Zukunftsthema Wasser – Fonds und Wasseraktien für 2019

Wasser ist kostbarer als Öl. Und im Gegensatz zu diesem ist es durch nichts zu ersetzen. Vielmehr sieht es sogar so aus, als könnte ausgerechnet Wasser (genauer der darin enthaltene Wasserstoff) Öl ersetzen. Bei immer weiter steigender Weltbevölkerung und wachsendem Lebensstandard erwarten viele Beobachter, dass es noch kostbarer wird. Wie lässt sich mit Wasser Geld verdienen? Wie sind die Aussichten? Und ist es ethisch vertretbar, mit Wasser Geld zu verdienen? Wir beantworten diese Fragen und stellen außerdem fünf aussichtsreiche Wasseraktien sowie drei attraktive Fonds vor.

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Wasseraktien in Kürze

  • Wasserförderer verkaufen Trinkwasser oder betreiben Leitungen
  • Große Teile des Geschäfts sind in staatlicher oder kommunaler Hand
  • Technische Ausstatter sind oft attraktiver als Fördergesellschaften
  • Ethische Fragen müssen im Eigeninteresse des Anlegers berücksichtigt werden
  • Fonds sind eine gute Alternative

Wasseraktien Liste: Auf diese fünf Wasseraktien sollten sie 2019 achten

Alle Firmen auf unserer Wasseraktien Liste erwirtschaften einen relevanten Anteil ihres Umsatzes mit dem Rohstoff. Dabei haben wir nicht nur „klassische Wasserfirmen“ gewählt, die Trinkwasser verkaufen oder Leitungsnetze betreiben. Noch attraktiver erscheinen uns Firmen, die Zubehör liefern, also beispielsweise Filtersysteme. Denn sie verdienen auch da Geld, wo kommunale und staatliche Firmen für die Wasseraufbereitung zuständig sind. Außerdem sind sie von Verstaatlichungen oder Regulierungen weit weniger betroffen als die Betreiber von Wassernetzen.

Wir haben für unsere Analyse diese fünf Aktien ausgewählt:

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Xylem: Einzige „echte“ börsennotierte Wasser-AG der Welt.

Wer sich lieber auf Zulieferer statt auf Versorger konzentrieren will, der sollte die Aktien der Firma Xylem beobachten. Die Firma stellt Geräte für die Gewinnung, Lagerung und den Transport von Trinkwasser her und gilt als einzige frei an der Börse gehandelte Aktiengesellschaft, die ausschließlich auf das Themenfeld Wasser spezialisiert ist.

Zum Geschäftsfeld gehören Pumpen, Rührwerke und Anlagen zur Wasserbehandlung, aber auch Turbinen zur Stromgewinnung aus Wasserkraft. 2004 war Xylem auch an der Entwicklung einer Meerwasserentsalzungsanlage in Dubai beteiligt, die rund 45 Prozent weniger Energie verbrauchen soll als ältere Anlagen.

 2015201620172018 (e)2019 (e)
Umsatz in Milliarden Euro (bei konst. Umrechnungskursen)3,33,44,24,6...
Gewinn je Aktie in Euro1,681,792,11(2,53)(2,91)
Dividende je Aktie in Euro0,500,540,63(0,74)(0,84)
Die wichtigsten Finanzdaten zu Xylem im Überblick

Tatsächlich haben sich Aktienkurs, Umsatz und Gewinn in den vergangenen Jahren aus Sicht der Aktionäre zufriedenstellend entwickelt. Der Umsatz liegt nach Daten des Quartalsberichts für das IV. Quartal mit 4,6 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 4,2 Milliarden Euro. Auch der Gewinn stiegt stetig an, ebenso die Dividende. Für 2019 werden 0,84 Euro je Aktie Dividende erwartet. Das die Dividendenrendite mit rund 1,3 Prozent wohl unter dem Jahr 2015 ausfallen wird, liegt am starken Kurswachstum. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Wert der Aktie etwa verdoppelt.

Hintergrund: Nur wenige Menschen dürfte das Unternehmen deshalb kennen – es sei denn, sie sind Fans des englischen Fußballclubs Manchester City, zu dessen Sponsoren Xylem. Aber die mangelnde Bekanntheit liegt schlicht daran, dass die Kunden der Firma vor allem Unternehmen sind. Xylems Ursprünge liegen in der International Telephone and Telegraph Corporation. Unter der Abkürzung ITT entstand daraus ein Mischkonzern, zu dem auch viele Firmen aus dem Bereich Wasser gehörten. Nach einer ersten Aufteilung des Mischkonzerns im Jahr 1995 in die Bereich Industrie, Gast- und Hotelgewerbe sowie Finanzen wurde der Industriesektor 2011 ein weiteres Mal aufgeteilt. Dabei entstand aus den Aktivitäten im Bereich Wasser die heutige Xylem Inc.

Bewertung:

  • Attraktiv ist die Möglichkeit direkt in das Thema Wasser zu investieren.
  • Als Zulieferer ist der Konzern weniger politischen Risiken ausgesetzt als Versorger
  • Aber: Gleichzeitig ist das Geschäft anfälliger für Wirtschaftskrisen, weil Unternehmen in Wirtschaftskrisen zuerst ihre Investitionen zurückfahren.
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Veolia Environnement: Generalgesellschaft für Wasser

Veolia kennt man in Deutschland vor allem als Betreiber von Eisenbahnen, beispielsweise der Bayerischen Oberlandbahn oder der Nord-Ostsee-Bahn. Aus dem Geschäft hat sich das Unternehmen aber 2018 weitgehend zurückgezogen. Stattdessen konzentriert man sich auf die Geschäfte mit der Ver- und Entsorgung.

 20152016201720182019 (e)
Umsatz in Milliarden Euro25,024,424,8(25,9)...
Gewinn je Aktie in Euro0,690,570,61(0,64)...
Dividende je Aktie in Euro0,730,800,840,89(0,95)
 Die wichtigsten Finanzdaten zu Veolia im Überblick

Vor allem aber ist die Tochter Veolia Water das weltweit größte Unternehmen im Bereich Trinkwasser. Es bietet sowohl Dienstleistungen rund um die Ver- als auch die Entsorgung von Wasser. Zukunftsträchtig dürfte auch das Geschäft mit Meerwasserentsalzungsanlagen sein.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Aktie rund 53 Prozent zugelegt, deutlich mehr als der Vergleichsindex. Lediglich auf Sicht von drei Jahren hat sich die Aktie deutlich schlechter entwickelt als der CAC 40. Schuld ist ein Umsatz- und Gewinnrückgang im Jahr 2016. Seitdem haben sich Aktienkurs, Umsatz und Gewinn aber gut erholt, für 2018 wird ebenfalls ein Umsatz und Gewinnanstieg erwartet. Der Gewinn dürfte um rund 3,5 Prozent wachsen und liegt dann bei 0,64 Euro je Aktie nach 0,61 Euro im Vorjahr. Gleichzeitig hat Veolia seit 2015 jedes Jahr die Dividende erhöht und dürfte das auch 2019 wieder tun.

Hintergrund: Veolia geht auf die 1853 gegründete Générale des Eaux zurück, die Generalgesellschaft für Wasser. Mit den Gewinnen aus dem Wassergeschäft wurden zahlreiche Firmen aus den Bereichen Ver- und Entsorgung sowie Verkehr übernommen, aber auch zahlreiche Medienfirmen, beispielsweise die Werbeagentur Havas oder der Bezahlfernsehsender Canal+. Weil Wasser nur noch ein kleiner Bereich des Geschäfts war, wurde die Firma 1998 in Vivendi unbenannt. 2002 wurde der Bereich Wasser, Energie, Abfall und Verkehr, der eigentliche Kern des Unternehmens, unter dem Namen Vivendi Environnement teilweise verkauft. Seit 2003 trägt das Unternehmen den neuen Namen und ist seit 2006 völlig unabhängig von Vivendi.

Bewertung:

  • Attraktiv ist das Unternehmen vor allem durch die weltweite Ausrichtung.
  • Positiv ist das Geschäft mit Meerwasserentsalzungsanlagen, das immer wichtiger werden dürfte.
  • Hohe Dividende
  • Aber: Vergleichsweise hohe Bewertung
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Acciona Agua: Wasserspezialist aus Spanien

Gegenüber Xylem hat Acciona einen großen Nachteil: Die Wassersparte Acciona Agua ist nur eines von mehreren Standbeinen. So ist das Unternehmen auch im Geschäft mit erneuerbaren Energien oder Verkehrsinfrastruktur aktiv. Über eine Tochter baut das Unternehmen sogar Wein an.

Was Acciona im Wassergeschäft attraktiv macht, ist die Erfahrung mit den Rahmenbedingungen in einem trockenen Land. Denn in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern sind viele Menschen noch nicht an das Wassernetz angeschlossen. Gleichzeitig steigt vor allem in Afrika die Bevölkerung, was die Nachfrage zusätzlich erhöht. Nicht überall dort, aber in vielen Gegenden ist es trocken und Wasser muss beispielsweise aus Meerwasser gewonnen werden. Acciona Agua bietet neben Klär- und Wasseraufbereitungsanlagen auch Entsalzungsanlagen an.

 2015201620172018 (e)2019 (e)
Umsatz in Milliarden Euro6,86,07,3(7,4)...
Gewinn je Aktie in Euro3,65/3,85(4,5)(4,8)
Dividende je Aktie in Euro2,502,873,00(3,01)(3,20)
 Die wichtigsten Finanzdaten zu Acciona im Überblick

Seit 2012 schwimmt das Unternehmen auf einer Welle des Erfolgs. Vorausgegangen war aber ein deutlicher Kurssturz, zwischen 2009 und 2012 hatte die Aktie zwei Drittel ihres Wertes verloren. Daher lag der Kurs Anfang 2019 auch nur knapp 1,5 Prozent über dem von Anfang 2009, obwohl die Aktie allein innerhalb des vergangenen Jahres um rund 4,4 Prozent zulegen konnte, währen der Euro Stoxx 50 und viele andere europäische Aktienindizes gleichzeitig an Wert verloren. Der Umsatz wird 2018 wohl den Wert von 7,3 Milliarden Euro aus dem Jahr 2017 übertreffen, der wiederum rund 1,3 Milliarden Euro über dem Wert von 2016 lag. Auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg seit 2014 jedes Jahr an, auch wenn der Reingewinn (und damit auch der Gewinn je Aktie) im Jahr 2016 ungewöhnlich hoch ausfiel.

Hintergrund: Die Ursprünge reichen zurück bis ins Jahr 1862 zu einer galizischen Eisenbahngesellschaft, die später unter der Abkürzung MZOV firmierte. Durch die Fusion mit der Entrecanales y Tavora, einem Unternehmen dass beim Bau der San Telmo Brücke in Sevilla entstand. Zeitweise war das Unternehmen einer der größten Aktionäre des spanischen Stromkonzerns ENDESA, hat seine Beteiligung aber ebenso wie das Geschäft mit Windkraftanlagen mittlerweile verkauft.

Bewertung:

  • Die Entwicklung der jüngsten Vergangenheit spricht für die Aktie.
  • Wasser macht nur einen kleinen Teil des Geschäfts aus. Das sorgt für eine breite Streuung.
  • Aber: Aktionäre profitieren durch die Streuung nur eingeschränkt von einem möglichen Boom bei Wasseraktien.
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Gelsenwasser: Nummer 1 in Deutschland

Ein ähnliches Schwergewicht wie Veolia Water gibt es in Deutschland nicht. Das liegt nicht nur an der föderalen Struktur sondern auch daran, dass in Deutschland vor allem die Kommunen für die Strom- und Wasserversorgung zuständig sind. Große Wasserversorger gibt es deshalb kaum, zumal sich die meisten in kommunaler Hand befinden.

Eine Ausnahme ist das Unternehmen Gelsenwasser, eines der größten Trinkwasserversorger in Deutschland. Dessen Aktien lassen sich über die Börsen in Düsseldorf handeln. Die Aktivitäten sind aber von der Größenordnung nicht mit denen von Veolia vergleichbar, die Firma betreibt das Wassernetz in einigen Kommunen des Ruhrgebiets und hält Beteiligungen an vielen weiteren Anbietern. Ihm gehören beispielsweise 49 Prozent der Stadtentwässerung Dresden GmbH. Das französische Tochterunternehmen von Gelsenwasser betreibt unter anderem das Trinkwassernetz im Übersee-Department Guadeloupe. Der Umsatz liegt mit 1,2 Milliarden im Jahr 2017 deutlich unter dem von Veolia und sogar unter dem vieler Stadtwerke.

 20152016201720182019 (e)
Umsatz in Milliarden Euro1,01,01,2(1,5)...
Gewinn je Aktie in Euro24,5331,7526,85(24,40)...
Dividende je Aktie in Euro21,1621,1621,16(21,16)...
 Die wichtigsten Finanzdaten zu Gelsenwasser im Überblick

Anders als große Stromversorger wie RWE konnte Gelsenwasser seinen Umsatz und seinen Gewinn aber bisher stabil halten und sogar leicht steigern. Für 2018 lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen rund 300 Millionen über dem Vorjahreswert und auch der Jahresumsatz dürfte den des Vorjahres deutlich übertreffen.

Allerdings sanken parallel dazu die Gewinne. Für 2018 will Gelsenwasser zwar das Gewinnziel von 85 Millionen übertreffen, das bedeutet aber einen Gewinnrückgang um bis zu acht Millionen Euro. Die Ursache für den Gewinnrückgang sieht das Unternehmen in steigenden Lohnkosten sowie dem Wegfallen von Sondereffekten. Beim Verkauf von Anlagen waren 2017 deutliche Buchgewinne erzielt worden, weil der Verkaufspreis über dem bilanzierten Wert lag.

Hintergrund: Gelsenwasser wurde 1887 als Wasserversorger für das nördliche Ruhrgebiet gegründet worden. Neben den Städten Bochum und Dortmund hielt auch die VEBA Anteile an dem Unternehmen, die sie 2000 in die E.ON mit einbrachte. Schon 2003 verkaufte E.ON aber seine Anteil an die Städte Bochum und Dortmund, die damit heute die wichtigsten Aktionäre sind.

Bewertung:

  • Das Geschäft mit Wasser in Deutschland ist vergleichsweise stabil.
  • Aber: Gefahren drohen durch mögliche Liberalisierungen oder stärker Regulierung.
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Suez: Geld verdienen mit Abfall und Wasser

Eher für risikofreudige Anleger geeignet ist die französische Suez S.A. Das Unternehmen ist hoch volatil, in den letzten zehn Jahren hat es deutlich Auf- und Abwärtsbewegungen hinter sich gebracht. Von 2010 bis 2012 halbierte sich der Kurs, stieg dann um 150 Prozent innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren und fiel von 2015 bis Anfang 2018 dann wieder um mehr als 40 Prozent. 2018 wuchs die Aktie gegen den Trend, entwickelte sich aber seit November 2018 bis Anfang Februar wieder deutlich schlechter als der Markt. Auf die Sicht von drei, fünf oder zehn Jahren haben Anleger mit dieser Aktie Geld verloren. Wer zugreift setzt also auf eine Trendwende.

Dass es dazu kommt ist zwar nicht sicher, aber durchaus nicht unwahrscheinlich. Denn der Umsatz konnte in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 deutlich gesteigert werden. Nachdem die Einnahmen lange Zeit stagnierten, nahmen sie in den ersten drei Quartalen um 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Rechnet man Sondereffekte heraus, bleibt ein organisches Wachstum von 3,8 Prozent.

 2015201620172018 (e)2019 (e)
Umsatz in Milliarden Euro15,1415,3215,87(17,27)...
Gewinn je Aktie in Euro0,780,740,46(0,54)(0,64)
Dividende je Aktie in Euro0,650,650,650,65(0,65)
 Die wichtigsten Finanzdaten zu Suez im Überblick

Auch der Gewinn dürfte erstmals seit Jahren wieder zulegen. Während die Umsätze stagnierten sank der Gewinn pro Aktie. Für 2018 wird aber wieder ein höherer Gewinn erwartet. Weil die Dividende über alle die Jahre konstant bei 0,65 Euro je Aktie lag, ist auch die Dividendenrendite sehr attraktiv.

Suez ist beispielsweise für die Wasserversorgung der saudi-arabischen 3-Millionenstadt Jeddah zuständig. Die Besonderheit dabei: 98 Prozent des Trinkwassers werden aus Meerwasser gewonnen. Eine Fähigkeit, die bei weiter wachsenden und oft an der Küste gelegenen Millionenstädten auch andernorts hilfreich seien könnte

Hintergrund: Das französische Unternehmen ist eine Abspaltung von Engie, das wiederum aus einer Fusion von Gaz de France mit der Suez S.A. hervorging. Das Unternehmen trägt seinen Namen übrigens wegen der Beteiligung eines Vorgängerunternehmens am Bau des Suez-Kanals. Die Fusion mit GdF und die weitgehende Trennung im Anschluss brachten den Vorteil, dass das Unternehmen heute ganz auf die Themenfelder Abfall und Wasser spezialisiert ist, weshalb es bis 2015 unter Suez Environnement (die Schreibweise mit zwei n nach dem o entspricht der französischen Rechtschreibung) firmierte.

Bewertung:

  • Suez ist eher etwas für risikofreudige Anleger.
  • Gelingt die Trendwende, könnte das Unternehmen von seiner internationalen Ausrichtung und der Erfahrung im Geschäft mit der Trinkwassergewinnung aus Meerwasser profitieren.
  • Aber: In den vergangenen zehn Jahren machte Suez seinen Aktionären keine Freunde.
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In Wasser investieren mit Fonds

Bei Aktienfonds kümmert sich ein Fondsmanagement um die Auswahl der Aktien. Die Streuung auf mehrere Titel senkt das Risiko. Vor allem Wasser Aktien aus Afrika oder Wasser Aktien aus China sind wegen der politischen Risiken nur für Profis als Einzelinvestment zu empfehlen. Hier sind Fonds die bessere Lösung. Auch für Aktien aus Industrieländern bieten sie Vorteile, gleichzeitig sind aber auch die Kosten höher. Insgesamt sind sie für Einsteiger oft die bessere Wahl.

Die drei besten Wasser Aktienfonds

Aktienfonds haben allerdings den Nachteil, dass der Nutzer keine Kontrolle darüber hat, welche Titel er kauft. Wir haben deshalb einen Fonds mit gutem Rating ausgewählt, einen Wasseraktien ETF sowie einen, der besonders durch seine strengen ethischen Kriterien auffällt.

Der RobecoSAM Sustainable Water Fund B erhielt von FERI das Spitzenrating A. Mindestens 2/3 seines Vermögens investiert der Fonds in Unternehmen, die ihr Geld rund um das Thema Wasser verdienen. Aufgrund des hohen Ausgabeaufschlags ist er aber nur geeignet, wenn über mehrere Jahre investiert wird.

Robeco Water Funds Entwicklung

Die Internetseite von Robeco gibt auch Auskunft über die Entwicklung des Fonds.

Für den Fonds sprich aber, trotz des hohen Ausgabeaufschlags, die positive Entwicklung in den letzten Jahren. Im ersten Quartal 2019 war der Fonds sowohl kurzfristig (auf ein und drei Monate) als auch auf ein, drei, fünf und zehn Jahre deutlich im Plus. Ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags schlug der Fonds den Euro Stoxx 50 über alle genannten Zeiträume.

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Der ÖkoWorld Water for Life C Fonds wird ebenfalls aktiv gemanagt, hat aber besonders strenge ethischen Kriterien. Trotzdem stieg der Kurs von 2013 bis 2018 um fast die Hälfte, wobei Gewinne in der Vergangenheit natürlich auch hier keine Garantie für Erträge in der Zukunft sind.

Ökoworld Water

Die Fondspräsentation auf der Seite der Fondsgesellschaft Ökoworld.

Allerdings musste der Fonds ab Mitte 2018 deutliche Verluste hinnehmen. Erst Anfang 2019 kam die Trendwende, wobei die Kurse noch immer unter den Höchstkursen aus 2018 liegen.

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Dagegen kommt Water UCITS ETF D ohne Vertriebsprovision aus. Wie der Name schon andeutet handelt es sich um einen Wasser ETF, also einen börsengehandelten Fonds. Noch genauer sollte man von einem börsengehandelten Indexfonds sprechen, denn statt aktiv Aktien auszuwählen wird einfach der World Water CW Net Return nachgebildet.

Über fünf und zehn Jahre war er damit sogar erfolgreicher als alle in den Vergleich einbezogenen aktiven Wasserfonds. Über ein und drei Jahre wurde er zwar vom RobecoSAM Wasserfonds übertroffen, nach Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags schneidet aber auch hier der Water UCITS ETF D besser ab.

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Top 5 ETF

Sie riskieren Ihr Kapital

Wasser – Investment der Zukunft?

Über die Bedeutung von Wasser muss man kaum ein Wort verlieren. Ohne Wasser, genauer gesagt ohne Süßwasser, geht es nicht. Menschen benötigen es zum Durstlöschen, zum Tränken ihres Viehs und zum Wässern ihrer Pflanzen.
In den nächsten 20 Jahren wird der Wasserbedarf nach einer Studie der Nonprofit Organisation Ceres um fast 90 Prozent steigen. Treiber sind vor allem drei wichtige Faktoren:

  1. Die steigende Weltbevölkerung bedeutet auch mehr Konsumenten. Auch wenn die Geburtenraten seit der Jahrtausendwende deutlich gefallen sind (auf weltweit rund 2,5 Kinder je Frau), wird die Bevölkerung noch eine Weile deutlich wachsen. Denn wegen der hohen Geburtenzahlen in den 1980er und 90er Jahren gibt es viele junge Menschen, die jetzt selbst Kinder bekommen.
  2. Der steigende Wohlstand sorgt dafür, dass pro Kopf mehr Wasser verbraucht wird. Vor allem die Industrie wird zusätzliche Nachfrage schaffen.
    Wassereinsparungen durch Effizienzgewinne werden das nicht ausgleichen können. Hinzu kommt der Klimawandel, durch den an einigen Stellen die Niederschläge deutlich geringer geworden sind. Zwar sind sie an anderer Stelle deutlich gestiegen, doch das löst nicht die Probleme derer, die jetzt zu wenig Wasser haben.
    Verschärft wird das Problem dadurch, dass die Bevölkerung vor allem in Afrika wächst, wo ohnehin viele Menschen keinen ausreichenden Zugang zu Wasser haben.
  3. Der Klimawandel könnte in einigen Regionen für mehr Dürren sorgen und eine funktionierende Wasserversorgung noch wichtiger machen.
MSCI Frontier Markets

Gerade in Afrika wächst die Bevölkerung. Hier besteht außerdem noch viel Investitionsbedarf in Sachen Wasserversorgung.

Nachhaltig Geld anlegen mit Wasser

Wasseraktien werden auch von vielen Ethikfonds gerne gekauft. Denn sauberes und verfügbares Trinkwasser ist ein wichtiger Baustein für Lebensqualität und Gesundheit. Allerdings gibt es auch Kritiker, ihnen zufolge sollte die Wasserversorgung immer in öffentlicher Hand liegen. Ein effizient und gut arbeitendes Privatunternehmen ist aber auch aus Sicht der Verbraucher besser als ein schlecht wirtschaftendes Staatsunternehmen.

Weltweit gibt es sowohl für geglückte als auch für missglückte Privatisierungen Beispiele. Es lohnt sich deshalb einen Blick auf die Geschäftspolitik der Firma zu werfen. Einfacher ist da die Investition in ein Technologieunternehmen oder einen Wasseraktien Fonds.

Suez Website

Die Website von Suez gibt einen Überblick über die Projekte des Unternehmens.

Wie schwierig das Geschäft mit dem Wasser sein kann zeigt der Fall Nestlé. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, durch die Entnahme von Grundwasser Dürren verschärft zu haben. Nach Aussagen von Nestlé sind die Vorwürfe überwiegend falsch, beispielsweise habe man bei einer Dürre in Pakistan gar kein Grundwasser entnommen, wie in einem Film behauptet, sondern Tiefenwasser gefördert und damit die Wasserknappheit sogar reduziert. Aber der Imageschaden ist trotzdem enorm. Ohnehin gibt es keine Nestlé Wasser Aktien, sondern Wasser ist nur ein Teil des Geschäftes der Schweizer. Deshalb hat es das Unternehmen nicht unter unsere drei besten Rohstoff Wasser Aktien geschafft.

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Fazit

Wasser ist lebensnotwendig. In Wasser investieren verspricht deshalb gute Geschäfte. Allerdings gilt die Vermarktung des Rohstoffs gerade deshalb teilweise als anstößig. Wer guten Gewissens investieren will, muss sich informieren oder einen Wasserfonds mit hohen ethischen Standards kaufen. Trotzdem bleiben politische Risiken, etwa durch Verstaatlichungen. Eine sinnvolle Alternative können deshalb Aktien von Dienstleistern sein, beispielsweise vom Unternehmen Xylem, das von IT-Lösungen bis hin zu Meerwasserentsalzungsanlagen technische Lösungen für Wasserunternehmen bietet. Gerade die Meerwasserentsalzung verspricht angesichts technischer Fortschritte auf diesem Gebiet und des Wachstums der Megastädte gute Geschäfte.

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