanzlichen Fleischersatzprodukten, und ergänzte damit seine Tochter Garden Gourmet, die sich schon länger im Firmenbesitz befindet (die in Toronto gehandelte Sweet Earth Aktie gehört zu einem Cannabis-Unternehmen, nicht dem Fleischersatz-Spezialisten).

Dass der Aktienkurs in den letzten Jahren steil nach oben zeigt, ist kein Zufall: Nestlé steigert seinen Gewinn langsam, aber kontinuierlich. Dem Unternehmen ist es dabei gelungen, profitabler zu arbeiten. Konnte der Konzern 2013 bei 92 Milliarden Schweizer Franken Umsatz noch 10 Milliarden Gewinn nach Steuern verbuchen, waren es 2020 bei 84 Millionen CHF rund 12,3 Milliarden Schweizer Franken Gewinn vor Steuern.

 2018201920202021
Umsatz in Mrd. CHF91,492,584,385,9
Gewinn pro Aktie in CHF3,364,304,294,30
Dividende in CHF2,452,702,752,86

Stand 07/2021 – Quelle: Nestlé Investor Relations

Sicherer als Spezialisten

Für Anleger*innen ist die Nestlé Aktie auch deswegen interessant, weil sie im Vergleich zur Beyond Meat Aktie als deutlich sicherer gilt. Als größter Nahrungsmittelhersteller der Welt sorgt nicht zuletzt die Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden Euro dafür, dass der Wert nicht so schwankungsanfällig ist. Gestützt wird der Kurs nicht zuletzt durch die umfangreichen Aktienrückkäufe des Konzerns. Mit einer Dividendenrendite, die in den letzten Jahren immer mehr als 2,50 Prozent betragen hat, ist diese Aktie zudem für Anleger*innen sehr interessant, die das Wertpapier lange halten möchten.

Bewertung:

  • Nahrungsmittelgigant will Marktführer für künstliches Fleisch werden
  • Solider Wert
  • Guter Dividendentitel

Gehandelt werden Aktien von Nestlé an der Heimatbörse Swiss Exchange und deutschen Handelsplätzen wie Tradegate und Frankfurt sowie außerbörslich über Lang & Schwarz. Auf der eToro-Plattform können Anleger*innen die Titel des Lebensmittelkonzerns günstig kaufen.

Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren Ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen Sie etoro.com/trading/fees

2 Aktien für künstliches Fleisch

Wer nicht in Fleischersatz, sondern in künstliches Fleisch aus dem Labor investieren will, sollte diese beiden Aktien unter die Lupe nehmen.

Merck KGaA: Chancen dank Mosa Meat

(WKN: 659990WKN kopiert / ISIN: DE0006599905ISIN kopiert)

Viele Start-ups im Bereich Laborfleisch sind nicht börsennotiert und außerdem sehr risikoreich. Eine Alternative ist die Investition in ein größeres Unternehmen, das mit Teilsegmenten in diesem Markt aktiv ist. Eines der Beispiele ist Merck KGaA: Über seine Wagniskapitaltochter M Ventures investiert der Pharma-Konzern in Mosa Meat. 2013 konnte es mit dem ersten In-vitro-Burger für Aufsehen sorgen und will Kunstfleisch schon bald zur Serienreife bringen. Weitere Wagniskapitalgeber sind u. a. der Schweizer Fleischkonzern Bell Food und Nutreco, ein Unternehmen für Tiernahrung und Aquafutter.

Die Mosa Meat Aktie ist eines der gefragtesten Wertpapiere aus diesem Bereich – nur, dass es diese eben noch nicht gibt. Bis dahin ist ein Investment über Merck die unkomplizierteste Lösung. Das Investment ist deutlich weniger riskant – ein Pluspunkt für Anleger*innen. Immerhin zeigt sich die Merck Aktie nicht so volatil.

Das Unternehmen konnte seinen Umsatz 2020 auf 17,5 Milliarden Euro steigern – ein Plus von über 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und das trotz Corona-Krise.

Die Aktie hat ihren Kurs in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Anfang 2022 korrigierte das Papier aber deutlich, und verlor im Januar rund 17 Prozent. Möglicherweise eine Gelegenheit zum Einstieg.

 2018201920202021
Umsatz in Mrd. EUR14,816,117,518,8
Gewinn pro Aktie in EUR7,763,044,575,93
Dividende in EUR1,251,301,401,51

Stand 07/2021 – Quelle: Merck Investor Relations

Merck möchte die Entwicklung der Clean-Meat-Industrie beschleunigen und zum führenden Technologieanbieter für die Clean-Meat-Produkte werden. Das Biopharma-Unternehmen arbeitet mit diversen Partnern (großen Unternehmen, Start-Ups, Hochschulen, Non-Profit-Organisationen) zusammen.

Wer nur in Mosameat-Aktien investieren möchte, muss vermutlich warten, bis das Unternehmen tatsächlich einen Börsengang vollzieht.

Bewertung:

  • Pharma-Konzern mit Innvoationsgeist
  • Investiert in Mosa Meat
  • In-vitro-Fleisch ist ein sehr kleiner Teil des Geschäftsmodells

Merck Aktien können Sie auf allen deutschen Börsenplätzen wie Xetra, Tradegate und gettex sowie außerbörslich (Lang & Schwarz) handeln. Bei Brokern wie eToro oder Smartbroker kaufen Sie Aktien ab 0 Euro.

Über die israelische Strauss Group in Aleph Farms investieren

(WKN: 893540WKN kopiert / ISIN: IL0007460160ISIN kopiert)

Aleph Farms ist ein weiteres Start-up, dem Marktbeobachter so einiges zutrauen. Seine „schlachtfreien Steaks“ wecken unter Befürwortern von In-vitro-Fleisch große Hoffnungen. Ziel des Unternehmens ist es, High-End-Produkte herzustellen: Kobe-Rind statt „Burger-Pattie“ lautet die Devise. Doch eine Aleph Farms Aktie können Anleger*innen noch nicht kaufen.

Aleph Farms ist aus dem israelischen Nahrungsmittel-Gründerzentrum „The Kitchen“ hervorgegangen, das Teil der Strauss Group ist. Die Strauss Group ist einer der größten Lebensmittelkonzerne in Israel und global aktiv.

 2018201920202021
Umsatz in Mrd. ILS5,65,65,8-
Gewinn pro Aktie in ILS4,134,604,555,62
Dividende in USD---1,96

Stand 07/2021 – Quelle: Strauss Group Relations

Nachdem das Unternehmen 2013 einen deutlichen Umsatzrückgang von über 32 Prozent verkraften musste, steigen die Erlöse seit 2016 wieder kontinuierlich. 2020 konnte die Strauss Group 5,8 Milliarden israelische Shekel verzeichnen. Das Ergebnis je Aktie stieg von 2,19 Israelische Shekel (2013) auf zuletzt 4,5 israelische Shekel (2020) an. 2021 sollen es 5,62 Schekel sein.

Bewertung:

  • Kleineres Unternehmen
  • Israelisches Wertpapier
  • Investment in Aleph Farms, einen der Hoffnungsträger

Wo kaufen?

Weniger als die Hälfte der Aktien befindet sich in Streubesitz, der Rest ist noch immer in Familienhand. Auf dem Markt befindliche Strauss Group Aktien sind über die Börse TA SE (Tel Aviv) erhältlich. Der Handelsplatz ist nicht bei allen Brokern verfügbar. Angeboten wird Aktienhandel an der TA SE durch Lynx.

Fleisch, Fleischersatz und In-vitro-Fleisch in einem Unternehmen vereint

Tyson Foods: Fleischgigant denkt um

(WKN: 870625WKN kopiert / ISIN: US9024941034ISIN kopiert)

Tyson Foods ist kein alternatives Veggi-Start-Up, sondern der größte Fleischproduzenten in den USA. Trotzdem ist die Tyson Foods Aktie einen genauen Blick wert.

Auch Tyson Foods hat im Sommer 2019 eine eigene vegetarische Linie angekündigt und versucht, mit Chicken Nuggets und Burger-Patties am Markt Fuß zu fassen. Das Unternehmen stieg zudem kurz vor dem IPO der Beyond Meat Aktie aus dem Start-Up aus, um seine eigene Produktlinie zu lancieren. Aktionär*innen nahmen diese Nachricht mit Wohlwollen auf und bescherten der Tyson Food Aktie ein neues Allzeithoch.

Im Gegensatz zu Beyond Meat hat die Aktie im Jahr 2021 deutlich zugelegt. Der Kurs lag zu Beginn des Jahres 2022 fast 50 Prozent höher als im Vorjahr. Damit nähert sich der Wert wieder dem bisherigen Höchststand vom Januar 2020.

 2018201920202021
Umsatz in Mrd. USD40,042,443,145,0
Gewinn pro Aktie in USD8,195,525,865,38
Dividende in USD1,281,501,731,81

Stand 07/2021 – Quelle: Tyson Foods Investor Relations

Tyson Foods gehört dabei auch zu den Investoren von Memphis Meat, das tierfreie Hackfleischbällchen zur Marktreife bringen möchte. Tyson Food ist also eines der wenigen Unternehmen, das pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte anbietet und auch in die Herstellung von künstlichem Fleisch investiert.

Das Unternehmen punktet außerdem damit, dass es aktuell Gewinne macht. Im Geschäftsjahr 2020/2021 legte der Überschuss um fast 50 Prozent zu. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit 10 vergleichsweise niedrig und die Dividendenrendite mit 2,05 attraktiv. Der Umstieg von Fleisch auf Fleischersatz und künstliches Fleisch wird das Unternehmen zwar einiges kosten, es ist aktuell aber gut auf den Wechsel vorbereitet.

Bewertung:

  • Größter Proteinhersteller der Welt
  • Setzt vermehrt auf künstliches Fleisch und Fleischersatz
  • Investiert in Memphis Meat

Tyson Foods notiert an der NYSE und ist über Handelsplätze wie Tradegate, gettex oder Xetra auch hierzulande beim Broker erhältlich. Wenn Sie die Tyson Foods Aktie besonders günstig handeln möchten, empfehlen wir eine Order über eToro.

Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren Ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen Sie etoro.com/trading/fees

Künstliche Fleisch Aktien in unserer SWOT-Analyse

Wenn Sie in eine künstliche Fleisch-Aktie investieren möchten, sollten Sie das Marktumfeld gut kennen. Die wichtigsten Stärken und Schwächen, Risiken und Chancen behandeln wir in unserer SWOT-Analyse.

Stärken: Gut für die Umwelt, fürs Klima und für den Geldbeutel

Egal, ob Fleisch aus dem Labor oder Fake-Meat auf Pflanzenbasis: Die Herstellung soll langfristig gesehen erheblich günstiger sein als die von echtem Fleisch. Dafür gibt es diverse Gründe: Zum einen entfällt die lange Aufzuchtphase der Tiere. Zum anderen verschlingt die Produktion deutlich weniger Ressourcen. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob die Pflanzen direkt zu künstlichem Fleisch verarbeitet oder auf natürlichem Wege vom Tier umgewandelt werden.

Leseempfehlung: In nachhaltige Aktien und ETFs investieren

Schwächen: Herstellung erweist sich als kompliziert

Das große Problem: Es ist aktuell noch unmöglich, direkt in In-vitro-Fleisch-Aktien zu investieren; bislang ist es noch nicht gelungen, die Produktion zur Marktreife zu bringen. Es könnten Jahre vergehen, bis jeder In-vitro-Fleisch kaufen kann.

Außerdem ist die Produktion von In-vitro-Fleisch zumindest bislang nicht ohne tierische Bestandteile möglich. Streng vegan kann eine Produktion aufgrund der eingesetzten Stammzellen zu Beginn ohnehin nicht sein. Doch auch für die konkrete Herstellung sind tierische Bestandteile nach wie vor nötig.

Schwierigkeiten bei der Entwicklung zeigen sich auch bei künstlichem Fleisch: Bislang sorgen zu viel Salz, Geschmacksverstärker und Mineralölrückstände für ein negatives Gesundheitsimage von Fleischersatzprodukten, die Fleisch stark ähneln.

Die Branche In-vitro-Fleisch und Fleischersatz hat aktuell ein Preisproblem. Die fleischlosen Burger kosteten etwa 250.000 Euro (2014). 2019 wurde der Preis auf 45 Euro geschätzt. In einem Restaurant in Singapur werden seit 2021 erste Kunstfleisch-Geflügel-Burger für rund 14 Euro je Portion serviert. Im Vergleich kostet die Produktion von herkömmlichem Fleisch weniger als 2 Euro je Kilo.

Der Laborfleischpreis ist zu hoch, was allgemein die breitere Akzeptanz erschwert. Die Zukunft wird zeigen, ob das Geschäftsmodell als Ganzes profitabel geführt werden kann. Entscheidend ist dabei, ob es gelingt, Laborfleisch in Zukunft deutlich günstiger zu produzieren.

Diagramm, dass die geschätzten Umsätze mit herkömmlichen Fleisch und Fleischprodukten 2025-2040 anzeigt

Künstliches Fleisch und Fleischersatz werden nach AT Kearney bis 2040 wachsende Marktanteile haben. Quelle: Statista

Chancen: Prognosen sagen starkes Wachstum voraus

Der Markt für den Fleischersatz und künstliches Fleisch soll in den nächsten Jahren enorm zulegen. Unternehmen, die am Markt aktiv sind, verzeichnen zwei- bis dreistellige Prozentzahlen als Umsatzzuwachs. Geht es nach aktuellen Marktforschern, hält dieses Wachstum noch lange an.

Die Entwicklung in den vergangenen Jahren macht Hoffnung, dass In-vitro-Fleisch bald zu einem ähnlichen Preis hergestellt werden kann wie traditionelles Fleisch. Schon bei einem leicht höheren Preis wären viele Menschen aus Umwelt-, Klima- und Tierschutzüberlegungen bereit, diese alternativen Formen von Fleisch zu kaufen.

Sollte Laborfleisch in Qualität und Preis herkömmlichen Fleischprodukten ebenbürtig werden – und Verbraucher zunehmend zu Proukten aus In-vitro-Fleisch greifen – wird die Clean-Meat-Branche Profite erwirtschaften, von denen auch die Aktionär*innen profitieren.

Risiken: die gewählte Aktie zählt nicht zu den Gewinnern

Das Marktpotenzial ist eindeutig und es ist sicherlich kein Zufall, dass viele etablierte Nahrungsmittelhersteller vermehrt auf vegetarische Produkte und Fleischersatz setzen.

Das bedeutet aber nicht, dass auch alle heute aktiven Unternehmen zu den Gewinnern gehören werden. Am Anfang des Jahrtausends verloren Anleger*innen mit Internetaktien viel Geld. Denn viele Unternehmen scheiterten, auch wenn die Idee des Internets am Ende erfolgreich war. Auch Beyond Meat könnte am Ende trotz des richtigen Riechers scheitern, so wie bereits die Multimedia-Agentur Kabel New Media, die Shopping-Seite boo.com oder das soziale Netzwerk theglobe.com.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse zeigt, dass der Markt für künstliches Fleisch und Fleischersatz sehr groß ist und auch für die Umwelt eine Chance darstellt. Doch die Auswahl an Aktien ist gering, zudem ist die Investition in ein Start-up riskant. Das gilt hauptsächlich für Hersteller von In-vitro-Fleisch. Gerade Einsteiger*innen sollten daher breiter investieren.

Top 5 Aktien Depots

1
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu Smartbroker
2
Scalable Capital Top5 Logo
Kosten pro Order
0,99 €
Kosten gesamt*
11,88 €
Testberichtzu Scalable Capital
3
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
12,00 €
Testberichtzu flatex
4
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Sie riskieren ihr Kapital. Für mehr Gebühren Informationen besuchen sie etoro.com/trading/fees
Testberichtzu eToroSie riskieren ihr Kapital. Für mehr Gebühren Informationen besuchen sie etoro.com/trading/fees
5
justTRADE Logo
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu justTRADE
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten

Risikohinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.

Die wichtigsten Fakten zu künstlichem Fleisch

So weit ist die Forschung

Die Unternehmen, die intensiv an Laborfleisch forschen, äußern sich ungern zu konkreten Fortschritten, solange sie keinen Meilenstein präsentieren können. Derzeit gibt es eine Handvoll Unternehmen, von denen bekannt ist, dass sie sich auf die Serienproduktion vorbereiten, darunter Mosa Meat, Aleph Farms, Higher Steaks und Memphis Meats. Insgesamt gibt es rund zwei Dutzend Firmen, die künstliches Fleisch herstellen wollen. Einige weitere beschäftigen sich mit der Entwicklung von Laborfisch. Hinzukommen noch einige Unternehmen, die sich als Zulieferer verstehen.

Dabei ist jedoch unklar, wie nah sie dem perfekten künstlichen Steak tatsächlich schon kommen und, noch wichtiger, wie stark sie Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs verwenden. Viele Unternehmen machen aufgrund der starken Konkurrenz ein Geheimnis um ihren Forschungsstand.

Herausforderungen bei der Entwicklung von künstlichem Fleisch

Die Entwicklung von Clean-Meat ist ohne tierische Bestandteile schwer zu schaffen. Die meisten Biotech-Unternehmen in diesem Bereich forschen jedoch genau daran. Sollte Laborfleisch eines Tages tatsächlich ohne tierische Komponenten außer der Starterkultur auskommen, ist diese Art der Fleischproduktion eine echte Alternative und könnte auch Vegetarier ansprechen.

Derzeit benötigen die Unternehmen noch Kälberserum, um das Laborfleisch zu züchten. Das Blut von Kälberföten enthält Enzyme, Hormone und Wachstumsfaktoren, die für die Anzucht notwendig ist. Sobald die Bestandteile synthetisch hergestellt werden können, ist Laborfleisch auch für Vegetarier interessant.

Wahrscheinliche Marktentwicklung in den nächsten Jahrzehnten

Derzeit scheint alles darauf hinauszulaufen, dass viele Big Player verstärkt in das Geschäft mit Kunstfleisch einsteigen. Wer nicht auf diese Branche setzt, verliert eventuell den Anschluss. Dementsprechend ist es unwahrscheinlich, dass es viele reine Laborfleisch-Aktien auf dem Markt geben wird, sondern stattdessen größere Konzerne, die junge Start-Ups direkt akquirieren.

Großer Nachfrageanstieg bei Fleischersatz

Immer mehr Menschen wollen Fleischersatz oder In-vitro-Fleisch kaufen. Einen ähnlichen Wirbel gab es Anfang des Jahrzehnts schon einmal, allerdings nahm die Nachfrage schnell wieder ab. Diesmal gehen Marktbeobachter jedoch von einem dauerhaften Trend aus. Grund dafür sind die bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels und die Umweltbewegung um Fridays for Future. Zugleich ist es immer leichter, auf Fleisch zu verzichten, weil die Qualität der Alternativprodukte deutlich zugenommen hat.

Säulendiagramm zeigt Gründe für Fleischverzicht

Gründe für den Fleischverzicht. Die Daten stammen allerdings aus dem Jahr 2013, mittlerweile dürften Umwelt- und Klimaschutzaspekte zugenommen haben. Quelle: Statista

Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt, wenn künstliches Fleisch zum Massenprodukt wird

Die Auswirkungen könnten enorm sein. Für die Produktion eines Kilo Fleischersatz auf Sojabasis werden 2,8 kg Treibhausgase ausgestoßen, für Schweinefleisch und Geflügel um die 4,2 kg und für Rindfleisch über 30 kg. 2020 wurden 333 Millionen Tonnen Fleisch produziert – entsprechend groß ist das Potenzial.

Wie stark sich In-vitro-Fleisch als Alternative etablieren kann, hängt davon ab, wie unabhängig die Produktion von der Schlachtung von Tieren sein wird. Solange noch Blut oder Serum für die Herstellung notwendig sind, sind die Auswirkungen geringer.

Sollte Laborfleisch massentauglich werden, ist es nicht automatisch auch sofort im Laden verfügbar. Dazu bedarf es der Freigabe von Lebensmittelbehörden. Das Prüfen der Produkte hinsichtlich Lebensmittelreinheit und etwaiger Gesundheitsgefahren kann dauern. Branchenkenner gehen davon aus, dass fünf bis zehn Jahre vergehen werden, bis hierzulande In-vitro-Fleisch an der Ladentheke erhältlich ist.

Diese 2 ETFs und diese Holding sind eine Alternative

An den Börsen sind bisher nur wenige Firmen notiert, die einen relevanten Anteil ihres Ertrags aus dem Geschäft mit Fleischersatz oder In-vitro-Fleisch erzielen. Entsprechend dünn ist das Angebot an Aktienfonds. Wir haben jedoch eine Holding gefunden, die in Firmen aus dem Bereich Kunstfleisch investiert.

U.S. Vegan Climate ETF (VEGN) ist eine Mogelpackung

(WKN: A2PSA4 WKN kopiert / ISIN: US26922A2978ISIN kopiert)

Der U.S. Vegan Climate ETF ermöglicht seit 09.09.2019 ein Investment nach Umweltaspekten und soll frei von Tierleid und fossilen Energien sein. Tatsächlich sind die Aufnahmekriterien allerdings nur unwesentlich strenger als beispielsweise im MSCI World Social Responsible ETF.

Zu den wichtigsten Aktien im Index gehören:

  • Apple
  • Microsoft
  • Facebook
  • Visa
  • Nvidia
  • MasterCard
  • Tesla
  • Alphabet

Firmen wie MasterCard, Apple oder Alphabet haben mit künstlichem Fleisch wenig zu tun und gelten auch sonst nicht als besonders ethische Unternehmen.

Letztlich ist der ETF also nach ethischen Kriterien kaum besser geeignet als jeder andere ETF, der ein paar Negativkriterien formuliert hat. Die TER ist mit 0,60 Prozent zudem für einen ETF nicht unbedingt günstig (Stand: 01 / 2022).

Mit einem Plus von fast 20 Prozent im Jahr 2021 hat sich der ETF zwar gut entwickelt, das verdankt er aber vor allem den großen US-Tech-Werten wie Apple, Alphabet und Tesla. Wer in diese investieren will, findet dafür günstigere ETFs (lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zu US-Aktien). Der Start ins Jahr 2022 war ohnehin verhalten, der ETF verlor von Ende Oktober 2021 bis Ende Januar 2022 fast 10 Prozent an Wert.

iShares STOXX Europe 600 Food & Beverage UCITS ETF (DE) nicht sehr spezifisch

(WKN: A0H08HWKN kopiert / ISIN: DE000A0H08H3ISIN kopiert)

Wenn Sie vor allem den Einstieg in die Nahrungsmittelindustrie planen, ist der iShares STOXX Europe 600 Food & Beverage (Sub-Index des STOXX® Europe 600 Index) möglicherweise die beste Alternative für Sie. Der ETF investiert nicht speziell in künstliches Fleisch oder Fleischersatzprodukte, sondern teilt das Investment auf die 28 größten börsennotierten Nahrungsmittelunternehmen in Europa auf.

Mit einem Plus von rund 20 Prozent hat sich der ETF im Jahr 2021 gut entwickelt. Die Gesamtkostenquote (TER) ist mit 0,46 Prozent für einen physisch replizierenden ETF zudem fair.

Wenn Sie ETFs handeln möchten, sind flatex, Trade Republic oder Smartbroker dank vieler kostenfreier Sparpläne die beste Wahl für Sie. Auch den Chart STOXX Europe 600 Food & Beverage ETF können Sie dort ohne Kosten besparen.

Holding statt ETF: Eat Beyond Global

(WKN: A2QHMZ WKN kopiert / ISIN: CA27786R1038ISIN kopiert)

Eat Beyond ist kein Fonds, sondern eine Aktiengesellschaft. Trotzdem führen wir das kanadische Unternehmen bewusst in einer Rubrik mit den Fonds. Denn die Firma ist eine reine Holding, sie produziert nicht selbst, sondern investiert in andere Hersteller. Sie arbeitet also ähnlich wie ein Aktienfonds, legt ihr Geld allerdings überwiegend in nicht börsennotierte Firmen an. Ein Konzept, mit dem die deutsche MBB von Januar 2012 bis Januar 2022 ein Kursplus von fast 1.800 Prozent erreicht hat. Während sich MBB hauptsächlich auf mittelständische Industrieunternehmen spezialisiert, investiert Eat Beyond in „die Zukunft des Essens“ („the future of food“, so die Selbstbeschreibung).

Zum Portfolio gehört The Very Good Food Company, ein börsennotierter Hersteller von Fleischersatz (WKN: A2P7NJ; ISIN: CA88340B1094), aber auch SIRE Bioscience, Nabati und Turtel Tree Labs.

Die Wertentwicklung war bisher allerdings enttäuschend. Von Januar 2021 bis Januar 2022 verlor der Aktienkurs fast 85 Prozent. Allerdings scheint der Kurs Ende 2021 den Boden gefunden zu haben. Für risikobereite Investor*innen ist der Absturz eine Chance, jetzt einzusteigen. Sie sollten sich des Risikos allerdings bewusst sein.

Alternativen zu künstliches Fleisch Aktien

Wer in eine Zukunftsbranche und außerdem nachhaltig investieren will, dem bleiben noch andere Möglichkeiten. Nach einer deutlichen Kurskorrektur könnten Wasserstoffaktien wieder attraktiv sein. Auch Biotechnologie und Wasseraktien sind interessante Alternativen.

Im Zuge der Megatrends Energiewende und Elektromobilität sind zudem Lithiumaktien und das Thema Feststoffbatterien einen Blick wert.

Wer sich nicht intensiv mit dem Thema Geldanlage beschäftigen will, dem bleibt noch eine automatisierte Vermögensverwaltung. Einige Anbieter wie Visual Vest bieten auf Wunsch auch nachhaltige Anlagestrategien.

--
Servicegebühr Fondskosten Sparplan Min. Einlage Anlegestrategien
0,15-0,7% 0,6% Ab 25€ 500€ 10

FAQ Künstliches Fleisch Aktien

Welche Firma stellt künstliches Fleisch her?

Zu den Unternehmen, die Laborfleisch herstellen oder die Serienfertigung vorbereiten, gehören Start-Ups wie Mosa Meat (Kapitalgeber u.a. Merck KGaA), Aleph Farms (Kapitalgeber u.a. Strauss Group), Innocent Meat, New Age Meats, Supermeat, Eat Just, Bifteks und Memphis Meats. Mit Aktien der Holding Eat Beyond lässt sich in mehrere Unternehmen investieren, darunter auch nicht-börsennotierte. Allerdings ist die Aktie sehr riskant.

Die bekannteste Firma in der Clean-Meat-Branche ist Beyond Meat. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Fleischersatzstoffen spezialisiert. Einige Konkurrenten wollen auch Fisch im Labor produzieren. Die Branche umfasst inklusive Zulieferer rund 80 Unternehmen.

Wie entsteht Clean Meat?

Clean-Meat wie Schwein, Rind, Geflügel oder Fisch stammt aus dem Labor und nicht vom Bauernhof. Kultiviertes bzw. künstliches Fleisch wird aus tierischen Zellkulturen gezüchtet. Die Verfahren bei Clean-Meat-Produkten lassen sich mit dem Bierbrauen vergleichen. Die Herausforderung ist eine effiziente Massenproduktion von Laborfleisch.

Wie teuer ist Clean Meat?

Die Unternehmensberatung CE Delft hat in einer Marktanalyse ermittelt, dass Kunstfleisch gegenüber herkömmlichen Fleischerzeugnissen bis zu 10.000-mal teurer ist. Bei Optimierung aller Erzeugungsprozesse könnte In-vitro-Fleisch je Kilogramm rund 12,50 Euro kosten. Herkömmliches Fleisch wird für unter 2 Euro je Kilogramm produziert. Retortenfleisch nach Hähnchenart wird in einem Restaurant in Singapur für rund 14,50 Euro die Portion serviert.

Künstliches Fleisch: In welche Aktien lohnt sich ein Investment?

Es gibt wenig Clean Meat Aktien, in die Anleger*innen investieren können, wenn sie in künstliches Fleisch investieren möchten. Hersteller von In-vitro-Fleisch stecken noch in den Kinderschuhen. Aktien von Beyond Meat können als Fleischersatz-Produzenten infrage kommen.

Wann kommt künstliches Fleisch in Deutschland auf den Markt?

Wann Verbraucher*innen in Deutschland Laborfleisch kaufen können, ist noch unklar. Einige Unternehmen haben ihre Serienreife für 2021 angekündigt, allerdings sitzt keines davon in Deutschland. Zudem wurden die Starttermine in den letzten Jahren häufiger nach hinten verschoben. Bis kultiviertes Fleisch an der Ladentheke erhältlich ist, dürften fünf bis zehn Jahre vergehen.

Sind künstliche Fleisch-Aktien auch aus ethischen Gründen empfehlenswert?

Für Fleischersatz und In-vitro-Fleisch müssen keine Tiere getötet werden. Außerdem ist die Aufzucht von Tieren sehr energieintensiv. Die Investition in künstliche Fleisch Aktien ist also auch aus ethischen Gründen empfehlenswert. Allerdings gibt es nur wenige Aktien, die ausschließlich in Fleischersatz und Kunstfleisch investieren, beispielsweise Beyond Meat und Eat Beyond. Firmen wie Nestlé oder Tyson Foods sind dagegen auch oder sogar überwiegend im klassischen Nahrungsmittelgeschäft aktiv.

Was ist der Unterschied zwischen Fleischersatz und künstlichem Fleisch?

Fleischersatz ist ein Nahrungsmittel, bei dem der Hersteller aus pflanzlichem Material bzw. Ei- und Milchprotein versucht, ein Produkt zu erschaffen, das Fleisch sehr ähnlich ist. Künstliches Fleisch (auch: "Laborfleisch" oder "in-vitro-Fleisch") ist hingegen Fleisch, das im Labor gezüchtet wird und nicht durch die Schlachtung eines Tieres entsteht.

Ist Laborfleisch gesund?

Künstliches Fleisch ist nicht gesünder als herkömmliches Fleisch. Grundsätzlich ist auch Laborfleisch "echtes" Fleisch. Entsprechend ist ein zu hoher Konsum gesundheitsschädlich. Genaue Daten liegen bisher aber noch nicht vor. Für das Klima und die Umwelt sind Laborfleisch und Ersatzfleisch allerdings besser.

Wo kann ich Rügenwalder Mühle Aktien kaufen?

Rügenwalder Mühle ist ein Familienunternehmen. Daher lassen sich keine Rügenwalder Mühle Aktien kaufen. Wer in Fleischersatz und künstliches Fleisch investieren will, findet mit Beyond Meat oder Eat Beyond Alternativen.

Fazit

Nur wenige Unternehmen haben sich ganz oder überwiegend auf die Herstellung von Fleischersatz oder Kunstfleisch spezialisiert und sind börsennotiert. Die bekannteste Firma in diesem Bereich ist Beyond Meat. Viele Firmen sind bisher nicht börsennotiert. Indirekt lässt sich in diese Firmen über die Holding Eat Beyond Global investieren, die unter anderem Anteile an The Very Good Food Company, Nabati und Turtel Tree Labs hält. Allerdings haben sich die Kurse der Beyond Meat und der Eat Beyond Global Aktie in den vergangenen Jahren schlecht entwickelt, Anleger*innen müssen daher etwas Risikobereitschaft mitbringen.

Eine Alternative sind Aktien klassischer Nahrungsmittelhersteller wie Nestlé und Tyson Foods, die aktiv in Fleischersatz und künstliches Fleisch investieren. Wer das nicht möchte, dem bleibt als Alternative der deutsche Pharma- und Biotech-Konzern Merck, der unter anderem in Mosa Meat investiert hat.

Quellenangaben:

Schreiben Sie einen Kommentar

0.0

  • Fries
    Posted: 19. Januar 2022
    3.0

    Leider kann ich zur Zeit nicht in Memphis Meat in meiner Bank investieren, würde ich aber gerne. Wer kann mir sagen an welchem Geldinstitut bzw. Bank ich Memphis Meat kaufen kann?

  • T J
    Posted: 21. Juli 2021
    5.0

    Danke für den gelungenen Artikel und die neutrale Zusammenfassung. Strauss Group kann man leider nicht (mehr) bei Flatex kaufen, wird nur an der TASE gelistet aktiv gehandelt.
    Gibt es denn Anhaltspunkte über die Beteiligung der Strauss Group am Projekt, bzw. die möglichen Erträge dieses Projektes?
    TJ

  • Fredy Wenger
    Posted: 27. Mai 2021
    5.0

    Das Thema Fleischersatz ist leider schwer fassbar / recherchierbar
    Dies ist die beste und neutralste Zusammenfassung / Übersicht, welche ich auf dem Internet gefunden habe.
    Und… die Kernaussagen sind (leider) korrekt:
    – Keine Details (Stand/Roadmap, etc.) zu den „Fleischzüchtern“ verfügbar
    – Keine direkte Beteiligung für Kleininvestoren möglich
    – Diverse interessante Firmen bereits von Multis aufgekauft
    – und.. das geht vermutlich so weitere
    Danke für die Zusammenfassung!

    Beste Zusammenfassung / Übersicht, welche ich auf dem Internet gefunden habe.

Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

Weitere Artikel von Tilman Weigel