Wie Sie mit Wasser Aktien & ETFs nachhaltig investieren 2022

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Investieren in Wasser-Aktien und Fonds

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Unsere Arbeitsweise

analysierte investments
41
Analysierte
Investments
stunden investiert
25
Stunden
investiert
stunden recherchiert
19
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
11
Ausführliche
Analysen

 

Wasser Aktien: Das Wichtigste in Kürze

Inhaltsverzeichnis


Die besten Wasser Aktien 2022

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A1JMBU
US98419M1009
2,43
19.319
0.0598%
0.0114
501451
FR0000124141
1,34
15.516
0.0097%
0.0443
865629
ES0125220311
0,00
9.986
0.0369%
0.0226
776000
DE0007760001
0,00
3.609
0.0074%
0.0215
A0NJ38
US0304201033
3,89
25.281
0.3458%
0.0188

Auf der Suche nach dem passenden Depotanbieter? Aktien.net empfiehlt:

Weitere Wasser Aktien mit Potential

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
863871
US0565251081
2,29
3.188
0.1196%
0.0083
A2H5CX
US30057T1051
2,49
4.602
0.0348%
0
A115FG
IE00BLS09M33
1,09
6.754
0.1302%
0.0209
629203
DE0006292030
0,00
632
0.0442%
0.0381
904057
US5355551061
1,22
1.792
0.0849%
0.0083
A0Q418
FR0010613471
2,04
0
0.0343%
0.0353
A0BM01
US7462283034
0,00
204
0.3463%
0
A0MQWG
CH0030170408
4,54
14.475
0.196%
0.0305
A0Q4DC
CH0038863350
4,11
299.503
0.1775%
0.0276
613030
DE0006130305
0,00
0
0%
0
A0JL46
DE000A0JL461
0,00
4
0.1351%
0
866197
US2358511028
2,87
179.785
0.2165%
0.004
694426
SG1J47889782
0,00
120
0%
0
A2PG87
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4,39
22.774
0.0743%
0.0256
868323
US8318652091
1,68
8.552
0.1299%
0.0221
A0Q4EC
GB00B39J2M42
112,55
6.496
-0.0305%
0.0461
856632
US5745991068
1,56
9.822
0.0981%
0.0245
A14Q5B
GB00BWFGQN14
4,42
8.835
0.1536%
0.0131

 

Die besten Wasser ETFs & Fonds, die wir in diesem Artikel vorstellen

WKNISINTERAUMA/TTD
LYX0CA
FR0010527275
0.60%
1.311
☑️ 0.4%
0.69%

Ebenfalls sehr empfehlenswerte Wasser ETFs & Fonds, die wir in diesem Artikel vorstellen

Wenn Sie den ETF / Fond anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN / ISIN
ÖkoWorld Water for Life C
A0NBKMWKN kopiert
LU0332822492ISIN kopiert
RobecoSAM Sustainable Water Fund (CHF) B
A0LB5NWKN kopiert
LU0267926730ISIN kopiert

Ebenfalls sehr gute Wasser ETFs & Fonds

Name / WKN / ISIN
RobecoSAM Sustainable Water Fund
763763WKN kopiert
LU0133061175ISIN kopiert
Pictet-Water
933349WKN kopiert
LU0104884860ISIN kopiert
BNP Paribas Aqua Classic Cap
A14XZ1WKN kopiert
LU1165135440ISIN kopiert
Swisscanto (LU) Equity Fund Global Water Invest
A0MSPXWKN kopiert
LU0302976872ISIN kopiert
JSS Sustainable Equity-Water
A0M90MWKN kopiert
LU0333595436ISIN kopiert
Tareno Waterfund
A0M06BWKN kopiert
LU0319773478ISIN kopiert

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Investieren in Wasser-Aktien: Auf diese 5 Wasser-Aktien sollten Sie 2022 achten

Alle fünf Firmen auf unserer Liste der Wasser-Aktien erwirtschaften einen relevanten Anteil ihres Umsatzes mit dem Rohstoff Wasser. Dabei haben wir nicht nur „klassische Wasserfirmen“ gewählt, die Trinkwasser verkaufen oder Leitungsnetze betreiben. Attraktiver noch erscheinen uns Firmen, die Zubehör liefern, darunter auch Filtersysteme.

Denn diese Unternehmen verdienen auch dort Geld, wo kommunale und staatliche Firmen für die Wasseraufbereitung zuständig sind. Außerdem sind sie von Verstaatlichungen oder Regulierungen weit weniger betroffen als die Betreiber von Wassernetzen. Und schließlich bieten sie die Aussicht auf Skaleneffekte. Eine gute Erfindung kann immer wieder verkauft werden.

Xylem: Größte „echte“ börsennotierte Wasser-AG der Welt

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A1JMBU
US98419M1009
2,43
19.319
0.0598%
0.0114


Wer sich selbst lieber auf Zulieferer statt auf Versorger konzentrieren will, der sollte die Aktien der Firma Xylem beobachten. Die Firma stellt Geräte für die Gewinnung, Lagerung und den Transport von Trinkwasser her und ist die einzige frei an der Börse gehandelte Aktiengesellschaft, die ausschließlich auf das Themenfeld Wasser spezialisiert ist. Das US-Unternehmen Xylem ist führend im Bereich Wassertechnik und in allen Weltregionen geschäftlich aktiv. Zum Produktionssortiment gehören Pumpen, Filter und Messgeräte. Einen Großteil des Umsatzes macht Xylem mit Serviceprodukten und -leistungen. Mit dem umfangreichen Serviceangebot verfügt Xylem über ein sehr stabiles Geschäftsfeld. Damit verschafft sich der Wassertechnikspezialist eine sichere Wettbewerbsposition gegenüber den Konkurrenten. Fast die Hälfte des Jahresumsatzes erzielt Xylem zum einen über Ersatzteile für die Pumpen und Filtersysteme und zum anderen mit der Wartung der bei Kunden befindlichen eigenen Mess- und Kontrollgeräte. Zum weiteren Geschäftsfeld zählen Turbinen zur Stromgewinnung aus Wasserkraft. 2004 war Xylem auch an der Entwicklung einer Meerwasserentsalzungsanlage in Dubai beteiligt, die rund 45 Prozent weniger Energie verbrauchen soll als älteren Anlagen. Hintergrund: Nur wenige Anleger*innen kennen Xylem – es sei denn, sie sind Fans des englischen Fußballclubs Manchester City, zu dessen Sponsoren Xylem gehört. Die mangelnde Bekanntheit liegt schlicht daran, dass die Kunden der Firma vor allem Unternehmen sind. Xylem wurde von der Nachhaltigkeitsrating-Agentur ISS ESG Energieeffizienz und gute Ökobilanz bescheinigt. Laut Xylem waren 2021 etwa 80 Prozent der 16.000 Mitarbeiter*innen ehrenamtlich tätig, um dringende Wasserprobleme zu lösen. Xylem kämpft wie viele andere Technologieunternehmen mit Lieferkettenstörungen und insbesondere mit dem Mangel an Halbleitern. Bereits im vierten Quartal wurden Umsatz- und Gewinnziele nicht erreicht. Zu den Stärken von Xylem zählen die über 2.000 Patente. Das Unternehmen profitiert von einer hohen Kundentreue. Im Allgemeinen scheuen Kunden den Wechsel zu anderen Wassertechnologieherstellern, weil das möglicherweise mit Qualitätseinbußen und mit hohen Kosten verbunden ist. Xylem ist die größte „echte“ börsennotierte Wasser-Aktiengesellschaft der Welt. Mit weltweit zunehmenden Wasserverbrauch nimmt die Nachfrage nach Wassertechnik stark zu. Xylem ist ein führender Wassertechnikausrüster und ein attraktives Investment für Anleger*innen, die in Wasser Aktien investieren möchten. Anleger*innen können Kursrücksetzer für einen Einstieg nutzen.

Veolia

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
501451
FR0000124141
1,34
15.516
0.0097%
0.0443

Veolia-Aktien versprechen Abhilfe bei der weltweiten Wasserknappheit. Veolia Environnement notiert als AG an den Börsen in Paris und New York. Zu den Geschäftsbereichen des global tätigen Unternehmens und Umweltdienstleisters zählen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung und -aufbereitung sowie Energieversorgung für Privathaushalte, Gewerbe- und Industriekunden und Kommunen. Das Tochterunternehmen Veolia Water gehört zu den weltweit größten Trinkwasserversorgern. Ein Schwerpunkt in der Zukunft wird das Geschäft mit Meerwasserentsalzungsanlagen sein. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Aktie mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von über 14 Prozent meistens besser als der französische Aktien- und Vergleichsindex CAC 40 entwickelt. Hintergrund: Veolia geht auf die 1853 gegründete Générale des Eaux zurück, die Generalgesellschaft für Wasser. Mit den Gewinnen aus dem Wassergeschäft wurden zahlreiche Firmen aus den Bereichen Ver- und Entsorgung sowie Verkehr übernommen, aber auch zahlreiche Medienfirmen, beispielsweise die Werbeagentur Havas oder der Bezahlfernsehsender Canal+. Veolia Environnement konnte Anfang 2022 die Übernahme des heimischen Konkurrenten Suez abschließen, wodurch die führende Position im Bereich Wasseraufbereitung und Abfallwirtschaft weiter gefestigt wurde. Beide Konzerne werden ein Teil ihrer Geschäfte verkaufen, um Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission auszuräumen. Veolia und Suez sind weltweit tätig und führend in der Wasseraufbereitung und der Abfallwirtschaft. Um die Wettbewerbsbedenken der Kommission auszuräumen, müssen die Konzerne Teile ihres Geschäfts veräußern. Suez verkauft Abfallbewirtschaftung und kommunales Wassers in Frankreich. Veolia trennt sich von mobilen Wasserdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum. Zudem wird ein Teil des Bereichs "Deponierung gefährlicher Abfälle" verkauft. Mit den Einnahmen steigt die Finanzkraft und Liquidität im Unternehmen. Damit können weitere Expansionen und Investitionen sichergestellt werden. Der Wasser- und Umweltkonzern beschäftigt nach der Suez-Übernahme rund 315.000 Mitarbeiter*innen weltweit. Für die Jahre 2022 und 2023 prognostizieren Analysten beim Umweltdienstleister eine Gewinnsteigerung von im Schnitt 40 Prozent. Für die Veolia-Aktie sollte sich das Geschäft mit Meerwasserentsalzungsanlagen als ein Kurstreiber erweisen. Länder wie Brasilien, Israel, Spanien sowie die Staaten auf der arabischen Halbinsel setzen stark auf diese Technologie. Das Umweltunternehmen versorgt mehr als 100 Millionen Menschen weltweit mit Trinkwasser. Das Geschäft mit Meerwasserentsalzungsanlagen wird sich als Gewinnbringer erweisen. Anleger*innen profitieren zu dem von einer vergleichsweise hohen Dividende.

Acciona Agua: Wasserspezialist aus Spanien

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
865629
ES0125220311
0,00
9.986
0.0369%
0.0226

Acciona S.A. ist ein weltweit tätiger Mischkonzern in den Geschäftsbereichen Energie und Infrastruktur und ein spanisches Energie- und Wasserunternehmen. Acciona Industrial (Bereich Energie) ist spezialisiert auf Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, darunter auch Wasserkraft, und Verkehrsinfrastruktur. Acciona Agua (Bereich Infrastruktur) ist zuständig für Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Kläranlagen für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie Entsalzungsanlagen. Acciona Agua gilt als alternative Wasserentsalzungs-Aktie. Acciona ist in allen Phasen des Wasserkreislaufs aktiv, um ihn für die menschliche Nutzung zu gestalten. Das Unternehmen versorgt die Bevölkerung, reinigt Abfall- und Industriewässer und kümmert sich mit modernen Technologien um die Wiederverwendung von Wasser. Seit 2012 schwimmt das Unternehmen auf einer Welle des Erfolgs. Die Aktie entwickelte sich mit rund 30 Prozent wesentlich besser als der spanische Aktienmarkt. Auch der Kurseinbruch an den Aktienmärkten im Februar und März 2020 traf die Aktie weniger stark als viele andere Unternehmen. Hintergrund: Die Ursprünge des Unternehmens reichen zurück bis ins Jahr 1862, und zwar zu einer galizischen Eisenbahngesellschaft, die später unter der Abkürzung MZOV firmierte. Erwähnenswert ist auch die Fusion mit der Entrecanales y Tavora, einem Unternehmen, das beim Bau der San Telmo Brücke in Sevilla entstand. Eine Zeitlang war Acciona am spanischen Stromkonzern ENDESA beteiligt. Die Beteiligung wurde ebenso wie das Geschäft mit Windkraftanlagen verkauft. Acciona hat im November 2021 ein Joint Venture mit dem US-Wasserstoff-Unternehmen Plug Power geschlossen. Das gemeinsame Unternehmen "AccionaPlug" soll grünen Wasserstoff für Verbraucher*innen in Spanien und Portugal bereitstellen. Die Entwicklung von Umsatz und Gewinn in der jüngeren Vergangenheit spricht für die Aktie. Was Acciona als Wasser Aktie attraktiv macht, ist die Erfahrung im Wassergeschäft unter schwierigen Rahmenbedingungen in einem trockenen Land. Schwellen- und Entwicklungsländer (Wassernetzausbau) und Afrika (steigende Nachfrage nach Wasser durch Bevölkerungswachstum) sind bedeutende Märkte für den weiteren Geschäftsausbau. Die Infrastruktur- und Energieaktivitäten von Acciona sorgen für eine breite Streuung. Wasser macht nur zwar einen kleinen Teil des Acciona Geschäfts aus, doch sind die anderen Teilbereiche ebenfalls auf Wachstum programmiert. Die Acciona Aktie verspricht in kommenden Jahren überdurchschnittliche Renditen.

American Water Works: Wichtiger US-Wasserversorger

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A0NJ38
US0304201033
3,89
25.281
0.3458%
0.0188

American Water Works (AWW) ist der bedeutendste Wasserversorger in den Vereinigten Staaten mit einer langen Geschichte, die im Jahr 1886 begann. In 46 US-Bundesstaaten nutzen 14 Millionen Menschen die Versorgerdienstleistungen. Seit April 2008 ist das frühere RWE-Unternehmen börsennotiert. Der größte börsennotierte US-Versorger im Bereich Trink- und Abwasser zahlt seit 1931 regelmäßig jedes Quartal eine Dividende aus. Die aktuelle Dividendenrendite für 2021 liegt bei 1,5 Prozent. Das Unternehmen hat von Steuererleichterungen der Trump-Regierung und der Biden-Regierung profitiert. Das veraltete Wasserversorgungsnetz muss grundlegend saniert werden, was zum einen hohe Investitionen seitens AWW erfordert und zum anderen den Zugang zu weiteren staatlichen Vergünstigungen bedeuten könnte. American Water Works überzeugt mit seiner Geschäftsentwicklung schon seit Jahren. Die Umsatzsteigerung seit 2010 beträgt mehr als 50 Prozent. Auch die Gewinnseite zeigt sich positiv. Das Ergebnis je Aktie (EPS) betrug 2021 4,25 US-Dollar, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent. Aktionäre werden am Erfolg mit Dividenden beteiligt. 2021 betrug die Dividende 2,36 US-Dollar (+10 Prozent gegenüber 2020). Ein stabiles Gewinnwachstum wird auch in den kommenden Jahren für Gewinnbeteiligungen sorgen. Das AWW Management rechnet für 2022 mit um die 4,49 US-Dollar Gewinn je Aktie (+5 Prozent). Langfristige Finanzziele sehen ein Wachstum beim Ergebnis je Aktie von 7 bis 9 Prozent. Zur Sicherung des künftigen nachhaltigen Wachstums und zur Stärkung der Marktposition wird AWW in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen. Investieren wird das Unternehmen in die Verbesserung der Infrastruktur und in Übernahmen (Akquisitionen). Im nächsten Jahrzehnt – bis 2032 – sollen die Investitionen eine Höhe von 28 bis 32 Milliarden US-Dollar erreichen. AWW-Aktie legte in den letzten fünf Jahren um mehr als 100 Prozent zu, einige Prozentpunkte mehr als der S&P 500 Aktienindex. Mit der Aktie von American Water Works können Anleger*innen ihr Depot breiter aufstellen. Die Wachstumsaussichten sind sehr gut, ebenso überzeugt der defensive Charakter der Wasser Aktie.

Gelsenwasser: Investieren in Wasser-Aktien in Deutschland

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
776000
DE0007760001
0,00
3.609
0.0074%
0.0215

In Deutschland sind fast überall die Strom- und Wasserversorgung in der Hand von Kommunen. Bedeutende börsennotierte Wasserversorgungsgesellschaften gibt es nur wenige. Entsprechend schwierig gestaltet sich das Investieren in Wasser-Aktien. Gelsenwasser ist eine Aktiengesellschaft, die an Börsen in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf notiert. Gelsenwasser-Aktien werden mehrheitlich durch die Wasser und Gas Westfalen GmbH (92,2 Prozent) gehalten. Eine Ausnahme ist das Unternehmen Gelsenwasser, einer der größten Trinkwasserversorger in Deutschland. Zum operativen Geschäft der Gelsenwasser AG gehört neben dem Segment Wasser (Trinkwasser und Abwasserentsorgung) das Segment Energie (Strom- und Gasversorgung). Gelsenwasser betreibt das Wassernetz in einigen Kommunen des Ruhrgebiets und hält Beteiligungen an vielen weiteren Anbietern. Der Firma gehören beispielsweise 49 Prozent der Stadtentwässerung Dresden GmbH. Ein französisches Tochterunternehmen von Gelsenwasser betreibt unter anderem das Trinkwassernetz im Übersee-Department Guadeloupe. Der Umsatz von Gelsenwasser lag mit 1,7 Milliarden im Jahr 2020 deutlich unter dem von Veolia und sogar unter dem vieler Stadtwerke. Gelsenwasser ist auf Wachstumskurs, denn im Jahr 2021 stieg der Umsatz auf mehr als 6 Milliarden Euro. Seit Jahren schüttet die Gesellschaft zuverlässig eine Dividende (Dividendenrendite 1,5 Prozent) aus. Hintergrund: Gelsenwasser wurde 1887 als Wasserversorger für das nördliche Ruhrgebiet gegründet. Neben den Städten Bochum und Dortmund hielt auch die VEBA Anteile an dem Unternehmen, die sie 2000 in die E.ON mit einbrachte. Schon 2003 verkaufte E.ON aber seine Anteile an die Städte Bochum und Dortmund, die damit heute die wichtigsten Aktionäre sind. Gelsenwasser ist einer der größten Flächenversorger Europas. Die Trinkwasserversorgung wird für über 2,5 Millionen Menschen aus eigenen Wasserwerken oder über Wiederverkäufer sichergestellt. Der hohe Anteil von Wasser-Aktien in der Hand von Kommunen behindert die Durchsetzung privater Anlegerinteressen. Die internationale Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Gelsenwasser AG aktuell mit einem Rating von A- (Ausblick: stabil) bedacht. Das Wassergeschäft in Deutschland gilt als stabil und ertragreich. Daraus resultiert die Attraktivität dieser Wasser-Aktie als Depotbeimischung.

Investieren in Wasser-Aktien – eine gewinnbringende Idee? Die SWOT-Analyse

Was spricht für und was gegen den Kauf von Wasser-Aktien? Wir haben die Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken kurz gegenübergestellt.

Stärken: Wasser ist lebenswichtig

Wasser ist lebenswichtig. Daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Öl könnte als Energieträger eines Tages durch Wasserstoff oder Akkus ersetzt werden. In der Kunststoffherstellung könnten mithilfe der Biotechnologie nachwachsende Rohstoffe das Öl ablösen. Auch im Moment angesagte Rohstoffe wie Lithium könnten schon mittelfristig ersetzt werden. Wasser dagegen bleibt. Das macht das Investieren in Wasser-Aktien attraktiv.

Für die Versorgungsunternehmen wie Gelsenwasser spricht außerdem, dass ihr Leitungsnetz den Zugang zum Markt beschränkt. Die Gefahr, von Konkurrenten aus dem Markt gedrängt zu werden, ist ausgesprochen gering.

Schwächen: Vor allem Versorger haben wenig Wachstumsmöglichkeiten

Die starke Bedeutung von Wasser ist aber auch eine Schwäche. Einmal ist dadurch ein großer Teil der Förderung und Verteilung in staatlicher oder kommunaler Hand, was die Auswahl beim Investieren in Wasser-Aktien beschränkt. Auch private Wasserversorger wie Gelsenwasser sind meistens zu einem hohen Anteil in öffentlicher Hand. Das kann dazu führen, dass Entscheidungen unter politischen und nicht unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen werden.

Versorger bieten außerdem wenig Hoffnung auf hohe Zuwächse. Das Geschäft ist zwar ein Stück weit planbar, das bedeutet aber auch weniger Wachstumsphantasien. Anders sieht es allerdings bei Unternehmen aus, die Technologie für die Wasserversorgung liefern (siehe nächstes Kapitel: Chancen).

Chancen: Nachfrage nach Wasser steigt

Die Nachfrage nach Wasser wird weiter steigen. Denn die Weltbevölkerung wächst ebenso wie der Wohlstand. Mit dem Einkommen nimmt der Wasserverbrauch zu, nicht nur im privaten Bereich, sondern auch in der Industrie. Einfach zugängliche Wasservorkommen sind aber weitgehend ausgeschöpft. Viele Megastädte liegen am Meer, doch zum Entsalzen ist technisches Know-how nötig.

Schließlich steigt mit dem Wohlstand auch der Anspruch ans Trinkwasser. Auch dort, wo es Trinkwasser gibt, ist es heute teilweise nicht von der Qualität, wie man es beispielsweise aus Deutschland gewohnt ist. Hier sind weitere Investitionen notwendig.

Auch die Abwasserentsorgung wird wichtiger. Abwässer einfach ins Meer zu leiten oder versickern zu lassen ist immer weniger akzeptabel. Dafür sorgen die steigende Bevölkerungsdichte und das steigende Umweltbewusstsein.

Von diesen Punkten profitieren hauptsächlich Technologieunternehmen. Allerdings eröffnen sich auch Versorgern neue Chancen. Denn viele öffentliche Wasserunternehmen arbeiten ineffizient und haben nicht die nötigen Mittel und das nötige Wissen, um die Wasserversorgung zu modernisieren.

Denkbar sind auch Mischmodelle, wie sie AquaVenture verfolgt. Dabei bleibt das Leitungsnetz in öffentlicher Hand, Meerwasserentsalzungs- und Kläranlagen werden aber privat betrieben. Oder das Leitungsnetz wird zwar nicht verkauft, aber an ein privates Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum, beispielsweise 20 Jahre, verpachtet.

Risiken: Versorger und Technologieunternehmen unterscheiden

Obwohl Versorgungsunternehmen nicht damit rechnen müssen, dass ihnen ein anderes Unternehmen mit einem eigenen Leitungsnetz Konkurrenz macht, droht ihnen von zwei Seiten Gefahr, nämlich durch eine Verstaatlichung und eine Liberalisierung. Den letzten Fall haben Stromkonzerne wie RWE oder E.ON erfahren, deren Gewinne durch die Öffnung des Strommarktes deutlich gesunken sind.

Aber auch Verstaatlichungen sind denkbar. Erzielt ein privates Unternehmen zu hohe Gewinne, wird das zu der Forderung führen, die Gewinne entweder zu beschneiden oder das Unternehmen ganz zu verstaatlichen. Beispielsweise können staatlich niedrigere Preise verordnet werden.

Technologieunternehmen haben diese Risiken nicht im gleichen Maße, sind aber anderen Gefahren ausgesetzt: Ihr Produkt kann ganz einfach nicht mehr gefragt sein, beispielsweise weil es technisch überholt ist. Hinzu kommt das Problem der Korruption. Andere Firmen könnten lukrative Aufträge bekommen, weil sie Entscheidungsträger vor Ort bestechen.

Ergebnis der SWOT Analyse

Wasser ist ein stark nachgefragter Rohstoff, der in Trinkwasserqualität in vielen Regionen der Welt Mangelware ist. Örtliche Wasserversorger müssen sich kaum größerer Konkurrenz stellen. Vorhandene Wassernetze sind vielfach überaltert und bedürfen in den nächsten Jahren umfangreicher Investitionen. In Zukunft werden Unternehmen gefragt sein, die Technologien zur Wasseraufbereitung, Abwasserbehandlung und Meerwasserentsalzung zur Verfügung stellen. Mit Wasser lässt sich Geld verdienen, das auch in den Taschen der Aktionäre ankommen sollte.

Allerdings bietet die Investition auch Risiken. Wer Geld für die Zukunft anlegt oder Aktien für Kinder kauft, sollte auf eine breite Streuung achten. Wasseraktien können dann nur einer von mehreren Bausteinen sein.

Investieren in Wasser-Aktien mit Fonds und ETFs

Egal wie sorgfältig ein Unternehmen ausgesucht wurde, es besteht immer das Risiko, dass die Firma am Ende doch scheitert. Hier bieten Fonds Vorteile, denn sie streuen das Risiko stärker. Besonders beliebt sind dabei börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs. Denn sie lassen sich preiswert kaufen und verkaufen.

Allerdings gibt es mit Smartbroker jetzt einen Anbieter, der klassische (also nicht börsennotierte) Fonds zu den gleichen Bedingungen anbietet wie ETFs. Statt einem Ausgabeaufschlag von 2,5 bis 5,0 Prozent müssen Käufer hier ab 0 Euro Ordergebühr zahlen, wie beim Erwerb von Aktien und ETFs.

ÖkoWorld Water for Life C Fonds

WKN: A0NBKMWKN kopiert / ISIN: LU0332822492ISIN kopiert

Der ÖkoWorld Water for Life C Fonds wird aktiv gemanagt und unterliegt besonders strengen ethischen Kriterien. Trotzdem stieg der Kurs von 2017 bis 20122 um rund  50 Prozent, wobei Gewinne in der Vergangenheit natürlich auch hier keine Garantie für Erträge in der Zukunft sind.

Ökoworld Website - Wasser Aktien

Die Fondspräsentation auf der Seite der Fondsgesellschaft Ökoworld. (Quelle: oekoworld.com)

Im März 2020 verlor der Fonds im Gefolge der Corona-Pandemie zwar deutlich an Wert, konnte die Verluste aber schnell wieder wettmachen. 2021 bewegen sich die Kurse vor allem seitwärts. Gegen den Fonds sprechen allerdings die hohen Kosten. Der Ausgabeaufschlag liegt mit 5,0 Prozent zwar in einem bei aktiv verwalteten Fonds üblichen Bereich, ist aber 2,0 Prozentpunkte höher als beim oben vorgestellten Fonds. Allerdings wird der Fonds beim Neobroker finanzen.net zero (ehemals Gratisbroker) ohne Ausgabeaufschlag angeboten.

Allerdings sind auch die jährlichen Verwaltungskosten mit 2,60 Prozent recht hoch. Über fünf Jahre hat der Fonds dennoch deutlich besser abgeschnitten als der DAX. Er stieg um 50 Prozent gegenüber 36 Prozent beim DAX (Stand: 01 / 2022).

Dagegen wird der Amundi World Water UCITS ETF D (bis 2022 Lyxor) an der Börse gehandelt, ist also ein ETF. Noch genauer sollte man von einem börsengehandelten Indexfonds sprechen, denn statt aktiv Aktien auszuwählen, wird vom Fondsmanagment der World Water CW Net Return nachgebildet. Das senkt die Kosten.Sie liegen beim Amundi World Water ETF bei 0,60 Prozent, verglichen mit 2,6 Prozent beim aktiv verwalteten Fonds.

Von Anfang 2017 bis Anfang 2022 war er trotzdem erfolgreicher als der ÖkoWorld Water for Life Fonds, ebenso im Jahresvergleich. Dafür erfolgt aber auch keine so strenge Prüfung nach Nachhaltigkeitskriterien wie beim Konkurrenten. Zu den wichtigsten Einzelaktien mit einem Anteil von jeweils über 5,0 Prozent gehörten die oben vorgestellten Papiere von American Water Works und Veolia, ebenso Waste Management und Geberit.

Das sollten Sie zum Investieren in Wasser-Aktien wissen

Ist eine Investition in Wasser ethisch vertretbar?

Breite Kampagnen setzen sich kritisch mit dem Handel mit Wasser auseinander, teils zu Recht, teils zu Unrecht. Grundsätzlich gilt, dass private Unternehmen Wasser oft effizienter bereitstellen als staatliche Unternehmen und damit auch Verbrauchern niedrigere Preise bieten können. In vielen Fällen haben die Kunden von einer Privatisierung profitiert. Es gibt aber auch Gegenbeispiele, wo Wasser für viele Bezieher durch Privatisierungen teurer wurde.

Die australische Wasser-Aktie Daxton Water als Fallbeispiel

Ein Beispiel für ein umstrittenes Geschäft mit dem Wasser ist Daxton Water, eine australische Wasser-Aktie. Das Unternehmen ist eine Investmentgesellschaft, die ausschließlich Wasserrechte besitzt und vergibt. Da sie weder ein Leitungsnetz betreibt, noch Produkte für die Wasserförderung herstellt, ist sie extrem umstritten.

Tatsächlich spricht einiges gegen eine solche Investition, auch aus wirtschaftlicher Sicht: Sollte sich die Wasserkrise in Australien nicht im erwarteten Maße verschärfen, würde das Unternehmen wohl Verluste machen. Steigen die Preise für Wasserrechte dagegen, könnte der Staat regulierend eingreifen. Im Fall der australischen Wasser-Aktie Daxton Water kommt noch hinzu, dass die Aktie nur an den australischen Wertpapiermärkten gehandelt wird.

Gegenbeispiel: Suez

Das französische Unternehmen Suez (früher Suez Environnement), benannt nach dem Kanal, zu dessen Finanzierung es gegründet wurde, ist weltweit als Wasserspezialist aktiv. Es bietet verschiedene Dienstleistungen, von der reinen Beratung über die Konstruktion, den Betrieb einzelner Anlagen oder des ganzen Leitungsnetzes, wie beispielsweise in Casablanca.

So leistet es einen wichtigen Beitrag für die weltweite Wasserversorgung. Es betreibt etwa in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, ein Wasserwerk, das die Stadt selbst vermutlich nicht in so kurzer Zeit hätte errichten können. In Nigeria war das Unternehmen dagegen rein beratend tätig.

Als Investition hat die Aktie allerdings unsere Erwartungen nicht erfüllt. Anleger sollten beobachten, ob sie noch weiter fällt.

Technologiefirmen

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, investiert in eine Technologiefirma wie Xylem. Neue Verfahren bei der Wasserreinigung, der Meerwasserentsalzung oder der Abwasserbehandlung können dafür sorgen, dass mehr Menschen mit qualitativ hochwertigem Wasser versorgt werden können und trotzdem die Umweltbelastung sinkt.

Alternativ können Anleger auch einen Fonds wie den von uns vorgestellten ÖkoWorld Water for Life C Fonds kaufen, der neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

Wo liegt das meiste Potenzial bei Wasser-Aktien?

Die Frage ist schwer zu beantworten. Es dürfte aber wohl nicht der Bau und Betrieb von Leitungen in den europäischen Ländern sein, wie ihn Gelsenwasser vor allem betreibt.

Die Abwasserreinigung dürfte immer wichtiger werden, denn mehr Wohlstand und mehr Menschen bedeutet erfahrungsgemäß auch mehr Wasserbelastung. Gleichzeitig sinkt mit steigendem Einkommen die Bereitschaft, solche Umweltschäden in Kauf zu nehmen.

Zukunftsthema Meerwasserentsalzung

Wichtiger ist aber die Bereitstellung von ausreichend viel trinkbarem Wasser. Hier haben Küstenstädte den Vorteil, dass sie über ausreichend Wasser verfügen, das nur trinkbar gemacht werden muss. Glücklicherweise liegen viele Megastädte wie Lagos in Nigeria, Dhaka in Bangladesch oder Alexandria in Ägypten am Meer.

Die Meerwasserentsalzung dürfte deshalb eine große Rolle in der Zukunft spielen. Auch Kalifornien ist von zunehmender Wasserknappheit geplagt. Bisher ist die Aufbereitung von Meerwasser sehr energieintensiv. Allerdings gab es hier zuletzt deutliche Fortschritte.

Außerdem könnten bei zunehmendem Umstieg auf regenerative Energien Stromüberschüsse gezielt zum Entsalzen von Wasser verwendet werden, in Zeiten mit hoher Stromnachfrage oder geringer Produktion stehen die Anlagen dann still.

Wasseraufbereitung allgemein wichtig

Aber auch die „normale“ Wasseraufbereitung dürfte wichtiger werden, denn bisher ist das Trinkwasser in vielen Ländern von bescheidener Qualität. Auch der Bau von Fernwasserleitungen könnte wichtiger werden, um Wasserüberschüsse aus bestimmten Regionen in Gegenden mit Wassermangel zu verteilen.

Geht der Trend in Richtung Verstaatlichung oder Privatisierung?

Die Versorgungsunternehmen, egal ob beim Thema Wasser, Strom oder Gas, sind einem ständigen Wechsel von Verstaatlichungen und Privatisierungen ausgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weltweit private Anbieter verstaatlicht, ab den 1980er-Jahren dann viele privatisiert.

Aktuell ist in vielen Ländern der Ruf nach Verstaatlichungen wieder laut. Gleichzeitig sind aber viele Staaten gar nicht in der Lage, aus eigener Kraft entsprechende Strukturen aufzubauen. Vermutlich werden die Versorgungsunternehmen Verstaatlichungen und Privatisierungen gleichzeitig erleben. Dieses Risiko sollte man beim Investieren in Wasser-Aktien immer im Hinterkopf behalten.

Gut ist es da, wenn Firmen entweder nur als Zulieferer arbeiten, so wie Xylem, oder wenn sie, wie Veolia, auch im Bereich der Beratung oder dem Bau und Betrieb einzelner Anlagen aktiv sind. Wer in Wasser-Aktien investieren will, sollte deshalb vor allem zu Aktien dieser Firmen greifen.

Interessante Alternativen zum Investieren in Wasser-Aktien

Wer auf Zukunftsthemen setzen will, eventuell auch mit dem Anspruch, in ein sinnvolles Gebiet zu investieren, der findet eine Reihe von Alternativen zum Investieren in Wasser-Aktien.

Wasserstoff

Wasserstoff könnte eine wichtige Rolle bei der Speicherung von Strom aus erneuerbaren Quellen spielen. 2019 haben sich Wasserstoff-Aktien ausgesprochen gut entwickelt, sind aber 2021 deutlich gefallen. Einige Beobachte*innen glauben, dass nun wieder Kaufkurse erreicht worden sind. Mehr Informationen zu den Chancen und Risiken in unserem Beitrag zu den besten Wasserstoff-Aktien.

BioTech

Steigende Bevölkerungszahlen und steigender Wohlstand sind nicht nur bei der Wassergewinnung eine Herausforderung, sondern auch bei der Produktion von Lebensmitteln. Hier könnte die Biotechnologie helfen.

Und nicht nur dort, auch im Medizinbereich sind die Hoffnungen groß. Beispielsweise könnten endlich auch seltene Krankheiten behandelt werden. Das Potenzial der Technik hat nicht zuletzt die Corona-Pandemie gezeigt. Einige interessante Aktien und Fonds stellen wir in unserem Beitrag zu Biotech Aktien vor.

Anderweitig nachhaltig investieren

Nachhaltigkeit und auch ethisch vertretbares Investieren stehen heute hoch im Kurs, nicht nur bei Wasser-Aktien. Einige Fonds haben sich darauf spezialisiert. Aber auch einzelne Unternehmen wie der Hersteller von Fleischersatz Beyond Meat bieten eine sinnvolle Investitionsmöglichkeit. Mehr dazu können Sie in unserem Beitrag Nachhaltig investieren in Aktien und ETFs nachlesen.

Den Rohstoff Wasser als Ware direkt handeln

Wasser ist seit September 2020 zu einer Ware geworden, die Investoren handeln können. Neben Wasser Aktien und Wasser ETFs können Anleger in Wasser Futures an der CME-Terminbörse (Chicago Mercantile Exchange) investieren.

Seit zwei Jahren gibt es den Nasdaq Veles California Water Index. Mit den Futures des Nasdaq Veles California Water Index können Landwirte, Kommunen oder Hedgefonds das mit der Wasserknappheit auf dem größten US-Agrar- und Wassermarkt verbundene Preisrisiko steuern. Sie haben damit ein Mittel, um sich entweder gegen die zukünftige Wasserverfügbarkeit in Kalifornien abzusichern oder darauf zu wetten.

Daran gebunden ist der an der CME neu gestartete California Water Futures 2021. Bei den Wasser-Futures handelt es sich um finanziell abgewickelte Kontrakte, die auf dem Nasdaq Veles California Water Index basieren. Gemessen wird der volumengewichtete Durchschnittspreis von Wasser.

Bevor die Futures aufgelegt wurden, fand der Kauf und Verkauf von Wasserrechten ausschließlich auf dem Spotmarkt statt. Landwirte und Kommunen, die in Dürrezeiten Wasser kaufen mussten, waren hohen Preisen praktisch ausgeliefert. Die neuen Futures sollen den nichttransparenten Verkäufen von Wasserrechten ein Ende setzen und für Preistransparenz auf dem Markt sorgen.

Wer in trockenen Jahren zusätzliches Wasser kaufen muss, kann sich mit dem Erwerb der Terminkontrakte gegen höhere Preise auf dem regulären Wassermarkt absichern. Mit den Futures lässt sich Preissicherheit kaufen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Warentermingeschäften geht es nicht um die Lieferung bestimmter Waren wie Öl oder Mais zu einem festgelegten Preis.

Die neuen Futures laden Finanzakteure, darunter Hedgefonds, zum Spekulieren auf Wasserpreise und Wasserverfügbarkeit in Kalifornien ein.

Zum Handeln der Futures benötigen Sie ein Konto bei einem bei der CME zugelassenen Broker wie BANX, WH Selfinvest oder FXFlat.

Ebenfalls interessant: In Kaffee investieren oder Kaffee als Rohstoff handeln. Das beliebteste Getränke der Deutschen, nach Wasser.

Mit CFDs statt mit Wasseraktien spekulieren

Für die langfristige Geldanlage, die wir bisher überwiegend betrachtet haben, sind Aktien nach wie vor eines der besten Instrumente. Es gibt aber auch Trader*innen, die nicht langfristig in Wasseraktien investieren, sondern von kurzfristig steigenden und fallenden Kursen profitieren wollen.

Nicht wenige Menschen unterhalten sowohl ein Aktien- und ETF-Depot als auch ein Konto bei einem CFD-Broker. Denn das langfristige Investieren mit einem breit gestreuten Depot oder gar eine automatisierte Vermögensverwaltung durch quirion, Oskar und Co ist zwar effizient, aber nicht besonders spannend.

Dabei ist es aber wichtig, die Geldanlage von der Spekulation zu trennen. Sonst besteht die Gefahr, dass im Eifer des Gefechts für Krisenzeiten zurückgelegtes Geld in hochriskante Geschäfte gesteckt wird.

Deshalb empfehlen wir, für kurzfristige „Finanzwetten“ ein Konto bei einem anderen Broker zu eröffnen, statt bei einem regulären Aktienbroker wie flatex oder S Broker sowohl ein Aktiendepot als auch ein CFD-Konto zu unterhalten. Denn die meisten Trader verlieren Geld mit CFDs, für sie ist das Trading ein Freizeitvergnügen.

eToro Screenshot - Wasser Aktien

Basiswert für CFDs können Aktien, Anleihen, Devisen, Kryptowährungen, Rohstoffe und Indizes sein. Besonders beliebt sind Aktien, Währungen und Kryptowährungen. Ein großes Angebot an Handelsmöglichkeiten bietet der Broker eToro. Dazu gehört auch das Investieren in Wasseraktien, denn die hier im Text vorgestellte Wasseraktie Xylem ist dort verfügbar.

Ein weiterer Pluspunkt von eToro ist das Social Trading. Zu jedem Wert gibt es die Möglichkeit, Gedanken und Prognosen auszutauschen. Viele Trader erlauben es außerdem anderen Händlern, ihre Entscheidungen zu verfolgen oder gar zu kopieren.

Außerdem handelt es sich um einen etablierten, bekannten und regulierten Broker.

FAQs: Investieren in Wasseraktien

Was sind Wasseraktien?

Wasseraktien sind Anteilsscheine von Unternehmen, die Ihr Geld überwiegend mit dem Thema Wasser verdienen. Das können Versorgungsunternehmen aber auch Technologieanbieter sein. 

Welche Wasseraktien gibt es? 

Da in Deutschland die Wasserversorgung überwiegend in der Hand von Kommunalunternehmen ist, ist in Deutschland Gelsenwasser die einzige bedeutende Wasseraktie. Im Nachbarland gibt es dagegen deutlich mehr Wasseraktien, etwa Suez und Veolia Environnement. Bedeutendste Wasseraktie ist Xylem aus den USA. 

Sind Wasseraktien nachhaltig? 

Nicht alle Wasseraktien erfüllen die Kriterien für nachhaltiges und ethisches Investment, einige aber schon. 

Welche Wasseraktien soll ich kaufen? 

Vor allem (aber nicht nur) Einsteiger sollten darüber nachdenken, statt einer Einzelaktie einen ETF wie dem Lyxor World Water UCITS ETF D oder anderen Fonds wie etwa den RobecoSAM Sustainable Water Fund zu kaufen.

Fazit

Mit Wasser Aktien nachhaltig Vermögen aufbauen

Wer in Wasser-Aktien investieren will, hat die Wahl zwischen Wasseraufbereitungsaktien (u.a. Danaher), Wasserversorgungsaktien (u.a. Suez, Veolia Environnement), Wassertechnikaktien (u.a. Xylem, KSB) und Flaschenwasseraktien (u.a. Nestle, Coca Cola).

Für sie gelten unterschiedliche Aussagen in Bezug auf Chancen und Risiken. So bieten Versorger oft eine hohe Sicherheit, weil die Konkurrenz gering ist, gleichzeitig aber wenig Wachstumsmöglichkeiten. Bei Technologieunternehmen ist es umgekehrt. Wer ethisch vertretbar Geld anlegen will, muss im Einzelfall die Firma unter die Lupe nehmen.

Viele, aber nicht alle Wasser-Aktien, fallen in die Kategorie nachhaltige Geldanlage. Wer es sich einfach machen will, kauft einen entsprechenden Fonds wie den Öko World Water for Life.

Quellenangaben:

Thomas Detlef Bär schreibt seit mehr als zehn Jahren über Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Bereits vor dieser Zeit galt sein Interesse dem Aktienmarkt. Seine Erfahrungen hat er in vielen Ratgebern niedergeschrieben und in Onlinemedien veröffentlicht. Thomas hat Betriebswirtschaft studiert und nach Abschluss seines Studium mehrere Jahre als Ökonom in einem ostdeutschen Automobilbetrieb gearbeitet. In den 1990er Jahren startete er als freiberuflicher Versicherungs- und Vermögensberater. 2009 begann er Ratgeber für das bekannte Portal helpster.de zu verfassen. Seitdem veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf zahlreichen Finanz-Portalen, darunter mikrokredit24.net, gevestor.de, onlinebanken.com. Seit 2020 schreibt er bei Aktien.net über Themen rund um den Aktienmarkt.

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