Index-ETF erklärt » Wissenswertes zur Anlage 2020

Index ETFs: Das Wichtigste in Kürze

  • Index ETFs bilden die Entwick­lung von Börsenindizes wie dem DAX, Dow Jones, MSCI World oder S&P 500 nach. Sie erlauben Anlegern einfach und günstig in viele verschiedene Aktien und Anleihen, Branchen und Märkte zu investieren.
  • ETF Indexfonds werden in Deutschland schon seit 20 Jahren aufgelegt und seit der Finanzkrise vermehrt nachgefragt. Investitionen in ETFs gelten als Sondervermögen und sind im Falle einer Insolvenz des ETF Anbieters geschützt.
  • Wir zeigen auf, worauf Sie bei der Auswahl von ETF und Index achten sollten und stellen unter anderen unsere Favoriten auf den MSCI World, DAX, FAZ Index, S&P 500, Eurostoxx 50 und FTSE 100 vor.
  • Einsteiger sollten auf eine gute Diversifizierung achten und auf Indizes mit möglichst vielen Einzeltiteln setzen. Als Portfolioergänzung bieten sich ETFs auf kleinere Indizes oder ETFs auf Rohstoffindizes an.

Eine Erfolgsgeschichte – 20 Jahre ETF-Handel

Sie sind bereits seit mehr als 20 Jahren fast ungebremst auf Erfolgskurs: Börsengehandelte Indexfonds, oder Exchange Traded Funds (ETFs), haben sich fest am Markt etabliert, seit sie im Jahr 2000 aus den USA nach Deutschland kamen.

ETFs bilden Aktienindizes in der Regel 1:1 ab – das kann zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (DAX) sein, in dem die Aktien der 30 wertvollsten deutschen Unternehmen gelistet sind. Wenn Sie einen DAX-ETF kaufen, dann investieren Sie Ihr Geld gleichzeitig in die Aktien aller DAX-Konzerne, darunter sind Aktiengesellschaften wie Allianz oder die Deutsche Post.

ETFs werden bei Anlegern stetig beliebter. Denn sie gelten als besonders transparent, ermöglichen eine breite Risikostreuung und sind günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Dadurch punkten Indexfonds auch in Krisenzeiten: Obwohl die Corona-Pandemie die weltweiten Aktienmärkte kurzfristig auf Talfahrt schickte, brach die Nachfrage nach ETFs nicht ein. In unserem ETF-Vergleich erklären wir Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl eines Indexfonds achten sollten und stellen Ihnen die besten ETFs vor.

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Die besten ETFs 2020

Es besteht kein Zweifel: Die Corona-Krise hat die Aktienmärkte 2020 kräftig durcheinandergewirbelt. Erst brachen die Märkte so rasant ein wie selten zuvor, nur um sich dann im Rekordtempo wieder zu erholen. Dennoch zeichnen sich klare Corona-Gewinner und Verlierer ab, denn nicht alle Branchen und Märkte sind von der Krise gleichermaßen betroffen. Unternehmen in der Tourismus-, Luftfahrt– und Autoindustrie werden voraussichtlich noch Jahre brauchen, bis sie ihr Vor-Corona Niveau erreicht haben. Technologie-, Biotech- sowie verschiedene Konsumgüter-Sparten verzeichnen derweil steigende Umsätze.

Für Sie als Anleger, insbesondere für ETF-Einsteiger, bedeutet die derzeitige Situation, dass eine gute Diversifizierung weiterhin zu den wichtigsten Fundamenten erfolgreicher langfristiger Aktienanlage gehört. Sie sollten möglichst verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Regionen ins Depot aufnehmen, die wenig untereinander korreliert sind. Denn wenn Sie im Extremfall alles auf eine Firma, eine Branche oder einen Markt setzen, sind sie ganz von dessen Erfolg abhängig. Mit ETFs, die einen möglichst breit-gestreuten Index abbilden, können Sie langfristig nicht viel falsch machen.

Die weltweite Corona-Krise hat aber auch einmal mehr gezeigt, dass erfahrene und risikobereite Anleger durchaus themen-, branchen- oder marktspezifische ETFs mit ins Depot nehmen können. In der Regel wirkt sich eine breite Streuung natürlich reduzierend auf die mögliche Gesamtrendite aus. Wer also risikobereiter ist, um im besten Fall höhere Erträge zu erwirtschaften, kommt beispielsweise an ETFs, die auf den amerikanischen Technologie-Index Nasdaq setzen, nicht vorbei.

Tech-Giganten wie Apple, Amazon, Microsoft und Co. profitieren derzeit von der erhöhten Nachfrage nach digitalen Lösungen und Produkten. Mit Regionen- und Länder-ETFs lässt sich dagegen beispielsweise in die Indizes von Schwellenländern wie China, Brasilien oder Indien investieren. In einem separaten Ratgeber stellen wir aber auch die besten deutschen ETFs vor.

Hier geht es nachfolgend um die wichtigsten ETFs und Indizes, die sich 2020 zum Vermögensaufbau eignen. Unsere Empfehlungen für ETFs basieren mitunter auf der Fondsgröße, dem ETF-Alter sowie der Wertentwicklung der ETFs.

DAX-ETFs

In Deutschland sind ETFs auf den Leitindex DAX besonders beliebt. Der DAX umfasst die 30 deutschen Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert. Über ETFs können Anleger neben Kursgewinnen auch an den Dividenden der Unternehmen teilhaben.

Wir haben hier für Sie die besten Dax ETFs zusammengestellt.

Unter den besten deutschen ETFs befinden sich auch ETFs auf den deutschen MDAX oder den SDAX an, die wir für Sie analysiert haben.

FAZ Index

Wer gerne in Deutschland investieren will, muss das nicht unbedingt mit einem DAX-ETF tun. Der bekannteste deutsche Index ist sicher keine schlechte Wahl, eine breitere Streuung bietet aber der FAZ-Index (auch f.a.z. Index). Der von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichte Index war bis zur Einführung des DAX 1988 der wichtigste Index, noch vor dem CoBank-Index und dem der Börsenzeitung, aus dem der DAX hervorging.

Gegenüber dem DAX hat er einen wesentlichen Vorteil. So bildet er 100 statt nur 30 Werte ab, also im Wesentlichen den DAX plus den MDAX und 20 weitere Werte. Ganz garantiert ist diese Deckungsgleichheit nicht, denn die Kriterien für die Auswahl sind nicht ganz die gleichen wie bei der Konkurrenz, doch die 30 DAX Konzerne und auch die 50 MDX Firmen sind praktisch fast immer auch im FAZ Index vertreten.

Heute ist er weitgehend unbekannt, daher bilden ihn auch nur wenige ETFs ab. Eine Ausnahme ist der Comstage FAZ Index UCITS ETF.

ComStage F.A.Z. Index UCITS ETF

(WKN: ETF006WKN kopiert / ISIN: LU0650624025ISIN kopiert)

Der ComStage F.A.Z. Index UCITS ETF wurde 2011 aufgelegt und hat derzeit eine Fondsgröße von rund 77,5 Million Euro. Die Dividendenerträge werden jährlich an die Anleger ausgeschüttet. Um die Wertentwicklung nachzubilden, bedient sich der ETF einer vollständigen physischen Replikation und hat damit exakt dieselbe Beschaffenheit wie der Basisindex.

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. letzte 5 J.8,88%
Entwicklung Referenzindex letzte 5 J.-1,71%
ReplikationsmethodePhysisch
GewinnverwendungAusschüttend
Gesamtkostenquote (TER)0,15%

Stand: 30. Juni 2020; Quelle: Lyxor International Asset Management

Obwohl der in Luxembourg ansässige ETF relativ klein ist, hat er sich über die Jahre besser entwickelt als der FAZ Index. Hinzu kommt, dass sich sowohl der Index als auch der ETF seit dem Corona-Einbruch Mitte März 2020 wieder gut erholt haben. Obwohl beide noch nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht haben, deutet alles auf eine positive Entwicklung in der Zukunft hin. Das macht diesen doch eher unbekannten ETF aus unserer Sicht für Anleger weiterhin attraktiv.

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MSCI World Index ETFs

Wer möglichst breit streuen will, sollte einen ETF wählen, der die Unternehmen aus der ganzen Welt abbildet. Der MSCI World Index von Morgan Stanley Capital International (MSCI) ist ein internationaler Aktienindex, dem die Wertentwicklung von Unternehmen aus 23 Industrieländern zugrunde liegt. Mit rund 1.600 Unternehmen weltweit spiegelt der MSCI World Index rund 85 Prozent der Marktkapitalisierung von Unternehmen aus Industrieländern wider. Es gibt zahlreiche ETFs, die den MSCI World nachbilden. Die besten MSCI World ETFs haben wir hier für Sie in einem separaten Artikel zusammengestellt.

Anlegern, die Risikominimierung im Sinn haben, empfehlen wir auch den MSCI World All Countries (MSCI World ACWI), da dieser neben Unternehmen aus den Industrieländern auch welche aus Schwellenländern beinhaltet. Das ist insofern vorteilhalft, da alle Industrieländer vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie der Alterung ihrer Bevölkerung und einer hohen Sättigung der Märkte. Schwellenländer bieten dagegen viele Chancen, aber auch hohe Risiken. Die Kombination aus beidem ist deshalb die erste Wahl für Anleger, die bisher noch wenig investiert haben.

Risikofreudigere Anleger und diejenigen, denen ethische Geldanlage wichtig ist, können sich auch einen nachhaltigen ETF mit ins Portfolio nehmen, zum Beispiel einen der den MSCI World Socially Responsible Index (SRI) abbildet. Der Index bündelt rund 400 Unternehmen aus den Industrieländern der Welt, die sich verpflichtet haben, ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) zu erfüllen.

iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)

(WKN: A2DVB9WKN kopiert / ISIN: IE00BYX2JD69ISIN kopiert)

Es gibt bisher nur einige wenige ETFs, die sich an nachhaltigen Indizes ausrichten. Der iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc) beispielsweise bildet den MSCI World SRI Select Reduced Fossil Fuels Index ab. Es handelt sich um einen thesaurierenden ETF. Der in Irland aufgelegte Fonds hat ein Vermögen von rund 1,7 Milliarden US-Dollar und bildet die Wertentwicklung des Index durch eine Auswahl der Indexbestandteile nach.

Der Anteil amerikanischer Aktien lag Ende Mai 2020 bei etwa 59 Prozent, japanische Unternehmen machten knapp 10 Prozent und deutsche etwa 5 Prozent aus. Die Top 3 Wirtschaftssektoren sind die Gesundheitsbranche mit 18 Prozent sowie Finanzwesen und IT mit jeweils rund 14 Prozent. Damit bietet der ETF eine gute branchenspezifische Mischung.

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. 1 J.9.24%
Entwicklung Referenzindex 1 J.9.37%
ReplikationsmethodePhysisch
GewinnverwendungThesaurierend
Gesamtkostenquote (TER)0,2%

Der ETF wurde erst im Jahr 2017 aufgelegt. Somit ist er vergleichsweise jung, und Anleger können nur bedingt Rückschlüsse aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit für die Zukunft ziehen. Andererseits schnitt der SRI Index in der Corona-Krise besser ab als der herkömmliche MSCI World Index. Hinzu kommt: Nachhaltige Geldanlage liegt voll im Trend und wird in den kommenden Jahren weiterhin an Bedeutung gewinnen. Am kostengünstigsten erwerben Sie diesen ETF derzeit bei Trade Republik.

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S&P 500

Der S&P 500 ist ein Aktienindex, der die Aktien der 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst und somit eine breite Risikostreuung gewährleistet. Der Index ist der umfassendste Index in den USA, und ETFs auf den Index bieten Investoren mit Interesse am amerikanischen Markt viele Anlagemöglichkeiten.

Der Index wurde erstmals 1957 von der Firma Standard & Poor‘s, die heute vor allem als Ratingagentur bekannt ist, herausgegeben. Der Index weist eine deutlich größere Marktbreite als der Dow Jones Industrial Average auf, der nur 30 Unternehmen enthält. Unternehmen müssen eine Marktkapitalisierung von mindestens vier Milliarden US-Dollar verzeichnen, um in den Index aufgenommen zu werden.

Microsoft, Apple, Amazon und Facebook befinden sich unter den größten Unternehmen im Index. Das bedeutet, mit einem ETF auf den S&P investieren Anleger ebenfalls stark in den Technologiesektor, allerdings ohne dabei gleich alles auf eine Karte zu setzen wie es beispielsweise bei einem ETF auf den Nasdaq der Fall wäre.

Der S&P 500 wird derzeit von 18 ETFs abgebildet, darunter sind der iShares Core S&P 500 UCITS ETF sowie der Vanguard S&P 500 UCITS ETF.

iShares Core S&P 500 UCITS ETF

(WKN: A0YEDGWKN kopiert / ISIN: IE00B5BMR087ISIN kopiert)

Der iShares Core S&P 500 UCITS ETF ist ein sehr großer Fonds mit einem Vermögen von 36,6 Milliarden US-Dollar. Er wurde im Jahr 2010 aufgelegt und weist mit 0,07% eine sehr niedrige Gesamtkostenquote. Die Gewinnverwendung ist thesaurierend, und das Fondsdomizil ist Irland.

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. letzte 5 J.10.33%
Entwicklung Referenzindex letzte 5 J.10.05%
ReplikationsmethodePhysisch
GewinnverwendungThesaurierend
Gesamtkostenquote (TER)0,07%

Stand: 30. Juni 2020; Quelle: iShares

Der Referenzindex S&P kann vor allem mit starkem Wachstum überzeugen, dem auch kurzfristige Tiefs wenig anhaben können. Die Coronavirus-Krise ist ein gutes Beispiel dafür: Sie ließ den Index innerhalb von einem Monat um mehr als 30% nach unten rauschen, aber innerhalb von nur elf Wochen hatte der Index 80% seiner Verluste gutgemacht. Davon profitiert auch der ETF. Zudem handelt es sich hier um einen der größten ETFs überhaupt, deswegen empfehlen wir ihn als besonders krisenfeste Anlage.

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Vanguard S&P 500 UCITS ETF

(WKN: A1JX53WKN kopiert / ISIN: IE00B3XXRP09ISIN kopiert)

Legen Sie Wert auf Dividenden, bietet sich als Alternative der ebenfalls kostengünstige Vanguard S&P 500 UCITS ETF an. Der Vanguard S&P 500 UCITS ETF hat ein Fondsvolumen von 24,4 Milliarden US-Dollar und ist in Irland aufgelegt.

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. letzte 5 J.10.33%
Entwicklung Referenzindex letzte 5 J.10.05%
ReplikationsmethodePhysisch
GewinnverwendungAusschüttend
Gesamtkostenquote (TER)0,07%

Stand: 30. Juni 2020; Quelle: Vanguard

Ebenso wie beim bereits vorgestellten thesaurierenden ETF auf den S&P 500 profitieren Anleger hier von Skaleneffekten, denn auch dieser Fonds ist außerordentlich groß, was eine sehr geringe Gesamtkostenquote (0.07%) zur Folge hat. Wer also einen ausschüttenden ETFs bevorzugt und in amerikanische Unternehmen investieren will, dem empfehlen wir diesen ETF von Vanguard. Smartbroker ist derzeit der günstigste Anbieter.

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Euro Stoxx 50

ETFs, die den Euro Stoxx 50 abbilden, setzen auf den europäischen Aktienmarkt. Der Euro Stoxx 50 Aktienindex setzt sich aus den 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone zusammen und gilt daher als Indikator für die Entwicklung des europäischen Aktienmarktes. Verantwortlich für den Index ist Stoxx Ltd., das zur Deutsche Börse Gruppe gehört. Neben dem EuroStoxx 50 gilt der Stoxx Europe 50 als zweites großes europäisches Börsenbarometer. Dieser setzt sich aus 50 Top-Unternehmen aus ganz Europa zusammen, inklusive der Nicht-Euro-Länder Schweiz und Großbritannien.

Lyxor EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF D-EUR

(WKN: 798328WKN kopiert / ISIN: FR0007054358ISIN kopiert)

Der Lyxor EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF D-EUR ist in Frankreich aufgelegt und schüttet Dividendenerträge halbjährlich an die Anleger aus. Das Fondsvermögen beträgt knapp 4,8 Milliarden Euro und die Gesamtkostenquote liegt bei 0,20% pro Jahr.

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. letzte 5 J.9.63%
Entwicklung Referenzindex letzte 5 J.7.31%
ReplikationsmethodePhysisch
GewinnverwendungAusschüttend
Gesamtkostenquote (TER)0,2%

Stand: 30. Juni 2020; Quelle: Lyxor International Asset Management

Der Lyxor EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF D-EUR hat sich in den vergangenen fünf Jahren besser als der Referenzindex entwickelt. Wir empfehlen diesen ETF denjenigen, die schon weltweite Indexfonds im Portfolio haben. Denn mit nur 50 Positionen, ist der Index natürlich nicht so breitgestreut wie andere Indizes. Am besten kaufen Sie den ETF derzeit bei Smartbroker.

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iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF EUR (Acc)

(WKN: A0YEDJWKN kopiert / ISIN: IE00B53L3W79ISIN kopiert)

Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau favorisieren und keinen Wert auf regelmäßige Dividendenzahlungen legen, können den iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF EUR (Acc) ins Portfolio nehmen. Die Basis wird physisch nachgebildet. Das Fondsvolumen beträgt rund 3,4 Milliarden Euro. Das Fondsdomizil ist in Irland.

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. letzte 5 J.1.94%
Entwicklung Referenzindex letzte 5 J.1.42%
ReplikationsmethodePhysisch
GewinnverwendungThesaurierend
Gesamtkostenquote (TER)0,1%

Dieser ETF glänzt mit einer niedrigen Gesamtkostenquote, die bei nur 0,1% liegt. Das bedeutet, der Fonds wirtschaftet sehr effizient und ist somit trotz der geringen Diversifizierung eine gute Alternative für Anleger, die in europäische Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung investieren möchten.

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Anleger, die sich nicht nur auf die größten europäischen Firmen beschränken wollen, können auch in ETFs auf den Stoxx Europe 600 investieren. Der Index enthält 600 Aktien aus 17 Ländern.

Was Sie über ETF Indexfonds wissen sollten

Was ist ein ETF Indexfonds und wie funktionieren sie?

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsennotierte Indexfonds, die einen bestimmten Aktienindex nachbilden. Das heißt, ETFs kaufen einzelne Aktien und gewichten sie so wie sie im Index vorhanden sind – große Konzerne haben dabei ein größeres Gewicht als kleine Unternehmen. Der ETF entwickelt sich dann auch wie der Index, und Anleger erwartet eine ähnliche Rendite wie der Index. Das macht sie besonders bei Börsen-Einsteigern beliebt.

Die ersten Indexfonds wurden in den USA bereits in den 1970er Jahren aufgelegt, jedoch wurden ETFs in Deutschland erst um die Jahrtausendwende zugelassen. Seitdem nimmt die Anzahl der im Börsenhandel verfügbaren ETFs stetig zu und ist inzwischen auf weltweit über 3.000 angewachsen. Nach einem starken Anstieg in den Anfangsjahren nach der Finanzkrise hat sich das Wachstum jedoch in den letzten Jahren etwas abgeschwächt, da bereits für alle erdenklichen Länder, Branchen und Asset-Klassen mehrere ETF-Angebote vorhanden waren. Es wird somit für die Anbieter immer schwieriger, innovative ETFs aufzulegen. Der Markt ist gesättigt, die vorhandenen Index-Wertpapiere erfreuen sich aber nach wie vor zunehmender Beliebtheit bei den Investoren.

ETF Bauarten: physisch und synthetisch

ETFs bauen stets Indizes mit zahlreichen Einzeltiteln nach – das können bis zu mehrere hundert Aktien oder Anleihen sein. Um den Index möglichst exakt abzubilden, greifen die Anbieter auf verschiedene Replikationsmethoden zurück. Diese Mechanismen sorgen dafür, dass sich der ETF immer möglichst exakt so wie der Index entwickelt.

Bei Anlegern besonders beliebt ist die sogenannte physische Replikation, bei der die im Index gehaltenen Aktien tatsächlich gekauft werden. Eine andere Variante ist die synthetische Replikation, bei der der ETF lediglich mit einer Bank handelt, die die Kurzentwicklung der Aktien garantiert. Viele Anleger bevorzugen physisch replizierende ETFs, da sie leichter nachzuvollziehen sind.

Reinvestition oder Dividendenauszahlung

ETFs gehen unterschiedlich mit den Gewinnerträgen um.

Ausschüttende ETFs zahlen die erzielten Gewinne im Anlagezeitraum an die Investoren aus. Das macht sie interessant für Anleger, die eine regelmäßige Dividende erhalten möchten.

Thesaurierende ETFs reinvestieren den Ertrag und der Gewinn fließt umgehend zurück in den Fonds. Damit sind thesaurierende ETFs die erste Wahl für Langzeitanleger, die dadurch ebenfalls vom Zinseszinseffekt profitieren können.

Wie sicher sind ETFs?

Wer in ETFs investiert, diversifiziert sein Portfolio und senkt gleichzeitig sein Risiko. Die Abhängigkeit von der Wertentwicklung einer einzelnen Aktie eines bestimmen Unternehmens verschwindet ebenso, wie die von einem guten Portfoliomanagement. Dennoch gilt: Auch bei ETFs gibt es ein Risiko, dass Sie als Anleger Ihr Geld verlieren können. Fällt der Indexkurs, fällt auch der Wert des ETFs.

Im Vergleich zu Investitionen in einzelne Aktien gelten ETFs als risikoarm, da sich Kursschwankungen langfristig in der Regel ausgleichen. Daher eignen sich ETFs auch vor allem für die langfristige Geldanlage über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren.

Zudem: Das Vermögen eines ETFs gilt als Sondervermögen und ist somit vor einer möglichen Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.

ETF Kosten und Steuern

Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds sind fast alle ETFs günstig, da durch die Indexabbildung keine aufwendigen Analysen des Marktgeschehen nötig sind. Bei aktiv gemanagten Fonds fällt oft eine Verwaltungsgebühr von 1,5% im Jahr an. Bei ETFs liegt die Gesamtkostenquote in der Regel unter einem halben Prozentpunkt pro Jahr.

Depot-Anbieter sind seit 2018 auch dazu verpflichtet, alle Kosten aufzulisten, die für den Kauf, eine Haltedauer von fünf Jahren sowie den anschließenden Verkauf von ETFs anfallen. Diese Kosteninformation erhalten Sie in der Regel direkt über einen Link vom Depotanbieter.

ETFs werden wie alle Investmentfonds seit 2018 über eine sogenannte Vorabpauschale besteuert, deren Höhe von vielen individuellen Faktoren abhängt. Um die Besteuerung kümmert sich aber die Depotbank. Sie bucht die Steuer in der Regel vom Verrechnungskonto des Depots ab und führt sie als Abgeltungssteuer ans Finanzamt ab. Die Abgeltungssteuer beträgt pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Mehr dazu lesen Sie in unserem speziellen Artikel zur Besteuerung von Aktien.

Kommen Sie als Anleger mit Ihren Kapitalerträgen nicht über den Freibetrag und haben Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank gestellt, werden keine Steuern abgeführt. Der Freibetrag liegt derzeit bei 801 Euro für Singles und bei 1.602 Euro für Verheiratete.

ETF Sparpläne

Falls Sie monatlich nur kleine Beträge investieren möchten, eignet sich ein ETF Sparplan zum Vermögensaufbau. Viele ETFs sind nicht nur als Einmaleinlage verfügbar, sondern sind sparplanfähig. Wir haben hier alles rund ums Thema ETF Fondssparpläne für Sie zusammengefasst.

Auf einen Blick: Vor- und Nachteile von Index ETFs

Pro
  • Geringe Kosten: Für Indexfonds zahlen Anleger in der Regel maximal 0,5% pro Jahr – oft sogar weniger.
  • Breite Streuung: Sie können Ihr Kapital über zahlreiche Aktien streuen, um Ihr Risiko Verluste zu machen, zu verringern.
  • Rendite: Studien haben gezeigt, dass ETFs bei breiter Streuung langfristig eine mindestens genauso hohe oder sogar höhere Rendite als aktiv gemanagte Fonds erzielen. Das liegt daran, dass es selbst Fondsmanagern selten gelingt, die Marktentwicklung besser vorherzusehen als die breite Masse der Anleger.
  • Erhöhte Transparenz: Ein ETF bildet immer einen bestimmten Index nach, das heißt, Sie als Anleger wissen zu jedem Zeitpunkt, welche Aktien der Fonds enthält. Aktiv gemanagte Fonds sind häufig weniger transparent, und Anleger erfahren oft nur mit Zeitverzögerung oder an einem bestimmten Stichtag, aus welchen Aktien sich der Fonds gerade zusammensetzt.
Contra
  • Tracking-Error-Risiko: Da bei jeder Indexveränderung auch die Wertpapiere im ETF verändert werden müssen, entstehen Transaktionskosten, die von den Anlegern bezahlt werden müssen. Durch diese Kosten kann die Wertentwicklung des ETF von der eigentlichen Wertentwicklung des Index abweichen.
  • Teure Innovationen: ETFs sind ein Trendprodukt und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Deswegen bringen die Anbieter regelmäßig neue ETFs auf den Markt – doch gerade bei neuen, innovativen Produkten sollten Anleger unbedingt auf die Kosten achten, die häufig bei 0,7% liegen. Das ist im Vergleich zu herkömmlichen ETF ziemlich viel.
  • Marktabweichungen: ETF und Index sind nicht identisch und weichen regelmäßig voneinander ab. Diese Abweichungen sind in der Regel sehr gering und gleichen sich langfristig aus. Gerade in instabilen wirtschaftlichen Zeiten und Krisen können die Abweichungen länger spürbar sein. Anleger müssen also damit rechnen, dass sich der ETF nicht immer so entwickelt wie der Index.
  • Verlustgefahr: Der Wert eines ETF verändert sich permanent mit den Wertschwankungen der Aktienmärkte. Bei einem ETF-Verkauf zu einem ungünstigen Zeitpunkt sind hohe Verluste möglich.
  • Geringe Kosten: Für Indexfonds zahlen Anleger in der Regel maximal 0,5% pro Jahr – oft sogar weniger.
  • Breite Streuung: Sie können Ihr Kapital über zahlreiche Aktien streuen, um Ihr Risiko Verluste zu machen, zu verringern.
  • Rendite: Studien haben gezeigt, dass ETFs bei breiter Streuung langfristig eine mindestens genauso hohe oder sogar höhere Rendite als aktiv gemanagte Fonds erzielen. Das liegt daran, dass es selbst Fondsmanagern selten gelingt, die Marktentwicklung besser vorherzusehen als die breite Masse der Anleger.
  • Erhöhte Transparenz: Ein ETF bildet immer einen bestimmten Index nach, das heißt, Sie als Anleger wissen zu jedem Zeitpunkt, welche Aktien der Fonds enthält. Aktiv gemanagte Fonds sind häufig weniger transparent, und Anleger erfahren oft nur mit Zeitverzögerung oder an einem bestimmten Stichtag, aus welchen Aktien sich der Fonds gerade zusammensetzt.
  • Tracking-Error-Risiko: Da bei jeder Indexveränderung auch die Wertpapiere im ETF verändert werden müssen, entstehen Transaktionskosten, die von den Anlegern bezahlt werden müssen. Durch diese Kosten kann die Wertentwicklung des ETF von der eigentlichen Wertentwicklung des Index abweichen.
  • Teure Innovationen: ETFs sind ein Trendprodukt und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Deswegen bringen die Anbieter regelmäßig neue ETFs auf den Markt – doch gerade bei neuen, innovativen Produkten sollten Anleger unbedingt auf die Kosten achten, die häufig bei 0,7% liegen. Das ist im Vergleich zu herkömmlichen ETF ziemlich viel.
  • Marktabweichungen: ETF und Index sind nicht identisch und weichen regelmäßig voneinander ab. Diese Abweichungen sind in der Regel sehr gering und gleichen sich langfristig aus. Gerade in instabilen wirtschaftlichen Zeiten und Krisen können die Abweichungen länger spürbar sein. Anleger müssen also damit rechnen, dass sich der ETF nicht immer so entwickelt wie der Index.
  • Verlustgefahr: Der Wert eines ETF verändert sich permanent mit den Wertschwankungen der Aktienmärkte. Bei einem ETF-Verkauf zu einem ungünstigen Zeitpunkt sind hohe Verluste möglich.

ETF Anbieter in Deutschland

Blackrock Asset Management ist mit seiner Marke iShares weltweit der größte Anbieter von ETFs. Unter den ETFs, die iShares in Deutschland anbietet, finden sich Indexfonds auf alle wichtigen Aktienindizes. Gleiches gilt für den US-amerikanischen Finanzdienstleister Vanguard.

Daneben bieten noch zahlreiche weitere Finanzunternehmen ETFs an. Zu den wichtigsten zählen Xtrackers (DWS Gruppe, Deutschland) und die Marke Lyxor der Pariser Société Générale, eine der größten Geschäftsbanken Frankreichs. Die Franzosen haben 2019 auch den ETF Anbieter Comstage der Commerzbank übernommen. Weitere Anbieter sind HSBC, Fidelity Investments und Amundi.

Wie finden Sie den geeigneten ETF? Die wichtigsten Auswahlkriterien

Klar ist: Je geringer die Kosten, desto besser. Der ETF sollte allerdings auch nicht zu klein sein, denn je größer das Fondsvermögen, desto geringer das Risiko, dass die Fondsgesellschaft den Fonds schließt. Wir raten insbesondere Einsteigern, sich an etablierten Fonds zu orientieren, denn diese gelten als vergleichsweise sicher.

Anleger sollten auch die Risikoklasse beachten. Diese ist im KIID des ETFs mit einer Skala von 1 bis 7 angegeben.

Gerade für Einsteiger ist und bleibt die diversifizierte Anlage das wichtigste Auswahlkriterium für Indexfonds. Je mehr Einzelaktien und Märkte ein Index abbilden, desto geringer ist das Risiko von großen Verlusten. Weniger Risiko ist zwingend auch immer mit weniger Renditechance verbunden. Aber für langfristige Anlagestrategien steht ein ideales Chancen-Risiko-Verhältnis im Vordergrund und somit bietet die Diversifizierung ein Werkzeug, um das Anlagerisiko eines Depots genau anzupassen.

Alternative Indizes

FTSE 100 ETFs

Der FTSE 100 gehört zu den wichtigsten europäischen Aktienindizes. Die Abkürzung steht für Financial Times Stock Exchange. Der FTSE ist der Leitindex der Aktienbörse in London und wird oft einfach Footsie genannt. Der Index wird seit 1983 veröffentlicht und wird aus den Aktien der 100 größten und umsatzstärksten Unternehmen nach Marktkapitalisierung der Londoner Börse berechnet.

Ähnlich wie beim DAX investieren Sie als Anleger in FTSE 100 ETFs vornehmlich in Unternehmen, die in einem Land, also in Großbritannien, beheimatet sind. Viele der Konzerne, zum Beispiel HSBC, BP und GlaxoSmithKline, sind allerdings international tätig. Dennoch eignen sich ETFs auf den FTSE 100 nur bedingt, wenn Sie möglichst breit streuen wollen. Haben Sie allerdings schon einen ETF, der auf die Weltmärkte setzt, in ihrem Portfolio, können Sie den FTSE 100 zusätzlich in Betracht ziehen.

iShares Core FTSE 100 UCITS ETF (Dist)

(WKN: 552752WKN kopiert / ISIN: IE0005042456ISIN kopiert)

Der iShares Core FTSE 100 UCITS ETF (Dist) wurde im Jahr 2000 von BlackRock aufgelegt. Er hat ein Fondsvermögen von rund 7,8 Milliarden GBP. Es handelt sich um einen ETF, der Dividenden quartalsweise ausschüttet. Die Ausschüttungsrendite betrug 4,38% zum 10. Juli 2020.

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. letzte 5 J.2,86%
Entwicklung Referenzindex letzte 5 J.2,89%
ReplikationsmethodePhysisch
GewinnverwendungAusschüttend
Gesamtkostenquote (TER)0,07%

Stand: 30. Juni 2020; Quelle: iShares

Bei FTSE 100 ETFs müssen Sie beachten, dass sich unter den fünf umsatzstärksten Unternehmen zwei Ölkonzerne befinden: BP und Royal Dutch Shell. Somit reagiert der FTSE 100 stark auf Veränderungen an den weltweiten Ölmärkten – sowohl positiv als auch negativ. Unsere mittelfristige Prognose für den Ölmarkt fällt positiv aus, denn Öl ist nach wie vor einer der wichtigsten Rohstoffe der Welt. Der iShares Core FTSE 100 UCITS ETF (Dist) ist ein guter Kauf, wenn Sie neben anderen Branchen in diesen Bereich investieren möchten.

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Rohstoff-ETFs

Als sinnvolle Portfolio Ergänzung können Sie auch auf verschiedene Rohstoff-ETFs setzen. Wir haben für Sie die besten Öl-ETFs, ETCs und Aktien sowie die besten Gold-ETFs unter die Lupe genommen.

Rohstoff-Indizes sind jedoch komplexer als Aktienindizes. Während Aktienindizes nach der Marktkapitalisierung zusammengestellt werden, haben Rohstoff-Indizes keine einheitliche Gewichtungskomponente. Daher gilt: Stellen Sie sicher, dass Sie dem ETF zugrundeliegenden Index wirklich verstanden haben, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.

FAQ zu Index ETFs

Sind alle Indexfonds auch ETFs?–

Die Begriffe „Indexfonds“ und „ETF“ werden häufig synonym benutzt, denn die meisten Indexfonds sind börsengehandelte Papiere - sogenannte Exchange Traded Funds oder kurz ETFs. Anleger können sie zu den Handelszeiten kaufen und verkaufen. Es gibt aber auch Indexfonds, die nicht an der Börse gehandelt werden. Diese können wie andere aktive Anlagefonds nur einmal täglich über die Fondsgesellschaft erworben werden. Diese Art von Indexfonds wird allerdings hauptsächlich von institutionellen Investoren genutzt.

Wie unterscheiden sich ETFs von anderen Investmentfonds?

Klassische Investmentfonds werden aktiv gemanagt: Ein Fondsmanager trifft hier die Anlageentscheidungen. ETFs zeichnen sich durch passives Fondsmanagement aus. Der ETF kauft Aktien automatisch nach der Gewichtung im jeweiligen Index ein, den er nachbilden soll.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um ETFs zu kaufen?

Generell gilt: Besser früher als später, wenn Sie langfristig Vermögen aufbauen möchten. Experten sind sich einig, dass es den perfekten Einstiegszeitpunkt an der Börse nicht gibt, denn niemand kann die Marktentwicklung genau vorhersagen. Fest steht jedoch, dass ein ETF langfristig sein volles Potential entfaltet und sich Schwankungen an den Finanzmärkten über einen langen Zeitraum ausgleichen. Der Anlagezeitraum sollte sieben, besser noch zehn oder 15 Jahre nicht unterschreiten.

Warum gibt es keine perfekte Korrelation zwischen Index und ETF?

ETFs bilden Indizes 1:1 nach – in der Theorie zumindest. In der Praxis ist es allerdings so, dass es nicht immer ganz einfach ist, alle Aktien im Index im genau passenden Verhältnis zu halten. Das gilt insbesondere bei Indizes mit vielen Einzeltiteln wie dem MSCI World. Daher kann es vorkommen, dass Anbieter etwa kleinere Aktien weglassen oder von sehr ähnlichen Aktien nur eine halten, sodass die Länder- und Branchenverteilung des Indexes trotzdem gut abgebildet werden kann. Zudem kann der Indexstand vom ETF-Kurs abweichen. Diese Differenz liegt an den Steuern und Gebühren, die den Wert des ETFs mindern. Auch der Nettoinventarwert (Englisch: Net Asset Value, NAV) eines ETFs kann vom Index abweichen. Der NAV eines ETFs wird einmal täglich auf der Basis der Schlusskurse der im ETF enthaltenen Wertpapiere berechnet. Dabei kann es passieren, dass die Kurse der zugrundeliegenden Aktien Stunden auseinander liegen, wenn sie in unterschiedlichen Zeitzonen gehandelt werden. So können beispielsweise einige Anteile eines ETFs in den USA und andere in Asien gehandelt werden.

Fazit

Index ETFs bieten viele Chancen. Wer möglichst breit streuen will und sein Risiko klein halten viel, der kann das am besten mit einem weltweiten ETF tun. Hier bieten sich ETFs auf den MSCI World All Countries Index an. Für Einsteiger ist das oft die beste Möglichkeit. Wer dagegen gezielt in bestimmte Märkte oder Wirtschaftsbereiche investieren will, kann das ebenfalls mit ETFs tun. Hierbei raten wir Ihnen aber dazu, die Risiken besonders gut abzuwägen.

Noch besser ist es, wenn auch das Einstiegsrisiko gestreut wird. Bei einem Sparplan legt man regelmäßig Geld an, beispielsweise monatlich. Das motiviert zum regelmäßigen Sparen und senkt das Einstiegsrisiko. Gute Angebote macht die Consorsbank, die zahlreiche ETFs sogar ohne Kaufgebühren anbietet.

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