Wie Sie mit Öl-ETFs, Öl Aktien & ETC am Ölpreis 2021 verdienen

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In Rohstoffe investieren: Öl

Öl ETFs - Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über den globalen Energie- und Öl-Markt, wichtige Förderländer und die in der Ölbranche führenden Unternehmen. Beziehen Sie in eine Analyse die Entwicklungen der Weltwirtschaft und Energiepolitik mit ein.
  • Wählen Sie unter den Öl ETFs und Öl Aktien passende Werte für ein Investment aus.
  • Ihre ausgewählten Öl ETFs können Sie bei Ihrem Online-Broker ordern. Haben Sie noch kein Aktiendepot, empfehlen wir zum Aktien- und ETF-Handel das Depot bei Smartbroker.
  • Die Rohstoffe Öl und Gas werden stark gehandelt. Ihre Volatilität nutzen Daytrader*innen, die sich häufig für den Broker eToro entscheiden.

 

In Öl investieren: Das sind die Möglichkeiten

  • Öl ETFs: Mit einem Öl ETF können Anleger*innen von der Wertentwicklung von Branchenindizes, zum Beispiel S&P Commodity Producers Oil and Gas Exploration & Production Index und  STOXX Europe 600 Oil & Gas (Net Return) EUR profitieren.
  • Öl Aktien: Aktien-Anleger*innen können viele globale und europäische Öl- und Gaskonzerne wählen. Die besten Öl Aktien sind in bekannten Aktienindizes anzutreffen.
  • Öl-Zertifikate und ETCs: Auf den Ölpreis können Sie mithilfe von Zertifikaten mit und ohne Hinterlegung von Sicherheiten spekulieren.
  • CFDs auf Öl traden: Beim Daytrading von Öl-CFDs können Sie sowohl auf steigende und fallende Kurse von Öl ETFs oder Aktien spekulieren.

 

Unsere Arbeitsweise

analysierte investments
28
Analysierte
Investments
stunden investiert
38
Stunden
investiert
stunden recherchiert
24
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
10
Ausführliche
Analysen

 

Inhaltsverzeichnis

 

Beste Broker für Öl-ETFs

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  2. onvista
  3. comdirect
  4. Consorsbank
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Die besten Öl ETFs in diesem Artikel

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Lyxor STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF - Acc
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SPDR MSCI World Energy UCITS ETF
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Risikohinweis: 68% der CFD-Konten von Privathändlern verlieren ihr Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Wenn Sie den ETF anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.

 

Weitere interessante Öl-ETFs

Name / WKN 
iShares Oil & Gas Exploration & Production UCITS ETF USD (Acc)
A1JKQLWKN kopiert
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iShares Global Clean Energy UCITS ETF
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VanEck Vectors Oil Services ETF
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Energy Select Sector SPDR Fund
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Lyxor New Energy UCITS ETF
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WisdomTree Brent Crude Oil 1mth
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Invesco Markets plc-STOXX Europe 600 Optimised Oil & Gas UCITS ETF
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Xtrackers Stoxx Europe 600 Oil & Gas Swap UCITS ETF - 1C
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Amundi MSCI World Energy UCITS ETF EUR (C)
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Die besten Öl ETCs und Aktien in diesem Artikel

Name / WKN 
WisdomTree WTI Crude Oil 1x Daily Short
A0V9XYWKN kopiert
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ETFS WTI Crude Oil
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Lukoil
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Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.
United States Oil Fund, LP
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Exxon Mobil
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Royal Dutch Shell
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Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.
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Weitere Anlagen in Öl-Aktien

Name / WKN
Canadian Natural
Resources Ltd.

865114WKN kopiert
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Chevron Corp.
852552WKN kopiert
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Bei Smartbroker verfügbar
Equinor
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Bei eToro verfügbar
Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.ist gefährdet.
Expertentipp
Überlegen Sie, was Ihr Ziel ist: Wollen Sie langfristig in Öl investieren oder von kurzfristigen Schwankungen am Ölmarkt profitieren? Im ersten Fall sind Zertifikate eine gute Möglichkeit, diese sind wegen der Nachbildung des Ölpreises über Termingeschäfte aber risikoreich. Wenn Sie Positionen überwiegend nicht über Nacht halten, sondern noch am gleichen Tag wieder auflösen, sind CFDs besser geeignet. Wir empfehlen den Premium Broker eToro.
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  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 68% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

Die besten Öl-ETFs: Unsere Top 3-Liste

Öl-ETFs haben ein grundsätzliches Problem: Es gibt sie nicht in absoluter Reinform. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen ETFs ein Mindestmaß an Diversifikation aufweisen. Ein reines Öl-Investment per ETF ist somit nicht möglich. Das gilt im Übrigen auch für andere einzelne Rohstoffe wie Industriemetalle, Gold oder Gas.

In Rohstoff-ETFs sind Unternehmen aus unterschiedlichen Sektoren wie Energie, Metalle, Edelmetalle und Landwirtschaft enthalten. Immerhin haben Sie die Möglichkeit, mit Öl-ETCs oder CFDs in den börsengehandelten Rohstoff zu investieren. Auf diese Optionen gehen wir später im Detail ein.

Bohrinsel - Öl ETF

(Bild: Pixabay | © skeeze)

Sie investieren bei einem ETF für Öl oft in die Energiebranche insgesamt oder in Öl- und Gas-Aktien. Da die besten Öl-ETFs in diesem Bereich durchaus Renditen erwirtschaften, können Sie so sehr erfolgreich am Ölpreis partizipieren. Nachfolgend stellen wir Ihnen unsere Top 3 Öl ETFs vor:

 

1. iShares MSCI World Energy Sector UCITS ETF

WKN: A2PHCFWKN kopiert / ISIN: FR0000120271ISIN kopiert

Der iShares MSCI World Energy Sector UCITS ETF ist ein ganz neuer Vertreter bei den Öl-ETFs. Er wurde erst im Oktober 2019 aufgelegt und bildet den MSCI World Energy Sector nach, der wiederum 67 globale Energieunternehmen aus dem MSCI World Index enthält. Das Fondsmanagement legt den Fokus dabei auf Energieunternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung.

Der iShares MSCI World Energy Sector UCITS ETF hat seit Bestehen eine Rendite von minus 1,45 Prozent.

Der Grund ist der Corona-Crash im März 2020, als die Kurse rapide fielen. In den nachfolgenden Monaten erholte sich der ETF-Kurs. Die Wertentwicklung der letzten 12 Monate beträgt mehr als 40 Prozent.

Die wichtigsten Daten zum iShares MSCI World Energy Sector UCITS ETFs (Stand: 21.07.2021) – Quelle: iShares

Wertentwicklung 1 Jahr41,56 %
Wertentwicklung 5 JahreN/A
Wertentwicklung Vergleichsindex 5 Jahre (1 Jahr)N/A (40,97 %)
AusschüttungsartAusschüttend
Gesamtkostenquote0,25 %

Der Energie-ETF setzt auf eine möglichst genaue Nachbildung der Referenzindizes (MSCI World Energy Index). Das Fondsmanagement nutzt hauptsächlich Wertpapiere aus dem MSCI World Energy Sector Index, um eine annähernd gleiche Rendite erzielen zu können.

Zu den Top-Positionen im ETF gehören Exxon Mobil Corp. (14,27 %), Chevron (11,17 %) und Totalenergies (6,30 %).

Mit einer Ausschüttungsrendite von 3,63 Prozent liegt der iShares MSCI World Energy Sector UCITS ETF im Durchschnitt (Stand: 06/2021).

Der Fonds bringt eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,25 Prozent mit sich – ein guter Wert, der fast mit ETFs auf gängige Aktienindizes mithält. Unter dem Strich erhalten Sie hier einen spannenden ETF auf Öl und Gas, der sich in der Praxis aber noch auf lange Sicht beweisen muss.

Index-Fonds von iShares sind über fast alle in Deutschland verfügbaren Broker handelbar. Günstigste Anbieter sind justTRADE und Smartbroker.

 

2. LYXOR STOXX EUROPE 600 OIL & GAS UCITS ETF

WKN: LYX02PWKN kopiert / ISIN: LU1834988278ISIN kopiert

Der LYXOR STOXX EUROPE 600 OIL & GAS UCITS ETF ist ein Öl- und Gas-ETF, der 2006 aufgelegt wurde und den STOXX Europe 600 Oil & Gas (Net Return) EUR als Referenzindex abbildet. Dieser enthält wiederum die nach Marktkapitalisierung größten Öl- und Gasmärkte in Europa und besteht aus 22 Positionen.

Ein Blick in das Factsheet verrät, dass der LYXOR STOXX EUROPE 600 OIL & GAS UCITS ETF in den letzten 5 Jahren insgesamt eine Wertsteigerung von etwas über 10 Prozent verzeichnete. Seit Auflage in 2006 sind es insgesamt 15,08 Prozent. Die Performance weist aufgrund der Coronakrise ein deutliches Plus auf. Im März 2020 ging es mit den Kursen um mehr als 30 Prozent nach unten. Im ersten Halbjahr 2021 liegt die Performance bei rund 5 Prozent.

Die wichtigsten Daten zum LYXOR STOXX EUROPE 600 OIL & GAS UCITS ETF (Stand: 23.07.2021) – Quelle: Lyxor

Wertentwicklung 1 Jahr18,75 %
Wertentwicklung 5 Jahre5,15 %
Wertentwicklung Vergleichsindex 5 Jahre3,79 %
AusschüttungsartThesaurierend
Gesamtkostenquote0,3 %

Die Top-Positionen im ETF bilden Total (24,12 %), Royal Dutch Shell (15,85 %) und BP PLC GBP (14,68 %). Das verwaltete Vermögen beträgt 381 Millionen Euro.

Der Öl- und Gas-ETF von Lyxor bildet den Referenzindex indirekt über SWAP-Vereinbarungen auf OTC-Märkten nach. Trotzdem sind mindestens 75 Prozent der Vermögenswerte in diversifizierten Aktien angelegt. Auf diese Weise erfüllt der LYXOR STOXX EUROPE 600 OIL & GAS UCITS ETF alle Bedingungen, um für den französischen Aktiensparplan (PEA) zugelassen zu werden. SWAP-Vereinbarungen stellen jedoch trotzdem ein potentielles Risiko dar, wenn die Zahlung der Gegenpartei ausfällt.

Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,3 Prozent müssen Sie hier etwas höhere Kosten einplanen als bei herkömmlichen DAX-ETF oder MSCI-World ETFs. Trotzdem bewegen sich die Kosten noch im Rahmen. Der günstigste Broker für diesen Fonds ist Smartbroker.

 

3. SPDR MSCI World Energy UCITS ETF

WKN: A2AGZ1WKN kopiert / ISIN: IE00BYTRR863ISIN kopiert

Mit dem SPDR MSCI World Energy UCITS ETF befindet sich ein weiterer ETF auf Öl-Aktien in unserer Top-Liste, der den MSCI World Energy als Referenzindex nutzt. Der Index enthält die 50 Energieunternehmen aus dem MSCI World mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung.

Die Performance nach Kosten sieht mit durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr seit Auflage des Fonds im Jahr 2016 dank Corona durchaus noch ordentlich aus. Trotzdem besteht ein leichter Gap zum Referenzindex (2,53 Prozent pro Jahr).

Die wichtigsten Daten zum SPDR MSCI World Energy UCITS ETF (Stand: 30.06.2021) – Quelle: SSGA

Wertentwicklung 1 Jahr23,55 %
Wertentwicklung 5 Jahre-0.36 %
Wertentwicklung Vergleichsindex 5 Jahre-2.74 %
AusschüttungsartThesaurierend
Gesamtkostenquote0,30%

Das verwaltete Vermögen beträgt 378 Millionen Euro. Zu den Top-Positionen gehören Exxon Mobil Corp (14,63 %), Chevron Corp (11,05 %) und Totalenergies (6,20 %).

Der SPDR MSCI World Energy UCITS ETF bildet den Referenzindex physisch möglichst genau nach und erwirbt somit hauptsächlich Aktien der Unternehmen aus dem MSCI World. Zusätzlich kommen Derivate zum Einsatz, um den Ölaktien ETF noch effizienter zu managen.

Die Gesamtkostenquote (TER) von 0,3 Prozent ist durchschnittlich für ETFs rund um Öl und Gas. Sie können den Fonds bei einer Vielzahl Broker handeln, besonders günstig bei Trade Republic und Smartbroker.

 

Per ETF gegen den Ölpreis wetten

Der ETF Short Crude Oil ETC

WKN: A0V9XYWKN kopiert / ISIN: DE000A0V9XY2ISIN kopiert

Ein Beispiel ist der ETF Short Crude Oil ETC. Es handelt sich streng genommen um eine ETC, die den Bloomberg WTI Crude Oil SL Total Return Index umkehrt. Verliert der Index auf Basis der Rohölpreise verschiedener Ölsorten wie Brent an Wert, legt der Ölpreis-ETF zu und umgekehrt.

Dies funktioniert über eine Short-Konstruktion: Das Fondsmanagement verkauft entsprechende Terminkontrakte zunächst leer, um sie später zu günstigen Preisen wieder zu kaufen.

Der ETF Short Crude Oil hat sich während der Coronakrise als recht volatil erwiesen. Die Wertentwicklung bezogen auf die letzten 12 Monate fällt mit Minus 47 Prozent deutlich negativ aus.

Die wichtigsten Daten zum ETF WisdomTree WTI Crude Oil 1x Daily Short (Stand: 19.07.2021) – Quelle: WisdomTree

Wertentwicklung 1 Jahr-47.62 %
Wertentwicklung 5 Jahre-61.71 %
Wertentwicklung Vergleichsindex 5 Jahre3.80 %
AusschüttungsartThesaurierend
Gesamtkostenquote0,98 % zzgl. tägliche Swap-Gebühr

Der 2008 aufgelegte ETF verfügt über ein Fondsvolumen von 15 Millionen Euro.

Die Top-Positionen nehmen die Bundesschatzanweisungen 0.0 10MAR23 (20.08 %), Japan Treasury Discount 0.0 20JAN22 (16.09 %) und French Republic Governm 0.0 25FEB23 (6.43 %) ein.

Wenn Sie investieren möchten, achten Sie zudem auf die recht hohe Verwaltungsgebühr von 0,98 Prozent. Eine Nachschusspflicht für Anleger*innen besteht nicht. Das Verlustrisiko durch die Hebelwirkung trägt der Anbieter und es wird täglich zurückgesetzt. Dieser Fonds ist äußerst beliebt und bei den meisten Brokern handelbar.

 

ETC auf Öl kaufen: Eine interessante Alternative

Wie oben bereits beschrieben, müssen Fondsgesellschaften ihre ETFs entsprechend diversifizieren. Keiner der Werte im Fondsvermögen darf laut EWG-Richtlinie 85/611/EWG zu mehr als 20 Prozent gewichtet werden. Möchten Sie also direkt mit Öl handeln, dann setzen Sie eher auf ETCs (exchange-traded commodities).

Diese haben jedoch einige Nachteile:

  • Geringere Diversifizierung und damit höhere Kursschwankungen
  • Keine Stellung als Sondervermögen (bei einer Insolvenz des Emittenten gehen ETCs im Gegensatz zu Fonds und ETFs in die Insolvenzmasse ein)

Wir haben für Sie zwei spannende Möglichkeiten herausgesucht:

 

1. ETFS Crude Oil ETC

WKN: A0KRJXWKN kopiert / ISIN: DE000A0KRJX4ISIN kopiert

Wenn Sie sich für Öl-ETCs interessieren, schauen Sie sich die ETFS Crude Oil ETC von WisdomTree Metal Securities genauer an. Diese setzt wie der ETFs Crude Oil Short auf den Bloomberg WTI Crude Oil SL Total Return Index.

Nur diesmal halten Sie Long-Positionen: Steigt der Index um Preise für große Ölsorten wie Brent oder WTI, steigt auch der Kurs der ETFS Crude Oil ETC. Zusätzlich schüttet der Index einen täglich kumulierenden kapitalisierten Zinsertrag aus. Die Kombination aus Zinskomponente und Überschüssen sorgt für den Gesamtertrag.

Die wichtigsten Daten zum ETF WisdomTree WTI Crude Oil (Stand: 20.06.2021) – Quelle: WisdomTree

Wertentwicklung 1 Jahr52.45 %
Wertentwicklung 5 Jahre-25.60 %
Wertentwicklung Vergleichsindex 5 Jahre (1 Jahr)N/A (54.90%)
AusschüttungsartThesaurierend
Gesamtkostenquote0,49 % tägliche Swap-Gebühr

Der ETF wurde 2008 aufgelegt und erreicht derzeit ein Fondsvolumen von 15 Millionen Euro. Zu den Top-Positionen gehören die Bundesschatzanweisungen 0.0 10MAR23 (20.08 %), Japan Treasury Discount 0.0 20JAN22 (16.09 %) und French Republic Governm 0.0 25FEB23 (6.43 %).

 

2. United States Oil Fund L.P

WKN: A0JK5LWKN kopiert / ISIN: US91232N2071ISIN kopiert

Der United States Oil Fund L.P. ETF bildet nicht wirklich einen Index ab, sondern kauft Ölterminkontrakte auf wichtige Ölsorten wie WTI. Dafür bietet er eine besonders direkte Verbindung zum Ölpreis. Möchten Sie also an besonderen Kurssprüngen des Ölpreises teilhaben (vor allem kurzfristig), investieren Sie in den United States Oil Fund L.P.

Über einen längeren Zeitraum hinweg sollten Sie hierbei die relativ hohe Kostenquote von 0,83 Prozent im Blick behalten. Der Ölpreis-ETF erneuert jeden Monat die Öltermingeschäfte, was Handelskosten erzeugt und die Rendite schmälert. Auch die Rollverluste stellen hierbei ein Problem dar. Demnach lohnen sich hier kurzfristige Gewinnmitnahmen bei Ölpreissprüngen.

Die wichtigsten Daten zum United States Oil Fund L.P (Stand: 19.07.2021) – Quelle: USCF Investments

Wertentwicklung 1 Jahr 77,98 %
Wertentwicklung 5 Jahre-16,41 %
Wertentwicklung Vergleichsindex 5 Jahre-11,56 %
AusschüttungsartN/A
Gesamtkostenquote0,83 %

Der Fonds mit Auflagedatum 10.04.2006 verfügt über ein Fondsvolumen von 3 Milliarden US-Dollar (Stand 23.07.2021). Anteile des United States Oil Fund L.Pan können an der NYSE Arca gehandelt werden.

 

Stärken und Risiken: Öl-ETFs & ETCs in der SWOT-Analyse

Der Öl- und Energiemarkt wird sich in kommenden Jahren verändern. Veränderungen bieten Anleger*innen Chancen. Mit einem Öl-ETF können Sie in Öl investieren. Hierbei verknüpfen Sie nämlich mögliche Gewinne durch den Ölpreis mit einer Streuung innerhalb des Energiesektors.

Mit einem ETC können Sie über einen Rohstoffindex an der Ölpreisentwicklung teilhaben. Doch welche Stärken und Risiken sind mit einem Investment in Öl-ETFs oder ETC verknüpft und lohnt sich eine solche Geldanlage heute noch?

 

Stärken: Ölpreis 100 US-Dollar+ nicht unrealistisch

Mit Öl-ETFs können Anleger*innen kostengünstig an der Wertentwicklung von Unternehmen aus der Öl- und Gasbranche partizipieren. Kurzfristig wird die Öl- und Gasbranche von der globalen wirtschaftlichen Erholung profitieren. Der Nachholbedarf ist groß und sollte für die nächsten 3 bis 5 Jahre Wachstum bescheren.

Über einen Öl ETF ohne Aktien bzw. ETC auf Rohöl und Erdgas können Sie mithilfe von Öl- und Gas-Futures auf den Ölpreis spekulieren.

Das Corona Jahr 2020 traf die Ölbranche hart. Das zeigt sich auch am seit Januar 2021 steigenden Ölpreis. Da der Gaspreis an den Ölpreis gebunden ist, zeigt sich eine ebensolche Gaspreisentwicklung.

Im April 2020 fiel der Kurs noch einmal kurzzeitig bis auf 18,05 Euro (Brent), ehe die Erholung folgte. Im Juli 2021 haben sich das Ölkartell OPEC und seine Partnerländer OPEC+ auf eine Ausweitung der Förderung geeinigt. Zu diesem Zeitpunkt bewegte sich der Kurs für Brent um 74 Euro. Größere Preisschwankungen gab es nicht.

Die Öl- und Gasindustrie sollte bei diesem Preisniveau mit anziehender Erholung der Weltwirtschaft gut verdienen, was den Aktionär*innen zugutekommt. Steigendes Interesse dürfte sich auf den Aktienkurs positiv auswirken.

Einige Branchenexpert*innen gehen davon aus, dass der Ölpreis die 100 US-Dollar übertreffen könnte. Andere sehen den Juli Preis bei Brent als eine Art Höchstmarke. Die weltweit vorangetriebenen Klimaschutzmaßnahmen könnten innerhalb von zehn Jahren zu einem enormen Nachfrageverlust führen. Volle Öllager und Überproduktion drücken auf die Öl-Preise. Das könnte die Rückkehr auf Werte unter 20 Euro bedeuten. Als kostendeckend gilt ein Öl-Preis von 40 US-Dollar.

Noch vor wenigen Jahren waren sich Rohstoffexpert*innen weitgehend einig darüber, dass die Erdölpreise künftig tendenziell steigen werden. Geschätzt wurden Öl-Preise im Bereich von 150 bis 200 US-Dollar. Das Überangebot an Rohöl und die Corona-Krise haben den Preisauftrieb verhindert. Das Preisniveau von 2021 entspricht dem durchschnittlichen Preisniveau der letzten drei Jahre.

 

Eine gute Streuung minimiert das Klumpenrisiko

Im Vergleich zum Kauf von Einzelaktien haben Öl und Gas-ETFs den Vorteil, dass sie eine gute Streuung des Investments innerhalb der Branche erreichen. Gerade die großen Schwankungen beim Ölpreis können kleinere Ölproduzenten schnell in den Ruin treiben. Auch unternehmensspezifische Probleme wie Missmanagement oder Bilanzprobleme umgehen Sie auf diese Weise.

Anleger*innen in Ölaktien können in einem solchen Fall eventuell ihr gesamtes Kapital verlieren. Ein Öl-ETF verteilt die Investition auf viele größere Unternehmen innerhalb der Branche, sodass Einzelverluste ausgeglichen werden.

Zusätzlich profitieren Sie bei breit gestreuten Energie-ETFs auch von der Entwicklung anderer Energieträger. Viele große Energieunternehmen setzen inzwischen auf erneuerbare Energien. Diese sind in den gängigen Sektoren-Indizes der großen Börsenbarometer enthalten. Mit einem entsprechenden ETF können Sie von der Wertentwicklung profitieren.

Ein Öl ETF je nach Basisindex bündelt eine Vielzahl von Positionen, wobei ein ETF mit Fokus Ölsektor 20 bis 40 Vermögenswerte (Aktien aus der Ölindustrie) umfasst. Beim breiter gefassten Energie ETF sind es bis zu 100 Vermögenswerte (Aktien aus dem Energiesektor).

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Schwächen: Bisherige Investitionen in Öl & Gas können sich als wertlos erweisen

Anleger*innen beteiligen sich an Unternehmen der Öl- und Gaswirtschaft, deren Zukunft am Markt sich in den kommenden zwei Jahrzehnten entscheiden wird. Der Grund ist ihr auf fossile Brennstoffe ausgerichtetes Geschäftsmodell, das als nicht zukunftsfähig gilt.

Durch weltweite Klimaschutzmaßnahmen, inklusive Umrüstung von Verbrennerfahrzeugen auf E-Fahrzeuge, wird die globale Ölnachfrage bis 2050 massiv sinken. Beim britischen Ölkonzern BP wird für den Verkehrssektor ein um 80 Prozent niedrigerer Ölbedarf geschätzt.

Ein neues Geschäftsmodell und der Verzicht auf fossile Rohstoffe, Energien und Produkte sind teuer. Ein Unternehmen, das viel in die Zukunft investiert, kann aufgrund der Unwägbarkeiten der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen nicht von einem Gewinn ausgehen. Wer zu lange zögert, wird seinen Umsatz verlieren und vom Markt verschwinden.

Nur die großen Unternehmen der Branche werden eine Umstellung auf neue Produkte und erneuerbare Energien umsetzen können. Bereits getätigte Investitionen können zu einem finanziellen Desaster führen. Die Performance der Öl ETFs wird von all diesen Entwicklungen beeinflusst.

 

Chancen: Fossile Energieträger bleiben die nächsten Jahre marktbestimmend

Nach dem Kurssturz im März 2020 fiel der Ölpreis kurzzeitig auf 0 US-Dollar. Öl blieb im Jahre 2020 bis in den November günstig (Mitte 2018 noch 85 US-Dollar). Im Januar 2021 wurde die 50 US-Dollar-Marke übertroffen. Danach ging es stetig aufwärts. Ende Juli 2021 kosteten die beiden Hauptölsorten WTI 72 US-Dollar und Brent 74 US-Dollar. Von der Erholung des Ölpreises haben Anleger*innen mit Öl-ETFs profitiert.

Öl und Gas gehören zu den zyklischen Vermögenswerten mit guten Voraussetzungen für die nächsten 12 Monate. Gestützt wird diese Annahme durch die globale Wirtschaftserholung und eine wirtschaftsfreundliche Zentralbankpolitik.

Trotz aller Anstrengungen gegen den Klimawandel wird die Ölnachfrage auch mittelfristig (auf die nächsten fünf bis zehn Jahre gesehen) nicht stark einbrechen. Dies liegt vor allem am Energiehunger der aufstrebenden Schwellenländer wie China, Indien und einigen Staaten in Südamerika.

Einsparungen in Industrienationen gleicht die höhere Ölnachfrage durch die Verbesserung des Lebensstandards in Schwellenländern wieder aus. Somit gehen auch Expert*innen der OPEC davon aus, dass sich die Nachfrage in den nächsten 4 bis 5 Jahren auf hohem Niveau stabilisiert.

Gleichzeitig lassen sich zwei Drittel aller noch vorhandenen Ölressourcen auf dem aktuellen Preisniveau noch nicht wirtschaftlich fördern. Benötigt die Welt diese Reserven, muss der Ölpreis steigen, damit die Förderunternehmen mit der Förderung beginnen.

Diese Entwicklung bietet Ihnen die Möglichkeit, durch Investitionen in einen Ölpreis-ETF oder einen Ölaktien-ETF daran teilzuhaben.

 

Risiken: Viele Faktoren beeinflussen Ölmarkt

Mit einem Öl-ETF können Sie Ihr Portfolio gegen Schwankungen auf dem Aktienmarkt absichern. Trotzdem bringt das Ganze auch gewisse Risiken und Nachteile mit sich:

 

1. Mögliches Contango beachten

Tatsächlich gibt es Spekulant*innen, die stillgelegte Öltanker kaufen oder mieten und in Phasen niedriger Ölpreise mit dem Rohstoff befüllen. Das ist aber die Ausnahme. Während bei Geldanlagen in Gold viele Gold-ETCs oder Zertifikate wie Xetra Gold oder Eurex Gold tatsächlich mit Gold hinterlegt sind, kaufen Öl-ETCs und Zertifikate im Regelfall Optionen oder Futures auf Öl.

Ein ETC kauft dann beispielsweise schon jetzt am Terminmarkt Öl, das erst in drei Monaten geliefert wird. Allerdings kostet es nicht zwangsläufig, was aktuell am Spotmarkt (also bei sofortiger Lieferung) verlangt wird. Gehen viele davon aus, dass der Ölpreis steigen wird, liegt der Preis für ein Barrel Öl zur Lieferung in drei Monaten deutlich über dem aktuellen Preis. Diese Differenz nennt man Contango.

Dadurch kann der Ölpreis (am Spotmarkt) zwar tatsächlich steigen, Sie machen dann allerdings Verluste, weil der gestiegene Kurs immer noch unter dem am Terminmarkt bezahlten Preis liegt.

 

2. Rollverluste durch Terminkontrakte

Die Abbildung des Ölpreises mit Terminkontrakten hat noch einen weiteren Nachteil: Es treten oft Rollverluste auf. Dies passiert immer dann, wenn der Kontrakt des nächsten Monats einen höheren Preis aufweist als der auslaufende.

Natürlich verursacht jedes Auslaufen und Ersetzen eines Terminkontrakts Verwaltungs- und Handelskosten. Verfolgen Sie eine langfristige Investmentstrategie, schmälert dies die Rendite mitunter deutlich.

Aus diesem Grund gilt: Schauen Sie sich vorher die Indizes an, auf denen Ihre Rohstoff-ETCs basieren. Mittlerweile gibt es in diesem Bereich nämlich rolloptimierte Rohstoffindizes.

 

3. Hohe Volatilität beim Ölpreis

Gerade der Rohölpreis schwankt mitunter deutlich. Dies können weder Anleger*innen noch die Unternehmen selbst nennenswert beeinflussen. Auch wenn ETFs bei breiterer Streuung eventuelle Kursverluste abmildern, bleiben Öl-ETFs und Öl-ETCs eine spekulative Form der Geldanlage.

 

4. Emittentenrisiko bei ETCs

Gerade wenn Sie auf ETCs setzen, müssen Sie mit weiteren Sicherheitsrisiken rechnen. ETCs sind Sondervermögen und funktionieren daher anders als ETFs. Sollte der Emittent Insolvenz anmelden, verlieren Sie unter Umständen Ihr Kapital.

 

Ergebnis der SWOT-Analyse: Öl- und Gasbranche steht vor Neuausrichtung

Öl ETFs, die die Wertentwicklung der Öl-und Gasbranche nachbilden, enthalten großes Risiko. Die fossile Energiewirtschaft steht vor einem Umbruch. Gas gilt als „grünere Energie“ als Öl, sodass der Gaswirtschaft kein schnelles Ende droht. Öl ist gegenwärtig ein bedeutender Rohstoff, der innerhalb eines Jahrzehnts zum Nischenprodukt werden wird.

Der globale Verkehr verbraucht rund 60 Prozent des geförderten Rohöls. Die fortschreitende E-Mobility wird die Ölfirmen vor existenzielle Probleme stellen.

Energie-ETFs mit dem Schwerpunkt Energiebranche wollen auf längere Sicht ein erfolgreiches Investment sein. Darin sind viele klassische Stromversorger enthalten, die Solar- und Windkraftanlagen errichten und grünen Strom anbieten.

Die in einem breitgefassten Energy Index enthaltenen führenden Öl- und Gaskonzerne verfügen über große Ressourcen. Sie werden auch in Zukunft bei den erneuerbaren Energien eine Hauptrolle spielen. Ihr Erfolg am Markt wird in die ETF Performance einfließen.

Expertentipp
Wer in der Krise mit Öl-ETCs Geld verdienen will, sollte ein mögliches Contango beachten. Denn üblicherweise kaufen Öl-ETCs Futures und Optionen auf Öl. Der Preis für ein Barrel Brent Rohöl zur Lieferung im Juli 2022 kann aber deutlich teurer sein als der aktuelle Spotpreis (Preis zur sofortigen Lieferung).

Liegt er beispielsweise bei 82,- Euro, würde der ETC auch dann Verluste machen, wenn der Ölpreis bis Juli 2022 von 74 auf 80,- Euro ansteigen würde, denn er musste ja statt des Spotpreises von 80 Euro 82 Euro bezahlen. (Stand: 07/2021)

 

Fragen und Antworten rund um das Investieren in Öl

1. Bis zu welchem Ölpreis sind Ölkonzerne profitabel?

Wenn Sie große Summen in einzelne Ölkonzerne investieren möchten, sollten Sie sich über die Öl-Preisschwelle informieren, bis zu der Unternehmen profitabel sind. Der genaue Wert ist dabei nicht zu ermitteln, weil alle Großkonzerne unterschiedliche Fördermethoden nutzen, die auch unterschiedlich hohe Kosten verursachen.

Es gibt jedoch regelmäßige Analysen von Investmenthäusern und Großbanken, die Sie recherchieren können. Auch die Konzerne selbst nehmen häufig in ihren Quartalsberichten dazu Stellung.

Als gesichert gilt, dass Saudi Aramco (WKN: A2PVHDWKN kopiert / ISIN: SA14TG012N13ISIN kopiert) über die größten Öl-Reserven verfügt und diese am günstigsten abschöpfen kann. Der saudische Konzern ist an der Börse gelistet und mittlerweile auch für private Anleger*innen handelbar. Für die Zukunft besteht hier viel Potential nach oben.

Ebenfalls sind russische Unternehmen wie Lukoil (WKN: A1420E / ISIN: US69343P1057) grundsätzlich etwas weniger stark vom Ölpreis abhängig als amerikanische Unternehmen wie Exxon Mobil (WKN: 852549 / ISIN: US30231G1022). Anleger*innen müssen dabei jedoch beachten, dass ein Investment in russische Aktien wiederum mit einem gesonderten Währungsrisiko verbunden ist.

 

2. Was ist die OPEC und wie beeinflusst sie den Ölpreis?

OPEC ist ein Akronym für Organization of the Petroleum Exporting Countries, zu Deutsch: Organisation erdölexportierender Länder. Die Organisation ist ein legales Kartell, das sich aus 13 ölfördernden Nationen zusammensetzt. Zu den wichtigsten zählen Iran, Irak, Nigeria und Saudi-Arabien.

Das Ziel der OPEC ist es, den Ölpreis so hoch zu halten, dass die Mitgliedsstaaten davon profitieren. Erreicht wird das, indem weniger gefördert und exportiert wird. Vor allem die USA und Russland verfügen aber auch über eigene Öl-Reserven und können politischen Druck auf die OPEC-Staaten ausüben. Das hält die Preisbildung die meiste Zeit über im Gleichgewicht und verhindert einen zu starken Anstieg.

Dass die OPEC eine erhebliche Erhöhung der Ölförderung beschließt, was den Preis sinken ließe, ist bislang noch nicht vorgekommen. Das Vorgehen von Saudi-Arabien im März 2020 war somit ein Alleingang und dürfte auch innerhalb der OPEC zu Spannungen führen.

Besonders relevant ist die OPEC, weil die Mitgliedstaaten über etwa 75 Prozent der weltweiten Öl-Reserven verfügen. Andere Nationen haben ihr Förderungsmaximum bereits überschritten, was heißt, dass diese in Zukunft eher weniger Öl produzieren können, um die Preisfixierung durch die OPEC zu verhindern. In Zukunft, wenn wir von einer gleichbleibenden Nachfrage nach Öl ausgehen, könnte OPEC den Ölpreis also erheblich nach oben treiben.

 

3. Bemühen sich Öl-Unternehmen, auf alternative Energien umzusteigen?

Irgendwann werden Ölquellen endgültig versiegen. Fossile Brennstoffe schaden der Umwelt und dem Klima massiv. Einige Ölkonzerne sind daher bestrebt, zu Energieunternehmen zu werden. So ist vor allem Shell dafür bekannt, in den Ausbau von alternativen Energien zu investieren.

frachtschiff transportiert öl über das meer - Öl ETF

Öl kann nicht nur die Meere verunreinigen, auch geht es irgendwann zur Neige. Deswegen bemühen sich einige Öl-Anbieter um Alternativmöglichkeiten. (Bild: Pixabay | @ Free-Photos)

Auch BP (WKN: 850517) war mit dem Slogan „beyond petroleum“ als Vorreiter in Sachen alternativer Energien und Nachhaltigkeit bekannt. Zwar steht der Konzern wegen Katastrophen wie der Ölpest im Golf von Mexiko massiv unter Kritik, aber ein Bemühen um Nachhaltigkeit ist erkennbar. BP sieht bereits das Ende des Ölzeitalters und will bis 2050 klimaneutral sein, ein Ziel, das nur durch massive Investitionen in nachhaltige Energien möglich sein wird.

Allgemein ist jedoch nicht zu erkennen, dass die traditionellen Ölkonzerne einen Ausweg für das Ende des Ölzeitalters haben. Viele der Unternehmen verfügen über enormes Kapital, das sie für einen Umstieg nutzen können.

Bislang haben nur wenige ihre Pläne und Absichten angekündigt. In Zeiten von Fridays for Future und ähnlichen Bewegungen steigt der Druck allerdings immer weiter an.

Den von den Regierungen der G20-Staaten verkündeten Klimaschutzmaßnahmen sind bisher kaum Taten gefolgt. Große CO2-Emittenten profitieren von Steuervorteilen, Subventionen und staatlichen Kreditzusagen.

Die politische Unterstützung für die Gaspipeline Nord Stream 2 zeigt, dass klimaschädliche Energieprojekte zulässig sind, wenn es dem Staatshaushalt nützt. Öl und Gas dürften länger eine wichtige Rolle spielen als von der Politik des Jahres 2021 in den Wortbekundungen zugedacht. Öl- und Gasunternehmen hätten mehr Zeit für Neuausrichtungen.

Die Energiewende lässt sich nicht mehr aufhalten. Was konkret in den kommenden Jahren geschehen wird, lässt sich kaum vorhersagen. Genau darin besteht für Ölkonzerne und die Investoren in Öl Aktien und Öl ETFs das Risiko.

 

So können Sie Öl-ETFs kaufen

Wenn Sie in Öl-ETFs investieren möchten, finden Sie bei vielen Brokern entsprechende Angebote im Programm. Wenn Sie mehr zum ETF-Handel erfahren möchten, stellen wir Ihnen die besten ETF-Broker in einem eigenen Artikel vor.

Beispiele für gute ETF-Broker sind Smartbroker mit 325 sparplanfähigen ETFs, unter denen sich auch Öl- und Gas-ETFs befinden. Dazu kommen die allgemein günstigen Handelspreise.

Die comdirect bietet 260 sparplanfähige ETFs. Zusätzlich können Sie aus einer ganzen Reihe von gebührenfreien Angeboten wählen. Auch flatex stellt viele ETFs als Sparplan zur Verfügung und ist zudem der einzige Broker, bei dem Sie einen Sparplan auf Basis des SPDR MSCI World Energy UCITS ETF erhalten.

Expertentipp
Bei der Brokerwahl kommt es darauf an, welche Strategie Sie verfolgen. DEGIRO hat das breiteste Angebot und meist den günstigsten Preis. Allerdings können Einzelaktien bei Trade Republic zum Teil günstiger sein, soweit sie angeboten werden.

 

Die Alternativen: Öl Aktien kaufen

Öl Aktien kaufen

Sie investieren lieber direkt in Öl-Aktien, um vom Ölpreis zu profitieren? Auch hier gibt es eine große Auswahl. Wie bei jedem Stock-Picking sollten Sie sich die einzelnen Titel vorher genau anschauen. Folgende Aspekte können dabei wichtig sein:

  • Wichtige Fundamentaldaten aus den letzten Jahren überprüfen (Ertragslage, Verschuldung, Liquidität, Value)
  • Dividendensituation beachten (Wurden kontinuierlich Dividenden aus Gewinnen bezahlt? Wie haben sich die Dividenden entwickelt?)
  • Strategie analysieren (Wie stellt sich das Unternehmen für die Zukunft auf?)

Europäische Energie-Konzerne und amerikanische Öl-Unternehmen setzen hinsichtlich ihrer Geschäftsmodelle unterschiedliche Schwerpunkte.

Royal Dutch Shell, Total und Equinor konzentrieren sich bei ihren Investments auf erneuerbare Energiequellen. 2020 haben sie Kürzungen der Dividenden vorgenommen. Für BP ist das Öl-Zeitalter beendet.

Für amerikanische Öl-Konzerne hingegen ist das konventionelle Öl-Geschäft weiterhin Schwerpunkt. Exxon oder Chevron haben 2020 höhere Dividenden als 2019 ausgeschüttet.

Übersicht über die 10 meistgehandelten Öl Aktien an der Börse Stuttgart von 01/2020 bis 11/2020

Die Royal Dutch Shell Aktie gehörte 2020 zu den meistgehandelten Öl Aktien an der Börse Stuttgart (Quelle: Boerse Stuttgart)

 

Royal Dutch Shell: Europas größter Energiekonzern

WKN: A0ER6SWKN kopiert / ISIN: GB00B03MM408ISIN kopiert

Royal Dutch Shell ist Europas führender Energiekonzern. Bis 2030 will Shell das größte Energieunternehmen weltweit sein, dessen Geschäftsmodell dann vor allem klimafreundlich hergestellter Strom sein soll.

Das 2017 gestartete Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von ca. 25 Milliarden US-Dollar wurde aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt.

Die Dividendenpolitik ließ Anleger*innen jahrelang jubeln: Seit 1945 wurde die Dividende nicht mehr gesenkt und auch die Dividende schwankte je nach Tageskurs um ca. 5 Prozent. Dies änderte Corona allerdings deutlich. Der Umsatz lag bei lediglich 180,5 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr davor waren es 344,8 Milliarden US-Dollar.

Während 2019 noch 1,88 US-Dollar an Dividende ausgeschüttet wurden, gab es 2020 nur 0,65 US-Dollar. Aufgrund des historisch schwierigen Marktumfeldes blieb den Verantwortlichen keine andere Wahl, als die Dividende deutlich zu kürzen.

Royal Dutch Shell2018201920202021
Umsatz in Mrd. USD388,3 344,8 180,5 280,0
Gewinn je Aktie in USD2,80 1,95-2,781,88
Dividende je Aktie in USD1,88 1,88 0,65 0,72

Quelle: Royal Dutch Shell Investor Relations

Für 2021 wird ein Umsatz von 280 Milliarden US-Dollar angestrebt. Der Gewinn je Aktie wird in Höhe von 1,37 USD gerechnet.

Die Dividende für 2021 wird mit 0,72 US-Dollar je Aktie nur gering über der Ausschüttung von 2020 liegen.

Für 2022 ist ein Umsatz von 306,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und ein Gewinn je Aktie von rund 2 US-Dollar in Aussicht gestellt.

Die Royal Dutch Shell Aktie hat sich in den letzten Jahren negativ entwickelt. Die Rendite für die letzten drei Jahre liegt bei minus 45 Prozent. Auf Jahressicht legte die Aktie rund 16 Prozent zu. Sie profitiert vom steigenden Ölpreis und der zunehmenden Nachfrage.

Der Konzern sieht seine Zukunft mittel- und langfristig nicht mehr im Geschäft mit fossilen Brennstoffen. Nach eigenem Bekunden will man bis 2050 klimaneutral sein. Shell investiert daher verstärkt in Erneuerbare Energien (Windkraft, Wasserstoff, Solarenergie, Ladestationen für E-Autos).

Dank vorhandener Cash-Reserven können Investitionen auch in alternative Energien getätigt werden.

Die Zukunft von Shell sah früher rosiger aus als heute. Das muss nicht so bleiben. Der Aktienkurs kann mittelfristig zu einem neuen Höhenflug ansetzen, wenn die Ausrichtung auf erneuerbare Energien und ein klimaneutrales Geschäftsmodell gelingt.

Bewertung

  • Geschäft mit fossilen Brennstoffen unter Druck
  • Klimaneutral bis 2050
  • Zuverlässiger Dividendenzahler

 

Auf die Energiewende statt auf Öl setzen

Wer statt auf Öl auf die Energiewende setzen will, kann das mit Wasserstoffaktien, einer Beteiligung an einem Batteriehersteller oder Lithium Aktien tun. Daneben gibt es weitere Möglichkeiten, nachhaltig Geld anzulegen. Beispielsweise mit Aktien aus dem Bereich Biotechnologie.

 

Mit CFDs auf den Ölpreis wetten

Mit Zertifikaten und Öl-Aktien können Anleger*innen auch dann Verluste machen, wenn der Ölpreis steigt. Sei es, weil der Ölpreisanstieg in den Terminkontrakten bereits eingepreist war oder das Ölunternehmen durch Fehlentscheidungen oder politische Krisen in Schwierigkeiten kommt.

Deutlich einfacher ist der Handel mit CFDs. Hier orientiert sich die Kursentwicklung meist direkt an den Preisen des Spotmarktes. Hierbei handelt es sich um den Börsenplatz, an dem Öl zur sofortigen Lieferung verkauft wird. Das macht die Prognosen einfacher.

Weitere Vorteile von CFDs sind die niedrigen Kosten für Kauf und Verkauf, die Tatsache, dass Sie nur einen Teil des Wertes Ihrer Position wirklich mit Guthaben hinterlegen müssen („Margin“) und dass Sie problemlos auch von fallenden Kursen profitieren können.

Deshalb sind CFDs für die kurzfristige Spekulation auf Ölpreisschwankungen besser geeignet. Einziger Nachteil dieser Derivate ist, dass Übernacht-Gebühren anfallen, wenn Sie sie nicht am gleichen Tag wieder verkaufen.

eToro Screenshot

Als Basiswert für CFDs können außer Öl auch Aktien, Anleihen, andere Rohstoffe Devisen, Kryptowährungen und Indizes dienen. (Quelle: eToro)

Einer unserer Top-CFD-Broker ist eToro. Das Unternehmen ist bereits seit vielen Jahren am Markt aktiv, bietet eine große Auswahl an Basiswerten – darunter auch Öl – und außerdem die größte Trading-Community aller in der EU zugelassenen CFD-Broker. Vor allem für Einsteiger*innen ist es praktisch, dass sie bei jedem Basiswert die Meinung anderer Trader*innen lesen und diese teilweise sogar kopieren können.

Nicht nur deshalb ist für kurzfristig orientierte Anleger*innen ein CFD-Spezialist wie eToro auch die bessere Alternative zu CFDs von Aktienbrokern wie flatex, der Consorsbank oder dem Sparkassen Broker. Für ein eigenes CFD-Konto spricht auch die strikte Trennung von Geldanlage und Spekulation.

  • eToro ist geeignet für spekulative, eher kurzfristig orientierte Trader
  • Schneller Handel von Aktien, ETFs, Rohstoffen, Währungen und Kryptos
  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten
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  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 68% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

FAQ: Unsere Antworten auf typische Fragen zu Öl-ETFs

Welchen ETF für Öl?

Mit ETFs für Öl können Anleger*innen an der Wertentwicklung von unterschiedlichen Branchenindizes mit Fokus USA, Europa oder weltweit teilhaben. Der iShares Oil & Gas Exploration & Production UCITS ETF hat als Referenzindex den S&P Commodity Producers Oil and Gas Exploration & Production Index. Der Lyxor STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF – Acc bildet den STOXX Europe 600 Oil & Gas (Net Return) EUR Index nach. Auf den globalen MSCI World Energy Index fokussiert sich der SPDR MSCI World Energy UCITS ETF

Was sind Öl ETFs?

Öl ETFs bzw. börsengehandelte Fonds mit Anlageschwerpunkt Öl bilden die Preisbewegungen von Referenzindizes bzw. Branchenindizes nach. Die in den Indizes enthaltenen Unternehmen sind im Öl- und Gasgeschäft tätig. Im iShares Oil & Gas Exploration & Production UCITS ETF USD und SPDR MSCI World Energy UCITS ETF sind 50 bzw. 60 Vermögenswerte (Juli 2021) enthalten.

Wie kann ich in Öl investieren?

Öl-ETCs und Zertifikate sind beliebt. Weil sie aber nur über Umwege in Terminkontrakte in Öl investieren, sind sie oft intransparent. Einfacher ist die kurzfristige Spekulation mithilfe von CFDs auf die Ölpreise bzw. Ölsorten Brent und WTI, am besten bei einem spezialisierten CFD-Broker.

Wann soll ich in Öl investieren?

Der richtige Einstiegszeitpunkt ist beim Handel mit CFDs leicht zu erkennen. Sie sollten Öl-CFDs kaufen, wenn es einen intakten Trend nach oben gibt - und verkaufen, wenn das Gegenteil der Fall ist. Bei Öl-ETFs ist eine Empfehlung schwieriger, weil die Inhaber*innen von ETCs wegen des Contango mitunter auch bei einem Anstieg des Ölpreises Geld verlieren.

Wie kann ich in Ölaktien investieren?

Wer Ölaktien kaufen will, kann das über den Kauf von Einzelaktien tun. Aus Sicht der Risikostreuung ist aber ein ETF auf Ölaktien besser geeignet. 

 

Fazit

Öl als Beimischung zum Portfolio

Der Energiemarkt ist im Wandel. Die Öl-Nachfrage sollte die kommenden Jahre auf dem aktuell hohen Niveau verharren, weil ein Komplettumstieg auf andere Energiequellen aktuell nicht absehbar ist. Grund genug, sich mit Investitionen in Öl-Aktien und Öl-ETFs zu beschäftigen. Zusätzlich stützen Rohstoffe das Anlageportfolio in stürmischen Zeiten auf den Aktienmärkten.

Doch wie können Sie sinnvoll in Öl investieren? Öl-ETFs bieten den Vorteil, die Branche als Ganzes zu erfassen und Klumpenrisiken zu vermeiden.

Rohstoffexpert*innen sehen den Ölpreis in naher Zukunft zwischen 70 und 100 US-Dollar. Mit dem verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien könnte eine sinkende Nachfrage einhergehen, was zu einem fallenden Ölpreis führen würde. Öl wird, wenn die Klimaschutzmaßnahmen wirklich in die Praxis umgesetzt werden, bis 2050 seinen Status als wichtigster Rohstoff verlieren.

Sollten Sie auf dauerhaft sinkende Ölpreise setzen, können Sie auch einfach einen Short-ETF nutzen und so Ihre Rendite optimieren. Schauen Sie sich die einzelnen Öl-ETFs und ihre Referenzindizes genau an und wählen Sie Ihre Wunschkandidaten!

Die Auswirkungen auf den Ölpreis lassen sich aufgrund vieler Einflussfaktoren nicht vorhersagen. Öl ETFs eignen sich als Beimischung für das Portfolio.

Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.

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